Skandinavien Unterwegs

Jotunheimen (2011)

10. August 2011

Das erste Mal waren Herr Wallygusto und ich 2011 in Norwegen. Besonders gut hat es uns in Jotunheimen gefallen.

Nachts

  • Torfinnsbu
    Eines vorweg: “Bu” ist norwegisch und bedeutet “Hütte”. Ich weiss nicht, was ich mir unter einer norwegischen Berghütte vorgestellt habe, aber gewiss nicht so was: Hier gibt es nämlich „Candle Light Dinner“. Dies ist zwar weniger der Romantik als dem Mangel an Elektrizität geschuldet, verliert dadurch aber kaum an Charme.
    Außerdem versöhnte es mich mit dem beschwerlichen Hinweg, denn der Weg war größtenteils matschig und mücken-verseucht. Außerdem war ich unfreiwillig in einem Bach baden gegangen, denn es gab keine Brücke (mehr). Die Auswahl der Speisen ist natürlich beschränkt und als Vegetarier hat man es nicht ganz so leicht, wenn es nur Rinderbraten mit Kartoffeln und Gemüse gibt, aber dafür servierte man uns 2x Vorspeise, nämlich Schwammerlsuppe. Und einen Brotkorb dazu, der für reichliche Irritationen bei den restlichen Gästen sorgte – war er doch (ursprünglich) nicht für die Allgemeinheit sondern nur für uns Vegis bestimmt. So gut wie diese Suppe hat uns übrigens schon lang nichts mehr geschmeckt und wir haben jeden Löffel genossen! Übernachtet haben wir dann im 5-Bett-Zimmer und nach einer schnellen Katzenwäsche auf dem vereisten Steg zur Quelle gab’s ein wirklich tolles Frühstück! Soviel Auswahl wünscht man sich oft im Hotel, denn es gab ordentlich heimischen Käse und Gemüse sowie typisch norwegische Auflagen, wie Forellenpaste aus der Tube. Außerdem Müsli und Wurst. Alles in allem war der Aufenthalt hier sehr unterhaltsam, denn man wurde auch schnell Freund mit den restlichen Gästen. Und das Ambiente ist einfach toll, diese liebevoll eingerichtete Hütte vor der traumhaften Bergkulisse! Ein Fall zum Wiederkommen!
    Adresse: Am See Bygdin in Norwegen 🙂

Süßes

  • Gjendesheim
    Gjendesheim
    liegt in etwas 1.000 m Höhe am schönen See Gjiende in Jotunheimen. Die Hütte wurde bereits 1878 errichtet und hat im Laufe der gut 125 Jahre ihres Bestehens immer mehr Touristen für immer längere Saisonzeiten empfangen. Sie ist eine der größten und bestbesuchten DNT-Hütten mit 100 Betten in 2- und 4 Bettzimmern und 70 Betten in Schlafsälen. Die Anlage besteht aus mehreren Häusern, mit Speisesaal und Kaminzimmer im Hauptgebäude. Der Standard ist einfach, mit Dusche und WC auf dem Flur, die Zimmer und Sanitäranlagen sind jedoch sehr sauber. Trotz des rustikalen Äußeren und des einfachen Standards befindet sich im Inneren ein richtig stylischer Lounge-Bereich. Von den gemütlichen Couchen hat man einen tollen Blick auf den See und die umliegenden Berge und kann so ganz nebenbei eine leckere Waffel mit Erdbeermarmelade und Schmand verzehren. Das hat man nach einer Wanderung über den Grad des Beeseggen auch bitternötig…wir zumindest waren nach der 7 Stunden-Tour total ausgehungert. Unbedingt probieren sollte man Atna, ein unfiltriertes Bier aus Rondane. Neben einem witzigen Etikett mit Wolfspfote kann es einen sehr guten Geschmack vorweisen. Das Personal selbst ist davon so begeistert, dass uns ein Test zweimal innigst ans Herz gelegt wurde. 🙂
    Adresse: Am See Gjende

 

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1 Comment

  • Reply {Unterwegs} in Südnorwegen & Schweden – Von Waffeln, Trollen & Moschusochsen | wallygusto 5. Januar 2015 at 11:42

    […] und 2012 wurden wir nämlich sehr gut (vegetarisch) verpflegt! Vor allem das Essen in den Hütten Gjendesheim, Leirvassbu, Glitterheim und Torfinnsbu war hervorragend! Allen voran das üppige […]

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