Österreich Unterwegs

Wildschönau (2012)

12. März 2012

Im März 2012 waren Herr Wallygusto und ich mit unserer Clique beim Schneeschuhlaufen und Schlemmen in der Wildschönau.

  • Gasthof Gradlspitz
    Thierbach ist das kleinste und am höchsten gelegene der vier Kirchdörfer der Wildschönau im Bezirk Kufstein. Die Auswahl an Restaurants fällt aus diesem Grund auch eher bescheiden aus und warme Küche gibt es maximal bis 21 Uhr. Was nicht heißen soll, dass der Besuch im Gasthof Gradlspitz rein aus der Not geboren war – geschmeckt hat es hier auch! Leider habe ich den Verdacht, dass die Käsespätzle (€ 7,20) nicht 100% veggie waren, rochen sie doch, als wären die Zwiebeln in ausgelassenem Speck angebraten worden. Bier (€ 2,90) gibt es hier aus der Flasche und als kleines Dankeschön einen leckeren Nußschnaps.
    Internet: www.gradlspitz.at
    Adresse: 
    Thierbach 228, A-6311 Wildschönau
  • Gasthof Kellerwirt
    Der Gasthof Kellerwirt fällt einem schon von weitem auf – und das liegt nicht nur an den leuchtend-blauen Augustiner-Sonnenschirmen auf der Terrasse! Richtig gut sieht es aus, das alte Gemäuer mit seiner Fassadenmalerei, das das erste Mal im Jahre 1275 erwähnt wird. Ein „Kellerer“ aus dem oberbayerischen Benediktinerkloster Seeon am Chiemsee wachte hier über die pünktliche Ablieferung des Zehnten der ansässigen Bauern. Damals wurde er noch „Probstenhof“ gennannt und war von Anfang an ein Gasthaus. Zwischendurch war der Kellerwirt auch mal als Gerichtssitz und Postamt. Da auf der Sonnenterasse leider kein Platz mehr für unsere Gruppe war, suchten wir uns in der Bauernstube ein Platzerl. Richtig gemütlich ist es hier, rustikal zwar, aber nicht erdrückend. Die Holzwände sehen recht neu aus, das Möbilar auch und mit Deko wird nicht übermässig verschwenderisch umgegangen. Eine wohlklingende Wanduhr gibt hier jede Viertelstunde Laut, von der nahen Hauptstraße bekommt man wenig mit. Ab 14 Uhr gibt es nur noch eine reduzierte Jausenkarte mit Suppen, Omelett und Graukäse mit Musik. Die Portionen sind aber groß genug, so dass auch der Bärenhunger nach der Schneeschuhtour gestillt werden kann. Alle Gerichte sahen gut gut aus, waren hausgemacht und schmeckten vorzüglich. Die Farbe des Graukäses löste eine kleine Diskussion am Tisch aus: Ist er jetzt zu hell? Oder genau richtig gefärbt? Keine Ahnung…gut war er, schön sauer und mit zu dieser Jahreszeit passabel schmeckenden Tomaten garniert. Der Service ist sehr höflich und aufmerksam, hier arbeitet man noch nach der alten Schule. Das nächste Mal kommen wir aber früher, damit wir die Mittagskarte und somit die Käsespätzle probieren können. Oder mal zum Abendessen.
    Internet: www.kellerwirt.com
    Adresse: 
    Oberau 72, A-Wildschönau
  • Hotel ChristoffelGanz hinten, beim letzten Schlepplift, findet sich ein skurriles Kleinod der Wildschönauer Gastroszene: Das Hotel Christoffel. Ein Blick auf die Speisekarte sagte uns schnell, dass man hier nicht nur schlafen, sondern auch Tiroler Hausmannskost bekommen könnte. Zugegeben, von aussen sieht es wenig einladend aus, aber an der Fassade verspricht (oder droht?) ein Schild damit, dass hier der Chef noch selbst kocht. Das Betreten der Gaststube kommt einer Reise mit einer Zeitmaschine gleich: An der Wand hängt ein Dammwildgeweih, nebenan hängt ein Foto von den alten Wirtsleuten und gegessen wird von Resopaltischen.Und dann gibt’s ja noch die Frühlingsdeko mit  kitschigen Plastikhäschen! Richtig schlecht halt 🙂 Die Speisekarte beschränkt sich auf eine DIN A4-Seite  in Sichthülle und bietet neben deftigen Sachen wie Käsekrustensuppe (€ 3,50) und Schweinebraten mit Kraut (€ 9,50)  auch Kaiserschmarrn mit Preiselbeeren und Apfelmus (€ 6,20). Riesige Stücke Kuchen gibt es obendrein, mit großen Augen haben wir verfolgt, wie sie an den Nachbartisch getragen wurden. Überhaupt kann man die Portionen kaum als „klein“ bezeichnen, die Teller sind reichlich gefüllt und der bereits erwähnte Braten von der Sau wird mit 2 (kleinen) Knödeln (Semmel und Kartoffel) begleitet. Der Kaiserschmarrn ist riesig und schmeckt einfach nur superguad! Leider war ich nach dem Omelett mit Champignons und dem kleinen Salat so so voll, dass ich keinen mehr essen konnte. 🙁 Der noch recht junge Wirt wirkt a bisserl skurril, zum Aufnehmen der Bestellung nimmt er gleich mal an unserem Tisch Platz und a g’scherte Ruam ist er auch – gestört hat uns das nicht, wahrscheinlich ist es eh nur seine Masche für die Touristen. 🙂 Uns hat’s gut geschmeckt, daher können wir das „Christoffel“ ruhig empfehlen!
    Internet: www.hotelchristoffel.at
    Adresse: Grafenweg 324, A-6314 Niederau

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