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Mamas Küche | Laim | Leider inzwischen für immer geschlossen

14. März 2013

Seit 1,5 Jahren gibt es nun schon Mamas Küche in Laim. Als wir vor 10 Jahren in die Gegend zogen war in dem alten Haus an der Ecke Fürstenrieder Str. / Helmpertstr. noch die Teufels Küche zu finden. Dort war ich regelmässig Gast, sei es mit Herrn Wallygusto, Freunden oder Arbeitskollegen. Die Speisekarte war auf bayrisch und man bekam neben rustikalen Speisen wie überbackene Spinatspätzle auch riesige Salate mit Kalamari Fritti. Von heute auf morgen war dann der Ofen in der Teufels Küche aus und das Tirolenisis deckte ein. Dort gab es gehobene Südtiroler Küche, die uns Wallygustos aber nicht locken konnte. Dann kam ein neues Lokal mit dem alten Namen Teufels Küche. Das war wiederum ganz nett, aber mehr als einmal waren wir nicht zum Käsespätzle essen da. War dann noch was? Ich kann mich nicht erinnern, zu viel Bewegung gab’s die letzten Jahre. Und jetzt gibt es eben Mamas Küche – die ich natürlich jetzt auch mal besuchen musste. Es geht ja schließlich um die Gastroblogger-Ehre. 🙂

Die Einrichtung ist gemütlich und trotz der Frühlingsdekoration mit Blümchen und Ostereiern nicht überladen. Da man hier auch Fußball gucken und ja nie wissen kann, was los ist, hatte ich vorsorglich einen Tisch reserviert. Wie sich schnell herausstellte, wäre dies nicht nötig gewesen. Wahrscheinlich waren zu viele Leute daheim und haben sich die Papstwahl im Fernsehen angeschaut. 🙂 Man sitzt an kleinen Tischen aus dunklem Holz, der Po ruht auf bunten Stoffkissen. Auf einer Tafel gegenüber unseres Tisches konnte ich das Programm der nächsten Wochen lesen, denn bei Mama gibt es Live-Musik und Kabarett.

Die Speisekarte bietet bodenständige Gerichte wie Schnitzel oder Braten, aber auch Salate. Vegetarier kommen auf nicht zu kurz, denn es gibt Käsespätzle, Spinatknödel oder Gnocchi in Ruccola-Pesto. Und eine Tageskarte hat es auch. Ich entschied mich für den gemischten Salat mit gebackenen Champignons und Baguette. Meine Freundinnen wählten Putenschnitzel Wiener Art und Salat mit Putenstreifen. Die Portionen waren echt groß, vor allem das – oder besser die, denn es gab zwei – Schnitzel. Bei dem einen Salat hätten es ruhig ein paar mehr Putenstreifen sein können, aber die Pute ist dann wohl doch lieber ein Schnitzel geworden. Bei der vegetarischen Variante gab es nix zu meckern, vor allem die hausgemachte Remoulade war der Hammer! Da waren doch auch tatsächlich richtige Essiggurken drin! In sowas Leckeres habe ich frittiertes Gemüse wirklich schon lange nicht mehr getaucht!

Ein ganz besonders Highlight war aber der Bratapfellikör, denn uns der freundliche Wirt spendiert hat. Ja, richtig, es gibt eigentlich keine Mama. Auch in der Küche nicht. Aber zumindest soll alles handgemacht sein, sogar die Spätzle werden selbst geschabt. Überhaupt haben wir uns hier gut aufgehoben gefühlt, denn auch die Bedienung war den ganzen Abend über sehr freundlich und aufmerksam.

Die Preise sind okay, Bier kostet € 3,40 und Salat um die € 9,00. Außerdem interessiert mich das Live-Programm brennend. Ich werde mir also bald mal Herrn Wallygusto schnappen und wieder hier einkehren. Denn bei Mama, auch wenn sie eigentlich ein Mann ist, schmeckt es eh am besten!

Internet:  www.mamasküche.de
Adresse: Helmpertstr. 2. 17, 80687 München

Update Mai 2015

Mamas Küche ist mittlerweile geschlossen worden. In den Räumlichkeiten befindet sich seit April 2014 (?) der Fürstenrieder Hof mit Spezialitäten von Bayern über das Mittelmeer bis hin zum Balkan.

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