Burger Restaurants

Boonian | Altstadt | Leider inzwischen für immer geschlossen

9. April 2013

Mein Leben als Vegetarier begann 2008 im „Yellowstone Nationpark“, als ich beim Anblick der kleinen Bisonkälber ein furchtbar schlechtes Gewissen bekam. Einen Tag zuvor hatte ich schließlich genüsslich einen Verwandten in Form eines Sirloin-Steaks verzehrt. So inkonsequent wollte ich nicht länger bleiben, die einen Tiere zu süß zum Essen, die anderen auf dem Teller. Herr Wallygusto begrüßte diese Entscheidung sehr, war er doch damals bereits über 10 Jahre Vegetarier. Nach ein paar „Rückfällen“ kann ich es mir inzwischen gar nicht mehr vorstellen, Fleisch oder Fisch zu essen. Und irgendwie schmeckt es mir auch gar nicht mehr!

Der Verzicht auf Fleisch ist ja inzwischen recht populär geworden, was wohl zum Teil auf die zahlreichen Fleischskandale der letzten Jahre zurückgeht. Und so wundert es nicht, dass es in der Münchner Schrannenhalle seit knapp einem halben Jahr einen veganen Imbiss gibt, der komplett auf tierische Produkte verzichtet. Schon im Januar habe ich kurz über das Boonian berichtet, heute war ich das erste Mal mit einem experimentierfreudigen Kollegen zum Mittagessen dort.

Boonian Speisekarte

Den kleinen Stand haben wir dann auch schnell in der nur wenig besuchten Schrannenhalle gefunden. Die große Kreidetafel versprach unseren hungrigen Mägen eine großen Auswahl an Seitan- und Tofuprodukten, aber auch Daal, das ist ein indischer Linseneintopf. In der Vitrine konnte man 3 Sorten Salat, diverse Bratlinge und Frühlingsrollen sehen.  Als ich dann voller Vorfreude einen Burger mit „Spicy BBQ“ bestellte, wurde ich leider enttäuscht! Es gäbe nur die Gerichte in der Vitrine, man könnte mir aber einen Bratling auf den Burger legen. Okay, also ein Bratling! Die Frage nach dem weiteren Belag gestaltet sich etwas schwierig, denn es gab nur die Salate. Da viel die Wahl auch wieder leicht, denn einen Linsensalat auf dem „Bun“ konnte ich mir nicht vorstellen, so dass ich den mit Zucchini und Tomaten nahm. Um den ganzen Burger nicht unnötig unhandlich zu  machen, gab’s einen großzügigen Schöpfer einfach daneben auf den Teller. Das „Bun“ entpuppte sich als Krusti, das frisch auf auf dem Panini-Grill geröstet wurde. Bei meinem Kollegen ging das alles ein bisschen schneller, denn er nahm das Daha mit Reis. Das Essen war sehr, sehr lecker, vor allem die rote Sauce. Die war unglaublich fruchtig und eine eine leichte Schärfe – perfekt zum Burger also. Der Salat hat noch ein wenig Salz vertragen, aber das ist ja Geschmackssache.

Boonian

Die Bedienung war sehr nett, die Preise sind okay. Der Burger mit Salat kostete mich € 4,50, das Linsengericht war ein klein wenig teurer. Positiv erwähnen muss ich auf  jeden Fall noch, dass es „Fritz Kola“ (€ 3,00) in verschiedenen Varianten (u.a. mit Stevia) gibt. Das ist momentan meine absolute Lieblingslimo, das finde ich natürlich toll!

Mein Kollege meinte danach, er hätte das erste Mal bewusst vegan gegessen. Woraufhin ich nur erwiderte, dass man das öfter tut, als man denkt. Ich glaube, der nächste gemeinsame Besuch lässt sich nicht vermeiden ;-).

Das Boonian ist weitergezogen und hat seinen Grill in der Schrannenhalle zum 14.09.2013 geschlossen. 

Internet: www.boonian.com
Adresse: 
In der Schrannenhalle, Viktualienmarkt 15, 80331 München

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