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Backstage | Laim

4. August 2013

Das „Backstage“ ist ein feste Institution in München, was alternative Parties und Konzerte angeht. Vor knapp 20 Jahren war ich dort regelmässig zu Gast und habe meinen Kopf zu schwermetallischen Gitarrenklängen geschüttelt. Die Party mit dem passenden Namen „Freak Out“ gibt es übrigens immer noch! Dazu gab es dann meist noch einen Veggieburger und eine Tasse Chai-Tee. An der Donnersberger Brücke, wo das „Backstage“ damals zu finden war, sind jetzt moderne Bürogebäude und ein Supermarkt.

Das aktuelle Gelände an der Reitknechtstraße unterhalb der Friedenheimer Brücke ist relativ groß und unübersichtlich. Immerhin gibt es aber jetzt genügend Sitzplätze im Freien, denn das war weder an der ganz alten Location an der Donnersberger Brücke noch an der Interimslösung am Birketweg gegeben.

Zwischenzeitlich sind Herr Wallygusto und ich gesetzter geworden und kommen eigentlich nur noch für Konzertbesuche hierher. Vielleicht war auch die Feier zum 16. Geburtstag des „Backstage“ der Auslöser hierfür, denn dort hoben wir den Altersdurchschnitt durch unsere Anwesenheit gewaltig nach oben :-). Aber auch das ist schon eine gefühlte Ewigkeit her :-).

Da im Moment „Free & Easy Festival“ ist und das Wetter einfach traumhaft zum Draußensitzen ist, waren wir gestern auch mal wieder zu Gast dort. Dieses Festival kostet keinen Eintritt und findet noch bis 10.08.2013 statt. Infos zum Programm gibt es auf der Festival-eigenen Website. Wie immer auf dem „Free & Easy“ gab es auch gestern viele unterschiedliche Areale, in denen die verschiedensten Musikstile gespielt wurden: Von Death Metal bis Goa wurden alle erdenklichen Stilrichtungen abgedeckt. Von den einzelnen Konzerten haben wir ansonsten nicht viel mitbekommen, denn wir saßen aufgrund der Hitze die meiste Zeit unter freiem Himmel.

Interessant war auch das Getränkekonzept: Neben „König Ludwig“ gab es Augustiner in kleinen Falschen, Astra und „Saure Muschi“ (was immer das auch sein mag). Je nach Veranstaltungslocation wurden die Getränke in Flaschen, Plastikbechern oder Glaskrügen ausgeschenkt. Verwirrend war auch, dass man die jeweiligen Gebinde teilweise nicht in eine andere Halle mitnehmen durfte.

Auch wenn wir nur noch selten ins „Backstage“ gehen, fand ich es trotzdem schade zuhören, dass auch dieser Standort nur noch von kurzer Dauer sein wird. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ im Juni diesen Jahres in einem Artikel schrieben, dauert es nur noch knapp sechs Monate, dann muss das „Backstage“ wohl sein „Werk“ abreißen. In der kleineren Halle und im Club sollen Ende 2014 die Lichter ausgehen. Mehr als die Hälfte des Geländes muss – so lauten die Verträge – zurückgegeben werden an die Grundstücksbesitzerin, die Aurelis Real Estate. Den ganzen Artikel könnt Ihr auf www.sueddeutsche.de lesen.

Ich hoffe wirklich sehr, dass ein Ersatzgelände gefunden werden kann! Ansonsten wäre eine weitere „alternative Oase“ dem Tod geweiht!

Adresse: Reitknechtstr. 6, 80689 München

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