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Café am Beethovenplatz | Ludwigvorstadt

14. September 2013

Das „Café am Beethovenplatz“, auch „Mariandl“ genannt, liegt ziemlich genau zwischen Hauptbahnhof und Goetheplatz und ist das älteste Konzertcafé Münchens. Das Haus ist sehr beeindruckend, was sicher daran liegt, dass es in den Jahren 1897 bis 1899 im neugotischen Stil erbaut wurde. Von Anfang an beheimateten die Räumlichkeiten im Erdgeschoss ein Café und Restaurant. Nachdem das Café während der beiden Weltkriege als Speiseausgabe für die Münchner Bürger genutzt wurde, konnten sich nach Kriegsende die amerikanischen Besatzungsmächte hier im Nachtclub „Femina“ amüsieren. Den Namen „Mariandl“ bekam das Haus übrigens erst im Jahr 1968. Und Spaß haben kann man hier immer noch, denn jeden Abend wird stilvolle Live-Musik in Form von Klassik, Swing oder Jazz geboten. Vor einiger Zeit war ich mal mit einer Freundin zum Quatschen hier, aber auch gefrühstückt haben wir Wallygustos hier schon. Leider ist auch das schon so lange her, dass wir gar nicht mehr so genau wissen, wie es uns geschmeckt hat. Richtig übel scheint die Frühkost allerdings nicht gewesen zu sein, das hätten wir bestimmt nicht vergessen :-).

Letzte Woche waren wir nach einen Besuch im „Royal“ am Goetheplatz auf einen Absacker im „Cafe am Beethovenplatz“ und haben uns dabei ein ganz klein wenig fest gesessen. Drinnen sieht es nämlich genauso gemütlich aus, wie man sich ein altehrwürdiges Kaffeehaus vorstellt: Kronleuchter für die schwummrige Beleuchtung, filigrane Holzstühle, kleine Kaffeetische. Unser Platz im Hinterzimmer war schön kuschelig, konnten wir doch einen ganz kleinen Tisch für zwei direkt hinter der edlen Glasschwingtüre ergattern. Dort hatte es allerdings auch unsere freundliche Bedienung etwas schwerer, unsere Bedürfnisse gleich zu erkennen. Dass diese ihre Brille an einer Kette um den Hals trug, passte herrlich zum verschrobenen Ambiente dieses Lokals.

Ach ja…die Halbe Tegernseer kostet übrigens € 3,60. Und die Speisekarte liest sich ziemlich schick, eine Kleinigkeit zum Knabbern in Form von Nachos haben wir hier Gott sei dank vergeblich gesucht.

Manchmal frage ich mich ernsthaft, warum wir so tolle Cafés fast direkt vor der Haustüre haben und trotzdem so selten hingehen. Aber vielleicht schaffen wir es ja jetzt mal öfter hierher…oder ich schlage das „Mariandl“ einfach mal einer Freundin zum Kaffeeklatsch vor. Dafür ist es mit seiner ganzen „Putzigkeit“ schließlich wie geschaffen :-).

Internet: www.mariandl.com
Adresse: Goethestr. 51, 80336 München

Beitragsbild: © Hotel Mariandl

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