Dies und Das

VEGAN FOR FIT 30 TAGE CHALLENGE – Erfahrungsbericht Woche 1 {Gastbeitrag}

21. Januar 2014

„Veganes Essen“ – Reden wir über Verzicht?

Wenn wir vor kurzem noch das Schlagwort „Veganer“ oder „Vegetarier“ gehört haben, dann waren unsere Gedanken sehr schnell bei „Verzicht auf Spaß und Freizügigkeit“ am Essen. Schon nach einer Woche rein veganer Ernährung können wir berichten, dass das einer der größten Trugschlüsse war den wir je begangen haben. Aber alles mal der Reihe nach.

Was machen wir da eigentlich?

Vor einer Woche haben wir mit unserer “ 30 Tage Vegan-Challenge“ nach dem Buch „VEGAN FOR FIT“ von Attila Hildmann begonnen und wurden eingeladen Euch hier auf wallygusto ein wenig darüber berichten.

Wer sind wir eigentlich?

Mona und Robert, beide um die 35, verheiratet und eigentlich „Allesfresser“ mit einer ausgesprochenen Leidenschaft für Käse und Rotwein.

Warum denn eigentlich?

Bei dem Buch von VEGAN FOR FIT geht es neben der reinen Umstellung der Ernährung auch zu einem großten Teil darum damit Gewicht zu verlieren. Da wir zumindest das ein oder andere Kilo noch verschmerzen könnten, nehmen wir den Gewichtsverlust natürlich gerne als Goodie mit, aber eigentlich geht es uns um etwas anderes.
Schon länger haben wir unsere Ernährung darauf umgestellt so viel Fleisch wie möglich zu vermeiden, weil uns die ganzen Fleisch-Skandale schon arg auf den Appetit schlagen. Und selbst beim kleinen Dorfmetzger bekommt man keine Wurst mehr ohne irgend welche Zusätze, Geschmacksverstärker und „E´s“. Deswegen lassen wir uns seit Monaten auch schon von der „Tagwerk Ökokiste“ mit Bio-Gemüse und Obst beliefern, um uns zum Kochen mit Gemüse zu „zwingen“.
Leider mangelte es uns aber an der richtigen Inspiration und Rezepten um daraus auch wirklich coole Gerichte zu machen. Deswegen sind wir dann auch dem Buch „VEGAN FOR FIT“ verfallen, da die Rezepte und vor allem die zugehörigen Bilder einfach jedem noch so überzeugten Fleischfresser das Wasser im Munde zusammen laufen lassen.
An Weihnachten haben wir das Buch bei einer Freundin unter Baum liegen sehen, darin geblättert und es gleich tags darauf bestellt.

Wenn man das Buch dann mal in Händen hält und Attilas ausführliche Einleitung liest, dann bekommt man noch zig weitere Gründe geliefert warum man es eigentlich mal versuchen sollte. Er hebt nicht nur die negativen Aspekte der nicht-veganen Nahrung hervor, sondern auch welche Vorteile die vegane Nahrung der konventionellen Küche gegenüber hat. Und das sind unglaublich viele!

Vorbereitung und was man wissen muss?

Zu Beginn der Challenge musste erstmal die Vorrats-Kammer auf vegan getrimmt werden. Vegan zu Kochen bedeutet eine Menge neuer Zutaten zu kaufen, von denen man teilweise vorher noch nie etwas gehört hat. Wir reden da zum Beispiel von Goji-Beeren, Agavendicksaft, diverse Muse (Mandelmus, Cashew-Mus usw.),  Quinao, Amaranth und ähnliches.
Zu den bekannten Vorräten gehören tonnenweise Nüsse, Literweise Tomatenmark und Olivenöl, Hafermilch, Sojamilch, Tofu in diversen Ausprägungen (Tofu -natur, geräuchert) und natürlich Berge an Gemüse. Auffällig viel Zucchinis, denn dieses Gemüse kommt in jedem zweiten Gericht vor. Was aber keinesfalls negativ zu werten ist.

Da wir unsere Rezepte für eine Woche im Voraus geplant hatten sind da schnell mal einige Euros weg. Wobei man nicht vergessen darf, dass man dann kaum noch Geld für „externes“ Essen ausgibt. Mittags in die Kantine oder Abend die Pizza vom Lieferheld sind ja gestrichen 😉

Wie war nun die erste Woche?

Die augenscheinlichste Feststellung nach einer Woche ist, dass Kochen einen völlig neuen Status bei uns erhalten hat. Da man zu jeder Mahlzeit ein „richtiges Gericht“ zubereitet und sich nicht mal eben schnell die Fertigpizza oder ein dickes Käsebrot reinschiebt, verbringt man sehr viel mehr Zeit mit Kochen.
Das fällt zu Beginn vielleicht erstmal kurz ein wenig negativ auf, aber (sorry für den doofen Scherz, aber er passt grad in die Faschingszeit) wir haben schnell einen Narren dran gefressen. Das Experimentieren mit all den neuen Zutaten und das gespannte Fiebern ob aus den ganzen gesunden „Beilagen“ tatsächlich auch ein vollwertiges Gericht werden kann das wirklich satt macht, macht einfach tierisch Spaß und schon nach paar Tagen fast süchtig. Man lernt so viel neues über Nahrung und Zutaten wie nie zu vor. Also zumindest geht es uns so, und wir sind jetzt nicht die Anfänger in Sachen Kochen.

Was auch ganz arg auffällt ist, dass sich in unserem Körper etwas umstellt. Die ganzen guten Zutaten spürt man deutlich mehr im Bauch während sie verarbeitet werden. Bei dem ein oder anderen wirkt z.B. der gestiegene Soja-Konsum etwas blähend und die Verdauung wird generell angeregt. Zudem meinen wir zu glauben, dass wir uns einiges frischer, motivierter bzw. euphorischer fühlen. Eine ordentliche Portion Trägheit hat sich verabschiedet. Die Lust auf Bewegung, Sport und Aktivität hat sich die letzten 9 Tage deutlich gesteigert.

Anmerkung Mona: Für mich sind die 30 Tage auch ein Versuch, ob sich bezüglich der Haut etwas ändert, denn man liest immer wieder, dass die Challenge Neurodermitikern oft sehr gut tut. Das kann ich nun leider nicht so bestätigen, da ich schon am zweiten Abend leider auf irgendwas extrem allergisch reagiert habe (wir vermuten das Mandel-Nuss-Tofu) und die Haut am ganzen Körper nun für die ganze Woche komplett mit Ausschlag übersäht ist :-(. Aber bis Ende der Challenge ist ja noch genug Zeit!

 Fazit Woche 1

Aktuell fühlt sich alles bombig an. Die Waage zeigt bei Robert weniger an, bei Mona ist alles stabil, wir fühlen uns besser und bisher hat jedes vegane Gericht super lecker geschmeckt und satt gemacht. Zu keinem Zeitpunkt hatten wir das Gefühl auf irgend etwas verzichten zu müssen. Nein, man freut sich statt dessen sich damit etwas Gutes zu tun.
Wir machen auf alle Fälle weiter!

 

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11 Comments

  • Reply Andreas 21. Januar 2014 at 10:12

    Hallo Robert,

    das ist ein toller Bericht. Vor allem, wenn man bedenkt, das es die guten Sachen ja auch schon immer gab. Ich finde das sehr interessant und werde mal schauen, ob wir das nicht auch mal ausprobieren. die Ökokiste haben wir jedenfalls schon bestellt.

    Wir essen auch schon deutlich weniger Fleisch. Vor allem Abends, beim Abendbrot fast gar keins mehr.

    Viel Erfolg weiterhin.

    Andreas

  • Reply Robert 21. Januar 2014 at 10:44

    Hi Andreas,

    probiert das ruhig aus! Ihr seid ja nicht mehr so weit weg davon, wenn ihr eh schon Fleisch so stark reduziert habt.
    Ich glaub es wird auch Euch sehr gefallen!

    Viele Grüße,

    Robert

    • Reply Karin 24. Januar 2014 at 8:36

      Hi Robert,
      die Gerichte sehen wirklich sehr lecker aus!
      Das Thema Zucchini wird übrigens an anderer Stelle kritisisiert, da sie anscheinend in sehr, sehr vielen Rezepten verwendet werden. Würde mich jetzt aber auch nicht weiter stören, da ich Zucchini liebe :-).
      Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie sich Eure Challenge so entwickelt!

      Weiterhin viel Spaß dabei & liebe Grüße,
      die Karin

      • Reply Robert 24. Januar 2014 at 8:50

        Hi Karin,

        Zucchini kommt oft vor ja. Aber in diesem Buch geht es halt viel darum Nudeln einzusparen zwecks Vermeidung von Kohlenhydraten usw. Ziel ist ja auch was abzunehmen. Wer auf Nudeln nicht verzichten mag kann sich ja z.b Vegan for Youth von ihm holen. Da gibts dann viel mit richtigen Nudeln.

        • Reply Karin 24. Januar 2014 at 8:55

          Hi Robert,
          wie gesagt würden mich die Zucchini nicht stören ;-).
          „Vegan For Youth“ soll übrigens nicht so gut sein:
          Anscheinend schmecken die Gerichte nicht halb so gut wie in „Vegan For Fit“.
          Außerdem sind sie wohl ziemlich langweilig. Trotz Nudeln!
          Ich denke aber, dass ist – wie sovieles – Geschmackssache.
          Liebe Grüße,
          die Karin

  • Reply Robert 24. Januar 2014 at 12:16

    Wir haben das Buch schon daheim. Die Rezepte sehen Hammer aus. Und bissl Kochen muss man halt können. Bissl mehr Salz, hier mal ne Briese Pfeffer und dann schmeckt das alles.

    • Reply Karin 24. Januar 2014 at 12:25

      Cooool…dann darf ich mich hoffentlich auf noch viele Erfahrungsberichte & lecker Fotos Euch freuen 🙂

      • Reply Robert 24. Januar 2014 at 13:36

        Na loooooogooooo

  • Reply “Vegan for fit” 30 Tage Challenge – Erfahrungsbericht Woche 2 | wallygusto 30. Januar 2014 at 10:33

    […] zweite Woche lief schon um einiges entspannter ab als die erste. Entspannt bezieht sich hierbei auf die Vorbereitungszeiten. In der ersten Woche hatten wir das […]

  • Reply Start vegan! mit Hummus & buntem Grillgemüse | wallygusto 7. Juli 2014 at 8:37

    […] "Vegan for fit" 30 Tage Challenge – Erfahrungsbericht Woche 1 […]

  • Reply Meine Foodblogbilanz 2014‬ & ein paar gute Vorsätze | wallygusto 31. Dezember 2014 at 1:01

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