Deutschland Unterwegs

Lüneburg | Unterwegs in Südnorwegen & Schweden (1)

1. Oktober 2014

Wie jetzt? Lüneburg? Das liegt ja gar nicht in Norwegen! Oder Schweden! Schon klar, aber vom Süden Deutschland zum äußersten Zipfel Dänemarks, von wo die Fähre nach Norwegen ablegt, ist es ein ordentliches Stückchen zu fahren. Wir legen den Weg daher in zwei Etappen zurück: Zuerst machen wir immer bei den (Schwieger-)Eltern im Unterfränkischen halt. Nach einem gemütlichen Abendessen geht es dann weiter in eine schöne Stadt in Norddeutschland. Nachdem wir letztes Jahr für eine Nacht in Celle weilten, fällt unsere Wahl diesmal auf die Universitätsstadt Lüneburg.

Lüneburg ist Hansesadt Lüneburg und gehört zu den wenigen Städten in Norddeutschland, deren historischer Kern nicht im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Es locken Fachwerkhäuser und kleine, enge Gassen.

Nachts

Wir übernachten im kleinen, aber feinen Hotel Scheffler. Das Hotel ist ein Baudenkmal und befindet sich inmitten der verkehrsberuhigten Innenstadt. Die Lage ist bestens, denn das Rathaus, die Fußgängerzone und der alte Stadtkern sind nur wenige Schritte entfernt. Das Innerei würde ich als „rustikal“ bezeichnen und auch an kitschiger Deko wird nicht gespart. Aber wir finden es sehr knuffig und fühlen uns schnell fast wie zuhause!

Unser Zimmer befindet sich unter dem Dach, ist relativ groß und sehr sauber. Leider ist es sehr heiß, da die Nacht sehr schwül ist. Auch das geöffnete Fenster bringt da keine Abkühlung.

Lüneburg Hotel Scheffler

Das Frühstück im Scheffler ist ordentlich, es gibt ein paar Sorten Käse, abgepackte Marmelade und natürlich auch Cerealien. Erfreulich ist, dass auch Caprese (Mozzarella mit Tomate) und frische Paprika in Streifen angeboten werden. Ich bin ein wenig enttäuscht, da es kein Rührei sondern nur hartgekochte Eier gibt. Da Herr Wallygusto und ich aber nicht die größten Frühstücker sind, verlassen wir das Hotel dennoch zufrieden Richtung Dänemark.

Internet: www.hotel-scheffler.de
Adresse: Bardowicker Str. 7, 21335 Lüneburg

Mahlzeit

Obwohl (oder gerade weil??) es in Lüneburg etliche Kneipen und Restaurants gibt, finden wir anfänglich keine geeignete Einkehrmöglichkeit. Schließlich landen wir in dem kleinen thailändischen Restaurant Buddha (Am Stintmarkt 15a).

Im gemütlichen Innenhof des Buddha lassen wir uns leckere Gemüsesuppe, vegetarische Frühlingsrollen und Currygerichte mit viel knackigem Gemüse servieren.

Lüneburg Buddha

Der Service ist sehr nett und aufmerksam, die Preise (Vorspeise € 4,50, Hauptgericht € 11,50)  finden wir okay und die Portionen ordentlich.

Wenn wir in Lüneburg wohnen würden, wäre das Buddha bestimmt unser Lieblingsrestaurant. 🙂

Tagsüber

Über den Stintmarkt am Lüneburger Hafen gelangen wir zum PONS (Salzstraße am Wasser 1). Das PONS ist Lüneburgs älteste Kneipe und bietet einfache vegetarische und vegane Gerichte an. Wir sitzen im Freien direkt am Wasser und beachten das muntere Treiben am Stintmarkt. Der Ausblick auf die schöne Barockfasse des Alten Kaufhauses entschädigt uns ein wenig für das dunkle Heide Pils, dessen Geschmack wir ein wenig anstrengend finden. Freundlich ausgedrückt.

Mehr als die Fassade ist von dem Alten Kaufhaus übrigens nicht mehr vorhanden, denn es ist abgebrannt und durch einen Neubau (sinnigerweise für die Feuerwehr) ersetzt worden. 2007 wurde Gebäude modernisiert und ein Hotel daraus gemacht.

Sehenswert ist auch der Alte Kran. In der bis heute funktionsfähigen mittelalterlichen Holzkonstruktion befinden sich zwei große Laufräder, die das Heben und Senken des Kranseils ermöglichen.

Den als Aussichtsturm dienende Wasserturm am Südrand der Innenstadt sehen wir uns nur von unten an, was meiner Höhenangst sehr entgegenkommt.

Lüneburg Sehenswürdigkeiten

Unser Bummel durch die Innenstadt führt uns zum Sande, wo wir wunderschöne Giebelhäuser und den Schüttling bewundern. Der Schüttling besticht durch herausragende norddeutsche Backsteinarchiktur und beherbergt jetzt die Industrie- und Handelskammer von Lüneburg.

Weil Sightseeing bei tropischen Temperaturen durstig macht, kehren Herr Wallygusto und ich im Mälzer Brau- und Tafelhaus (Heiligengeiststraße 43) ein. Im gemütlichen Innenhof genießen wir ein ganz hervorragendes Pale Ale.

Abschließend machen wir noch einen ausgedehnten Bummel durch die kleinen Gassen der pittoresken  Lüneburger Altstadt. Unsere verzückten Blicke schweifen von Fachwerkensemble zu Fachwerkensemble und der Wunsch nach einem kuscheligen Eigenheim hier wächst ins Unermessliche.

Satt, glücklich und zufrieden laufen wir schließlich zum Hotel zurück und fallen erschöpft in unsere Hotelbetten. Ausgeruht geht es nun mit dem „Roomy“ weiter nach Hirtshals, wo die Fähre nach Norwegen auf uns wartet.

Weitere Etappen

2. Teil – Hemsedal & Jotunheimen
3. Teil – Rondane & Dovrefjell
4. Teil – Trondheim
5. Teil – Jämtland
6. Teil – Dalarnas & Ystad
7. Teil – Hamburg

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7 Comments

  • Reply Steffen 4. Oktober 2014 at 23:24

    Ach ja, in Lüneburg waren wir vor ewigen Jahren auch mal, weil Freunde dort geheiratet haben. Wir haben da auch eine Stadtführung bekommen und ich glaube dieser Kran ist das einzige, was mir in Erinnerung geblieben ist 🙂

    • Reply Karin 5. Oktober 2014 at 19:50

      Lüneburg ist echt ein putziges Städtchen. Mir ist das IPA sehr lebhaft in Erinnerung geblieben. Das war soooo lecker!

  • Reply Schnick Schnack Schnuck 10. Oktober 2014 at 8:46

    Ach guck, in Lüneburg hab ich studiert.

    • Reply Karin 17. Oktober 2014 at 18:02

      Echt? Schön. 🙂

  • Reply Südnorwegen & Schweden – 2. Teil Hemsedal & Jotunheimen | wallygusto 20. Oktober 2014 at 6:11

    […] Südnorwegen & Schweden – 1. Teil Lüneburg […]

  • Reply {Unterwegs} in Südnorwegen & Schweden – 3. Teil Rondane & Dovrefjell | wallygusto 23. Januar 2015 at 9:32

    […] Teil – Lüneburg 2. Teil – Hemsedal & Jotunheimen 4. Teil – Trondheim 5. Teil – Jämtland 6. […]

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