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Süße Schokomuffins |  Vegan verführt | Buchvorstellung

26. Februar 2015

Anfang des Jahres habe ich (mal wieder) einen Entschluss gefasst: Ich will mehr backen. Obwohl sich in unserem Haushalt nämlich Backform über Backform stapelt, sind Herr Wallygusto und ich am Wochenende regelmäßig zu Gast bei den Konditoren in unserer Nachbarschaft. Da kam das Angebot, ein veganes Backbuch zu testen, gerade recht, diesen Vorsatz schnell in die Tat umzusetzen.

Zugegeben, erst war ich ein wenig skeptisch, denn Backen ohne Kuhmilch, Butter und Eier war für mich bisher einfach unvorstellbar. Und das, obwohl ich selbst sehr gerne Soja-oder Mandelmilch trinke. Aber schon beim ersten Durchblättern von Vegan verführt wurde ich eines besseren belehrt! Und was soll ich sagen? Ich werde jetzt öfter vegan backen!

Autor

Elvira Glöckner hat vor Vegan verführt bereits zwei andere Bücher herausgebracht, eines davon ebenfalls ein veganes Backbuch. Leider gibt es in ihrem aktuellen Buch keine Informationen über sie, was ich persönlich als ein wenig lieblos empfinde.

Optik

Zugegeben, die Optik von Vegan verführt spricht mich nicht wirklich an. Das mag daran liegen, dass ich die Orangen Pie auf dem Cover einfach nicht appetitlich finden will. Vielleicht wäre hier ein anderes Rezeptfoto besser gewesen. Aber immerhin ist es schön bunt und strahlt Frische aus. Ja, man könnte fast ein wenig Lust auf Sommer bekommen.

Vegan verführt hat eine angenehm kompakte Größe und nimmt somit auch auf der kleinsten Arbeitsfläche nicht allzu viel Platz weg. Die praktische Metallspiralbindung finde ich persönlich auch nicht so schön, denn ich stehe einfach auf klassische Bücher. Immerhin lässt sich das Buch damit mühelos durchblättern und die Rezepte bleiben aufgeschlagen.

Jedem Rezept wird in Vegan verführt eine eigene Doppelseite gewidmet: Eine Seite nimmt das Foto ein, auf der anderen wird das Rezept sehr übersichtlich präsentiert. Überhaupt wird auf jeglichen Schnickschnack verzichtet, das Layout ist sehr geradlinig. Die Fotos sind übrigens zum sehr großen Teil viel, viel ansprechender als besagtes Foto auf dem Cover.

Vegan verführt Backbuch

Rezepte

In Vegan verführt sind insgesamt 100 Backträume ohne Milch, Ei und Honig zu finden. Egal, ob saftige Kuchen, mal mit cremigem Belag, mal mit fruchtiger Füllung, Klassiker wie Marmorkuchen oder Zupfkuchen, fluffige Muffins, knusprige Waffeln, aromatische Kekse und anderes Kleingebäck – mit dieser bunten Sammlung von Rezepten soll das vegane Backen und Naschen zum reinen Vergnügen werden. Was ich bisher gesehen habe, sind alle Rezepte schnell und leicht zubereitet.

Gut finde ich auch, dass die Zutaten gleich zu Beginn in einer Art Einmaleins vorgestellt werden. Das ist vor allem für Diejenigen unter uns hilfreich, die noch nicht so viel Erfahrung mit der veganen Ernährung – und speziell dem Backen – haben. Gut finde ich dabei, dass keine fertigen Ei-Ersatzprodukte verwendet werden.

Schade dagegen ist, dass die Rezepte in Vegan verführt ohne eine für mich erkennbare Ordnung aufgeführt werden. Eine Aufteilung in „Obstkuchen“, „Weihnachtsgebäck“ und ähnliches wäre hier sicher praktisch. Auch wären Angaben über die Größe der Backformen nicht schlecht, denn da gibt es bekannterweise ja ganz schöne Unterschiede.

Kurzprofil

Titel:                          Vegan verführt!*

Autor:                        Elvira Glöckner

Herausgeber:           DIVYANAND Verlags-GmbH

ISBN:                         978-3-9266-9650-2

Preis:                         € 15,00

Ausprobiert

Die Auswahl an ansprechenden Gebäck und Kuchen ist wirklich groß. Da Herr Wallgusto und ich gerne Muffins essen und mich das Foto sofort angesprungen hat, habe ich mich für Schokomuffins entschieden.

Wenn Ihr streng vegan backen wollt, passt bei der Zartbitterschokolade auf! Für die Herstellung der meisten handelsüblichen Sorten kommt nämlich gerne Magermilchpulver zum Einsatz. Aber – wie meine Recherche im Internet ergab – ist Schokolade mit einem Kakaoanteil von 70% und mehr eigentlich immer vegan. Wie dem auch sei – ich bin trotzdem erst im Reformhaus fündig geworden.

Im Originalrezept werden lediglich 200 g Sojajoghurt verwendet. Da ich aber nur einen Becher mit 250 g Inhalt bekommen habe und den Rest weder essen noch wegwerfen wollte, habe ich eben mehr verwendet. Vielleicht sind deswegen auch die Muffins nicht so schön dunkel wie auf dem Rezeptfoto geworden? Hm.

Vegane Schokomuffins

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zutaten für 12 Muffins:
  • 200 g Mehl
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 3 TL Backpulver
  • ½ TL Natron
  • 1 EL Essig
  • 1 Msp. Salz
  • 180 g Zucker
  • 60 g fein geriebene Zartbitterschokolade
  • 80 ml Rapsöl
  • 250 g Sojajoghurt
  • 1 Muffinblech
  • 12 Muffinformen aus Papier
Zubereitung:

Alle trockenen Zutaten in einer großen Rührschüssel gut miteinander vermengen.

Öl, Essig und Joghurt in einem Rührbecher verquirlen und zu den anderen Zutaten geben.

Muffinformen in das Muffinblech geben und zu 2/3 mit Teig füllen. Anschließend auf der mittleren Schiene bei 180 Grad ca. 20 – 25 Minuten backen.

Falls nur mit einem Muffinblech gebacken wird, die Muffins nach dem Herausnehmen aus dem Ofen erst einmal für 10 Minuten auskühlen lassen. Dann erst aus dem Blech lösen.

Fazit

Wer ein ehrliches Backbuch sucht, ist bei Vegan verführt richtig. Zwar fehlen eindeutig die moderne Optik und der Hippness-Faktor der Werke eines Attila Hildmanns, aber alles in allem ist Vegan verführt ein toller Einstieg in das vegane Backen. Und wer will schon immer ein Hipster sein?

Ich habe noch ganz viele Rezepte vorgemerkt, die ich unbedingt noch ausprobieren muss. Da es aber in der Faschingszeit überall so leckere Krapfen gibt gab, muss dieses Projekt also noch ein wenig warten. Man kann ja nicht immer nur naschen – und gute Vorsätze kann man schließlich auch noch im März umsetzen. 🙂

Vielen Dank an die DIVYANAND Verlags-GmbH und die Sandila GmbH, die mir das Buch freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben. Wie immer bleibt davon meine Meinung unberührt. 

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