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Herr Wallygusto

Aus dem Ofen Lieblingsrezepte

Pizza mit grünem Spargel, Tomaten & roten Zwiebeln

24. April 2017
Pizza mit grünem Spargel / Pizza with green Asparagus

Frühlingszeit ist Spargelzeit. In unseren Breiten fiebert man traditionell dem weißen Spargel entgegen und auch wenn wir Wallygustos auch gerne mal die feinen weißen Stangen verzehren, ist uns jedoch meist eher nach etwas herzhaften. Und für herzhafte Speisen eignet sich der grüne Spargel einfach besser. Mit etwas Öl bestrichen auf dem Grill gelegt, zu Pasta in einer Sauce oder Nudelpfanne, in einem leckeren Frühlings-Risotto oder wie in diesem Rezept als Pizza mit grünem Spargel, Tomaten & roten Zwiebeln. Grüner Spargel passt mit seiner leicht bitteren, aber auch nussigen Note einfach perfekt zu solch herzhaften Gerichten!

Nicht nur dank des Spargels ist der Frühling kulinarisch ziemlich weit vorne!  Und darum dreht sich auch das Thema des 130. Blog-Events: Genuss des Frühlings! Ganz egal ob süß oder salzig, kalt oder warm, Jeanette von Cuisine Violette möchte sehen, wie wir den Frühling auf unsere Teller zaubern! Da Jeannette Saisonalität und Regionalität der Zutaten besonders wichtig sind stehen sie auch bei diesem Event an erster Stelle: Spargel, Bärlauch oder Rhabarber könnten daher perfekte Hauptdarsteller für tolle Frühlingsgerichte sein! Und was kommt bei Euch um diese Jahreszeit auf den Teller? Zeigt es uns!

Pizza mit grünem Spargel / Pizza with green Asparagus

Zutaten für ein Backblech

Für den Pizzateig:
  • 175 ml lauwarmes Wasser
  • 1 TL Zucker
  • 21 g frische Hefe
  • 400 g Pizzamehl (Typ 00 oder alternativ Typ 405)
  • 4 El Olivenöl
  • 1 TL salz
Für den Belag:
  • 1/2 Becher Schmand
  • 1 EL Zitronensaft
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 rote Zwiebel
  • 12 Stangen grüner Spargel
  • 6 Cocktailtomaten
  • 1 Kugel Büffelmozzarella

Zubereitung

Zunächst für den Teig die Hefe in 175 ml lauwarmen Wasser zusammen mit dem Zucker verrühren und für ca. 10 Minuten ruhen lassen bis sich ein leichter Schaum auf der Mischung bildet. Dann das Mehl zusammen mit der Hefe-Mischung, dem Öl und dem Salz in eine Rührschüssel geben und mit einer Küchenmaschine ca. 5 Minute auf langsamer Stufe zu einem geschmeidigen und homogenen Teig verkneten.

Den Teig an einem warmen Ort für ca. 1 Stunde gehen lassen. Ich heize dafür die Backröhre auf ca. 30 bis 40 Grad vor und lasse den Teig dann bei ausgeschaltetem Ofen gehen. Aber Achtung: Ist der Ofen zu heiß, stirbt die Hefe und der Teig geht nicht auf!

In der Zwischenzeit die Zwiebel in dünne Ringe und die Tomaten in dicke Scheiben schneiden. Am Spargel die holzigen Enden abschneiden und dann die Stangen längs in möglichst feine Streifen schneiden. Für die Schmand-Mischung den Schmand mit Zitronensaft und Pfeffer verrühren.

Wenn der Teig schön aufgegangen ist, ihn auf einem Backblech dünn ausrollen und parallel dazu den Ofen auf 220 Grad mit Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die Schmand-Mischung auf den ausgerollten Teig streichen und mit Zwiebelringen, Spargelstreifen und Tomatenscheiben belegen. Den Mozzarella zerrupfen und gleichmäßig auf der Pizza verteilen. Nun das Blech in den vorgeheizten Ofen schieben und die Pizza in 20 – 25 Minuten backen.

Blog-Event CXXX - Genuss des Fruehlings (Einsendeschluss 15. Mai 2017)

Lieblingsrezepte Salate | kleine Gerichte

Spinatknödel mit zerlassener Butter und Parmesanspänen

12. September 2016
Hüttenfeeling für zu Hause: Spinatknödel mit zerlassener Butter und Parmesanspänen

Nach einer Party haben wir eine Tüte voll übriggebliebener Semmeln mit nach Hause bekommen. Nachdem das Gefrierfach schon proppenvoll war, mussten die Semmeln schnell verzehrt werden. Was eignet sich dazu besser als wieder einmal das Wallygusto-Semmelknödel-Grundrezept hervorzuziehen? Nachdem auch noch Tiefkühlspinat vorhanden ist, steht schnell fest: Es gibt heute Spinatknödel mit zerlassener Butter und Parmesanspänen. Netter Nebeneffekt: Man holt sich auch gleich noch ein bisschen Berge & Hütten-Feeling in die Wohnung. 🙂

Ursprünglich wollten wir dieses Rezept gar nicht auf dem Blog veröffentlichen, aber die Resonanz auf Instagram war so überwältigend, dass wir uns schließlich doch dazu haben überreden lassen. Aus diesem Grund gibt es aber nur Fotos mit dem Smartphone. Als große Knödelfans haben wir die Spinatknödel aber bestimmt nicht das letzte Mal gemacht und werden sicher bald bessere Fotos für diesen Beitrag haben.

Hüttenfeeling für zu Hause: Spinatknödel mit zerlassener Butter und Parmesanspänen

Rezept für 8-10 Spinatknödel mit zerlassener Butter und Parmesanspäne für 3 hungrige Personen

Für das Wallygusto-Semmelknödel-Grundrezept:

  • 10 alte Semmeln, ca. 400-450g (es dürfen ruhig auch ein paar Vollkornsemmeln dabei sein)
  • 3 Eier
  • 125 ml Milch
  • 1-2 EL Peterle gehackt
  • evtl. Semmelbrösel (falls die Masse zu feucht wird)
  • 1 Prise Muskat
  • 1 Prise Pfeffer (ich mag ihn auch in Semmelknödel durchaus grob gemahlen)
  • 1/4 TL Salz

Zusätzlich für die Spinatknödel:

  • 300 g Tiefkühlspinat gehackt
  • 40 g Bergkäse gehobelt
  • 60 g Parmesan gehobelt
  • 70 g Butter

Zubereitung

Den TK-Spinat auftauen. Wenn Ihr frischen Spinat verwendet, diesen sorgfältig putzen und gründlich waschen.

Für die Spinatknödel zunächst die Semmeln halbieren und die Hälften in dünne Scheiben schneiden (je trockener die Semmeln sind, desto einfacher geht das). Die Semmelscheiben zusammen mit den 3 Eiern in eine Schüssel geben. Die Hälfte der Milch erhitzen (ich mache das immer mit dem Milchaufschäumer der Espressomaschine, das geht einfach und schnell für eine solch kleine Menge Milch) und darüber gießen. Die andere Hälfte der Milch zusammen mit dem Spinat kurz pürieren und ebenfalls dazugeben. Den Bergkäse zusammen mit Peterle, Salz und Pfeffer untermischen. Nun das Ganze einige Minuten ordentlich durchkneten bis eine schöne Masse entsteht, welche nur noch relativ kleine Semmelstücke aufweist. Falls die Masse zu feucht ist, so lange Semmelbrösel hinzugeben bis die Masse nur noch leicht an den Händen klebt.

Aus der Masse 8-10 Knödel formen. Wasser kurz zum Kochen bringen, Salz hinzugeben und die Knödel ca. 20 Minuten im Wasser gar ziehen lassen. Das Wasser soll dabei nicht mehr kochen!

Kurz vor Ende der Garzeit die Butter in einer kleinen Pfanne zerlassen (Achtung: Nicht zu heiß werden lassen, denn sie soll nicht braun werden) und den Parmesan hobeln.

Nun die garen Knödel mit einer Schaumkelle aus dem Wasser holen, je 2-3 Knödel auf einen Teller anrichten, mit etwas zerlassener Butter übergießen und mit Parmesanhobeln bestreuen. Fertig ist das einfach(e) leckere Gericht! Dazu passt Salat (z.B. Red Chard) mit Balsamico-Senf-Dressing!

Die Knödel, die Ihr nicht gleich verdrückt, einfach kalt werden lassen und einfrieren (um so den durch den Tiefkühlspinat freigewordenen Platz gleich wieder sinnvoll zu nutzen ;-)).

Eine weitere leckere Möglichkeit der Semmelverwertung sind z.B. Kaspressknödel.

Kartoffeln | Hülsenfrüchte Lieblingsrezepte

Indisches Soja-Linsenbällchen-Curry

29. Januar 2016

Es ist ja kein Geheimnis mehr, wir Wallygustos lieben die indische Küche. Das liegt natürlich auch an dem sehr hohen Anteil an vegetarischen Gerichten. Aber auch an den vielen tollen Gewürzen wie Kardamom, Senfsaat, Nelken, Sternanis, Zimt und viele mehr, die hier Verwendung finden und einem schon bei der Zubereitung der Gerichte das Wasser im Mund zusammen laufen lassen. Das wir gerne auch scharf bis sehr scharf essen, ist bei der indischen Küche meist ebenso von Vorteil, auch wenn es natürlich auch herrlich milde Gerichte gibt.

Das hier vorgestellte Soja-Linsenbällchen-Curry gehört jedoch eher in die Kategorie würzig-scharf und kommt in dieser oder anderer Form immer wieder bei uns auf den Tisch. Inspiriert wurden wir hierbei durch das Curry mit Sojabällchen aus dem tollen Kochbuch Indische Currys von Camellia Panjabi* aus dem Kaleidoskop Buch Verlag.

Zutaten für 2 bis 3 Personen als Hauptspeise

Für die Bällchen:
  • 50 g Soja-Schnetzel
  • 30 g rote Linsen
  • 1,5 TL Koriandersamen, zerstoßen
  • 1 TL Kreuzkümmelsamen (Cumin), zerstoßen
  • 2 grüne Kardamomkapseln, zerstoßen
  • 10 Pfefferkörner, zerstoßen
  • 1/2 TL Senfsaat braun, zerstoßen
  • 1/2 TL Garam Masala
  • 1/2 TL Kurkuma (Turmeric), gemahlen
  • 20-30 Blätter Koriandergrün
  • 10 Minzblätter
  • 4 grüne Chilis
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3/4 TL Salz
  • 1 Ei
  • ca. 2-3 EL Kichererbsenmehl (oder Semmelbrösel)
  • Pflanzenöl
Für die Sauce:
  • 3 Tomaten, klein gewürfelt
  • Tomatenmark
  • 2 große Zwiebeln
  • 2 TL Ingwer, frisch gerieben
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • 1 TL Koriandersamen, zerstoßen
  • 1/2 TL Kurkuma (Turmeric), gemahlen
  • 1/2-1 TL Chilipulver
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL Garam Masala
  • 10 Blatt Koriandergrün
  • Pflanzenöl

Zubereitung

Zunächst die Sojaschnetzel und die roten Linsen in ca 300 ml Wasser einige Stunden einweichen (am besten 6 bis 12 Stunden). Dann in einem Topf kochen bis das Wasser vollständig aufgenommen ist und die Linsen weich sind.

Die Masse zusammen mit dem Ei, Knoblauch, Koriandergrün und den Gewürzen in eine Küchenmaschine (oder mit einem Zauberstab) zu einer glatten Masse verarbeiten. Soviel Kicherbsenmehl dazugeben bis die Masse nur noch leicht feucht ist und sich gut mit der Hand zu etwa walnussgroßen Bällchen formen lässt (Tipp: Lieber etwas kleinere als zu große Bällchen formen).

Reichlich Öl in einer Pfanne erhitzen und darin die Soja-Linsenbällchen goldbraun braten, auf Küchenpapier abtropfen lassen und auf Seite stellen.

Für die Sauce zunächst die Zwiebeln fein hacken und in einem hohen Topf in etwas Öl glasig andünsten. Dann den Ingwer, Knoblauch, Koriandersamen, Kurkuma, Kardamom, Chilipulver und das Lorbeerblatt hinzugeben und unter ständigem Rühren ca. 1-2 Minuten mit anschwitzen. Tomatenmark hinzufügen und weitere 30 Sekunden unter Rühren anschwitzen. Nun die Tomaten hinzugeben, kurz kräftig mit anschwitzen und dann 5 Minuten bei niedriger Hitze und geschlossenem Topf schmoren lassen. Sollte es zu dickflüssig sein und zum Ansetzen neigen, ein klein wenig Wasser hinzufügen. Nun das Wasser und das Salz hinzugeben. Zum Kochen bringen, Garam Masala hinzugeben und für 10 Minuten leicht köcheln lassen.

Jetzt die Bällchen in die Sauce geben und bei niedriger Hitze für 5 Minuten ziehen lassen. Abschließend mit Koriandergrün bestreuen und das Soja-Linsenbällchen-Curry zugedeckt bei ausgeschalteter Herdplatte für weitere 30 Minuten ziehen lassen.

Dazu passen Raita (Gurkensalat in Joghurt) mit Roti (indisches Fladenbrot) oder Chawal (Reis).

Brot | Brötchen Lieblingsrezepte

Kaspressknödel mit Sauerkraut und Zwiebelsauce

19. Januar 2015

Wallygusto und ich sind immer wieder bei unseren Nachbarn in Tirol unterwegs und nicht nur wegen den schönen Bergen, Seen und den tollen Wandermöglichkeiten, nein auch wegen den tollen vegetarischen Leckereien welche die Österreichische Küche so mit sich bringt. Und da wir aus unserem Urlaub in Südtirol ein schönes Stück Graukas mitgebracht haben, war es nahe liegend mal wieder eines dieser leckeren Gerichte zu zubereiten.

Als Grundlage für die Kaspressknödel dient das Wallygusto-Semmelknödel-Grundrezept welches bei uns Wallygustos für alle möglichen Semmelknödel-Variationen zum Einsatz kommt.

Rezept für 8-10 Kaspressknödel mit Kraut und Zwiebelsauce für 2-3 Personen

Für das Wallygusto-Semmelknödel-Grundrezept:
  • 10 alte Semmeln (es dürfen ruhig auch ein paar Vollkornsemmeln dabei sein)
  • 3 Eier
  • 125 ml Milch
  • 1-2 EL Peterle gehackt
  • evtl. Semmelbrösel
  • 1 Prise Muskat
  • 1 Prise Pfeffer (ich mag ihn auch in Semmelknödel durchaus grobgemahlen)
  • 1/4 TL Salz
Zusätzlich für die Kaspressknödel:
  • 150 g klein geschnittener, reifer Graukäse (Alternativ geht auch reifer Harzer ohne Kümmel oder ein ähnlicher Käse verfeinert mit einem Stück Parmesan)
  • Mehl
  • Pflanzenöl
Für die Sauce:
  • 4 Zwiebeln
  • Öl (z.B. Rapsöl)
  • 1 Prise Zucker
  • Mehl
  • ein Schuß Wein (weiß oder rot) – kann auch weggelassen werden
  • 1 TL Kümmel
  • Pfeffer
  • Salz
Für das geschmorte Sauerkraut (nach einem Rezept aus Kochen! Das Gelbe von GU*)
  • 1 Packung Sauerkraut (500 g)
  • 1 säuerlicher Apfel (kann auch weggelassen werden)
  • 1 Zwiebel
  • etwas Rapsöl
  • Salz
  • 1 kräftige Prise Zucker
  • 4 Wacholderbeeren
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1/4 l Gemüsebrühe

Zubereitung:

Zuerst solltet Ihr das Sauerkraut aufsetzen! Hierzu Sauerkraut in einem Sieb abtropfen lassen und mit einer Gabel auflockern. Apfel schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und in Schnitze schneiden. Zwiebel schälen und klein würfeln.

Öl in einem Topf erhitzen und Zwiebelstücke darin glasig braten. Sauerkraut dazugeben und bei mittlerer Hitze kurz mitbraten. Anschließend mit Salz und Zucker würzen und Apfelschnitze, Wacholderbeeren und Lorbeerblatt zugeben. Gemüsebrühe angießen. Nun das Sauerkraut zugedeckt bei mittlerer Hitze in etwa 1 Stunde weich dünsten. Dabei immer wieder umrühren und nach Bedarf auch etwas Flüssigkeit (am besten die Abtropfflüssigkeit) angießen, damit das Kraut nicht anbrennt.

Für die Kaspressknödel zunächst die Semmeln halbieren und die Hälften in dünne Scheiben schneiden (je trockener die Semmeln sind, desto einfacher geht das). Die Semmelscheiben zusammen mit den 3 Eiern in eine Schüssel geben. Die Milch erhitzen (ich mache das immer mit dem Milchaufschäumer der Espressomaschine, das geht einfach und schnell für eine solche kleine Menge Milch) und darüber gießen. Käse, Peterle, Salz und Pfeffer dazugeben und nun einige Minuten ordentlich durchkneten bis eine schöne Masse entsteht. Falls die Masse zu feucht ist, so lange Semmelbrösel hinzugeben bis die Masse nur noch leicht an den Händen klebt.

Aus der Masse 8-10 Knödel formen und diese platt pressen. Wasser erhitzen, Salz hinzugeben und die Knödel ca. 20 Minuten im Wasser gar ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Zwiebeln zur Hälfte in Halbringe und zur anderen Hälfte in kleine Würfel schneiden. Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten, die Prise Zucker hinzugeben noch ein paar Sekunden die Zwiebeln karamellisieren, mit Mehl bestäuben, kurz mit anschwitzen und mit dem Wein ablöschen. Mit ca. 200 ml Wasser aufgießen, den Kümmel dazu geben und auf kleiner Hitze köcheln lassen. Noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Nun die garen Knödel aus dem Wasser holen und in einem Sieb abtropfen lassen. Öl in einer Pfanne erhitzen. Die abgetropften Knödel in etwas Mehl wenden und in der Pfanne goldgelb rausbraten. Zusammen mit dem Kraut und der Soße servieren.

Graukas Kaspressknoedel roh Kaspressknoedel kochen Kaspressknoedel Pfanne

Die Knödel, die Ihr nicht gleich verdrückt, kalt werden lassen und einfrieren. Sie ergeben eine sehr leckere Suppeneinlage.

Lieblingsrezepte Salate | kleine Gerichte

Samosa – gefüllte indische Teigtaschen

3. März 2014
Samosa - gefüllte indische Teigtaschen

Wer indische bzw. pakistanische Küche mag, liebt sicherlich auch Samosas. Diese gefüllten und frittierten Teigtaschen gehören daher meist auch bei uns als Vorspeise dazu, wenn wir uns einen schönen Abend bei einem unserer Lieblings Indern gönnen.

Als Wallygusto mir mal wieder für ein Wochenende die Wohnung und damit auch die Küche allein überlassen hat (Anmerkung Frau Wallygusto: Ich war auf dem Foodbloggerbarcamp in Reutlingen!), war es an der Zeit sich selbst an diese leckeren Teigtaschen heranzuwagen. Inspiriert wurde ich bei meiner Version wieder von dem Buch Vedische Kochkunst von Adiraja Dasa (Affiliatelink).

Zutaten für 2 Personen als Hauptspeise oder 4 Personen als Vorspeise

Für den Teig:

  • 200 g Mehl (1/2 Weizen, 1/2 Weizenvollkorn Mehl)
  • 40 g zerlassene Butter
  • 1 Messerspitze Salz
  • 80 ml kaltes Wasser
Für die Füllung:
  • 2-3 kleine Kartoffeln, mehlig oder mittelfest kochend
  • ½ kleinen Blumenkohl
  • 100 g TK Erbsen
  • 1 Messerspitze Salz
  • ½ TL Kreuzkümmelsamen (Cumin)
  • ¼ TL Bockshornkleesamen
  • ¼  TL  Kurkumapulver (Turmeric)
  • ¼ TL Zimt, gemahlen
  • ½ TL Koriandersamen, zerstoßen
  • 2 grüne Kardamomkapseln, zerstoßen
  • 4 Nelken, zerstoßen
  • ½ TL Ingwer, geriebenen
  • 2-3 EL Öl (z.B. Rapsöl)

Zubereitung

Für den Teig das Mehl mit dem Salz in eine Schüssel geben, nach und nach die zerlassene Butter dazugeben und mit den Fingern vermengen bis das Mehl leicht bröselig wird. Als nächstes vorsichtig das Wasser hinzugeben und mit den Händen zu einem Teig vermischen. Den Teig ein paar Minuten durchkneten. Er sollte glatt und elastisch sein und nicht mehr an den Fingern kleben. Je nach Bedarf noch etwas Wasser (falls zu trocken) oder Mehl (falls zu klebrig) hinzufügen. Den Teig zu einer Kugelformen und mit einem feuchten Tuch bedecken.

Nun für die Füllung die Erbsen in etwas Wasser vorkochen und dann abtropfen lassen. Die Kartoffeln schälen und in ganz kleine Würfelchen schneiden. Die Blumenkohlröschen klein hacken.

In einem Topf das Öl auf mittlerer Stufe erhitzen. Die Kreuz- und Bockshornkleesamen darin anrösten bis sie leicht anbräunen. Dann die Gewürze hinzugeben und ebenfalls einige wenige Sekunden mit anrösten. Jetzt zunächst die Kartoffeln für ca. 3 Minuten, danach den Blumenkohl ebenfalls für 2-3 Minuten anbraten. Das ganze nun mit etwas Wasser ca. 5-10 Minuten auf kleiner Stufe bei geschlossenem Topf dünsten, die Erbsen hinzufügen und noch mal ca. 5 Minuten weiterdünsten bis das Gemüse weich ist. Das ganze noch mit  Pfeffer und Salz abschmecken und etwas abkühlen lassen.

Für die Teigtaschen nun die Teigkugel zu einer Wurst formen und in 5 gleichgroße Stücke zerteilen und die einzelnen Teile wieder zu Kugeln formen. Anschließend die Kugeln zu ca. 15 cm großen Teigfladen ausrollen. Die Fladen in der Mitte mit einem Messer zerteilen.
Nun die Schnittkante eines dieser halben Fladen zur Hälfte mit etwas Wasser bestreichen und beide Enden der Schnittkante aufeinander legen so dass die mit Wasser bestrichene auf die unbestrichene Seite zu liegen kommt. Die so entstandene neue Kante durch festdrücken gut verschließen. Es sollte nun eine kegelförmige Tasche entstanden sein (siehe 3. Bild unten), die man nun zu ca. 2/3 mit der Gemüsefüllung füllt. Den offenen  Taschenrand ebenfalls mit etwas Wasser bestreichen und anschließend verschließen in dem man zunächst den Rand aufeinander drückt und dann etwas umschlägt und erneut aufeinander drückt, so dass ein Falz entsteht.

Nun reichlich Öl in einer großen Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen und die Taschen darin unter mehrmaligem Wenden frittieren bis sie schön goldbraun sind. Das gelingt besonders gut wenn die Samosas eher etwas flacher als zu rund sind. Anschließend noch etwas abtropfen lassen und zu einem Chutney oder Curry servieren.

GewürzeTeigkugel und FladenTeigtascheSamosa in der Pfanne

Sowohl bei der Mehlmischung, als auch bei den Gewürzen und bei der Füllung kann man nach belieben und Geschmack herum experimentieren, so dass diese tollen Teigtaschen sicherlich nicht so schnell langweilig werden.

Kartoffeln | Hülsenfrüchte Lieblingsrezepte

Aloo paratha – indisches Fladenbrot mit würziger Kartoffelfüllung

12. Januar 2014
Alu Paratha mit Chawal, raita zu Maha brinjal

Wir Wallygustos essen gerne indisch und so werden auch gerne indische Restaurants in anderen Städten ausprobiert. Bei einem Ausflug nach Hamburg sind wir auf Empfehlung im „Maharaja“ gelandet wo wir das erste Mal auf besagte „Aloo paratha“ bzw. „Alu paratha“ gestoßen sind.

Lange hat es gebraucht, bis ich mich an diese Fladen selbst herangewagt habe, ist doch indisch kochen auch ohne zusätzliche, relativ aufwendig erscheinende Beilagen, an sich schon immer recht zeitintensiv. Als eines Abends Wallygusto auf einem Bloggertreffen weilte und ich noch einen ordentlichen Rest eingefrorenes Curry im Gefrierfach entdeckte wurde nicht lange gefackelt und das quasi schon fertige Curry auf den Herd gestellt und die gewonnene Zeit genutzt um sich an „Alu paratha“ zu wagen.

Ein Rezept als Inspiration war schnell im Buch Vedische Kochkunst (Affiliatelink) von Adiraja Dasa gefunden. Da indische Küche sich sehr gut zum Variieren eignet, habe ich das Rezept jedoch an einigen Stellen nach meinen Vorstellungen verfeinert. Vor allem bei Art und Menge der Gewürze und beim verwendeten Mehl sollte man sich von seinen Wünschen leiten lassen und etwas rumexperimentieren. So verwende ich gerne eine Mischung aus Roggen und Dinkel Vollkornmehl da ich dies besonders herzhaft finde.

Nachdem aus diesem Experiment eine wahnsinnig leckere Beilage entstanden ist, gibt es diese im Hause Wallygusto immer mal wieder zu einen unsere indischen bzw. vedischen Curries.

Zutaten für 2 Personen

Für den Teig:
  • 150 g Mehl (z.B. Gemisch aus Roggen und Dinkel Vollkornmehl)
  • 2 EL Butter (am einfachsten gefroren)
  • 60 -75 ml Wasser lauwarm (Menge abhängig von der Mehlsorte)
  • Etwas Salz
Für die Füllung:
  • 2 kleine bis mittlere Kartoffeln, mehlig oder mittelfest kochend
  • ¼  – ½ TL Kreuzkümmelsamen (Cumin)
  • ¼ – ½ TL getrocknete Chilis, zerstoßen
  • ¼ – ½ TL  Kurkuma, gemahlen (Turmeric)
  • ¼ TL Koriandersamen, zerstoßen
  • 2 grüne Kardamonkapseln, zerstoßen
  • 2 Nelken, zerstoßen
  • ½ TL Ingwer, geriebenem
  • 1 EL Koriander- oder Petersilienblätter, gehackt
  • ½ TL Salz
  • 2-3 EL Öl (z.B. Rapsöl) oder zerlassene Butter (ghee)

Zubereitung

Zunächst die Kartoffel(n) zum weichkochen aufsetzen. Nun für den Teig das Mehl und das Salz sorgfältig vermischen und die Butter hinein reiben. Das geht besonders gut, wenn die Butter noch leicht gefroren ist. Nun fügt man unter Rühren das Wasser vorsichtig hinzu bis ein Teig entsteht, der sich bereits von der Schüssel deutlich abhebt und eine geschmeidige Konsistenz erhält. Diesen Teig dann noch einige Minuten mit den Händen durchkneten. Er sollte möglichst glatt und elastisch sein. Sollte er zu trocken geraten sein und Risse bekommen, vorsichtig noch etwas Wasser hinzufügen. Den Teig als Klumpen in eine Schüssel geben und mit einem feuchten Tuch abdecken und ca. eine halbe bis eine Stunde ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die weichgekochten Kartoffeln abschrecken, schälen und mit einer Gabel zerdrücken. 1-2 EL Öl oder ghee in eine Pfanne geben und erhitzen. Zunächst die Kreuzkümmelsamen für einige Sekunden hineingeben und anrösten, dann die restlichen Gewürze inklusive Ingwer hinzugeben und ebenfalls für einige Sekunden mit rösten. Zu diesen Gewürzen nun die zerdrückten Kartoffeln geben und für zwei bis drei Minuten unter ständigem Rühren anbraten. Zuletzt noch das Salz und die Koriander- bzw. Petersilienblätter hineinrühren und die Kartoffelmischung zum Abkühlen beiseite stellen.

Sobald die Füllung weitestgehend kalt ist, aus dem Teig 6 Kugeln formen und diese zu ca. 15cm große Fladen ausrollen. Die Oberfläche mit etwas ghee oder Öl bestreichen und einen EL Kartoffelmischung in die Mitte des Fladens geben.

Den Fladen über die Füllung zusammenschlagen, verdrillen und den überstehenden Teig abreißen.
Diesen gefüllten Teigklumpen nun vorsichtig flachdrücken und so dünn wie möglich ausrollen ohne das der Teig reißt und die Füllung durch den Teig bricht. Sollte es dennoch geschehen, ist dies kein Beinbruch, schmecken die Fladen doch trotzdem herrlich, sehen jedoch eventuell nicht ganz so perfekt aus. Aus den übrig gebliebenen Teigresten noch einen kleinen, nicht gefüllten, Fladen ausrollen. Wir wollen doch nichts verschwenden.

Nun die Fladen in etwas Öl oder ghee in einer Pfanne langsam, unter mehrmaligem Wenden anbraten bis beide Seiten knusprig und goldbraun sind
01 Paratha Fladen 02 Alu Füllung 03_AP_kl   04 Alu paratha in der Pfanne

Jetzt lediglich noch mit dem Curry servieren und genießen. Dazu passt auch gut ein raita. Und wenn wir für Besuch kochen, dann gibt es auch gerne mal paratha, Reis (chawal) und raita als Beilage.

Und glaubt mir, wenn Ihr diese leckeren Fladen ein paarmal gemacht habt, dann funktioniert das auch neben der Curry Zubereitung leicht und ohne große Hektik.

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