Browsing Category

Aus dem Ofen

Aus dem Ofen Lieblingsrezepte

Pizza mit Aubergine, Zwiebeln und geräuchertem Ricotta

12. Juni 2017
Pizza mit Aubergine, Zwiebeln und geräuchertem Ricotta

Beim Mitbringseleinkauf auf dem Rückweg von unserer kurzen Südtirol-Auszeit ist unter anderem ein kleiner Laib geräucherter Ricotta in unseren Einkaufswagen gewandert. Kaum zuhause zerbrachen sich Wallygusto und ich die Köpfe, was wir denn nun mit dem guten Stück anfangen sollten. Von den vielen Ideen können wir folgende vier uneingeschränkt empfehlen: Einfach ein Stück pur genießen, als Scheibe auf einem leckerem Brot essen, gerieben zu Gnocchi und zerlassener Salbeibutter servieren und eine fantastisch leckere Pizza alle melanzane fritte, cipolle e ricotta affumicata machen. Letztere Idee wollen wir Euch hier im Detail vorstellen.

Rezept für 1 Blech leckere Pizza

Für den Pizzateig:
  • 175 ml lauwarmes Wasser
  • 1 TL Zucker
  • 21 g frische Hefe
  • 400 g Pizzamehl (Typ 00)
  • 4 El Olivenöl
  • 1 TL Salz
Für den Belag:
  • 1 Dose Tomaten
  • Knoblauch gepresst
  • 1 TL getrockneter Rosmarin
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Aubergine in Scheiben
  • 5 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel in Halbringe
  • 1 Büffelmozzarella
  • 55 g geräucherter Ricotta, geraspelt

Zubereitung

Zunächst für den Teig die Hefe in 175 ml lauwarmen Wasser zusammen mit dem Zucker verrühren und für ca. 10 Minuten ruhen lassen bis sich ein leichter Schaum auf der Mischung bildet. Dann das Mehl zusammen mit der Hefe-Mischung, dem Öl und dem Salz in eine Rührschüssel geben und mit einer Küchenmaschine ca. 5 Minute auf langsamer Stufe zu einem geschmeidigen und homogenen Teig verkneten.

Den Teig an einem warmen Ort für ca. 1 Stunde gehen lassen. Ich heize dafür die Backröhre auf ca. 30 bis 40 Grad vor und lasse den Teig dann bei ausgeschaltetem Ofen gehen. Aber Achtung: Ist der Ofen zu heiß, stirbt die Hefe und der Teig geht nicht auf!

In der Zwischenzeit die Auberginen in Scheiben schneiden, ausbreiten und mit Salz bestreuen. Nun die Dosentomaten in eine kleine Schüssel geben, den Knoblauch sowie den getrockneten Rosmarin dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Nach 15 Minuten die Auberginenscheiben abspülen und trocken tupfen. Olivenöl in eine (Grill-) Pfanne geben und die Auberginenscheiben darin anbraten bis sie deutlich an Farbe gewonnen haben und richtig schlabbrig sind.

Wenn der Teig schön aufgegangen ist, ihn auf einem Backblech dünn ausrollen und parallel dazu den Ofen auf 220 Grad mit Ober- und Unterhitze vorheizen.

Auf den ausgerollten Teig die vorbereitete Sauce gleichmäßig verteilen und mit den Auberginenscheiben und den Zwiebeln belegen. Den Mozzarella zerrupfen und gleichmäßig auf der Pizza verteilen. Nun das Blech in den vorgeheizten Ofen schieben. Nach 12 Minuten auch den geriebenen Ricotta darauf verteilen und die Pizza in weiteren ca. 12 Minuten fertig backen.

Aus dem Ofen Lieblingsrezepte

Pizza mit grünem Spargel, Tomaten & roten Zwiebeln

24. April 2017
Pizza mit grünem Spargel / Pizza with green Asparagus

Frühlingszeit ist Spargelzeit. In unseren Breiten fiebert man traditionell dem weißen Spargel entgegen und auch wenn wir Wallygustos auch gerne mal die feinen weißen Stangen verzehren, ist uns jedoch meist eher nach etwas herzhaften. Und für herzhafte Speisen eignet sich der grüne Spargel einfach besser. Mit etwas Öl bestrichen auf dem Grill gelegt, zu Pasta in einer Sauce oder Nudelpfanne, in einem leckeren Frühlings-Risotto oder wie in diesem Rezept als Pizza mit grünem Spargel, Tomaten & roten Zwiebeln. Grüner Spargel passt mit seiner leicht bitteren, aber auch nussigen Note einfach perfekt zu solch herzhaften Gerichten!

Nicht nur dank des Spargels ist der Frühling kulinarisch ziemlich weit vorne!  Und darum dreht sich auch das Thema des 130. Blog-Events: Genuss des Frühlings! Ganz egal ob süß oder salzig, kalt oder warm, Jeanette von Cuisine Violette möchte sehen, wie wir den Frühling auf unsere Teller zaubern! Da Jeannette Saisonalität und Regionalität der Zutaten besonders wichtig sind stehen sie auch bei diesem Event an erster Stelle: Spargel, Bärlauch oder Rhabarber könnten daher perfekte Hauptdarsteller für tolle Frühlingsgerichte sein! Und was kommt bei Euch um diese Jahreszeit auf den Teller? Zeigt es uns!

Pizza mit grünem Spargel / Pizza with green Asparagus

Zutaten für ein Backblech

Für den Pizzateig:
  • 175 ml lauwarmes Wasser
  • 1 TL Zucker
  • 21 g frische Hefe
  • 400 g Pizzamehl (Typ 00 oder alternativ Typ 405)
  • 4 El Olivenöl
  • 1 TL salz
Für den Belag:
  • 1/2 Becher Schmand
  • 1 EL Zitronensaft
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 rote Zwiebel
  • 12 Stangen grüner Spargel
  • 6 Cocktailtomaten
  • 1 Kugel Büffelmozzarella

Zubereitung

Zunächst für den Teig die Hefe in 175 ml lauwarmen Wasser zusammen mit dem Zucker verrühren und für ca. 10 Minuten ruhen lassen bis sich ein leichter Schaum auf der Mischung bildet. Dann das Mehl zusammen mit der Hefe-Mischung, dem Öl und dem Salz in eine Rührschüssel geben und mit einer Küchenmaschine ca. 5 Minute auf langsamer Stufe zu einem geschmeidigen und homogenen Teig verkneten.

Den Teig an einem warmen Ort für ca. 1 Stunde gehen lassen. Ich heize dafür die Backröhre auf ca. 30 bis 40 Grad vor und lasse den Teig dann bei ausgeschaltetem Ofen gehen. Aber Achtung: Ist der Ofen zu heiß, stirbt die Hefe und der Teig geht nicht auf!

In der Zwischenzeit die Zwiebel in dünne Ringe und die Tomaten in dicke Scheiben schneiden. Am Spargel die holzigen Enden abschneiden und dann die Stangen längs in möglichst feine Streifen schneiden. Für die Schmand-Mischung den Schmand mit Zitronensaft und Pfeffer verrühren.

Wenn der Teig schön aufgegangen ist, ihn auf einem Backblech dünn ausrollen und parallel dazu den Ofen auf 220 Grad mit Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die Schmand-Mischung auf den ausgerollten Teig streichen und mit Zwiebelringen, Spargelstreifen und Tomatenscheiben belegen. Den Mozzarella zerrupfen und gleichmäßig auf der Pizza verteilen. Nun das Blech in den vorgeheizten Ofen schieben und die Pizza in 20 – 25 Minuten backen.

Blog-Event CXXX - Genuss des Fruehlings (Einsendeschluss 15. Mai 2017)

Aus dem Ofen Lieblingsrezepte

Pizza Garden Delight mit Artischocken & Avocado | Meat Free Monday 

6. Juli 2015

Die Avocado stammt aus Südmexiko und – man glaubt es kaum – ist eine Beere. Meine erste Begegnung mit dieser grünen „Knolle“ liegt ein paar Jahre zurück, als sie noch ganz neu in Deutschland war und ganz groß auf Plakaten für sie geworben wurde. Meine Mutter kaufte damals eine und wir versuchten, diese unreif und ohne Salz und Pfeffer zu verzehren. Ein fürchterliches Erlebnis, dass mich lange davon abhielt, etwas mit Avocado zu essen, geschweige denn zu Kochen. Was eigentlich schade ist, denn Avocados kann man auf die unterschiedlichsten Arten zubereiten, sei es als Salat, als Dip oder auf dem Sandwich. Oder eben auch als Pizza. Diese Pizza haben wir in einer SB-Pizzeria am Lake Tahoe gegessen. Ich fand sie so lecker, dass ich mir unbedingt den Belag merken musste. Gelingt hier auch sehr gut, auch wenn sie im Urlaub viel besser war. 🙂

San Francisco Golden Gate Bridge

Zutaten für 1 Backblech

  • 150 g Vollkornbrot-Backmischung
  • 200 g Bauernbrot-oder Ciabatta
  • 3/4 Päckchen Trockenhefe (je nach Brotbackmischung)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Dose Tomaten gestückelt
  • nach Belieben Tomatenmark
  • 20 g getrocknete Tomaten in Öl (die ohne Öl verbrennen sehr leicht)
  • Kräuter nach Belieben (z. B. ein paar Blätter frisches Basilikum)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Paprikapulver edelsüß
  • Chilipulver
  • 1 Glas Artischockenherzen
  • 1 reife Avocado
  • 1 Packung Feta
  • 4 Frühlingszwiebeln

Zubereitung

Brotteig gemäß Packungsanleitung – oder einen Pizzateig Eurer Wahl – zubereiten und ca. 1 Stunde ruhen lassen.

Ofen auf 170 Grad Umluft vorheizen.

Artischocken in einem Sieb abtropfen lassen. Avocado schälen, entkernen und in nicht zu kleine Stücke schneiden. Feta abwaschen, trocknen und grob zerkrümeln. Frühlingszwiebeln waschen und in 1 cm breite Ringe schneiden.

Getrocknete Tomaten halbieren, Knoblauch schälen und pressen. Beide Zutaten mit den Tomatenstücken vermischen. Etwas Tomatenmark hinzufügen und mit Salz, Pfeffer; Paprika, Chili und frischem Basilikum abschmecken.

Teig auf einem Backblech ausrollen und die Tomatenmischung gleichmäßig darauf verteilen. Artischockenherzen darüber streuen und für 10 Minuten in den Backofen schieben.

Nach Ablauf der 10 Minuten Feta und Frühlingszwiebeln darüber streuen und nochmal für ca. 7 Minuten backen. Kurz vor Ablauf der Zeit die Avocado auf die Pizza geben und noch heiß servieren.

Aus dem Ofen Lieblingsrezepte

Auberginenauflauf mit Ricotta | Meat Free Monday

29. Juni 2015

Esst Ihr eigentlich auch so gerne Auflauf wie ich? Ich könnte jeden Tag irgendetwas mit Käse überbacken – ganz egal ob mit oder ohne Nudeln. Hauptsache, es kommt aus dem Ofen und ist lecker. 🙂 Auf der Suche nach einem neuen Rezept für Auflauf bin ich bei www.lecker.de auf diese Variante mit Aubergine und Ricotta gestoßen.

Ich habe dieses leicht verändert bereits 2012 gebloggt. Seit dem fristete der Auberginenauflauf mit Ricotta ein Schattendasein auf dem Blog, nicht mal ein Foto davon gab es. Damals stand einfach das pure Veröffentlichen von Artikeln und der Spaß am Ausprobieren im Vordergrund. Die Ansprüche sind über die Jahre natürlich gestiegen – auch wenn die Qualität der Foodfotos damit leider nicht immer Schritt halten kann. Aber ich fotografiere halt immer noch am liebsten Türen und Fenster. Über das Essen schreibe ich halt einfach nur gerne. Komisch, oder?

Lange Rede, kurzer Sinn: Jetzt gibt es endlich ein Foto dieser Leckerei, so dass der Beitrag überarbeitet wieder online gehen kann. Und ich finde, dass der Auberginenauflauf darauf eigentlich recht appetitlich aussieht! Oder, wie Herr Wallygusto eben so tröstend sagte: „Authentisch!“. 🙂

Viel Spaß beim Nachkochen!

Zutaten für 2 Personen

  • 600 g Auberginen
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Dose Tomaten gestückelt
  • 8 getrocknete Tomaten
  • 1 grüne Chili
  • Kräutersalz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • süßes Paprikapulver
  • 6 Zweige frischen Oregano
  • 250 g Ricotta
  • 5 EL Parmesan gerieben (Wer mag, kann gerne auch mehr Parmesan nehmen 😉
  • 100 ml Milch
  • Öl für die Form

Zubereitung

Auberginen waschen, putzen und in Scheiben schneiden. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. Im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 200 °C/ Umluft: 175 °C/ Gas: Stufe 3) ca. 5 Minuten garen. Wer die Auberginen weicher mag, erhöht einfach die Zeit im Ofen auf 10 Minuten.

Oregano waschen und trocken schütteln. Blättchen von den Zweigen streifen und einen Teil klein hacken. Restliche Blättchen als Deko zur Seite legen.

Knoblauch schälen und durch eine Knoblauchpresse drücken. Getrocknete Tomaten in feine Streifen und Chilli in Ringe schneiden. Tomaten mit Kräutersalz, frisch gemahlenen Pfeffer, Paprika, Knoblauch und Oregano würzen. Getrocknete Tomaten und Chilli unterrühren. Ricotta, 3 EL Parmesan in der Milch glatt rühren.

Eine Auflaufform mit Öl ausstreichen und nacheinander mit je 1/3 Tomatensoße, Auberginen und Ricottacreme füllen. Vorgang wiederholen, bis die Zutaten verbraucht sind. Mit übrigem Parmesan bestreuen. Im heißen Backofen bei gleicher Temperatur ca. 30 Minuten backen.

Aus dem Ofen Lieblingsrezepte

Pizza mit Birne, Gorgonzola & roten Zwiebeln 

28. Januar 2015

Esst Ihr am Wochenende auch so gerne Pizza wie Herr Wallygusto und ich? Und habt Ihr auch keine Lust mehr auf den ewig gleichen Belag? Standards wie Zucchini, Aubergine & Spinat sind Euch zu langweilig? Dann haben wir heute genau das richtige Essen für einen perfekten Samstagabend für Euch – Pizza mit Birne, Gorgonzola & roten Zwiebeln! Und als Tüpfelchen auf dem i: WALNÜSSE!

Eine ähnliche Pizza haben wir vor Jahren mal in einem italienischen Restaurant gegessen. Natürlich waren wir gleich von der Kombination aus fruchtiger, süßer Birne und würzigem Gorgonzola begeisterst. Leider – wie es halt immer so ist – haben wir diese Pizza-Variation schnell wieder vergessen. Erst am letzten Wochenende erinnerten wir uns wieder daran – und haben nicht lange gezögert, unser Verlangen in die Tat umzusetzen.

Wir verwenden für unseren Pizzateig übrigens häufig Backmischung für Vollkornbrote, denn die darin enthaltenen Körner machen das Ganze schön knackig. Ihr könnte natürlich auch einen von Euch bevorzugten Teig zubereiten. Allerdings empfehlen wir Euch für diese Pizza eine Mischung aus 1/3 Vollkornmehl und 2/3 normalem Weizenmehl. Das wirklich Schöne an dieser Pizza ist, dass ihre Zubereitung wenig Arbeit macht, sie aber trotzdem ein klein wenig anders ist. Fast schon ein bisschen edel, würde ich meinen. 🙂

Pizza mit Birne, Gorgonzola & roten Zwiebeln

Zutaten für 1 Backblech

  • 150 g Vollkornbrot-Backmischung
  • 200 g Bauernbrot-oder Ciabatta
  • 3/4 Päckchen Trockenhefe (je nach Brotbackmischung)
  • 1 rote Zwiebel
  • 2-3 EL Rapsöl
  • 1 Schuss Sherry (oder Rotwein, wenn Ihr gerade eine Flasche offen habt)
  • 1 Kugel Büffelmozzarella
  • 1 mittelgroßes Stück Gorgonzola (bis ich nachgewogen habe, Menge nach Belieben :-))
  • 1 große Birne
  • 10 Walnusskerne (20 Hälften)
  • 4 Zweige Salbei
  • nach Bedarf Salz & Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

Brotteig gemäß Packungsanleitung – oder einen Pizzateig Eurer Wahl – zubereiten und ca. 1 Stunde ruhen lassen.

Ofen auf 175 Grad Umluft vorheizen.

Zwiebel schälen, halbieren und in Ringe schneiden. Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und Zwiebelringe ca. 10 Minuten darin anschwitzen. Mit einem Schuss Sherry ablöschen und so lange köcheln, bis die Flüssigkeit weitestgehend verdampft ist.

Käse grob würfeln, Walnüsse in kleine Stücke hacken, Salbeiblätter von den Stielen zupfen.

Birne waschen, vierteln und Kerngehäuse entfernen. In feine Scheiben schneiden und zur Seite stellen.

Teig auf einem Backblech ausrollen, mit Birne und Käse belegen und im Ofen backen. Nach 15 Minuten Zwiebeln, gehackten Walnusskernen und Salbeiblättchen gleichmäßig auf der Pizza verteilen und in 5-10 Minuten zu Ende backen.

Pizza vierteln oder sechsteln und mit Salz und frisch gemahlenen Pfeffer bestreut servieren.

Aus dem Ofen Buchvorstellungen Lieblingsrezepte

Auberginen-Polenta-Strudel und Tomaten-Mango-Salat | Vegetarisch mit Leidenschaft mit | Buchvorstellung

11. August 2014

Vegetarisch kochen ist seit Jahren ein großer Trend – und trotzdem wundere ich mich beim Perfekten Dinner auf VOX immer wieder, warum die vegetarischen Gerichte immer so langweilig und irgendwie „Öko“ sind. Vielleicht, weil es Andi Schweigers Kochbuch Vegetarisch mit Leidenschaft erst seit April diesen Jahres gibt? Mit seinem ersten eigenen Kochbuch bringt der Sternekoch so viel Abwechslung in die Küche, dass Vegetariern wie Fleischliebhabern das Wasser im Mund zusammenläuft. Noch nie ist die Gemüseküche so virtuos interpretiert worden – so wäre ein Gewinn beim Perfekten Dinner auch für Vegetarier wirklich ein Klacks!

Vegetarisch mit Leidenschaft beginnt mit ein paar persönlichen Worten von Andi Schweiger. Er erläutert uns hier, dass er schon als Jugendlicher Koch werden wollte und wie er generell zur vegetarischen Ernährung und den Konsum von Fleisch zu unfassbaren Ramschpreisen steht.

Dann erhalten wir einen kurzen Einblick in seine Biografie, die uns von Sternerestaurant zu Sternrestaurant führt: Andi Schweiger, geboren 1976 in Karlsruhe, kochte nach seiner Ausbildung im Sternerestaurant »Fallert« im Schwarzwald in Vincent Klinks »Wielandshöhe«, im Londoner Hotel »Dorchester« und in Münchens Hotel »Mandarin Oriental« unter Holger Stromberg. 2003 wurde er Küchenchef im »Cocoon« und verwirklichte kurze Zeit später mit Holger Stromberg das Projekt »*G*Munich«. 2006 erfüllte er sich seinen Traum vom eigenen Restaurant »Schweiger2 Restaurant Showroom«, dem im Jahr 2009 der erste Michelin-Stern verliehen wurde. Seit dem gleichen Jahr ist er auch im Köcheteam der TV-Dokuserie »Die Kochprofis« (RTL 2) zu sehen. 2013 eröffnete er seine Kochschule im Herzen Münchens.

Vegetarisch mit Leidenschaft

Die Rezepte in Vegetarisch mit Leidenschaft sind nach Jahreszeiten aufgeteilt. Zu Beginn eines jeden Kapitels stellt uns der Sternekoch sein persönliches Lieblingsgemüse der Saison vor und gibt nützliche Tipps. So wird saisonales Kochen auch für Laien zum Kinderspiel! Ich war beim ersten Durchblättern erst ein wenig skeptisch, denn zu verspielt erschienen mir Kreationen wie Millefeuille von Kohlrabi und Kapstachelbeeren, oder Schwarzwurzelsalat mit Physalis und Haselnüssen. Außerdem mag ich es nicht, wenn ständig von Süppchen und Gerichten, die auf irgendeinem Schaum angerichtet werden, die Rede ist. Ich mag keine Verniedlichungen, auch wenn es, wie in diesem Fall, einfach nur edel klingen soll. Nach mehrmaligem Durchblättern muss ich gestehen, dass mir sehr viele Gerichte sehr zusagen. Vor allem im Herbst und Winter werde ich sehr viel nachkochen (müssen)!

Auch optisch kann der Erstling von Andi Schweiger überzeugen! Vegetarisch mit Leidenschaft ist sehr übersichtlich und besticht mit tollen Fotos. Leider wurde nicht jedem Gericht ein solches gegönnt! Aber da die vorhandenen Rezeptbilder so toll sind, drücke ich hier mal ein Auge zu. Einzig die verschnörkelten Überschriften gefallen mir gar nicht. Teilweise fällt es mir echt schwer, die Namen der Gerichte zu entziffern.

Um Euch Vegetarisch mit Leidenschaft näher zu bringen, haben Herr Wallygusto und ich uns entschlossen, Euch den sommerlichen Auberginen-Polenta-Strudel mit Tomaten-Mango-Salat vorzustellen. Die Kombination von Polenta, getrockneten Tomaten und Pinienkernen ist traumhaft! Und so war das Gericht optisch wie geschmacklich einfach ein Gedicht!

Andi Schweiger, Vegetarisch mit Leidenschaft
ZS Verlag Zabert Sandmann GmbH, ISBN: 978-3-89883-430-8

Auberginen-Polenta-Strudel Rezept

Zutaten für 2 Personen

Für die Polentafüllung:
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1 Zweig Thymian (haben wir weggelassen)
  • 200 ml Milch
  • Meersalz
  • 66 g Instant-Polenta (Maisgries)
  • 3 Eigelb
  • 66 g flüssige Butter
  • 50 g Pinienkerne
  • 3 getrocknete Tomaten
  • 33 g Parmesan (am Stück)
Für den Strudel:
  • 1 Aubergine
  • 5 EL Olivenöl
  • Meersalz
  • 1 Blätterteig (eigentlich Strudelteig, aber den haben wir nirgends bekommen)
  • 1 Ei
Für den Tomaten-Mango-Salat:
  • 1 Mango
  • 8 Kirschtomaten
  • 8 getrocknete Tomaten
  • 4 Basilikumblätter (oder TK)
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • Meersalz

Zubereitung

Für die Polentafüllung den Knoblauch ungeschält andrücken. Rosmarin (und Thymian) waschen. Mit Milch, Knoblauch und 1 Prise Meersalz einmal aufkochen und 5 Minuten ziehen lassen. Kräuterzweige und Knoblauch entfernen und die Milch nochmals aufkochen. Polenta dazugeben, kurz aufkochen und bei schwacher Hitze 5 Minuten quellen lassen. Polenta in eine Schüssel geben. Eigelbe und flüssige Butter abwechselnd nach und nach unterrühren.

Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten. Getrocknete Tomaten in feine Würfel schneiden. Parmesan reiben. Dann alles unter die Polentamasse rühren und mit Meersalz abschmecken. Die Masse auf einer Lage Frischhaltefolie verteilen und zu einer länglichen Rolle formen, dabei in die Folie einwickeln. Die Rolle sollte von der Länge her in Euren Blätterteig passen! Dann die Rolle in eine Lage Alufolie einrollen und 1 Stunde kühl stellen.

Inzwischen für den Strudel den Backofen gemäß Packungsanleitung vorheizen. Aubergine putzen, waschen und in 3 mm dünne Scheiben schneiden. Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und die Auberginenscheiben darin bei mittlerer Hitze nach und nach auf beiden Seiten anbraten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Meersalz bestreuen.

Blätterteig aufrollen und Auberginenscheiben mittig darauf verteilen. Polentarolle auspacken und auf die Auberginenschicht legen.

Ei trennen, Eigelb verquirlen. Teigränder mit dem Eiweiß bestreichen und von der Längsseite her zu einem Strudel einrollen, dabei die Querseiten etwas über die Füllung schlagen. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und im Ofen gemäß Anleitung auf der Blätterteig-Verpackung backen. Nach 8 Minuten mit Eigelb einstreichen.

Für den Tomaten-Mango-Salat Mango schälen, das Fruchtfleisch auf den flachen Siten vom Stein und in kleine Würfel schneiden. Kirschtomaten waschen und vierteln. Getrocknete Tomaten in kleine Würfel schneiden, Basilikumblätter waschen und in feine Streifen schneiden. Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in feine Ringe schneiden. Anschließend alle Salatzutaten mit Zitronensaft mischen und mit 1 Prise Meersalz abschmecken.

Tomaten-Mango-Salat auf Teller verteilen. Auberginen-Polenta-Strudel mit einem Sägemesser in Stücke schneiden und die Strudelstücke auf dem Salat anrichten.

Vielen Dank an den ZS Verlag Zabert Sandmann GmbH, der mir das Buch freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Wie immer bleibt davon meine Meinung unberührt. 

Aus dem Ofen Buchvorstellungen Lieblingsrezepte

Tarte mit Zwiebeln, Pilzen und Salbei | Sommerküche | Jeden Tag ein Buch

28. Mai 2014

Für mich gibt es nichts Schöneres, als Freunde zu treffen und richtig gut zu essen! Besonders viel Spaß macht das natürlich im Sommer, wenn die Sonne scheint und man draußen sitzen und schlemmen kann.

Lisa Lemkes Sommerküche vermittelt mit zahlreichen Köstlichkeiten genau diese Lebenslust. Die Autorin zeigt uns auf 176 Seiten die schönsten Ideen für Sommergerichte, angefangen von einem Abendessen für viele Gäste bis hin zu einer einfachen Mahlzeit für die engste Familie. Außerdem unterstützt sie bei der Organisation von Festen und verrät nützliche Tipps und Tricks, wie man das Essen entspannt mit Familie oder Freunden genießen kann.

Sommerküche 01

Die Auswahl an Rezepten reicht von süßen Gerichten wie “reiche” Ritter und Schokoladenkuchen mit Grappa-Erdbeeren, über Snacks und Getränke wie Käsehappen mit Röstzwiebeln und einem leckeren Ingwer-Smoothie, bis hin zu sättigenden Hauptgerichten, wie Omelette mit Trauben und Gorgonzola und Nudelsalat mit Sesam.

Genau ich es mag, wird jedes Rezept ansprechend in Szene gesetzt. Dabei beschränken sich die Aufnahmen nicht auf die einzelnen Gerichte, sondern zeigen auch Menschen beim geselligen Zusammensein. Man bekommt richtig Lust, alle seine Freunde anzurufen und zu einem spontanen Grillabend auf dem Balkon einzuladen. Aber auch ansonsten weiß die Aufmachung durch kräftige, sommerliche Farben zu überzeugen.

Die Rezepte sind einfach zu versehen und gut umzusetzen. Alles in allem ist Sommerküche ein sehr schönes Kochbuch, mit dem Herr Wallygusto und ich noch viel Freude haben werden.

Wir haben uns für den Anfang eine Tarte mit Zwiebeln, Pilzen und Salbei ausgesucht. Da wir beim Einkaufen ein wenig schusselig waren, mussten wir an der einen oder anderen Stelle ein wenig improvisieren. Das Ergebnis konnte aber trotzdem überzeugen, was meiner Meinung nach für das Rezept spricht :-).

Auf jeden Fall wird es diese leckere Tarte jetzt öfter bei uns geben.

Lisa Lemke Sommerküche
CALLWEY, ISBN 
978-3-7667-2038-2, € 24,95

Sommerküche 03

Zutaten für ein Backblech

Für den Teig:
  • 70 g kalte Butter
  • 160 g Weizenmehl
  • 60 g Grahammehl (Vollkornmehl geht auch)
  • 70 g Frischkäse
  • ½ TL Salz
  • ½ EL Eiswasser
Für den Belag:
  • 3 große Zwiebeln
  • 25 g Butter
  • 1 1/5 EL Zucker
  • 50 ml Aceto balsamico
  • Salz
  • Schwarzer Pfeffer
  • 60 g Champignons
  • 15 Salbeiblätter
  • 3 Eier
  • 75 ml Milch
  • 75 ml Sahne
  • 20 g Parmesan

Zubereitung

Für den Teig Butter in Würfel schneiden und zusammen mit Mehl, Frischkäse und Salz zu einer bröseligen Masse zerreiben. Wasser dazu und alles rasch zu einem glatten Teig verarbeiten. Anschließend Teig in Folie einschlagen und 20 Minuten kühl stellen.

Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsplatte legen, kurz durchkneten und dann ca. 3 mm dick ausrollen. Damit der Teig nicht festklebt, eventuell noch etwas Mehl auf die Arbeitsplatte streuen.

Eine Tarteform mit dem Teig auslegen und diesen seitlich am Formrand hoch- und andrücken. Wer keine Tarteform hat, kann auch eine herkömmliche Springform verwenden. Hat auch bei uns super funktioniert! Wenn Teig übersteht, einfach abschneiden. Die Form mit Frischhaltefolie abgedeckt für etwa 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Den Backofen in der Zwischenzeit auf 200°C vorheizen. Die Form aus dem Kühlschrank nehmen, Folie entfernen und den Teigboden mehrmals mit einer Gabel einstechen. Die Ränder mit Alufolie abdecken und die Forme auf der mittleren Schiene circa 15 Minuten vorbacken, bis der Boden etwas Farbe angenommen hat. Anschließend die Tarte aus dem Ofen nehmen und die Alufolie entfernen.

Für den Belag Zwiebeln schälen und in dünne Ringe schneiden. Butter in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Zucker und Balsamico dazu und die Flüssigkeit einkochen lassen. Zwiebeln salzen und pfeffern.

Pilze putzen und haken. Salbeiblätter ebenfalls hacken und mit Pilzen, Eiern, Milch und Sahne in einer Schüssel vermischen. Masse mit Salz und Pfeffer würzen. Parmesan reiben. Die Eiersahne in den Teigboden füllen, die Balsamico-Zwiebeln darüber verteilen und mit Parmesan bestreuen.

Tarte auf der mittleren Schiene im Backofen noch etwas 20 Minuten backen.

Logodesign by Ariane Bille

Vielen Dank an den CALLWEY Verlag, der mir das Buch zur Verfügung gestellt hat. Wie immer bleibt davon meine Meinung unberührt. 

Dieses wunderschöne Kochbuch ist zudem mein zweiter Beitrag zu der tollen Aktion Jeden Tag ein Buch von Arthurs Tochter!

Aus dem Ofen Lieblingsrezepte

Fenchelpizza mit Walnüssen und Ziegenkäse

19. Dezember 2011

Zugegeben, dieses Rezept für eine Fenchelpizza mit Walnüssen und Ziegenkäse ist etwas ungewöhnlich, aber wahnsinnig lecker! Gefunden habe ich es auf der Website der Zeitschrift „Essen & Trinken“ und es ist quasi die französische Variante eines italienischen Klassikers! 🙂

Zutaten für 1 Backblech

  • 1 Packung Packung Fertigpizzateig (z.B. Mondamin)
  • 2Fenchelknollen
  • 3 El Olivenöl
  • 50 g getrocknete Tomaten (in Öl)
  • 200 g Ziegenkäse
  • 100 g gehackte Walnüsse
  • Pfeffer
  • 3 Knoblauchzehen

Zubereitung

Fertigteig laut Anweisung vorbereiten und auf einem mit Backpapier bedeckten Backblech ausrollen. Stellenweise mit einer Gabel leicht anstechen.

Fenchel waschen, putzen und längs in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Fenchel in kochendem Wasser 4 Minuten blanchieren, abtropfen lassen und in Öl von beiden Seiten braun anbraten. Getrocknete Tomaten in feine Streifen schneiden. Knoblauchzehen in dünne Scheiben schneiden.

Ofen auf 200 Grad vorheizen.

Ziegenkäse zerbröckeln und mit Fenchel, Walnüssen, Knoblauch und Tomaten auf der Pizza verteilen. Mit Peffer bestreuen und im Ofen ca. 25 Minuten backen.

Das Foto für diesen Beitrag stammt von Pixabay. Vielen Dank an dieser Stelle dafür! Wenn ich mal ein ansehnliches Foto dieses Gerichtes zustande bringe, wird es natürlich auf der Stelle ersetzt. 🙂

Aus dem Ofen Lieblingsrezepte

Kürbisgratin à la Harti

1. März 2011

Wie man sieht, esse ich wirklich gerne Kürbis! Dieses Rezept hat mir ein sehr guter Freund empfohlen, der regelmäßig, gut und gerne den Kochlöffel schwingt bzw. rührt :-). Er weiß also ganz genau was lecker ist!

Zutaten für 2 Personen:

  • 800 g Hokkaido
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 Päckchen Petersilie (TK)
  • 1 EL getrockneter Thymian oder Majoran
  • 50 g Mehl
  • 50 g Käse
  • Paniermehl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskar

Zubereitung:

Kürbis schälen, von Kernen befreien und in mundgerechte Stücke zerteilen.

Mit Knoblauch, Kräutern, Gewürzen, Mehl und Käse vermischen und in eine gefettete Form geben.

Das Ganze mit Paniermehl bedecken, mit Olivenöl betröpfeln und bei 190 Grad in den Backofen geben. Nach ungefähr einer Stunde ist der Gratin fertig!

Zu diesem Rezept schmeckt ein grüner Salat sehr gut.

Da ich damals kein schönes Foto gemacht habe, gibt es einen hübschen Platzhalter von pixabay.