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Kartoffeln | Hülsenfrüchte

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Blumenkohl mit Kräuter-Käsesauce | HEIMAT | Buchvorstellung 

26. Januar 2015

Erinnert Ihr Euch noch an die Weiberpasta, die ich vor einiger Zeit für Euch gekocht habe? Dieses Rezept stammt aus Tim Mälzers GREENBOX. Auch wenn die Weiberpasta – und ein paar andere Gerichte auch – echt der Knaller sind, hat mich Tim Mälzers Ausflug in die vegetarische nicht zur Gänze überzeugt. Und das, obwohl ich den Hamburger Jung mit dem gigantischen Salzverbrauch sehr sympathisch finde.

Jetzt hat er ein neues Kochbuch HEIMAT herausgebracht, in dem er Deutschlands Kochgewohnheiten umkrempeln will. Denn Tim Mälzers Heimat Deutschland ist mehr als Bockwurst und Sauerkraut, Präzision und Lederhose.

Aber seht selbst und kommt mit mir auf die Reise durch Tim Mälzers kulinarisches Deutschland!

Autor

Tim Mälzer ist schon eine coole Socke! Ob als Küchenchef, TV-Koch, Buchautor oder Showmaster: Er hat keine Gelegenheit ausgelassen, Deutschlands Kochgewohnheiten umzukrempeln. Ähnliche wie Jamie Oliver ist er der mediale Star am deutschen Herd. Seine TV-Sendungen sind ebenso Kult wie Jamies und sein lässiger Kochstil hat tausende Fans zu begeisterten Hobbyköchen gemacht. Tim Mälzer steht für eine neue Generation am Herd, der er im Rahmen seiner TV-Dokus wichtige Themen rund um die Ernährung nahe bringt.

Tim Mälzers Küche ist frisch und kreativ. Alltagstauglich sind auch die Preise, denn wie er selbst sagt: „Es gibt Sachen, die einfach schweinelecker sind und nicht die Welt kosten müssen.“

Optik 

Das neue Kochbuch von Tim Mälzer hat ein schönes und kompaktes Format. Die hochwertige Ausstattung mit Leineneinband und Goldfolienprägung kann sich sehen lassen.

Heimat von Tim Maelzer

Durch die Gartenzwerge auf dem Cover wirkte HEIMAT zuerst wie ein Märchenbuch auf mich. Dieser Eindruck verstärkt sich nach dem ersten Durchblättern noch ein wenig, denn ich finde die Bilder alle recht bunt und plakativ, manchmal auch ein wenig albern. Inzwischen gefällt mir die Optik aber recht gut, denn sie ist modern und hebt sich ein wenig vom Standard vieler anderer Kochbücher ab.

Tim Mälzer HEIMAT

Lobenswert ist, das (fast) alle Rezepte ein eigenes Foto haben. Und die Rezepte ohne Foto sind teilweise illustriert. Wie Ihr ja wisst, ist mir das sehr wichtig. Ich koch irgendwie viel lieber Gerichte nach, von denen ich weiß, wie sie aussehen. Auch wenn sich mein Ergebnis oft vom Original abhebt.

Rezepte

Für Tim Mälzer ist Heimat überall, wo man sich zu Hause fühlt: im Fußballstadion, bei der Familie, am Meer wie in den Bergen, beim Camping, zu Lande und zu Wasser. Wie frisch und kreativ deutsche Küche sein kann, möchte uns der Autor in seinem neuen Kochbuch HEIMAT zeigen. Ich schreibe „möchte“, denn ich finde nicht alle der über 120 Rezepte überwältigend kreativ. Eher wie von Muttern, denn Reibekuchen und Milchreis gibt es in der von Tim Mälzer präsentierten Form meiner Meinung nach schon immer. So richtig entstaubt wurden die Klassiker also meiner Meinung nach nicht.

Auch gibt es nur wenige vegetarische Gerichte, die für mich „Hauptspeisencharakter“ haben. Dies ist aber nicht weiter schlimm, denn es handelt sich schließlich nicht um ein rein vegetarisches Kochbuch und in vielen Fällen kann man sich mit Alternativen behelfen oder beispielsweise Speck einfach weglassen.

In HEIMAT gibt es aber nicht nur Rezepte. Tim Mälzer machte sich für sein neues Werk auf eine kulinarische Reise quer durchs Land. Er kostete seltene Käsesorten, entdeckte eine neue Brotkultur, fuhr mit Fischern aufs Meer und sah zum ersten Mal in seinem Leben Schweine in freier Wildbahn vor Glück rennen. In HEIMAT berichtet er zudem von seinen Gesprächen mit Produzenten, Landwirten und Handwerkern und staunt dabei immer wieder über den kulinarischen Produktreichtum und die Leidenschaft für diese Vielfalt.

Tim Mälzer HEIMAT Alles Käse

Kurzprofil

Titel: HEIMAT
Autor: Tim Mälzer
Herausgeber: Mosaik Verlag
ISBN: 978-3-442-39274-2
Preis: € 19,99

Ausprobiert

Wie bereits erwähnt ist die Auswahl an vegetarischen Gerichten mit Hauptspeisen-Charakter nicht so groß. Und da wir (viel) zu selten Blumenkohl essen, fiel unsere Wahl daher ziemlich schnell auf Blumenkohl mit Kräutersauce. Dieses Gericht ist zwar recht einfach, aber sehr, sehr lecker!

Herr Wallygusto und ich haben die Mengen allerdings ein wenig angepasst, also zwei Kohlköpfe satt nur einem, etwas mehr Creme Fraiche und doppelt so viel Milch und Brühe verwendet. Auch haben wir den Blumenkohl nicht am Stück gelassen, dass fanden wir doof.

Als Beilage gab’s bei uns Salzkartoffeln! Tim Mälzer empfiehlt außerdem Kartoffelpüree.

HEIMAT Tim Mälzer Rezepte

Zutaten für 2 (hungrige) Personen:
  • Salz
  • 1 Zitrone
  • 2 kleine Blumenkohlköpfe
  • 100 ml Milch
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 200 g Creme Fraiche
  • ½ TL Speisestärke
  • 100 g junger Bergkäse
  • ½ Bund Petersilie
  • 4 Zweige Dill
  • 2 Zweige Estragon
  • Cayennepfeffer
Zubereitung:

In einem großen Topf reichlich Salzwasser mit dem Saft einer halben Zitrone aufkochen. Blätter vom Blumenkohl lösen, in Röschen zerteilen und ins Kochwasser geben. Nun zugedeckt 10 bis 12 Minuten garen.

Milch mit Gemüsebrühe, Creme Fraiche und Speisestärke in einem Topf glatt rühren und anschließend unter Rühren erwärmen. Einmal aufkochen. In der Zwischenzeit Käse fein reiben, Petersilie hacken, Dill und Estragon fein schneiden. Käse zusammen mit den Kräutern zur Sauce geben und Käse unter Rühren in der heißen Sauce schmelzen.

Mit Salz, Cayennepfeffer und 1 – 2 Spritzern Zitronensaft abschmecken, dann – wer mag, muss aber nicht sein – mit einem Pürierstab schaumig pürieren. Blumenkohlröschen mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben, auf Küchenpapier abtropfen lassen und auf Teller verteilen. Mit Sauce begossen servieren & an diesem einfachen, aber leckeren Gericht erfreuen!

Blumenkohl mit Käsesauce

Fazit

HEIMAT ist eher die Liebe auf den 2. Blick. Aber das neue Buch von Tim Mälzer hat eindeutig Potenzial, auch wenn viele der Rezepte leider nicht für Vegetarier geeignet sind. Zumindest kann ein Teil davon variiert werden. Und ich will ja nicht überkritisch sein, denn es handelt sich ja auch keineswegs um ein vegetarisches Kochbuch.

Wie bereits erwähnt sind längst nicht alle Rezepte wirklich originell – aber das sollen sie wohl auch nicht sein, geht es doch eher um die behutsame Modernisierung von Klassikern. Ich würde aber sagen, zumindest sind sehr viele sehr nett geraten – siehe mein Blumenkohl mit Käsesauce hier! Die Kräuterbutter, die wir ebenfalls ausprobiert haben, ist zum Beispiel ebenfalls sehr lecker, aber ob ich für die Zubereitung unbedingt Inspiration von Tim Mälzer gebraucht hätte?

Ich werde mich die nächste Zeit auf jeden Fall mehr mit meiner HEIMAT beschäftigen und Euch vielleicht noch das ein oder andere Gericht daraus vorstellen. Ich habe nämlich noch ein paar Rezepte auf meiner immer länger werdenden Liste. 🙂

Vielen Dank an den Mosaik Verlag, der mir das Buch freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Wie immer bleibt davon meine Meinung unberührt. 

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Apfel-Kartoffel-Auflauf  | Blog-Event 

22. Dezember 2014

Nach unserem Umzug Anfang November haben Herr Wallygusto und ich uns gefühlt nur noch von Pasta und Reis ernährt. Da wurde es langsam mal wieder Zeit, etwas mit Kartoffeln zu machen! Unsere hungrigen Überlegeungen gingen erst in Richtung (vegetarischer) Currywurst mit Pommes oder Eintopf. Dann aber erinnerten wir uns an diesen leckeren Apfel-Kartoffel-Schichtauflauf, der früher regelmässig bei uns auf den Tisch kam. Die Säure der Äpfel harmoniert ganz hervorragend mit dem eher ruhigen Temperament der Kartoffeln. Der Auflauf gewinnt so eine angenehme Frische, die einen die Kälte da draußen schnell vergessen und an Sommer denken lässt.

Und da uns dieser Auflauf, obwohl er uns so gut schmeckt, bisher ein Schattendasein führte, darf er sich nun ein bisschen im Rampenlicht sonnen. Und das 2. Blog-Event der lieben Ina von Ina Is(s)t dafür genau die richtige Bühne! Zusammen mit Tina von LECKER & Co möchte sie nämlich einen kleinen Blick in meinen Alltag erhaschen. und wissen, ob ich genauso gerne Aufläufe esse, wie sie. Und wie ich das tue! Neben diesem Kartoffelauflauf liebe ich übrigens ganz arg diesen vegetarischen Tortelliniauflauf mit Cocktailtomaten und Gorgonzola.

Die Idee zu dem Apfel-Kartoffel-Schichtauflauf stammt aus Das große Buch der Vegetarischen Küche*, das schon ziemlich lange bei uns das Kochbuchregal bewohnt, aber aus dem wir eigentlich bisher nur zwei Rezepte gekocht haben. Nachdem dieses Rezept aber ein absoluter Traum ist, sollte ich mich vielleicht wirklich einmal intensiver mit diesem schon etwas älterem Kochbuch auseinandersetzen.

Kartoffel-Schichtauflauf mit Äpfeln

Zutaten für 2 Personen

  • 3 große Kartoffeln
  • 3 mittelgroße grüne Äpfel (z.B. Granny Smith)
  • 1 Gemüsezwiebel
  • 60 g fein geriebener Pecorino
  • 250 ml Sahne (gerne auch die fettarme Variante)
  • 1/4 TL gemahlener Muskat
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • ein paar Zweige frischen Tymian

Zubereitung

Backofen auf 180 Grad vorheizen. In der Zwischenzeit eine Auflaufform mit etwas Butter einreiben.

Kartoffeln und Zwiebel schälen und in dünne Scheiben schneiden. Gemüsezwiebel eventuell vorher noch halbieren. Äpfel ebenfalls schälen, vierteln und Kerngehäuse entfernen. Anschließend in dünne Scheiben schneiden.

Kartoffeln, Äpfel und Zwiebeln abwechselnd in die Auflaufform schichten. Mit einer Lage Kartoffeln abschließen, und diese gleichmässig mit Käse bestreuen.

Sahne mit Pfeffer und Muskat würzen, dann gleichmässig über den Auflauf gießen.

Apfel-Kartoffel-Schichtauflauf in den Backofen schieben und in ca. 45 Minuten goldbraun backen.

Nach einer kurzen Ruhezeit von 5 Minuten mit ein paar Blättchen Thymian bestreuen & genießen! 🙂

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Bunter Herbstknödel mit Kürbis, Parmesan & Salbeibutter | Produkttest

23. Oktober 2014

Schon als Kind habe ich gerne Kartoffelknödel gegessen! Damals – und viele Jahre später noch – allerdings bevorzugt zu Schweinebraten. Als ich Vegetarier wurde, gerieten die Kartoffelknödel (leider) ein wenig in Vergessenheit. Irgendwie mangelte es Herrn Wallygusto und mir an vegetarischen Ideen, zu denen diese runde Köstlichkeit passen würde. Dann hatten wir einen Geistesblitz – Seitan-Gulasch!  Und was soll ich sagen? Kartoffelknödel schmecken dazu fast noch besser als Spirelli-Nudeln!

Das Kartoffelknödel nicht nur eine tolle Beilage, sondern auch ein 1a Hauptgericht sind, möchte ich Euch mit diesem Gericht beweisen! Der Kartoffelspezialist Burgi’s hat mich nämlich zum Bloggerknödelevent eingeladen und haben gefragt, was ich aus einer Packung Burgis Knödelteig anstellen würde. Herausgekommen ist diese fantastische Variante mit einer Füllung aus Kürbis, Parmesan und Pinienkernen. Dazu gibt es eine „leichte“ Salbeibutter.

Und während ich am Wochenende auf dem Bloggerknödelevent alles über die Kunst der Knödelherstellung lerne, könnt Ihr daheim mit dem Rezept für den Bloggerknödel selbst eine Runde üben. 🙂

Burgis Kartoffelknödel mit Kürbis

Zutaten für 4 – 5 Knödel

Für die Knödel:

  • 1 Packung Burgis Knödelteig (750 g)
  • 150 g Hokkaido
  • 1 EL Pinienkerne
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Olivenöl
  • 50 g Parmesan
  • 1 EL Sherry
  • 40 ml Gemüsebrühe
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat gemahlen

Für die Salbeibutter:

  • 70 g Butter
  • 9 Salbeiblätter
  • 1 Prise Salz

Zubereitung

Kürbis in sehr kleine Würfelchen schneiden, Parmesan reiben.

Pinienkerne in einer kleinen Pfanne ohne fett anrösten. Anschließend abkühlen lassen und klein hacken.

Zwiebel und Knoblauch häuten, fein hacken und in einer kleinen Pfanne mit Olivenöl glasig dünsten.

Burgis Kartoffelknödel mit Kürbis2

Kürbisfruchtfleisch zugeben, kurz mitschwitzen, mit Sherry ablöschen und die Brühe angießen. Kürbisgemüse bei mittlerer Hitze mit geschlossenem Deckel so lange köcheln lassen, bis der Kürbis weich ist.

Pinienkerne und die Hälfte des Parmesans untermischen und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Knödelteig in eine große Schüssel geben und kurz durchkneten. Kugeln formen, flach drücken und mit Kürbisgemüse füllen. Anschließend vorsichtig zu Knödeln formen.

Knödel in kochendes Salzwasser geben und 25 – 30 Minuten ziehen lassen.

In der Zwischenzeit 75 g Butter in einer kleinen Pfanne aufschäumen, 9 Salbeiblättchen und 1 Prise Salz untermischen.

Burgis Kartoffelknödel mit Kürbis1

Fertige Knödel aus dem Salzwasser nehmen. Auf einem Teller mit Salbeibutter und mit Parmesan bestreut servieren.

Vielen Dank an dieser Stelle an Burgi’s, die mir ihre Produtke kostenlos und unverbindlich zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung bleibt davon natürlich wie immer unbeeinflusst.

PS: Herr Wallygusto und ich sind übrigens auch fähig, Knödel selbst zu machen. 🙂

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Spinat-Gnocchi-Auflauf mit Pinienkernen

6. Oktober 2014

Wer von Euch hat schon als Kind gerne Spinat gegessen? Hände hoch! Wie, keiner?

Damit seid Ihr nicht allein, denn als Kind habe mich heftig gegen das grüne Zeug gewehrt! Wenn es sein musste, sogar wieder ausgespuckt! Erst später habe ich festgestellt, dass Spinat gar nicht so schlecht schmeckt. Erst mit Spiegelei und Salzkartoffeln, viel später dann bevorzugt in Lasagne oder Spätzle…der gute Spinat erfreute sich zunehmender Beliebtheit bei mir. Natürlich war daran der starke Seemann Popeye nicht ganz unbeteiligt. 🙂

Spinat ist nicht nur lecker, sonder auch gesund! Zwar längst nicht so gesund, wie uns die Gerüchte glauben machen wollen, aber innerhalb der Gemüsearten ist der Eisengehalt hoch. Ganze 3,5 Milligramm finden sich in 100 Gramm frischen Spinat!

Aber zurück zum Verzehr und somit zum Geschmack! Eine Kombination, die an Perfektion nicht zu übertreffen ist, ist Spinat mit Gorgonzola. Die beiden im Geschmack sehr eigenen Lebensmittel harmonieren einfach zu gut miteinander, als dass ich Euch diesen tollen Auflauf mit Gnocchi vorenthalten könnte!

Dieses leckere Rezept stammt im Original von LECKER.de und wurde von mir geringfügig adaptiert.

Spinat-Gnocchi-Auflauf mit Pinienkernen2

Zutaten für 2 Personen

  • 220 g gehackter Blattspinat (TK)
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Olivenöl
  • 70 g Sojaschnetzel
  • etwas heiße Gemüsebrühe
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 leicht gehäufter EL Mehl
  • gekörnte Brühe
  • 250 g Sahne zum Kochen
  • 50 g Gorgonzola
  • 1 Kugel Büffelmozzarella
  • 1 Päckchen Gnocchi (Kühlregal)
  • 18 g Pinienkerne

Zubereitung

Sojaschnetzel in eine Schüssel geben und mit heißer Brühe übergießen und 15 – 20 Minuten einweichen. Anschließens Sojaschnetzel in ein Sieb geben und abtropfen lassen.

100 ml Wasser und tiefgefrorenen Spinat in einen Topf geben und zugedeckt bei mittlerer Hitze 15–20 Minuten erwärmen. Dabei mehrmals umrühren und zum Schluss kurz aufkochen.

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln.

Olivenöl in einer Schmorpfanne erhitzen, Sojaschnetzel vorsichtig darin anbraten. Zum Schluss Zwiebel und Knoblauch dazugeben und kurz mitbraten. Mit etwas Mehl bestäuben, unter Rühren anschwitzen, mit Sahne ablöschen und gekörnte Brühe zugeben. Unter Rühren aufkochen und zugedeckt ca. 5 Minuten köcheln lassen. Zwischendurch immer wieder umrühren.

Gorgonzola in Stücke schneiden, in die Soße geben und unter Rühren darin schmelzen. Spinat in die Sojaschnetzelsoße geben, nochmals kurz aufkochen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Büffelmozzarella abtropfen lassen und in Scheiben schneiden.

Gnocchi in kochendes Salzwasser geben und gemäß Packungsanleitung darin gar ziehen lassen. Anschließend in ein Sieb gießen, abtropfen lassen und in eine ofenfeste Form geben. Gnocchi mit Spinat-Sojaschnetzelsoße begießen, mit Büffelmozzarella belegen und Pinienkernen darüber streuen.

Nun im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 200 °C/ Umluft: 175 °C/ Gas: Stufe 3) 25–30 Minuten überbacken.

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Couscous und Kichererbseneintopf mit Spinat und Safran | Filmrezepte | Buchvorstellung

22. September 2014

Das Kochen und Kino viel gemeinsam haben, war mir bisher nicht bewusst. Tatsächlich verbindet diese beiden Bereiche aber sehr viel, nämlich Emotion und Leidenschaft, Sinnlichkeit und Kultur. Dieser besonderen Verbindung aus zwei unglaublich kreativen und emotionalen Bereichen hat der Callwey Verlagen bereits im Februar 2014 ein ganz besonders Kochbuch gewidmet.

Tatsächlich werden in Filmrezepte sage und schreibe 25 Filme vorgestellt, in denen Essen eine wichtige Rolle spielt. Darunter auch einige der größten Meisterwerke der Filmgeschichte, wie etwa “Das große Fressen”, “Bella Martha” oder “Ratatouille”. Die Themen Kochen und Essen werden dabei berührend und unvergesslich in Szene gesetzt.

Die in Filmrezepte präsentierten Filme reichen dabei von wahren Klassikern bis hin zu kleineren, feinen Produktionen. Ein Teil der Filme wurde bereits im “Kulinarischen Kino” auf der Berlinale gezeigt und hat dort großen Anklang gefunden.

Autoren

Die Autoren des Buches kennen sich bestens aus, wenn es um das Thema Kochen kocht. Thomas Struck arbeitet nicht nur als freier Regisseur und gehört zu den erfolgreichen deutschen Filmemacher, er ist auch Kurator für kulinarisches Kino bei mehreren europäischen Film Festivals.

Die Drehbuchautorin Karin Laudenbach hat mit Thomas Struck schon bei diversen Projekten zusammengearbeitet.

Jörg Lehmann fotografiert seit vielen Jahren für europaweite Buchproduktionen und bekannte deutsche Magazine wie „Der Feinschmecker“ und „essen & trinken“.

Optik

Schon der gold-glänzende Umschlag von Filmrezepte ist ein echter Hingucker! Filmrezepte hebt sich so ziemlich spektakulär von den vielen anderen Kochbüchern mit Nudeln, Gemüse oder Burgern auf dem Cover ab.

Cover wurde von CALLWEY zur Verfügung gestellt

Cover wurde von CALLWEY zur Verfügung gestellt

Und innen geht es ähnlich weiter! Sowohl Filme als auch die dazugehörigen Rezepte sind üppig und ansprechend bebildert. Die Schriftfarbe ist braun, was ich ein wenig ungewöhnlich, aber sehr edel finde. Hier könnt Ihr übrigens einen Blick in Filmrezepte werfen.

Praktisch finde ich das braune Leseband, mit dem sich das einmal ausgewählte Rezept leicht wieder finden lässt. Noch besser wäre es, wenn es noch 1,2 zusätzliche Lesebänder geben würde. Die Auswahl der Rezepte ist schließlich groß und so wäre es leichter, den Überblick zu behalten.

Rezepte

Zu jedem Film gibt es ein Gänge-Menü, dass von deutschen Spitzen-und Sternköchen präsentiert wird und die Atmosphäre der Geschichte widerspiegelt. Der gewillte Leser hat so die Möglichkeit, sein eigenes “Kulinarisches Kino” nachzuempfinden und den Film auf einer ganz neuen Ebene neu zu erfahren, für sich selbst oder gemeinsam mit anderen.

Obwohl die Rezepte sehr fleisch-und fischlastig sind, finden sich einige sehr exquisite vegetarische Gerichte darunter. Auch die Dessertvorschläge klingen sehr lecker und sehen einfach verführerisch aus.

Passend zu den Menüs gibt es eine Getränkeempfehlung. Ein sehr stimmiges Konzept, wie ich finde.

Die Gestaltung der Rezepte ist für meinen Geschmack etwas unglücklich geraten. Zwar wird eine Unterteilung in die verschiedenen Rezeptbestandteile vorgenommen, Absätze fehlen jedoch. Die Rezepte sind daher ein wenig unübersichtlich. Da ich beim Kochen gerne mal etwas hektisch werde, verliere ich dadurch leicht den Überblick.

Kurzprofil

Titel: Filmrezepte
Autor: Thomas Struck / Karin Laudenbach
Herausgeber: Callwey Verlag
ISBN: 978-3-7667-2075-7

Ausprobiert

Da ich die Kombination aus Spinat und Kichererbsen unwiderstehlich finde und wir Berge an Couscous in der Speisekammer haben, gibt es heute Couscous und Kichererbseneintopf mit Spinat und Safran für Euch. Edward Espe Brown hat das Rezept für den Film How to cook your Live von Doris Dörrie kreiert.

Kichererbsen-Eintopf mit Spinat 1

Zutaten für 4 – 6 Personen

Für den Kichererbseneintopf:

  • 200 g Kichererbsen (oder – falls ein Küchenmaleur passiert – 1 Dose)
  • 1 Zwiebel
  • 1 TL Olivenöl
  • 3 Knoblauchzehen, gehackt
  • 20 Safranfäden (oder etwas gemahlener Safran)
  • Salz
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • 450 g Spinat (alternativ TK, aufgetaut)

Für den Couscous:

  • 1 Prise Salz
  • 250 g Couscous

Zubereitung

Kichererbsen waschen und in 1,5 l Wasser über Nacht einweichen, mindestens aber 4-5 Stunden. Anschließend Kichererbsen im Einweichwasser zum Kochen bringen und etwa 1 Stunde lang leicht sprudelnd kochen, bis sie weich sind. Den Deckel dabei einen Spalt offen lassen und regelmäßig kontrollieren, ob die Kichererbsen noch mit genug Wasser bedeckt sind. Die regelmäßige Kontrolle ist sehr wichtig, wie ich feststellen durfte. Zum Glück hatte ich noch eine „Notfalldose“ Kichererbsen in der Vorratskammer. 🙂

Zwiebel schälen, würfeln und in einem großen Topf in Olivenöl glasig dünsten.

Knoblauch schälen, hacken und hinzufügen, 1-2 Minuten mitdünsten.

Gekochte Kichererbsen dazugeben und mit etwas Kochwasser angießen. Mit den Safranfäden sowie etwas Salz und Pfeffer würzen. Alles etwa 14 Minuten köcheln lassen.

Dicke Stiele vom Spinat entfernen, Blätter waschen und quer in etwa 2 cm breite Stücke schneiden. Den Spinat zu den Kichererbsen und Zwiebeln geben und zugedeckt 1-2 Minuten dünsten, bis er zusammenfällt. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

250 ml Wasser in einem Topf mit dicht schließendem Deckel zum Kochen bringen. Salz hinzufügen, Couscous einrühren, Deckel auflegen und vom Herd nehmen. Nun Couscous 5 Minuten quellen lassen, anschließend mit einer Gable auflockern oder zwischen den Händen fein zerkrümeln. Bis zum Servieren ruhen lassen.

Couscous in tiefe Teller füllen und Kichererbseneintopf darauf verteilen.

Fazit                                    

Eigentlich mag ich ja keinen Safran, denn ich finde, dass er muffig und seltsam schmeckt. Der Kichererbseneintopf wird durch den Safran aber erst richtig interessant. Und schmeckt wirklich sehr, sehr gut! Einfach lecker!

Der Funke ist – obwohl ich Kochen und Kino gleichermaßen liebe – leider trotzdem nicht ganz übergesprungen. Für meinen Geschmack enthält das Buch zu wenig vegetarische Gerichte. Und Nachspeisen esse ich zwar sehr gerne, bereite sie aber zuhause eher selten zu.

Vielen Dank an den Callwey Verlag, der mir das Buch freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Wie immer bleibt davon meine Meinung unberührt. 

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Scharfe feuergeröstete Ballerine mit Kichererbsen & Tomaten

16. Juli 2014

Irgendwie werde ich immer, wenn es um Pasta geht, auf dem Blog von Sabine fündig. Das letzte Mal ist dabei die wohl schärfste Pasta all‘ Arrabiatta außerhalb Italiens herausgekommen. Diesmal hat es mir ein Gastbeitrag ganz besonders angetan: Die Tofutante hat vor Kurzem vegane Tagliatelle mit Kichererbsen gekocht. Es handelt sich hierbei um das gut gehütetes Familienrezept einer richtigen italienischen „Mamma“. Und so habe ich mich mal wieder ein wenig inspirieren lassen.

Dass es sich bei meinem Gericht um eine geheime Rezeptur handelt, kann ich nun zwar nicht behaupten, aber die Kombination Kichererbsen und Pasta geht immer. Und das Rezept ist schnell zubereitet und sooo lecker, dass wir es zwischenzeitlich schon zweimal gekocht haben.

Kichererbsen sind – neben Bulgur, Hirse, Polenta und Couscous – übrigens auch die Lieblinge der Herzensköchin. Die ist nun schon ein Jahr online und hat den kleinen Kerle zum 1. Bloggeburtstag gleich mal ein nettes Event spendiert.

Blogevent Herzensköchin

Zutaten für 2 Personen

  • 250 g Fire Roasted Ballerine von Ppura (oder beliebige andere Pasta)
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 8 getrocknete Tomaten
  • 2 große Tomaten
  • 1 Dose Kichererbsen
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Paprikapulver edelsüß
  • 2 getrocknete Peperoncini
  • nach Bedarf Tomatenmark
  • 1 Zweig Rosmarin

Zubereitung

Nudeln nach Packungsanleitung kochen. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein haken, Kichererbsen in einem Sieb abtropfen lassen. Tomaten waschen und grob hacken, getrocknete Tomaten ebenfalls zerkleinern. Rosmarin waschen, trocken schütteln, Nadeln abstreifen und klein schneiden.

Zwiebel in einer tiefen Pfanne mit etwas Olivenöl glasig dünsten. Anschließend Tomaten, Knoblauch und Kichererbsen dazugeben und kurz mitdünsten.

Tomaten-Kichererbsen-Mischung mit Salz, Pfeffer, Peperoncini, Paprikpulver und Tomatenmark würzen und weiter braten, bis die Tomaten zerfallen sind.

Nudeln abgießen, in die Pfanne geben, gut untermischen und alles nochmal kurz erhitzen.

Wir haben uns diese Pasta mit Pecorino bestreut schmecken lassen. Wer keinen Käse mag, lässt ihn einfach weg und hat ein super veganes Gericht!

Kartoffeln | Hülsenfrüchte KochBuchvorstellungen Lieblingsrezepte

Kichererbsen-Panisses | Ducasse Nature | Buchvorstellung #ducassetour

24. März 2014
Kichererbsen-Panisses

Wenn ich an die französische Küche denke, fallen mir zuerst Froschschenkel und Schildkrötensuppe ein. Ob das an den Plastiktüten einer deutsche Supermarktkette liegt, die bereits 1984 diese „Spezialitäten“ aus dem Angebot strich? Keine Ahnung. Jedenfalls war ich anfangs sehr skeptisch, als Sabrina und Steffen von Feed me up before you go-go fragten, ob ich an der Aktion Ducasse auf Reisen mitmachen wolle. Schließlich geht es hierbei um das neue Kochbuch Ducasse Nature von Alain Ducasse, seines Zeichens französischer Sternekoch. Und kochen die nicht immer mit viel Fleisch und Meeresfrüchten?

Ein erster Blick in das Buch belehrte mich schnell eines besseren, denn es geht auch anders. Nämlich mit Gemüse. Mit viel Gemüse sogar. Nachdem Alice im Kulinarsichen Wunderland und dann auch noch Herr Wallygusto sofort Feuer und Flamme waren, war die Sache schnell klar: Wir gehen also dank dem Hädecke-Verlag mit Herrn Ducasse auf die Reise :-).

Der Autor

Zugegeben, bis zu dieser Aktion haben Herr Wallygusto und ich nie zuvor von Alain Ducasse gehört. Dabei ist er tatsächlich der erste Koch, der mit je drei Michelin-Sternen für drei Restaurants gleichzeitig ausgezeichnet wurde. Dabei beweist Alain Ducasse immer wieder, dass man durchaus erfolgreicher, inspirierter Unternehmer, Sternekoch, Mentor und Autor in Einem sein kann. Die mediterrane Küche ist sein Markenzeichen!

Ducassetour

Das Buch

Der erste Band der neuen Reihe Ducasse Nature ist ein Grundlagen-Kochbuch. Insgesamt 190 Rezepten vereinen eine saisonale und gesunde Ernährung mit der Raffinesse der französischen Küche.

Die Aufmachung ist sehr hochwertig, vor allem der – sagen wir mal „gepolsterte“ Umschlag macht ordentlich was her. Ich habe es leider trotzdem geschafft, eine kleine Macke oben links hineinzumachen. Asche auf mein Haupt :-(!

Auch die Fotos zu den Rezepten sind sehr ansprechend gestaltet. Schade nur, dass nicht jedes Gericht bebildert ist. Ich gehe bei der Auswahl der Rezepte immer sehr stark nach der Optik, darum sind Rezeptfotos für mich ein sehr wichtiger Punkt. Als „Entschädigung“ gibt es aber einige witzige Illustrationen, die Ducasse Nature gewisse Leichtigkeit geben. Typisch französisch halt!

Die Zubereitung der Gerichte ist verständlich erklärt und wird durch praktische Tipps der Autoren ergänzt.

Ein nettes Extra ist die Einkaufsliste zum Buch in Form eines kleinen Booklets zum Herausnehmen. Ich verwende so etwas zwar nicht, aber ich könnte mir vorstellen, dass es dem einen oder anderen Kochanfänger das Einkaufen wesentlich erleichtert.

Ducasse Nature erscheint Mitte April im HAEDECKE Verlag.

Die Rezepte

Herr Wallygusto und ich haben insgesamt drei Rezepte aus Ducasse Nature ausprobiert, die zwar sehr leicht, dafür aber recht zeitintensiv in der Zubereitung sind. Aber die Zeit ist gut investiert, denn alle Gerichte waren geschmacklich einfach hervorragend!

Die Mengenangaben kamen uns zum Teil allerdings ein wenig spanisch – oder soll ich sagen französisch? – vor. Eine ganze Knoblauchknolle finden wir für 4 Personen ein wenig übertrieben. Und wer kann schon sechs Auberginen in lediglich 1- 2 EL Olivenöl anbraten?

Sehr spannend fanden wir die Kichererbsen-Panisses! Eine geschmackliche Offenbarung war die Frischkäsecreme, die dazu gereicht wird. Die Kombination aus Ziegenfrischkäse, frischen Koriander und gerösteten Kürbiskernen gibt sicherlich auch eine optimale Brotzeit für den Biergarten ab.

Und damit auch Ihr in den Genuss kommen könnt, präsentieren wir Euch hier das Rezept für knusprige Kichererbsen-Panisses mit Frischkäsecreme!

Ducassetour

Zutaten für 4 Personen

Für den Teig:

  • 1 l Wasser
  • 25 g Butter
  • Olivenöl
  • 250 g Kichererbsenmehl

Für die Creme:

  • 125 g Ziegenfrischkäse
  • 1 Stängel Basilikum
  • 1 Stängel Koriander
  • 2 Knoblauchzehen
  • Olivenöl
  • 1 kleine Handvoll Kürbiskerene

Für die Panisses:

  • 2-3 EL Olivenöl
  • Salz und Peffer, frisch gemahlen

Zubereitung

Panisses:

500 ml Wasser mit Butter und einem Faden Olivenöl erhitzen.

Kichererbsenmehl in eine Schüssel geben, unter ständigem Rühren nach und nach das restliche Wasser zugießen, bis eine glatte, aber durchaus recht flüssige, Paste entsteht.

Die Paste durch ein Sieb passieren und in das kochende Butterwasser geben. Die Paste wird nun relativ schnell dick(flüssig). 20 Minuten sanft köcheln lassen, dabei regelmäßig umrühren damit der Teig nicht am Topf anklebt bzw. anbrennt.

Eine rechteckige Kuchenbackform mit Öl auspinseln, gegarten Teig hineingeben und leicht andrücken, damit die Luft entweicht. Mit Frischhaltefolie abdecken, abkühlen lassen und anschließend für etwa sechs Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Das geht natürlich auch über Nacht.

Frischkäsecreme:

Ziegenfrischkäse mitsamt Flüssigkeit in eine Schüssel geben.

Kräuter waschen und trocknen, Blätter abzupfen und klein hacken. Knoblauchzehen mit einer Gabel zerdrücken und beides unter den Käse rühren. Einen Faden Olivenöl untermischen und Käsecreme kalt stellen.

Kürbiskerne in einer heißen Pfanne ohne Fett kurz rösten. Kerne abkühlen lassen und anschließend unter die Frischkäsecreme mischen.

Fertigstellen:

Nach der Ruhezeit Teig aus der Form stürzen, in Stäbchen schneiden und, falls er feucht ist, trocken tupfen.

Olivenöl  in einer Pfanne erhitzen und die Panisses darin unter mehrfachen Wenden knusprig ausbacken. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und ordentlich mit Salz und Pfeffer bestreuen. Das ist wichtig, denn ansonsten schmecken die Panisses nach nicht viel.

Panisses zusammen mit Frischkäsecreme servieren.

Das Fazit

Ducase Nature ist ein modernes, schön aufgemachtes Kochbuch mit erfreulich vielen vegetarischen Rezepten. Die Zubereitung der Gerichte ist einfach und wird sehr anschaulich erklärt.

Uns hat die Zeit mit Monsieur Ducasse viel Freude bereitet und wir finden es sehr schade, dass er uns schon wieder verlässt. Aber vielleicht kommt er uns ja bald wieder besuchen, der Franzose mit den gesunden und natürlichen Rezepten!

Als nächstes darf sich Sandra von From-Snuggs-Kitchen auf seinen Besuch freuen. Mehr über die #ducassetour könnt Ihr dann bei Sandra auf dem Blog oder auf Mizzis Küchenblog, dem Genußverlagsblog von Hädecke, lesen.

In diesem Sinne: Bon voyage, mon cher Monsieur Ducasse!

Alain Ducasse Ducasse Nature – einfach, gesund und gut (Affliliatelink)
HÄDECKE VERLAG, ISBN 978-3-7750-0632-3, € 29,95 

Kartoffeln | Hülsenfrüchte Lieblingsrezepte

Aloo paratha – indisches Fladenbrot mit würziger Kartoffelfüllung

12. Januar 2014
Alu Paratha mit Chawal, raita zu Maha brinjal

Wir Wallygustos essen gerne indisch und so werden auch gerne indische Restaurants in anderen Städten ausprobiert. Bei einem Ausflug nach Hamburg sind wir auf Empfehlung im „Maharaja“ gelandet wo wir das erste Mal auf besagte „Aloo paratha“ bzw. „Alu paratha“ gestoßen sind.

Lange hat es gebraucht, bis ich mich an diese Fladen selbst herangewagt habe, ist doch indisch kochen auch ohne zusätzliche, relativ aufwendig erscheinende Beilagen, an sich schon immer recht zeitintensiv. Als eines Abends Wallygusto auf einem Bloggertreffen weilte und ich noch einen ordentlichen Rest eingefrorenes Curry im Gefrierfach entdeckte wurde nicht lange gefackelt und das quasi schon fertige Curry auf den Herd gestellt und die gewonnene Zeit genutzt um sich an „Alu paratha“ zu wagen.

Ein Rezept als Inspiration war schnell im Buch Vedische Kochkunst (Affiliatelink) von Adiraja Dasa gefunden. Da indische Küche sich sehr gut zum Variieren eignet, habe ich das Rezept jedoch an einigen Stellen nach meinen Vorstellungen verfeinert. Vor allem bei Art und Menge der Gewürze und beim verwendeten Mehl sollte man sich von seinen Wünschen leiten lassen und etwas rumexperimentieren. So verwende ich gerne eine Mischung aus Roggen und Dinkel Vollkornmehl da ich dies besonders herzhaft finde.

Nachdem aus diesem Experiment eine wahnsinnig leckere Beilage entstanden ist, gibt es diese im Hause Wallygusto immer mal wieder zu einen unsere indischen bzw. vedischen Curries.

Zutaten für 2 Personen

Für den Teig:
  • 150 g Mehl (z.B. Gemisch aus Roggen und Dinkel Vollkornmehl)
  • 2 EL Butter (am einfachsten gefroren)
  • 60 -75 ml Wasser lauwarm (Menge abhängig von der Mehlsorte)
  • Etwas Salz
Für die Füllung:
  • 2 kleine bis mittlere Kartoffeln, mehlig oder mittelfest kochend
  • ¼  – ½ TL Kreuzkümmelsamen (Cumin)
  • ¼ – ½ TL getrocknete Chilis, zerstoßen
  • ¼ – ½ TL  Kurkuma, gemahlen (Turmeric)
  • ¼ TL Koriandersamen, zerstoßen
  • 2 grüne Kardamonkapseln, zerstoßen
  • 2 Nelken, zerstoßen
  • ½ TL Ingwer, geriebenem
  • 1 EL Koriander- oder Petersilienblätter, gehackt
  • ½ TL Salz
  • 2-3 EL Öl (z.B. Rapsöl) oder zerlassene Butter (ghee)

Zubereitung

Zunächst die Kartoffel(n) zum weichkochen aufsetzen. Nun für den Teig das Mehl und das Salz sorgfältig vermischen und die Butter hinein reiben. Das geht besonders gut, wenn die Butter noch leicht gefroren ist. Nun fügt man unter Rühren das Wasser vorsichtig hinzu bis ein Teig entsteht, der sich bereits von der Schüssel deutlich abhebt und eine geschmeidige Konsistenz erhält. Diesen Teig dann noch einige Minuten mit den Händen durchkneten. Er sollte möglichst glatt und elastisch sein. Sollte er zu trocken geraten sein und Risse bekommen, vorsichtig noch etwas Wasser hinzufügen. Den Teig als Klumpen in eine Schüssel geben und mit einem feuchten Tuch abdecken und ca. eine halbe bis eine Stunde ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die weichgekochten Kartoffeln abschrecken, schälen und mit einer Gabel zerdrücken. 1-2 EL Öl oder ghee in eine Pfanne geben und erhitzen. Zunächst die Kreuzkümmelsamen für einige Sekunden hineingeben und anrösten, dann die restlichen Gewürze inklusive Ingwer hinzugeben und ebenfalls für einige Sekunden mit rösten. Zu diesen Gewürzen nun die zerdrückten Kartoffeln geben und für zwei bis drei Minuten unter ständigem Rühren anbraten. Zuletzt noch das Salz und die Koriander- bzw. Petersilienblätter hineinrühren und die Kartoffelmischung zum Abkühlen beiseite stellen.

Sobald die Füllung weitestgehend kalt ist, aus dem Teig 6 Kugeln formen und diese zu ca. 15cm große Fladen ausrollen. Die Oberfläche mit etwas ghee oder Öl bestreichen und einen EL Kartoffelmischung in die Mitte des Fladens geben.

Den Fladen über die Füllung zusammenschlagen, verdrillen und den überstehenden Teig abreißen.
Diesen gefüllten Teigklumpen nun vorsichtig flachdrücken und so dünn wie möglich ausrollen ohne das der Teig reißt und die Füllung durch den Teig bricht. Sollte es dennoch geschehen, ist dies kein Beinbruch, schmecken die Fladen doch trotzdem herrlich, sehen jedoch eventuell nicht ganz so perfekt aus. Aus den übrig gebliebenen Teigresten noch einen kleinen, nicht gefüllten, Fladen ausrollen. Wir wollen doch nichts verschwenden.

Nun die Fladen in etwas Öl oder ghee in einer Pfanne langsam, unter mehrmaligem Wenden anbraten bis beide Seiten knusprig und goldbraun sind
01 Paratha Fladen 02 Alu Füllung 03_AP_kl   04 Alu paratha in der Pfanne

Jetzt lediglich noch mit dem Curry servieren und genießen. Dazu passt auch gut ein raita. Und wenn wir für Besuch kochen, dann gibt es auch gerne mal paratha, Reis (chawal) und raita als Beilage.

Und glaubt mir, wenn Ihr diese leckeren Fladen ein paarmal gemacht habt, dann funktioniert das auch neben der Curry Zubereitung leicht und ohne große Hektik.

Kartoffeln | Hülsenfrüchte Lieblingsrezepte

Palak baingan aur channa – Spinat mit Auberginen, Tomaten und Kichererbsen

30. März 2013

Die vedische Küche ist die ursprüngliche indische Kochkunst. Sie wird heute noch in vielen Tempelküchen und auch in Haushalten Indiens angewandt. Es gibt eine große Auswahl an vegetarischen Gerichte ohne Fisch, Fleisch oder Ei. Schön dabei ist, dass die vedische Küche weitestgehend fettfrei ist. Der Geschmack kommt aber dennoch nicht zu kurz, da eine Vielfalt an Gewürzen und Kräutern zum Einsatz kommt.

Da wir Wallygustos gerne Indisch kochen & essen, hat uns eine gute Freundin vor einigen Jahren das Kochbuch Vedische Kochkunst (Affiliatelink) von Adiraja Dasa geschenkt. Dieses Rezept ist nur eines von vielen, die es lohnt nachzukochen.

Zutaten für 2 Personen

  • 1 Dose Kichererbsen
  • 3 EL Pflanzenöl
  • 1 TL Kreuzkümmelsamen
  • 2 Chilis entkernt & kleingeschnitten
  • 2 TL Ingwer gerieben
  • 1 TL Koriander gemahlen
  • 1 TL Kurkuma
  • 2 kleine Auberginen grobgewürfelt
  • 6 Tomaten kleingeschnitten
  • 400 g Blattspinat (TK)
  • 4 EL Wasser
  • 2 TL Salz
  • 1 EL Butter

Zubereitung

Das Pflanzenöl in einem mittleren Topf auf mittlerer Flamme erhitzen. Wenn es heiß ist, der Reihe nach Kreuzkümmelsamen, Chili, Ingwer, Koriander und Kurkuma hineingeben und für ca. 30 Sekunden unter Rühren andünsten.

Auberginenstücke hinzufügen und unter Wenden anbräunen.

Tomaten und gehackten Spinat dazugeben, anschließend noch Wasser und Salz. Die Flamme auf mittlere bis niedrige Stufe stellen, den Topf bedecken und für ca. 10 Minuten köcheln lassen.

Kichererbsen unterrühren und Butter hinzufügen. Auf niedriger Temperatur ohne Deckel weiterkochen lassen, dabei immer wieder umrühren, bis der größte Teil der überschüssigen Flüssigkeit verkocht ist.

Mit „nimbu chawal“ (Zitronenreis) oder „alu paratha“ (indisches Fladenbrot) servieren. Einfacher Reis tut es aber auch. Wir haben es diesmal mit „masala bhat“, das ist ein Gewürzreis, gegessen.

Kartoffeln | Hülsenfrüchte Lieblingsrezepte

Sahniges Linsensugo

3. Februar 2013

Linsen sind ja so gesund, denn sie enthalten jede Menge Protein, sehr viele Ballaststoffe und wenig fett. Eine besonders schicke Sorte ist die aus Nordamerika stammende Belugalinse. Die Bezeichnung kommt daher, weil sie optisch tatsächlich ein bisschen wie Belugakaviar aussieht: Klein, schwarz und glänzend. Auch gilt sie – wie der Kaviar auch- als besonders edel im Geschmack. Tatsächlich entwickeln Belugalinsen beim Garen ein nussiges Aroma. Beliebt bei Spitzenköchen, bleibt diese Linsen nach dem Kochen eher fest und zerfallen dabei nicht so leicht wie andere Linsensorten.

Weil ich ein totaler Fan dieser kleinen Eiweißbomben bin, habe ich ein wenig im Internet gesucht und bin schließlich auf www.chefkoch.de auf dieses Rezept gestoßen. Ich habe dieses im Laufe der Zeit ein wenig abgeändert, vor allem was die Mengenangaben angeht. Optisch ist es übrigens nicht besonders ansprechend, denn die Linsen werden durch das Kochen eher gräulich, aber es riecht unglaublich lecker und schmeckt hervorragend zu Nudeln! Probiert es einfach mal aus.

Zutaten für 2 Personen

  • 1 mittelgroße (rote) Zwiebel
  • 2 EL Olivenöl
  • 125 ml Gemüsebrühe
  • 100 g Belugalinsen
  • 1 Dose Tomaten gestückelt
  • etwas Tomatenmark
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Schuß Sherry
  • 2 TL Chilipulver
  • 1 Prise Zucker
  • 125 ml Sahne
  •  Salz
  •  Pfeffer
  •  Parmesan
  • 220 g (Vollkorn)Pasta

Zubereitung

Zwiebel schälen, würfeln und im Öl glasig dünsten. Knoblauchzehe klein schneiden und kurz mit anbraten.

Mit Gemüsebrühe aufgießen, Linsen zugeben und 5 Minuten köcheln lassen.

Tomaten und Tomatenmark sowie den Sherry dazugeben, alles 5 Minuten köcheln lassen.

Die Sahne angießen, mit Chilipulver und Zucker würzen und ca. 30 Minuten reduzieren lassen. Jetzt kann man die Zeit nutzen, um Nudeln seiner Wahl kochen.

Das Sugo am Schluß mit Salz und Pfeffer abschmecken, auf die Nudeln geben und mit reichlich Parmesan bestreuen.

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