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Mitbringsel

Eingemachtes Lieblingsrezepte Mitbringsel

Apfel-Chili-Chutney mit Ingwer

10. Februar 2017
Apfel-Chili-Chutney mit Ingwer

Eigentlich habe ich nicht viel für’s Einmachen übrig: Klar essen Herr Wallygusto und ich ab und an Marmelade. Jedoch reicht uns ein kleines Glas gefühlt ein ganzes Jahr – weswegen ich auch keine Lust habe, stundenlang in der Küche zu stehen und Obst einzukochen. Und überhaupt Obst – können andere kaum einen Tag ohne überleben, kommen bei mir nur ganz selten Apfel & Co. in die Tüte. Viel, viel lieber esse ich da schon Gemüse! Und das am liebsten roh und mehrmals die Woche.

Aber wenn ich an etwas einen richtigen Namen gefressen habe, dann ist es Chutney! Und da darf es dann auch ruhig fruchtiges, süßes Obst sein. Vor allem Chutneys mit Äpfeln haben es mir besonders angetan! Das könnte aber daran liegen, dass mein erstes Werk ein Apfel-Salbei-Chutney war. Oder aber, dass süß-säuerlicher Apfel einfach ganz hervorragend zu Käse passt. 😉

Natürlich einmachen

Mein neuester Versuch ist ein fruchtig-scharfes Apfel-Chili-Chutney mit Ingwer aus Natürlich einmachen, dass ich Euch bereits vor einiger Zeit ausführlich vorstellen durfte. Wie schon so oft habe ich das Rezept hier und da ein wenig an meine Bedürfnisse angepasst.

Wer auf der Suche nach weiteren Ideen ist, wie man Obst haltbar machen kann, sollte unbedingt einen Blick in dieses tolle Kochbuch werfen – ich persönlich werde auf jeden Fall noch ganz viele Rezepte ausprobieren.

Apfel-Chili-Chutney mit Ingwer

Für 5-6 Gläser (ca. 180 ml)

  • 1 kg süß-säuerliche Äpfel (z.B Boskop)
  • 100 ml trockener Weißwein
  • 150 ml naturtrüber Apfelsaft
  • 30 g Ingwerwürfelchen
  • 1 – 2 rote Chilis, aufgeschnitten, entkernt, in Streifchen
  • 180 g Zucker
  • 1 Zitrone, Saft
  • 1 Prise Paprikapulver scharf
  • 1 Prise Salz
  • nach Belieben frisch gemahlener Pfeffer

Vorbereitung

Äpfel schälen, vierteln und entkernen. Anschließend Apfelviertel in ca. 5 mm Würfelchen schneiden.

Zubereitung

Weißwein, Apfelsaft, Ingwer und Chili in einem kleinen Topf aufkochen.

Zucker in einen separaten großen Kochtopf geben und bei mittlerer Hitze karamellisieren. Weißwein-Apfelsaft-Gemisch zugeben und Karamell unter Rühren auflösen. Nun Apfelwürfel zugeben und in 20 – 30 Minuten weich garen. Dann vom Herd nehmen und pürieren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Zitronensaft zugeben, mit scharfem Paprikapulver, Salz und Pfeffer abschmecken.

Apfel-Chili-Chutney in vorgewärmte Gläser füllen und diese sofort verschließen.

 

Lieblingsrezepte Mitbringsel Süßes

Erdnuss-Schoko-Fudge mit dunkler Schokolade | Geschenk aus meiner Küche

30. Januar 2017
Erdnuss-Fudge mit Schokolade

Das letzte Plätzchen ist schon lange verdrückt, die guten Vorsätze geraten langsam in Vergessenheit. Die Motivation, die liebevoll angefutterten Fettpölsterchen wieder schwitzend in der Muckibude oder an der Boulderwand abzutrainieren, schwindet jeden Tag ein bisschen mehr. Es ist also wieder allerhöchste Zeit, dem Schoko-Jieper nachzugeben – finden zumindest Herr Wallygusto und ich.

Für den Wiedereinstieg in das sündige Schlemmen sind kleine Naschereien wie Erdnuss-Schoko-Fudge hervorragend geeignet: Schließlich nimmt man nur winzige Häppchen zu sich und kann so ein eventuell schlechtes Gewissen ganz leicht im Keim ersticken. Sogar Herr Wallygustos sogenannter „Marathon-, Ironman- und Triatlon-Kollege“, der immerhin fast jeden Tag 90 Minuten joggt, Fahrrad fährt oder mal für einen guten Zweck 2 Stunden Spinning macht, konnte der Versuchung nicht widerstehen. Und das obwohl er gerade in der sogenannten „Haltephase“ ist. Ein schöneres Kompliment habe ich noch nie für eine von mir hergestellte Süßigkeit bekommen! 😉

Die Idee für dieses herrliche Rezept stammt übrigens aus der LECKER Christmas 2014.

Erdnuss-Fudge mit Schokolade

Zutaten für ca. 66 Stück

  • etwas Rapsöl
  • 150 g Zartbitterschokolade, in Stücke gebrochen
  • 15 g Butter
  • 1 Dose (400 g) gezuckerte Kondensmilch (z.B. Milchmädchen)
  • 100 g geröstete und gesalzene Erdnüsse, grob gehackt
  • 250 g Erdnusscreme*

*Wir haben Erdnussmus aus dem Reformhaus verwendet.

Zubereitung

Quadratische Form (20 x 20 cm) mit einem Streifen Backpapier auslegen. Beide Längsseiten mit Rapsöl einstreichen.

Für die Schoko-Fudgemasse Schokoladenstücke zusammen mit Butter und der halben Dose Kondensmilch in einen Topf geben. Alles unter Rühren schmelzen. Anschließend Schokomasse in der Form glatt streichen und 15 Minuten kalt stellen.

Für die Erdnuss-Fudgemasse restliche Kondensmilch mit Erdnusscreme/-mus bei schwacher Hitze unter Rühren schmelzen. Gehackte Erdnüsse untermischen und die Mischung auf die Schoko-Fudgemasse streichen. Anschließend mindestens 6 Stunden kalt stellen.

Festes Fudge mit einem Messer von den Längsseiten der Form lösen, mit Hilfe des Backpapieres aus der Form heben und in ca. 2 x 2 cm große Würfel schneiden.

Eingemachtes Lieblingsrezepte Mitbringsel

Selbstgemachter Senf mit Kräutern der Provence & Lavendel | Tierfreitag

29. April 2016
Senf mit Kräutern der Provence & Lavendel

Vielleicht habt Ihr es ja schon mitbekommen: Herr Wallygusto und ich sind süchtig! Süchtig nach Senf! Vor allem, nach unserem eigenen, selbstgemachten Senfsorten! Und da nicht nur simpler (mittel-)scharfer Senf sondern sogar Whisky-Honig-Senf einwandfrei funktioniert und hervorragend geschmeckt hat, sind wir nun mutiger geworden. Wir haben also unser Gewürzregal geplündert und einen fruchtigen Senf mit Kräutern der Provence kreiert. Ihr könnt natürlich auch frische Kräuter verwenden!

Übrigens: Die Gewürzmischung Kräuter der Provence kennt in der Provence anscheinend kein Mensch. Meine Internetrecherche hat ergeben, dass sie für Touristen erfunden wurde, damit diese eine wohlriechende Erinnerung an den Urlaub mit nach Hause nehmen können. Wie auch immer: Senf mit Kräutern der Provence & Lavendel  schmeckt auf jeden Fall ganz hervorragend – und zwar auf dem Käsebrot oder zu Räuchertofu. Wer mag, darf ihn aber gerne auch zu Bratwurst oder Steak essen. 😉

Senf mit Kräutern der Provence & Lavendel

Rezept für 2 Gläser (ca. 180 ml)

  • 70 g Senfsaat gelb
  • 20 g Senfsaat braun
  • 10 g + 1 TL Senfsaat Oriental
  • 30 ml Weißweinessig
  • 40 ml Wasser
  • 5 g grobes Meersalz
  • 10 g Zucker
  • 1 TL Thymian
  • 1 TL Estragon
  • 1 TL Rosmarin
  • 1 TL Oregano
  • 1 TL Majoran
  • 1 TL Fenchelsamen
  • ½ TL Lavendelblüten
  • ½ TL Kurkuma

Zubereitung

Für den mittelscharfen Senf Senfsaat, Essig und Wasser in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab so lange zerkleinern, bis ein glatter Brei entstanden ist. Übrige Zutaten zugeben und so lange weiter pürieren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Anschließend 1 TL Senfsaat Oriental unterrühren.

Aufbewahrung

Senf in saubere, sterile Gläser füllen und im Kühlschrank mindestens eine Woche ziehen lassen. Je länger der Senf durchzieht, desto besser kann sich sein Geschmack entfalten.

Nach dem Öffnen sollte der Senf mit geschlossenem Deckel im Kühlschrank gelagert werden, sonst verliert er an Geschmack. Frischer Senf wird übrigens milder, wenn man ihn einen Tag bei Zimmertemperatur stehen lässt.

tierfreitag

Lieblingsrezepte Mitbringsel Süßes

Knackige Weihnachtsschokolade mit Nüssen, Gewürzen & einem Hauch Chili | Weihnachtsgeschenk aus meiner Küche

18. Dezember 2015

Ich liebe Gewürze! Kein Wunder also, dass ich auch Fan der Weihnachtsschokolade eines namhaften Schweizer Herstellers bin. Ein Glück, dass meine Mutter diese Leckerei mit schöner Regelmäßigkeit jedes Jahr auf den Plätzchenteller legt. Als ich beim Durchblättern der Zeitschrift Schrot & Korn ein Rezept für Weihnachtsschokolade mit kandierten Orangen entdeckte, war mein Ehrgeiz geweckt: Warum eigentlich nicht mal selbst Schokolade machen? Schließlich habe ich dieses Jahr sogar meine Scheu vor dem Backen fast vollständig überwunden! Gesagt, getan! Da ich kandierte Orange nicht leiden kann, flogen diese – zusammen mit dem Orangenöl – schnell aus dem Rezept. Stattdessen kommen bei mir Koriander und Chili zum Einsatz! Das Schöne an Weihnachtsschokolade ist, dass sie einfach & schnell zubereitet ist – das perfekte Last Minute Weihnachtsgeschenk!

Weihnachtsschokolade mit Nuessen, Gewuerzen, Chili

Für 1 Backblech

  • 100 g Haselnüsse
  • 100 g Pecannüsse
  • 140 g Puderzucker
  • 400 g Zartbitterkuvertüre
  • 400 g Vollmilch-Kuvertüre
  • 1 TL gemahlener Zimt
  • 1 TL gemahlener Koriander
  • 1/2 TL Chilipulver

Zubereitung

Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sich die Haut ablöst. Nüsse in ein Küchentuch geben und die Haut abreiben.

Pfanne ausreiben und Puderzucker vorsichtig darin erhitzen, bis er karamellisiert. Hasel- und Pecannüsse zum Karamell geben und mit einem Holzkochlöffel darin wenden. Wenn alle Nüsse karamellisiert sind, auf ein Backpapier schütten und mit dem Holzkochlöffel voneinander trennen. Tipp: Unbedingt den Löffel sofort nach Gebrauch auswaschen, sonst bekommt Ihr das Karamell nie wieder ab! Backblech mit Backpapier auslegen. Zartbitter-und Vollmilchkuvertüre grob hacken. 2/3 davon über einem Wasserbad schmelzen. Restliche Kuvertüre noch feiner hacken. Geschmolzene Kuvertüre vom Wasserbad nehmen und die fein gehackten Schokoladenstücke sowie die Gewürze unterrühren.

Kuvertüre auf das Backblech gießen und durch Schwenken gleichmäßig darin verteilen. Anschließend ausgekühlte Nüsse darauf verstreuen und mindestens 3 Stunden abkühlen lassen.

Wenn die Weihnachtsschokolade vollständig abgekühlt und richtig fest geworden ist, in gleich große Stücke brechen und hübsch verpacken. Fertig ist das perfekte Weihnachtsgeschenk für Naschkatzen! Und weil ein Hauch Zimt drin ist, darf die knackige Weihnachtsschokolade noch dazu am Blog-Event CXV – Zimt, Kardamom & Nelke teilnehmen, dass Tina von Foodina gerade ausrichten darf.

Blog-Event CXV - Zimt, Kardamom, Nelke (Einsendeschluss 15. Januar 2016)

Eingemachtes Lieblingsrezepte Mitbringsel

Whisky-Honig-Senf | Weihnachtsgeschenk aus meiner Küche

7. Dezember 2015

Seit Herr Wallygusto das erste Mal – noch dazu gleich erfolgreich – Senf hergestellt hat, sind wir nicht mehr zu stoppen! Auf der Suche nach neuen Inspirationen für unseren zweit liebsten Brotbelag (der liebste ist & bleibt Käse) sind wir auf dieses Rezept für Whiskey-Honig-Senf von Der Gute Leben gestoßen. Vielen Dank für die tolle Idee, lieber Martin!!!

Whisky? Oder Whiskey?

Sicher habt Ihr Euch schön öfter gefragt, ob es nun „Whisky“ oder „Whiskey“ heißt. Herr Wallygusto beantwortet diese Frage – die ich ihm schon gefühlte 100 Mal gestellt habe – ganz lapidar:“Kommt halt darauf an, ob es Whisky oder Whiskey ist!“ Aber ist es tatsächlich so einfach?

Die Antwort ist: JA! Tatsächlich unterscheidet man in seiner Schreibweise den schottischen und kanadischen WHISKY, von dem irischen bzw. amerikanischen WHISKEY. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Destillat noch in allen produzierenden Ländern ohne „e“ geschrieben. Dann begannen einige Brennereien in Dublin ihre Produkte „Whiskey“ zu nennen, um sich damit von der schottischen Konkurrenz zu unterscheiden. In den USA sind bis heute beide Schreibweisen in Gebrauch. (Quelle: Schottischer Whisky Shop)

Und da wir für unseren Senf schottischen Whisky verwendet haben, ist er ohne „e“. So einfach ist das. 🙂 Unser Whisky-Honig-Senf ist übrigens so delikat, den könnt Ihr ohne Weiteres einem lieben Menschen unter den Weihnachtsbaum legen!

Whisky Honig Senf

Zutaten für 4 Gläser (ca. 180 ml)

  • 125 g Senfsaat gelb
  • 125 g Senfsaat braun
  • 300 ml Apfelessig
  • 135 ml Whisky
  • 3 EL Waldhonig
  • 8 EL Wasser
  • 2 EL Salz
  • 1/2 EL Kurkuma

Zubereitung

Apfelessig kurz aufkochen. Anschließend mit Senfsaat, Gewürzen, Waldhonig und Whisky in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab so lange zerkleinern, bis ein glatter Brei entstanden ist.

Aufbewahrung

Senf in saubere, sterile Gläser füllen und im Kühlschrank mindestens eine Woche ziehen lassen. Je länger der Senf durchzieht, desto besser kann sich sein Geschmack entfalten.

Nach dem Öffnen sollte der Senf mit geschlossenem Deckel im Kühlschrank gelagert werden, sonst verliert er an Geschmack. Frischer Senf wird übrigens milder, wenn man ihn einen Tag bei Zimmertemperatur stehen lässt.

Eingemachtes Lieblingsrezepte Mitbringsel

Birnen-Chutney mit Rosmarin & Chili 

23. Oktober 2015

Soll ich Euch mal was verraten? Ich hasse Obst! Ja, Ihr habt richtig gelesen: Während andere kiloweise Äpfel, Ananas, Mango und ähnliches vertilgen, mache ich einen großen Bogen um all diese bunten Früchte. Ich bin eben ein richtiger Kostverächter – und das schon seit frühster Kindheit. Irgendwie war mir Gemüse immer schon lieber, denn ich liebe nichts mehr zum Knabbern als Gemüsesticks und fruchtige Tomaten zur Brotzeit.

Kleine Ausnahmen gibt es natürlich: Aber außer Bananen und im Sommer ein paar Erdbeeren, Himbeeren und Weinbergpfirsichen verzehre ich wirklich keine nennenswerten Mengen an Obst. Mit Zwetschgen habe ich letztes Jahr meinen Frieden geschlossen, Pflaumen waren dieses Jahr dran. Und Äpfel und Birnen nehme ich nur als Mus oder auf / in Kuchen zu mir. Oder eben als Chutney!

Dieses Birnen-Chutney mit Rosmarin und Chili passt hervorragend zu würzigen Käse und bringt durch seine dezente Schärfe wieder Schwung auf Euer Käsebrot. Die Idee für dieses Chutney stammt übrigens von Essen & Trinken. Ich habe jedoch statt Thymian Rosmarin verwendet.

Birnen-Chutney mit Rosmarin & Chili

Zutaten für 4 Gläser (ca. 180 ml)

  • 1 Zitrone
  • 1 kg mittelreife Birnen
  • 1 großes Stück Ingwer (ca. 25 g)
  • 200 g Rohrohrzucker
  • 200 ml Weißweinessig
  • 2 kleine getrocknete Chilis
  • 2 Zweige Rosmarin
  • Salz

Zubereitung

Zitrone auspressen, Chilis zerkrümeln.

Birnen waschen, vierteln und entkernen. Anschließend Fruchtfleisch in 1/5 cm große Würfel schneiden, mit Zitronensaft beträufeln und beiseite stellen.

Ingwer schälen und fein würfeln. Rosmarin waschen, trocken tupfen, Nadeln abstreifen und groß hacken.

Rohrohrzucker in einem großen Topf hellbraun karamellisieren. Mit Weißweinessig ablöschen und bei mittlerer Hitze solange köcheln, bis sich der Karamell auflöst.

Birnen, Ingwer, Rosmarin, Chili und 2 Prisen Salz in die Zucker-Weißweinessig-Mischung geben und aufkochen. Nun bei mittlerer Hitze bei gelegentlichem Rühren ca. 45 Minuten kochen. In der Zwischenzeit kleine Einmachgläser desinfizieren.

Fertiges Chutney in die Gläser füllen, mit dem Deckel verschließen, umdrehen und auf dem Deckel stehend auskühlen lassen.

Eingemachtes Lieblingsrezepte Mitbringsel

Quitten-Chutney mit Chili 

9. Oktober 2015

Neben Senf passt nichts so gut aufs Käsebrot wie Chutney. Seit der erste Versuch mit dem Apfel-Salbei-Chutney so gut funktioniert hat, bin ich überzeugte und begeisterte Herstellerin der dicken Würzsoßen, die übrigens ursprünglich aus Indien stammen.

Eigentlich sollte es ja diesmal ein Chutney mit Birnen werden, aber als wir im Fruchtmarkt unseres Vertrauens Quitten entdeckten, musste ein neues Rezept her. Dem Smartphone sei Dank wurden wir bei Dorothée & ihrem Blog Bushcooks Kitchen schnell fündig! Das Quitten-Chutney mit Chili sagte uns sofort zu und so landeten die dicken, gelben Früchte ganz schnell in unserem Einkaufskörbchen.

Es handelt sich hierbei übrigens um eine absolute Premiere: Ich habe nämlich niemals zuvor Quitten probiert.  Kaum zu glauben, handelt es sich doch bei der Quitte um eine traditionelle Frucht, die noch dazu voller Vitamin C, Kalium, Natrium, Zink, Eisen, Kupfer, Mangan und Fluor steckt. Eine wahre Nährstoffbombe also, diese gelbe Frucht!

Das Chutney mit Quitten und Chili schmeckt angenehm scharf und passt somit ganz hervorragend zu kräftigen, würzigem Hartkäse aber auch zu reifem Camembert.

Chutney mit Quitten & Chili

Zutaten für 4 – 5 Gläser (ca. 180 ml)

  • 1 kg Quitten
  • 250 g Zucker
  • 2 TL Salz
  • 3 Schalotten
  • 1 Stück Ingwer (ca. 4 cm)
  • 2 scharfe Chilischoten
  • 250 ml Apfelessig
  • 1 Stange Zimt
  • schwarzer Pfeffer

Zubereitung

Quitten waschen und eventuell vorhandenen Flaum abreiben, dann schälen und entkernen. Anschließend in sehr kleine Würfel schneiden und mit 200 g Zucker und Salz vermischen. Quitten-Zucker-Mischung ca. 1 Stunden stehen lassen, damit sie Flüssigkeit ziehen kann.

In der Zwischenzeit Schalotten und Ingwer schälen und ebenfalls sehr klein würfeln. Chilischote entkernen und in feine Streifen schneiden.

Schalotten mit den restlichen 50 g Zucker in einer Pfanne leicht karamellisieren lassen.

Nun Schalotten, Ingwer, Chili, Essig und Zimt zu den Quittenwürfeln geben. Einmal aufkochen lassen und dann Quitten bei sehr kleiner Hitze und geschlossenem Deckel weich kochen. Anschließend das Chutney ohne Deckel langsam einkochen lassen. Da es leicht an brennt, sollte Ihr es gegen Schluss regelmäßig umrühren!

Am Schluss mit Salz, Zucker, Pfeffer abschmecken und Zimtstange entfernen.

Das noch heiße Chutney in saubere, sterilisierte Einmachgläser füllen und sofort verschließen.

An einem dunklen, kühlen Ort hält das Chutney mindestens 1 Jahr.

Eingemachtes Lieblingsrezepte Mitbringsel Vegan

Senf selber machen | Produkttest

21. September 2015

Herr Wallygusto und ich sind süchtig. Nach Senf. Stundenlang können wir zwei im Feinkostladen vor dem Senfregal stehen und die unterschiedlichen Senfsorten begutachten. Und der Marktstand vom Münchner Kindl Senf auf dem Viktualienmarkt erst! Der ist für uns der Himmel auf Erden! Trotz der immer größer werdenden Auswahl ist es wirklich schwer, DEN perfekten Senf zu finden: Oft ist er einfach zu lasch, also nicht scharf genug, oder die Rezepturen sind schlichtweg langweilig. Oder wir haben uns einfach schon wieder an seiner Sorte sattgegessen. Wir essen nämlich fast jeden Tag Senf: Und zwar auf dem Käsebrot, zu veganen Würsten, auf Pommes oder einfach mal so auf einer Semmel.

Kein Wunder also, dass vor einiger Zeit der Wunsch in uns wuchs, Senf selbst herzustellen. Ein Grundrezept und viele Tipps zum Senfmachen waren schnell auf www.mostrich.net gefunden. So richtig ran getraut haben wir uns an das Thema aber erst, als uns vom Achterhof angeboten wurde, ob wir nicht mal die Gewürzauswahl des Online Shops testen möchten. Klar, dachten wir uns, warum denn nicht? Schließlich gibt es dort auch Senfsaat – und das gleich in drei Sorten! 🙂

Wer ist Vom Achterhof?

Vom Achterhof ist ein familiengeführtes Unternehmen, dass noch mit echten Menschen zusammenarbeitet. Das hört sich erst einmal komisch an, bedeutet aber, das alle Produkte immer per Hand verpackt werden und so die beste Qualitätskontrolle durchlaufen, die es gibt – nämlich die Hände, die Augen und die Nasen der eigenen Mitarbeiter.

Sehr sympathisch auch die Firmenphilosophie: Mit der Natur zu arbeiten, statt gegen sie. So führte der Umzug im Jahre 2010 aus dem dicht besiedelten Wuppertal in ein kleines ostfriesisches Dorf Namens Großsander. Hier hat vom Achterhof es unter allen ökologischen Gesichtspunkten geschafft aus einem alten Bauernhof ein modernen Firmensitz im Grünen zu schaffen. Zugleich ökologisch wie ökonomisch.

Vom Achterhof

Was gibt’s da?

Neben der bereits erwähnten Senfsaat gibt es Vom Achterhof unzählige Kräuter, Gewürze und Tee. Die Rohstoffe hierfür werden mittlerweile aus der ganzen Welt bezogen. Wie wäre es also mit Pfeffer aus Vietnam ? Mango aus Thailand ? Teufelskralle aus Namibia. Oder darf es grüner Tee aus China sein ? Oder doch lieber Lapacho aus Brasilien ? Spitzwegerich zur Linderung des Hustens, Kamille gegen Entzündungen, Ingwer zur unterstützenden Behandlung der Arthrose. Vom Achterhof nutzt dieses Jahrhunderte alte Wissen, übermittelt von Mönchen, Kräuterfrauen und Apothekern.

Das Team vom Achterhof hält auf allen Kontinenten Ausschau nach Naturprodukten und Pflanzenschätzen die unser aller Leben positiv beeinflussen können. Dabei ist man stets bestrebt, beste Qualität zu vernünftigen Preisen einzukaufen und diesen Preisvorteil an uns Kunden weiterzugeben. Eine faire Bezahlung des Herstellers ist dabei eine Selbstverständlichkeit.

Wie funktioniert’s?

Herr Wallygusto und ich haben uns Zeit gelassen, um durch das umfangreiche Sortiment an Kräutern, Gewürzen und Tee zu stöbern. Schon bei der großen Auswahl an unterschiedlichen Salzen wurden wir arg in Versuchung geführt. Der reine Bestellvorgang über den Online Shop vom Achterhof ging dafür aber umso schneller und völlig unkompliziert von statten. 😉

Bei einem Bestellwert unter € 45 fallen pro Bestellung pauschal 3,95 € Versandkosten ab. Ab einem Bestellwert von 45,00 € wird versandkostenfrei geliefert. Die Lieferung per DHL erfolgt innerhalb Deutschlands innerhalb von 3-5 Tagen.

Senfsaat Vom Achterhof

So…jetzt aber genug geredet! Hier ist das Rezept für den allerbesten Senf, den es gibt (finden wir zumindest :-)):

Zutaten für 1 Glas (ca. 180 ml) groben mittelscharfen Senf 

  • 35 g Senfsaat gelb
  • 10 g Senfsaat braun
  • 5 g + 1 TL Senfsaat Oriental
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 1 TL getrockneter Rosmarin
  • 40 ml Wasser
  • 30 ml Weißweinessig
  • 5 g grobes Meersalz
  • 10 g Zucker
  • ½ TL Kurkuma

Zutaten für 1 Glas (ca. 180 ml) extra scharfen Senf 

  • 40 g orientalische Senfkörner
  • 8 g Senfsaat braun
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1 Zweig Majoran
  • 1 Zweig Zitronenmelisse
  • 40 ml Wasser
  • 30 ml Weißweinessig
  • 5 g grobes Meersalz
  • 10 g Zucker
  • ½ TL Kurkuma

Zubereitung 

Für den mittelscharfen Senf Senfsaat, Essig und Wasser in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab so lange zerkleinern, bis ein glatter Brei entstanden ist. Übrige Zutaten zugeben und so lange weiter pürieren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Anschließend 1 TL Senfsaat Oriental unterrühren.

Für den extra scharfen Senf ebenfalls Senfsaat, Essig und Wasser mit dem Pürierstab zu einem glatten Brei verarbeiten. Kräuter waschen, trockentupfen und Nadeln bzw. Blättchen von den Stielen abstreifen. Zusammen mit den restlichen Zutaten unter den Senfbrei rühren und bis zur gewünschten Konsistenz verarbeiten.

Aufbewahrung 

Senf in saubere, sterile Gläser füllen und im Kühlschrank mindestens eine Woche ziehen lassen. Je länger der Senf durchzieht, desto besser kann sich sein Geschmack entfalten.

Nach dem Öffnen sollte der Senf mit geschlossenem Deckel im Kühlschrank gelagert werden, sonst verliert er an Geschmack. Frischer Senf wird übrigens milder, wenn man ihn einen Tag bei Zimmertemperatur stehen lässt.

Vielen Dank an dieser Stelle an den Achterhof, die uns ihre Gewürze kostenlos und unverbindlich zur Verfügung gestellt haben. Unsere Meinung bleibt davon natürlich wie immer unberührt.

 

Eingemachtes Lieblingsrezepte Mitbringsel Vegan

Apfel-Salbei-Chutney | Produkttest 

27. Oktober 2014

Einer der Blogs, den ich schon seit langem regelmäßig lese, ist Alice im kulinarischen Wunderland. Auf sie aufmerksam geworden bin ich aufgrund dieses leckeren Apfel-Salbei-Chutney. Zwischenzeitlich durfte ich nicht nur die liebe Alice persönlich kennenlernen – ich bekam sogar ein Glas dieses herrlichen Chutneys überreicht!

Eigentlich wollte ich das Apfel-Salbei-Chutney schon vor einem Jahr (!) selbst kochen, aber wer mich kennt, weiß auch um meine Faulheit. Außerdem beschränkten sich meine Erfahrungen mit dem Einkochen bisher auf einen ziemlich leckeren Rhabarber-Sirup.  Zugegeben, der Weg dahin war ein wenig steinig, den die Zubereitung wollte erst beim 2. Mal klappen.

Da ich mich durch so etwas nicht entmutigen lasse – natürlich 🙂 – gibt’s dieses tolle Rezept nun auch bei mir! Ich habe es nahezu 1:1 von Alice übernommen. Da ich mich für eine vegane Variante entschieden habe, kam lediglich statt Honig alternativ Agavendicksaft zum Einsatz.

Vielen Dank an dieser Stelle an Alice und Dorothèe, die das Originalrezept auf Ihrem Blog bushcooks kitchen veröffentlicht hat. Ihr seid sehr inspirierend, ehrlich! 🙂

Apfel-Salbei-Chutney-3

Zutaten für 4 – 5 Gläser (ca. 180 ml)

  • 1 kg leicht säuerliche Äpfel (z.B. Braeburn)
  • 500 g Gemüsezwiebeln
  • 300 ml Apfelessig
  • 2 EL Agavendicksaft
  • 1 Zimtstange
  • 1 Handvoll frische Salbeiblätter
  • 400 g Zucker
  • 1 TL Salz

Zubereitung

Äpfel schälen, entkernen, klein würfeln und in einen großen Topf geben.

300 g Zucker und das Salz dazu geben und alles gut miteinander vermengen. Nun die Mischung etwa 1 Stunde ziehen lassen, bis sich einiges an Flüssigkeit gebildet hat.

Gemüsezwiebeln schälen und ebenfalls klein würfeln. Zusammen mit dem übrigen Zucker in einer Pfanne karamellisieren.

Salbeiblätter in feine Streifen schneiden.

Restliche Zutaten zu den Äpfeln geben und aufkochen lassen. Nun auf niedriger Stufe so lange köcheln, bis keine Flüssigkeit mehr im Topf ist.

Fertiges Chutney in sterilisierte Schraubgläser füllen und verschließen.

Arla Bergbauern Produkte

Das Apfel-Salbei-Chutney schmeckt übrigens ganz hervorragend auf Käsebrot! Da trifft es sich gut, dass Herr Wallygusto und ich die Bergbauern-Produkte von Arla testen durften: Bergbauern Alpkäse und Bergbauern Bergkäse. Für die Herstellung dieser Käsespezialitäten wird nur die beste Heumilch von den Arla Bergbauernhöfen im Allgäu verwendet. Uns haben beide Varianten sehr gut geschmeckt, auch wenn der Alpkäse etwas reifer und der Bergkäse pikanter hätte sein können. Aber wir lieben eben auch kräftigen Käse. Mehr Informationen gibt’s auf www.arla-bergbauern.de.

Vielen Dank an dieser Stelle an Arla, die mir den Käse kostenlos und unverbindlich zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung bleibt davon natürlich wie immer unbeeinflusst.

Eingemachtes Lieblingsrezepte Mitbringsel Vegan

Rhabarber-Sirup

28. April 2014

Obwohl jetzt Rhabarber-Zeit ist, haben dieses Gemüse und ich eine eher komplizierte Beziehung. Ich hasse Rhabarberkuchen. Die bräunlich-grüne Farbe, die der Rhabarber beim Backen annimmt, finde ich einfach ekelhaft. Und die Konsistenz lässt auch ein wenig zu wünschen übrig. Da ich aber Rhabarbersaft liebe und schon immer mal einen tollen pinken Gin & Tonic trinken wollte, entschloss ich mich, nun einmal selbst Rhabarber-Sirup herzustellen.

Zufälligerweise feiert Simones S-Küche mit Aprilfrisch! Das regionale Event gerade den 1. Blog-Geburtstag – herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle!  Und weil Rhabarber ein einheimisches Gemüse ist, ist der Sirup daraus bei diesem Blog-Event mit von der Partie!

Aprilfrisch - das regionale Event von S-Küche (Einsendeschluss 1. Mai 2014)

Zugegeben, der erste Versuch ging ziemlich in die Hose! Irgendwie war der von mir gekaufte Rhabarber nicht rot genug und Bio-Vollrohrzucker ist anscheinend für Sirup total ungeeignet. Der daraus produzierte Rhabarber-Sirup war nämlich dunkelbraun und der Geschmack gewöhnungsbedürftig. Der erste Liter selbstgemachter Sirup wanderte also schnell wieder in den Ausguss. Leider.

Ich habe mich aber nicht entmutigen lassen und kurz darauf einen weiteren Versuch gestartet. Diesmal lief alles super, denn der Sirup hat eine tolle pinke Farbe und schmeckt sehr, sehr lecker! Ein Mix-Versuch mit Gin steht noch aus, aber ich bin mir sicher, der Sirup wird auch hier geschmacklich auf der ganzen Linie überzeugen!

Das Rezept für diesen Rhabarber-Sirup stammt von dem Blog MONAQO. Vielen Dank an dieser Stelle für die Inspiration!

Rhabarber-Sirup

Zutaten für ca. 600 ml Sirup

  • 1 kg Rhabarber (möglichst rot)
  • 450 g Zucker
  • 430 ml Wasser
  • 1 Limette

Zubereitung

Rhabarber gut waschen, denn er wird nicht geschält. Endstücke abschneiden und die Rhabarber-Stangen in ca. 2 cm lange Stücke zerteilen.

Rhabarber in einen Topf geben und mit dem Zucker vermischen. Das Gemisch über Nacht ziehen lassen.

Limette auspressen und zusammen mit dem Wasser zum Rhabarber-Zucker-Gemisch geben.

Alles aufkochen und bei mittlerer Temperatur ca. 30 Minuten mit Deckel köcheln.

Durch ein feines Sieb oder Tuch abseihen, am Ende gut ausdrücken.

Rhabarber-Sirup nochmals aufkochen und in sterilisierte Flaschen abfüllen.

Flaschen und Gläser wurden zum Sterilisieren – frisch gespült – für 25 Minuten bei 110 Grad in den Backofen gestellt. Deckel und Verschlüsse, Gummiringe und den Trichter zum Abfüllen habe ich 15 Minuten abgekocht.

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