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Gebratene Glasnudeln mit Tempeh | Indonesisch vegetarisch | Buchvorstellung

1. Februar 2016
Indonesien vegetarisch - Gebratene Glasnudeln mit Tempeh

Als Vegetarier oder Veganer hat man es oft nicht leicht: In bayrischen Lokalen beschränkt sich die Auswahl leider sehr oft auf Käsespätzle oder Gemüseplatte. Aber nicht nur deswegen gehen Herr Wallygusto und ich so gerne zum Inder, Vietnamesen oder Thailänder: Auch der Geschmack spielt natürlich eine große Rolle! Warum wir aber bisher Indonesisch noch nicht ausprobiert haben, ist mir ein echtes Rätsel! Umso mehr hat es uns beide also gefreut, als wir vom HÄDECKE Verlag mit dem neuen Kochbuch Indonesisch vegetarisch überrascht wurden! Schon nach kurzem Durchblättern war klar: Das Gastland der Frankfurter Buchmesse 2015 hat kulinarisch wirklich einiges zu bieten!

Indonesien vegetarisch

Autor

Jenny Susanti, geboren in Bandung, der Provinzhauptstadt von Westjava, Indonesien, lebt seit 1980 in Deutschland. Sie studierte Lebensmitteltechnologie und Ernährungswissenschaften in Berlin und Hamburg. Seit Anfang der 1990er Jahre arbeitet die Diplom-Ökotrophologin als Rezeptentwicklerin, Food-Journalistin und -Stylistin für viele namhafte Zeitschriften und Verlage in Deutschland. Ihre große Liebe zum Kochen ist in all ihren Produktionen zu spüren. Jedes Jahr besucht sie für mehrere Wochen ihre Familie auf Java.

Der Fotograf Andreas Wemheuer, geboren in Hannover, ist ein leidenschaftlich Reisender. Er begeistert sich auf seinen Streifzügen rund um die Welt nicht nur für Länder, Kulturen und das Leben der Menschen, sondern auch immer für die kulinarischen Besonderheiten vor Ort. Seit den frühen 1990er Jahren arbeitet der Wahlhamburger in seinem Studio im Stadtteil Ottensen und deutschlandweit als Fotograf für namhafte Design- und Werbeagenturen sowie für Verlage und Marketingabteilungen großer Konzerne.

Optik

Indonesisch vegetarisch hat – wie viele Bücher von HÄDECKE – ein sehr handliches Format. Aber anders als die mir bisher bekannten Kochbücher dieses Verlages, hat dieses ein Softcover verpasst bekommen.

Andreas Wemheuers Bilder von Küche, Land und Menschen sind sehr stimmungsvoll und absolut fernweh-auslösend. Dabei könnte ich glatt vergessen, dass nicht jedem Rezept in Indonesisch vegetarisch ein eigenes Foto gewidmet wurde.

Rezepte

Jenny Susanti zeigt uns mit viel Liebe und Leidenschaft, wie abwechslungsreich die vegetarische Küche ihrer Heimat Indonesien ist. Schnell wird dabei klar, dass ohne Reis gar nichts geht: Er wird hier bis zu dreimal pro Jahr geerntet und ohne ihn ist eine indonesische Mahlzeit einfach nicht vollständig. Herrn Wallygusto und mir ist das nur allzu recht, denn wir lieben Reis über alles! Genauso wie Chilisaucen, die sogenannten Sambals. In unterschiedlichen Schärfegraden werden sie in Indonesien zu wirklich jedem Gericht gereicht.

Weitere typische Zutaten der indonesischen Küche sind Nudeln, Maniok oder Yamswurzeln, Erdnuss-Sauce und Kokosmilch sowie exotische Früchte wie Durian oder Jackfrucht, die ich nur vom Namen her kenne. Aber auch Tofu und Tempeh, eine Art fermentierter Sojakuchen, der u.a. für Saté-Spießchen verwendet wird, kommen häufig zum Einsatz.

Indonesien vegetarisch - Warenkunde

Damit bei der ganzen bunten Vielfalt keiner den Überblick verliert, ist Indonesien vegetarisch in folgende Kapitel unterteilt:

  • Warenkunde

Hier werden Gewürze und Kräuter sowie Obst und Gemüse erläutert, die in der indonesischen Küche verwendet werden. Außerdem erfahren wir, welche lagerfähigen Zutaten zukünftig nicht mehr in unserer Vorratskammer fehlen dürfen.

  • Snacks und kleine Gerichte

Salate, diverse pikant gefüllte Rollen und Teigtaschen- hier finden sich allerlei Leckereien, die man in Indonesien zu jeder Tages- und Nachtzeit an jeder Ecke auf die Hand bekommt.

  • Suppen

Herr Wallygusto und ich sind alles andere als Suppenkasper: Wie gut, dass Suppe in Indonesien kein Vorspeise sondern Hauptmahlzeit ist! Das die meisten Suppen mit Kokosmilch und Zitronengras zubereitet werden ist für uns dabei das Tüpfelchen auf dem i!

  • Chilipasten

An mindestens eines der insgesamt neun Rezepte für Chilipaste werden wir uns auf jeden Fall in naher Zukunft heranwagen. Besonders für die nächste Grillsaison hätten wir gerne so ein Gläschen feuriges Sambal!

  • Reis- und Nudelgerichte

Wie bereits erwähnt, ist Reis ein sehr wichtiger Bestandteil der indonesischen Küche. In diesem Land gibt es kein Gericht ohne Reis! Selbst wenn Nudelgerichte serviert werden, gibt es zusätzlich immer Reis als Beilage. Das gefällt Herrn Wallygusto und mir besonders gut, denn wir essen sowohl Nudeln als auch Reis für unser Leben gern!

  • Hauptgerichte

Hier finden sich genug Inspirationen, um eine Reistafel aus vier bis fünf Hauptgerichten zusammenzustellen. Die Auswahl reicht hierbei von Auberginen-Chili-Gemüse über Bohnen-Kokosnuss-Salat bis zu Kartoffel-Chili-Gemüse.

  • Süßspeisen

Herr Wallygusto und ich essen zwar gerne Süßspeisen, die Zubereitung kommt bei uns aber immer ein wenig zu kurz. Vielleicht ändert sich das ja nun angesichts von Kokosmilchcrepes, Süßkartoffelbällchensuppe und vielen anderen ansprechenden Rezepten für kleine Mahlzeiten und Snacks.

  • Getränke und Fruchtcocktails

Für die „kalten“ Nächte sind in Indonesien heiße Getränke mit Ingwer, Zimt, Nelken oder Kardamom vorgesehen. Wenn es heiß ist, gibt es statt kühler Getränke oft einfach nur Früchte in Crushed ice – so simpel, so gut!

Inwieweit die Gerichte in Indonesisch vegetarisch authentisch sind, kann ich natürlich nicht beurteilen, da ich noch nie in Indonesien war. Spannend klingen die Rezepte aber allemal. Und alles, was wir bisher ausprobiert haben, war sehr, sehr lecker.

Indonesien vegetarisch - Rezepte

Kurzprofil

Titel: Indonesien vegetarisch                          
Autor: Jenny Susanti, Andreas Wemheuer                        
Herausgeber: HÄDECKE Verlag            
ISBN: 978-3-7750-0683-5
Preis: € 14,95     

Ausprobiert

Bisher haben wir aus Zeitgründen leider nur zwei Rezepte ausprobiert: Kartoffel-Chili-Gemüse und Gebratene Glasnudeln mit Tempeh. Beide Gerichte sind einfach zuzubereiten und sind einfach köstlich! Da ich bisher leider recht wenig mit Tempeh gekocht habe, möchte ich Euch an dieser Stelle das schnelle, unkomplizierte Nudelgericht präsentieren. Vielleicht möchtet Ihr ja zukünftig auch öfter mit dem fermentierten Sojakuchen experimentieren.

Indonesien vegetarisch - Gebratene Glasnudeln mit Tempeh

Zutaten für 2 Personen
  • 150 g Glasnudeln
  • 200 g Tempeh
  • Erdnuss-oder Kokosöl zum Fritieren*
  • 3 Lauchzwiebeln
  • 1,5 grüne lange Gewürzpaprika**
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Schalotten
  • 1 rote Chilischote
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 2 EL süße Sojasauce (Kecap manis)
  • Salz
  • Frisch gemahlener Pfeffer

*Funktioniert auch mit Rapsöl
**Da wir keine Gewürzpaprika bekommen haben, wurde von uns 1 grüne Paprika verwendet.

Zubereitung

Glasnudeln in eine Schüssel geben und in kaltem Wasser einweichen, bis sie durchsichtig geworden sind. Tempeh in Streifen schneiden. Öl in einem Topf erhitzen. Tempehstreifen im heißen Öl goldbraun frittieren. Anschließend auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Lauchzwiebeln waschen, putzen und in Ringe schneiden. Gewürzpaprika waschen, putzen und in dünne Ringe schneiden. Knoblauch und Schalotten schälen und in feine Streifen schneiden. Chili waschen und in Scheiben schneiden.

Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Knoblauch und Schalotten darin anbraten. Gut abgetropfte Glasnudeln, Lauchzwiebeln, Chili und Gewürzpaprika ebenfalls in die Pfanne geben und unter Rühren etwa fünf Minuten braten. Zum Schluss Tempehstreifen zugeben und erhitzen. Mit süßer Sojasauce, Salz und Pfeffer abschmecken.

Fazit

Indonesien vegetarisch ist ein kleines, aber sehr feines Kochbuch, dass uns mit seiner Vielfalt noch lange Zeit in Atem halten wird! Wir sind auf jeden Fall schwer begeistert und möchten noch viele, viele Gerichte daraus nachkochen! Vor allem die Sambals und die Nudelgerichte haben es uns schwer angetan!

Vielen Dank an den HÄDECKE Verlag, der mir das Buch freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Wie immer bleibt davon meine Meinung unberührt. 

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Hot & smokey Sojabolognese | Produkttest 

16. Februar 2015

Letzten Sommer – der gefühlt schon viel zu lange zurück liegt – habe ich Euch Mojo Verde aus Tapas vegetarisch von Margit Kunzke aus dem HÄDECKE Verlag vorgestellt. Anlässlich meines Geburtstages habe ich nun meine Gäste kürzlich mit weiteren Tapas aus diesem gar zauberhaften Buch beglückt. Neben Datteln mit Blauschimmelkäse, Tarte mit Tomaten & Oliven, Champignons mit konferierten Knoblauch und Humus wurde auch das erste Mal eine Mojo Rojo aufgetischt.

Für der Zubereitung dieser scharfen Soße wird, Pimentón de la Vera picante, benötigt. Und in eben dieses rote Pulver habe ich mich dabei unsterblich verliebt!

Als mich die spanische Firma La Chinata fragte, ob ich deren Paprikapulver probieren wolle, habe ich daher nicht nein gesagt. Kurz nach Weihnachten durfte ich dann endlich meine Sweet&Hot ORIGINAL Gift Box mit zwei hübschen feuerroten Blechdöschen in Händen halten. Wie Ihr Euch denken könnt, habe ich mich gefreut wie ein Sojaschnitzel!

La Chinata Geschenkbox


Was ist das eigentlich, dieses
Pimentón de la Vera?

Pimentón de la Vera ist nichts anderes als geräuchertes Paprikapulver. Es gibt zwei Sorten, die sich in Aroma und Schärfe unterscheiden: Süß und scharf. Das Gewürzpulver wird in der spanischen Extremadura hergesetllt, die Herkunftsbezeichnung Pimentón de la Vera ist geschützt.

Bei La Chinata läuft die Herstellung von Pimentón de la Vera folgendermaßen ab: Reife, gesunde Chilischoten werden im Oktober und November von den Feldern geerntet und dann sofort in die Räucherkammern der Bauern gebraucht. Dort werden die Früchte auf traditionellem Wege durch das Verbrennen von Hölzern der Steineiche oder Eiche geräuchert. Nach ca. 15 Tagen werden die Chilis einer gründlichen Qualitätsprüfung unterzogen und kommen dann zum Mahlen. Die geputzten und gewaschenen Chilischoten werden zwischen zwei großen Granitsteinen so lange gemahlen, bis die richtige Konsistenz erreicht ist. Anschließend werden die gemahlenen Chilis trocken gelagert und in schicke Blechdosen verpackt.

Für das Paprikapulver von La Chinata werden übrigens nur die feinsten und besten Chilischoten aus der spanischen Region La Vera verwendet. Dabei handelt es sich hauptsächlich um die Sorten Jaranda, Jariz und Bola. Mitten im Winter werden im Saatbeet mit dem Kultivieren der Chilis begonnen. Im Mai, wenn die Chilipflanzen bereits eine ordentliche Größe haben, werden sie vom Saatbeet auf das Land umgepflanzt. Dort wachsen sie bis zur Ernte. Und was dann mit den kleinen Dingern passiert, wisst Ihr ja bereits! 😉

La Chinata Blechdosen

Was macht man damit?

Wie bereits erwähnt, wird Pimentón de la Vera für die Zubereitung von Mojo Rojo verwendet. Es ist aber auch eine wichtige Zutat für die spanische Wurst Chorizo. Das geräucherte Paprikapulver eignet sich aber auch hervorragend für vegetarische bzw. vegane Speisen und Fischgerichte.

Wo gibt es Pimentón de la Vera zu kaufen?

Das geräucherte Paprikapulver könnte Ihr bequem im Online-Shop von La Chinata oder bei Amazon* bestellen.

Ausprobiert

Dieses Zeug schmeckt so gut, dass muss doch auch zu Sojabolognese passen! Gesagt, getan! Zugegeben, die Idee ist nicht ganz neu, aber ich kam mir kurzzeitig vor, als ich hätte ich den legendären Kochlöffel Stein der Weisen entdeckt! Geräuchertes Paprikapulver passt nämlich hervorragend zu diesem italienischen Klassiker.

Vegane Sojabolognese

Zutaten für 2 – 3 Personen
  • 70 g Soja-Schnetzel (z.B. von Alnatura)
  • 300 ml heiße Gemüsebrühe
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 kleine Karotten
  • 2 Stangen Staudensellerie
  • 1 Knoblauchzehe
  • Olivenöl
  • 1 Dose gestückelte Tomaten
  • 5 getrocknete Tomaten
  • 1 TL Pimentón de la Vera picante (scharfes, geräuchertes Paprikapulver)
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 getrocknete Chili
  • 220 g Vollkornfussili
Zubereitung

In einer Schüssel Tomatenmark und heiße Gemüsebrühe verrühren und die Soja-Schnetzel darin quellen lassen. Nach etwa 10 Minuten Soja-Schnetzel abgießen und gut abtropfen lassen. Einweichflüssigkeit auffangen und zur Seite stellen.

Zwiebel und Möhre schälen, Sellerie entfädeln, anschließend alles klein würfeln. Knoblauchzehe abziehen und fein hacken. Getrocknete Tomaten ebenfalls klein schneiden.

Olivenöl in einer tiefen Pfanne erhitzen. Gemüse, Knoblauch, getrocknete Tomaten und Soja-Schnetzel zugeben und andünsten.

Gestückelte Tomaten samt Flüssigkeit zur Gemüse-Soja-Mischung gießen. Mit „Pimentón de la Vera“, Agavendicksaft und zerstoßener Chili würzen. Bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen. Dabei immer wieder Einweichflüssigkeit angießen, bis die richtige Konsistenz erreicht ist.

In der Zwischenzeit Vollkornfussili nach Packungsanweisung in Salzwasser bissfest kochen und abgießen.

Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Vollkornnudeln servieren.

Das Probierset wurde mir von La Chinata kostenlos und unverbindlich zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon natürlich unbeeinflusst. Ich war schon hoffnungslos in dieses tolle Gewürzpulver verliebt :-)!

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Scharfes Auberginenragout mit Sojaschnetzel

30. Juni 2014

Ihr denkt jetzt bestimmt: Oh nein, nicht schon wieder ein Rezept für Pasta! Aber wie bereits mehrfach an anderer Stelle betont, LIEBEN wir Wallygustos Gerichte mit Nudeln. Manchmal kommt es mir sogar so vor, als würden wir die ganze Woche nichts anderes essen :-).

Aber mal Spaß beiseite: Eigentlich wollte ich nicht schon wieder ein Pastarezept verbloggen, aber das Küchenplausch-Event BELLA ITALIA hat mich dann davon überzeugt, es doch zu tun :-)!

italienische Rezepte

Ein Rezept für Pasta mit Auberginen & zweierlei Tomaten  habe ich Euch ja schon mal vorgestellt! Heute habe ich ein scharfes Auberginenragout mit Sojaschnetzel für Euch! Viel Spaß beim Nachkochen!

Zutaten für 2 Personen

  • 50 g Sojaschnetzel
  • 200 ml Brühe
  • 1 Aubergine
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • nach Bedarf getrocknete Tomate
  • 1 Dose gestückelte Tomaten
  • nach Bedarf Tomatenmark
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 getrocknete Chilis
  • Paprikapulver edelsüß
  • Agavendicksaft

Zubereitung

Sojaschnetzel in eine Schüssel geben, mit heißer Brühe begießen und zur Seite stellen.
Aubergine waschen, in kleine Würfel schneiden und mit Salz bestreuen.

In der Zwischenzeit Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein würfeln, getrocknete Tomaten in feine Streifen schneiden. Aubergine in ein Sieb geben und mit Wasser abbrausen, abtropfen lassen und beiseite stellen.

Olivenöl in einer tiefen Pfanne erhitzen, Zwiebeln hineingeben und glasig dünsten. Knoblauch dazu und ebenfalls kurz dünsten.

Nun die Aubergine in die Pfanne geben und unter Rühren leicht bräunen. Sojaschnetzel gut abtropfen lassen, den Auberginen hinzufügen und anbraten. Auch hier gut rühren, denn Soja brennt gerne an!

Dosentomaten, getrocknete Tomaten und Tomatenmark beimengen, mit Salz, Peffer, Chilischoten, Paprikapulver und Agavendicksaft würzen. Während das Ragout nun 20 Minuten köchelt, Nudeln nach Wahl zubereiten und Parmesan reiben. Wer’s vegan mag, lässt den Parmesan einfach weg.

Nudeln nach Ende der Zubereitungszeit abgießen, in einem tiefen Teller mit Schöpfer Auberginenragout und ggf. Parmesan servieren.

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Seitangeschnetzeltes mit Rahmschwammerl und Spinatspätzle

11. Juni 2014

Schon als Kind habe ich Geschnetzeltes Jägerart, wie es daheim genannt wurde, gerne gegessen. Damals noch mit Fleisch und Reis als Beilage. Heute genießen wir Wallygustos Geschnetzeltes natürlich nicht mehr mit Fleisch sondern mit Seitan. Bei der hier vorgestellten Variante gibt es dazu Spinatspätzle, welche schon rein optisch sehr gut zu diesem leckeren Gericht passen.

Zutaten für 2 Personen

Für die Spätzle:
  • 250 g Mehl (1/2 Weizen- oder Dinkelvollkornmehl, 1/2 Weizenmehl)
  • 3 Eier
  • 150 – 200 ml Wasser
  • 100 g Spinat (frisch oder TK)
  • Salz
  • Muskat
Für das Geschnetzelte:
  • 1 Seitan
  • 250 g Schwammerl (braun oder weiß, braun finde ich rein optisch schöner)
  • 1 Zwiebel
  • 2 TL Mehl
  • 1 Schluck Wein (rot oder weiß) bzw. einen Schwaps Cherry – kann auch weggelassen werden
  • 50 ml Gemüsebrühe
  • Sahne
  • Paprikapulver
  • Petersilie
  • Trüffelglück (Gewürz von Herbaria – ist natürlich nicht zwingend notwendig)
  • Pfeffer
  • Salz

Zubereitung

Zunächst den Teig für die Spätzle vorbereiten. Dazu den Spinat blanchieren bzw. den TK Spinat auftauen und mit etwas Wasser pürieren. Das Mehl mit den Eiern, Salz, Muskat und dem Spinat zu einer zähflüssigen Masse vermengen.

Nun Wasser zum Kochen aufstellen.

In der Zwischenzeit die Zwiebeln fein würfeln, die Pilze in dicke Scheiben schneiden und den Seitan nach Belieben schnetzeln. Das Öl in einer tiefen Pfanne auf mittlerer bis hoher Stufe erhitzen und zunächst die Zwiebeln darin anschwitzen. Dann die Pilze und den Seitan dazugeben und ebenfalls für einige Minuten mit anbraten. Das ganze mit etwas Mehl bestäuben und unter Rühren noch ein paar Sekunden mit braten. Mit dem Wein oder Cherry ablöschen und solange rühren, bis die Flüssigkeit nahezu ganz verdampft ist. Nun Sahne und Gemüsebrühe hinzugeben umrühren und bei kleiner Stufe mit geschlossenem Deckel köcheln lassen.

Sobald das Wasser kocht, eine ordentliche Priese Salz in das Wasser geben und nun nach und nach jeweils einen Schöpfer Spätzlemasse durch einen Spätzlehobel (oder Spätzlepresse) in das Wasser hobeln ca. 2 Minuten köcheln lassen und dann mittels einer Schaumkelle herausholen, abtropfen lassen und in eine bereitgestellte Schüssel geben.

Abschließend nun noch das Geschnetzelte mit Salz, Pfeffer, Trüffelglück und Peterle würzen und zusammen mit den Spätzle servieren.

 

 

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Tempeh süß-sauer mit gelber Paprika

2. April 2014

Tempeh gibt es im Reformhaus im Kühlregal und ich hatte es auch schon öfter grübelnd in der Hand. Tempeh ist ein traditionelles Fermentationsprodukt aus Indonesien, das durch die Beimpfung von gekochten Sojabohnen mit verschiedenen Rhizopus-Arten, also mit Hilfe von niederen Schimmelpilzen aus der Abteilung der Jochpilze und der Klasse der Zygomyceten entsteht (Quelle wikipedia.de). Dieses Hintergrundwissen macht Tempeh erstmal nicht ansprechender, denn das, was man da in Wurstform gepresst zu kaufen bekommt, ist alles andere als hübsch. Herr Wallygusto war anfangs auch sehr skeptisch. Schließlich habe ich mir doch ein Herz gefasst und eine Packung Tempeh mitgenommen.

Auf der Suche nach der optimalen Zubereitung bin ich bei den Küchengöttern auf ein Rezept mit Ananas gestoßen. Da ich finde, in ein süß-saues Gericht gehört auch Paprika, habe ich dieses ein wenig abgewandelt. Da ich anderswo gelesen habe, dass man Tempeh unbedingt marinieren sollte, habe ich auch noch eine simple Marinade entwickelt. Ich habe mich übrigens nicht getraut, ein rohes, naturbelassenes Stück zu probieren. Ich kann also nicht sagen, nach was Tempeh eigentlich schmeckt. Mariniert ist Tempeh sehr lecker, der Geschmack erinnert fast ein wenig nach Erdnuss. Der Nachgeschmack ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig und schwer definierbar.

Und Herrn Wallygustos anfängliche Bedenken bezügliche der „Verpilzung“ konnte ich mit der Aussicht auf dieses leckere Abendessen auch sehr schnell zerstreuen :-).

Zutaten für zwei Personen

  • 200 g Tempeh
  • 1 Stück Ananas (ca. 250 g)
  • 5 Cocktailtomaten
  • 1 gelbe Paprika
  • 1 Stück Ingwer (1 cm)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 grüne Chilischote
  • neutrales Öl
  • 75 ml Gemüsebrühe
  • Sojasauce (nach Belieben)
Für die Marinade
  •  4 EL Sojasoße
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Stück Ingwer (1 cm)

Zubereitung

2 bis 3 Stunden vor der eigentlichen Zubereitung den Tempeh vorbereiten:
Knoblauch und Ingwer schälen, fein hacken und mit der Sojasoße vermischen.
Tempeh in dünne Scheiben schneiden und diese halbieren.
Scheiben in eine Schüssel geben, mit Marinade beträufeln und 2-3 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.

Nachdem der Tempeh ausreichend Zeit zum Marinieren hatte, Ananasstück schälen und den harten Strunk in der Mitte sowie braune Augen entfernen. Fruchtfleisch in knapp 1 cm große Würfel schneiden.

Tomaten waschen und vierteln. Paprika waschen und in ca. 1 cm große Stücke schneiden.

Ingwer und den Knoblauch schälen und fein hacken. Chilischote waschen, den Stiel abschneiden und halbieren. Hälften mit den Kernen fein schneiden.
Öl in einer Pfanne erhitzen. Tempeh darin von beiden Seiten bei starker Hitze in ca. 3 Min. knusprig braten, wieder herausnehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Paprikastücke unter Rühren ca. 1 Minute anbraten.

Ingwer, Knoblauch und Chili mit den Ananasstücken dazu geben und unter Rühren ca. 1 Min. braten.

Tomaten und Brühe dazugeben und erhitzen. Mit der Sojasauce abschmecken. Tempeh untermischen und heiß werden lassen.

Gleich mit Basmatireis servieren.

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Chili sin Carne mit Sojaschnetzel

28. August 2013

Chili con Carne, kurz auch nur Chili genannt, ist die Bezeichnung eines scharfen Gerichtes. das aus Fleisch, Chilischoten und anderen Zutaten, das seinen Ursprung im Süden der Vereinigten Staaten hat.

Irrtümlich wird es immer wieder der mexikanischen Küche zugeschrieben, dort ist es jedoch nur im Grenzgebiet zu den USA oder in großen Touristenzentren verbreitet. Dies mag auch mit der Neufestlegung der Südgrenze der USA im Vertrag von Guadalpe Hidalgo 1848 zu Ungunsten Mexikos zusammenhängen. Wie bei zahlreichen anderen Gerichten wird auch im Fall von Chili con Carne über die ursprüngliche Herkunft, die richtigen Zutaten und die Schreibweise gestritten (Quelle: wikipedia.de).

Meine fleischfreie Variante (darum „sin Carne“) wird mit Sojaschnetzeln gemacht. Man kann aber genauso gut Bulgur oder Kartoffeln nehmen. Gut dazu schmeckt Reis und ein Klecks Sauerrahm. Wenn Kartoffeln für die Zubereitung verwendet werden, würde ich auf eine kohlenhydratreiche Beilage verzichten – die ist ja dann quasi schon im Chili.

Zutaten für 2 Personen

  • 70 g Sojaschnetzel
  • 1 Dose Tomaten gehackt
  • 2 Dosen Kidneybohnen
  • 1 kleine Dose Mais
  • 1 grüne Paprikaschote
  • 10 Cocktailtomaten
  • 2 kleine Chilis
  •  süßes Paprikapulver
  •  Cumin gemahlen
  •  Koriander gemahlen
  •  Zimt
  •  Majoran getrocknet
  •  Salz, Pfeffer
  •  Tomatenmark
  • 250 ml Gemüsebrühe

Zubereitung

Sojaschnetzel mit Gemüsebrühe aufgießen und ziehen lassen. Kidneybohnen und Mais in ein Sieb geben und abtropfen lassen.

In der Zwischenzeit Zwiebel und Knoblauch fein haken. Paprikaschote, Cocktailtomaten und Chilis würfeln.

Zwiebel in etwas Rapsöl anschwitzen, dann Paprika, Cocktailtomaten, Chili und Knoblauch dazu geben, alles kurz anbraten. Die Sojaschnetzel in einem Sieb abtropfen lassen und dann ebenfalls in den Topf geben. Gut umrührenn, denn die Sojasschnetzel brennen gerne an!

Dosentomaten, Kidneybohnen und Mais dazugeben. Nach der Zugabe von Tomatenmark und allen Gewürzen eine halbe Stunde köcheln lassen. Mit Reis oder Baguette servieren. Toll schmeck das Chili auch mit einem Kleks Sauerrahm.

Da ich leider kein fotogenes Chili gekocht habe, musste ich mir ein Foto bei www.emilysalomon.dk ausborgen. Ich hoffe, ich kann bald ein eigenes, hübsches Bild für diesem Beitrag machen.

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Höllisches Seitan-Gulasch mit Paprika und Spirellis

25. März 2012

Da ich wirklich schon ewig kein Gulasch mehr gegessen habe und es ja nicht immer Tofu sein muss, entstand dieses leckere Rezept mit Seitan. Bei Seitan handelt es sich übrigens um ein Nahrungsmittel mit hohem Proteingehalt, das durch Auswaschen der Stärke aus Weizen gewonnen wird. Das verbleibende Klebereiweiß (Gluten) hat eine faserige schnittfeste Struktur. Optisch kein Hingucker, aber geschmacklich einfach großartig!

Chili kann man bei diesem Rezept natürlich ja nach Gusto verwenden – ich gehe eher großzügig damit um. 🙂 Ich nehme oft „Salsa Piccante ai Peperoncini di Calabria“, das ist eine scharfe Sauce aus Kalabrien, mit frischen Chilis und nativem Olivenöl.

Am besten lasst Ihr Euch Spirellis dazu schmecken. Aber mit anderen Nudeln kann man es bestimmt auch ganz gut essen :-). Wir essen das Gulasch im Moment am allerliebsten mit Kartoffelknödel. Und die macht Herr Wallygusto selbst. Natürlich :-).

 

Zutaten für 2 Personen

  • 1 Packung Seitan
  • 1 rote Paprikaschote
  • 1 grüne Paprikaschote
  • 2 kleine Chilis
  • 1-2 TL Chilipaste
  • 1 große Zwiebel
  • 1 große Karotte
  • 1 Dose Tomaten gestückelt
  • nach Bedarf Tomatenmark
  • nach Bedarf süßes Paprikapulver
  •  Salz
  •  Pfeffer
  •  Majoran

Zubereitung

Seitan in mundgerechte Stücke schneiden, mit gehackten Zwiebeln und den in Ringe geschnittenen Chillies und der Chillipaste in ein wenig Öl marinieren. Wer mag, kann noch Knoblauch dazugeben.

Seitan mit Zwiebeln und Marinade in einem großen Topf anbraten.

Karotten klein würfeln, Paprika in mundgerechte Stücke schneiden.

Karotten zu den Zwiebeln geben. Nach kurzer Zeit die Paprikastücke dazu geben und mitbraten.

Mit Dosentomaten und etwas Wasser aufgießen, mit Tomatenmark, Paprikapulver, Salz und Pfeffer würzen.

Das ganze Gemisch nun so lange kochen, bis das Gemüse bissfest ist und kurz vor Ende mit etwas Majoran verfeinern.

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