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Kismet | Altstadt

27. Februar 2017
Kismet München

Für einen Foodblogger ist es ein Traum in einer Stadt wie München zu leben! Nicht nur, dass ich auch eher seltene Lebensmittel ohne große Probleme kaufen kann – auch die Auswahl an Restaurants und Kneipen ist unwahrscheinlich groß. Und fast jede Woche kommen interessante Neueröffnungen dazu. Kein Wunder also, dass der Restaurantindex auf Wallygusto seit Jahren wächst und gedeiht. Erfreulicherweise gibt’s inzwischen auch eine gute Auswahl an vegetarischen und sogar veganen Restaurants. Die Herr Wallygusto und ich normalerweise nicht besuchen, da uns das Speisenangebot – gemessen an den zu zahlenden Preisen – selten verhältnismäßig vorkommt. Eine Ausnahme haben wir im Januar anlässlich unseres 16. Jahrestages gemacht und uns einen kulinarischen – rein vegetarischen – Rundumschlag im orientalischen Restaurant Kismet in der Münchner Altstadt gegönnt.

Drinnen

Dass sich in den Räumlichkeiten des Kismet gegenüber des Polizeipräsidiums einmal eine Konditorei befunden haben soll, merkt man nicht mehr. Die ehemalige Backstube mit ihrer hohen Decke und dem Oberlicht ist der Speisesaal und damit das Herzstück des vegetarischen Restaurants. Um dem ganzen einen schicken, aber dennoch Touch zu verpassen, wurden die Kacheln der Backstube mit satter smaragdgrüner Farbe überpinselt und auf dem Boden Holzdielen verlegt. Die vielen dicken Kerzen hinter den eckigen Glasscheiben verleihen dem Raum zusätzlichen Glanz.

Natürlich kann man auch im Restaurant Cocktails bestellen, aber weil wir neugierig sind, nehmen wir diese in der Kasbah Bar im ersten Stock ein. Auch hier ist alles in Smaragdgrün gehalten. Die Möbel wirken dabei ein wenig wie in Liliput – Bar, Hocker und Tische sind ungewohnt niedrig.

Speisekarte

Die Speisekarte im Kismet ist ebenfalls in Türkis gehalten und passt somit farblich perfekt zur Einrichtung. Leider ist sie dadurch bei Kerzenlicht nur sehr schwer zu lesen, da sie in recht kleiner, weißer Schrift gedruckt ist.

Aus welcher Ecke des Orients die Gerichte im Kismet jetzt genau kommt, ist schwer zu sagen. Daher setzt sich aus Einflüssen aus der türkischen, marokkanischen, libanesischen & israelischen Küche eine übersichtliche, aber interessante Auswahl an Mezze, Gözleme (türkisches Fladenbrote mit diversen Füllungen), Tajine und Desserts zusammen. Figurbewusste können zudem zwischen drei Salatvariationen wählen. Auch werden zwei, drei wechselnde Tagesgerichte angeboten. Die Cocktailkarte bietet äußerst fantasievolle Kreationen und die Auswahl fällt echt schwer!

Da Herr Wallygusto und ich unseren 16. Jahrestag feiern, lassen wir es ordentlich krachen und stellen uns ein Drei-Gang-Dinner zusammen: Als Vorspeise gibt’s Kichererbsen Mousse mit gerösteten Pinienkernen und Berberitzen und geräuchertes Auberginenragout. Anschließend lassen wir zwei Tajines servieren: Black eyed peas mit roten Zwiebeln, Paprika, Pflaumen und Schafsjoghurt für Herrn Wallygusto und Kichererbsen, Paprika,  Salzzitronen und Halloumi für mich. Abschließend teilen wir uns noch einen Kokos-Milchreis mit Aprikosenkompott und Zimt.

Geschmack

Das Auberginenragout überrascht mit leichter, pfeffriger Schärfe und einem Hauch Zitrone. Das Kichererbsen Mousse war nicht besser oder schlechter als vom normalen orientalischen Imbiss um die Ecke oder das Fertigprodukt aus dem Biomarkt. Einzig die Berberitzen waren ein wenig außergewöhnlich. Beide Vorspeisen werden mit frischem Fladenbrot, Papadam und ein wenig Wildkräutersalat serviert.

Bei den Tajines handelt es sich um marokkanische Tontöpfe, in denen das Essen normalerweise auch zubereitet wird. Ich glaube, im Kismet werden die Gerichte im Topf zubereitet und nur in der Tajin serviert. Wie dem auf sei – auf jeden Fall werden dazu Cous Cous und Fladenbrot gereicht. Beide Gerichte überzeugen mit ihrer Mischung unterschiedlichster Aromen – vor allem die Salzzitronen haben es uns angetan!

Obwohl wir dank der üppigen Portionen schon längst satt sind, können wir uns ein Dessert nicht verkneifen! Wir sind dann auch froh, dass wir uns den Kokos-Milchreis teilen, denn es gibt zwei große Nocken mit ordentlich Aprikosenkompott, das fruchtig-süß ist eine eine zarte Zimtnote hat. Der heiße Mokka wird im Kupferkännchen serviert und schmeckt intensiv nach Kardamom.

Auch die Cocktails sorgen für tolle und unerwartete Geschmackserlebnisse – allen voran der Beirut Punch (Pine Nuts Infused Rhum, Grilled Lime, Honey, Nutmeg) und die Damaskus Daisy (Jasmine Tea-infused Gin, Lemon, Rose Sirup, Soda, Rose Water).

Service

Der Service im Kismet ist sehr professionell und aufmerksam. Unsere Bestellungen werden schnell aufgenommen und serviert – lange Wartezeiten gibt es nicht. Ein ganz besonderes dickes Lob geht an die beiden Jungs hinter dem Tresen der Kasbah Bar – die Cocktails sind einfach göttlich!!

Preise

Das Essen ist nicht günstig, jedoch stimmt unserer Meinung nach das Preis-Leistungsverhältnis: Für die Mezze zahlen wir € 5,50, für die Tajin-Gerichte je € 16,50. Der offene Wein (0,1) kostet zwischen 3,50 und 5,50, das kleine Kännchen Mokka € 3,80 und der Liter stilles Tafelwasser € 5,50. In der Bar legen wir für einen Cocktails jeweils € 10,50 hin.

Fazit

Die Gerichte im Kismet sind einfach, sorgen aber trotzdem (zumindest bei uns) für völlig neue Geschmackserlebnisse. Und auch die Cocktails sind meiner Meinung nach außergewöhnlich & sehr lecker! Beim nächsten Mal muss ich unbedingt ein Picon Beer probieren – ein karamellfarbenes Aperitifgetränk aus Orangen, dass mit Hellem aufgegossen wird. Bei ein paar Jungs an der Bar war dieser Cocktail auf jeden Fall sehr beliebt! Und da es auch am Service nichts zu meckern gab, werden wir auf jeden Fall mal wieder kommen!

Adresse: Löwengrube 10, 80333 München

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NANA | Haidhausen

7. Oktober 2015

Nach dem Restaurant Day wollte ich eigentlich mindestens 3 Wochen nichts mehr essen – viel zu viel habe ich von den vielen Leckereien der Dirty X Break und Short’n’Sweet genascht. Da wäre eigentlich erstmal extremes Fasten und fünfmal am Tag Sport angesagt gewesen. Als ich dann aber ganz lieb gefragt wurde, ob ich denn auch zum Foodblogger Stammtisch kommen wolle, habe ich nicht lange überlegt: Für den August war nämlich das NANA in Haidhausen als Location auserkoren worden. Da ich dem NANA schon lange einen Besuch abstatten wollte, habe ich (natürlich) alle guten Vorsätze ganz schnell wieder über Bord geworfen. 😉

Drinnen

Das NANA ist ganz so, wie ich Restaurants mag: Klein, gemütlich & mit großer Fensterfront. Die türkisen und hellblauen Wände sind bis auf ein paar Schiefertafeln leer. Dafür gibt es zahlreiche Regale mit Weinflaschen, Büchern und Blumentöpfen.

Das Publikum ist etwas jünger und sieht etwas schicker aus, was wohl der durchaus exklusiven Lage mitten in Haidhausen zu verdanken ist. Das beliebteste Getränk im NANA ist Wein – das offenbar auch der erste Blick in die Speisekarte.

Obwohl wir unter der Woche da sind, ist der kleine Gastraum des NANA bald gut mit hungrigen Gästen gefüllt. Eine Reservierung ist also unbedingt erforderlich! Leider ist diese aktuell nur telefonisch möglich.

Speisekarte

Eines gleich vorweg: Die Auswahl an Meze ist unglaublich. Es gibt nämlich nicht nur eine Standardkarte, sondern auch noch täglich wechselnde Kleinigkeiten. Schon allein Hummus gibt es in verschiedenen Variationen (Natur, mit Tahina, Zaat’ar oder Fleisch), so dass wir die Qual der Wahl haben. Zum Glück gibt es Hummus Komplett mit den drei vegetarischen Sorten und einem hartgekochten Bio-Ei, damit man wirklich alles probieren kann.

Die Weinauswahl ist meiner Meinung nach beeindruckend und einen zweiten Blick wert. Außerdem gibt es hausgemachte Zitronen-Minz-Limonade, die sogenannte LimoNana. 🙂

Da ich gerne mal das würzige, typisch israelisches Gemüseragout mit Spiegelei probieren möchte, bestelle ich grünes Shakshuka mit Feta. Dazu gibt es israelisches Pitabrot aus dem Ofen. Dazu gönne ich mir ein Maccabi Lager (israelisches Pils) und später Hofbräu Pure (beides 0.3).

NANA Maccabi Lager

Geschmack

Das Shakshuka wird in einer gusseisernen Pfanne serviert und schmeckt unglaublich lecker. Das Pita ist noch warm und steckt hygienisch verpackt in einer Papiertüte. Es ist ebenfalls ganz hervorragend!

NANA Grünes Shakshuka mit Feta

Da meine Foodblogger-Kollegen von der lieben Sorte sind, darf ich auch noch Hummus, Mixed Pickles, israelische Gurken in Salzlake und Baba Ghanoush (geräucherte Aubergine in Sesam) probieren. Bis auf das Baba Ghanousch, das für meinen Geschmack ein wenig zu stark geräuchert ist, finde ich alles super!

NANA Hummus

Service

Der Service im NANA ist freundlich und aufmerksam. Professionell wird uns das Tagesangebot vorgestellt und die einzelnen Gerichte der regulären Speisekarte geduldig erläutert. Ich weiß jetzt zum Beispiel, dass Shakshuka eigentlich immer rot ist, grün wird es erst am Schluss durch die Zugabe von Spinat.

Preise

Für die Meze zahlen wir € 3,00 pro Stück, der gemischte Hummes-Teller mit frischen Brot kostet € 7,50 und das grüne Shakshuka mit Feta € 9,00. Absolut fair!

Einzig den Preis von € 2,90 (Hofbräu Pure) und € 3,50 (Maccabi) empfinde ich als ein wenig zu hoch. Aber wir sind ja schließlich in München, daran wird man sich wohl gewöhnen müssen.

Fazit

Das NANA ist einfach toll! Und das egal, ob man einen besonderen Abend mit seinem Liebsten, ein gemütliches Abendessen mit Freunden oder einen Ratschabend mit der besten Freundin machen möchte!

Das nächste Mal möchte ich aber unbedingt mehr Meze bestellen und das wahnsinnig gute Weinangebot ausprobieren!

Internet: www.nana-muenchen.de
Adresse:
Metzstr. 15, 81667 München

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Keko | Au

29. Juli 2012

Unsere Pläne für den Samstagabend sahen eigentlich ganz anders aus, aber leider hat der kleine chinesische Imbiss nur unter der Woche geöffnet. Da wir uns in der Au nur bedingt auskennen, schauten wir beim „Keko“ gegenüber vom Mariahilfplatz vorbei. Und wir hatten Glück: Die freundlichen und eifrigen Kellner fanden im kleinen Gastgarten tatsächlich noch einen Tisch für zwei. Dank des schönen Wetters wollten nämlich viele Reservierungen drinnen statt draußen sitzen und es waren ziemlich alle Tische besetzt.

Das „Keko“ bietet bodenständige und traditionelle türkische Küche, die zeitgleich kreativ ist. Das es hier nicht nur Döner gibt, versteht sich von selbst! Die Speisekarte bietet daher eine große Auswahl an Vorspeisen und eine leider recht kleine an vegetarischen Hauptgerichten, die ausnahmslos auf der Tageskarte stehen. Wir wurden trotzdem recht schnell fündig und bestellten zu unserer „Soguk Meze“, also einem kalten Vorspeisenteller, „Peynirli Kabak Sardal“ (Zucchini gefüllt mit Schafskäse und Pistazien) und „Köylü Salata“ (Salat mit gebackenem Käse, gegrillten Austernpilzen, Börek und Blätterteig mit Spinat & Schafskäse). Die Vorspeise bestand aus „Bodrum Meze“ (klein gewürfelte, geröstete Auberginen mit Korinthen in Joghurtsauce), „Caci“ (Joghurt mit Knoblauch und geriebenen Gurken), Saksu(klein gewürfelte Auberginen, Zucchini, Paprika, Tomaten mit Knoblauch), Yogurtlu Ispana (Blattspinat mit Joghurt und Knoblauch) und „Acili Ezme“ (klein gehackte Paprika, Zwiebeln, Petersilie und Gewürze). Besonders lecker war „Bodrum Meze“, das überraschenderweise süss und durch die Korinthen sehr interessant schmeckte. Dazu wurde geröstetes Brot serviert. Bei der Hauptspeise war der Salat absolut die bessere Wahl, denn trotz der tollen Kombination mit den Pistazien enttäuschten die Zucchini ein wenig, waren so doch für meinen Geschmack ein wenig zu salzig. Um ein Klischee zu bedienen: Vielleicht war der Koch ja verliebt? 🙂 Als Beilage gab es Reis und eigentlich hätten wir noch Brot bekommen sollen, was aber leider vergessen wurde. Halb so schlimm, denn der leckere türkische Mokka danach machten alles wieder gut.

Bevor ich zu den Preisen komme, möchte ich noch kurz erwähnen, dass die Einrichtung klar und schnörkellos ist, man könnte sagen „zeitlos elegant“. Gott sei dank wird auf jegliche Art von Kitsch verzichtet. Ob die Preise dem edlen Ambiente geschuldet sind? Günstig essen tut man im „Keko“ nämlich nicht, denn kostet doch die Vorspeise knapp € 10 und die vegetarischen Speisen knapp € 11,00. Auch € 3,10 für eine Saftschorle (0,4) sind nicht gerade günstig, der türkische Mokka für € 2,20 hingegen schon. Egal…man fühlt sich hier willkommen und schmecken tut es auch…also dann bis bald! Oder „Görüşmek üzere!“ 🙂

Adresse: Mariahilfstr. 24, 81541 München

Da ich damals leider kein Foto gemacht habe, gibt es einen hübschen Platzhalter von Pexels.

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Taklamakan | Ludwigsvorstadt

25. Juli 2011

Dieser Schnellimbiss im Dunstkreis des Münchner Hauptbahnhofes besticht wirklich nicht durch sein ansprechendes Äußeres: Ich finde die orange Optik und die vielen Bilder von den angebotenen Speisen ein absolutes „NO GO“. Die Qualität des Essens – hier das Falafel – belehrt aber schnell eines besseren, denn die ist wirklich gut. Auch wenn mir die Falafel meines Freundes besser schmecken, ein Fehler macht man keineswegs, wenn man sich hier ein Sandwich holt. Auch die Fleischgerichte, vor allem das hausgemachte „Lägmän“ (Nudeln mit Gemüse und Fleisch), das sehr oft bestellt wurde, sahen lecker aus. Nix für jeden Tag, aber wenn man vom Hunger auf einen mehr oder weniger ungesunden Snack gepackt wird, durchaus akzeptabel. 🙂

Adresse: Bayerstr. 27, 80335 München