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Deutschland Unterwegs

Nürnberg | Impressionen

2. Februar 2017
Impressionen aus Nürnberg

Mitte Oktober war ich auf dem Chefkoch Foodcamp 2016 in Nürnberg. Da ich keine Lust hatte, am selben Tag ins Frankenland und wieder zurück zu fahren, beschlossen Herr Wallygusto und ich, gleich das ganze Wochenende dort zu verbringen. Während ich mich aber den ganzen Tag mit Schlemmen, Kochen und Netzwerken beschäftigte, ging er eine Runde Bouldern und anschließend saunieren. Am Abend trafen wir uns dann, um gemeinsam Nürnberg unsicher zu machen. Und hier sind nun unsere (kulinarischen) Tipps für Euch!

Übernachten

Das Hotel Five am Obstmarkt ist ein modernes, zentral gelegenes Hotel mit einem vorzüglichen Frühstück á la carte. Die 16 Zimmer des kleinen Boutiquehotels entsprechen dem internationalen Standard eines 3-Sterne-Superior Hauses. Unser Zimmer ist recht groß und warte mit tollen Pflegeprodukten von Stop The Water While Using Me auf. Da das Five ein Energiesparhotel ist, passen diese natürlich hervorragend ins Gesamtkonzept.

Essen & Trinken

Die Frankenstube bietet trotz ihres eher rustikalen Namens mit einer unglaublich großen Auswahl an vegetarischen und veganen Gerichten auf. Vieles davon ist zudem Bio!

In der Hausbrauerei Altstadthof bestellen wir als kleinen Absacker Schwarz Rot Gold – ein Tris aus 0,20 l Probierkrügen mit süffigem SchwarzBier, traditionellem RotBier und ursprünglichem HellesBier.

Der Salon Regina im angesagten Stadteil Gostenhof besticht mit Retro Schick, leckerem Kuchen und hausgemachter Gurkenlimonade. Die gibt’s auf Wunsch übrigens auch mit Gin. 😉

Noch mehr Tipps für Euren Städtetripp gibt der Artikel Nürnberg kann Currywurst.

 

Deutschland Unterwegs

Fränkische Schweiz | Impressionen

19. Dezember 2016
Fränkische Schweiz

Im Herbst legen Herr Wallygusto und ich gerne noch eine Woche Wanderurlaub ein. Nachdem wir diesen letztes Jahr zugunsten eines ausgedehnten Städtetrips nach Hongkong haben ausfallen lassen, war diesmal wieder sportliche Betätigung im Freien angesagt. Da wir schon länger nicht mehr in der Fränkischen Schweiz gewesen sind, war auch schnell ein passender Ort hierfür gefunden. Natürlich wird es auch über diesen Urlaub einen ausführlichen Bericht mit allen (vegetarischen) Restaurantempfehlungen & den besten Wanderungen geben.

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Köln | Impressionen

17. November 2016
Unser 1. Kölsch

Schon seit langem sind Herr Wallygusto und ich Fans der Band Edward Sharpe and The Magnetic Zeros. Und als wir von der anstehenden Tour erfahren haben, war die Freude natürlich groß! Leider erhielt unsere Begeisterung schnell einen Dämpfer, denn die geliebten Musiker gaben sich nur für ein Konzert in Deutschland die Ehre! Und das im Rahmen der c/o pop Festivals in Köln. Was also tun? Kurzentschlossen besorgte uns Herr Wallygusto also ein Hotel und einen günstigen Flug – schließlich bekommt man nicht jeden Tag die Gelegenheit, Edward Sharpe & The Magnetic Zeros live zu sehen. Natürlich haben wir auch genug Zeit für eine Stadtbesichtigung und Bierproben eingeplant! Erste Eindrücke bekommt Ihr bereits jetzt zu sehen, ein ausführlicher Reisebericht mit vielen Restauranttipps ist noch in Vorbereitung!

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Sachsen: Die Sächsische Schweiz | Nord-Nord-Ost (3)

26. Mai 2016
Sächsische Schweiz - Bastei

Anfang des Jahres habe ich Euch von unserer wahnsinnig entspannten Woche am Müritzsee erzählt – die nach einem Wochenende im lebhaften Hamburg genau da Richtige war, um wieder runterzukommen. Unser Urlaub in deutschen Landen war damit aber noch lange nicht am Ende – das wahre Highlight folgte nämlich noch: Die Sächsische Schweiz!

Schon als ich vor über 10 Jahren während einer Tagung das erste Mal in der Sächsischen Schweiz war, hat mich die zauberhafte Gegend mit ihren einzigartigen Felsformationen fasziniert. Noch Wochen – ach, was sag’ ich – JAHRE später habe ich Herrn Wallygusto immer wieder davon vorgeschwärmt. Dass wir es erst letztes Jahr gemeinsam dort in geschafft haben, mag vor allem daran liegen, dass wir einfach zu viele Ideen für Reiseziele haben. An der Landschaft oder zu wenig Möglichkeiten, zu wandern lag es bestimmt nicht. 😉

Pirna

Bevor wir unser Domizil in Königsstein beziehen, statten wir Pirna einen kurzen Besuch ab. Die hübsche Altstadt mit ihren vielen Restaurants und Cafés ist ideal, um gemütlich ein Eis zu schlecken. Um die Kalorien wieder zu verbrennen, erklimmen wir die Festung Sonnstein. Von dort oben genießen wir eindrucksvolle Blicke über die Stadt.

Anschließend nutzen wir die Gelegenheit, um uns im Kaufland mit neuen Vorräten einzudecken. Neben der großen Auswahl an regionalen Produkten fand ich übrigens erstaunlich, dass es dort flaschenweise Rotwein-Cola zu kaufen gibt.

Königstein

Wir schlagen unser Basislager im ca. 2.400 Einwohner zählendem Königstein auf. Königsstein liegt rund 35 km von Dresden entfernt und verdankt seinen Namen der einstigen Burg und späteren Festung, die 1241 erstmalig urkundlich erwähnt wurde. Das erste Mal wurde die Gemeinde Königstein übrigens in einer Urkunde aus dem Jahre 1379 erwähnt. Königsstein ist der optimale Ausgangsort für faszinierende Landschaftserlebnisse in der wunderschönen Sächsischen Schweiz. Ansonsten finden wir Königstein sehr unspektakulär, ja fast schon ein bisschen langweilig. Aber für Wanderungen in der Sächsischen Schweiz gibt es fast keinen besseren Ausgangsort.

Säschische Schweiz - Königstein

Nachts

Mit dem Feriendomizil Liliensteinblick haben wir die perfekte Ferienwohnung gefunden: Die Wohnung ist nicht nur komfortabel und ist im mediterranem Stil eingerichtet, wir haben noch dazu einen einzigartigen Blick auf den Lilienstein. Und zwar von der eigenen Terrasse. Durch die ruhige Hanglage am Waldrand auf einem separaten 1400 qm großen Gartengrundstück mit großer Wiese wohnen wir nahezu ungestört – nur zwei verspielte (oder hungrige???) Katzen und ein herrschsüchtiger Hahn rücken uns ein bisschen auf die Pelle. Alles in allem eine der schönsten Ferienwohnung, die wir je hatten!

Internet: www.feriendomizil-liliensteinblick.de
Adresse:
Gohrischer Str. 18 · 01824 Königstein

Tagsüber

Klar, dass wir auch in der Sächsischen Schweiz fleißig am Wandern sind. Fast alle Touren, die wir während unseres Urlaubs dort gemacht haben, stammen aus dem Rother Wanderführer Elbsandsteingebirge: Die schönsten Touren in der Sächsischen Schweiz mit Malerweg (Affiliate Link).

Unsere erste Wanderung (Tour 20) führt Herrn Wallygusto und mich auf den höchsten Berg der Sächsischen Schweiz, den Großen Zschirnstein. Auf unserem Weg zu einer der schönsten Aussichten kommen wir an dem gemütlichen Hofcafè Marienhof in Kleingießhübel vorbei. Auf dem Rückweg machen wir einen kleinen Abstecher in Reinhardtsdorf, um die sehenswerten Malereien in der dortigen Kirche zu bewundern.

Empfehlenswert ist auch die Tour 27, der sogenannte Flößersteig. Der informative Naturlehrpfad führt auf den Spuren der Flößer durch das wildromantische Kirnitzschtal. Beim Gasthof Lichthainer Wasserfall kehren wir ein, um ganz hervorragende Waldmeisterbrause zu trinken. Da der Gastgarten aber ansonsten eher ungemütlich ist, ziehen wir schnell wieder weiter. In der sehr gemütlichen Neumannmühle gibt’s schließlich gute Eierschecke und aromatisches Eibauer Schwarzbier. Zurück nehmen wir übrigens den Bus – das letzte Stück der Wanderung war nämlich sehr schlammig und landschaftlich auch nicht mehr ganz so faszinierend.

Direkt von unserer Ferienwohnung in Königsstein aus wandern wir zum Pfaffenstein. Bevor wir uns die größte Felsnadel der Sächsischen Schweiz, die Barbarine, anschauen, kehren wir aber in der Berggaststätte Pfaffenstein ein. Dort wird sehr viel Wert auf Bio und regionale Produkte gelegt – und auch die Auswahl an veganen und vegetarischen Gerichten kann sich sehen lassen. Herr Wallygusto erfreut sich an fluffigem Käsekuchen mit viel Sahne, während ich mich an einem sehr guten, wenn auch ein wenig salzigem Bohneneintopf labe. Nachdem wir das Plateau des Pfaffensteins und die unglaubliche Aussicht ausreichend genossen haben, wandern wir über die Festung Königstein zurück zu unserer Unterkunft.

Das Highlight unseres Urlaubes ist aber eindeutig die Wanderung zur Schrammsteinaussicht und dem Großer Winterberg (Tour 28). Zuerst geht es in Bad Schandau mit dem Elektrischen Personenaufzug aus dem Jahr 1904 (Ticket € 1,80 / 2015) nach Ostrau, wo wir nach einer schönen Holzhaussiedlung auf den eigentlichen Beginn unserer Wanderung stoßen. Der Weg ist einer der Höhepunkte der hinteren Sächsischen Schweiz und besticht durch spektakuläre Aussichten und wilde Schluchten. Erfreulicherweise kommt auch das kulinarische Vergnügen nicht zu kurz: Im Gasthaus Großer Winterberg genießen wir auf der tollen Sonnenterrasse fruchtige Tomaten-Kartoffelsuppe und mit Kräutern marinierter Hirtenkäse. Gestärkt wandern wir weiter zu den Lichtenhainer Wasserfällen, von wo aus uns die historische Kirnnitzschtalbahn für € 5 zurück nach Bad Schandau bringt.

Von Tour 8 zur Felsbildung Labyrinth haben wir uns ein wenig mehr erwartet. Aber wahrscheinlich sind solche Formationen nur für Kinder richtig interessant – zumindest kommen wir uns im Labyrinth vor wie auf einem großen Kinderspielplatz. Lohnend ist der kurze Abstecher zum Bernhardstein-Panoramablick.

Die kleine Wanderung zur Bastei ist ein absolutes Muss, wenn man in der Sächsischen Schweiz zu Gast ist. Wir waren auch hier ein wenig enttäuscht, denn auf allen Fotos sieht die Bastei immer sehr beeindruckend aus.  Mit eigenen Augen betrachtet wirkt das Bauwerk auf uns allerdings weit weniger imposant. Viel spannender finden wir die Kletterer, die an dem Bergmassiv gegenüber hängen. 🙂 Ein schönes Fotomotiv ist die Bastei aber allemal! Zurück gehen wir über die romantischen Schwedenlöcher und den künstlich angelegten Amselsee.

Mahlzeit

Da wir in unserer Ferienwohnung eine vollausgestattete Küche haben, versorgen wir uns weiterhin selbst. Einkehren tun wir nur unterwegs – und wo, habe ich Euch ja oben bereits verraten. Und so gibt es an dieser Stelle – bis auf eine Ausnahme – lediglich ein paar Einkaufstipps für Euch:

Der Nahkauf in Bad Schandau (Dresdner Str. 2a) kann uns durch seine gute Auswahl an Bio Produkten, Gemüse und (teilweise regionalen) Wein überzeugen.

Katrin’s Naturkostladen (Zankenstr. 4, 01814 Bad Schandau) ist zwar nicht besonders groß, hat aber eine gute Auswahl.

Im Biosfaire Regiomarkt im Nationalparkbahnhof (Bahnhof 6, 01814 Bad Schandau)  werden neben regionale Nudeln, Eier, Wurst und jede Menge andere Premiumprodukte, Bio-Produkte und Fairtrade-Artikel angeboten. Leider haben wir noch sehr viele Vorräte, so dass es beim Stöbern bleibt.

Im Café im Sachsenhof (Bielatalstr. 21, 01824 Königstein) decken wir uns regelmäßig mit Streuseltalern und Schweinsohren mit Schoko für unterwegs und schmackhaften Brot für’s Frühstück ein.

Wie es in Schrägers Gasthaus (Kirchgasse 1, 01824 Königstein) aussieht, können wir jetzt gar nicht sagen. In der Gasse vor dem Lokal sitzen wir jedenfalls sehr gemütlich und genießen ein kühles Pils von Feldschlößchen.

Fazit

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Klar ist eine Fernreise, auf der man fremde Kulturen kennenlernen kann, spannend. Man sollte dabei aber nicht vergessen, dass es auch in Deutschland unglaublich schöne Ecken gibt, die eine Reise absolut wert sind. Wir werden unseren „Heimaturlaub“ also bald wiederholen – zumindest in der Sächsischen Schweiz. Die Fahrt von München hierher lohnt sich nämlich auch für ein verlängertes Wochenende!

Deutschland Unterwegs

Mecklenburg-Vorpommern: Schwerin, Müritzsee & Neustrehlitz | Nord-Nord-Ost (2)

29. Februar 2016
{Unterwegs} Nord-Nord-Ost - 2. Teil Mecklenburg-Vorpommern: Schwerin, Müritzsee & Neustrehlitz

Oh je….ist es wirklich schon so viele Monate her, seit ich von unserem Sommerurlaub berichtet habe? Dabei war Hamburg nur die 1. von insgesamt 3 Etappen – wenn ich in dem Tempo weitererzähle, steht wahrscheinlich schon der nächste große Urlaub vor der Türe!

Lange Rede, kurzer Sinn: Nach einem ereignisreichen und von leckerem Essen begleiteten Wochenende in Hamburg geht die Reise weiter nach Mecklenburg-Vorpommern! Dort beginnt der gemütliche und sportliche Teil des Urlaubs! Endlich! 🙂

Müritzsee im Müritz Nationalpark

Schwerin

Auf unserem Weg an die Müritz machen wir aber erst einmal in Schwerin halt. Dort findet sich mit dem Schloss Schwerin ein absoluter Glanzpunkt Mecklenburg-Vorpommerns! Ansonsten lockt die Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern mit einer pittoresken Altstadt, dem imposanten Schweriner Dom und dem Altstädtischen Rathaus.

{Unterwegs} Nord-Nord-Ost - 2. Teil Mecklenburg-Vorpommern: Schwerin, Müritzsee & Neustrehlitz

In der Altstadt gibt es eine große Anzahl an Cafés und Restaurants:

  • In der Soupiére (Puschkinstr. 59) gibt es eine große Auswahl an Suppen und Eintöpfen. Erfreulicherweise wird dabei auch an Vegetarier und Veganer gedacht. Die Portionen sind ordentlich und die Suppen sehr schmackhaft!
  • Das Café Röntgen hingegen kann uns leider nicht überzeugen. Und dass trotz der riesigen Auswahl an Kuchen und Torten, die in der langen Theke angeboten werden. Zwar haben wir von der Terrasse einen tollen Ausblick auf das rege Treiben auf dem Marktplatz, der Service kommt uns jedoch ein wenig durcheinander und ziemlich unaufmerksam vor. Auch erfüllen Lübecker Nuss-Sahne und Bauern-Apfel-Torte leider nicht ganz unsere Erwartungen.

Café Röntgen in Schwerin

Waren

Hauptziel dieser Etappe ist Waren. Das malerische Städtchen liegt mitten in der mecklenburgischen Seenplatte, eingebettet zwischen Müritz, Tiefwarensee und Feißneck. Im nahen Müritz-Nationalpark wollen wir die nächsten Tage viel Wandern und Radfahren. Und hoffentlich auch den ein oder anderen Fisch- und Seeadler beobachten.

Waren im Müritz Nationalpark

Die malerische Gegend rund um den Müritzsee scheint aber eher für älteres Publikum interessant zu sein: Herr Wallygusto und ich senken trotz unserer fast 40 Lenze das Durchschnittsalter fast überall deutlich ab. Uns stört das aber nicht weiter, denn die Landschaft des Müritz-Nationalpark mit ihren Wäldern, Seen und Mooren ist einfach atemberaubend. Die Natur ist hier ungestört und stets im Wandel und daher gibt es täglich Neues für uns zu entdecken. Außerdem ist es soo unglaublich ruhig und beschaulich – so ruhig, dass wir auf unseren Touren eigentlich fast immer allein sind. Der Erholungsfaktor liegt – zumindest bei uns – bei über 100%. Mehr Informationen über dieses Naturerlebnis gibt es auf der Website des Müritz-Nationalparks.

Flora & Fauna im Müritz Nationalpark

Nachts

Das Apartmenthaus mit dem wohlklingenden Namen Residenz am See liegt tatsächlich direkt am ruhigen Ufer des Müritzsee. So kommt es, dass wir von unserem Balkon aus einen traumhaften Blick auf dieses herrliche Gewässer haben. Und nicht nur das: Die historische Altstadt von Waren ist nur 100 m entfernt. Klar mag es in Waren schickere Anlagen geben, aber unser gemütliches Studio ist hell und sauber. Außerdem lässt die Ausstattung keine Wünsche offen: Wir haben eine sehr gut ausgestattete Küche, Kabel-TV (das wir nicht einmal anhatten) und sogar ein Radio.

Internet: www.amseeufer.de
Adresse: Am Seeufer 59, 17192 Waren

Residenz am See - Müritz Nationalpark

Tagsüber

Schon bei den Urlaubsvorbereitungen wuchs in uns der Wunsch, mal wieder gemeinsam das Paddel zu schwingen. Schließlich lässt sich eine Seeplatte am besten auf dem Wasser erkunden, oder etwas nicht? Gesagt getan: Unser erster Ausflug führt uns also zum Paddel-Paul, wo wir uns ein 2er-Wanderkajak leihen. Nach einer kurzen Einweisung geht’s auch schon los, die Alte Fahrt (bis in die 1930er Jahren die einzige schiffbare Verbindung zwischen der Müritz und den Gewässern um Mirow und der oberen Havel) entlang! Anfangs war ich ein wenig skeptisch, denn bei unserer letzten Paddeltour in Kanada stellten wir beide uns recht ungeschickt an und kamen kaum vom Fleck. Aber schon nach kurzer Zeit hatten wir unser Nussschale gut unter Kontrolle. Und was soll ich noch sagen: Die Landschaft ist einfach überwältigend! Und die vielen Seerosen, ein Traum!

Alte Fahrt - Müritz Nationalpark

Seerose im Müritz Nationalpark

Zum Glück tun uns vom Paddeln nur die Arme weh, so dass am nächsten Tag einer Radtour nichts im Wege steht. Wir schwingen uns also auf unser Bikes und folgen dem Müritzradweg (Quelle: www.gps-tour.info) von Waren nach Boeck. Dort kehren wir im Restaurant Auszeit ein und stärken uns mit Mohneierschecke und Eierkuchen mit Kirschen und Eis.

Restaurant Auszeit im Müritz Nationalpark

Unsere erste Wanderung zu Fuß führt uns mitten in den Müritz-Nationalpark zum Landschaftspflegehof Müritzhof. Hier wird auf einer Fläche von etwa 230 Hektar extensive Weidewirtschaft betrieben. Von den zu diesem Zweck gehaltenen alten Haustierrassen sehen wir (leider) nur das skandinavische Fjällrind. Von flauschigen Gotlandschafen und stämmigen Shetlandponys ist bei unserem Besuch leider keine Spur zu sehen. Zum Trost gibt’s in der angeschlossen Gaststätte leckeren Kuchen mit Pflaumen und Butterstreuseln.

Müritz Nationalpark

Unsere Radtour über die malerischen Örtchen des Müritz-Nationalparks (Federow -Klackow – Klein-Dratow – Schwastorf – Kargow) fällt kürzer aus als erwartet – wahrscheinlich sind wir auf dem Fahrrädern einfach zu flott unterwegs. 😉 Zeit genug also, um in der Bunten Kuh (Dammerower Str. 8, 17192 Federow) eine riesige Portion leckeren Milchreis mit Kirschen zu essen. In der rustikalen Gaststätte am Müritz-Radweg bekommt Ihr übrigens auch eine große Auswahl an Sanddornspezialitäten. Vor allem die Sanddorn-Bonbons mit ihrem leicht herben Geschmack sind wirklich toll!

Radfahren im Müritz Nationalpark

Mahlzeit

In Waren selbst waren wir kein einziges Mal beim Essen – nicht mal auf einen kleinen Kuchen! Kaum zu glauben, oder? Wir haben uns schließlich selbst versorgt und tagsüber gab’s unterwegs genug Möglichkeiten, zur Verköstigung. Lebensmittel kaufen wir während unseres Aufenthaltes hier:

Der Müritzer Bauernmarkt (Hafenstr. 3, 17192 Klink) bietet auf zwei Etagen eine breite Palette regionaler Produkte, Souvenirs und Accessoires. Außerdem gibt’s die größte Auswahl an Kinderbüchern in der Region. Natürlich interessiert uns ganz besonders die Käseauswahl, die von Bierkäse bis hin zu einer Variante mit Kreuzkümmel reicht. Außerdem gibt’s recht ordentliches Mehrkornbrot!

Müritz Nationalpark Selbstversorger

Auch entdecken wir in der Altstadt und in Papenburg Supermärkte der Kette EDEKA. Die Filiale im Stadtteil Papenburg ist riesig und hat eine ganz hervorragende Auswahl. Wir decken uns hier gleich mehrmals mit Gemüse, Bio-Nudeln und Käse ein. Sehr empfehlenswert ist auch ein Besuch der Bäckerei Hatscher: Dort gibt es ein aromatisches Vitalbrot.

Wenn wir doch mal auf der Piste waren, hat es uns in’s Amboss gezogen: Der wildromatische, kleine Biergarten der Kneipe hat es uns total angetan!  Neben einer recht umfangreichen Getränkeauswahl werden auch kleine Gerichte und Eis angeboten.

Kneipe Amboss in Waren im Müritz Nationalpark

Neustrehlitz

Auf unserm kurzen Spaziergang durch Neustrehlitz erkunden Herr Wallygusto und ich die pittoreske Altstadt rund um den Marktplatz. Auch das Schloss und der umliegende Garten sind absolut sehenswert.

Unterwegs in Neustrehlitz Neustrehlitzer Schloss

Am Neustrehlitzer Stadthafen entdecken wir den 1856 erbauten und 2014 restaurierten Alten Kornspeicher. Dieser beherbergt neben einem Hotel und einem Restaurant auch die Kaffeerösterei Bohn‘ aparte, in der wir einen ganz vorzüglichen Cappuccino trinken.

Kaffeerösterei Bohn'aparte in Neustrehlitz

Fazit

  1. In Meck-Pomm ist es einfach schön – hier gibt es Natur pur & pittoreske Städtchen für Kulturliebhaber!
  2. Wanderführer sind völlig überbewertet – wenn die Beschilderung so hervorragend wie im Müritz-Nationalpark ist.
  3. Paddeln ist anstrengend, aber wir werden es wieder tun. Und zwar schon ziemlich bald. In Schottland. 🙂
  4. Auch eine flache Landschaft, so ganz ohne Berge, kann wunderschön sein. Wer was anderes sagt, hat’s noch nie ausprobiert!

 

 

Deutschland Unterwegs

Hamburg | Nord-Nord-Ost (1)

25. November 2015

Nachdem Herr Wallygusto und ich die letzten Jahre mehrmals in Norwegen, Schweden und Italien unterwegs waren, wollten wir dieses Jahr mal etwas ganz anderes machen. Das Leben ist schließlich viel zu kurz, um immer an den selben Orten Urlaub zu machen, oder?

Da wir wegen des Derby-Meetings sowieso ein Wochenende in Hamburg geplant hatten, lag es also nahe, sich einmal Deutschlands Norden und Osten genauer anzuschauen. Wohin genau sollte aber die Reise gehen? Ein Blick auf die Landkarte und die Etappen unserer Reise standen schnell fest:

  1. Teil Hamburg
  2. Teil Mecklenburg-Vorpommern: Schwerin, Müritzsee & Neustrehlitz
  3. Teil Pirna & Sächsische Schweiz

Hamburg

Nachts

Wie schon im letzten Jahr beziehen wir ein kleines Doppelzimmer im Hotel Hamburg Altona. Das Bad ist zwar wieder winzig, dafür ist das Zimmer wie erwartet sehr sauber. Und das ist das einzige, was für Herrn Wallygusto und mich bei einer Unterkunft wichtig ist. Wir sind sehr zufrieden!

 Adresse: Hahnenkamp 8, 22765 Hamburg

Mahlzeit

Warum wir bei unserem 1. Besuch in Hamburg Schwierigkeiten hatten, etwas zu Essen zu finden, ist uns inzwischen mehr als schleierhaft. Die Auswahl an Lokalen und Restaurants ist wirklich unglaublich vielseitig! Wir können uns inzwischen kaum entscheiden, wo wir einkehren oder ein Bierchen trinken möchten.

  • Gutes & günstiges Frühstück gibt’s im Café Park (Susannenstr. 1) im Schanzenviertel. Vor allem der Frischkäse mit Cranberries & Chili und der leicht säuerliche Bergschafskäse waren sehr lecker!
    Hamburg Cafe Park
  • Otto’s Burger (Grindelhof 33) kann uns leider nicht ganz überzeugen: Wir empfinden die Burger als zu klein und zu teuer. Außerdem haben wir schon bessere gegessen. Allerdings sind die Zwiebelringe hier ganz hervorragend! Erwähnt werden sollte auf jeden Fall auch die große Auswahl an Craft Beer!
    Gute Auswahl an Veggieburgern gibt's bei Otto's Burger in Hamburg
  • Ein Besuch bei der kopiba Kaffeerösterei & Bar (Beim Grünen Jäger 24) ist ein absolutes Muss, wenn wir in Hamburg sind. Der St.Pauli Deathpresso hat es uns echt angetan und wir kaufen jedes Mal mindestens ein Päckchen des kräftig-würzigen Espressos. Außerdem gibt’s astreine Cocktails: Der Mai Thai ist ein Träumchen!
    Hamburg Kopibar
  • Im Frank & Frei (Schanzenstr. 93) beziehen wir trotz der kühlen & regnerischen Witterung einen Platz im Freien. Nach der Hitze der letzten Tage ist Frösteln fast schon eine Wohltat! Wir trinken gemütlich einen Cocktail und beobachten das rege Treiben der Nachtschwärmer im Schanzenviertel.
  • Immer einen Besuch wert ist auch der Falafalstern (Schanzenstr. 111): Die Sternfalafel im Brot, mit gemischten Vorspeisen, Hommus, Salat und Sesamsauce sind einfach göttlich!
  • Was für ein Glück, dass in Altona Straßenfest ist, denn so kommen wir in den Genuss der 1a Currywurst von Vincent Vegan! So einen Foodtruck wünsche ich mir auch für München. Und zwar direkt vorm Büro! 😉
    Hamburg Vincent Vegan
  • Da das Alte Mädchen mal wieder hoffnungslos überfüllt ist, holen wir uns nebenan im Craft Beer Store (Lagerstr. 30a) ein Handbier von Ratsherren. Schließlich ist es wahnsinnig heiß und wir möchten nicht durstig weiterziehen! 😉

Tagsüber

  • Die Außenalster ist nicht nur ein bevorzugtes Naherholungsgebiet sondern auch erste Wohnadresse. Während unseres ausgedehnten Spazierganges kommen wir nicht nur an der ein oder anderen Prachtvilla vorbei. Wir müssen auch neidlos anerkennen, dass so ein eigener Bootsanleger durchaus Vorzüge hat.

Hamburg Außenalster

  • Einen festen Platz auf unserer Besuchsliste hat Planten un Bloomen. Und so lassen wir es uns trotz der Hitze nicht nehmen, durch die herrliche Grünanlage zu schlendern.

Hamburg Planten un Bloomen

  • Das Highlight ist natürlich der Besuch des 146. IDEE Deutsches Derby, das in einem spannenden Rennen von dem kapitalem Hengst Nutan gewonnen wird.

Hamburg Derby Nutan

  • Und natürlich darf ein Besuch des Elbufers nicht fehlen! Wir finden es einfach unglaublich faszinierend hier am Strand zu liegen und die großen Ladekräne zu beobachten. Und ab und an fährt auch eines der riesigen Containerschiffe vorbei. Leider regnet es diesmal, so dass wir nicht lange verweilen können.

Hamburg Elbufer

Fazit 

Hamburg ist immer, aber wirklich immer eine Reise wert! Mit einem kurzen Zwischenstopp in Schwerin führt uns die nächste Etappe unserer Reise an den Müritzsee.

Deutschland Unterwegs

Allgäu | Impressionen

30. September 2015

Impressionen aus dem Allgäu vom Wandern, Käsebrot essen & Kühe gucken…

Deutschland Unterwegs

Leipzig | Currywurst, Graffti & Kultur

16. September 2015

Herr Wallygusto und ich lieben Städtetrips – und zwar ganz egal, ob Kleinstadt oder Metropole! Die letzten Jahre waren wir dabei bevorzugt in Hamburg (meine Liebe :-)) oder in näherem Ausland unterwegs. Letztes Jahr hat es uns zum Beispiel nach Edinburgh verschlagen. Warum aber in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Warum nicht mal wieder in eine deutsche Stadt fahren? Und zwar in eine, in der wir noch nicht 5x (wie in Hamburg, Begründung siehe oben :-)) waren? Wir haben also unseren Atlas rausgekramt und mit dem Finger mal schnell die Deutschlandkarte überflogen. Dieser verharrte kurz über Frankfurt, dann über Heidelberg, um dann ganz schnell weiter in Richtung Leipzig zu fliegen.

Leipzig ist die einwohnerstärkste Stadt des Freistaates Sachsens und hat – falls Ihr es noch nicht wusstet – einiges zu bieten! Und so wundert es nicht, dass wir Leipzig an einem langen Wochenende im Mai einen Besuch abstatteten!

Nachts

Da ein Hotelzimmer für das lange Wochenende fast unverschämt viel Geld kosten würde, bucht Herr Wallygusto bei Apartment Central kurzentschlossen ein Apartment. Das Apartmenthaus Pfaffendorfer Strasse 3 befindet sich zwischen Ring und Zoo und liegt somit mitten im Herzen der Stadt. Der Leipziger Hauptbahnhof ist nur einen Katzensprung entfernt und eine Straßenbahn-Haltestelle liegt direkt vor der Haustür. Die Verkehrsanbindung ist also bestens.

Das Apartment selbst ist sehr sauber und modern eingerichtet. Die dunklen, klobigen Holzmöbel und die afrikanisch angehauchte Deko gefallen uns auf Anhieb.  Die Küche des Apartments ist neuwertig und sehr gut ausgestattet. Es fehlt wirklich an nichts. Da die Parkplatzsituation – dank der zentralen Lage sehr angespannt ist – werden zudem einige Parkplätze direkt am Haus angeboten. Praktisch sind Extras wie schallisolierte Fenster und kostenfreier Internetzugang über W-LAN. Die Endreinigung ist im Preis übrigens enthalten.

Wir haben uns in unserem Apartment sehr wohl gefühlt und haben trotz der stark befahrenen Pfaffendorfer Strasse sehr gut geschlafen. Apartment Central ist eine absolute Empfehlung!

Adresse: Pfaffendorfer Str. 3, 04105 Leipzig
Apartment Zentral Leipzig

Mahlzeit

Eines gleich vorweg: Die Auswahl an vegetarischen und veganen Restaurants in Leizpig ist unglaublich groß. Und wenn das Lokal schon nicht einschlägig ist, gibt es dennoch eine außergewöhnlich gute Auswahl an fleisch- und fischlosen Gerichten.

Da man auch für einen Städtetrip Energie für lange Märsche braucht, starten Herr Wallygusto und ich den Tag immer mit einem ordentlichen Frühstück:

  • Nichts falsch machen wir dabei bei unserem Besuch in einer Filiale der Bagel Brothers nahe des Hauptbahnhofes (Nikolaistraße 42) http://www.bagelbrothers.de/restaurants/l-nikolai.html. Mit einem Grande Cappuccino und dick belegten Bagels in den Varianten Caprese und Antipasti starten wir ausreichend gestärkt in unseren ersten Tag in Leipzig.Bagel Brothers Leipzig
  • Ordentlich sind die belegten Semmeln der Bäckerei Lukasz http://lukas-baecker.de/ in den Höfen am Brühl. Der Cappuccino haut uns persönlich allerdings nicht wirklich vom Hocker. Vielleicht hätten wir uns lieber ein süßes Teilchen bestellen sollen. Satt sind wir auf jeden Fall geworden, richtig glücklich aber leider nicht.Bäckerei Lukasz Leipzig
  • Ein Highlight ist der Frühstücksbrunch im Café Luise. In dem gemütlichen Lokal in der Bosestraße wird schon früh morgens einiges geboten: Verschiedene Brote, Semmeln, süße Teilchen, diverse Feinkostsalate, eine große Auswahl an Käse und ein paar warme Gerichte. Alles ist frisch und schmeckt uns sehr, sehr gut. Das Angebot ist anscheinend sehr beliebt, denn je weiter der Vormittag vorschreitet, desto voller wird das Cafè

Leipzig_Cafe_LuiseEine ganz besondere Leipziger Spezialität ist die Gose. Wie der Name vielleicht schon erahnen lässt, stammt diese Bierspezialität ursprüngliche aus Goslar. Bei der Gose handelt es sich um ein obergäriges Bier, das seinen besonderen Geschmack und das typische Prickeln dem Zusatz von Kochsalz und Koriander und einem hohen Anteil an biologischer Milchsäure verdankt. Mehr Informationen über diese wirklich interessante Bierspezialität findet Ihr auf www.gose.de. Natürlich gibt es auch einige Lokale, die auf den Ausschank von Gose spezialisiert sind. Wir haben hier Gose ausprobiert:

  • Der Bayerische Bahnhof (Bayrischer Platz 1) ist nicht nur Gosenschänke und Biergarten sondern auch eine echte Sehenswürdigkeit: Der 1842 erbaute und damit älteste erhaltene Kopfbahnhof der Welt war einst Ausgangspunkt für rege Handelstätigkeit in der Region.
    Die Gose – und auch das Schwarzbier mit dem passenden Namen „Heizer“– munden uns ganz hervorragend. Außerdem ist es in dem großen Biergarten sehr gemütlich. Auch die Speisekarte ist durchaus ansprechend. Da es aber noch zu früh für das Abendessen ist, ignorieren wir schweren Herzens Leckereien wie Brauhaus-Zwiebelsuppe und warmes Kartoffelbrot mit Dips.Bayerischer Bahnhof Leipzig
  • Die Gosenschänke Ohne Bedenken im Stadtteil Gohlis (Menckestraße 5) ist Leipzigs größter Biergarten. Auch hier lässt es sich sehr gut sitzen und Gose trinken. Herr Wallygusto und ich probieren Döllnítzer Rittergutsgose und „Sonnenschirm-Gose“ mit Waldmeistersirup. Dazu gönnen wir uns Gebackene Kartoffelecken mit Kräuterquark.

Gosenschenke Ohne Bedenken LeipzigWie bereits erwähnt, ist Leipzig absolut vegetarierfreundlich. Klar, dass wir das umfangreiche kulinarische Angebot ausgiebig in Anspruch nehmen. 😉

  • Im Bistro Bavarian Dürüm (Pfeffingerstraße 18) im alternativen Stadtteil Connewitz gibt es für € 5 das wohl ausgefallenste Dürum, dass die Welt je gesehen hat! Natürlich muss ich das namensgebende Bavarin Dürüm probieren! Dieses wird mit rauchigem Sojastücken, Sauerkraut und Kartoffelklößen gefüllt. Dazu gibt es Meerrettichsoße und / oder süßen Senf. Es ist respekteinflößend dick und füllt den Magen für unglaublich lange Zeit. Aber auch das von Herrn Wallygusto verzehrte Wildpilzgulasch (€ 7,50) kann sich sehen lassen! Wir sind schwer begeistert vom Bavarian Dürum!Veganes Gulasch Bavarian Dürum
  • Bei Curry Süd in Connewitz (Kochstraße 134) gibt es Currywurst satt. Und das erfreulicherweise auch in der veganen Form. Die Currywurst mit hausgemachter Seitanwurst, scharfer Curry-Haussoße und gebratenen Zwiebeln ist einfach der Wahnsinn. Aber auch die veganen und vegetarischen Burger klingen spannend!Curry Süd Leipzig
  • In der Vodkaria (Gottschedstraße 15) essen wir nicht nur leckere mit Kartoffeln und Pilzen gefüllte Pelmeni und vegetarische Barschtsch! Hier ist der Name Programm: Sagenhafte 600 Sorten Vodka werden hier pur oder in Form von 200 leckeren Cocktails serviert. Stammgäste können in der Vodkaria für besondere Anlässe ihre eigene Vodkaflasche im schicken Holzkästchen deponieren. Uns gefällt es in der schwummrigen Kneipe so gut, dass wir gleich zweimal in vier Tagen vorbeikommen.Vodkaria Leipzig
  • Hohe Erwartungen hatten wir an den Burgermeister in der Südvorstadt (Südplatz 1) – leider werden diese nicht ganz erfüllt! Die Auswahl an veganen und vegetarischen Burgers ist fantastisch und Big Halloumi Burger und Big Walnut Burger (Walnussbratling mit Honigsenf-Sauce) sehen auch sehr ordentlich aus. Geschmacklich haben wir unseren Favoriten hier aber trotzdem nicht gefunden. Außergewöhnlich lecker – und zugegeben auch ein bisschen abartig – sind auf jeden Fall die Trüffel Cheese Pommes! Obwohl ich schon gut voll bin, kann ich einfach nicht aufhören davon zu essen!Burgermeister Leipzig
  • Ein nettes Café ist das süss + salzig in Plagwitz (Merseburger Str. 44). Der Service ist freundlich und aufmerksam, das Publikum jung, lässig und gut drauf. Wir sitzen an kleinen Bistrotischen an der Straße, essen hausgemachten Kuchen und knusprige Baguettescheiben mit Olivencreme und trinken leckere Rhabarberschorle von Lipz. Danach haben wir wieder genug Energie für einen ausgedehnten Spaziergang am idyllischen der Karl-Heine-Kanal mit seinen zahlreichen Brücken und der bekannten RiverboatBühne.Leipizg_suess_salzig
  • Das Café Kandler stellt eine ganz besondere süße Spezialität her: Der Bachtaler. Dieser kleine Taler ist sächsische Konditorkunst und wurde 1999 anlässlich des bevorstehenden Bachjahres -Bach 2000- Er besteht aus einer Kuvertüreschale und Mürbteig, die mit Canachecreme und Moccanougat gefüllt werden. Im Zentrum des Bachtalersfindet sich eine Kaffeebohne. Das Original wird nur von den Konditoren des Café Kandlers hergestellt.Bachtaler

Zwischendurch & abends darf es auch mal ein Bierchen sein. Besonders gut lässt sich es sich hier trinken und quatschen:

  • Das Cafe Puschkin ist ebenfalls in der Südvorstadt zu finden und hat eine kleine Freischankfläche. Hier trinken wir ein gepflegtes Stavopramen und beobachten das rege Treiben auf der Karl-Liebknecht-Straße.Café Puschkin Leipzig
  • Auf die Zwille sind wir in einem kostenlosen Leipziger Stadtmagazin URBANITE gestoßen. Die Rockerkneipe ist bei unserem Besuch am frühen Abend aber leider nur mäßig besucht, so dass wir nach einem Bierchen schnell das Weite suchen. Eigentlich schade, denn in der Ledercouch am Fenster ist es ansonsten eigentlich sehr gemütlich.Zwille in Leipzig
  • Eine ganz tolle Location ist die Spinnerei in Platzwitz. Wir sitzen im Gastgarten mitten im Grünen und starren gierig den Tellern mit Leckereien hinterher, die am laufenden Band an uns vorbei getragen werden. Leider haben wir kurz vorher schon etwas im Süß & Salzig gegessen, so dass es bei einem dunklen Bier bleibt.Spinnerei Leipzig

Gar keinen Gefallen finden wir übrigens an DEN Kneipenvierteln schlechthin: Münzgasse und Barfußgäßchen sind total überlaufen und kommen arg touristisch daher.

Tagsüber

In Leipzig gibt es aber nicht nur Kulinarisches zu entdecken. Die ganze Stadt ist voller Sehenswürdigkeiten. Ach, was sag‘ ich: Leipzig ist eine einzige große Sehenswürdigkeit!

Hier eine kleine Auswahl der tollen Gebäude, Denkmäler und Orte, die wir während unseres (zu) kurzen Aufenthalts in Leipzig entdeckt haben:

  • Das Völkerschlachtdenkmal im Leipziger Süden ist sehr beeindruckend!

Voelkerschlachtdenkmal Leipzig

  • Die wunderschöne russische Gedächtniskirche mit ihren goldenen Kuppeln

Leipzig_Russische_Gedaechtniskirche

  • Das Neue Rathaus von Leipzig im neo-barocken Stil

Neues Rathaus Leipzig

  • Godwanaland im Leipziger Zoo ist die größte Tropenhalle Europas und absolut sehenswert!

Leipziger Zoo und Godwanaland

  • Ein Spaziergang durch Gohlis offenbart das ein oder andere schöne Bauwerk!

Gohliser Schloesschen Leipzig

  • Sozialer Wohnungsbau in schön: Die Meyerschen Häuser

Meyersche Haeuser Leipzig

  • In der Leipziger Innenstadt sind wir stundenlang rumgelaufen und haben (gefühlt) 1.000 Fotos gemacht!Leipzig_Altes_Rathaus Leipzig_Innenstadt Leipzig_Aurbachs_Keller Leipzig_Riquet
  • Ein Spaziergang durch Plagwitz – vor allem entlang des Kanals – ist sehr zu empfehlen! Herr Wallygusto und ich möchten jetzt auch eine Wohnung mit eigenem Bootsanleger. 🙂

Leipzig_Plagwitz

  • Im Culinaris  gibt es jede Mengen tollen Küchenkram zu kaufen!Leipzig Culinaris
  • Und überall tolle Graffiti – die ich natürlich alle unbedingt fotografieren muss. 🙂 

Unterwegs_Leipzig_01 Leipzig Zentrum West

Fazit

Obwohl wir uns vier Tage lang in Leipzig die Füße wund gelaufen haben, werden wir das Gefühl nicht los, dass es in Leipzig noch viel, viel mehr zu entdecken gibt. Wir kommen also auf jeden Fall wieder – und wenn es nur zum Schlemmen ist. 🙂

Deutschland Unterwegs

Hamburg | Unterwegs in Südnorwegen & Schweden (7)

15. Juli 2015

Was um alles in der Welt hat Hamburg mit Südnorwegen & Schweden zu tun? Eigentlich gar nichts! Aber wenn man gerade in Südschweden unterwegs ist, es dort regnet wie aus Eimern und einem der Sturm fast das Zelt wegreißt, braucht man eben eine Alternative. Und die war bei unserem letzten Urlaub in Skandinavien eben Hamburg. 🙂

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich absolut süchtig nach der Perle an der Elbe bin. Und es mich deswegen natürlich besonders gefreut hat, dass wir hier unseren wunderschönen Urlaub ausklingen ließen. Da wir ja nur eine Nacht in Hamburg verbringen, konzentrieren wir uns diesmal aussschließlich auf das leibliche Wohl.

Nachts

Gott sei Dank gibt es inzwischen für alles eine App, so auch für HRS. Und da unser Hotel in Ystad auch noch WLAN hat, ist auch schnell ein geeignetes Hotel (zentral, knuffig, nicht teuer) in Hamburg gefunden: Das Hotel-Hamburg-Altona. Das Zimmer dort ist zwar recht klein, aber piksauber und für eine Nacht mehr als ausreichend. Da das Hotel mitten in Altona liegt, ist die Lage mehr als verkehrsgünstig: Das beliebte Schanzenviertel liegt nämlich nur zwei Stationen mit der S-Bahn entfernt. Frühstück gibt es hier auch, aber wir ziehen es trotzdem vor, morgens außerhalb zu speisen: Hotelfrühstücks lohnen sich meist für Vegetarier nicht und wir sind schließlich auf Städte- und nicht Hoteltrip.

Adresse: Hahnenkamp 8, 22765 Hamburg

Hotel Altona Hamburg

Mahlzeit

Da uns die lange Autofahrt von Ystad nach Hamburg hungrig gemacht hat, treibt es uns zuerst in den Falafelstern (Schanzenstraße 111). Der Imbiss mit der arabischer Küche liegt mitten im Schanzenviertel und macht das beste Sandwich mit Falafel, dass ich jemals gegessen habe!! Hier kommt nämlich nicht nur schnöder Salat auf’s Brot: Die Auswahl reicht von Aubergine, Blumenkohl bis hin zu gekochtem Ei. Besonders zu empfehlen ist aber der Sternfalafel mit gemischten Vorspeisen! Und immer mit drauf: Hummus und Sesamsauce. Nach einem Besuch im Falafelstern ist der Hunger schnell und lang anhaltend vergessen – versprochen! 😉

Falafelstern in Hamburg

Wir sind nicht zum ersten Mal im Schanzenviertel auf Tour. Warum wir aber noch nie im GoldFischGlas (Bartelsstraße 30) waren, ist uns beiden ein Rätsel! Die Bar mit den großen Schaufenster ist urgemütlich und beschert mir den ersten Moscow Mule meines Lebens. Und Herrn Wallygusto ein leckeres Weißbier der Hamburger Ratsherren Brauerei.

GoldFischGlas in Hamburg

Nach unserem Besuch im GoldFischGlas ist die Lust auf Craft Beer geweckt. Da wir uns in Hamburg diesbezüglich aber nicht so wahnsinnig gut auskennen, fällt uns nur das Alte Mädchen ein. Auf dem Weg dorthin stoßen wir noch auf den anscheinend erst kürzlich eröffneten Craft Beer Store (Lagerstraße 30a) Dessen Auswahl bringt uns schwer ins Schwärmen. Da wir aber kurz vor Ladenschluss hineinstolpeln bleibt uns leider – oder zum Glück?? – keine Zeit mehr zum Einkaufen. Endlich im Alten Mädchen (Lagerstraße 28b) angekommen, gibt es drinnen keinen Platz für uns. Erstaunlich, denn es ist schließlich Sonntagabend! Wir nehmen daher draußen unter einem Regenschirm Sonnenschirm Platz und holen uns Bier drinnen an der Bar. Da wir nichts anderes mehr vorhaben, probieren wir uns ein wenig durch die überwältigende Auswahl an Craft Beer.

Hamburger Craft Beer Store

Zum Frühstücken gehen wir zu Bagel Brothers (Osterstraße 9): Die Auswahl an vegetarischen Varianten ist gut, die Bagels werden frisch belegt und der Cappuccino ganz ordentlich. Wann ich aber mal endlich lernen werde, dass ein großer Cappu einfach zu viel für mich ist, steht in den Sternen.

Bagel Brothers in Hamburg

Ihr seht also, Herr Wallygusto und ich haben uns vom schlechten Wetter nicht ins Bockshorn jagen lassen. Und so ging ein schöner Urlaub absolut perfekt zu Ende. 🙂

Etappen

1. Teil – Lüneburg

2. Teil – Hemsedal & Jotunheimen

3. Teil – Rondane & Dovrefjell

4. Teil – Trondheim

5. Teil – Jämtland

6. Teil – Dalarnas & Ystad

Deutschland Unterwegs

Lüneburg | Unterwegs in Südnorwegen & Schweden (1)

1. Oktober 2014

Wie jetzt? Lüneburg? Das liegt ja gar nicht in Norwegen! Oder Schweden! Schon klar, aber vom Süden Deutschland zum äußersten Zipfel Dänemarks, von wo die Fähre nach Norwegen ablegt, ist es ein ordentliches Stückchen zu fahren. Wir legen den Weg daher in zwei Etappen zurück: Zuerst machen wir immer bei den (Schwieger-)Eltern im Unterfränkischen halt. Nach einem gemütlichen Abendessen geht es dann weiter in eine schöne Stadt in Norddeutschland. Nachdem wir letztes Jahr für eine Nacht in Celle weilten, fällt unsere Wahl diesmal auf die Universitätsstadt Lüneburg.

Lüneburg ist Hansesadt Lüneburg und gehört zu den wenigen Städten in Norddeutschland, deren historischer Kern nicht im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Es locken Fachwerkhäuser und kleine, enge Gassen.

Nachts

Wir übernachten im kleinen, aber feinen Hotel Scheffler. Das Hotel ist ein Baudenkmal und befindet sich inmitten der verkehrsberuhigten Innenstadt. Die Lage ist bestens, denn das Rathaus, die Fußgängerzone und der alte Stadtkern sind nur wenige Schritte entfernt. Das Innerei würde ich als „rustikal“ bezeichnen und auch an kitschiger Deko wird nicht gespart. Aber wir finden es sehr knuffig und fühlen uns schnell fast wie zuhause!

Unser Zimmer befindet sich unter dem Dach, ist relativ groß und sehr sauber. Leider ist es sehr heiß, da die Nacht sehr schwül ist. Auch das geöffnete Fenster bringt da keine Abkühlung.

Lüneburg Hotel Scheffler

Das Frühstück im Scheffler ist ordentlich, es gibt ein paar Sorten Käse, abgepackte Marmelade und natürlich auch Cerealien. Erfreulich ist, dass auch Caprese (Mozzarella mit Tomate) und frische Paprika in Streifen angeboten werden. Ich bin ein wenig enttäuscht, da es kein Rührei sondern nur hartgekochte Eier gibt. Da Herr Wallygusto und ich aber nicht die größten Frühstücker sind, verlassen wir das Hotel dennoch zufrieden Richtung Dänemark.

Internet: www.hotel-scheffler.de
Adresse: Bardowicker Str. 7, 21335 Lüneburg

Mahlzeit

Obwohl (oder gerade weil??) es in Lüneburg etliche Kneipen und Restaurants gibt, finden wir anfänglich keine geeignete Einkehrmöglichkeit. Schließlich landen wir in dem kleinen thailändischen Restaurant Buddha (Am Stintmarkt 15a).

Im gemütlichen Innenhof des Buddha lassen wir uns leckere Gemüsesuppe, vegetarische Frühlingsrollen und Currygerichte mit viel knackigem Gemüse servieren.

Lüneburg Buddha

Der Service ist sehr nett und aufmerksam, die Preise (Vorspeise € 4,50, Hauptgericht € 11,50)  finden wir okay und die Portionen ordentlich.

Wenn wir in Lüneburg wohnen würden, wäre das Buddha bestimmt unser Lieblingsrestaurant. 🙂

Tagsüber

Über den Stintmarkt am Lüneburger Hafen gelangen wir zum PONS (Salzstraße am Wasser 1). Das PONS ist Lüneburgs älteste Kneipe und bietet einfache vegetarische und vegane Gerichte an. Wir sitzen im Freien direkt am Wasser und beachten das muntere Treiben am Stintmarkt. Der Ausblick auf die schöne Barockfasse des Alten Kaufhauses entschädigt uns ein wenig für das dunkle Heide Pils, dessen Geschmack wir ein wenig anstrengend finden. Freundlich ausgedrückt.

Mehr als die Fassade ist von dem Alten Kaufhaus übrigens nicht mehr vorhanden, denn es ist abgebrannt und durch einen Neubau (sinnigerweise für die Feuerwehr) ersetzt worden. 2007 wurde Gebäude modernisiert und ein Hotel daraus gemacht.

Sehenswert ist auch der Alte Kran. In der bis heute funktionsfähigen mittelalterlichen Holzkonstruktion befinden sich zwei große Laufräder, die das Heben und Senken des Kranseils ermöglichen.

Den als Aussichtsturm dienende Wasserturm am Südrand der Innenstadt sehen wir uns nur von unten an, was meiner Höhenangst sehr entgegenkommt.

Lüneburg Sehenswürdigkeiten

Unser Bummel durch die Innenstadt führt uns zum Sande, wo wir wunderschöne Giebelhäuser und den Schüttling bewundern. Der Schüttling besticht durch herausragende norddeutsche Backsteinarchiktur und beherbergt jetzt die Industrie- und Handelskammer von Lüneburg.

Weil Sightseeing bei tropischen Temperaturen durstig macht, kehren Herr Wallygusto und ich im Mälzer Brau- und Tafelhaus (Heiligengeiststraße 43) ein. Im gemütlichen Innenhof genießen wir ein ganz hervorragendes Pale Ale.

Abschließend machen wir noch einen ausgedehnten Bummel durch die kleinen Gassen der pittoresken  Lüneburger Altstadt. Unsere verzückten Blicke schweifen von Fachwerkensemble zu Fachwerkensemble und der Wunsch nach einem kuscheligen Eigenheim hier wächst ins Unermessliche.

Satt, glücklich und zufrieden laufen wir schließlich zum Hotel zurück und fallen erschöpft in unsere Hotelbetten. Ausgeruht geht es nun mit dem „Roomy“ weiter nach Hirtshals, wo die Fähre nach Norwegen auf uns wartet.

Weitere Etappen

2. Teil – Hemsedal & Jotunheimen
3. Teil – Rondane & Dovrefjell
4. Teil – Trondheim
5. Teil – Jämtland
6. Teil – Dalarnas & Ystad
7. Teil – Hamburg

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