Browsing Category

Großbritannien

Großbritannien Unterwegs

Loch Lomond & Argyll and Bute – Einmal quer durch Schottland (2)

21. April 2017
Oban - Schottland

 

Nach knapp drei Tagen im quirligen Glasgow freuen Herr Wallygusto und ich uns auf die erste Outdoor-Etappe unseres Schottland –Urlaubes, die uns erst an den Loch Lomond und dann quer durch die Gemeinde Argyll und Bute führt.

Camping am Loch Lomond

Der Loch Lomond ist mit einer Fläche von etwa 71 km² nicht nur der größte, sondern gilt auch als der schönste See Schottlands. Seit 2002 ist Loch Lomond Teil des Nationalparks Loch Lomond and the Trossachs und nicht nur für Glasgower ein beliebtes Ausflugsziel

Die Midges – der erste Kontakt

Auf dem schönen Platz von Cashel Camping kommt das erste Mal unser Zelt zum Einsatz. Aber nicht nur die ruhige Lage direkt am See überzeugt uns: Der Empfang ist freundlich, der zum Campingplatz gehörende Shop gut sortiert und die Sanitäranlagen sauber.

Leider machen wir hier auch das erste Mal Bekanntschaft mit den Highland Midges. Die Midges oder Midgies sind gerade mal 2 mm große Stechmücken und überall in den Highlands anzutreffen. Ihre nur geringe Größe machen sie mit einer Aufdringlichkeit wett, die wirklich ihres gleichen sucht! Als uns die Midges erst einmal als Nahrung identifiziert haben, gibt es für uns kein Entkommen! Trotz angeblich geeignetem Mückenspray aus dem Outdoor-Shop, intensivem Einreiben mit Avon Skin So Soft Oil (einem sogenannten Geheimtipp) und Moskitonetz beißen uns diese kleinen Biester, was das Zeug hält! Aber irgendeinen Nachteil müssen die schottischen Highlands ja haben – sonst wären sie viel zu schön, um wahr zu sein!

Adresse: Rowardennan, Glasgow G63 0AW

Highlights rund um den Loch Lomond

Wenn man schon am Loch Lomond ist, gehört die Besteigung des Ben Lomond einfach dazu! Der Weg zum Gipfel ist zwar lang, aber wenig anspruchsvoll und so auch für wenig geübte Wanderer durchaus machbar. Nach einem zähen Aufstieg, der gefühlt nicht enden will, werden wir also mit der grandiosen Aussicht auf den wunderschönen Loch Lomond belohnt! Und natürlich wartet auch hier eine hungrige Meute Midges auf uns, die uns aussaugen wollen!

Am Westufer des Loch Lomand liegt das unter Denkmalschutz stehende Luss. Der 220 Einwohner zählende Ort fällt in erster Linie durch seine pedantisch gepflegten Vorgärten mit den vielen bunten Blumen auf. Außerdem erinnern uns die einstöckigen pittoresken Häuserwürfel ein wenig an Neuschwanstein – zumindest was deren Beliebtheit bei Touristen angeht. Höhepunkt des Jahres sind übrigens die Highland Games, dann allerdings verwandelt sich das kleine Örtchen in einen einzigen, riesigen Parkplatz.

Unterwegs durch Argyll und Bute

Auf unserem Weg durch Argyll und Bute durchqueren wir nicht nur herrliche Landschaften, sondern kommen auch an zahlreichen interessanten Bauwerken vorbei: Die malerische Silhouette der trutzig-düsteren Inselburg Castle Stalker kommt vielen von Euch sicherlich bekannt vor: Monty Python nutzten Castle Stalker als Filmkulisse für die Schlussszene des Kinofilms Die Ritter der Kokosnuss, wo sie als Gralsburg „Schloss von Aaaaaaaargh“ zu sehen ist.

Kaffeepause in Oban

Das fast schon städtisch anmutende Oban war bis ins 19. Jahrhundert hinein ein kleines Fischerdorf. Dank Dampfschiff-Ära und Eisenbahnanschluss im Jahre 1880 wuchs Oban zum Zentrum der Westküste und wurde zum Hauptfährhafen für die Inneren und Äußeren Hebriden. Von Oban fahren Fähren zu den Inseln Mull, Colonsay, Coll, Tiree, Barra und South Uist. Die Granitfelsen, Meeresbuchten und Inseln rund um Oban machen den Ort auch für Touristen und Tiefseeangler interessant. Wir nutzen den Ort für eine Kaffeepause im süßen Oma-Café Kitchen’s Garten, in dem es auch jede Menge Feinkost zu kaufen gibt.

Anschließend machen wir uns auf die Suche nach dem Tower, den wir nach längerer, erfolgloser Suche dann auch eher zufällig vom Hafen aus entdecken. Keine Ahnung, was wir uns darunter genau vorgestellt haben, diese schottische Version des Kolosseums aber auf jeden Fall nicht. 😉

Craft Beer am Wegesrand

Natürlich hat Argyll & Bute nicht nur eine wunderschöne Landschaft und beeindruckende Burgruinen zu bieten! Wie es sich für eine ordentliche schottische Gemeinde gehört, gibt es auch hier eine kleine, aber feine Brauerei. Bei der Fyne Ales Brewery (Achadunan, Cairndow PA26 8BJ) gibt es jede Menge feines Craftbeer mit fantasievollen Namen. Erfreulicherweise gibt es im Sortiment auch Gose – eine Biersorte, die wir in Leipzig kennen und schätzen gelernt haben. Klar, dass es bei Herrn Wallygusto und mir nicht nur beim Bewundern der schicken Etiketten im Brewery Shop bleibt und wir uns gleich einen kleinen Biervorrat für den nächsten Campingplatz anlegen.

Zelten am Loch Sunart

Bevor es für uns auf die Isle of Skye, einem unserer Hauptziele geht, schnuppern wir aber erstmal mal ein bisschen länger die Luft der schottischen Highlands. Unser nächster Halt ist am Loch Sunart, wo wir den Gipfel des Beinn Resipol besteigen wollen. Wir schlagen unser Zelt direkt am See auf dem Resipole Campingplatz auf. Der Platz ist groß, gut ausgestattet und die Sanitäranlagen sehr sauber. Ein Plus ist auch, dass die Duschräume eine ordentliche Heizung haben – das ist nicht überall der Fall. Auch ist der Platz nachts nicht ganz so ruhig, denn es führt eine relativ stark befahrene Straße daran vorbei.

Leider macht uns hier das Wetter einen dicken Strich durch die Rechnung: Zum ersten Mal machen wir Bekanntschaft mit dem typischen schottischen Regen, der sich wirklich ausdauernd und sehr ergiebig auf die Erde ergießen kann. Unsere geplante Wanderung fällt also leider aus. Langweilig wird uns aber (erstaunlicherweise) trotzdem nicht! Wir bauen unser Tarp auf und dichten Schmähreime auf die lästigen und allgegenwärtigen Midges a la „Only a dead midge is a good midge“ oder „All midges are bitches“. Außerdem überlegen wir uns, ob 11 Uhr zu früh für unsere erstes Bier ist.

Adresse: Loch Sunart, Acharacle PH36 4HX

Coffeetime im Archaracle Tea Room

Als wir entdecken, dass es nicht weit vom Campingplatz entfernt den Acharacle Tea Room (Post Office Buildings, Acharacle PH36 4JL) gibt, zögern wir trotzdem nicht lange: Die Aussicht auf Kuchen und Sandwiches im Trockenen (und ohne Midges!!!) ist einfach zu verführerisch! Und der kleine Ausflug mit dem Auto lohnt sich auf jeden Fall, denn das vermeintlich kleine Sandwich entpuppt sich als vollwertige Mahlzeit und es gibt kostenlosen WLAN. Erwähnenswert ist auch die unglaublich freundliche Bedienung, die perfekt zum gemütlichen Ambiente des Cafés passt.

Frisch gestärkt schauen wir uns auf dem Rückweg zum Campingplatz die kargen Ruinen von Castle Tioram. Der Regen stört uns dabei wenig, denn seien wir doch mal ehrlich: Wirken Schottlands Schlösser bei tiefhängenden, dunklen Wolken nicht noch magischer? Überhaupt gewinnt die gesamte Landschaft durch „schlechtes“ Wetter ungemein an Atmosphäre! 😉 Mehr Informationen zu dieser und vielen anderen unentdeckten schottischen Sehenswürdigkeiten findet Ihr auf UNDISCOVERED SCOTLAND.

Fazit

Nach unserer ersten Begegnung mit dem Midges am Loch Lomand ist uns klar: Alles, aber wirklich alles, was wir bisher über diese geflügelten Mistviecher gehört haben, ist wahr! Und noch viel, viel schlimmer als befürchtet! Aber wir lassen uns die gute Urlaubsstimmung nicht vermiesen und genießen die wunderschöne Landschaft Schottlands – die bei Regen sogar noch beeindruckender wird! Unsere nächste Station ist die Isle of Skye!

Großbritannien Unterwegs

Glasgow & Dumfries and Galloway – Einmal quer durch Schottland (1)

31. März 2017
Glasgow & Dumfries and Galloway – Einmal quer durch Schottland

Schon als Herr Wallgusto und ich 2014 das erste Mal in Edinburgh schottischen Boden betreten haben, verliebten wir uns in dieses raue, wunderschöne Land: Zu gemütlich waren die Pubs, zu süffig das Craft Beer und zu sympathisch waren seine trinkfesten, Dudelsack spielenden Einwohner (das ist natürlich nur ein Klischee ;-)) Außerdem glotzen uns auf gefühlt von jeder Postkarte putzige Hochlandrinder an und atemberaubende Bergmassive warten darauf, von uns erobert zu werden. Letztes Jahr war es dann endlich soweit: Wir reisten zum Wandern in die schottischen Highlands & auf die Isle of Skye! Und da ein wenig Kultur nicht fehlen darf, rahmten wir den Urlaub noch mit kurzen Aufenthalten in Glasgow und Edinburgh ein.

Unterwegs nach Glasgow

Da wir möglichst flexibel sein wollen, entscheiden wir uns für die Anreise mit dem eigenen PKW. Außerdem haben wir so genug Platz für Campingequipment, Lebensmittel und was man sonst noch so auf Reisen braucht. Vollbepackt geht es also erst einmal von München nach Amsterdam, wo wir mit der Fähre über Nacht nach Newcastle übersetzen. Dort angekommen, machen wir uns durch die Gemeinde Dumfries and Galloway auf dem Weg nach Glasgow. Natürlich freut uns zwei Kindsköpfe dabei besonders, dass es nicht nur viele schöne Örtchen und Schlösser, sondern auch jede Menge kleine und große Schafe zu sehen gibt! 😉

Schon auf dem Weg von Newcastle nach Glasgow dürfen wir einen kleinen Teil der schottischen Sehenswürdigkeiten kennenlernen! So entdecken wir nach einem kurzen Abstecher in Gretna Green – einem der bekanntesten und beliebtesten Hochzeitsorte der Welt & DIE Touristenhölle schlechthin – die  gut erhaltene Ruine von Caerlaverock Castle. Die einzige dreieckige Wasserburg in Schottland ist etwas ganz besonders: Caerlaverock Castle ist komplett von einem wassergefüllten Graben umgeben und wurde nicht, wie viele andere Burgen, auf einem Felsen errichtet. Dummerweise ist ausgerechnet der Graben auf unserem Foto nicht zu erkennen.

Bei der Sweetheart Abbey handelt es sich um ein ehemaliges Zisterzienserkloster. Der Legende nach hat sich hier eine schottische Edeldame zusammen mit dem Herz ihres geliebten Ehemannes beerdigen lassen. Das muss wahre Liebe gewesen sein!

Glasgow

Bevor wir aber unsere Hauptziele, die schottischen Highlands und die Isle auf Skye, ansteuern, stehen ein paar Tage intensives Sightseeing in Glasgow, Schottlands größter Stadt an. Mit etwa 600.000 Einwohnern ist Glasgow zudem – nach London und Birmingham – die drittgrößte Stadt des Vereinigten Königreichs. Im Gegensatz zur schottischen Hauptstadt Edinburgh gilt Glasgow als Arbeiterstadt.

Klein, aber fein – das The Heritage Hotel

Bevor wir Glasgow unsicher machen, beziehen wir aber erst unser Zimmer im The Heritage Hotel. Das Zimmer ist klein, aber sauber und das Bad winzig. Aber wir sind ja nur zu zweit und den ganzen Tag unterwegs – außerdem bleiben wir ja auch nicht ewig. Es gibt also nicht wirklich was zu meckern. Da das Frühstück im Preis inbegriffen ist und die Bewertungen im Internet durchaus positiv ausfallen, nehmen wir unsere erste Mahlzeit des Tages also im Hotel ein: Müsli, kleine Päckchen mit Cerealien von Kelloggs, abgepackter Käse, Joghurt, Dosenfrüchte und frisches Obst. Dazu gibt es ein warmes Frühstück aus frisch zubereiteten Eiergerichten nach Wahl, Grilltomaten, Potatoe Scones und gebratenen Pilze. Dazu werden Saft, Tee und guter Kaffee gereicht. Alles in allem ist das Angebot nicht überragend, aber sehr sättigend.

Adresse: 4 / 5 Alfred Terrace (Off Great Western Road) Glasgow G12 8RF 

Highlights

Als Schottlands größte Stadt kann Glasgow mit jeder Menge Sehenswürdigkeiten aufwarten. Eines der interessantesten Dinge, die man in Glasgow unternehmen kann, ist es einfach mal nach oben zu sehen um die auffälligen Architekturstile zu bewundern, während man durch die Straßen schlendert. Und so lassen Herr Wallygusto und ich den Sightseeing-Bus links liegen, schnappen uns Reiseführer & Stadtplan und laufen einfach drauf los. Hier nur ein paar unserer Eindrücke!

Die Gallery of Modern Art bewundern wir nur von außen. Ob sie also tatsächlich ein Must-see für moderne und zeitgenössische Kunst ist, können wir also leider nicht bestätigen. Aber Herr Wallygusto und ich fallen sowieso eher unter die Kategorie „Kunstbanausen“. 🙂 Wer glaubt, die City Chambers wären schon vom George Square aus betrachtet beeindruckend genug, sollte unbedingt einen Blick ins Innere riskieren! Das Treppenhaus aus italienischem Carrara-Marmor ist einfach atemberaubend!

Vom Necropolis aus genießen wir einen tollen Ausblick auf die Glasgow Cathedral. Und da wir auch ein bisschen morbide unterwegs sind, machen wir einen kleinen Spaziergang zwischen den alten Grabsteinen des viktorianischen Friedhofes.

Sehr schön sind auch die 1817 erbauten Botanischen Gärten mit ihren zahlreichen Gewächshäusern, von denen Kibble Palace das sehenswerteste ist. Der Kibble Palace ist ein beeindruckendes Glashaus aus Glas und Gusseisen, das eine Fläche von 2137 m² bedeckt.

Pub Crub & ein schnelles Pint zwischendurch

Kürzlich durfte ich im Freundeskreis mal wieder eine vollkommen sinnlose Diskussion über die Qualität des schottischen Essens führen. Klar lässt sich die Kost hier nicht mit der Gemüseküche Griechenlands oder der Pasta Italiens vergleichen, doch hat sich kulinarisch inzwischen einiges getan! Die Rückbesinnung auf die heimischen Produkte von erstklassiger Qualität sorgen dafür, dass in der schottischen Küche schon lange nicht mehr nur Frittiertes auf den Tisch kommt. Und wem die Küche Schottlands absolut nicht zusagen will, dem steht der Weg zu unzähligen Lokalen mit internationaler Küche offen. Die Süddeutsche Zeitung hat dies in ihrem Artikel The Taste Of Scotland gut auf den Punkt gebracht.

Und so kommt es auch, dass der sogenannte „Pub Grub“ inzwischen um einiges schmackhafter ist als sein Ruf! Wir haben uns davon selbst mal wieder überzeugen können:

Zu Füssen des Glasgow Necropolis stoßen wir auf das riesige Gelände der Wellparkbrauerei, die mit dem Tennent’s Lager Schottlands Marktführer bei den untergärigen Bieren ist. 2015 sprang man auf den Craft Beer Zug auf und bietet seitdem mit der Drygate Brewing Company (85 Drygate) handgebraute Biere mit so rustikalen Namen wie Ax Man Rye und Bearface an. Die Biere verkosten wir natürlich gleich vor Ort im zur Brauerei gehörenden Pub. Und da Sightseeing bekannter Weise sehr, sehr hungrig macht, gönnen wir uns dazu eines der herrlichen Sandwiches zum Selbstbelegen.

Im Pub der jungen Wilden von Brewdog (1397 Argyle Street) gefällt es uns so gut, dass wir gleich zweimal einkehren: Nachmittags zum Bier trinken, wo ich meine Liebe zu Jet Black Heart, einem unglaublich dunklem Milk Stout mit intensiven Kaffee- und Schokoladenaromen, entdecke. Und ein paar Stunden später zum Abendessen, als wir ein vegetarisches Sandwich mit einem recht ungewöhnlichen Belag aus Linsen und Senfkörnern probieren – weder fettig, noch langweilig, nur einfach köstlich!

Auf ein Pint in’s Pub

Natürlich muss man im Pub nichts Essen sondern kann es sich auch einfach nur mit einem (Half) Pint Bier oder Cider gut gehen lassen:

Das Inn Deep (445 Great Western Road) lässt das Herz eines jeden Craft Beer – Liebhabers höherschlagen: Seit 2012 werden hier unter dem Motto “craft beer, not crap beer.” 12 ausgewählte Biere vom Fass serviert. Und wer seinen besten vierbeinigen Freund mitbringt, der darf ihn mit gratis Hundekeksen verwöhnen. Der Ben Nevis (1147 Argyle Road) ist mit einer Höhe von 1345 Metern der höchste Berg Schottlands und Großbritanniens. Das gleichnamige Pub hingegen ist klein, aber sehr gemütlich – und im Grunde genauso, wie ich mir ein Pub schon immer vorgestellt habe. Von daher ist es einfach nur großartig und ich kann Euch nur empfehlen, dort einmal auf ein Pint oder zwei vorbeizuschauen. Das kleine Pub The Belle (617 Great Western Road) liegt unweit unseres Hotels und eignet sich daher hervorragend für einen kleinen Absacker. Gemütlich sitzt es sich auch auf der kleinen Terrasse des Black Sparrow (241 North Street). Ein bisschen enttäuscht sind wir von der laut unserem Reiseführer legendären The Horse Shoe Bar (17-19 Drury Street) – aber für ein schnelles Bierchen vor dem Abendessen kommt uns das recht gewöhnliche Pub dann doch gerade recht.

Must Do – Indisch essen gehen

Wo man in Glasgow zum Essen hingehen sollte? Natürlich zum Inder, denn selten gibt es eine so große Auswahl an guten indischen Lokalen wie hier! Unsere Wahl fällt nach kurzer Suche und einem intensiven Blick auf die Speisekarte auf das Punjabi (157 North Street), wo wir uns mit krossen Pakora, frischem Naan und vegetarischem Curries verwöhnen lassen. Leider sind wir danach so voll, dass keine Nachspeise mehr Platz hat. Oder soll ich sagen, zum Glück? Denn so versäumen wir es mal wieder den legendären frittierten Mars-Riegel zu probieren, den wir danach nämlich nirgends mehr zu Gesicht bekommen.

Fazit

Glasgow ist auf jeden Fall einen Besuch wert! Auch wenn wir seine kulturellen Highlights wie Museen und Galerien gar nicht richtig zu würdigen wissen – der Wettergott meint es zu gut mit uns! So sitzen wir lieber in einem der schönen Parks statt moderne Gemälde und historische Artefakte in stickigen Ausstellungsräumen zu bewundern. Noch mehr Informationen über Glasgow (und natürlich Schottland im Allgemeinen) findet Ihr auf www.visitscotland.com. Die nächste Station auf unserer Rundreise ist der Loch Lomond, der als schönster See Schottlands gilt!

Großbritannien Unterwegs

Schottland | Impressionen

8. September 2016

Machen denn diese Wallygustos nur noch Urlaub? Hongkong, Graz…und jetzt auch noch Schottland? Die Antwort darauf ist schnell gegeben: Nein, leider nicht! Jetzt sind wir erst mal wieder längere Zeit daheim – das nötige Kleingeld für die nächste Reise verdienen. 🙂

Unsere Rundreise durch Schottland beginnt in Glasgow und führt uns über den Loch Lomond und die Isle of Syke hoch hinauf an die Küste. Von dort geht es dann über den Loch Ness und Glenmore zurück in den Süden, genauer gesagt nach Edinburgh. Ein paar erste Eindrücke, die ich mit meinem Smartphone eingefangen habe, möchte ich Euch heute zeigen. Ein großer Zweiteiler über diese fantastische Reise ist in Arbeit – Ihr dürft Euch also auf noch viel mehr Impressionen aus Schottland freuen!

Großbritannien Unterwegs

Edinburgh und seine Pubs | Burger, Bier & Schottenröcke (2)

28. Juli 2014

Wie bereits berichtet, haben wir während unseres kurzen Aufenthaltes in Edinburgh relativ viele Pubs ausprobiert. Schließlich rühmt sich die schottische Hauptstadt der höchsten Kneipendichte in Europa! Um uns bereits im Vorfeld die Auswahl zu erleichtern, haben wir aufmerksam den Edinburgh City Guide des Guardian studiert, der die „besten“ Pubs der Stadt vorstellt.

Um jedes Pub rankt sich eine kleine Legende, die jedem Gast stolz auf einer Plakette neben dem Eingang erzählt wird. Dummerweise konnte ich mir nicht alle Geschichten merken. Und aufgeschrieben habe ich sie mir leider auch nicht! Besonders schön finde ich auch die Schilder vieler Pubs, denn hier sind wahrlich kleine Kunstwerke dabei!

Da die Auswahl an Bieren in den Pubs sehr umfangreich sein kann, ist es durchaus üblich, eine kleine Bierprobe zu erhalten. Wenn Ihr also das nächste Mal in Edinburgh seid, scheut Euch nicht, nach einem solchen Probierschluck zu fragen – er erleichtert die Auswahl ungemein! Gut zu wissen ist auch, dass es immer auch Half Pints gibt, was das Testen um einiges einfacher macht! Viele Pubs verfügen zudem über ein großes Angebot an Whisky und Gin. Auch hier schadet es nicht, sich eingehend vom Barmann beraten zu lassen.

Damit Ihr wisst, welche Pubs wir als „besonders wertvoll“ erachten, stellen wir Euch hier unsere Top 3 vor:

1. Blue Blazer

The Blue Blazer Edinburgh

Unser absoluter Favorit war – und ist – der Blue Blazer – nicht umsonst zählt es zu den besten Pubs der Stadt. Die Einrichtung ist genauso, wie ich mir einen typischen Pub vorgestellt habe.

Auch die Auswahl an Getränken kann sich im Blue Blazer durchaus sehen lassen. Neben sehr leckeren, wenn auch sehr starkem Cider (Thistly Cross Cider) und einer ordentlich langen Reihe an Tabs gibt es einiges an Whisky und Gin im Angebot.  Und so haben wir an einem Abend zwei für uns ganz neue Sorten Gin (Oxlex & Courunn) probiert. Der Courunn stammt sogar aus Schottland! Leider war das Tonic Water, dass dazu serviert wurde, ein wenig zu herb für den eher feinen Gin. Gemundet haben uns die beiden Gin and Tonics aber trotzdem.

Und da wir nicht abreisen wollten, ohne Whisky probiert zu haben, ließen wir uns an einem anderen Abend im Blue Blazer zwei ganz edle Tropfen einschenken. Ich muss vorweg sagen, dass ich Whisky eigentlich gar nicht mag. Aber der 12 Jahre alte Glenkinchie ist eine sehr milde Sorte und konnte sogar mich begeistern. Gefallen fand ich aber auch an Herrn Wallygustos Whisky, dem etwas rauchigerem Bruichladdich Scottish Barley.

Internet: keines
Adresse:
 2 Spittal Street

 2. The Holyrood 9a

Holyrood 9a Edinburgh

Das Holyrood 9a ist die perfekte Symbiose aus klassischem Pub und moderner Kneipe. Eigentlich wollten wir nur ein Bierchen trinken. Da die Burger aber so verführerisch aussahen, entschieden wir uns für ein Abendessen hier. So labten wir uns an leckeren vegetarischen Burgern mit Halloumi und Falafel sowie unglaublich leckeren Süßkartoffel-Fritten.

Die Auswahl an Bier ist unglaublich: Brewdog Punk IPA, Orange Hopwork, Jyne Ales Jarl, Tempest Cascadian Blond, Long White Cloud, Black Isle Potter….um nur einige zu nennen. Es gibt nämlich nicht nur etliche Hausbiere, auch viele Gastsorten werden im Holyrood 9a gezapft. Da wir uns nicht entscheiden konnten, ließen wir uns eingehend von dem Mann an den Zapfhähnen und unserer Bedienung beraten bzw. kleine Gläschen zum Kosten bringen.

Schade, dass wir diesen kulinarischen Himmel auf Erden erst an unserem letzten Abend entdeckt haben – wir wären bestimmt nochmal hergekommen!

Internet: www.theholyrood.co.uk 
Adresse: 9A Holyrood Road

 3. The Regent

The Regent Edinburgh

The Regent ist laut eigener Website der „einzig wahre Bier-Pub“ in Edinburgh. Wir fanden es hier sehr gemütlich hier. Bevor es zum Burger essen weiter ins Holyrood 9a ging, gönnten wir uns hier einen Aperitif in Form von Pile Driver & Addlestones Cider. Interessanterweise sind hier Hunde erlaubt, Kinder aber verboten :-).

Internet: www.theregentbar.co.uk
Adresse: 2 Montrose Terrace

Und hier waren wir sonst noch essen & trinken:

Fiddlers Arms

Fiddler's Arms Edinburgh

Der Fiddler’s Arms ist ein sehr gemütlicher Pub am Grassmarket. Hier haben wir die vegetarische Variante des Haggis sowie Jacket Potato mit Baked Beans und Zwiebelringen probiert. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass uns die Folienkartoffel samt Beilagen besser geschmeckt hat als der „falsche“ Schafsmagen. Im Ausschank und sehr empfehlenswert sind übrigens Bitter & Twisted und Deuchnard IPA.

Internet: www.thefiddlersarms.com
Adresse: 9-11 Grassmarket

Biddy Mulligans

Biddy Mulligans Edinburgh

Das Buddy Mulligans war unser 1. Pub – den wir gleichzeitig auch als einen der langweiligsten empfanden. Spannend war hier eigentlich nur der Junggesellinnenabschied mit den rosa Antennen auf dem Kopf. Auch bei den Bieren bewiesen wir kein gutes Händchen, denn wir fanden den Geschmack von Jokers IPA und Caledonia Best eher durchschnittlich.

Internet: www.biddymulligansbar.com
Adresse: 94-96 Grassmarket

Haymarket

The Haymarket Edinburgh

Der Pub Haymarket ist mir schon bei unserer Ankunft am gleichnamigen Bahnhof aufgefallen, da er von außen ziemlich imponierend aussieht. Im Inneren ist es sehr gemütlich und wenn man Glück hat, kann hat man einen guten Blick auf die Haymarket Clock erhaschenIm Haymarket gab es dann den ersten vegetarischen Burger des Urlaubs, der geschmacklich voll überzeugen konnte. Auch das einheimische Draft Bier war sehr lecker und süffig!

Internet: www.nicholsonspubs.co.uk
Adresse: 1-14a W Maitland St

The White Hart Inn

The White Hart Inn Edinburgh

Der Pub White Hart Inn ist einer von vielen am Grassmarket und angeblich der älteste Pub Edinburghs. Man kann sehr schön draußen sitzen und das vorbeiziehende Partyvolk beobachten. Wir haben uns hier an unserem ersten Abend in der Stadt einen kleinen Absacker gegönnt. Eigentlich hätten wir uns den schenken können, denn nach dem langen Tag mit vielen Meilen zu Fuß kreuz und quer durch diese wunderschöne Stadt, haben wir unser Tennants und Black Haven Stout mehr hypnotisiert denn getrunken.

Internet: www.whitehart-edinburgh.co.uk
Adresse: 34 Grassmarket

The Grosvenor

The Grosvenor Edinburgh

Die Grosvenors waren die Famile des Duke of Westminster. Sie nannte lange Zeite gewaltige Grundbesitze in London ihr eigen. Im gleichnamigen Pub emfanden wir das Bier (Inkie Pinkie, Starlaw) sehr muffig im Geschmack. Wir vermuten, dass es an einem nicht mehr ganz frischen Spüllappen lag. Schade, denn der Grosvenor sieht von außen einfach top aus und auch das Innere macht ordentlich was her. Und eigentlich war es sogar recht gemütlich dort!

Internet: www.taylor-walker.co.uk
Adresse: 26 – 28 Shandwick Place

The Black Cat

The Black Cat Edinburgh

Kaum zu glauben, dass es in einer der Touristen-Hotspots schlechthin, der Rose Street, einen so netten Pub wie The Black Cat gibt. Klein und kuschelig ist es hier und das IPA (Caesar Augustus) schmeckt hervorragend.

Internet: www.theblackcat.com
Adresse: 168 Rose Street

The Beehive

Beehive Inn Edinburgh

Auch der Pub The Beehive befindet sich am Grassmarket. Wir haben dort nach unserem Besuch im nahen Edinburgh Castle unsere müden Beine ein wenig ausgeruht. Wer Vegetarier ist und Lust auf „Fish & Chips“ hat, kann sich hier eine vegetarische Variante mit Grillkäse bestellen. Wir haben aufgrund unseres sehr üppigen Frühstücks davon abgesehen. Der Pub an sich und vor allem das Nebenzimmer ist sehr nett.

Internet: www.taylor-walker.co.uk
Adresse: 18-20 Grassmarket

Ryries

Ryries Pub Edinburgh

Im Ryries gab’s das letzte IPA und die letzten Fritten des Urlaubs! Schade, dass wir diesen Pub erst kurz vor Schluss entdeckt haben – bis auf die laute elektronische Musik war es richtig gemütlich hier! Ryries ist anscheinend beim weiblichen Geschlecht sehr beliebt, denn bei unserem Besuch waren fast nur Frauen mit ihren Kindern da. Aber vielleicht war genau das der Grund: In vielen Pubs sind Kinder nämlich nicht erlaubt!

Internet: www.ryriesbar.co.uk
Adresse: 1 Haymarket Terrace

Hier geht’s zum 1. Teil von Burger, Bier & Schottenröcke – Unterwegs in Edinburgh.

 

Großbritannien Unterwegs

Edinburgh | Burger, Bier & Schottenröcke (1)

26. Juni 2014

Als ich die beeindruckende Kulisse von Edinburghs Old Town das 1. Mal in dem Film Hallam Foe sah, war klar, „Da muss ich hin“. Leider hat es mehrere Jahre gedauert, bis es endlich soweit war! Und was soll ich sagen? Meine Träume wurden weit übertroffen! Edinburgh ist seit dem 15. Jahrhundert die Hauptstadt von Schottland und mit knapp 480.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Schottlands. Seit 1999 gehört das Zentrum Edinburghs zum Weltkulturerbe. Viele Tipps zu Edinburgh gibt es übrigens auf www.schottland-wegweiser.de.

Nachts

Wie es sich für einen Besuch in einer Stadt wie Edinburgh gehört, übernachteten wir in einem Hotel, das in einem Stadthaus aus den 1860ern untergebracht ist.

Hotel Ritz Edinburgh

Dass das Hotel Ritz seine besten Zeiten schon längst hinter sich hat, war unübersehbar. Der Teppich wies etliche Flecken auf, das Himmelbett wackelte ein wenig und auch ansonsten war das Mobiliar stark abgewohnt. Dafür ist es aber ungeheuer plüschig und herrlich altmodisch. Und sauber war unser kleines Zimmerchen auch! Außerdem ist die Lage des Ritz super, denn zu den Sehenswürdigkeiten in Old und New Town konnten wir bequem laufen. Und das in nicht einmal einer Viertelstunde Fußmarsch! Wir fanden das Hotel Ritz auf jeden Fall topp – vor allem, weil auf der Treppe ein Teppich in farbintensiven Schottenkaro lag.

Internet: www.boutiquehoteledinburgh.co.uk
Adresse: 14-16 Grosvenor St

Morgens

Weil wir wie immer kein Frühstück im Hotel gebucht hatten, waren wir in der Ryans Bar ( 2-4 Hope St) mit Blick auf das nahe Edinburgh Castle frühstücken. Die Einrichtung ist übrigens sehr schön, vor allem die Deckenbemalung macht echt was her. Dort gibt es erfreulicherweise eine vegetarische Variante des Scottish Breakfast. Und so futterten wir glücklich vegetarische Würste, gegrillten Tomate, Potatoe Scones, Hash Browns, Rührei, weiße Bohnen in Tomatensauce und Toast. Das Frühstück war sehr lecker und so reichhaltig, dass wir fast den ganzen Tag gesättigt waren.

Ryans Edinburgh

Beim Bummel durch Edinburgh haben wir auch die Foodlights Bar (7 Spittal Street) entdeckt. Und da es auch hier ein vegetarisches Frühstück auf der Karte gibt, mussten wir das natürlich auch gleich ausprobieren. Die Einrichtung dieses Pubs könnte ein wenig gepflegter sein, irgendwie war alles ein bisschen klebrig. Vor allem die Flasche mit der von uns heiß und innig geliebten HP Soße. Geschmeckt hat es dann aber doch ganz gut. Mir hat dort vor allem sehr gut gefallen, dass es Spiegeleier gab.

Wie Ihr so ein typisch schottisches bzw. englisches Frühstück zubereiten könnt, erfahrt Ihr bei Ramona von Frl. Moonstruck kocht.

Tagsüber

Edinburgh gehört nicht umsonst zum Weltkulturerbe! Für mich ist diese beschauliche Stadt einfach ein Gesamtkunstwerk. Und beschaulich auch deshalb, weil man wirklich fast alles zu Fuß machen kann. Wir haben zum Beispiel nur Tickets vom Flughafen zum Hotel und retour sowie ein Tagesticket für unsere Fahrt nach Leith gelöst.

Leith lohnt übrigens nur einen Besuch, wenn Ihr die Royal Yacht Britannia, also den alten Luxuskreuzer der Queen, besuchen wollt. Sie gilt erstaunlicherweise als eine der größten Touristenattraktionen überhaupt. Oder aber Ihr geht eine Runde im Ocean Terminal shoppen. Ansonsten ist es in Leith sehr ruhig und fast ein wenig langweilig. Von den tollen Cafes und Restaurants am Shore of Leith haben wir leider nicht viel mitbekommen, da wir bereits früh am Vormittag unterwegs und diese daher noch geschlossen waren.

Besonders faszinierend fanden wir die Old Town, die dem Edinburgh Castle zu Füßen liegt. Ein Besuch des Edinburgh Castle ist dabei trotz des stattlichen Preise von 16 Pfund ein absolutes Muss. So haben wir circa drei Stunden auf dem weitläufigen Areal verbracht und dabei natürlich nicht nur die lange verschollen geglaubten Kronjuwelen und den Krönungsstein bewundert. Beeindruckt waren wir auch von der Scotch Whisky Experience: So viele Sorten Whisky haben wir wirlich noch nie auf einem Fleck gesehen! Wer ein Fan des schottischen Nationalgetränks ist, sollte aber nicht nur den Laden besichtigen (so wie wir) sondern auch eine Tour mit Verkostung mitmachen. 

Die Old Town hat aber noch viel mehr zu bieten. Schon allein der Bummel durch die Royal Mile ist einfach beeindruckend und wird durch viele Attraktionen wie der St. Giles Cathedral, dem Abschnitt Canongate mit dem Musem People‘s Story, der Canongate Kirk und dem Palace of Holyroodhouse gesäumt. Und ab und an auch durch einen Dudelsackspieler im Schottenrock.

Edinburgh

Wir haben natürlich alle diese Sehenswürdigkeiten abgelaufen und sind anschließend sogar noch auf dem Arthur‘s Seat gewandert. Hierbei handelt es sich um den 251 m hohen Hausberg von Edinburgh, der vulkanischen Ursprungs ist. Von hier aus hatten wir einen beindruckenden Blick auf die ganze Stadt, den Meeresarm Firth of Forth und die südlichen Highlands.

Nicht ausgelassen haben wir natürlich die bekannteste Kirche samt dem bekanntesten Friedhof der Stadt: Greyfriars. Vor dem Kirchhof steht die beliebte Greyfriars Bobby Statue, die zu Ehren eines ganz besonders treuen Hundes errichtet wurde. Der kleine Bursche wachte sage und schreibe 14 Jahre am Grab seines toten Herrchens!

Greyfriars Edinburgh

Auf jeden Fall einen Besuch wert ist das National Museum Of Scottland (Chambers Street). Es entstand in seiner heutigen Form durch die Zusammenlegung des Museum of Scotland (mit Sammlungen schottischer Antiquitäten und Kulturhistorischem Material) und des Royal Museum (mit Sammlungen zum Thema Wissenschaft, Technologie, Naturhistorie und Weltkultur). Auf der schier endlosen Ausstellungsfläche tauchten wir also nicht nur ganz tief in die Geschichte von Schottland ein, wir lernten auch viel über die Tierwelt und fremdes Brauchtum. Von der Dachterrasse genossen wir als krönenden Abschluss den famosen Ausblick auf die Stadt und schossen Dutzende von Fotos. Und das alles kostenlos, denn der Eintritt kostet keinen Penny!

Nach über drei Stunden im Museum stärkten wir uns im Le Cafe Blue (W Port, Nähe Grassmarket) bei Choclate Cheesecake und Wellbaked Tarte. Das Cafe ist klein und herrlich bunt eingerichtet, so dass ich gar nicht wusste, wo ich zuerst hinschauen sollte. Und das Gebäck war auch sehr lecker! Schön fand ich auch, dass etliche Kräutertees von PUKKA zur Auswahl standen.

Die New Town war in unseren Augen nicht ganz so ansprechend. Besonders von den drei ach so berühmten Straßen George Street, Rose Street und Princess Street waren wir arg enttäuscht. Klar gibt es auch hier imposante Gebäude, schicke Lokale und viele, viele exklusive Shops – begeistert hat uns das alles aber eher weniger.

Dafür war unser Besuch im Botanischen Garten ganz, ganz toll! Hier haben wir mehrere Stunden mit Bummeln und Pflanzenkunde verbracht. Ganz in der Nähe liegt auch das Vettes College, das J.K. Rowling als Inspiration für Harry Potters Zauberschule Hogwarts diente.

Ein Kleinod ist das malerische Dean Village, das einst ein Dörfchen mit vielen verschiedenen Mühlen war, die von dem Fluß betrieben wurden. Die alten Mühlen sind längst renoviert und zu Wohnhäusern umgebaut worden, was sofort den Wunsch nach einem sofortigen Umzug hierher in uns weckte. Ruhiger und beschaulicher kann man einfach nicht wohnen!

Nicht fehlen durfte auch ein Besuch der Statue von Sherlock Holmes. Sie steht am Picardy Place, wo im Haus Nr. 11 der geistige Vater des Meisterdetektives, Sir Arthur Conan Doyle, geboren wurde.

Und auch der berühmte Calton Hill wurde von uns erklommen! Dort konnten wir das Nelson Monument , das unvollendete National Monument sowie die tolle Aussicht auf die Stadt genießen.

Abends

Edinburgh hat aber nicht nur kulturell einiges zu bieten, auch das Kulinarische kommt nicht zu kurz. Die Zeiten, in denen Schotten nur Haggis – also mit Innereien gefüllten Schafsmagen – gegessen haben, sind lange vorbei. Laut unserem Reiseführer von Reise Know-How* ist Edinburgh für seine vielfältige Gastronomie bekannt und kann sogar gleich fünf Etablissements mit Michelin-Sternen vorweisen. Da es Herrn Wallygusto und mich aber wie wahnsinnig nach Burgern und Pommes gelüstete, waren wir immer im Pub essen. Allerdings haben wir dabei einmal die vegetarische Variante des Haggis probiert. Diese konnte uns allerdings nicht überzeugen, da sie ein wenig fad schmeckte. An die legendären frittierten Mars-Riegel haben wir uns übrigens nicht herangewagt, das war dann doch zu eigen :-).

Edinburgh nachts

Die größte Auswahl an Pubs, Cafés und Restaurants findet man übrigens am Grassmarket. Da die Biere auch in Half Pints ausgeschenkt werden, war es auch ohne große Probleme möglich, einige davon zu testen. Natürlich wird nicht nur eine schier unerschöpfliche Vielfalt an Bieren angeboten, auch Liebhaber von Whisky und Gin kommen nicht zu kurz. Für den besseren Überblick gibt’s für Euch bald auch noch eine Liste der von uns besuchten Pubs :-).

Fazit

Nicht nur dank der vielen Sehenswürdigkeiten ist Edinburgh so unbeschreiblich schön, dass ich es kaum in Worte fassen kann! Die ganze Stadt ist einfach unglaublich sympathisch, relativ sauber und wir haben uns die ganze Zeit sehr sicher gefühlt.

Herr Wallygusto und ich planen auch schon den nächsten Besuch. Dann allerdings verbunden mit vielen Wanderungen durch die nahen Highlands – das muss dann einfach sein!

Hier geht’s zum 2. Teil von Burger, Bier & Schottenröcke – Edinburgh und seine Pubs.

Translate »