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Österreich

Österreich Unterwegs

Salzburg | Impressionen 

16. Februar 2017

Traditionell machen Herr Wallygusto und ich in der ersten Januarwoche Urlaub – entspannter kann man das neue Jahr einfach nicht beginnen. Und zu einem gelungenen Urlaub gehört eigentlich immer ein kleiner Städtetrip. Nachdem wir die Jahre zuvor Augsburg, Rosenheim und Ulm unsicher gemacht haben, zog es uns diesmal nach Salzburg.

Essen & Trinken

Für ein Bierchen zwischendurch empfehlen wir den Bärenwirt (wobei auch die Knödel mit Rahmschwammerl einfach köstlich aussehen) und den Stiegl-Keller mit seiner tollen Aussicht auf Altstadt & Dom. Nett ist es auch in Kastner’s Schenke, die Salzburgs kleinste Brauerei beherbergt. Da uns die Köstlichkeiten der berühmten Konditoreien nicht anmachen, holen wir uns bei einem Bäckerstand vor der Kollegienkirche zwei knusprige Topfentascherl auf die Hand. Besser schmeckt es auch in einem Kaffeehaus nicht! Köstliche Pinzgauer Kasnocken mit Bierkas und ordentlich Röstzwiebeln und ein schokoladig-herbes Dunkles Weißbier gibt’s in Österreichs ältester Weissbierbrauerei Die Weisse. Außerdem ist es dort einfach urgemütlich!

Allgegenwärtig ist übrigens die Mozartkugel – man könnte fast meinen, die Salzburger würden sich nur davon ernähren. Im Supermarkt werden sie sogar in einem Spender an der Kasse angeboten. Das ist auch kein Wunder, denn Salzburg ist schließlich die Geburtsstätte der berühmten Süßigkeit. Wir können nicht widerstehen und kaufen uns in einer der Filialen der Konditorei Fürst ein paar Mozartkugeln.

Highlights

Der Aufstieg auf den Mönchsberg und zur Festung Hohensalzburg ist nur halb so wild und lohnt aufgrund der traumhaften Aussicht auf die Salzburger Altstadt. Neben der schneeweißen, recht ungewöhnlichen Kollegienkirche gefällt uns auch die Franziskanerkirche mit ihren unterschiedlichen Baustilen sehr gut. Ein Bummel durch die Getreidegasse ist ebenso ein Muss wie der Besuch des Salzburger Doms. In der  uralten Steingasse bekommen wir einen kleinen Eindruck davon, wie Salzburg im Mittelalter ausgesehen hat.

Mehr Informationen über Salzburgs Sehenswürdigkeiten findet Ihr auf www.salzburg.info.

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Graz | Nudelminze, Lendwirbel & Weltkulturerbe

5. Dezember 2016
Nudelminze, Lendwirbel & Weltkulturerbe - ein Wochenende in Graz

Wenn man an Österreich denkt, fallen einem als erstes Berge und Skifahren ein. Oder Mozartkugeln. Und dann kommt eigentlich schon Wien. Freunde von uns fahren seit Jahren regelmäßig nach Wien – ganz begeistert sind sie von den Hochglanzfassaden der ehemals kaiserlich-könglichen Stadt, den Heurigen und dem Wiener Schmäh. Herrn Wallygusto und mir hat sich der Charme der österreichischen Hauptstadt leider nie so richtig erschlossen – zu aufgesetzt erscheint uns dieses „Vienna“: Schweift man nur kurz von den ausgetretenen Touristenpfaden ab – und da reicht schon ein kurzer Blick um die nächste Hausecke – ist es aus und vorbei mit der Pracht.

Dies mögen viele anders sehen, aber uns zog es dieses Jahr motiviert durch einen Artikel in der Süddeutschen Zeitung in Wiens hippe kleine Städte-Schwester Graz. Ein paar Impressionen aus Graz habe ich Euch vor einiger Zeit ja bereits gezeigt, jetzt folgt der ausführliche Bericht mit Übernachtungstipp und den (kulinarischen) Highlights.

Lipizzanerheimat in Köflach

Zu geil für Sterne – das Hotel Wiesler

Zum Übernachten hat uns Herr Wallygusto ein ganz besonderes Hotel ausgesucht: Das mitten in Graz gelegene Hotel Wiesler. Das Wiesler ist schon seit 1909 ein Ort voller Inspiration, denn man hat hier nie aufgehört, nach neuen Dingen zu suchen, um seine Gäste angenehm zu überraschen. Seit 2010 lässt Unternehmer Florian Weitzer den ehrwürdigen Jugendstilmauern kontinuierlich neues Leben einhauchen, sehr behutsam, damit die natürliche Patina, die schönen Erinnerungen und Geschichten der vergangenen Jahre erhalten bleiben. Das Ergebnis ist ein wirklich spannender Mix aus Vintage und Neuem mit einem Schuss Soul, der auf Pomp und (man höre und staune) 5 Sterne-Klassifizierung verzichtet und viel Raum für erfrischend Unkonventionelles schafft.

Nicht dass Florian Weitzer etwas gegen Hotelsterne hätte. First Class-Service ist im Wiesler sowieso seit jeher eine Selbstverständlichkeit. Für ihn ist der eingeschlagene Weg „from 5 stars to independance“ vielmehr der einzig gehbare, um frische Ideen umzusetzen. Denn es sind die feinen überraschenden Details, die das Besondere im Wiesler ausmachen: So ist  das Hotelrestaurant für jeden – egal ob Hotelgast oder nicht –  von früh bis spät in der Nacht, 365 Tage im Jahr, zugänglich. Das ganztägige Angebot wird von Frühstücksbuffet, Mittagstisch und Café-Betrieb am Nachmittag abgerundet. Ganz besonders fasziniert war ich von dem Barbiersalon mitten im Treppenhaus, in dem männliche Gäste eine Handrasur genießen können.

Bei unserem Zimmer haben wir ein wenig Pech, denn wir bekommen leider keinen der renovierten, superschicken Räume. Der Nachtruhe tut dies aber keinen Abbruch, denn das Bett ist sehr bequem und alles sehr sauber. Ein Traum ist auch das reichhaltige Frühstücksbüffet, das mit seiner guten Käseauswahl auch bei Vegetariern keinerlei Wünsche offenlässt.

Das Wiesler ist definitiv das schickste Hotel, in dem ich bisher abgestiegen bin! Und ich würde es wirklich jeder Zeit wieder tun!

Adresse: Grieskai 4-8, 8020 Graz
Internet: www.hotelwiesler.com

Highlights

Graz hat wirklich viele, viele Sehenswürdigkeiten zu bieten – eigentlich ist die ganze Stadt eine einzige, große Sehenswürdigkeit. Im Nachhinein fiel es Herrn Wallygusto und mir ganz schwer zu sagen, was uns jetzt am besten gefallen hat. Stellvertretend für die vielen schönen Ecken in Graz seien aber diese Sehenswürdigkeiten genannt:

Gleich an unserem ersten Tag erklimmen wir den Grazer Schloßberg, einen wuchtigen Felsen aus Dolomitgestein, der den Kern der historischen Altstadt bildet. Neben dem fantastischen Ausblick auf Graz finden wir hier oben mit dem Grazer Uhrturm das älteste Gebäude der Stadt vor.

Eine einzige große Sehenswürdigkeit ist die historische Grazer Altstadt! Nicht umsonst wurde sie zusammen mit der Dachlandschaft 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt und 2010 sogar auf Stadt Graz – Historisches Zentrum und Schloss Eggenberg erweitert. Unbedingt anschauen solltet Ihr Euch hier die spätgotische Doppelwendeltreppe – sie ist ein Meisterwerk der Steinmetzkunst und befindet sich in der Grazer Burg.

Nicht weit von Graz entfernt liegt das Lippizanergestüt Piber. Dieses traditionsreiche Gestüt hat die Aufgabe, die älteste Kulturpferderasse Europas – eben die Lipizzaner – zu züchten, deren Ursprung in die imperiale Zeit, auf das Jahr 1580, zurückgeht. Schon als Kind war es ein Traum von mir, diesen Ort zu besuchen. Da auch Herr Wallygusto gleich Feuer und Flamme ist, nehmen wir also den Zug nach Köflach und wandern eine gute Stunde nach Piber. Dort angekommen nehmen wir an einer sehr interessanten Führung über das Gestütsgelände und durch die Ställe teil. Anschließend lernen wir in der Schauschmiede alles über Hufeisen. Außerdem dürfen wir noch mit den halbwüchsigen Lippizaner-Hengsten auf Tuchfühlung gehen – ganz schön verschmust, die Kleinen! Mehr Informationen zum Lipizzanergestüt Piber und seinen edlen Bewohnern findet Ihr auf www.lipizzanerheimat.com. Wie es sich für ordentliche Foodblogger gehört, machen wir auf dem Rückweg beim Buschenschank Schachner halt. Dort genießen wir bei strahlendem Sonnenschein ein Viertel rosèfarbenen Schilcher, pikanten Käferbohnensalat und einen riesigen Käseteller.

Was für ein Glück, dass bei unserem Besuch das Nachbarschaftsfest Lendwirbel stattfindet! Eine der Bühnen steht sogar hinter unserem Hotel, und das unter unserem Fenster. Gestört werden wir dadurch freilich nicht, denn Herr Wallygusto und ich wirbeln ja selbst eifrig mit! Und zwar von Bierstand zu Bierstand und von Konzert zu Konzert! Und wir machen bei unserem ersten (und bisher letztem) Tanzkaraoke mit! Was für eine irre Wirbelei!

Der Botanische Garten in Graz ist – verglichen mit dem in München – recht klein. Sehenswert ist er vor allem wegen der drei Gewächshäuser von Volker Giencke. Sie wirken aufgrund ihrer schuppigen Architektur wie drei riesige Gürteltiere und ermöglichen aufgrund ihrer idealen Ausrichtung im Inneren üppiges Wachstum von Pflanzen aus vier verschiedenen Klimazonen.

Mehr Informationen zu den Sehenswürdigkeiten gibt es im Internet auf www.graztourismus.at oder Wikipedia.

Für die kleine Pause zwischendurch

So viel Städtetrip macht hungrig – und vor allem durstig. Für eine kleine Pause zwischendurch oder um den Tag gemütlich ausklingen zu lassen, können Herr Wallygusto und ich die folgenden Lokale empfehlen:

In der Mehlschwalbe (Kapaunplatz 3) mitten im alten Franziskanerviertel stärken wir uns kurz nach unserer Ankunft in Graz mit Frittata und ein veganes Weckerl. Da es uns dort so gut gefällt, kommen wir eine paar Tage später nochmal auf ein Craft Beer vorbei. Das Flamberger Stout sagt uns aber leider nicht so zu – aber das ist schließlich Geschmackssache. Laut Website kann man die Mehlschwalbe im Moment (leider) nur für Events buchen.

Bei Greissler Eis in der Sporgasse gibt es neben Apfelkuchen, Graumohn und Erdnuss-Schoko so ausgefallene Sorten wie Ziegenkäse. Die Schlange im Laden ist lang – aber das Warten lohnt sich, denn alle von uns probierten Eiskreationen sind einfach köstlich!

Im Reinerhof, (Sackgasse 20)  zu Füßen des Schloßberges – ruhen wir unsere müden Füße aus und genießen dabei ein kühles Trumer Pils.

Ein ganz besonders entspannter Ort ist das Parkhouse (Stadtpark 2), das, wie der Name schon sagt, im malerischen Grazer Stadtpark zu finden ist. Wir trinken ein Murauer aus der Flasche und schauen den Entchen beim Baden zu. In den Sommermonaten finden hier im Gastgarten zahlreiche Live-Concerte statt. Angeblich ist hier auch schon so manches Talent entdeckt worden.

Das Glöckl Bräu (Glockenspielplatz 2) liegt im Herzen der Grazer Innenstadt, mitten am schönen Glockenspielplatz. Das steirische Wirtshaus besticht aber nicht nur durch seine prächtige Fassade und das gemütliche Ambiente der Räumlichkeiten, sondern auch mit sehr gutem Kellerbier aus dem Holzfass!

Nicht entgehen lassen sollte man sich die Leckereien der Bäckerei Martin Auer, die es in diversen Filialen in Graz zu kaufen gibt. Schon im Vorfeld unseres Aufenthaltes in Graz konnte ich mich kaum an den appetitlichen Broten, Feingebäck und Pausenbroten sattsehen!

Steirische Küche – auch für Vegetarier!

Die bekanntesten Schmackerln aus der Steiermark sind wohl Kernöl, Backhendl, Klachelsuppe (aus Schweinshaxe, Suppengrün und Gewürzen), verschiedene Kürbisrezepte, Apfelkren, Schmarrn, Krautfleckerln und steirisches Wurzelfleisch. Alles sehr bodenständige Gerichte! Und da Herr Wallygusto und ich genau das mögen, gehen wir natürlich jeden Abend in einem steirischen Lokal zum Essen! Auch als Vegetarier haben wir dort die Qual der Wahl!

Die Altsteirischen Schmankerlstuben (Sackstr. 10) ist eines der beliebtesten Restaurants in Graz. Kein Wunder, denn die Gasträume mit den Gewölbedecken und der rustikalen Möblierung sind heimlig und gemütlich. Und unsere Krautfleckerl und Erdäpfellaibchen mit grünem Salat sind einfach köstlich!

Ähnlich rustikal geht es im Lend Platzl (Lendplatz 11) zu – zumindest was wir auf dem Weg zum stillen Örtchen so vom Lokal zu sehen bekommen. Da die Temperaturen auch abends noch angenehm sind, nehmen wir im kleinen, verwinkelten Gastgarten Platz. Dort lassen wir uns Bärlauchlaibchen, und Käsenockerl schmecken – dazu gibt es ein kühles Gösser vom Fass.

Die Steirerstub’n (Lendplatz 8) sind ebenfalls urgemütlich, dementsprechend gut besucht sind auch die drei Gaststuben. Regionale Produkte sind hier ein Muss  – daher kommen Brot und Gemüse frisch vom gegenüberliegenden Bauernmarkt und das Fleisch von heimischen Bauern.

Nudelminze, Lendwirbel & Weltkulturerbe – ein Wochenende in Graz

Bauernmärkte

Auf dem Bauernmarkt auf dem Lendplatz erstehen wir einen Beutel Käferbohnen und eine kleine Flasche Kernöl. Das Angebot ist aber natürlich viel größer und reicht von Wein über Brot und Käse bis zum Speck und Selchwürsten. Außerdem gibt es eine unglaubliche Auswahl an frischen Kräutern – auch die berühmte Nudelminze findet sich darunter!

Nach einem Bummel über den Bauernmarkt auf dem Kaiser-Josef-Platz kehren wir auf einen Spritz und eine Weinschorle bei Rossian ein. Schade nur, dass wir dank des umfangreichen Frühstückbüffets im Hotel noch keinen Hunger haben, denn die kleinen Speisen und Kuchen, die in dem kleinen Lokal serviert werden, sehen einfach verführerisch aus. Und natürlich genießen wir trotzdem einen ausgedehnten Bummel zwischen den prall mit Brot, Gemüse und Käse gefüllten Marktständen!

Fazit

Graz ist einfach wunderbar! Warum? Weil es genau die richtige Mischung zwischen alternativ, schick und bodenständig ist! Genau die Adjektive, die mir selbst sehr wichtig sind!

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Graz | Impressionen

16. Juli 2016

Bereits 2014 wurden Herr Wallygusto und ich aufgrund eines Zeitungsartikels auf Graz, Wiens hippe kleine Städte-Schwester aufmerksam. Leider hat es dann – aufgrund vieler anderer schöner Städtetripps 😉 – erst dieses Jahr mit einem kurzen Besuch geklappt. Und, was soll ich sagen? Graz ist einfach geil! Ein ausführlicher Bericht über unser langes Wochenende in Graz ist (natürlich) bereits fertig! :-)!

 

 

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Blaubergalm | Vomp | Österreich

18. Juni 2015

Immer, wenn schönes Wetter ist, zieht es Herrn Wallygusto und mich in die nahen Berge. Natürlich spielt dabei auch die Hütteneinkehr eine wichtige Rolle, denn Wandern macht schließlich hungrig. SEHR hungrig! Besonders gutes Essen gibt es in der Blaubergalm – kein Wunder also, dass es uns am letzten Wochenende mal wieder dorthin verschlagen hat.

Drinnen

Die Alm ist klein, urig und sehr gemütlich. Drinnen gibt es zwar nur zwei große Tische, dafür draußen viele Bierbänke. Leider wird die Aussicht auf Guffert und Rofan durch einen langen Stall versperrt. Wer die lange Überschreitung des Blaubergkamms zur Halserspitz auf zwei Tage verteilen möchte, der kann auch auf der Blaubergalm übernachten, denn es gibt 15 Lagerplätze.

Blaubergalm_Vomp

Speisekarte

Die Speisekarte der Blaubergalm bietet (einfache) kalte und warme Gerichte wie Tiroler Marend (Brotzeitplatte mit Wurst, Speck und Käse) und Käseomelett. Es findet sich aber auch der allseits beliebte Kaiserschmarrn darauf.

Man sollte übrigens im Rucksack etwas Platz haben, denn der Käse aus eigener Produktion kann käuflich erworben werden. Es gibt viele verschiedene Sorten, z.B. Pfeffer, Kräutermix, Bärlauch oder Bockshornklee. Und alles ist Bio!

Geschmack

Die Blaubergalm ist der Himmel auf Erden für jeden, der gerne Käse isst. Der saure Graukas mit Zwiebeln ist einfach der Hammer! Aber auch die Käsenudeln sind super und schmecken auch der kleine Almkatze. 🙂 Dazu noch eine Hollerschorle, und man hat wieder genug Energie für die Wanderung auf Schildenstein, Halserspitze oder Guffert getankt.

Blick auf den GuffertService

Draußen ist Selbstbedienung angesagt. Es wird also in der Hütte bestellt und gleich bezahlt. Wenn die Zubereitung des (warmen) Essens etwas länger dauert, wird es nach draußen gebracht.

Fazit

Wir finden, die Blaubergalm ist so gemütlich und das Essen so guad, dass wir am liebsten jedes Wochenende hierher wandern würden.

Übrigens führen viele Wege hier rauf: Eine ziemlich leichte Tour ist unter anderem auf der Seite der DAV-Sektion Schliersee beschrieben. Also schnürt die Wanderstiefel & nix wie los! Der leckere Käse der Blaubergalm wartet schon auf Euch!

Internet: www.dav-huettensuche.de
Adresse: 
Vomperberg 50, A-6134 Vomp

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Kössen (2012)

5. Oktober 2012

Kössen war im Herbst 2012 unser kulinarisches Ziel. Neben ordentlich schlemmen war wandern und entspannen angesagt. Die Fotos sind ein wenig gruselig, weil ich damals noch mit einer seltsamen Handy-Bildbearbeitungs-App rumgespielt habe. Sorry dafür!!

Essen

  • Erzherzog Rainer
    Der älteste Gasthof in Kössen ist der Erherzog Rainer, erstmalig 1416 genannt, und das sieht man ihm auch an. Das Grün des erwürdigen Gemäuers ist schon recht verblichen und könnte mal eine Auffrischung vertragen. Vom Inneren haben wir leider nicht viel gesehen, da wir nur ein Viertel Sturm (€ 3,20) trinken wollten und dafür an die „Bar“ im Vorraum gesetzt wurden. Die „Bar“ ist hier leider nur ein Platz vor Spüle und Zapfhahn, von dem aus man das geschäftige Treiben in der Küche beobachten kann. Was da dann raus kam, sah sehr gut aus und soll auch genauso schmecken, denn man kocht hier „gehoben“. Leider bot die Speisekarte keine vegetarischen Gerichte an und Fischwochen sind ja auch nicht jedermanns Sache, so dass es bei einem Sturm blieb.
    Internet: www.gasthof-erzherzog-rainer-koessen.com
    Adresse: Dorf 10, A-6345 Kössen
  • Trattoria al Postiglione
    Vielleicht lag es daran, dass das al Postiglione nur unsere 2. Wahl war und wir eigentlich Tiroler Hausmannskost und keine Pizza essen wollten, aber unser Eindruck von dieser Trattoria war einfach nur langweilig. Die Speisekarte bietet zwar eine große Auswahl an Antipasti, Pizza und Pasta, richtige Begeisterung konnte das alles allerdings nicht bei uns auslösen. Schön fand ich, dass die vegetarischen Pizzen separat auf der Speisekarte ausgewiesen werden, man also nicht lange suchen muss. Wir wählten schließlich „Vegetaria“ mit allerlei Gemüse und Peperoni und „Italia“ mit Spinat, frischen Tomaten und Basilikum. Dazu gab’s Cola light und Spezi. Die Pizza mit dem Gemüse war leider sehr fad, die „Italia“ ein wenig spannender. Immerhin stimmt die Optik und der Boden war herrlich dünn und knusprig. Mehr Pfiff konnte allerdings auch das Chiliöl aus der Nuckelflasche nicht auf die Pizza bringen. Die Idee, die Schärfe so auf den Tisch zu bringen, verdient allerdings Anerkennung: Sehr witzig! Die Einrichtung ist übrigens auch nicht sonderlich auffallend, denn dunkles Holz und ein wenig Olivenlaub sind halt nicht besonders kreativ. Der Service war nett und die Preise sind auch okay. Wie gesagt, wahrscheinlich lag’s echt nur an uns und unserer Enttäuschung, dass wir vom Essen hier nicht 100 % überzeugt waren.
    Internet: www.trattoria-koessen.at
    Adresse: Dorf 44, A-6345 Kössen
  • Edern-Alm
    Die Edernalm ist von Kössen aus viel zu schnell zu erreichen, um das einzige Ziel einer Wanderung zu sein – es sei denn, man möchte sonntags nur schnell zum Mittagessen vorbeischauen – denn in ca. 45 Minuten ist man von Staffen hierher gelaufen. Ansonsten lässt sich eine Einkehr gut mit einer Tour auf die Wetterfahne oder die Rudersburg kombinieren. Wir kamen von der Wetterfahne und wollten Tiroler Hausmannskost, die wir hier auch in Form von Kaspressknödeln in Suppe (€ 7,90) serviert bekommen haben. Auch auf der Edernalm gibt es Salat dazu. Lecker war’s und dank der schönen Aussicht und dem netten Wirt haben wir uns ein wenig auf der Terrasse festgesessen. Die musikalische Untermalung erfolgt in Form von Volksmusik, die aus dem Gastraum tönte, und Gänsegeschnatter aus dem Gehege unter uns. Übrigens werden hier Kaskrapfen auf Anfrage frisch zubereitet. Herauszufinden, was das genau ist, steht auf unserer „To Do-Liste“. 😉 Und das „Schmalznudelessen“, das immer am zweiten Sonntag im September stattfindet, fänden wir auch mal ganz interessant.
    Internet: www.edernalm.at
    Adresse:  Staffen 39, A-6345 Kössen

Einkaufen

  • Kaiserwinkl Sennerei
    Das absolute Shopping-Highlight in Kössen ist eindeutig die Kaiserwinkl Sennerei. Sie ist ein Zweigbetrieb der Pinzgau Milch und wurde 1939 gegründet. Täglich wird hier die Milch von rund 85 Bauern aus der Region verarbeitet. Die Milchbauern liefern circa 4,2 Millionen kg Milch im Jahr an die Sennerei, die daraus circa 800 Tonnen Käse produziert. Die Produkte werden ausschließlich aus Heumilch, die als Premiumprodukt der Milchwirtschaft gilt, hergestellt. Heumilch kommt übrigens von Kühen, die im Sommer ausschließlich frische Wiesengräser, im Winter vorwiegend sonnengetrocknetes Heu zu fressen bekommen. Alle hier verkauften Käsesorten sind ohne Konservierungs- oder Zusatzstoffe. Im Jahr 2009 wurde die Sennstube als eines der top 15 Geschäfte in Tirol prämiert und auch Käselaibe wurden bereits vielfach mit Silber- und Goldmedaillen ausgezeichnet – und das bei der Käsiade und der Olympiade der Käse aus den Bergen! Und sogar einen „World Cheese Award“ gab’s auch schon dafür! 🙂 Details zu den Auszeichnungen und der Geschichte der Sennerei gibt es auf . Die Käseauswahl ist auf jeden Fall atemberaubend und lässt das Herz des Liebhabers höher schlagen. Wir waren zweimal dort einkaufen und jedes Mal hatten wir die Qual der Wahl: Selchkäse, Bergkäse, Brennnesselkäse, Graukäse…Neben Kuhmilchkäse gibt es auch Ziegenkäse. Und den dazu passenden Senf hat man auch im Angebot. Und wer beim Einkaufen Durst bekommt, gönnt sich noch ein Glas Buttermilch. Die Öffnungszeiten sind von Montag – Freitag 08:00 bis 12:00 Uhr und 14:00 bis 18:00 Uhr sowie am Samstag 07:30 bis 12:00 Uhr.
    Internet: www.pinzgaumilch.at
    Adresse: 
    Mühlbachweg 3, A-6345 Kössen

Süsses

  • Cafe Central
    Das Cafe Central ist ein typisches Oma-Cafe am Kössener Dorfplatz. Die freundlichen Bedienungen tragen Dirndl und der Chef steckt in feschen Lederhosen. Aber nicht nur Kuchen und Torsten sind hier selbstgemacht, denn man bekommt hier auch hauseigene Marmeladen und Schokoladen. Die Auswahl in der Kuchentheke ist sehr umfangreich und alles sieht sehr lecker aus. Beweisbilder gibt’s übrigens keine, denn beim Entwickeln der Bilder ist was schief gegangen. 😉 Unsere Wahl fiel trotzdem recht schnell auf Topfenstrudel und Apfelstrudel mit Sahne. Beides mundete uns hervorragend, der wässrige Cappuccino konnte da leider nicht mithalten. Die Preise im Central sind auch okay, ein Stück Strudel mit Sahne kostet € 3, der große Cappuccino € 3,40. Hier kann man schon nochmal herkommen, um einen Kuchen zu schnabulieren und außerdem überlege ich sowieso, ob ich eine Marillenmarmelade als Souvenir mitnehmen soll.Adresse: Dorf 9, A-6345 Kössen
  • Cafe Schmiedhäusl
    Das Cafe Schmiedhäusl in Kössen erinnert ein bisschen an ein Puppenhäuschen und erinnert von der Einrichtung ein klein wenig an ein Wiener Kaffeehaus. Geboten wird eine kleine, aber feine Auswahl an Strudeln und Torten, die durch eine Handvoll „Schmarrn“, Marillenknödel und Germknödel ergänzt wird. Während unseres Aufenthalts im Kaiserwinkl waren wir zweimal im Schmiedhäusl und hatten Gelegenheit, ein paar dieser Köstlichkeiten zu kosten. Den Anfang machten ein leckerer Apfelstrudel mit Sahne und die Jamaica-Rum-Torte mit Nuss-Kaffeeboden und a bisserl Rum in der Sahne, die wirklich ganz was feines ist. Das Haferl Kaffee dazu war leider nicht so gut, wurde aber mit Milch und Zucker annehmbar. Beim nächsten Besuch war die Lust auf Süßes noch größer und wir bestellten uns Marillenknödel mit Butterstreuseln und Germknödel mit Vanillesoße und Zimt. Die Marillenknödel werden im Trio serviert und schmeckten vor allem Herrn Wallygusto sehr gut. Mein Germknödel musste sich daneben geschmacklich wahrlich nicht verstecken und machte pappsatt. Die Wiener Melange (Kaffee mit Milchschaum) war super, der kleine Cappuccino hingegen etwas lasch. Der Service ist nett und erklärt gerne die unterschiedlichen Torten und Strudel. Preislich gibt es auch nichts zu meckern, Strudel und Torten kosten € 2,50, die Knödelgeschichten € 5,90 und unsere Kaffeespezialitäten zwischen € 2,80 und € 4,10.Adresse: Dorf 41, A-6345 Kössen
  • Taubenseehütte
    Die Taubenseehütte liegt auf 1.165 m und von ihrer Terrasse aus hat man einen tollen Blick auf das Kaisergebirge. Von Kössen aus erreicht man sie in ca. 1,5 Stunden Fußmarsch. Aufgrund der kühlen Temperatur zogen wir es nach kurzer Zeit vor, nach drinnen zu wechseln und nahmen im rustikalen Inneren der Hütte Platz, wo uns ein ausgestopfter Steinbock und ein Hecht beäugten. Die Speisekarte bietet hungrigen Wandersleuten eine kleine Auswahl an kalten und warmen Gerichten. Da wir ja im Kaiserwinkl sind, musste ich natürlich einen Kaiserschmarrn (€ 9,60) mit Zwetschgenröstern essen. Herr Wallygusto hat schon wochenlang nur von Kaspressknödeln geträumt und wählte deshalb auch einen in Einbrennsuppe (€ 4,90). Die Suppe samt Knödel schmeckte hervorragend, ebenso die Mehlspeise.
    Obwohl die Portion eher klein aussah, musste ich bereits nach der Hälfte kapitulieren, jedoch fand der restliche Kaiserschmarrn mit meinem Mann einen dankbaren Abnehmer. Die Hüttenwirtin ist sehr feundlich und immer für ein kleines Schwätzchen zu haben, die Preise für Speisen und Getränke sind okay (Bier € 3,50, Kaffee & alkfreies Weißbier € 3,60). Das einzige Manko war der Kaffee, der so schrecklich schmeckte, dass er nur mit Milch und Zucker erträglich wurde. Schee ist es hier, auf der Taubenseehütte. Und so gemütlich, dass man echt aufpassen muss, sich nicht festzusitzen. Und das wäre wirklich schade, denn in ca. 10 Minuten erreicht man den idyllischen Taubensee, den man nicht auslassen sollte.
    Internet: www.taubensee.at
    Adresse:
    Moserbergweg 43, A-6345 Kössen
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Obere Regalm | Going | Österreich

4. Oktober 2012
Obere Regalm © 2015 Regalm

Viel gibt es über die Obere Regalm, die auf 1.315 m im ruhigen Ostteil des Wilden Kaiser Massiv liegt, leider nicht zu berichten, denn bei unserem Besuch war dort geschlossene Gesellschaft. Da somit alle Plätze besetzt waren, bestellten wir nur schnell ein alkoholfreies Weißbier und einen Almdudler. Da wir unsere Getränke mangels Platz um die Ecke hockend einnehmen mussten, hatten wir leider keine Gelegenheit, die herrliche Aussicht ins Tal, auf die Kitzbüheler Alpen, die umliegenden Gebirgsketten bis hin zum Grossvenediger zu genießen. Sehr schade, denn die Alm ist sehr hübsch und neu, da sie erst 2008 am bewährten Platz der alten Regalm gebaut wurde. Nett ist auch, dass man sich auch bei geschlossener Alm bei den Getränken selbst bedienen darf: Die werden nämlich in der stets offenen Garage gelagert. Der ehrliche Wanderer bezahlt in die bereitstehende Kasse. Bei Interesse könnt Ihr Euch auf „www.regalm.at“genauer informieren.

Adresse: Pramaweg 30, A-6353 Going am Wilden Kaiser

Das Foto für diesen Beitrag stammt von der Website der Oberen Regalm (© 2015 Regalm).

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Griesner Alm | Kirchdorf | Österreich

3. Oktober 2012

Die Griesner Alm liegt auf 1.024 m Höhe im Naturschutzgebiet Wilder Kaiser und ist Ausgangspunkt vieler Wanderungen. Die Bezeichnung „Alm“ ist ein wenig irreführend, denn es handelt sich hier um einen Alpengasthof mit umfangreicher Speisekarte und eigenem – sehr irritierend – Merchandising in Form von CDs und Poloshirts. Aber anscheinend muss man sowas heutzutage haben. Erreichbar ist die Griesner Alm über eine gut ausgebaute Mautstraße oder mehrere Wanderwege.

Auf der Terrasse hat man einen schönen Blick auf das nahe Kaisergebirge, allerdings wird es hier im Spätsommer schnell schattig und kühl. Zu schnell verschwindet jetzt schon die Sonne hinter dem beeindruckendem Bergmassiv. Hat man einen schönen Platz ergattert, kommt man in den Genuss von leckeren Kaspressknödel in Suppe, die hier witzigerweise mit Salat serviert werden. Witzig darum, weil ich mir eigentlich nichts vorstellen kann, was weniger zu Suppe passt als Salat. Neben den klassischen Tiroler Gerichten gibt es übrigens auch Schweinsbraten und diverse Omeletts. Und auch die für Gasthöfe so typische Eiskarte darf natürlich nicht fehlen. Und auch das Geschirr hinterlässt einen äußerst bodenständigen Eindruck. 🙂

Unser männliche Bedienung war routiniert freundlich und flott. Die Preise waren auch okay, denn die Suppe kostete € 3,80, Almdudler (0,3 l) € 2,50 und das alkoholfreie Weißbier € 3,60.

Adresse: Kaiserbachtal 6, A-6382 Kirchdorf

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Wildschönau (2012)

12. März 2012

Im März 2012 waren Herr Wallygusto und ich mit unserer Clique beim Schneeschuhlaufen und Schlemmen in der Wildschönau.

  • Gasthof Gradlspitz
    Thierbach ist das kleinste und am höchsten gelegene der vier Kirchdörfer der Wildschönau im Bezirk Kufstein. Die Auswahl an Restaurants fällt aus diesem Grund auch eher bescheiden aus und warme Küche gibt es maximal bis 21 Uhr. Was nicht heißen soll, dass der Besuch im Gasthof Gradlspitz rein aus der Not geboren war – geschmeckt hat es hier auch! Leider habe ich den Verdacht, dass die Käsespätzle (€ 7,20) nicht 100% veggie waren, rochen sie doch, als wären die Zwiebeln in ausgelassenem Speck angebraten worden. Bier (€ 2,90) gibt es hier aus der Flasche und als kleines Dankeschön einen leckeren Nußschnaps.
    Internet: www.gradlspitz.at
    Adresse: 
    Thierbach 228, A-6311 Wildschönau
  • Gasthof Kellerwirt
    Der Gasthof Kellerwirt fällt einem schon von weitem auf – und das liegt nicht nur an den leuchtend-blauen Augustiner-Sonnenschirmen auf der Terrasse! Richtig gut sieht es aus, das alte Gemäuer mit seiner Fassadenmalerei, das das erste Mal im Jahre 1275 erwähnt wird. Ein „Kellerer“ aus dem oberbayerischen Benediktinerkloster Seeon am Chiemsee wachte hier über die pünktliche Ablieferung des Zehnten der ansässigen Bauern. Damals wurde er noch „Probstenhof“ gennannt und war von Anfang an ein Gasthaus. Zwischendurch war der Kellerwirt auch mal als Gerichtssitz und Postamt. Da auf der Sonnenterasse leider kein Platz mehr für unsere Gruppe war, suchten wir uns in der Bauernstube ein Platzerl. Richtig gemütlich ist es hier, rustikal zwar, aber nicht erdrückend. Die Holzwände sehen recht neu aus, das Möbilar auch und mit Deko wird nicht übermässig verschwenderisch umgegangen. Eine wohlklingende Wanduhr gibt hier jede Viertelstunde Laut, von der nahen Hauptstraße bekommt man wenig mit. Ab 14 Uhr gibt es nur noch eine reduzierte Jausenkarte mit Suppen, Omelett und Graukäse mit Musik. Die Portionen sind aber groß genug, so dass auch der Bärenhunger nach der Schneeschuhtour gestillt werden kann. Alle Gerichte sahen gut gut aus, waren hausgemacht und schmeckten vorzüglich. Die Farbe des Graukäses löste eine kleine Diskussion am Tisch aus: Ist er jetzt zu hell? Oder genau richtig gefärbt? Keine Ahnung…gut war er, schön sauer und mit zu dieser Jahreszeit passabel schmeckenden Tomaten garniert. Der Service ist sehr höflich und aufmerksam, hier arbeitet man noch nach der alten Schule. Das nächste Mal kommen wir aber früher, damit wir die Mittagskarte und somit die Käsespätzle probieren können. Oder mal zum Abendessen.
    Internet: www.kellerwirt.com
    Adresse: 
    Oberau 72, A-Wildschönau
  • Hotel ChristoffelGanz hinten, beim letzten Schlepplift, findet sich ein skurriles Kleinod der Wildschönauer Gastroszene: Das Hotel Christoffel. Ein Blick auf die Speisekarte sagte uns schnell, dass man hier nicht nur schlafen, sondern auch Tiroler Hausmannskost bekommen könnte. Zugegeben, von aussen sieht es wenig einladend aus, aber an der Fassade verspricht (oder droht?) ein Schild damit, dass hier der Chef noch selbst kocht. Das Betreten der Gaststube kommt einer Reise mit einer Zeitmaschine gleich: An der Wand hängt ein Dammwildgeweih, nebenan hängt ein Foto von den alten Wirtsleuten und gegessen wird von Resopaltischen.Und dann gibt’s ja noch die Frühlingsdeko mit  kitschigen Plastikhäschen! Richtig schlecht halt 🙂 Die Speisekarte beschränkt sich auf eine DIN A4-Seite  in Sichthülle und bietet neben deftigen Sachen wie Käsekrustensuppe (€ 3,50) und Schweinebraten mit Kraut (€ 9,50)  auch Kaiserschmarrn mit Preiselbeeren und Apfelmus (€ 6,20). Riesige Stücke Kuchen gibt es obendrein, mit großen Augen haben wir verfolgt, wie sie an den Nachbartisch getragen wurden. Überhaupt kann man die Portionen kaum als „klein“ bezeichnen, die Teller sind reichlich gefüllt und der bereits erwähnte Braten von der Sau wird mit 2 (kleinen) Knödeln (Semmel und Kartoffel) begleitet. Der Kaiserschmarrn ist riesig und schmeckt einfach nur superguad! Leider war ich nach dem Omelett mit Champignons und dem kleinen Salat so so voll, dass ich keinen mehr essen konnte. 🙁 Der noch recht junge Wirt wirkt a bisserl skurril, zum Aufnehmen der Bestellung nimmt er gleich mal an unserem Tisch Platz und a g’scherte Ruam ist er auch – gestört hat uns das nicht, wahrscheinlich ist es eh nur seine Masche für die Touristen. 🙂 Uns hat’s gut geschmeckt, daher können wir das „Christoffel“ ruhig empfehlen!
    Internet: www.hotelchristoffel.at
    Adresse: Grafenweg 324, A-6314 Niederau
Berghütte Österreich Restaurants Unterwegs

Vorderkaiserfelden | Ebbs | Österreich

4. November 2011
Vorderkaiserfelden

Die Vorderkaiserfelden ist „die Hütte mit den besten Aussichten“, denn die herrlichen Fernblicke reichen vom Wilden Kaiser über das Inntal und von den Zillertalern bis zum Wendelstein. Wenn man den Blick dann mal von dieser traumhaften Kulisse losreißen kann, lässt es sich dort oben auf 1.388 m auch ganz vorzüglich speisen. Vor den Genuss hat der liebe Gott aber den Aufstieg gestellt, und der führt auf einem breiten, stellenweisen wahnsinnig steilen Weg durch das schöne Kaisertal, die beeindruckenden Wände des Wilden Kaisers fast immer im Blick. Auch nicht geübte Bergwanderer können es daher leicht zu den Leckereien schaffen, allerdings sollten sie wirklich eine sehr gute Kondition mitbringen.

Drinnen

Die Gaststube ist rustikal und der Kachelofen lädt zum Anlehnen ein. Die Zimmer sind sehr einfach eingerichtet, Matratzenlager gibt es auch. Das 2-Bett-Zimmer kostet für DAV-Mitglieder pro Nacht & Nase € 13,00.

Speisekarte

Oben angekommen fällt die Auswahl wirklich schwer, denn es gibt eine umfangreiche Speisekarten mit mehr oder weniger regionalen Gerichten und Schiefertafeln locken mit selbstgebackenen Kuchen. Die normale Karte wird durch diverse Tagesgerichte ergänzt. Wir gönnten uns Johannisbeertopfenstrudel und Marillenzimtkuchen (Stück € 2,80) sowie Spinatnocken mit brauer Butter und Parmesan (€ 9,20). Und weil Wandern hungrig macht, gab’s als Nachtisch noch einen Kaiserschmarrn (€ 7,50). Und weil’s so gut war, am nächsten Tag noch eine Kürbiscremesuppe mit gerösteten Kernen, Sahne und Kernöl (€ 4,20) :-). Die Getränkekarte bietet ein wildes Sammelsurium an österreichischen (Griesbacher) und deutschen Biersorten (König Ludwig Dunkel, Paulaner), aber auch (zumindest zum Frühstück) ordentlichen Kaffee und Saftschorle.

Geschmack

Alles schmeckte sehr gut, Kaiserschmarrn haben wir allerdings schon besseren gegessen. Kuchen und Suppe waren eindeutig die Highlights. Wer auf der Hütte (Hüttenschlafsack ist Pflicht!) übernachtet, sollte einplanen, dass die Küche von 17 – 19 Uhr Pause hat und es danach nur noch eine reduzierte Abendkarte gibt. Ein solides Frühstück (klein & vegetarisch € 6,00) gab’s auch, haute uns aber nicht von den Socken: Das dunkle Brot schmeckten leider zu wenig „vom Bäcker“ und es war viiiiel zu viel Käse für die 2 Scheiben. Die angebotene Marmelade war aber super!

Fazit

Uns hat’s auf der Vorderkaiserfelden – nicht nur wegen dem Essen – sehr gut gefallen, und wir werden die Vorderkaiserfeldenhütte bestimmt nächstes Jahr wieder als Basis für einige Wanderungen verwenden.

Adresse: Kaisertal 15, A-6341 Ebbs

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