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Craft Beer

Großbritannien Unterwegs

Südliche & Nördliche Highlands | Einmal quer durch Schottland (4)

19. Juni 2017
Lochcarron Scotland

Die Tage auf der Isle of Skye vergehen (leider) wie im Flug – aber zum Glück liegt die Hälfte unseres Urlaubes noch vor uns. Bei düsterem Wetter mit tiefen Wolken, verlassen wir die Insel also mit einem lachendem und einem weinenden Auge. Unser Ziel ist es, durch die Südlichen Highlands an das nördliche Ende von Schottland zu fahren. Von dort aus soll es dann über Inverness, den Loch Ness und den Cairngorms-Nationpark wieder zurück nach Süden, genauer gesagt nach Edinburgh, gehen.

Unterwegs in den südlichen Highlands

Als wir am Loch Carron ankommen, zeigt sich das Wetter leider immer noch von seiner ungestümen Seite. Zum Glück entdecken wir in der hübschen, kleinen Stadt Lochcarron das gemütliche Waterside Cafe. Ich bestelle Hot Chocolate with Cream and Marshmellows, was von der freundlichen Inhaberin mit einem „Good choice“ quittiert wird. Und tatsächlich ist das Ungetüm aus Zucker und Sahne das beste Heißgetränk aller Zeiten! Schade nur, dass wir so gar keinen Hunger haben: Die große Auswahl an kleinen Gerichten ist groß und die Kuchen sehen allesamt zum Anbeißen aus. Kein Wunder, dass das kleine Café gut besucht ist!

Am malerischen Loch Maree, der mit einer Fläche von 28,5 km² der flächenmäßig viertgrößte See Schottlands ist, stoßen wir anschließend auf den Woodland TrailDa der Regen kurz mal Pause macht, beschließen wir uns kurz die Beine zu vertreten. Wir packen also unsere Kamera und die Regenjacken ein und lassen uns auf dem kurzen Waldlehrpfad über das Ecosystem der Umgebung rund um den See aufklären.

Das triste Wetter lässt schnell den Wunsch nach der nächsten Kaffeepause entstehen. Ein Glück, dass unser Reiseführer am Loch Gairloch einen kulinarischen Tipp der besonderen Art für uns hat: Die The Mountain Coffee Company ist eine witzige Mischung aus Café, Reformhaus und Buchladen. So gibt es neben kleinen Gerichten auch Wanderführer, allerlei Müsliriegel und Yogi Tee zu kaufen. Die Mountain Lattes mit Zimt und unsere üppig belegten Bagels mit Matur Cheddar, Tomaten & Pickles und Pilzen, Tomaten & Cream Cheese sind köstlich und trösten uns über die triste Witterung hinweg.

Ullapool wurde 1788 als Hafen für den Heringsfang gegründet und ist mit 1.541 Einwohnern die größte Siedlung in den sehr dünn besiedelten nordwestlichen Highlands. Wir legen hier eine kleine Pause ein, um unsere Vorräte an Mineralwasser, Fertigsauce und Toffees aufzustocken. Da es sehr kalt ist und immer wieder regnet, machen wir nur einen kurzen Spaziergang am Hafen und bewundern die Fischerboote und Yachten, die dort vor Anker liegen. Da wir noch gut satt von der letzten Kaffeepause sind, lassen wir die vielen Restaurants und Pubs links liegen und fahren lieber schnell weiter zu unserer nächsten Übernachtungsmöglichkeit.

Der spröde Charme der nördichen Highlands

An der Atlantikküste angekommen, schlagen wir unser Zelt auf dem Clachtoll Beach Campsite auf. Die Herausforderung besteht hierbei, beim Aufbauen nicht zusammen mit der Zeltplane abzuheben und in Irland wieder zu landen. Der Wind bläst kräftig und so kalt, dass ich schon nach kurzer Zeit meine Jeans gegen lange Unterhose und dicke Softshell-Wanderhose tausche. Aber wenigstens gibt es so keine Midges – eine echte Erleichterung! Ansonsten ist der Campingplatz aber sehr schön, denn er ist sehr sauber und ruhig. Die Sanitäranlagen sind komfortabel und liebevoll im Marinestil dekoriert. Und wer mag, kann sich in der Damendusche mit einem Glätteisen von GHD die Haare stylen. Und falls einem doch mal der Gaskocher weggeweht werden sollte, gibt es einen Münzautomat für Heißgetränke. 😉

Nicht weit vom Campingplatz entfernt steht der Old Man of Stoer, eine weitere beeindruckende Felsnadel. Klar, dass wir die kurze Wanderung mitnehmen, bevor es wieder an’s Autofahren geht. Der Old Man wurde erstmals 1966 von einer Seilschaft um den schottischen Bergsteiger Tom Patey und ist seitdem ein beliebtes Ziel für Kletterer. Der Zugang ist allerdings nicht ganz unkompliziert, denn es muss zuerst eine Seilrutsche aufgebaut werden. Hierzu muss ein Mitglied der Seilschaft durch den schmalen Meeresarm zwischen Klippen und Felsfuß schwimmen – bei der stürmischen See keine angenehme Vorstellung.

Bei Sango Sands Camping war seinerseits schon John Lennon zu Gast. Der große Platz liegt direkt an der Küste und es weht stetig eine steife Brise. Die lange Unterhose ist also auch hier mein wichtigstes Accessoire. Aber der Wind hat Vorteile, denn er hält auch hier die Midges fern! Sango Sands kann erfreulicherweise auch mit sehr komfortablen Duschen mit Temperaturregelung, Glastür und viel Ablagefläche aufwarten. Der Aufenthaltsraum ist leider wenig gemütlich und als allenfalls zweckdienlich zu bezeichnen.

Da der Aufenthaltsraum unseres Campingplatzes leider nicht zum Verweilen einlädt, entschließen wir uns, das nahe Pub genauer unter die Lupe zu nehmen. Da es dort Mac & Cheese mit Pommes gibt, entschließen wir dort einzukehren. Da das Essen schmeckt und auch die Auswahl an Bier und Cider okay ist, schauen wir auch an unserem zweiten Abend im Sango Sands vorbei und genießen das warme Essen in der gemütlichen Atmosphäre des Pubs.

Natürlich sind wir nicht nur hier, um uns die Bäuche vollzuschlagen und schottisches Bier zu trinken! Laut unserem Reiseführer gibt es am Cape Wrath putzige Papageientaucher, die sogenannten Puffins. So machen wir uns früh am Morgen auf dem Weg zum Fährableger in Keoldale bei Durness. Dort bringt uns eine kleine Passagierfähre über den Kyle of Durness, eine der schönsten Buchten der Highlands. Zum Glück tragen wir wieder lange Unterhosen und dicke Fleecepullis unter den Regenjacken – auf der offenen Fähre ist es eiskalt und windig. Am anderen Ufer wartet bereits ein Minibus auf uns, der uns auf einer holprigen Straße knapp 18 Kilometern durch eine einsame und praktisch unbewohnte Region bringt. Auf dem Weg zum Cape Wrath erzählt uns der Fahrer im breitesten schottischen Dialekt, dass das Gebiet von der Royal Air Force als militärisches Übungsgebiet für Bombenabwürfe genutzt, wird und an welchem Felsen sich die Hirsche bevorzugt zur Fellpflege treffen. Am Kap selbst, das den nordwestlichsten Punkt der Insel Großbritannien darstellt, steht ein Leuchtturm, der 1828 erbaut wurde und bis 1998 bemannt war. Auch finden sich dort die Ruinen der Lloyd’s-Signalstation, die zur Überwachung der Schifffahrt benutzt wurde. Wir kämpfen uns so weit wie möglich an die Klippen vor, erspähen auch ein paar mutige Seevögel – von den kleinen Puffins aber leider keine Spur. Die erneute Lektüre des Reiseführers verrät uns auch warum: Aus welchen Gründen auch immer haben wir uns komplett mit der Tour vertan. Die knuffigen Puffins gibt’s auf Handa Island und nicht am Cape Wrath zu bewundern.

Cape Wrath

Durchgefroren und ein wenig enttäuscht – wir hätten so gerne einmal Puffins gesehen – schicken wir uns an, den Cocoa Mountain zu besteigen. Das ist natürlich nur bildlich gesprochen, auch wenn im Cocoa Mountain Cafe and Chocolaterie im Weiler Balnakeil  tatsächlich Berge von Schokolade auf uns warten. Wir haben die Wahl zwischen Choco Croissant mit weißer oder dunkler Schokolade, allerlei bunten Pralinen, diversen Flapjacks und Schokotartelettes. Dazwischen lacht ein großer Mountain Mocha mit Sahne und Schokosauce von der Speiskarte. Alles schmeckt köstlich und lässt kalte Nasen und Füße schnell der Vergangenheit angehören. Angesichts der süßen Köstlichkeiten wird uns sogar ein wenig warm um’s Herz. Leider ist die Bedienung ein wenig seltsam – so richtig auf die Reihe bekommend die Damen und Herren hier nichts.

Cocoa Mountain Cafe and Chocolaterie

Am nächsten Morgen brechen wir unsere Zelte an der unwirtlichen Nordküste Schottlands ab und fahren in wärmere Gefilde. Unweit von Golspie steht an der Ostküste das beeindruckende Dunrobin Castle. Es ist der Stammsitz des Earl of Sutherland und mit 189 Zimmern größte Wohngebäude in den Nördlichen Highlands. Der tolle Garten und die zu Dunrobin Castle gehörige Falknerei lohnen ebenfalls einen Besuch. Eigentlich besichtigen Herr Wallygusto und ich nie Schlösser von innen – hier machen wir aber eine Ausnahme.

 Liste der oben genannten Lokale & Campingplätze und deren Adressen

Kneipe | Bar Restaurants

Das Meisterstück | Pasing

10. Mai 2017
Meisterstück Pasing

Das ehemalige Wasserpumpwerk in Pasing wurde 1854 von dem Architekt Friedrich Bürklein erbaut. Damals diente es zur Versorgung der Dampflokomotiven im Hauptbahnhof mit weichem Würmwasser. Mit dem Ende der Ära der Dampflokomotiven wurde das wunderschöne Backsteingebäude sich selbst überlassen. Einer Anwohnerinitiative ist es zu verdanken, dass ein Abriss verhindert werden konnte und das Pumpwerk unter Denkmalschutz gestellt und privat renoviert wurde. Bis vor einiger Zeit beherbergte es das leider sehr enttäuschende Restaurant Pumpenwerk. Seit Ende April ist nun Das Meisterstück am Start, um die ansonsten eher langweilige Gastronomie in Pasing zu bereichern.

Drinnen

Schon der Eingangsbereich mit den beiden großen Kühlschränken voller bunter Flaschen lässt keine Zweifel offen, welchem Motto sich das Meisterstück verschrieben hat: CRAFT BEER. Auch die Bar mit der „Tap-Wand“ hat hier ihren Platz gefunden. Dass die Zapfhähne hier nicht klassisch nebeneinander gereiht sind, sondern bis unter die Decke gehen, ist sicherlich eine witzige Idee. Bei großem Andrang könnte sich dies allerdings als unpraktisch erweisen, kann doch immer nur eine Person in Ruhe zapfen.

Das Meisterstück selbst kommt dank der Backsteinwände und der vielen witzigen Kuckucksuhren gemütlich, aber dennoch sehr schick daher. Da über 100 Gäste zur Eröffnungsfeier dem Aufruf nachkamen, sich mit einem mitgebrachten Flaschenöffner an der sogenannten Gipsy-Wand zu verewigen, gibt es zudem jede Menge ausgefallene Modelle zu bewundern. Besonders gut gefällt mir auch, dass die Möblierung nicht einheitlich ist: Fast kein Tisch oder Stuhl gleicht dem anderen.

Meisterstück Pasing Speisekarte

Die Getränkekarte des Meisterstücks ist ein Traum für jeden Craft Beer Fan! Wir haben die Qual der Wahl zwischen 122 Bierspezialitäten, die zum großem Teil von den jungen Wilden der Münchner Brauereiszene und dem Umland stammen. Neben Tilmans Biere, Hopfenhacker und Munich Brew Mafia finden sich aber auch internationale Sorten im Angebot. Und wer kein Bier mag, bestellt sich einfach Wein, Limonade oder Tee.

Meisterstück Pasing

Zum Craft Beer werden Gerichte aus regionalen Produkten wie Fleisch, Wurst, Brot und Gemüse serviert. Fleischliebhaber kommen dabei im Meisterstück ganz besonders auf ihre Kosten, denn Spareribs und Würste werden über dem offenen Buchenholzfeuer gegrillt. Außerdem kann Fleisch kann auch gegart und geräuchert werden. Natürlich gibt es auch eine kleine Auswahl an vegetarischen Gerichten. Diese gehen meiner Meinung nach aber eher als Vorspeise oder Appetithäppchen durch – aber gut, ich bin auch ein guter Esser. Eine richtige fleischlose Hauptspeise gibt es außer Tofu Currywurst nicht. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn Herr Wallygusto und ich finden trotzdem immer etwas Vegetarisches zu essen, was uns schmeckt.

Meisterstück Pasing (4)

Geschmack

Der warme Nieheimer Handkäse hätte für knapp € 7 allerdings ruhig ein wenig großzügiger auf dem Brot anwesend sein können. Die Beerenreduktion ist schön dick und fruchtig, der Salat frisch. Die Brotzeitplatte mit Käse & Brotkorb fällt großzügig aus – dafür fehlte leider das eingelegte Gemüse. Auf der dicken Scheibe Würmtaler Bauernkruste mit köstlichem Aprikosen-Rosmarin-Aufstrich sind leider noch zwei Scheiben Schinken oder Bauchspeck vom Grill platziert – das steht bei unserem Besuch so nicht in der Speisekarte. In unserem Fall ist das aber nicht so schlimm, denn unsere nicht-vegetarische Begleitung hat sich gerne geopfert. Und deswegen ist davon auf dem Foto auch nichts mehr zu sehen! 🙂 Das Pastrami Sandwich ist hingegen riesig, aber anscheinend ein wenig trocken. Ansonsten ist das Essen aber geschmacklich durchaus überzeugend!

Service

Der Service hat eine Woche nach Eröffnung noch ein wenig Sand im Getriebe, ist aber sehr freundlich und bemüht. Teilweise kommt es zu längeren Wartezeiten, aber so können wir wenigstens in Ruhe das nächste Bier auswählen.

Meisterstück Pasing

Preise

Leider passt das Preisgefüge unserer Meinung nach aber nicht ganz: Der warme Nieheimer Handkäse hätte für knapp € 7 ruhig ein wenig großzügiger auf dem Brot verteilt sein können. Die dicke Scheibe Würmtaler Bauernkruste mit Aprikosen-Rosmarin-Aufstrich kostet € 9. Und was das für eine Tofu Currywurst für knapp € 14 ist, wollen wir gar nicht erst herausfinden. Dagegen ist das ordentlich belegte Pastrami Sandwich fast ein Schnäppchen. Das Bier zum deftigen Essen gibt’s ab € 3,50. Dabei sollte man bei Studium der Karte aufpassen, in welcher Größe dieses ausgeschenkt wird – los geht’s ab 0,1 Liter.

Fazit

Auch wenn das Konzept des Meisterstücks in Pasing stimmig ist, ist der erste Eindruck ein wenig durchwachsen: Preis-Leistung stimmen unserer Meinung nach einfach (noch) nicht ganz. Wir werden aber trotzdem bald mal wieder auf ein Bierchen vorbeischauen!


Adresse:
Kaflerstraße 16, 81241 München

Großbritannien Unterwegs

Isle Of Skye | Einmal quer durch Schottland (3)

8. Mai 2017
Mac Leods Maidens - Isle of Skye

Wie ich Euch ja bereits erzählt habe, ist eines unserer Hauptziele die Isle of Skye. Die Insel des Nebels – woher der Name wohl kommt? 😉 – ist die größte Insel der Inneren Hebriden und liegt unmittelbar vor der schottischen Westküste im Atlantik. Herr Wallgusto und ich sind schon sehr gespannt, ob die Landschaft dort wirklich so atemberaubend ist, wie sie auf den vielen, vielen Fotos auf Instagram aussieht!

Auf dem Weg nach Skye

Unterwegs machen wir noch kurz in dem Örtchen Glenfinnan halt. Dort wurde 1815 nach Plänen des schottischen Architekten James Gillespie Graham das Glenfinnan Monument erbaut, um den Platz zu markieren, an dem 1745 die Standarte von Prinz Charles Edward Stuart zu Beginn der zweiten Jakobiterrevolte gehisst wurde. Die Statue auf der Spitze der Säule stellt einen Schotten im traditionellen Kilt dar. Außerdem bewundern wir das Glenfinnan Viadukt, eine imposante Brücke über die schon der Hogwart Express fahren durfte.

Irgendwie ist ganz Schottland eine Filmkulisse, denn auch Eilean Donan Castle durfte schon in einem Kinofilm mitwirken! Na, kommt Ihr drauf? Nein? Es ist das Schloss des Highlanders. Ich muss ja gestehen, dass ich mir den Film erst nach unserem Schottland-Urlaub angeschaut habe, so begeistert war ich von diesem Schloss.

Scones & Cappuccino

Bevor wir uns auf dem Weg zu unserem Campingplatz machen, kehren wir aber in Broadford im gemütlichen Café Sia ein. Hier wird nicht nur auf der Isle of Skye gerösteter Kaffee ausgeschenkt, es gibt auch eine gute Auswahl an Gebäck. Da Herr Wallgusto und ich vor einer Ewigkeit das letzte Mal Scones gegessen haben, fällt uns die Entscheidung leicht. Die Scones werden hier ganz klassisch mit Butter und Marmelade serviert. Dazu gönnen wir uns – not very british – einen Cappuccino. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn die Schotten bevorzugen sowieso Kaffee – und zwar sehr starken!

Café Sia - Isle of Skye

 

Campingplatz mit Bar & Aussicht

Bei der Auswahl unseres Campingplatzes gehen wir keine Kompromisse ein und entscheiden uns für den recht großen Sligachan Camping:

  1. Der Anblick der umliegenden Red Cullens ist einfach atemberaubend und macht den Campingplatz zu einem hervorragenden Basecamp für Wanderungen.
  2. Die Hauptstadt Portree ist quasi um die Ecke. Dort gibt es Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants, eine Bank und eine Touristeninformation. Außerdem ist der kleine Hafen sehr pittoresk und lohnt einen Abstecher!
  3. Das Seumas Pub auf der gegenüberliegenden Seite der Straße: Dort ist es nicht nur gemütlich, sondern der durstige Gast kann aus ca. 200 Whisky-Sorten und diversen schottischen Bieren & Cider wählen. Nicht umsonst darf man sich Whisky Bar Of The Year 2015 rühmen! Außerdem ist das Essen wirklich gut – sehr empfehlenswert sind der vegetarische Burger mit Ziegenkäse und mediterrane Linguine mit Gemüse. Komplettiert wird das Angebot durch Pool-Tische und Fernseher, auf denen wir ein paar Spiele der gerade stattfindenden Fußball-EM beobachten.

Neben dieser herausragenden Vorteile möchte ich noch erwähnen, dass die Duschen sehr sauber und warm sind! Sligachan Camping ist definitiv der Place To Sleep auf Skye, wenn man mit dem Zelt unterwegs ist.

Wanderung auf den Marsco

Auf Skye wird mir das erste Mal so richtig bewusst, warum ich karge Landschaften ganz besonders gerne mag: Man kann seinen Geist fliegen lassen, ohne dass er irgendwo hängen bleibt. Die Wanderung auf den Marsco macht dies besonders deutlich, denn die Weiten sind unendlich und kein Wald stört die Aussicht. Und bis auf ein paar vereinzelte Wanderer begegnen uns nur misstrauische Schafe, einsamer geht es kaum! Der Aufstieg selbst gestaltet sich teilweise recht mühsam, da es zum Ende hin nicht mehr ganz einfach zu erkennen ist, wie wir den Grat erreichen können. Unser Durchhaltevermögen macht sich aber bezahlt, denn auf dem Gipfel werden wir mit einer traumhaften Aussicht auf die imposante Felslandschaft des Cuillin belohnt. Außerdem wartet unsere Lunchbox mit Müsliriegeln und Oatcakes auf uns. 😉

Old Man of Storr & Kilt Rocks

Der Old Man of Storr steht auf der Halbinsel Trotternish, etwa zehn Kilometer nördlich von Portree. Die 48 Meter hohe Felsnadel ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Isle of Skye und beliebtes Postkartenmotiv. Wir wundern uns nur, wie die Fotografen es bei dem hier herrschenden Andrang schaffen, so einsame, mystische Bilder der imposanten Felsnadel zu schießen.

Nicht weit vom Old Man of Storr entdecken wir die Kilt Rocks, die ihren Namen ihrer Ähnlichkeit zum Tartan-Muster des Schottenrocks verdanken. Wie wir auf myhighlands.de nachlesen können, wurde die beeindruckende Küstenlinie früher von Seefahrern als wichtige Landmarke genutzt. Heute werden die Kilt Rocks hauptsächlich von Touristen wie uns Wallygustos bewundert.

Die skurrilen Felsen des Quiraing

In unserem Wanderführer stoßen Herr Wallygusto und ich auf die kleine, aber feine Tour durch den Quiraing. Der Quiraing ist eine durch geomorphologische Prozesse, vor allem Erdrutsche, entstandene bizarre Landschaft. Der Name wird von dem altnordischen Kvi Rand abgeleitet und bedeutet „Gerundete Falte“. Einige der Felsformationen sind so prägnant, dass sie eigene Namen erhalten haben: So gibt es die 37 Meter hohe Felsnadel The Needle und The Prison, der einer massiven, mittelalterlichen Festung ähnelt. Ein nicht ganz abgerutschter Felsblock von der Größe eines Fußballfelds hat den Spitznamen The Table verpasst bekommen. Bei unserer kurzen Wanderung durch bizarre Landschaft des Quiraing wird wieder deutlich, wie schön Schottland bei düsterem, nebligen Wetter ist. Entsprechend durchgefroren kommen wir auch wieder am Parkplatz an. Ein Glück, dass dort ein kleiner Imbisswagen mit wohlschmeckendem, warmen Linsen-Gemüse-Eintopf auf uns wartet.

Ein Besuch bei Mac Leods Maidens

Die Wanderung zu den MacLeod’s Maidens ist lang, aber einfach. Der Weg lohnt sich aber schon allein wegen seiner malerischen Kulisse, denn wir wandern die meiste Zeit an der Küste entlang. Die Felstürme der MacLeod’s Maidens sind natürlich das absolute Highlight: Etwas fotogeneres habe ich selten gesehen! Der höchste Felsturm ist 65m hoch und damit der höchste auf ganz Skye. Um den Namen MacLeod’s Maidens rankt sich folgende Legende: An den Klippen dieser Küste zerschellte das Boot mit der Frau und den beiden Töchtern des vierten Clanchiefs der MacLeod’s. Bei vielen Seeleuten war dieser Punkt in den letzten Jahrhunderten wegen der vielen Unfälle berüchtigt. Auch wird sich immer wieder erzählt, dass Schmuggler und Küstenpiraten bei den Felstürmen falsche Positionslichter platziert hatten, um dann die dadurch verunglückten Schiffe zu plündern.

Soviel Drama lässt uns aber nicht den Appetit auf englisches Gebäck verlieren. Und so lassen wir uns im Anschluss an unserem Besuch bei MacLeod’s Maidens im Waterside Cafe & Bistro von der netten Inhaberin köstlichen Kuchen und guten Kaffee servieren. Das kleine, gemütliche Cafe ist direkt neben einer Tankstelle zu finden und leicht zu übersehen. Ein Glück, dass uns der Hunger Adleraugen verliehen hat!

Die Parkanlagen des Dunvegan Castle

Ein absolutes Muss ist für uns die Besichtigung des Dunvegan Castle und der dazugehörigen Parkanlage. Die Burg ist der Stammsitz des schottischen Clans der bereits erwähnten MacLeods und liegt idyllisch direkt am Loch Dunvegan. Der in der viktorianischen Zeit angelegte Park beeindruckt dank des Golfstroms nicht nur durch seine Größe, sondern auch durch eine Vielfalt von Pflanzen. Zudem gibt es zwei Wasserfälle, Laubengänge, Rhododendronhaine und ein Seerosenbecken.

Liste der oben genannten Lokale & Campingplätze und deren Adressen

Großbritannien Unterwegs

Loch Lomond & Argyll and Bute | Einmal quer durch Schottland (2)

21. April 2017
Oban - Schottland

 

Nach knapp drei Tagen im quirligen Glasgow freuen Herr Wallygusto und ich uns auf die erste Outdoor-Etappe unseres Schottland –Urlaubes, die uns erst an den Loch Lomond und dann quer durch die Gemeinde Argyll und Bute führt.

Camping am Loch Lomond

Der Loch Lomond ist mit einer Fläche von etwa 71 km² nicht nur der größte, sondern gilt auch als der schönste See Schottlands. Seit 2002 ist Loch Lomond Teil des Nationalparks Loch Lomond and the Trossachs und nicht nur für Glasgower ein beliebtes Ausflugsziel

Die Midges – der erste Kontakt

Auf dem schönen Platz von Cashel Camping kommt das erste Mal unser Zelt zum Einsatz. Aber nicht nur die ruhige Lage direkt am See überzeugt uns: Der Empfang ist freundlich, der zum Campingplatz gehörende Shop gut sortiert und die Sanitäranlagen sauber.

Leider machen wir hier auch das erste Mal Bekanntschaft mit den Highland Midges. Die Midges oder Midgies sind gerade mal 2 mm große Stechmücken und überall in den Highlands anzutreffen. Ihre nur geringe Größe machen sie mit einer Aufdringlichkeit wett, die wirklich ihres gleichen sucht! Als uns die Midges erst einmal als Nahrung identifiziert haben, gibt es für uns kein Entkommen! Trotz angeblich geeignetem Mückenspray aus dem Outdoor-Shop, intensivem Einreiben mit Avon Skin So Soft Oil (einem sogenannten Geheimtipp) und Moskitonetz beißen uns diese kleinen Biester, was das Zeug hält! Aber irgendeinen Nachteil müssen die schottischen Highlands ja haben – sonst wären sie viel zu schön, um wahr zu sein!

Adresse: Rowardennan, Glasgow G63 0AW

Highlights rund um den Loch Lomond

Wenn man schon am Loch Lomond ist, gehört die Besteigung des Ben Lomond einfach dazu! Der Weg zum Gipfel ist zwar lang, aber wenig anspruchsvoll und so auch für wenig geübte Wanderer durchaus machbar. Nach einem zähen Aufstieg, der gefühlt nicht enden will, werden wir also mit der grandiosen Aussicht auf den wunderschönen Loch Lomond belohnt! Und natürlich wartet auch hier eine hungrige Meute Midges auf uns, die uns aussaugen wollen!

Am Westufer des Loch Lomand liegt das unter Denkmalschutz stehende Luss. Der 220 Einwohner zählende Ort fällt in erster Linie durch seine pedantisch gepflegten Vorgärten mit den vielen bunten Blumen auf. Außerdem erinnern uns die einstöckigen pittoresken Häuserwürfel ein wenig an Neuschwanstein – zumindest was deren Beliebtheit bei Touristen angeht. Höhepunkt des Jahres sind übrigens die Highland Games, dann allerdings verwandelt sich das kleine Örtchen in einen einzigen, riesigen Parkplatz.

Unterwegs durch Argyll und Bute

Auf unserem Weg durch Argyll und Bute durchqueren wir nicht nur herrliche Landschaften, sondern kommen auch an zahlreichen interessanten Bauwerken vorbei: Die malerische Silhouette der trutzig-düsteren Inselburg Castle Stalker kommt vielen von Euch sicherlich bekannt vor: Monty Python nutzten Castle Stalker als Filmkulisse für die Schlussszene des Kinofilms Die Ritter der Kokosnuss, wo sie als Gralsburg „Schloss von Aaaaaaaargh“ zu sehen ist.

Kaffeepause in Oban

Das fast schon städtisch anmutende Oban war bis ins 19. Jahrhundert hinein ein kleines Fischerdorf. Dank Dampfschiff-Ära und Eisenbahnanschluss im Jahre 1880 wuchs Oban zum Zentrum der Westküste und wurde zum Hauptfährhafen für die Inneren und Äußeren Hebriden. Von Oban fahren Fähren zu den Inseln Mull, Colonsay, Coll, Tiree, Barra und South Uist. Die Granitfelsen, Meeresbuchten und Inseln rund um Oban machen den Ort auch für Touristen und Tiefseeangler interessant. Wir nutzen den Ort für eine Kaffeepause im süßen Oma-Café Kitchen’s Garten, in dem es auch jede Menge Feinkost zu kaufen gibt.

Anschließend machen wir uns auf die Suche nach dem Tower, den wir nach längerer, erfolgloser Suche dann auch eher zufällig vom Hafen aus entdecken. Keine Ahnung, was wir uns darunter genau vorgestellt haben, diese schottische Version des Kolosseums aber auf jeden Fall nicht. 😉

Craft Beer am Wegesrand

Natürlich hat Argyll & Bute nicht nur eine wunderschöne Landschaft und beeindruckende Burgruinen zu bieten! Wie es sich für eine ordentliche schottische Gemeinde gehört, gibt es auch hier eine kleine, aber feine Brauerei. Bei der Fyne Ales Brewery (Achadunan, Cairndow PA26 8BJ) gibt es jede Menge feines Craftbeer mit fantasievollen Namen. Erfreulicherweise gibt es im Sortiment auch Gose – eine Biersorte, die wir in Leipzig kennen und schätzen gelernt haben. Klar, dass es bei Herrn Wallygusto und mir nicht nur beim Bewundern der schicken Etiketten im Brewery Shop bleibt und wir uns gleich einen kleinen Biervorrat für den nächsten Campingplatz anlegen.

Zelten am Loch Sunart

Bevor es für uns auf die Isle of Skye, einem unserer Hauptziele geht, schnuppern wir aber erstmal mal ein bisschen länger die Luft der schottischen Highlands. Unser nächster Halt ist am Loch Sunart, wo wir den Gipfel des Beinn Resipol besteigen wollen. Wir schlagen unser Zelt direkt am See auf dem Resipole Campingplatz auf. Der Platz ist groß, gut ausgestattet und die Sanitäranlagen sehr sauber. Ein Plus ist auch, dass die Duschräume eine ordentliche Heizung haben – das ist nicht überall der Fall. Auch ist der Platz nachts nicht ganz so ruhig, denn es führt eine relativ stark befahrene Straße daran vorbei.

Leider macht uns hier das Wetter einen dicken Strich durch die Rechnung: Zum ersten Mal machen wir Bekanntschaft mit dem typischen schottischen Regen, der sich wirklich ausdauernd und sehr ergiebig auf die Erde ergießen kann. Unsere geplante Wanderung fällt also leider aus. Langweilig wird uns aber (erstaunlicherweise) trotzdem nicht! Wir bauen unser Tarp auf und dichten Schmähreime auf die lästigen und allgegenwärtigen Midges a la „Only a dead midge is a good midge“ oder „All midges are bitches“. Außerdem überlegen wir uns, ob 11 Uhr zu früh für unsere erstes Bier ist.

Adresse: Loch Sunart, Acharacle PH36 4HX

Coffeetime im Archaracle Tea Room

Als wir entdecken, dass es nicht weit vom Campingplatz entfernt den Acharacle Tea Room (Post Office Buildings, Acharacle PH36 4JL) gibt, zögern wir trotzdem nicht lange: Die Aussicht auf Kuchen und Sandwiches im Trockenen (und ohne Midges!!!) ist einfach zu verführerisch! Und der kleine Ausflug mit dem Auto lohnt sich auf jeden Fall, denn das vermeintlich kleine Sandwich entpuppt sich als vollwertige Mahlzeit und es gibt kostenlosen WLAN. Erwähnenswert ist auch die unglaublich freundliche Bedienung, die perfekt zum gemütlichen Ambiente des Cafés passt.

Frisch gestärkt schauen wir uns auf dem Rückweg zum Campingplatz die kargen Ruinen von Castle Tioram. Der Regen stört uns dabei wenig, denn seien wir doch mal ehrlich: Wirken Schottlands Schlösser bei tiefhängenden, dunklen Wolken nicht noch magischer? Überhaupt gewinnt die gesamte Landschaft durch „schlechtes“ Wetter ungemein an Atmosphäre! 😉 Mehr Informationen zu dieser und vielen anderen unentdeckten schottischen Sehenswürdigkeiten findet Ihr auf UNDISCOVERED SCOTLAND.

Fazit

Nach unserer ersten Begegnung mit dem Midges am Loch Lomand ist uns klar: Alles, aber wirklich alles, was wir bisher über diese geflügelten Mistviecher gehört haben, ist wahr! Und noch viel, viel schlimmer als befürchtet! Aber wir lassen uns die gute Urlaubsstimmung nicht vermiesen und genießen die wunderschöne Landschaft Schottlands – die bei Regen sogar noch beeindruckender wird! Unsere nächste Station ist die Isle of Skye!

Großbritannien Unterwegs

Glasgow & Dumfries and Galloway | Einmal quer durch Schottland (1)

31. März 2017
Glasgow & Dumfries and Galloway – Einmal quer durch Schottland

Schon als Herr Wallgusto und ich 2014 das erste Mal in Edinburgh schottischen Boden betreten haben, verliebten wir uns in dieses raue, wunderschöne Land: Zu gemütlich waren die Pubs, zu süffig das Craft Beer und zu sympathisch waren seine trinkfesten, Dudelsack spielenden Einwohner (das ist natürlich nur ein Klischee ;-)) Außerdem glotzen uns auf gefühlt von jeder Postkarte putzige Hochlandrinder an und atemberaubende Bergmassive warten darauf, von uns erobert zu werden. Letztes Jahr war es dann endlich soweit: Wir reisten zum Wandern in die schottischen Highlands & auf die Isle of Skye! Und da ein wenig Kultur nicht fehlen darf, rahmten wir den Urlaub noch mit kurzen Aufenthalten in Glasgow und Edinburgh ein.

Unterwegs nach Glasgow

Da wir möglichst flexibel sein wollen, entscheiden wir uns für die Anreise mit dem eigenen PKW. Außerdem haben wir so genug Platz für Campingequipment, Lebensmittel und was man sonst noch so auf Reisen braucht. Vollbepackt geht es also erst einmal von München nach Amsterdam, wo wir mit der Fähre über Nacht nach Newcastle übersetzen. Dort angekommen, machen wir uns durch die Gemeinde Dumfries and Galloway auf dem Weg nach Glasgow. Natürlich freut uns zwei Kindsköpfe dabei besonders, dass es nicht nur viele schöne Örtchen und Schlösser, sondern auch jede Menge kleine und große Schafe zu sehen gibt! 😉

Schon auf dem Weg von Newcastle nach Glasgow dürfen wir einen kleinen Teil der schottischen Sehenswürdigkeiten kennenlernen! So entdecken wir nach einem kurzen Abstecher in Gretna Green – einem der bekanntesten und beliebtesten Hochzeitsorte der Welt & DIE Touristenhölle schlechthin – die  gut erhaltene Ruine von Caerlaverock Castle. Die einzige dreieckige Wasserburg in Schottland ist etwas ganz besonders: Caerlaverock Castle ist komplett von einem wassergefüllten Graben umgeben und wurde nicht, wie viele andere Burgen, auf einem Felsen errichtet. Dummerweise ist ausgerechnet der Graben auf unserem Foto nicht zu erkennen.

Bei der Sweetheart Abbey handelt es sich um ein ehemaliges Zisterzienserkloster. Der Legende nach hat sich hier eine schottische Edeldame zusammen mit dem Herz ihres geliebten Ehemannes beerdigen lassen. Das muss wahre Liebe gewesen sein!

Glasgow

Bevor wir aber unsere Hauptziele, die schottischen Highlands und die Isle auf Skye, ansteuern, stehen ein paar Tage intensives Sightseeing in Glasgow, Schottlands größter Stadt an. Mit etwa 600.000 Einwohnern ist Glasgow zudem – nach London und Birmingham – die drittgrößte Stadt des Vereinigten Königreichs. Im Gegensatz zur schottischen Hauptstadt Edinburgh gilt Glasgow als Arbeiterstadt.

Klein, aber fein – das The Heritage Hotel

Bevor wir Glasgow unsicher machen, beziehen wir aber erst unser Zimmer im The Heritage Hotel. Das Zimmer ist klein, aber sauber und das Bad winzig. Aber wir sind ja nur zu zweit und den ganzen Tag unterwegs – außerdem bleiben wir ja auch nicht ewig. Es gibt also nicht wirklich was zu meckern. Da das Frühstück im Preis inbegriffen ist und die Bewertungen im Internet durchaus positiv ausfallen, nehmen wir unsere erste Mahlzeit des Tages also im Hotel ein: Müsli, kleine Päckchen mit Cerealien von Kelloggs, abgepackter Käse, Joghurt, Dosenfrüchte und frisches Obst. Dazu gibt es ein warmes Frühstück aus frisch zubereiteten Eiergerichten nach Wahl, Grilltomaten, Potatoe Scones und gebratenen Pilze. Dazu werden Saft, Tee und guter Kaffee gereicht. Alles in allem ist das Angebot nicht überragend, aber sehr sättigend.

Adresse: 4 / 5 Alfred Terrace (Off Great Western Road) Glasgow G12 8RF 

Highlights

Als Schottlands größte Stadt kann Glasgow mit jeder Menge Sehenswürdigkeiten aufwarten. Eines der interessantesten Dinge, die man in Glasgow unternehmen kann, ist es einfach mal nach oben zu sehen um die auffälligen Architekturstile zu bewundern, während man durch die Straßen schlendert. Und so lassen Herr Wallygusto und ich den Sightseeing-Bus links liegen, schnappen uns Reiseführer & Stadtplan und laufen einfach drauf los. Hier nur ein paar unserer Eindrücke!

Die Gallery of Modern Art bewundern wir nur von außen. Ob sie also tatsächlich ein Must-see für moderne und zeitgenössische Kunst ist, können wir also leider nicht bestätigen. Aber Herr Wallygusto und ich fallen sowieso eher unter die Kategorie „Kunstbanausen“. 🙂 Wer glaubt, die City Chambers wären schon vom George Square aus betrachtet beeindruckend genug, sollte unbedingt einen Blick ins Innere riskieren! Das Treppenhaus aus italienischem Carrara-Marmor ist einfach atemberaubend!

Vom Necropolis aus genießen wir einen tollen Ausblick auf die Glasgow Cathedral. Und da wir auch ein bisschen morbide unterwegs sind, machen wir einen kleinen Spaziergang zwischen den alten Grabsteinen des viktorianischen Friedhofes.

Sehr schön sind auch die 1817 erbauten Botanischen Gärten mit ihren zahlreichen Gewächshäusern, von denen Kibble Palace das sehenswerteste ist. Der Kibble Palace ist ein beeindruckendes Glashaus aus Glas und Gusseisen, das eine Fläche von 2137 m² bedeckt.

Pub Crub & ein schnelles Pint zwischendurch

Kürzlich durfte ich im Freundeskreis mal wieder eine vollkommen sinnlose Diskussion über die Qualität des schottischen Essens führen. Klar lässt sich die Kost hier nicht mit der Gemüseküche Griechenlands oder der Pasta Italiens vergleichen, doch hat sich kulinarisch inzwischen einiges getan! Die Rückbesinnung auf die heimischen Produkte von erstklassiger Qualität sorgen dafür, dass in der schottischen Küche schon lange nicht mehr nur Frittiertes auf den Tisch kommt. Und wem die Küche Schottlands absolut nicht zusagen will, dem steht der Weg zu unzähligen Lokalen mit internationaler Küche offen. Die Süddeutsche Zeitung hat dies in ihrem Artikel The Taste Of Scotland gut auf den Punkt gebracht.

Und so kommt es auch, dass der sogenannte „Pub Grub“ inzwischen um einiges schmackhafter ist als sein Ruf! Wir haben uns davon selbst mal wieder überzeugen können:

Zu Füssen des Glasgow Necropolis stoßen wir auf das riesige Gelände der Wellparkbrauerei, die mit dem Tennent’s Lager Schottlands Marktführer bei den untergärigen Bieren ist. 2015 sprang man auf den Craft Beer Zug auf und bietet seitdem mit der Drygate Brewing Company (85 Drygate) handgebraute Biere mit so rustikalen Namen wie Ax Man Rye und Bearface an. Die Biere verkosten wir natürlich gleich vor Ort im zur Brauerei gehörenden Pub. Und da Sightseeing bekannter Weise sehr, sehr hungrig macht, gönnen wir uns dazu eines der herrlichen Sandwiches zum Selbstbelegen.

Im Pub der jungen Wilden von Brewdog (1397 Argyle Street) gefällt es uns so gut, dass wir gleich zweimal einkehren: Nachmittags zum Bier trinken, wo ich meine Liebe zu Jet Black Heart, einem unglaublich dunklem Milk Stout mit intensiven Kaffee- und Schokoladenaromen, entdecke. Und ein paar Stunden später zum Abendessen, als wir ein vegetarisches Sandwich mit einem recht ungewöhnlichen Belag aus Linsen und Senfkörnern probieren – weder fettig, noch langweilig, nur einfach köstlich!

Auf ein Pint in’s Pub

Natürlich muss man im Pub nichts Essen sondern kann es sich auch einfach nur mit einem (Half) Pint Bier oder Cider gut gehen lassen:

Das Inn Deep (445 Great Western Road) lässt das Herz eines jeden Craft Beer – Liebhabers höherschlagen: Seit 2012 werden hier unter dem Motto “craft beer, not crap beer.” 12 ausgewählte Biere vom Fass serviert. Und wer seinen besten vierbeinigen Freund mitbringt, der darf ihn mit gratis Hundekeksen verwöhnen. Der Ben Nevis (1147 Argyle Road) ist mit einer Höhe von 1345 Metern der höchste Berg Schottlands und Großbritanniens. Das gleichnamige Pub hingegen ist klein, aber sehr gemütlich – und im Grunde genauso, wie ich mir ein Pub schon immer vorgestellt habe. Von daher ist es einfach nur großartig und ich kann Euch nur empfehlen, dort einmal auf ein Pint oder zwei vorbeizuschauen. Das kleine Pub The Belle (617 Great Western Road) liegt unweit unseres Hotels und eignet sich daher hervorragend für einen kleinen Absacker. Gemütlich sitzt es sich auch auf der kleinen Terrasse des Black Sparrow (241 North Street). Ein bisschen enttäuscht sind wir von der laut unserem Reiseführer legendären The Horse Shoe Bar (17-19 Drury Street) – aber für ein schnelles Bierchen vor dem Abendessen kommt uns das recht gewöhnliche Pub dann doch gerade recht.

Must Do – Indisch essen gehen

Wo man in Glasgow zum Essen hingehen sollte? Natürlich zum Inder, denn selten gibt es eine so große Auswahl an guten indischen Lokalen wie hier! Unsere Wahl fällt nach kurzer Suche und einem intensiven Blick auf die Speisekarte auf das Punjabi (157 North Street), wo wir uns mit krossen Pakora, frischem Naan und vegetarischem Curries verwöhnen lassen. Leider sind wir danach so voll, dass keine Nachspeise mehr Platz hat. Oder soll ich sagen, zum Glück? Denn so versäumen wir es mal wieder den legendären frittierten Mars-Riegel zu probieren, den wir danach nämlich nirgends mehr zu Gesicht bekommen.

Fazit

Glasgow ist auf jeden Fall einen Besuch wert! Auch wenn wir seine kulturellen Highlights wie Museen und Galerien gar nicht richtig zu würdigen wissen – der Wettergott meint es zu gut mit uns! So sitzen wir lieber in einem der schönen Parks statt moderne Gemälde und historische Artefakte in stickigen Ausstellungsräumen zu bewundern. Noch mehr Informationen über Glasgow (und natürlich Schottland im Allgemeinen) findet Ihr auf www.visitscotland.com. Die nächste Station auf unserer Rundreise ist der Loch Lomond, der als schönster See Schottlands gilt!

Events

BRAUKUNST LIVE! 2017 | Impressionen 

13. März 2017
Braukunst Live 2017

Wie es sich für ordentliche Foodblogger gehört, haben Herr Wallygusto und ich wieder Pressetickets für die BRAUKUNST LIVE! im MVG Museum bekommen. Einen Sonntagnachmittag lang haben wir kreuz und quer die unterschiedlichsten Craft Beer Sorten probiert. Unsere Favoriten nach knapp drei Stunden Verkostung: Der Himbeer Toni von Hopfmeister und das Weißbier des Matthäserbräu.

Wart Ihr dieses Jahr auch auf der BRAUKUNST LIVE!? Wie hat es Euch dort gefallen? Und was waren Eure Favoriten?

Events

BÜROSCHLUSS (für) MÜNCHEN | After Work Event

7. März 2017

After Work Parties sind nichts für Herrn Wallygusto & mich – zu viele schicke Leute, zu wenig ansprechende Musik. Da gehen wir lieber in die Muckibude oder treffen uns gemütlich mit Freunden in einer Kneipe auf ein Bier. Als also die Einladung für das Grand Opening von BÜROSCHLUSS (für) MÜNCHEN in unserem Postfach landete, waren wir also erst einmal skeptisch. Ein Blick in den Veranstaltungs-Flyer machte uns dann aber doch neugierig!

Networken, Dinner, Drinks & Dance! 

Büroschluss ist seit über 4 Jahren das angesagteste After Work in Wien, jetzt kommt die Party nach der Arbeit endlich auch zu uns nach München! Das Le Meridien Munich wird zum neuen After Work Hotspot in der City, wo wir uns auf fantastische Drinks, feine DJ Tunes von Münchens Top DJ´s & ein außergewöhnliches Ambiente freuen dürfen Und das Coole dabei: Der Eintritt ist frei!  🙂

Wer hungrig aus dem Büro kommt, den erwartet ein abwechslungsreiches Büroschluss-Dinner und Finger Food.

Frisch gestärkt wird anschließend zu aktuellen Beats bis Mitternacht gefeiert – dann ist Schluss, damit der nächste Bürotag nicht zum (totalen) Alptraum wird.

Beim Grand Opening werden DJ John Munich und der Wiener DJ m’shake mit dem Besten aus Pop, Funk, Soul & lässigen Grooves für den Sound der Nacht sorgen. Weitere Büroschluss-Partner der Event-Premiere sind: Giesinger Bräu, The Duke Gin, Absolut Vodka, Havana Club und Red Bull. Das klingt nach einer ordentlichen Gaudi, wenn Ihr mich fragt!

Facts, Facts, Facts

Das Grand Opening von BÜROSCHLUSS (für) MÜNCHEN findet

am Donnerstag, den 9. März 2017
von 18 Uhr bis Mitternacht

im Le Méridien München
Bayerstraße 41 | HBF Süd

80335 München

statt.

Der Eintritt ist FREI! Aber ACHTUNG – limited space! Für Gästelistenanfragen wendet Euch an info@bueroschluss.de

Viel Spaß beim Abfeiern! Und vielleicht sehen wir uns ja nach Büroschluss? 😉

Events

BRAUKUNST LIVE! 2017 | Event

8. Februar 2017
Braukunst Live 2017

Die Tage sind gezählt, das Datum gesichert, die Freunde informiert: Vom 10. bis 12. Februar 2017 ruft die BRAUKUNST LIVE! wieder laut nach ihren Fans. Nach Bierenthusiasten. Nach Brauern. Nach Newcomern.

Vor sechs Jahren hat die BRAUKUNST LIVE! als erstes Festival der internationalen Bier-Spezialität eine Qualitäts-Bühne geboten. Seitdem hat sie sich als der zentrale Treffpunkt für alle, die kreatives und handwerklich gebrautes Bier brauen und schätzen, entwickelt und ist aus der Szene nicht mehr wegzudenken. Ob innovative Mittelstandsbrauerei, kleine Craft Brewer oder etablierte handwerkliche Bierbrauer – wer neue Wege geht, zeigt sie auf der BRAUKUNST LIVE!. Gerade in der Bierstadt München braucht es ein Podium für die Braukünstler, die Bier-Erfinder und Querdenker, die dem gefälligem Münchner Hell die Stirn bieten.

Braukunst Live 2017

Was?

Auch dieses Jahr hat die BRAUKUNST LIVE! wieder ausgewählte Premiumpartner am Start, die uns ihre neuesten Trends für 2017 präsentieren:

  • Die Hopfenprofis von der BARTH-HAAS GROUP haben wieder Proben der aktuellen Ernte dabei und zeigen, wie der Geschmack ins Bier kommt. In ihrer Masterclass zeigen sie dem interessierten Besucher zum ersten Mal ihr neues Verkostungsschema.
  • ONE PINT GmbH, die Importeure aus dem Norden bringen exklusive Bierspezialitäten aus ihrem Portfolio mit. Mal sehen, mit welchen Raritäten sie uns überraschen!
  • DIE Traditionsbrauerei aus München, HOFBRÄU MÜNCHEN, darf auch in diesem Jahr nicht fehlen! Diesmal hat sie einen eigens für die BRAUKUNST LIVE! eingebrauten Hallodri im Gepäck.
  • DER Weißbier-Experte schlechthin SCHNEIDER WEISSE wartet wieder mit einem vielfältigen Angebot an innovativen Weißbieren und mit spannenden Masterclasses auf uns.
  • Ohne die Biertulpen von Rastal nutzt uns das feinste Bier nichts. Um wirklich jedes Aroma aufspüren zu können, dürfen alle Besucher der BRAUKUNST LIVE! ihr Craft Beer aus den Rastal Biertulpen genießen.
  • Neben den Premiumpartnern sind natürlich wieder jede Menge junge Wilde der Szene am Start: Brauerei Maisach, Riedenburger Brauhaus, Yankee & Kraut, Bierol, Welde Brauerei, Lammsbräu, Crew Republic, Braurei S. Riegele, Nogne, Browar KingPin, Hoppebräu und viele mehr.
  • Ganz neu sind dieses Jahr die Rare Beer Area, in der am Festival-Samstag von 17 bis 22 Uhr 16 seltene Weltklassebiere verkostet werden, und die Ermittlung des „Best of Braukunst“-Awards durch ein Publikumsvoting.

Mehr Infos findet Ihr unter www.braukunst-live.com

Braukunst Live 2017

Wann?

Freitag,   10.2. von 16:00 – 23:00 Uhr Samstag, 11.2. von 14:00 – 22:00 Uhr Sonntag,  12.2. von 13:00 – 19:00 Uhr

Wo?

Wie die Jahre zuvor findet die BRAUKUNST LIVE! im Münchner MVG Museum (Ständlerstraße 20, 81549 München) statt. Das Auto könnt Ihr wie immer ruhig daheim stehen lassen, denn die Örtlichkeiten sind sehr gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen:

  • Tram 17 (Endstation Schwanseestraße)
  • Bus 139, 144, 145 (Ständlerstraße)
  • U2 Richtung Messestadt Ost (Giesinger Bahnhof) – ab hier: alle 10 Min. kostenloser Shuttlebus

Eintrittspreise?

  • Tagesticket 20,00 Euro
  • Tagesticket inkl. Rare Beer Area 40,00 Euro (NUR SAMSTAG!)
  • 2-Tages-Ticket 35,00 Euro
  • 3-Tages-Ticket 45,00 Euro

Im Preis inbegriffen ist der Shuttle-Bus von/nach Giesing Bahnhof sowie 4 Verkostungscoupons.

Herr Wallygusto und ich haben uns den Termin schon fett im Kalender eingetragen und planen, am Sonntagnachmittag eine umfangreiche Verkostung auf der BRAUKUNST LIVE!! Wer kommt noch? Meldet Euch – vielleicht klappt es ja mit einem gemeinsamen Bierchen!

Österreich Unterwegs

Graz | Nudelminze, Lendwirbel & Weltkulturerbe

5. Dezember 2016
Nudelminze, Lendwirbel & Weltkulturerbe - ein Wochenende in Graz

Wenn man an Österreich denkt, fallen einem als erstes Berge und Skifahren ein. Oder Mozartkugeln. Und dann kommt eigentlich schon Wien. Freunde von uns fahren seit Jahren regelmäßig nach Wien – ganz begeistert sind sie von den Hochglanzfassaden der ehemals kaiserlich-könglichen Stadt, den Heurigen und dem Wiener Schmäh. Herrn Wallygusto und mir hat sich der Charme der österreichischen Hauptstadt leider nie so richtig erschlossen – zu aufgesetzt erscheint uns dieses „Vienna“: Schweift man nur kurz von den ausgetretenen Touristenpfaden ab – und da reicht schon ein kurzer Blick um die nächste Hausecke – ist es aus und vorbei mit der Pracht.

Dies mögen viele anders sehen, aber uns zog es dieses Jahr motiviert durch einen Artikel in der Süddeutschen Zeitung in Wiens hippe kleine Städte-Schwester Graz. Ein paar Impressionen aus Graz habe ich Euch vor einiger Zeit ja bereits gezeigt, jetzt folgt der ausführliche Bericht mit Übernachtungstipp und den (kulinarischen) Highlights.

Lipizzanerheimat in Köflach

Zu geil für Sterne – das Hotel Wiesler

Zum Übernachten hat uns Herr Wallygusto ein ganz besonderes Hotel ausgesucht: Das mitten in Graz gelegene Hotel Wiesler. Das Wiesler ist schon seit 1909 ein Ort voller Inspiration, denn man hat hier nie aufgehört, nach neuen Dingen zu suchen, um seine Gäste angenehm zu überraschen. Seit 2010 lässt Unternehmer Florian Weitzer den ehrwürdigen Jugendstilmauern kontinuierlich neues Leben einhauchen, sehr behutsam, damit die natürliche Patina, die schönen Erinnerungen und Geschichten der vergangenen Jahre erhalten bleiben. Das Ergebnis ist ein wirklich spannender Mix aus Vintage und Neuem mit einem Schuss Soul, der auf Pomp und (man höre und staune) 5 Sterne-Klassifizierung verzichtet und viel Raum für erfrischend Unkonventionelles schafft.

Nicht dass Florian Weitzer etwas gegen Hotelsterne hätte. First Class-Service ist im Wiesler sowieso seit jeher eine Selbstverständlichkeit. Für ihn ist der eingeschlagene Weg „from 5 stars to independance“ vielmehr der einzig gehbare, um frische Ideen umzusetzen. Denn es sind die feinen überraschenden Details, die das Besondere im Wiesler ausmachen: So ist  das Hotelrestaurant für jeden – egal ob Hotelgast oder nicht –  von früh bis spät in der Nacht, 365 Tage im Jahr, zugänglich. Das ganztägige Angebot wird von Frühstücksbuffet, Mittagstisch und Café-Betrieb am Nachmittag abgerundet. Ganz besonders fasziniert war ich von dem Barbiersalon mitten im Treppenhaus, in dem männliche Gäste eine Handrasur genießen können.

Bei unserem Zimmer haben wir ein wenig Pech, denn wir bekommen leider keinen der renovierten, superschicken Räume. Der Nachtruhe tut dies aber keinen Abbruch, denn das Bett ist sehr bequem und alles sehr sauber. Ein Traum ist auch das reichhaltige Frühstücksbüffet, das mit seiner guten Käseauswahl auch bei Vegetariern keinerlei Wünsche offenlässt.

Das Wiesler ist definitiv das schickste Hotel, in dem ich bisher abgestiegen bin! Und ich würde es wirklich jeder Zeit wieder tun!

Adresse: Grieskai 4-8, 8020 Graz
Internet: www.hotelwiesler.com

Highlights

Graz hat wirklich viele, viele Sehenswürdigkeiten zu bieten – eigentlich ist die ganze Stadt eine einzige, große Sehenswürdigkeit. Im Nachhinein fiel es Herrn Wallygusto und mir ganz schwer zu sagen, was uns jetzt am besten gefallen hat. Stellvertretend für die vielen schönen Ecken in Graz seien aber diese Sehenswürdigkeiten genannt:

Gleich an unserem ersten Tag erklimmen wir den Grazer Schloßberg, einen wuchtigen Felsen aus Dolomitgestein, der den Kern der historischen Altstadt bildet. Neben dem fantastischen Ausblick auf Graz finden wir hier oben mit dem Grazer Uhrturm das älteste Gebäude der Stadt vor.

Eine einzige große Sehenswürdigkeit ist die historische Grazer Altstadt! Nicht umsonst wurde sie zusammen mit der Dachlandschaft 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt und 2010 sogar auf Stadt Graz – Historisches Zentrum und Schloss Eggenberg erweitert. Unbedingt anschauen solltet Ihr Euch hier die spätgotische Doppelwendeltreppe – sie ist ein Meisterwerk der Steinmetzkunst und befindet sich in der Grazer Burg.

Nicht weit von Graz entfernt liegt das Lippizanergestüt Piber. Dieses traditionsreiche Gestüt hat die Aufgabe, die älteste Kulturpferderasse Europas – eben die Lipizzaner – zu züchten, deren Ursprung in die imperiale Zeit, auf das Jahr 1580, zurückgeht. Schon als Kind war es ein Traum von mir, diesen Ort zu besuchen. Da auch Herr Wallygusto gleich Feuer und Flamme ist, nehmen wir also den Zug nach Köflach und wandern eine gute Stunde nach Piber. Dort angekommen nehmen wir an einer sehr interessanten Führung über das Gestütsgelände und durch die Ställe teil. Anschließend lernen wir in der Schauschmiede alles über Hufeisen. Außerdem dürfen wir noch mit den halbwüchsigen Lippizaner-Hengsten auf Tuchfühlung gehen – ganz schön verschmust, die Kleinen! Mehr Informationen zum Lipizzanergestüt Piber und seinen edlen Bewohnern findet Ihr auf www.lipizzanerheimat.com. Wie es sich für ordentliche Foodblogger gehört, machen wir auf dem Rückweg beim Buschenschank Schachner halt. Dort genießen wir bei strahlendem Sonnenschein ein Viertel rosèfarbenen Schilcher, pikanten Käferbohnensalat und einen riesigen Käseteller.

Was für ein Glück, dass bei unserem Besuch das Nachbarschaftsfest Lendwirbel stattfindet! Eine der Bühnen steht sogar hinter unserem Hotel, und das unter unserem Fenster. Gestört werden wir dadurch freilich nicht, denn Herr Wallygusto und ich wirbeln ja selbst eifrig mit! Und zwar von Bierstand zu Bierstand und von Konzert zu Konzert! Und wir machen bei unserem ersten (und bisher letztem) Tanzkaraoke mit! Was für eine irre Wirbelei!

Der Botanische Garten in Graz ist – verglichen mit dem in München – recht klein. Sehenswert ist er vor allem wegen der drei Gewächshäuser von Volker Giencke. Sie wirken aufgrund ihrer schuppigen Architektur wie drei riesige Gürteltiere und ermöglichen aufgrund ihrer idealen Ausrichtung im Inneren üppiges Wachstum von Pflanzen aus vier verschiedenen Klimazonen.

Mehr Informationen zu den Sehenswürdigkeiten gibt es im Internet auf www.graztourismus.at oder Wikipedia.

Für die kleine Pause zwischendurch

So viel Städtetrip macht hungrig – und vor allem durstig. Für eine kleine Pause zwischendurch oder um den Tag gemütlich ausklingen zu lassen, können Herr Wallygusto und ich die folgenden Lokale empfehlen:

In der Mehlschwalbe (Kapaunplatz 3) mitten im alten Franziskanerviertel stärken wir uns kurz nach unserer Ankunft in Graz mit Frittata und ein veganes Weckerl. Da es uns dort so gut gefällt, kommen wir eine paar Tage später nochmal auf ein Craft Beer vorbei. Das Flamberger Stout sagt uns aber leider nicht so zu – aber das ist schließlich Geschmackssache. Laut Website kann man die Mehlschwalbe im Moment (leider) nur für Events buchen.

Bei Greissler Eis in der Sporgasse gibt es neben Apfelkuchen, Graumohn und Erdnuss-Schoko so ausgefallene Sorten wie Ziegenkäse. Die Schlange im Laden ist lang – aber das Warten lohnt sich, denn alle von uns probierten Eiskreationen sind einfach köstlich!

Im Reinerhof, (Sackgasse 20)  zu Füßen des Schloßberges – ruhen wir unsere müden Füße aus und genießen dabei ein kühles Trumer Pils.

Ein ganz besonders entspannter Ort ist das Parkhouse (Stadtpark 2), das, wie der Name schon sagt, im malerischen Grazer Stadtpark zu finden ist. Wir trinken ein Murauer aus der Flasche und schauen den Entchen beim Baden zu. In den Sommermonaten finden hier im Gastgarten zahlreiche Live-Concerte statt. Angeblich ist hier auch schon so manches Talent entdeckt worden.

Das Glöckl Bräu (Glockenspielplatz 2) liegt im Herzen der Grazer Innenstadt, mitten am schönen Glockenspielplatz. Das steirische Wirtshaus besticht aber nicht nur durch seine prächtige Fassade und das gemütliche Ambiente der Räumlichkeiten, sondern auch mit sehr gutem Kellerbier aus dem Holzfass!

Nicht entgehen lassen sollte man sich die Leckereien der Bäckerei Martin Auer, die es in diversen Filialen in Graz zu kaufen gibt. Schon im Vorfeld unseres Aufenthaltes in Graz konnte ich mich kaum an den appetitlichen Broten, Feingebäck und Pausenbroten sattsehen!

Steirische Küche – auch für Vegetarier!

Die bekanntesten Schmackerln aus der Steiermark sind wohl Kernöl, Backhendl, Klachelsuppe (aus Schweinshaxe, Suppengrün und Gewürzen), verschiedene Kürbisrezepte, Apfelkren, Schmarrn, Krautfleckerln und steirisches Wurzelfleisch. Alles sehr bodenständige Gerichte! Und da Herr Wallygusto und ich genau das mögen, gehen wir natürlich jeden Abend in einem steirischen Lokal zum Essen! Auch als Vegetarier haben wir dort die Qual der Wahl!

Die Altsteirischen Schmankerlstuben (Sackstr. 10) ist eines der beliebtesten Restaurants in Graz. Kein Wunder, denn die Gasträume mit den Gewölbedecken und der rustikalen Möblierung sind heimlig und gemütlich. Und unsere Krautfleckerl und Erdäpfellaibchen mit grünem Salat sind einfach köstlich!

Ähnlich rustikal geht es im Lend Platzl (Lendplatz 11) zu – zumindest was wir auf dem Weg zum stillen Örtchen so vom Lokal zu sehen bekommen. Da die Temperaturen auch abends noch angenehm sind, nehmen wir im kleinen, verwinkelten Gastgarten Platz. Dort lassen wir uns Bärlauchlaibchen, und Käsenockerl schmecken – dazu gibt es ein kühles Gösser vom Fass.

Die Steirerstub’n (Lendplatz 8) sind ebenfalls urgemütlich, dementsprechend gut besucht sind auch die drei Gaststuben. Regionale Produkte sind hier ein Muss  – daher kommen Brot und Gemüse frisch vom gegenüberliegenden Bauernmarkt und das Fleisch von heimischen Bauern.

Nudelminze, Lendwirbel & Weltkulturerbe – ein Wochenende in Graz

Bauernmärkte

Auf dem Bauernmarkt auf dem Lendplatz erstehen wir einen Beutel Käferbohnen und eine kleine Flasche Kernöl. Das Angebot ist aber natürlich viel größer und reicht von Wein über Brot und Käse bis zum Speck und Selchwürsten. Außerdem gibt es eine unglaubliche Auswahl an frischen Kräutern – auch die berühmte Nudelminze findet sich darunter!

Nach einem Bummel über den Bauernmarkt auf dem Kaiser-Josef-Platz kehren wir auf einen Spritz und eine Weinschorle bei Rossian ein. Schade nur, dass wir dank des umfangreichen Frühstückbüffets im Hotel noch keinen Hunger haben, denn die kleinen Speisen und Kuchen, die in dem kleinen Lokal serviert werden, sehen einfach verführerisch aus. Und natürlich genießen wir trotzdem einen ausgedehnten Bummel zwischen den prall mit Brot, Gemüse und Käse gefüllten Marktständen!

Fazit

Graz ist einfach wunderbar! Warum? Weil es genau die richtige Mischung zwischen alternativ, schick und bodenständig ist! Genau die Adjektive, die mir selbst sehr wichtig sind!

Events

Die FOOD & LIFE in München: Das Gute liegt (wieder) so nah!

21. November 2016
Die FOOD & LIFE in München: Das Gute liegt (wieder) so nah - Weinverkostung

Bald ist es wieder soweit: Die FOOD & LIFE präsentiert auch diese Jahr wieder Leckeres aus der Region. Von der Pasta aus Niederbayern über Wodka aus München bis hin zum Secco aus der Hallertau – für jeden Geschmack ist was dabei! Und den besten Cappuccino Deutschlands gibt es dort auch, wenn deutsche Baristi um den Meistertitel wetteifern.

Was?

Die Zukunft schmeckt „brutal lokal“. Laut Food-Expertin Hanni Rützler entwickelt sich der Trend der regionalen Ernährung ständig weiter. Avantgarde-Köche setzen auf bisher verborgene biologische Schätze, die vor Ort in Wald und Flur zu finden sind, um daraus kreative Gerichte zu zaubern.  Auch Produzenten experimentieren immer häufiger mit neuen Zutaten aus ihrer jeweiligen Region. Eine Geschmacksprobe bekommt Ihr auch auf der FOOD & LIFE geboten!

Von der Wurst 2.0 aus dem Schwarzwald – eine gesunde Wurst in 30 Geschmacksrichtungen, die  aus hochwertigem Fleisch, wenig Fett und Zutaten wie Spinat oder Ingwer besteht – über Biernudeln aus Niederbayern bis zum Gin aus dem Bayerischen Wald, der mit dem World Drink Award 2016 ausgezeichnet wurde: Über 250 Aussteller aus Bayern und Europa – darunter Manufakturen, Käsemeister, Kaffeeröster, Winzer, Brenner und Brauer – stellen ihre handwerklich hergestellten Köstlichkeiten vor, die Ihr natürlich probieren und auch kaufen könnt.

Daneben könnt Ihr Euer gastronomisches Wissen in den begleitenden Seminaren und Workshops der FOOD & LIFE erweitern und 15 regionalen Spitzenköchen auf der Bühne in die Töpfe schauen. Chefkoch Karl Ederer (Wirtshaus Schwalbe, München) zum Beispiel schwört auf den Regional-Trend und serviert „Heimat Food“ am Freitag, 25. November um 14 Uhr. Zu einer kulinarischen Reise rund um den Globus lädt Shane McMahon (Shane’s Restaurant, München) mit seiner europäisch-asiatischen Fusionsküche am Samstag, 26. November um 14:30 Uhr ein. Sternekoch Bobby Bräuer (EssZimmer, München) feiert die bayerisch-französische Freundschaft am Freitag, 25. November um 16 Uhr. Zudem stellt Food-Blogger Thomas Vonier (www.omoxx.de) am Mittwoch, 23. November um 18 Uhr seine eigens für die FOOD & LIFE entwickelten Rezepte vor. Sein Motto: Mit Spirituosen kann man Speisen aufpeppen und den Gaumen mit neuen Aromen richtig verwöhnen. Das vollständige Rahmenprogramm ist ab Ende Oktober im Internet zu finden unter www.food-life.de/programm.

Mit rund 80 Vorträgen, Kochshows und Verkostungen bietet die FOOD & LIFE Genuss für wirklich alle Sinne!

Aber bitte mit Schuss

Spirituosen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Auf dem neuen „Spirituosen-Markt“ bündelt die FOOD & LIFE in der Halle C3 ihr Angebot rund um Whisky, Gin, Wodka und Edelbrände. Hier präsentieren Euch Spirituosenhersteller, darunter auch kleine Brennereien aus der Region, ihre neuesten Erzeugnisse und stehen Liebhabern erlesener Destillate mit Beratung zur Seite. Zum ersten Mal auf der FOOD & LIFE stellen sich die Kleinbrennerverbände der Regionen Südostbayern, Franken und Lindau unter der neuen Dachmarke „Bayern Brand – Wir brennen für Bayern!“ vor und informieren über die handwerkliche Herstellung und Qualitätsprüfung von bayerischen Edelobstbränden. Außerdem bietet der „Spirituosen-Markt“ eine neue Seminarreihe mit Verkostungen an, wobei Messebesucher zum Beispiel Whiskys aus der ganzen Welt probieren oder den feinen Unterschied zwischen Brand, Geist und Spirituosen erschmecken können. Die Teilnehmerzahl pro Seminar ist auf 20 Personen begrenzt. Bei Interesse könnt Ihr Euch per Internet einen Platz sichern und Tickets unter http://www.food-life.de/seminare-workshops kaufen.

München im Kaffee-Fieber

Darüber hinaus wetteifern Deutschlands beste Baristi zum zweiten Mal in München um ihren Meistertitel. Von perfekten Milchschaum-Motiven über edlen Brühkaffee bis hin zu spannenden „Coffee in Good Spirits“-Kreationen (Kaffee mit Alkohol) – auf der FOOD & LIFE zaubern sie vor Euren Augen ihre Kaffeespezialitäten. Die Sieger werden von der Fachjury des SCAE-Verbands (Speciality Coffee Association of Europe) gekürt, um dann Deutschland bei den Weltmeisterschaften in Budapest und Seoul 2017 zu vertreten.

Wann?

Die FOOD & LIFE öffnet von 23. bis 27. November 2016 täglich von 9:30 bis 19 Uhr ihre Pforten. Vergünstigte Eintrittskarten sind im Internet erhältlich. Mit dem Ticket kann übrigens auch die parallel stattfindende Heim+Handwerk besucht werden.

Wo?

Wie jedes Jahr findet die FOOD & LIFE auf dem Messegelände München in der Halle C3 statt.

Weitere Informationen findet Ihr auf www.food-life.de oder www.facebook.com/FOOD.LIFE.MESSE.

Herr Wallygusto und ich werden natürlich – zusammen mit anderen neugierigen & hungrigen Foodbloggern – auch dieses Jahr wieder auf der FOOD & LIFE sein. Letztes Jahr haben wir dort von einem ehemaligen Barista-Weltmeister gelernt, wie wir Kaffee ganz traditionell mit dem Handfilter aufbrühen (seitdem nennen wir einen sündhaft teuren Porzellan-Kaffeefilter aus Japan unser eigen). Und haben uns durch die fränkische Biervielfalt getrunken. Und, und. und…. Wir sind also schon sehr gespannt, was es dieses Jahr dort zu entdecken gibt!  😉

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit GHM & FOOD & LIFE! Die Fotos wurden uns freundlicherweise von GHM zur Verfügung gestellt.

 

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