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Frühstück

Café Restaurants

Café Erika | Sendling

3. Juli 2017
Cafe Erika - veganer & glutenfreier Rhabarberstreusel

Warum das Café Erika, ausgerechnet „Erika“ heißt, kann ich auf den ersten Blick leider nicht nachvollziehen, denn keine der beiden im Impressum aufgeführten Damen trägt diesen wunderbar altmodischen Namen. Wie ich kurz darauf auf Mit Vergnügen München erfahre, fungierte Großtante Erika nicht nur als Namensgeberin sondern hat auch teilweise die Rezepte für die köstlichen Kuchen beigesteuert. Wie dem auch sei, Herr Wallygusto und ich sind Anfang Juni auf Empfehlung von Sabrina & Steffen von Feed me up before you go-go in dem neuen Café in Sendling gelandet.

Drinnen 

Die Farben der Einrichtung sind klar und perfekt aufeinander abgestimmt, alles wirkt sehr harmonisch. Hier hat sich wirklich jemand viele Gedanken gemacht! Die – bei unserem Besuch meist weiblichen – Gäste sitzen entweder an kleinen Tischen oder auf einer langen Bank neben einem verstellbaren Beistelltischchen. Bei schönem Wetter gibt es auch ein paar wenige Sitzplätze im gemütlichen Innenhof, die an einem sonnigen Feiertagsnachmittag leider schon belegt waren. Verständlich, denn wer sitzt schon gerne drinnen, wenn im Frühsommer in München mal die Sonne scheint? 😉

Cafe Erika - das gemütliche Café in Sendling

Speisekarte 

Im Café Erika kann der hungrige Gast Frühstück zum Ankreuzen, diverse Kuchen und kleine Gerichte in Form von Sandwiches oder (was ich ja total liebe) Brot mit verschiedenen Aufstrichen zu sich nehmen. Der Kuchen in der großen Theke sieht auf jeden Fall zum Anbeißen aus. Wir haben bei unserem Besuch die Wahl zwischen Brownies, Käsekuchen und Rhabarberstreusel.

Geschmack 

Herr Wallygusto und ich entscheiden uns für ein Stück Rhabarberstreusel. Der ist vegan und sogar glutenfrei, was man selbst in München nicht oft findet, wie ich mir habe sagen lassen. Dazu gibt es einen guten Cappuccino mit fair gehandeltem Espresso. Die Kuchenstücke fallen unserer Meinung nach nicht allzu groß aus – zumindest wenn wir es mit denen bei unserem Lieblingskonditor vergleichen. Dafür ist der Kuchen im Café Erika erfreulicherweise nicht so süß, die Streusel sind kernig, fast schon knusprig – köstlich! Am Cappuccino gibt’s‘ ebenfalls überhaupt nichts auszusetzen!

Cafe Erika - veganer & glutenfreier Rhabarberstreusel

Service 

Im Café Erika wird an der Theke bestellt und bezahlt. Die Dame dahinter ist sehr freundlich, Kaffee und Kuchen werden schnell serviert.

Preise

Der Cappuccino kostet € 2,90, das Stück Kuchen € 3,20. Nicht ganz günstig, aber unserer Meinung nach okay!

Fazit 

Das Café Erika ist wirklich eine wunderschöne Location, um sich mit einer Freundin zum Kaffeetrinken oder dem Liebsten zum Frühstücken zu verabreden. Da es hier das von Herrn Wallygusto inzwischen so geliebte Porridge gibt, kommen wir wieder, keine Frage!

Adresse: Senserstraße 7, 81371 München

Café Restaurants

Be-glückert | Obergiesing 

20. März 2017
Das Be-glückert in München-Giesing

Kuchen gehört bei Herrn Wallygusto und mir zum Wochenende wie der Wohnungsputz und eine gemütliche Runde Bouldern. Auf der Suche nach besonders gutem Süßkram landeten wir Ende Januar das allererste Mal im Be-glückert. Ohne Janina von Jäger & Sammler wären wir wohl nie darauf gekommen, dass es im eher spröden Obergiesing so ein hübsches Café gibt! Vielen Dank an dieser Stelle für den tollen Tipp!

Innen

Hell, genau die richtige Menge an pastellfarbenem Schnickschnack und ein paar frische Tulpen – schon rein optisch sind wir ganz be-glückert.

Speisekarte

Schon ein kurzer Blick in die Kuchenvitrine lässt unsere Herzen höher schlagen: Apfelkuchen, Karottenkuchen, Zimtschnecken… angesichts der ansprechenden Auswahl können wir uns kaum entscheiden. Neben allerlei süßen Leckereien bietet das Be-glückert übrigens auch eine kleine, aber feine Speisekarte mit belegten Broten. Und Frühstück gibt’s natürlich auch!

Geschmack

Wenn es einen Kuchenhimmel gib, dann ist es das Be-glückert! Der Karottenkuchen ist schön saftig und das Frischkäse-Frosting setzt einen schönen, frischen Akzent zu den Karotten und Nüssen im Teig. Aber auch der Apfelkuchen ist saftig und sehr köstlich – kein Wunder bei den vielen Äpfeln! Und wisst Ihr was? Die Kuchen werden von richtigen Omas und Opas aus München gebacken! Ist das nicht schön? Dazu gibt’s fruchtige Saftschorle mit Granatapfelkernen, stilsicher in einem Mason Jar mit Strohhalm serviert.

Service

Bestellt und bezahlt wird im Be-glückert direkt an der verführerisch gefüllten Kuchentheke, serviert werden die süßen Leckereien dann von den freundliche Damen am Tisch.

Preise

Ein großes Stück Kuchen kostet € 3,40, die Saftschorle (0,4) € 3,90. Unser Meinung sind die Preise absolut fair – die Qualität stimmt halt einfach auch!

Fazit

Herr Wallygusto und ich kommen wieder, kleine Frage! Das Be-glückert ist nämlich nicht nur hübsch, sondern kann uns auch geschmacklich voll überzeugen! Wir können zwar bisher nur vom Kuchen sprechen, aber der macht definitiv Lust auf mehr (Kuchen). 😉

Adresse: Deisenhofener Str. 40, 81539 München

Café Restaurants

Die Waldmeister | Maxvorstadt 

17. März 2017
Die Waldmeister | Maxvorstadt

Im Januar waren Herr Wallygusto und ich das erste Mal seit langer Zeit mal wieder beim Frühstücken. Und da Essen in Gesellschaft lieber Menschen noch viel mehr Spaß macht, hatten wir noch Sabine von Pastamaniac, Ines von münchnerküche und Sabrina und Steffen von Feed me up before you go-go im Schlepptau. Und da wir alle schon viel über das Frühstück im Waldmeister gehört hatten, stand eine geeignete Location schnell fest.

Innen

Schon beim Betreten des des kleinen Lokals läuft uns das Wasser im Mund zusammen: In der Vitrine im Eingangsbereich warten knusprige Croissants und dicke Schokoladenmuffins darauf, den hungrigen Gästen serviert zu werden. In den Wandregalen findet sich eine kleine, aber feine Auswahl an Delikatessen: Nudeln von RUMMO meine Lieblingspasta), Espressobohnen…

Die Einrichtung im Waldmeister ist spartanisch. Dazu passend sind die blaugrauen Wände mit den puristischen Bildern mit den Initialen des Lokals. Einziger – und dafür umso auffälliger – Schnickschnack sind die riesigen Kronleuchter an der Decken.Zum Sitzen gibt’s große Holztische mit Sitzbänken und einfachen Stühlen. Leider ist es bei unserem Besuch ein wenig zugig, so dass ich mich schnell in meine dicke Winterjacke kuschle.

Speisekarte

Im Waldmeister gibt Frühstück zum Ankreuzen. Und obwohl die Frühstückskarte im Waldmeister sehr übersichtlich ist, gehen uns die Kreuzchen nicht leicht von der Hand: Nehme ich jetzt Rührei mit Kräutern oder Tomaten? Oder doch lieber Natur? Und was dazu? Bircher Müsli? Guacamole? Und braucht es noch Käse zum Rührei? Oder werde ich so satt? Natürlich gibt es auch Klassiker wie Marmelade, Nutella, Honig und Frischkäse, was die Auswahl noch zusätzlich erschwert. Wir haben also (auch als Vegetarier) die Qual der Wahl und lassen uns richtig viel Zeit, um alle nur erdenklichen Frühstücksvariationen durchzuspielen.

Geschmack

Das Rührei von freilaufenden Hühnern hat eine ordentliche Größe, ist fluffig und sehr lecker. Die Guacamole ist für meinen Geschmack nicht dick genug und ein wenig zu säuerlich – anscheinend wird ihr im Waldmeister großzügig Zitronensaft zugesetzt. Richtig toll ist der üppige Brotkorb, der Ciabatta mit und ohne Tomaten und Bauernbrot enthält. Herr Wallygusto ist außerdem schwer begeistert von seinem Bircher Müsli, das im Weckglas serviert wird und größer ist, als es auf den ersten Blick aussieht. Auch an Ziegenkäse, Scamorza und Marmelade gibt’s nichts auszusetzen.

Service

Nett sind sie ja, die Mädels im Service. Und unsere erste Bestellung wird fix aufgenommen und serviert. Auch wenn das Hin und Her mit dem Ziegenkäse von Teller zu Teller etwas befremdlich ist. Aber kaum ist der erste Cappuccino geschlürft und unsere Tellerchen leer, interessiert sich niemand mehr für uns. Und als wir dann endlich wieder Beachtung geschenkt bekommen, erfahren wir, dass wir eh am Tresen zu zahlen haben.

Preise

Rührei kostet € 3,90 , die Extras wie Tomaten bis zu € 1,00. Die Portion Käse gibt’s für € 2,30, den Brotkorb für € 2,00. Dazu ein Cappuccino für € 2,80 und das Frühstück ist perfekt.

Da Qualität und Menge nicht wirklich etwas zu wünschen übrig lassen, finden wir die Preise im Waldmeister angesichts der tollen Lage mitten in der Maxvorstadt angemessen.

Fazit

Das Frühstück ist schmackhaft, aber nichts besonderes, wie Herr Wallygusto und ich finden. Dazu kommen das angenehme Ambiente und der nette Service, der leider etwas an Aufmerksamkeit fehlen lässt. Für uns als Nicht-auswärts-Frühstücker ist das Waldmeister daher eine Empfehlung für alle, die zu Gast in München und auf der Suche nach einem kleinen, unkomplizierten Frühstück sind.

Adresse: Barerstr. 74, 80799 München

Deutschland Unterwegs

Nürnberg | Impressionen

2. Februar 2017
Impressionen aus Nürnberg

Mitte Oktober war ich auf dem Chefkoch Foodcamp 2016 in Nürnberg. Da ich keine Lust hatte, am selben Tag ins Frankenland und wieder zurück zu fahren, beschlossen Herr Wallygusto und ich, gleich das ganze Wochenende dort zu verbringen. Während ich mich aber den ganzen Tag mit Schlemmen, Kochen und Netzwerken beschäftigte, ging er eine Runde Bouldern und anschließend saunieren. Am Abend trafen wir uns dann, um gemeinsam Nürnberg unsicher zu machen. Und hier sind nun unsere (kulinarischen) Tipps für Euch!

Übernachten

Das Hotel Five am Obstmarkt ist ein modernes, zentral gelegenes Hotel mit einem vorzüglichen Frühstück á la carte. Die 16 Zimmer des kleinen Boutiquehotels entsprechen dem internationalen Standard eines 3-Sterne-Superior Hauses. Unser Zimmer ist recht groß und warte mit tollen Pflegeprodukten von Stop The Water While Using Me auf. Da das Five ein Energiesparhotel ist, passen diese natürlich hervorragend ins Gesamtkonzept.

Essen & Trinken

Die Frankenstube bietet trotz ihres eher rustikalen Namens mit einer unglaublich großen Auswahl an vegetarischen und veganen Gerichten auf. Vieles davon ist zudem Bio!

In der Hausbrauerei Altstadthof bestellen wir als kleinen Absacker Schwarz Rot Gold – ein Tris aus 0,20 l Probierkrügen mit süffigem SchwarzBier, traditionellem RotBier und ursprünglichem HellesBier.

Der Salon Regina im angesagten Stadteil Gostenhof besticht mit Retro Schick, leckerem Kuchen und hausgemachter Gurkenlimonade. Die gibt’s auf Wunsch übrigens auch mit Gin. 😉

Noch mehr Tipps für Euren Städtetripp gibt der Artikel Nürnberg kann Currywurst.

 

Österreich Unterwegs

Graz | Nudelminze, Lendwirbel & Weltkulturerbe

5. Dezember 2016
Nudelminze, Lendwirbel & Weltkulturerbe - ein Wochenende in Graz

Wenn man an Österreich denkt, fallen einem als erstes Berge und Skifahren ein. Oder Mozartkugeln. Und dann kommt eigentlich schon Wien. Freunde von uns fahren seit Jahren regelmäßig nach Wien – ganz begeistert sind sie von den Hochglanzfassaden der ehemals kaiserlich-könglichen Stadt, den Heurigen und dem Wiener Schmäh. Herrn Wallygusto und mir hat sich der Charme der österreichischen Hauptstadt leider nie so richtig erschlossen – zu aufgesetzt erscheint uns dieses „Vienna“: Schweift man nur kurz von den ausgetretenen Touristenpfaden ab – und da reicht schon ein kurzer Blick um die nächste Hausecke – ist es aus und vorbei mit der Pracht.

Dies mögen viele anders sehen, aber uns zog es dieses Jahr motiviert durch einen Artikel in der Süddeutschen Zeitung in Wiens hippe kleine Städte-Schwester Graz. Ein paar Impressionen aus Graz habe ich Euch vor einiger Zeit ja bereits gezeigt, jetzt folgt der ausführliche Bericht mit Übernachtungstipp und den (kulinarischen) Highlights.

Lipizzanerheimat in Köflach

Zu geil für Sterne – das Hotel Wiesler

Zum Übernachten hat uns Herr Wallygusto ein ganz besonderes Hotel ausgesucht: Das mitten in Graz gelegene Hotel Wiesler. Das Wiesler ist schon seit 1909 ein Ort voller Inspiration, denn man hat hier nie aufgehört, nach neuen Dingen zu suchen, um seine Gäste angenehm zu überraschen. Seit 2010 lässt Unternehmer Florian Weitzer den ehrwürdigen Jugendstilmauern kontinuierlich neues Leben einhauchen, sehr behutsam, damit die natürliche Patina, die schönen Erinnerungen und Geschichten der vergangenen Jahre erhalten bleiben. Das Ergebnis ist ein wirklich spannender Mix aus Vintage und Neuem mit einem Schuss Soul, der auf Pomp und (man höre und staune) 5 Sterne-Klassifizierung verzichtet und viel Raum für erfrischend Unkonventionelles schafft.

Nicht dass Florian Weitzer etwas gegen Hotelsterne hätte. First Class-Service ist im Wiesler sowieso seit jeher eine Selbstverständlichkeit. Für ihn ist der eingeschlagene Weg „from 5 stars to independance“ vielmehr der einzig gehbare, um frische Ideen umzusetzen. Denn es sind die feinen überraschenden Details, die das Besondere im Wiesler ausmachen: So ist  das Hotelrestaurant für jeden – egal ob Hotelgast oder nicht –  von früh bis spät in der Nacht, 365 Tage im Jahr, zugänglich. Das ganztägige Angebot wird von Frühstücksbuffet, Mittagstisch und Café-Betrieb am Nachmittag abgerundet. Ganz besonders fasziniert war ich von dem Barbiersalon mitten im Treppenhaus, in dem männliche Gäste eine Handrasur genießen können.

Bei unserem Zimmer haben wir ein wenig Pech, denn wir bekommen leider keinen der renovierten, superschicken Räume. Der Nachtruhe tut dies aber keinen Abbruch, denn das Bett ist sehr bequem und alles sehr sauber. Ein Traum ist auch das reichhaltige Frühstücksbüffet, das mit seiner guten Käseauswahl auch bei Vegetariern keinerlei Wünsche offenlässt.

Das Wiesler ist definitiv das schickste Hotel, in dem ich bisher abgestiegen bin! Und ich würde es wirklich jeder Zeit wieder tun!

Adresse: Grieskai 4-8, 8020 Graz
Internet: www.hotelwiesler.com

Highlights

Graz hat wirklich viele, viele Sehenswürdigkeiten zu bieten – eigentlich ist die ganze Stadt eine einzige, große Sehenswürdigkeit. Im Nachhinein fiel es Herrn Wallygusto und mir ganz schwer zu sagen, was uns jetzt am besten gefallen hat. Stellvertretend für die vielen schönen Ecken in Graz seien aber diese Sehenswürdigkeiten genannt:

Gleich an unserem ersten Tag erklimmen wir den Grazer Schloßberg, einen wuchtigen Felsen aus Dolomitgestein, der den Kern der historischen Altstadt bildet. Neben dem fantastischen Ausblick auf Graz finden wir hier oben mit dem Grazer Uhrturm das älteste Gebäude der Stadt vor.

Eine einzige große Sehenswürdigkeit ist die historische Grazer Altstadt! Nicht umsonst wurde sie zusammen mit der Dachlandschaft 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt und 2010 sogar auf Stadt Graz – Historisches Zentrum und Schloss Eggenberg erweitert. Unbedingt anschauen solltet Ihr Euch hier die spätgotische Doppelwendeltreppe – sie ist ein Meisterwerk der Steinmetzkunst und befindet sich in der Grazer Burg.

Nicht weit von Graz entfernt liegt das Lippizanergestüt Piber. Dieses traditionsreiche Gestüt hat die Aufgabe, die älteste Kulturpferderasse Europas – eben die Lipizzaner – zu züchten, deren Ursprung in die imperiale Zeit, auf das Jahr 1580, zurückgeht. Schon als Kind war es ein Traum von mir, diesen Ort zu besuchen. Da auch Herr Wallygusto gleich Feuer und Flamme ist, nehmen wir also den Zug nach Köflach und wandern eine gute Stunde nach Piber. Dort angekommen nehmen wir an einer sehr interessanten Führung über das Gestütsgelände und durch die Ställe teil. Anschließend lernen wir in der Schauschmiede alles über Hufeisen. Außerdem dürfen wir noch mit den halbwüchsigen Lippizaner-Hengsten auf Tuchfühlung gehen – ganz schön verschmust, die Kleinen! Mehr Informationen zum Lipizzanergestüt Piber und seinen edlen Bewohnern findet Ihr auf www.lipizzanerheimat.com. Wie es sich für ordentliche Foodblogger gehört, machen wir auf dem Rückweg beim Buschenschank Schachner halt. Dort genießen wir bei strahlendem Sonnenschein ein Viertel rosèfarbenen Schilcher, pikanten Käferbohnensalat und einen riesigen Käseteller.

Was für ein Glück, dass bei unserem Besuch das Nachbarschaftsfest Lendwirbel stattfindet! Eine der Bühnen steht sogar hinter unserem Hotel, und das unter unserem Fenster. Gestört werden wir dadurch freilich nicht, denn Herr Wallygusto und ich wirbeln ja selbst eifrig mit! Und zwar von Bierstand zu Bierstand und von Konzert zu Konzert! Und wir machen bei unserem ersten (und bisher letztem) Tanzkaraoke mit! Was für eine irre Wirbelei!

Der Botanische Garten in Graz ist – verglichen mit dem in München – recht klein. Sehenswert ist er vor allem wegen der drei Gewächshäuser von Volker Giencke. Sie wirken aufgrund ihrer schuppigen Architektur wie drei riesige Gürteltiere und ermöglichen aufgrund ihrer idealen Ausrichtung im Inneren üppiges Wachstum von Pflanzen aus vier verschiedenen Klimazonen.

Mehr Informationen zu den Sehenswürdigkeiten gibt es im Internet auf www.graztourismus.at oder Wikipedia.

Für die kleine Pause zwischendurch

So viel Städtetrip macht hungrig – und vor allem durstig. Für eine kleine Pause zwischendurch oder um den Tag gemütlich ausklingen zu lassen, können Herr Wallygusto und ich die folgenden Lokale empfehlen:

In der Mehlschwalbe (Kapaunplatz 3) mitten im alten Franziskanerviertel stärken wir uns kurz nach unserer Ankunft in Graz mit Frittata und ein veganes Weckerl. Da es uns dort so gut gefällt, kommen wir eine paar Tage später nochmal auf ein Craft Beer vorbei. Das Flamberger Stout sagt uns aber leider nicht so zu – aber das ist schließlich Geschmackssache. Laut Website kann man die Mehlschwalbe im Moment (leider) nur für Events buchen.

Bei Greissler Eis in der Sporgasse gibt es neben Apfelkuchen, Graumohn und Erdnuss-Schoko so ausgefallene Sorten wie Ziegenkäse. Die Schlange im Laden ist lang – aber das Warten lohnt sich, denn alle von uns probierten Eiskreationen sind einfach köstlich!

Im Reinerhof, (Sackgasse 20)  zu Füßen des Schloßberges – ruhen wir unsere müden Füße aus und genießen dabei ein kühles Trumer Pils.

Ein ganz besonders entspannter Ort ist das Parkhouse (Stadtpark 2), das, wie der Name schon sagt, im malerischen Grazer Stadtpark zu finden ist. Wir trinken ein Murauer aus der Flasche und schauen den Entchen beim Baden zu. In den Sommermonaten finden hier im Gastgarten zahlreiche Live-Concerte statt. Angeblich ist hier auch schon so manches Talent entdeckt worden.

Das Glöckl Bräu (Glockenspielplatz 2) liegt im Herzen der Grazer Innenstadt, mitten am schönen Glockenspielplatz. Das steirische Wirtshaus besticht aber nicht nur durch seine prächtige Fassade und das gemütliche Ambiente der Räumlichkeiten, sondern auch mit sehr gutem Kellerbier aus dem Holzfass!

Nicht entgehen lassen sollte man sich die Leckereien der Bäckerei Martin Auer, die es in diversen Filialen in Graz zu kaufen gibt. Schon im Vorfeld unseres Aufenthaltes in Graz konnte ich mich kaum an den appetitlichen Broten, Feingebäck und Pausenbroten sattsehen!

Steirische Küche – auch für Vegetarier!

Die bekanntesten Schmackerln aus der Steiermark sind wohl Kernöl, Backhendl, Klachelsuppe (aus Schweinshaxe, Suppengrün und Gewürzen), verschiedene Kürbisrezepte, Apfelkren, Schmarrn, Krautfleckerln und steirisches Wurzelfleisch. Alles sehr bodenständige Gerichte! Und da Herr Wallygusto und ich genau das mögen, gehen wir natürlich jeden Abend in einem steirischen Lokal zum Essen! Auch als Vegetarier haben wir dort die Qual der Wahl!

Die Altsteirischen Schmankerlstuben (Sackstr. 10) ist eines der beliebtesten Restaurants in Graz. Kein Wunder, denn die Gasträume mit den Gewölbedecken und der rustikalen Möblierung sind heimlig und gemütlich. Und unsere Krautfleckerl und Erdäpfellaibchen mit grünem Salat sind einfach köstlich!

Ähnlich rustikal geht es im Lend Platzl (Lendplatz 11) zu – zumindest was wir auf dem Weg zum stillen Örtchen so vom Lokal zu sehen bekommen. Da die Temperaturen auch abends noch angenehm sind, nehmen wir im kleinen, verwinkelten Gastgarten Platz. Dort lassen wir uns Bärlauchlaibchen, und Käsenockerl schmecken – dazu gibt es ein kühles Gösser vom Fass.

Die Steirerstub’n (Lendplatz 8) sind ebenfalls urgemütlich, dementsprechend gut besucht sind auch die drei Gaststuben. Regionale Produkte sind hier ein Muss  – daher kommen Brot und Gemüse frisch vom gegenüberliegenden Bauernmarkt und das Fleisch von heimischen Bauern.

Nudelminze, Lendwirbel & Weltkulturerbe – ein Wochenende in Graz

Bauernmärkte

Auf dem Bauernmarkt auf dem Lendplatz erstehen wir einen Beutel Käferbohnen und eine kleine Flasche Kernöl. Das Angebot ist aber natürlich viel größer und reicht von Wein über Brot und Käse bis zum Speck und Selchwürsten. Außerdem gibt es eine unglaubliche Auswahl an frischen Kräutern – auch die berühmte Nudelminze findet sich darunter!

Nach einem Bummel über den Bauernmarkt auf dem Kaiser-Josef-Platz kehren wir auf einen Spritz und eine Weinschorle bei Rossian ein. Schade nur, dass wir dank des umfangreichen Frühstückbüffets im Hotel noch keinen Hunger haben, denn die kleinen Speisen und Kuchen, die in dem kleinen Lokal serviert werden, sehen einfach verführerisch aus. Und natürlich genießen wir trotzdem einen ausgedehnten Bummel zwischen den prall mit Brot, Gemüse und Käse gefüllten Marktständen!

Fazit

Graz ist einfach wunderbar! Warum? Weil es genau die richtige Mischung zwischen alternativ, schick und bodenständig ist! Genau die Adjektive, die mir selbst sehr wichtig sind!

Café Restaurants

Das Maria | Isarvorstadt 

3. Oktober 2016
Das Maria - das bayrisch-orientalische Café im Münchner Glockenbackviertel

Herr Wallygusto und ich lieben es, gemeinsam und in aller Ruhe zu frühstücken. Vor allem am Wochenende zelebrieren wir die erste Mahlzeit des Tages ausgiebig mit frisch gemahlenem Filterkaffee, einer großen Auswahl an Käse und Marmelade sowie – ganz wichtig – selbstgebackenen Vollkornsemmeln. Trotzdem gehen wir sehr, sehr selten auswärts essen – irgendwie passt es zeitlich nie und bei der vegetarischen Auswahl stimmen Preis-Leistung leider nicht immer. Darum packe ich jede Gelegenheit, mal in einem Lokal zu frühstücken sofort beim Schopf – vor allem wenn die Speisen so verlockend sind wie im Das Maria im Münchner Glockenbachviertel.

Drinnen Draußen

Da es bei unserem Besuch Ende August auch morgens schon schön warm ist, nehmen wir an einem der Vierertische vor dem Maria Platz. Obwohl (oder gerade weil?) wir mitten im Glockenbachviertel sitzen ist es hier schön ruhig und gemütlich. Auf dem Weg zum stillen Örtchen kann ich auch einen Blick ins Innere des Lokals erhaschen, das mit hellem Landhaus-Ambiente und orientalischen Leuchten ebenfalls zum Verweilen einlädt. Vor allem die Kuchentheke direkt am Eingang sieht sehr einladend aus.

Obwohl es unter der Woche und noch vor 12 Uhr ist, kann Das Maria bereits viele hungrige Gäste begrüßen. Dabei handelt es sich hauptsächlich um schicke Damen in den Zwanzigern oder junge Familien.

Speisekarte

Die Frühstückskarte wartet mit sage und schreibe 10 vegetarischen Variationen auf, so dass Herr Wallygusto und ich die Qual der Wahl haben! Und am Wochenende gäbe es sogar noch 3 Wochenend+Sonnenschein-Specials extra! Schön ist auch, dass man im Maria von Montag bis Sonntag einfach bis 18.00 Uhr in Ruhe frühstücken kann. Wir entscheiden uns schließlich für das Käsefrühstück Maria auf der Alm und das orientalische angehauchte Maria bei Fatima. Auf Nachfrage der Bedienung bestellen wir noch hausgemachte Erdbeermarmelade dazu.

Aber bei Maria kann man nicht nur frühstücken! Abends wird hier mit bayrisch-orientalischen Mezze, Salaten und Hauptgerichten wie ägyptischen Fladenbrot-Burger oder Schinkennudeln für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt. Zusätzlich zur Standardkarte wartet Das Maria durch eine Mittagskarte auf: Montags gibt es Schnitzel, donnerstags den anscheinend über das Stadtviertel hinaus bekannten und legendären Krustenbraten. Aber auch die weniger Fleischeslustigen kommen auf ihre Kosten, denn dienstags gibt es im Das Maria inzwischen immer ein veganes Gericht.

Geschmack

Das Frühstück wird nach kurzer Wartezeit serviert und sieht ganz hervorragend aus!

Maria bei Fatima entpuppt sich als eine große Scheibe Krustenbrot, das dick mit aromtischem Ziegenkäse vom Grill, Walnüsse und Dattelcreme belegt ist. Die Zusammenstellung – und dabei vor allem der Ziegenkäse – ist einfach nur köstlich! Obwohl wir uns die Portion teilen, sind wir eigentlich schon satt. Aber es wartet ja noch Maria auf der Alm mit würzigem Blauschimmelkäse, cremigem Brie, feinem Ziegenkäse, Schweizer Emmentaler, handgerührtem Kräuterfrischkäse mit getrockneter Tomate auf uns. Dazu gibt es Melone und bunt gemischtes Obst sowie ein ordentliches Stück Butter und einen Korb mit frischem, knusprigem Brot. Wir finden alle Käsesorten (besonders wieder den Ziegenkäse) hervorragend und auch die ansonsten so ungeliebte Erdbeermarmelade kann uns überzeugen: Ihre Farbe erinnert uns ein wenig an Tomatenketchup und sie schmeckt herrlich fruchtig! Und hab ich schon erwähnt, dass der Cappuccino genauso war, wie ich ihn am liebsten trinke? Milder Espresso und mit fluffigem Schaum?

Obwohl die Portionen im Maria recht übersichtlich aussehen, sind wir danach pappsatt. Mehr hätte es wirklich nicht gebraucht! Das nächste Mal werden wir jeder nur eine Schale Müsli mit Obst essen und uns wieder Maria bei Fatima teilen – das reicht wirklich vollkommen aus!

Service

Gut finde ich, dass gleich auf der Website darauf hingewiesen wird, dass es keine Kartenzahlung, keine Wickelmöglichkeit und keinen Kinderwagenparkplatz gibt. So weiß der Gast gleich, woran er bei Maria ist. Ansonsten sind wir mit dem Service im Maria anfangs nicht zufrieden, denn vom Erhalt der Speisekarte bis zur Bestellung müssten wir eine gefühlte Ewigkeit warten. Wir sind schon kurz davor zu gehen, da bekommt der junge Mann aber noch die Kurve. Nach diesen kleinen Anfangsschwierigkeiten werden wir freundlich und schnell bedient. Auch die Wartezeit auf das Frühstück ist erfreulich kurz.

Preise

Die Maria auf der Alm kostet € 10,90, Maria bei Fatima € 6,90. Heißgetränke gibt es für € 2,50 ( € 3,50 (Cappuccino / Cappuccino groß) bzw. € 4,90 (Kännchen Tee). Für die große Rhabarberschorle (0,4) gegen den Durst bezahlen wir € 3,50 x.

Fazit

Das Maria bietet beim Frühstück ein wirklich sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Und nachdem Herr Wallygusto am Nachbartisch die Pankcakes erspäht hat und auch die Kuchen sehr, sehr verführerisch aussehen, werden wir auf jeden Fall wieder im Maria vorbeikommen!

Adresse: Klenzestraße 97, 80469 München

Café Restaurants

Cotidiano | Isarvorstadt 

26. September 2016
Cotidiano Gärtnerplatz München Waldbeer Sprizz

Einen Münchner Stadtteil, den ich schon seit Jahren sträflich vernachlässige, ist das Gärtnerplatzviertel. Dabei gibt es hier schicke und gemütliche Lokale in Hülle und Fülle! Eines davon ist das Bakery-Restaurant Cotidiano von dem man immer wieder liest, dass es hier tolles Frühstück gibt! Auch Karo von Lina Luftig schwärmte mir schon des Öfteren davon vor! Und als ich dann bei Bianca auf Essen gehen ist auch ein Hobby gelesen habe, dass es seit Juni diesen Jahres inzwischen in Schwabing auch schon ein Cotidiano gibt, war schnell klar: „Da muss ich mal hin!“

Kurzentschlossen habe ich mir also Ende August einfach besagte Karo geschnappt, um mal das abendliche Speisenangebot im Cotidiano am Gärtnerplatz auszuprobieren! Warum Gärtnerplatz und nicht gleich das neue Lokal? Ganz einfach – die Lage erschien mir persönlich verkehrsgünstiger.

Drinnen Draußen

Weil das Wetter Ende August endlich wieder so ist, wie man das um diese Jahreszeit erwartet, nehmen wir draußen Platz. Bei unserer Ankunft am frühen Abend ist es noch relativ leicht, einen freien Tisch zu ergattern, später sieht die Sache schon anders aus. Witziger Weise sind 95% der Gäste Frauen – was laut meiner Freundin wohl daran liegt, dass das Cotidiano keine typische Kneipe (für Männer) ist. Ich muss kurz überlegen und komme zu dem Schluss, dass sie wohl recht hat, da ich Herrn Wallygusto auch nicht mit hierher bringen würde.

Speisekarte

Das Cotidiano bezeichnet sich selbst als eine Mischung aus New York Bakery und Patisserie. Egal ob Frühstück, Brunch, Caféspezialitäten oder leichte Gerichte zum Dinner – im Cotidiano gibt es zu jeder Tageszeit das passende Gericht. Dementsprechend umfangreich ist die Speisekarte, die neben einem reichhaltigen Frühstücksangebot auch diverse Kleinigkeiten (besonders lecker klingt das Alpen Croissant – ein ofenwarmes Laugencroissant gefüllt mit Rührei, Ziegenkäse und Schnittlauch) für zwischendurch, Flammkuchen, Marktsalate und herzhafte (teilweise vegetarische) Platten mit Käse oder Humus & Tabouleh umfasst. Als Dessert locken warme dänische Waffeln mit Beeren und hausgemachten Muffins. Daneben gibt es noch zwei Theken mit diversen süßen Leckereien. Die Tartes und Kuchen darin stammen aus der hauseigenen Patisserie und sehen allesamt köstlich aus! Das Cotidiano ist ein Paradies für Süßschnäbel und somit wohl doch ein Lokal für Herrn Wallygusto! 😉

Ich entscheide mich schließlich für einen großen Ziege-Rucola Salat, dazu genehmige ich mir einen hausgemachten Waldbeer Sprizz. Meine Freundin stimmt mir in der Wahl des Getränkes zu, bestellt aber statt eines Salates die Spinat-Fetakäse-Quiche. Und als Nachtisch eine Käsekuchen-Tarte mit Beeren. 😉

Geschmack

Der Waldbeer Sprizz ist schön erfrischend und passt wirklich perfekt zum Ziege-Rucola Salat mit Ziegenkäse, Parmesan und Pinienkernen. Der Salat ist frisch und knackig, hätte jedoch ein wenig mehr von der Hausvinaigrette vertragen können. Außerdem fand ich die Portion ein wenig zu klein – aber ich bin halt auch ein sehr guter Esser! Gut geschmeckt haben auch die zwei Scheiben Brot, die zum Salat gereicht werden. Vor allem das würzige Körnerbrot fand ich einfach toll! Die Spinat-Fetakäse-Quiche wird mit einer riesigen Salatgarnitur serviert und sieht köstlich aus. Nachdem meine Freundin alles brav aufisst, schmeckt sie wohl auch so. 😉 Auch die Käsekuchen-Tarte ist optisch sehr ansprechend und ist laut ihrer Aussage köstlich und jede der geschätzt 3.500 Kalorien wert.

Service

Unsere Bedienung ist sehr freundlich und aufmerksam und wir müssen nie lange auf unsere Bestellung – sei es Essen oder Getränke – warten. Auch dem Wunsch meiner Freundin nach mehr Beeren im Sprizz wird gerne nachgekommen. Am Service im Cotidiano finde ich wirklich nichts auszusetzen.

Preise

Der große Ziege-Rucola Salat kostet € 9,90 (kleine Portion € 2,00 weniger) und die Quiche € 7,50. Der Waldbeer Sprizz (0,44) schlägt mit € 4,20 zu Buche, das Tafelwasser (0,5) mit € 3,90 und das Paulaner vom Fass (0,4) mit € 3,60. Meiner Meinung nach sind die Preise noch moderat – wir sind hier schließlich im angesagten Gärtnerplatzviertel. 😉

Fazit

Mir hat es im Cotidiano sehr gut gefallen – ein erneuter Besuch ist also nicht ausgeschlossen! Zumal ich unbedingt eines der süßen Teilchen kosten möchte! Aber vielleicht tue ich das auch im neuen Lokal am Hohenzollernplatz…mal sehen!

Adresse: Gärtnerplatz 6, 80469 München

Copyright und Quelle der Bilder ohne mein Wasserzeichen: Cotidiano GmbH – Vielen Dank, dass ich die Bilder für diesen Beitrag kostenlos und unverbindlich verwenden darf!

 

Frühstück Lieblingsrezepte

Kerniges Knusper-Müsli (zuckerfrei)

5. September 2016
Kerniges Knusper-Müsli ohne Zucker

Wenn mir vor ein paar Monaten jemand gesagt hätte, dass ich (fast) jeden Tag Müsli essen würde, hätte ich ihn wahrscheinlich ausgelacht. Inzwischen ist es sogar so, dass ich mich nach ein paar Tagen ohne meine Flockenmischung wie wahnsinnig darauf freue. Wie kam’s?

Wenn’s im Bauch zwickt

Ich möchte das Thema an dieser Stelle nicht zu ausführlich behandeln, aber schon länger hatten mich diffuse, sehr lästige Bauchschmerzen und ständige Müdigkeit gequält. Im Frühjahr stellte mein Hausarzt dann die unangenehme Diagnose Darmpilz (Candida albicans). Um diesen Plagegeist zu besiegen, musste eine umfangreiche Ernährungsumstellung her. Ich habe also 6 Wochen lang konsequent verzichtet:

  • nix Süßes (also weder Haushaltszucker, noch Honig, Ahornsirup, Agavendicksaft oder was sonst noch Süße in irgendeiner Form enthalten könnte)
  • kein Fruchtjoghurt und ähnliche Milchprodukte mit Fruchtzusatz
  • kein Alkohol, keine Fruchtsäfte, keine Limonaden
  • kein helles Weizen, Dinkel- oder Roggenmehl, also auch keine Frühstückssemmeln 🙁
  • kein zuckerhaltiger Ketchup oder Senf, keine Sojasauce Keine (Vollkorn-)Nudeln, kein (Vollkorn-)Reis
  • keine frischen oder tiefgefrorenen Früchte, auch kein saures Obst

Stattdessen standen (bzw. stehen immer noch) viel frisches, am besten rohes Gemüse und ballaststoffhaltige Lebensmittel auf dem Speiseplan. Außerdem esse ich inzwischen bevorzugt Produkte aus Vollkorn-Roggenmehl – so hat Herr Wallygusto das Rezept für die Quarkbrötchen einfach abgewandelt. Alles also kein Problem! Eine vollständige Liste günstiger bzw. ungüstiger Lebensmittel findet Ihr auf der Website der Deutsche Candida Hilfe e.V.. Mir haben die Angaben dort sehr geholfen – aber ich kann hier nur für mich sprechen! Solltet Ihr den Verdacht haben, an einem Darmpilz erkrankt zu sein, geht bitte unbedingt zum Arzt!!! Eine Anti-Pilz-Diät allein hilft nicht und kann sogar gefährlich sein!

Wie hält man eine Ernährungsumstellung durch?

Wer mich gut kennt, weiß wie schwer mir diese Umstellung, also der Verzicht auf alles vermeintlich Leckere & Gute, anfangs gefallen ist! Ich bin schließlich ein Genussmensch und esse für mein Leben gerne – und das auch schon mal richtig süß & ungesund. Aber nach 2, 3 Wochen stellte ich fest, dass mein Körper diese ganzen Dinge gar nicht mehr vermisst – es gibt einfach unglaublich viele Alternativen! So habe ich normale Nudeln mit solchen aus Kichererbsen oder Erbsen ersetzt. Oder beispielsweise Hirse als Beilage verwendet. Ein schnelles & einfaches Rezept für Hirsesalat findet Ihr übrigens auch auf dem Blog. 😉

Ein Problem stellte aber trotzdem das Frühstück dar – jeden Morgen dicke Käsebrote essen war einfach nicht mehr drin, es mussten viel mehr Ballaststoffe her! Da ich aber anfangs überhaupt nicht Bescheid wusste, was mir gut tun könnte und was nicht, habe ich mir kurz entschlossen das Buch Pilze im Körper – Krank ohne Grund? (Affiliate Link) gekauft. Hieraus stammt auch die Idee für dieses wunderbare Müsli – natürlich habe ich die Rezeptur wieder etwas angepasst.

Kerniges Knusper-Müsli ohne Zucker

Zutaten für 2 Personen

  • 500 g Basis-Müsli-Mischung (z.B. von Rapunzel mit Haferflocken, Gerstenflocken, Leinsaat, Sesam geröstet, Sonnenblumenkerne)
  • 125 g Haferkleie
  • 160 g Weizenkleie
  • 60 g Cashewkerne, fein gehackt
  • 60 g Kürbiskerne
  • 60 g Mandelkerne, fein gehackt
  • 40 g Sonnenblumenkerne

Zubereitung

Alle Zutaten in einer großen Schüssel miteinander vermischen – fertig!

Ich weiche das Müsli immer mit ein wenig Wasser ein und esse es mit 3-4 Esslöffeln Joghurt oder Skyr. Damit es nicht langweilig wird, gebe ich auch manchmal etwas gemahlenen Zimt, Vanillextrakt oder Oatmeal Gewürz dazu. Kakaonibs passen aber auch sehr gut! Wer mag, darf sein Müsli natürlich auch mit seinem Lieblingsobst servieren. 😉

bayerisch Restaurants

Fiedler & Fuchs | Untergiesing

1. September 2016
Fiedler & Fuchs – moderne alpenländische Küche zu Füßen des Giesinger Berges

Wenn zwei Personen unabhängig voneinander in den höchsten Tönen von einem Restaurant schwärmen, dann kann es eigentlich nur gut sein. Und aus diesem Grund reservierten Herr Wallygusto & ich kurzentschlossen einen Tisch für zwei im Fiedler & Fuchs. Das sogenannte „alpenländische“ Lokal liegt an der Ecke Cannabich-und Voßstraße – woher auch sein eher ungewöhnlicher Name kommt:

Namensgeber einerseits ist der bedeutendste Sohn des Komponisten und Flötisten Martin Friedrich Cannabich (um 1700 – 1773), Christian Cannabich. Er trat bereits mit 12 Jahren als Geiger (bayerisch Fiedler) in das berühmte Mannheimer Hoforchester unter Johann Stamitz ein, der auch sein Lehrer wurde. Schnell stieg er zum Konzertmeister auf, übernahm 1757 die Stelle des Kapellmeisters und wurde Leiter des zur damaligen Zeit berühmtesten Orchesters. Als Vertreter der jüngeren Mannheimer Generation hatte er großen Einfluss auf das spätere Schaffen von Wolfgang Amadeus Mozart und seinen Zeitgenossen. Der zweite Teil des Namens „Fuchs“ bezieht sich auf die Voßstraße. Voß bedeutet nämlich auf Alt- oder Plattdeutsch nichts anderes als „Fuchs“. Von denen leben in München übrigens geschätzte 2.000 – 3.000 Exemplare.

Reineke Fuchs haben wir bei unserem Besuch leider nicht gesehen, großen Gefallen haben wir am Fiedler & Fuchs aber dennoch gefunden.

Drinnen

Das Fiedler & Fuchs ist ein modernes Restaurant mit wenig Schnickschnack – auf den großen Holztischen gibt es nicht einmal Tischdecken. Von der Decke hängen wagenradgroße Leuchten und dank des Open-Kitchen-Konzepts kann man den Köchen bei der Arbeit zusehen. Mittelpunkt des großen Gastraumes bildet eine gut ausgestatte Bar.

Dank der sommerlich-warmen Temperaturen nehmen wir jedoch auf der großen Terrasse an einem der kleineren Tische (mit hübscher, türkiser Tischdecke!) Platz. Für größere Gruppen gäbe es übrigens auch Bierbänke. Durch die Lage in einem Wohngebiet kommen recht wenige Autos vorbei, so dass wir hier ruhig und gemütlich sitzen.

Speisekarte

Dass die alpenländische Küche im Fiedler & Fuchs, durchaus offen für kulinarische Einflüsse aus der ganzen Welt ist, zeigt sich an der vielseitigen Speisekarte. Und so reicht die Bandbreite von leichten Gerichten wie Avocado-Tatar über traditionelle Schlutzkrapfen bis hin zu Tiroler Brotzeitbrett und deftigem Krustenbraten. Und auf der Wochenkarte findet sich schon mal ein exotisches Tiramisu mit Ananas.

Für die Zubereitung der Speisen bevorzugt das Team vom Fiedler & Fuchs ökologische, regionale und saisonale Produkte. Dazu werden Tegernseer Biere und ausgesuchte Weine aus Deutschland und Österreich und anderen Alpenländern serviert. Erfreulicherweise wird auch Craftbeer von Tilmans und Crew Republic ausgeschenkt.

Wir entscheiden uns schließlich für Spinat- und Kasnocken und Gegrillten Ziegenkäse in Mandel-Haselnuss-Panade, dazu gibt es Helles von Tilman für den Herrn und erst einen Veneto Spritz und dann Riesling für die Dame. Zum Nachtisch teilen wir uns eine Portion Kaiserschmarrn.

Geschmack

Der gegrillter Ziegenkäse wird auf einem Bett aus Rauke und Kirschtomaten-Chili-Marmelade serviert. Die Mandel-Haselnuss-Panade ist schön knusprig, der Käse selbst angenehm aromatisch, schmeckt also nicht zu rass, und ist innen schön cremig. Die Spinat- und Kasnocken werden nicht nur mit Pinienkernen, brauner Butter und Bergkäse sondern zusätzlich mit geschmorten Kirschtomaten und Spinat serviert. Sie sind einfach ein Gedicht!

Die Portionen sind ordentlich, aber nicht riesig und so bleibt noch genug Platz für eine (halbe Portion) Kaiserschmarrn! Dieser kann mit einer traumhaften, fluffigen Konsistenz und ordentlich Rosinen und Mandelsplittern aufwarten. Die perfekte Ergänzung zu der dezente Süße des Teiges bildet das hausgemachte, leicht säuerliche Apfelkompott.

Service

Der Service ist freundlich, aufmerksam und flott. Die Wartezeiten auf das Essen sind kurz, nur der Kaiserschmarrn dauert etwas länger – was aber üblich und in der Speisekarte vermerkt ist. Und auch auf die Weinempfehlung kann man sich durchaus verlassen.

Preise

Unsere vegetarischen Gerichte kosten zwischen € 11,50 und € 11,90, der Kaiserschmarrn € 8,50. Für das Helle von Tilman zahlen wir € 3,60, für den Veneto Spritz € 5,50 und  den Riesling von Joh. Bapt. Schäfer aus Nahe (0,2) € 7,00. Das Tafelwasser gibt’s für faire € 3,10 die Halbe.

Fazit

Mich kann ja selten etwas richtig begeistern, aber das Fiedler & Fuchs hat mich auf Anhieb mit leckerem Essen, lockerer Atmosphäre und tollem Service überzeugt. Wenn es in Laim ein Lokal wie das Fiedler & Fuchs geben würde, wäre ich auf jeden Fall dort Stammgast! Wir kommen also wieder – keine Frage!

Adresse: Voßstraße 15, 81543 München

Asien Unterwegs

Hongkong, Macau & Lantau | Impressionen

6. Juli 2016

Im Herbst letzten Jahres haben Herr Wallygusto & ich eine spannende Woche in der faszinierenden Metropole Hongkong verbracht. Natürlich durften dabei Besuche auf Macau und Lantau nicht fehlen, die man ganz einfach mit der Fähre erreichen kann. Da ein ausführlicher, mehrteiliger Reisebericht urlaubsbedingt (höhöhö ;-)) „leider“ doch noch ein wenig Zeit in Anspruch nehmen wird, zeige ich Euch vorab ein paar mit dem Smartphone eingefangene Impressionen!