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Käse

Italien | Malta Unterwegs

Südtirol | Impressionen

22. März 2017
Südtirol Impressionen

Vor einigen Jahren haben Herr Wallygusto und ich das Schneeschuhwandern für uns entdeckt – da wir beide nicht Skifahren können also DIE Alternative zum Tourengehen. Nach zwei Jahren Kurzurlaub im Allgäu hat es uns dieses Jahr das erste Mal ins winterliche Südtirol verschlagen. Und was soll ich sagen? Es war einfach traumhaft – und das nicht nur wegen der tollen Landschaft. 😉

Übernachten

Da das Hotel, dass uns Freunde empfohlen haben, den Winter über leider geschlossen ist, entscheiden wir uns für eine Ferienwohnung. Bei AirBnB werden wir zum Glück auch schnell fündig: Unsere Wohnung heißt FörsterSepp und ist sehr hell und liebevoll im Vintage-Style eingerichtet. Wir fühlen uns ein bisschen wie in einem Museum, denn in jeder Ecke gibt es etwas Neues zu entdecken. Sogar das Bad mit seinen großgemusterten Fließen ist außergewöhnlich. Ein weiterer Pluspunkt ist die zentrale Lage, denn die Meraner Altstadt ist in nicht mal 10 Minuten Fußmarsch zu erreichen. Die 70qm große Wohnung mit der voll eingerichteten Küche gefällt uns sehr gut. Beim nächsten Abstecher nach Meran würden wir auf jeden Fall gerne wieder beim FörsterSepp zu Gast sein!

Essen & Trinken

Fantasievolle Pizzakreationen – auf Wunsch auch mit Vollkornteig – gibt es in der modernen Pizzeria Mediterraneo. Das Engel Kellerbier, das wir uns dazu bestellen, kommt witziger Weise nicht aus Italien sondern aus Franken. Was uns ein wenig ärgert, denn wir versuchen immer, regionales Bier auszuprobieren. Na ja, zumindest war es kein Fehlgriff und schön süffig.

Köstliche neapolitanische Pizza mit duftendem Boden verspeisen wir im La Smorfia. Meine Empfehlung: Weiße Pizza mit Radicchio, Parmesanspänen & Oregano. Und dazu ein Aperol Spritz – zwar total untypisch für die Region, aber halt einfach genau das richtige Getränk nach einem anstrengenden Wandertag ;-). Ihr solltet hier übrigens unbedingt reservieren, denn zumindest am Wochenende ist das La Smorfia sehr gut besucht.

Wandern & Einkehr

Unsere erste Schneeschuhwanderung führt uns auf den kaum begangenen Jägersteig – wir begegnen hier tatsächlich nur einem anderen Pärchen. Ansonsten haben wir die verschneite Landschaft ganz für uns allein und können die Ruhe genießen. Leider ist die Seeberghütte im Winter(???) nicht bewirtschaftet, aber da wir Studentenfutter und Müsliriegel im Gepäck haben, müssen wir nicht hungern. Die Einkehr holen wir im Anschluss an unsere Wanderung im Gasthof Innerwalten nach, wo wir uns einen großen Käseteller (der wirklich für zwei reicht) und einen kleinen Rotwein gönnen.

Ein Highlight ist ohne Frage die Wanderung zu den Stoarnanen Mandln – wo hat man schon an einem Fleck ein traumhaftes 360 Grad Panorama und mystische Steinmännchen? Da wir nach dem Abstieg noch keine Lust auf Pause haben, lassen wir die Wurzer Alm kurz nach dem Gipfel links liegen und laufen weiter zur Sattlerhütte. Dort erwartet uns der Tschögglbergteller mit köstlichen Spinat- und Käseknödeln und – natürlich – Südtiroler Rotwein.  Schöner kann man wirklich nicht einkehren!

An unserem letzten Tag in Südtirol unternehmen wir eine kurze und einsame Wanderung auf die Laugenalm, die im Winter leider nicht bewirtschaftet ist. Aber wir haben auch hier wieder gut vorgesorgt und können so die beeindruckende Aussicht mit einem Käsebrot genießen.

Café Restaurants

Die Waldmeister | Maxvorstadt 

17. März 2017
Die Waldmeister | Maxvorstadt

Im Januar waren Herr Wallygusto und ich das erste Mal seit langer Zeit mal wieder beim Frühstücken. Und da Essen in Gesellschaft lieber Menschen noch viel mehr Spaß macht, hatten wir noch Sabine von Pastamaniac, Ines von münchnerküche und Sabrina und Steffen von Feed me up before you go-go im Schlepptau. Und da wir alle schon viel über das Frühstück im Waldmeister gehört hatten, stand eine geeignete Location schnell fest.

Innen

Schon beim Betreten des des kleinen Lokals läuft uns das Wasser im Mund zusammen: In der Vitrine im Eingangsbereich warten knusprige Croissants und dicke Schokoladenmuffins darauf, den hungrigen Gästen serviert zu werden. In den Wandregalen findet sich eine kleine, aber feine Auswahl an Delikatessen: Nudeln von RUMMO meine Lieblingspasta), Espressobohnen…

Die Einrichtung im Waldmeister ist spartanisch. Dazu passend sind die blaugrauen Wände mit den puristischen Bildern mit den Initialen des Lokals. Einziger – und dafür umso auffälliger – Schnickschnack sind die riesigen Kronleuchter an der Decken.Zum Sitzen gibt’s große Holztische mit Sitzbänken und einfachen Stühlen. Leider ist es bei unserem Besuch ein wenig zugig, so dass ich mich schnell in meine dicke Winterjacke kuschle.

Speisekarte

Im Waldmeister gibt Frühstück zum Ankreuzen. Und obwohl die Frühstückskarte im Waldmeister sehr übersichtlich ist, gehen uns die Kreuzchen nicht leicht von der Hand: Nehme ich jetzt Rührei mit Kräutern oder Tomaten? Oder doch lieber Natur? Und was dazu? Bircher Müsli? Guacamole? Und braucht es noch Käse zum Rührei? Oder werde ich so satt? Natürlich gibt es auch Klassiker wie Marmelade, Nutella, Honig und Frischkäse, was die Auswahl noch zusätzlich erschwert. Wir haben also (auch als Vegetarier) die Qual der Wahl und lassen uns richtig viel Zeit, um alle nur erdenklichen Frühstücksvariationen durchzuspielen.

Geschmack

Das Rührei von freilaufenden Hühnern hat eine ordentliche Größe, ist fluffig und sehr lecker. Die Guacamole ist für meinen Geschmack nicht dick genug und ein wenig zu säuerlich – anscheinend wird ihr im Waldmeister großzügig Zitronensaft zugesetzt. Richtig toll ist der üppige Brotkorb, der Ciabatta mit und ohne Tomaten und Bauernbrot enthält. Herr Wallygusto ist außerdem schwer begeistert von seinem Bircher Müsli, das im Weckglas serviert wird und größer ist, als es auf den ersten Blick aussieht. Auch an Ziegenkäse, Scamorza und Marmelade gibt’s nichts auszusetzen.

Service

Nett sind sie ja, die Mädels im Service. Und unsere erste Bestellung wird fix aufgenommen und serviert. Auch wenn das Hin und Her mit dem Ziegenkäse von Teller zu Teller etwas befremdlich ist. Aber kaum ist der erste Cappuccino geschlürft und unsere Tellerchen leer, interessiert sich niemand mehr für uns. Und als wir dann endlich wieder Beachtung geschenkt bekommen, erfahren wir, dass wir eh am Tresen zu zahlen haben.

Preise

Rührei kostet € 3,90 , die Extras wie Tomaten bis zu € 1,00. Die Portion Käse gibt’s für € 2,30, den Brotkorb für € 2,00. Dazu ein Cappuccino für € 2,80 und das Frühstück ist perfekt.

Da Qualität und Menge nicht wirklich etwas zu wünschen übrig lassen, finden wir die Preise im Waldmeister angesichts der tollen Lage mitten in der Maxvorstadt angemessen.

Fazit

Das Frühstück ist schmackhaft, aber nichts besonderes, wie Herr Wallygusto und ich finden. Dazu kommen das angenehme Ambiente und der nette Service, der leider etwas an Aufmerksamkeit fehlen lässt. Für uns als Nicht-auswärts-Frühstücker ist das Waldmeister daher eine Empfehlung für alle, die zu Gast in München und auf der Suche nach einem kleinen, unkomplizierten Frühstück sind.

Adresse: Barerstr. 74, 80799 München

Eingemachtes Lieblingsrezepte

Apfel-Chili-Chutney mit Ingwer

10. Februar 2017
Apfel-Chili-Chutney mit Ingwer

Eigentlich habe ich nicht viel für’s Einmachen übrig: Klar essen Herr Wallygusto und ich ab und an Marmelade. Jedoch reicht uns ein kleines Glas gefühlt ein ganzes Jahr – weswegen ich auch keine Lust habe, stundenlang in der Küche zu stehen und Obst einzukochen. Und überhaupt Obst – können andere kaum einen Tag ohne überleben, kommen bei mir nur ganz selten Apfel & Co. in die Tüte. Viel, viel lieber esse ich da schon Gemüse! Und das am liebsten roh und mehrmals die Woche.

Aber wenn ich an etwas einen richtigen Namen gefressen habe, dann ist es Chutney! Und da darf es dann auch ruhig fruchtiges, süßes Obst sein. Vor allem Chutneys mit Äpfeln haben es mir besonders angetan! Das könnte aber daran liegen, dass mein erstes Werk ein Apfel-Salbei-Chutney war. Oder aber, dass süß-säuerlicher Apfel einfach ganz hervorragend zu Käse passt. 😉

Natürlich einmachen

Mein neuester Versuch ist ein fruchtig-scharfes Apfel-Chili-Chutney mit Ingwer aus Natürlich einmachen, dass ich Euch bereits vor einiger Zeit ausführlich vorstellen durfte. Wie schon so oft habe ich das Rezept hier und da ein wenig an meine Bedürfnisse angepasst.

Wer auf der Suche nach weiteren Ideen ist, wie man Obst haltbar machen kann, sollte unbedingt einen Blick in dieses tolle Kochbuch werfen – ich persönlich werde auf jeden Fall noch ganz viele Rezepte ausprobieren.

Apfel-Chili-Chutney mit Ingwer

Für 5-6 Gläser 250 ml(ca. 180 ml)

  • 1 kg süß-säuerliche Äpfel (z.B Boskop)
  • 100 ml trockener Weißwein
  • 150 ml naturtrüber Apfelsaft
  • 30 g Ingwerwürfelchen
  • 1 – 2 rote Chilis, aufgeschnitten, entkernt, in Streifchen
  • 180 g Zucker
  • 1 Zitrone, Saft
  • 1 Prise Paprikapulver scharf
  • 1 Prise Salz
  • nach Belieben frisch gemahlener Pfeffer

Vorbereitung

Äpfel schälen, vierteln und entkernen. Anschließend Apfelviertel in ca. 5 mm Würfelchen schneiden.

Zubereitung

Weißwein, Apfelsaft, Ingwer und Chili in einem kleinen Topf aufkochen.

Zucker in einen separaten großen Kochtopf geben und bei mittlerer Hitze karamellisieren. Weißwein-Apfelsaft-Gemisch zugeben und Karamell unter Rühren auflösen. Nun Apfelwürfel zugeben und in 20 – 30 Minuten weich garen. Dann vom Herd nehmen und pürieren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Zitronensaft zugeben, mit scharfem Paprikapulver, Salz und Pfeffer abschmecken.

Apfel-Chili-Chutney in vorgewärmte Gläser füllen und diese sofort verschließen.

 

Deutschland Unterwegs

Fränkische Schweiz | Impressionen

19. Dezember 2016
Fränkische Schweiz

Im Herbst legen Herr Wallygusto und ich gerne noch eine Woche Wanderurlaub ein. Nachdem wir diesen letztes Jahr zugunsten eines ausgedehnten Städtetrips nach Hongkong haben ausfallen lassen, war diesmal wieder sportliche Betätigung im Freien angesagt. Da wir schon länger nicht mehr in der Fränkischen Schweiz gewesen sind, war auch schnell ein passender Ort hierfür gefunden. Natürlich wird es auch über diesen Urlaub einen ausführlichen Bericht mit allen (vegetarischen) Restaurantempfehlungen & den besten Wanderungen geben.

Lieblingsrezepte Salate | kleine Gerichte

Gröstl mit Spinatknödeln & Tomaten

12. Dezember 2016
Gröstl mit Spinatknödeln & Tomaten

Bei uns gibt es wirklich selten Reste – das liegt entweder daran, dass wir immer viel zu viel essen oder aber, dass wir einfach inzwischen perfekt im Portionieren sind. 😉 Wenn dann aber doch mal etwas übrig bleibt, verschwindet es im Gefrierfach. Sehr oft gerät das leckere Überbleibsel dann für sehr, sehr lange Zeit in Vergessenheit. Ein Rest, den dieses traurige Schicksal nie ereilen würde, ist der Spinatknödel!!! Warum? Was für eine Frage! Ich liebe diese runden Dinge über alles!

An meinem letzten sturmfreien Abend war die Freude also groß, als ich eine Dose mit 3 kleinen Spinatknödeln im Gefrierfach entdeckte. Da ich keine Lust auf die klassische Variante mit zerlassener Butter und Parmsanspäne hatte, entschied ich mich für ein Gröstl! Dieses typische Resteessen hat viele Vorteile, denn es ist schnell und einfach zubereitet. Außerdem sind fast alle der benötigten Zutaten immer vorrätig!
Vielleicht verratet Ihr uns ja was Euer liebstes Resteessen ist?

Zutaten für 1 – 2 Portionen

  • Rapsöl
  • 1 kleine Zwiebel, klein gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 3 kleine Spinatknödel, in halben Scheiben
  • 2 Eier
  • Salz
  • Pfeffer
  • 3 Rispentomaten, klein gewürfelt

Zubereitung

Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze andünsten. Anschließend Knoblauch dazu, kurz mit dünsten.

Temperatur erhöhen, Knödelscheiben in die Pfanne geben, kräftig anbraten.

Eier aufschlagen und in einer Tasse verklöppeln. Mit Salz und Pfeffer würzen und über die Knödel geben. Solange rühren, bis das Ei stockt.

Einen Teil der Tomatenwürfel in die Pfanne geben, kurz mit braten.

Gröstl in einen Teller geben und mit den restlichen Tomaten bestreuen, nochmal nach Belieben salzen und pfeffern.

Restaurants

Best Käsespätzle in Town | Meine persönliche TOP 5

3. November 2016
Best Käsespätzle in München - meine persönliche TOP 5

München hat meiner Meinung nach ein Problem – ein sehr großes Problem sogar! In vielen bayrischen Wirtshäusern gibt es nur ein vegetarisches Gericht auf der Karte – wenn man Obazda & Gemüseplatte mal außen vorlässt: Käsespätzle! Ob unsere Leidenschaft für Käsespätzle nun aus der Not herausgeboren wurde oder ob diese auch auf „natürlichem“ Wege entstanden wäre, sei mal dahingestellt: Herr Wallygusto und ich sind auf jeden Fall ganz vernarrt in dieses deftige Gericht aus heißen Spätzle und pikantem Käse. Entsprechend viele Lokale in & um München haben wir diesbezüglich auch bereits getestet!

Hier unsere persönliche TOP 5:

  1. Ganz besonders lecker sind die Vollkorn-Dinkel-Käsespätzle im Wirtshaus Maxvorstadt. Außerdem ist die Kombination mit Birnenkompott so ungewöhnlich, dass sie einfach Platz 1 verdient! 😉
  2. Im Haidhauser Augustiner schmecken die Käsespätzel ebenfalls hervorragend. Der Käse ist schön pikant, ohne zu extrem zu sein, und die Spätzle selbst sind schön fluffig.
  3. Die Käsespätzle im Althaching in Unterhaching sind eine Offenbarung: Riesige Portion, viel deftiger Käse & ein toller Beilagensalat!
  4. Kaum zu glauben, aber am Flughafen gibt es richtig gute Käsespätzle! Außerdem ist das Bier im Airbräu unglaublich süffig!
  5. Erst Käsespätzle im Gasthaus essen und dann in den wunderschönen Biergarten wechseln – die Aubinger Einkehr ist einfach pefekt!

Nicht in der TOP 5, aber trotzdem (mindestens) eine Portion Käsespätzle wert:

Diese Liste ist natürlich rein subjektiv und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sagt mir also ruhig, wo Ihr gerne Käsespätzle essen geht. Schmackhafte Tipps sind uns immer willkommen!

P.S. Am besten schmecken Käsespätzle natürlich im Allgäu. Oder bei Herrn Wallygusto – die werden nämlich mit extra viel Liebe & Hingabe zubereitet! 🙂

Das Foto für diesen Beitrag stammt – wie schon oft – von pixabay!

bayerisch Restaurants

Augustiner am Dom | Altstadt | Kurz vorgestellt

20. Oktober 2016
Augustiner am Dom – bayerische Schmankerl im Schatten der Frauenkirche {Kurz vorgestellt}

Im Sommer – lang, lang ist’s her – war ich das erste Mal im Augustiner am Dom – kaum zu glauben, oder? Für € 9,90 gibt es eine riesige Portion Obazda (mit zwei Scheiben Brot). Wer lieber Brezen mag, zahlt € 1,70 extra. Der hausgemachte Obazde nach einem alten Familienrezept ist hervorragend: Cremige Konsistenz, der verwendete Käse nicht zu raß und trotzdem aromatisch. Über das Augustiner vom Fass (0,5 für € 3,90) brauche ich Euch ja nicht viel zu erzählen! Klasse ist auch der Aperol Sprizz – der wird zwar ohne Orange und Eiswürfel serviert, ist dafür über für € 3,90 für 0,4 sehr günstig. Der Service ist flott und sehr freundlich. Der Augustiner am Dom ist also auf jeden Fall eine Empfehlung wert!

Adresse: Frauenplatz 8, 80331 München

Lieblingsrezepte Nudeln | Reis

Zucchini-Pesto mit Basilikum & Rosmarin

6. Oktober 2016
Zucchini Pesto mit Basilikum & Rosmarin

Mein Lieblingsgemüse sind Zucchini! An dem engen Verwandten von Gurke & Kürbis habe ich schon seit Jahren einen Narren gefressen. Das mag vor allem auch daran liegen, dass Zucchini unglaublich vielseitig einsetzbar sind! Sie können gebraten, gedünstet, gegrillt, gebacken und gefüllt werden. Sie können auch roh als Salat gegessen werden. Ich persönlich esse sie am liebsten zu Pasta. Und da ich gerade in einer Pesto-Phase bin – ich verarbeite so ungefähr alles zu ungekochter Nudelsauce – habe ich heute ein aromatisches Pesto mit meinen grünen „Freunden“ und ordentlich Basilikum & Rosmarin für Euch. Das Pesto schmeckt übrigens auch super, wenn Ihr statt Pinienkerne Walnüsse verwendet. Und da die leckeren Zucchini noch bis Oktober aus heimischer Erzeugung auf den Markt kommen und jetzt noch Hauptsaison haben, habt Ihr noch reichlich Zeit, es einmal selbst auszuprobieren! Da die Grundidee für dieses Zucchini-Pesto wieder mal von Sabine von Pastamaniac stammt, werde ich mich bald einmal mit einem Gastbeitrag bei Ihr revanchieren. Ihr dürft also gespannt sein! 😉

Zutaten für 2 – 3 Personen

  • 2 mittelgroße Zucchini, in Scheiben
  • 25 g Pinienkerne
  • 2 Knoblauchzehen, geschält & in Scheiben
  • 1 Handvoll Basilikumblätter
  • 2 Zweige Rosmarin, nur die Nadeln
  • 2 EL Olivenöl
  • 50 g Parmesan, grob zerteilt
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung

Backofen (180 Grad, Umluft, Ober-/Unterhitze) vorheizen, Zucchinischeiben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und 20 Minuten grillen. Anschließend Knoblauch dazu geben und weitere 5-10 Minuten im Ofen lassen.

In der Zwischenzeit Pinienkerne in einer kleinen Pfanne ohne Öl rösten und dann zur Seite stellen.

Wenn Zucchini und Knoblauch die gewünschte Bräune erreicht haben, zusammen mit allen anderen Zutaten zu einer glatten Masse pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken – fertig!!

Lieblingsrezepte Salate | kleine Gerichte

Spinatknödel mit zerlassener Butter und Parmesanspänen

12. September 2016
Hüttenfeeling für zu Hause: Spinatknödel mit zerlassener Butter und Parmesanspänen

Nach einer Party haben wir eine Tüte voll übriggebliebener Semmeln mit nach Hause bekommen. Nachdem das Gefrierfach schon proppenvoll war, mussten die Semmeln schnell verzehrt werden. Was eignet sich dazu besser als wieder einmal das Wallygusto-Semmelknödel-Grundrezept hervorzuziehen? Nachdem auch noch Tiefkühlspinat vorhanden ist, steht schnell fest: Es gibt heute Spinatknödel mit zerlassener Butter und Parmesanspänen. Netter Nebeneffekt: Man holt sich auch gleich noch ein bisschen Berge & Hütten-Feeling in die Wohnung. 🙂

Ursprünglich wollten wir dieses Rezept gar nicht auf dem Blog veröffentlichen, aber die Resonanz auf Instagram war so überwältigend, dass wir uns schließlich doch dazu haben überreden lassen. Aus diesem Grund gibt es aber nur Fotos mit dem Smartphone. Als große Knödelfans haben wir die Spinatknödel aber bestimmt nicht das letzte Mal gemacht und werden sicher bald bessere Fotos für diesen Beitrag haben.

Hüttenfeeling für zu Hause: Spinatknödel mit zerlassener Butter und Parmesanspänen

Rezept für 8-10 Spinatknödel mit zerlassener Butter und Parmesanspäne für 3 hungrige Personen

Für das Wallygusto-Semmelknödel-Grundrezept:

  • 10 alte Semmeln, ca. 400-450g (es dürfen ruhig auch ein paar Vollkornsemmeln dabei sein)
  • 3 Eier
  • 125 ml Milch
  • 1-2 EL Peterle gehackt
  • evtl. Semmelbrösel (falls die Masse zu feucht wird)
  • 1 Prise Muskat
  • 1 Prise Pfeffer (ich mag ihn auch in Semmelknödel durchaus grob gemahlen)
  • 1/4 TL Salz

Zusätzlich für die Spinatknödel:

  • 300 g Tiefkühlspinat gehackt
  • 40 g Bergkäse gehobelt
  • 60 g Parmesan gehobelt
  • 70 g Butter

Zubereitung

Den TK-Spinat auftauen. Wenn Ihr frischen Spinat verwendet, diesen sorgfältig putzen und gründlich waschen.

Für die Spinatknödel zunächst die Semmeln halbieren und die Hälften in dünne Scheiben schneiden (je trockener die Semmeln sind, desto einfacher geht das). Die Semmelscheiben zusammen mit den 3 Eiern in eine Schüssel geben. Die Hälfte der Milch erhitzen (ich mache das immer mit dem Milchaufschäumer der Espressomaschine, das geht einfach und schnell für eine solch kleine Menge Milch) und darüber gießen. Die andere Hälfte der Milch zusammen mit dem Spinat kurz pürieren und ebenfalls dazugeben. Den Bergkäse zusammen mit Peterle, Salz und Pfeffer untermischen. Nun das Ganze einige Minuten ordentlich durchkneten bis eine schöne Masse entsteht, welche nur noch relativ kleine Semmelstücke aufweist. Falls die Masse zu feucht ist, so lange Semmelbrösel hinzugeben bis die Masse nur noch leicht an den Händen klebt.

Aus der Masse 8-10 Knödel formen. Wasser kurz zum Kochen bringen, Salz hinzugeben und die Knödel ca. 20 Minuten im Wasser gar ziehen lassen. Das Wasser soll dabei nicht mehr kochen!

Kurz vor Ende der Garzeit die Butter in einer kleinen Pfanne zerlassen (Achtung: Nicht zu heiß werden lassen, denn sie soll nicht braun werden) und den Parmesan hobeln.

Nun die garen Knödel mit einer Schaumkelle aus dem Wasser holen, je 2-3 Knödel auf einen Teller anrichten, mit etwas zerlassener Butter übergießen und mit Parmesanhobeln bestreuen. Fertig ist das einfach(e) leckere Gericht! Dazu passt Salat (z.B. Red Chard) mit Balsamico-Senf-Dressing!

Die Knödel, die Ihr nicht gleich verdrückt, einfach kalt werden lassen und einfrieren (um so den durch den Tiefkühlspinat freigewordenen Platz gleich wieder sinnvoll zu nutzen ;-)).

Eine weitere leckere Möglichkeit der Semmelverwertung sind z.B. Kaspressknödel.

bayerisch Restaurants

Fiedler & Fuchs | Untergiesing

1. September 2016
Fiedler & Fuchs – moderne alpenländische Küche zu Füßen des Giesinger Berges

Wenn zwei Personen unabhängig voneinander in den höchsten Tönen von einem Restaurant schwärmen, dann kann es eigentlich nur gut sein. Und aus diesem Grund reservierten Herr Wallygusto & ich kurzentschlossen einen Tisch für zwei im Fiedler & Fuchs. Das sogenannte „alpenländische“ Lokal liegt an der Ecke Cannabich-und Voßstraße – woher auch sein eher ungewöhnlicher Name kommt:

Namensgeber einerseits ist der bedeutendste Sohn des Komponisten und Flötisten Martin Friedrich Cannabich (um 1700 – 1773), Christian Cannabich. Er trat bereits mit 12 Jahren als Geiger (bayerisch Fiedler) in das berühmte Mannheimer Hoforchester unter Johann Stamitz ein, der auch sein Lehrer wurde. Schnell stieg er zum Konzertmeister auf, übernahm 1757 die Stelle des Kapellmeisters und wurde Leiter des zur damaligen Zeit berühmtesten Orchesters. Als Vertreter der jüngeren Mannheimer Generation hatte er großen Einfluss auf das spätere Schaffen von Wolfgang Amadeus Mozart und seinen Zeitgenossen. Der zweite Teil des Namens „Fuchs“ bezieht sich auf die Voßstraße. Voß bedeutet nämlich auf Alt- oder Plattdeutsch nichts anderes als „Fuchs“. Von denen leben in München übrigens geschätzte 2.000 – 3.000 Exemplare.

Reineke Fuchs haben wir bei unserem Besuch leider nicht gesehen, großen Gefallen haben wir am Fiedler & Fuchs aber dennoch gefunden.

Drinnen

Das Fiedler & Fuchs ist ein modernes Restaurant mit wenig Schnickschnack – auf den großen Holztischen gibt es nicht einmal Tischdecken. Von der Decke hängen wagenradgroße Leuchten und dank des Open-Kitchen-Konzepts kann man den Köchen bei der Arbeit zusehen. Mittelpunkt des großen Gastraumes bildet eine gut ausgestatte Bar.

Dank der sommerlich-warmen Temperaturen nehmen wir jedoch auf der großen Terrasse an einem der kleineren Tische (mit hübscher, türkiser Tischdecke!) Platz. Für größere Gruppen gäbe es übrigens auch Bierbänke. Durch die Lage in einem Wohngebiet kommen recht wenige Autos vorbei, so dass wir hier ruhig und gemütlich sitzen.

Speisekarte

Dass die alpenländische Küche im Fiedler & Fuchs, durchaus offen für kulinarische Einflüsse aus der ganzen Welt ist, zeigt sich an der vielseitigen Speisekarte. Und so reicht die Bandbreite von leichten Gerichten wie Avocado-Tatar über traditionelle Schlutzkrapfen bis hin zu Tiroler Brotzeitbrett und deftigem Krustenbraten. Und auf der Wochenkarte findet sich schon mal ein exotisches Tiramisu mit Ananas.

Für die Zubereitung der Speisen bevorzugt das Team vom Fiedler & Fuchs ökologische, regionale und saisonale Produkte. Dazu werden Tegernseer Biere und ausgesuchte Weine aus Deutschland und Österreich und anderen Alpenländern serviert. Erfreulicherweise wird auch Craftbeer von Tilmans und Crew Republic ausgeschenkt.

Wir entscheiden uns schließlich für Spinat- und Kasnocken und Gegrillten Ziegenkäse in Mandel-Haselnuss-Panade, dazu gibt es Helles von Tilman für den Herrn und erst einen Veneto Spritz und dann Riesling für die Dame. Zum Nachtisch teilen wir uns eine Portion Kaiserschmarrn.

Geschmack

Der gegrillter Ziegenkäse wird auf einem Bett aus Rauke und Kirschtomaten-Chili-Marmelade serviert. Die Mandel-Haselnuss-Panade ist schön knusprig, der Käse selbst angenehm aromatisch, schmeckt also nicht zu rass, und ist innen schön cremig. Die Spinat- und Kasnocken werden nicht nur mit Pinienkernen, brauner Butter und Bergkäse sondern zusätzlich mit geschmorten Kirschtomaten und Spinat serviert. Sie sind einfach ein Gedicht!

Die Portionen sind ordentlich, aber nicht riesig und so bleibt noch genug Platz für eine (halbe Portion) Kaiserschmarrn! Dieser kann mit einer traumhaften, fluffigen Konsistenz und ordentlich Rosinen und Mandelsplittern aufwarten. Die perfekte Ergänzung zu der dezente Süße des Teiges bildet das hausgemachte, leicht säuerliche Apfelkompott.

Service

Der Service ist freundlich, aufmerksam und flott. Die Wartezeiten auf das Essen sind kurz, nur der Kaiserschmarrn dauert etwas länger – was aber üblich und in der Speisekarte vermerkt ist. Und auch auf die Weinempfehlung kann man sich durchaus verlassen.

Preise

Unsere vegetarischen Gerichte kosten zwischen € 11,50 und € 11,90, der Kaiserschmarrn € 8,50. Für das Helle von Tilman zahlen wir € 3,60, für den Veneto Spritz € 5,50 und  den Riesling von Joh. Bapt. Schäfer aus Nahe (0,2) € 7,00. Das Tafelwasser gibt’s für faire € 3,10 die Halbe.

Fazit

Mich kann ja selten etwas richtig begeistern, aber das Fiedler & Fuchs hat mich auf Anhieb mit leckerem Essen, lockerer Atmosphäre und tollem Service überzeugt. Wenn es in Laim ein Lokal wie das Fiedler & Fuchs geben würde, wäre ich auf jeden Fall dort Stammgast! Wir kommen also wieder – keine Frage!

Adresse: Voßstraße 15, 81543 München

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