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italienisch Restaurants

Primafila | Laim

11. August 2017
Primafila | Laim

Die Zeiten, in denen es in der Vereinsgaststätte am Fußballplatz nur Currywurst und Pommes gab, sind vorbei. Im Süden des Nymphenburger Schlossparks hat vor einigen Jahren das Primafila eröffnet, das neben den Sportanlagen des ESV Laim leckere italienische Küche serviert. Dazu gibt’s Aperol Spritz und einen 1a Ausblick auf das Beachvolleyball-Feld.

Drinnen 

Das Primafila präsentiert sich modern und elegant: Eine einladende Lounge-Area vor der riesigen Bar, viel Licht und der Blick durch lange Fensterfronten. Dazu moderne Hängeleuchten, aber auch einen Kronleuchter. Kühles Grau triff dabei auf rote Wände, an denen Schwarzweißfotos hängen. Das eigentliche Highlight ist aber die grandiose Terrasse, die an warmen Tagen zum Verweilgen einlädt. Da die Terrasse überdacht ist, kann man auch bei einem Sommergewitter seine Pasta weiter im Freien genießen.

Speisekarte 

Das Menü bietet neben Pizza und Pasta auch einige Fleisch- und Fischgerichte. Ergänzt wird das Angebot durch eine wechselnde Tageskarte, die ganz altmodisch auf eine Tafel geschrieben wird.

Primafila | Laim

Geschmack 

Die vegetarischen Pizzen im Primafila schmecken immer sehr gut geschmeckt, denn der Boden ist dünn und knusprig, der Belag nicht übermächtig. Gut finde ich auch, dass die Pizza eine „normale“ Größe hat und nicht so ein überdimensionierter Lappen ist, der irgendwann vollkommen durchweicht und kalt ist. Bei den Spaghetti Aglio-Olio e Peperoncino ist der Name Programm: Als der Teller mit dem Berg Nudeln vor mir steht, denke ich im ersten Augenblick, dass Pilze dabei wären. Aber die großen, braunen Scheiben entpuppen sich als Knoblauch. Einfach herrlich! Für meinen Geschmack hätte es allerdings etwas weniger Olivenöl sein können! Ich mag es nicht so gerne, wenn mein Essen im Öl schwimmt. Optisch und geschmacklich ebenfalls sehr gut finde ich den Tomatensalat mit Zwiebeln, was ja leider nicht immer eine Selbstverständlichkeit ist.

Service 

Die Bedienung ist flott und aufmerksam. Ich habe mich bisher bei jedem Besuch sehr wohl gefühlt.

Primafila | Laim

Preise

Das Preis-Leistungs-Verhältnis im Primafila stimmt meiner Meinung nach: Pizzen kosten zwischen € 6 für Margherita und € 13,50 für die „Luxusversion“ mit Vitello Tonato oder Carpaccio. Für meine Aglio-Oglio bezahle ich € 7,20, für die große Portion Tomatensalat und Aperol Spritz (0,2) jeweils € 5,60.

Fazit 

Wir waren seit der Eröffnung im Jahr 2012 schon ein paar Mal hier und wurden nie enttäuscht. Ein Abendessen im Primfila ist aufgrund der tollen Terrasse vor allem im Sommer immer ein Vergnügen!

Adresse: Margarete-Danzi-Str. 25, 80639 München

Deutschland Unterwegs

Köln – Ein Wochenende in Deutschlands jeckster Stadt

7. August 2017
Köln – Ein Wochenende in Deutschlands jeckster Stadt

Letztes Jahr hat es Herrn Wallygusto und mich endlich mal nach Köln verschlagen. Wer jetzt denkt, das jecke Treiben wäre der Grund gewesen, liegt komplett falsch! Schon seit langem sind wir große Fans der Band Edward Sharpe and The Magnetic Zeros. Leider gaben sich die geliebten Musiker nur für ein Konzert in Deutschland die Ehre! Und das im Rahmen der c/o pop Festivals in Köln. Was also tun? Kurzentschlossen besorgte uns Herr Wallygusto also ein Hotel und einen günstigen Flug – schließlich bekommt man nicht jeden Tag die Gelegenheit, Edward Sharpe & The Magnetic Zeros live zu sehen. Erste Impressionen von Köln und der (zahlreichen) Bierproben gab es ja schon vor einiger Zeit. Jetzt ist endlich auch der ausführliche Reisebericht mit allem, was sehenswert, köstlich & süffig ist online!

Köln – Ein Wochenende in Deutschlands jeckster Stadt | Kallendresser

Sehenswertes

Die Gassen der Kölner Altstadt können zwar mit mittelalterlichen Namen und historischen Strukturen aufwarten, sind jedoch (leider) nicht wirklich alt. Tatsächlich ist nur noch wenig Originalbausubstanz vorhanden, denn nach dem zweiten Weltkrieg war auch Köln eine einzige Trümmerhalde. Das Wahrzeichen Kölns ist der Hohe Dom zu Köln. Die größte gotische Kathedrale der Welt birgt eine Vielzahl von Schätzen, Engeln und Dämonen. Unser Reiseführer verspricht eine überragende Aussicht vom Südturm auf die Altstadt. Da ich auf Türmen aber fast panische Höhenangst bekomme, lassen wir das lieber. Den Kölner Dom besichtigt man aufgrund seiner Beliebtheit am besten unter der Wochen und dann gleich frühmorgens.

Der Fischmarkt mit seinen kleinen schmucken Häuschen gefällt uns ganz besonders gut. Im 2. Weltkrieg wurden die Altstadt und mit ihr der Fischmarkt fast vollständig zerstört. Dank engagierten Stadtvätern und den Stadtkonservatoren der Nachkriegsjahre wurden viele der schmalen, spitzgiebeligen Häuser im historischen Stil wieder aufgebaut. Seinen Namen hat der Heumarkt vom einstigen Fernhandels- und Großmarkt, auf dem neben Flachs, Tuche, Käse, Fleisch, Kohlen und Eisen auch Viehfutter gehandelt wurde. Getreide gibt es hier inzwischen nur noch in flüssiger Form in einem der zahlreichen Gastronomiebetriebe, die den Heumarkt einsäumen.

Köln – Ein Wochenende in Deutschlands jeckster Stadt | Fischmarkt

Der Rheinauhafen ist sehr vielseitig: Die ehemalige Hafenanlage wird heute als Wohn-, Büro-, Dienstleistungs- und Gewerbegebiet genutzt. Dabei vereint sie charmant die historische Hafenarchitektur mit modernen Bauwerken.

Köln – Ein Wochenende in Deutschlands jeckster Stadt | Rheinauhafen

Der Eigelstein ist ein urkölsches Veedel (=Viertel). Hier treffen kölscher Orient und orientalisches Kölsch aufeinander. Faszinierend finden wir den Kontrast zwischen den Marienstatuen an den Hausfassaden aus der Gründerzeit und der bunten Leuchtreklame der vielen, vielen Dönerläden. Ältestes Bauwerk des Viertels ist die nach dem Eigelstein benannte Eigelsteintorburg.

Köln – Ein Wochenende in Deutschlands jeckster Stadt | Eigelstein

Wer mich kennt, weiß dass ich mit Nippes nicht viel anfangen kann. Bei dem pittoresken Kölner Stadtteil gleichen Namens mache ich aber gerne eine Ausnahme! Während unseres Bummel durch das pittoreske Nippes ist leider ein Gewitter im Anzug, so dass es auf den Fotos leider nicht richtig zur Geltung kommt. Ich hätte aber trotzdem immer noch sehr gerne dort eine schnucklige Altbauwohnung.

Köln – Ein Wochenende in Deutschlands jeckster Stadt | Nippes

Köln hat neben faszinierenden Bauwerken und Plätzen auch ansprechende Parkanlagen zu bieten: Der Volksgarten ist eine in der südlichen Neustadt Kölns gelegene 13,9 Hektar große Grünfläche mit Kinderspielplätzen, einem Kahnweiher mit Tretbootverleih, Gartenrestaurant und Biergarten. Der Friedenspark ist der Name eines seit 1914 bestehenden Stadtparks in der Kölner Neustadt-Süd. Gut gefällt uns auch die Flora und der Botanische Garten, in dem es an die 10.000 kultivierte Pflanzenarten aus aller Welt zu bewundern gibt.

Köln – Ein Wochenende in Deutschlands jeckster Stadt | Flora & Botanischer Garten

Aktivitäten

Wie eingangs schon erwähnt, sind Edward Sharpe and the Magnetic Zeros, die ein Konzert in der Kölner Philharmonie geben, der wahre Grund für unseren Ausflug an den Rhein. Die quasi im Untergrund neben dem Dom gelegene Philharmonie besticht durch ausgefeilte Akustik, ganz ohne unerwünschtes Echo. Das liegt daran, dass der Konzertsaal einem Amphitheater nachempfunden wurde und es daher im ganzen Raum keine Wände gibt, die sich parallel gegenüberliegen.

Weil der Konzertsaal unterhalb des öffentlich begehbaren Heinrich-Böll-Platzes zwischen dem Museum Ludwig und der Treppenanlage zum Rheinufer liegt, verursachen die weitspannenden Träger der Dachkonstruktion aber auch ein Problem: Schrittgeräusche von Fußgängerinnen mit Pumps oder Fahrgeräusche von Skateboards oder Rollkoffern werden von den schwingenden Trägern ins Innere des Konzertsaals übertragen. Damit während Aufführungen und Proben in der Philharmonie keine akustischen Beeinträchtigungen entstehen, wird der Platz bewacht abgesperrt. Laut Wikipedia entstanden so im Jahr 2016 Gesamtkosten in Höhe von knapp 1,7 Millionen Euro.

Uns ist das, ehrlich gesagt ziemlich egal, denn das Konzert von Edward Sharpe und the Magnetic Zeros ist einfach phantastisch. Das Publikum geht voll mit, der Sänger leert während des Konzerts eine Flasche Rotwein und entledigt sich seiner Lederslippers. Und als dann mein Lieblingslied HOME gespielt wird, gibt es eh kein Halten mehr! Ein einfach wundervoller Konzertabend!

Schlafen

Das Hotel Lyskirchen ist ein elegantes, modernes 4-Sterne-Hotel mit insgesamt 105 Zimmern. Unser Doppelzimmer ist nicht zu groß und nicht zu klein, sehr sauber und mit einem 1a Gratis-WLAN ausgestatte. Da es während unseres Aufenthaltes in Köln unglaublich heiß ist und die Temperaturen auch nachts nicht merklich sinken, freuen wir uns auch über die gut funktionierende Klimaanlage. Zu Fuß brauchen wir nur ein paar Minuten bis in die Altstadt, zum Kölner Dom und zur Rheinuferpromenade. Wie das Frühstücksangebot ist, können wir nicht sagen, denn wir haben uns dafür entschieden, die erste Mahlzeit des Tages unterwegs einzunehmen.

Essen

Empfehlenswert für ein schnelles, aber dennoch gemütliches Frühstück ist die Coffee Gang. Die urbane Cafébar in der in der Neustadt-Süd serviert selbst gebrühten, fair gehandelten Kaffee sowie hausgemachte Kuchen und köstliche Sandwiches.

Köln – Ein Wochenende in Deutschlands jeckster Stadt | Coffee Gang

Eigentlich bin ich gar nicht mehr so wild auf Burger – zumindest nicht in München, wo sich das vegetarische und / oder vegane Angebot – bis auf einige wenige Ausnahmen – wenig glorreich gestaltet. Ein Blick in die Speisekarte der Bunte Burger Food Bar lässt mich dann aber doch wieder umschwenken! Hier ist jeder Burger vegan oder vegetarisch. Außerdem klingen Variationen wie der Desperado Tex Mex Burger mit einem Bratling aus Polenta-Schwarze Bohnen Mix, Avocadocreme und knackigen Tortilla Chips einfach viel zu verlockend, um ignoriert zu werden. Das ist auch kein Wunder, denn Bunte Burger gehört laut eigener Aussage zu den gastronomischen Topadressen in Köln!

Köln – Ein Wochenende in Deutschlands jeckster Stadt | Bunte Burger

Die Eisdielerin stellt in ihrem kleinen Laden in Köln-Ehrenfeld einzigartiges Eis, leckere Sorbets, süße und herzhafte Waffeln her. Und das für Allesesser, Vegetarier & Veganer. Herr Wallygusto und ich bleiben eisern und begnügen uns jeder mit einer Kugel Birne-Rosmarin beziehungsweise Schokosorbet. Mehr hat nach unserem Besuch bei Bunter Burger aber auch keinen Platz mehr in unseren Bäuchen – leider! 😉

Auf der Suche nach einem ordentliche Frühstück stoßen wir am Rathenauplatz auf das Cafe Feynsinn. Die Auswahl an Frühstücksvariationen ist groß, selbst für Vegetarier: Selbst gemachte Marmeladen, süßer French Toast, gesundes Müsli, aber auch Herzhaftes wie frisch zubereiteter Kräuterquark, Humus-Curry-Dip, Mozzarella-Tomate und BIO-Rührei. Dazu werden frisches Brot, auch aus Vollkorn, Croissants und Brötchen gereicht. Das Frühstück ist schmackhaft und an den kleinen Tischen vor dem Cafe lässt es sich gemütlich sitzen.

Köln – Ein Wochenende in Deutschlands jeckster Stadt | Café Feynsinn

Nachdem das Frühstück beim Cafe Feynsinn für unsere Verhältnisse recht opulent war, lassen wir es an unserem letzten Tag in Köln etwas bescheidener angehen. Die Bäckerei Merzenich hat eine große Auswahl an pikantem und süßem Gebäck im Angebot, so dass wir uns mit einer großen Nougatbreze und einem Halven Hahn begnügen.

Etwas, was in München definitiv fehlt ist eine Zweigstelle vom Frittenwerk: Hier werden Imbiss-Klassiker mit frischen Zutaten neu interpretiert und treffen auf abwechslungsreiches Street-Food aus aller Welt. Eine ganz besondere Pommes-Spezialität ist „Poutine“ (sprich „Pu-ti:n“), an der man an den Imbissläden Kanadas nicht mehr vorbeikommt! Im Frittenwerk besteht das Classic Quebec Poutine aus den extra breit geschnittenen Hausfritten, die innen saftig und außen schön kross sind. Darüber werden Mozzarella Cheese Curds gestreut, die mit der hausgemachten (vegetarischen) Bratensauce verschmelzen. Köstlich! Begeistert sind wir auch von den Tijuana Street Fries: Eine große Portion Knoblauchfritten darf mit hausgemachter Guacamole aus reifen Avocados, frische Sour Cream und fein gewürfelten, kalten Tomaten kuscheln.

Köln – Ein Wochenende in Deutschlands jeckster Stadt | Frittenwerk

Trinken

Unsere erste Anlaufstelle ist das Brauhaus Früh am Dom, wo ich das erste Kölsch meines Lebens trinke. Vor einem Lokal stehen und mal schnell im Vorbeilaufen ein Bier in die Hand gedrückt zu bekommen, ist für mich als Münchnerin eine völlig neue Erfahrung. Ehrlich gesagt könnte ich mich aber gut daran gewöhnen!

Ein Besuch der Braustelle steht ganz oben auf unserer kulinarischen To-Do-Liste für Köln! Ehrenfelds einzige Brauerei wurde 2001 gegründet und ist inzwischen eine feste Größe in der gastronomischen Landschaft des Stadtteils. Neben eigenen Bieren werden auch jede Menge Craftbiere anderer Mikrobrauereien ausgeschenkt. Wir probieren uns munter durch Ehrenfelder Alt, Einkorn Gose, Helios und Pink Panther.

Köln – Ein Wochenende in Deutschlands jeckster Stadt | Braustelle

Richtig gut gefällt es uns bei Päffgen im Friesenviertel. Das urige Traditionsbrauhaus braut in seinem Hinterhof schon seit 1884 fleißig Kölsch. Wegen der geringen Kapazität der Brauerei von 6.000 Hektolitern jährlich ist der Verkauf aber auf einige wenige Kölner Gaststätten beschränkt. Auch gibt es das süffige Päffgen Kölsch nicht in Flaschen, sondern ausschließlich vom Fass. Im gemütlichen Gastgarten bestellen wir uns erst mal zwei Kölsch und – wie wir meinen – eine kleine Brotzeit dazu. Aber weit gefehlt: Der Halve Hahn besteht aus einer riesigen Scheibe mittelalten Goudas und der Kölsche Klüngel entpuppen sich als zwei Käsekugeln, die an Obazda erinnern. Sogar die Zwiebelringe und Gewürzgurken sind überdimensioniert! Dazu gibt es Vollkornbrot und Roggenbrötchen, liebevoll „Röggelchen“ genannt.

Köln – Ein Wochenende in Deutschlands jeckster Stadt | Päffgen

Peters Brauhaus suchen wir an leider am falschen Tag auf: Reiberdatschi – oder Rievkoche, wie sie in Köln genannt werden – gibt es hier immer nur dienstags. Dafür wird der Teig aber auch tatsächlich frisch gemacht und kommt nicht wie so oft aus dem Eimer. Egal, dann gibt’s eben nur ein Kölsch. 😉

Wie wir übrigens nach unserem Aufenthalt in Köln feststellen, haben wir zwar sehr viele Biere (Sion, Mühlen Kölsch, Gaffel…) probiert, das angeblich beste Kölsch ist uns aber durch die Lappen gegangen: Reissdorf ist das umsatzstärkstes und somit beliebteste Kösch. Die Zeiten, als es mit seiner angenehm milden und leicht süßlichen Note vor allem die Frauen ansprach sind also lange vorbei.

Köln – Ein Wochenende in Deutschlands jeckster Stadt |

Liste der oben genannten Lokale & Hotels und deren Adressen

bayerisch Restaurants

Aindorfer Hof | Laim

26. Juni 2017
Aindorfer Hof | Käsespätzle

Auch wenn es oft anders aussehen mag und Herr Wallygusto und ich Euch hier viele, viele Lokale vorstellen: Wir sind bequem! Wenn es uns irgendwo schmeckt, gehen wir dort immer und immer wieder hin. Und essen durchaus häufig das gleiche Gericht. Was allerdings oft der nur eingeschränkt für Vegetarier geeigneten Speisekarte geschuldet ist – vor allem, wenn es um bayrische Schmankerl geht! Das ist ja auch der Grund, warum wir so gerne asiatisch essen gehen! Darum wundert es auch nicht, dass wir bis vor einigen Monaten immer einen großen Bogen um den Aindorfer Hof gemacht haben. Man sollte hierzu vielleicht noch erwähnen, dass die bayrische Wirtschaft nur 10 Minuten von unserer Wohnung entfernt liegt. Diesen Missstand haben wir nun aus der Welt geräumt!

Drinnen 

Wie es sich für ein richtiges Stadtteilwirtshaus gehört, ist der Aindorfer Hof angenehm schlicht eingerichtet: Rot-weiße Gardinen, ein paar Schwarz-weiß Bilder an der Wand und Blümchen auf der Fensterbank – das war’s! Da der Gastraum aber eine recht überschaubare Größe hat, ist es trotzdem gemütlich. Auch gibt es einen kleinen Gastgarten, der im Sommer zum Verweilen einlädt. Das Publikum ist bunt gemischt, hier sitzt alt neben jung, Pärchen neben Familienfeiern.

Aindorfer Hof | Laim

Speisekarte 

Neben Klassikern aus der Bayerischen Küche wie „Aindorfer“ Schweinebraten und „Münchner“ Tafelspitz gibt es mit Käsespätzle und Spinatstrudel auch zwei vegetarische Hauptgerichte. Natürlich werden auch Vorspeisen, Salate, kleine Gerichte für zwischendurch und Dessert angeboten. Witzig finden Herr Wallygusto und ich die Idee mit dem bayrisch inspirierten Burger mit dem Schweinbraten-Patty. Für Kinder gibt es übrigens eine separate Karte mit kindgerechten Hauptgerichten und Eis.

Geschmack 

Herr Wallygusto und ich haben – wie könnte es auch anders sein – im Aindorfer Hof bisher nur die Käsespätzle probiert. Diese sind unserer Meinung nach aber auch extrem köstlich, da sie in einer cremigen Sauce und mit ordentlich Bergkäse serviert werden. Dazu noch ein großer Berg Röstzwiebeln und ein frischer Salat und wir sind zufrieden. Aber auch das Münchner Schnitzel und der Zwiebelrostbraten der Schwiegereltern sind anscheinend sehr gut, zumindest kommen von dieser Seite des Tisches keine Klagen. Und die Portionen sind sowieso riesig! Das trifft übrigens auch auf das Kinderschnitzel mit Pommes zu.

Aindorfer Hof | Essen

Service 

Der Service im Aindorfer Hof ist freundlich und sehr aufmerksam. So wird dem Neffen beispielsweise die Wartezeit auf sein Eis mit ein paar weißen Schaumgummi-Mäusen versüßt. Dass das Eis dann kurz darauf und somit früher als erwartet kam, spielt dabei keine Rolle. Bei den Hauptgerichten muss man sich bei gut gefülltem Lokal auf eine etwas längere Wartezeit einstellen, aber so haben wir mehr Zeit, uns in Ruhe zu unterhalten.

Preise

Die Preise sind unserer Meinung nach – gemessen an Geschmack und Portionsgröße – absolut fair. So kosten zum Beispiel Käsespätzle mit Salat € 10,40.

Fazit 

Inzwischen waren wir schon drei Mal im Aindorfer Hof und nach jedem Besuch rundum zufrieden. Wenn wir das nächste Mal zu Gast sind, werden wir auf alle Fälle den Kaiserschmarrn probieren – der sieht nämlich auch sehr, sehr appetitlich aus! Mal sehen, ob wir diesen guten Vorsatz umsetzen können, denn normalerweise sind wir nach der Portion Käsespätzle schon pappsatt. Was wiederum bestätigt, dass wir eigentlich nicht sonderlich experimentierfreudig sind. 😉

Adresse: Guido-Schneble-Straße 36, 80689 München

indisch | pakistanisch Restaurants

Mataji’s Kitchen | Schwabing 

16. Juni 2017

Lacht mich bitte nicht aus, aber für mich ist indisches Essen Foodporn pur! Schon allein beim Gedanken an sämige, aromatische Curries & duftendes Naan lässt mir das Wasser im Munde zusammen. Herrn Wallygusto geht es da nicht besser! Ein Glück, dass es in München genügend indische Lokale gibt, in denen wir diese kulinarischen Gelüste stillen können. Eines davon ist mataji’s kitchen in Schwabing.

Drinnen

Das Lokal ist klein und modern eingerichtet. Schreiend bunte Wände und kitschige Deko, wie beim Inder gerne üblich, sucht man in matajis kitchen vergeblich. Dass es sich um ein indisches Lokal handelt, sehen wir nur anhand der Landschaftsbilder und den vereinzelten Götterstatuen. Die Atmosphäre ist schick und modern, aber ohne unterkühlt zu wirken. Das Publikum an diesem Sonntagabend besteht vorrangig aus jungen Päarchen und solchen in den besten Jahren.

Speisekarte

Beim Studium der Speisekarte erfahren wir, dass mataji auf Hindi die respektvolle Anrede für Mutter und Großmutter ist. In Indien ist es Tradition, dass sich die Mutter um das leibliche Wohl der Familie kümmert. In matajis kitchen hat man sich anscheinend viel von den Müttern angeschaut, denn gekocht wird nach der indischen Familienrezepten. Zum Glück hat die mataji neben Fleisch- und Fisch-Spezialitäten auch eine große Anzahl an vegetarischen und veganen Rezepten überliefert. Ganz besonders toll finden wir, dass davon einige hausgemachten Frischkäse beinhalten, den wir sehr gerne essen, aber aus Faulheit nie zuhause machen.;-)

Geschmack

Auch in mataji’s kitchen grüßt die Küche mit knusprigen Waffeln aus Linsenmehl, den so genannten Papadam. Dazu werden drei aromatische Saucen gereicht, bei denen wir sofort sehen, dass bei der Herstellung erfreulicherweise keine künstlichen Farbstoffe verwendet wurden. Auch spricht man sich in der Speisekarte ausdrücklich gegen Geschmacksverstärker aus.

Die Pakoras sind dünn paniert und nicht zu fettig. Dazu gibt’s frischen Salat mit Joghurtdressing. Der im Tandoori gegrillte, hausgemachte Frischkäse mit Cashew, frischem Koriander und der fruchtigen Tomaten-Masalasoße (Paneer Tikka Masala) ist einfach ein Traum! Die frischen, im Tandoori-Ofen gegrillten und mit Zwiebeln und Tomaten pürierten Auberginen (Baigan Ka Bharta), sind kräftig gewürzt und überzeugen durch ihre feine Textur. Das Garlic Naan, auf das wir in letzter Zeit nicht verzichten können, ist herrlich weich und fluffig.

Der Weissburgunder ist schön kühl und süffig, der Blaue Zweigelt war ganz okay, jedoch leider ein bisschen zu warm.

Service

Wir werden den ganzen Abend sehr freundlich und aufmerksam bedient. Und beim Bezahlen fragt uns der Chef persönlich, wie es uns geschmeckt hat. Natürlich lautet unsere Antwort: „Alles super!“.

Preise

Vorspeisen gibt es in matajis kitchen für € 5,00 – € 6,00, die vegetarischen Curries kosten zwischen € 10,00 – € 12,00. Zusätzliche Beilagen wie unser Naan mit Knoblauch kosten € 2,50 — € 3,50. Auch an den Weinen gibt es preislich nichts auszusetzen (Weissburgunder 0,2 € 4,50 / Blauer Zweigelt 0,2 € 4,90).

Fazit

mataji’s kitchen ist ohne Zweifel einer der besten Inder der Stadt. Und unglaublich beliebt, denn ständig waren verschiedenste Lieferdienste da, um hungrige Menschen daheim mit indischen Köstlichkeiten versorgen. Da Laim wahrscheinlich eher nicht zum Liefergebiet gehört, werden wir auf jeden Fall wieder persönlich vorbei kommen. Der Weg quer durch die Stadt lohnt definitiv!

Adresse: Schleißheimer Str. 121, 80797 München

Großbritannien Unterwegs

Isle Of Skye | Einmal quer durch Schottland (3)

8. Mai 2017
Mac Leods Maidens - Isle of Skye

Wie ich Euch ja bereits erzählt habe, ist eines unserer Hauptziele die Isle of Skye. Die Insel des Nebels – woher der Name wohl kommt? 😉 – ist die größte Insel der Inneren Hebriden und liegt unmittelbar vor der schottischen Westküste im Atlantik. Herr Wallgusto und ich sind schon sehr gespannt, ob die Landschaft dort wirklich so atemberaubend ist, wie sie auf den vielen, vielen Fotos auf Instagram aussieht!

Auf dem Weg zur Isle Of Skye

Unterwegs machen wir noch kurz in dem Örtchen Glenfinnan halt. Dort wurde 1815 nach Plänen des schottischen Architekten James Gillespie Graham das Glenfinnan Monument erbaut, um den Platz zu markieren, an dem 1745 die Standarte von Prinz Charles Edward Stuart zu Beginn der zweiten Jakobiterrevolte gehisst wurde. Die Statue auf der Spitze der Säule stellt einen Schotten im traditionellen Kilt dar. Außerdem bewundern wir das Glenfinnan Viadukt, eine imposante Brücke über die schon der Hogwart Express fahren durfte.

Irgendwie ist ganz Schottland eine Filmkulisse, denn auch Eilean Donan Castle durfte schon in einem Kinofilm mitwirken! Na, kommt Ihr drauf? Nein? Es ist das Schloss des Highlanders. Ich muss ja gestehen, dass ich mir den Film erst nach unserem Schottland-Urlaub angeschaut habe, so begeistert war ich von diesem Schloss.

Scones & Cappuccino

Bevor wir uns auf dem Weg zu unserem Campingplatz machen, kehren wir aber in Broadford im gemütlichen Café Sia ein. Hier wird nicht nur auf der Isle of Skye gerösteter Kaffee ausgeschenkt, es gibt auch eine gute Auswahl an Gebäck. Da Herr Wallgusto und ich vor einer Ewigkeit das letzte Mal Scones gegessen haben, fällt uns die Entscheidung leicht. Die Scones werden hier ganz klassisch mit Butter und Marmelade serviert. Dazu gönnen wir uns – not very british – einen Cappuccino. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn die Schotten bevorzugen sowieso Kaffee – und zwar sehr starken!

Café Sia - Isle of Skye

 

Campingplatz mit Bar & Aussicht

Bei der Auswahl unseres Campingplatzes gehen wir keine Kompromisse ein und entscheiden uns für den recht großen Sligachan Camping:

  1. Der Anblick der umliegenden Red Cullens ist einfach atemberaubend und macht den Campingplatz zu einem hervorragenden Basecamp für Wanderungen.
  2. Die Hauptstadt Portree ist quasi um die Ecke. Dort gibt es Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants, eine Bank und eine Touristeninformation. Außerdem ist der kleine Hafen sehr pittoresk und lohnt einen Abstecher!
  3. Das Seumas Pub auf der gegenüberliegenden Seite der Straße: Dort ist es nicht nur gemütlich, sondern der durstige Gast kann aus ca. 200 Whisky-Sorten und diversen schottischen Bieren & Cider wählen. Nicht umsonst darf man sich Whisky Bar Of The Year 2015 rühmen! Außerdem ist das Essen wirklich gut – sehr empfehlenswert sind der vegetarische Burger mit Ziegenkäse und mediterrane Linguine mit Gemüse. Komplettiert wird das Angebot durch Pool-Tische und Fernseher, auf denen wir ein paar Spiele der gerade stattfindenden Fußball-EM beobachten.

Neben dieser herausragenden Vorteile möchte ich noch erwähnen, dass die Duschen sehr sauber und warm sind! Sligachan Camping ist definitiv der Place To Sleep auf Skye, wenn man mit dem Zelt unterwegs ist.

Wanderung auf den Marsco

Auf Skye wird mir das erste Mal so richtig bewusst, warum ich karge Landschaften ganz besonders gerne mag: Man kann seinen Geist fliegen lassen, ohne dass er irgendwo hängen bleibt. Die Wanderung auf den Marsco macht dies besonders deutlich, denn die Weiten sind unendlich und kein Wald stört die Aussicht. Und bis auf ein paar vereinzelte Wanderer begegnen uns nur misstrauische Schafe, einsamer geht es kaum! Der Aufstieg selbst gestaltet sich teilweise recht mühsam, da es zum Ende hin nicht mehr ganz einfach zu erkennen ist, wie wir den Grat erreichen können. Unser Durchhaltevermögen macht sich aber bezahlt, denn auf dem Gipfel werden wir mit einer traumhaften Aussicht auf die imposante Felslandschaft des Cuillin belohnt. Außerdem wartet unsere Lunchbox mit Müsliriegeln und Oatcakes auf uns. 😉

Old Man of Storr & Kilt Rocks

Der Old Man of Storr steht auf der Halbinsel Trotternish, etwa zehn Kilometer nördlich von Portree. Die 48 Meter hohe Felsnadel ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Isle of Skye und beliebtes Postkartenmotiv. Wir wundern uns nur, wie die Fotografen es bei dem hier herrschenden Andrang schaffen, so einsame, mystische Bilder der imposanten Felsnadel zu schießen.

Nicht weit vom Old Man of Storr entdecken wir die Kilt Rocks, die ihren Namen ihrer Ähnlichkeit zum Tartan-Muster des Schottenrocks verdanken. Wie wir auf myhighlands.de nachlesen können, wurde die beeindruckende Küstenlinie früher von Seefahrern als wichtige Landmarke genutzt. Heute werden die Kilt Rocks hauptsächlich von Touristen wie uns Wallygustos bewundert.

Die skurrilen Felsen des Quiraing

In unserem Wanderführer stoßen Herr Wallygusto und ich auf die kleine, aber feine Tour durch den Quiraing. Der Quiraing ist eine durch geomorphologische Prozesse, vor allem Erdrutsche, entstandene bizarre Landschaft. Der Name wird von dem altnordischen Kvi Rand abgeleitet und bedeutet „Gerundete Falte“. Einige der Felsformationen sind so prägnant, dass sie eigene Namen erhalten haben: So gibt es die 37 Meter hohe Felsnadel The Needle und The Prison, der einer massiven, mittelalterlichen Festung ähnelt. Ein nicht ganz abgerutschter Felsblock von der Größe eines Fußballfelds hat den Spitznamen The Table verpasst bekommen. Bei unserer kurzen Wanderung durch bizarre Landschaft des Quiraing wird wieder deutlich, wie schön Schottland bei düsterem, nebligen Wetter ist. Entsprechend durchgefroren kommen wir auch wieder am Parkplatz an. Ein Glück, dass dort ein kleiner Imbisswagen mit wohlschmeckendem, warmen Linsen-Gemüse-Eintopf auf uns wartet.

Ein Besuch bei Mac Leods Maidens

Die Wanderung zu den MacLeod’s Maidens ist lang, aber einfach. Der Weg lohnt sich aber schon allein wegen seiner malerischen Kulisse, denn wir wandern die meiste Zeit an der Küste entlang. Die Felstürme der MacLeod’s Maidens sind natürlich das absolute Highlight: Etwas fotogeneres habe ich selten gesehen! Der höchste Felsturm ist 65m hoch und damit der höchste auf ganz Skye. Um den Namen MacLeod’s Maidens rankt sich folgende Legende: An den Klippen dieser Küste zerschellte das Boot mit der Frau und den beiden Töchtern des vierten Clanchiefs der MacLeod’s. Bei vielen Seeleuten war dieser Punkt in den letzten Jahrhunderten wegen der vielen Unfälle berüchtigt. Auch wird sich immer wieder erzählt, dass Schmuggler und Küstenpiraten bei den Felstürmen falsche Positionslichter platziert hatten, um dann die dadurch verunglückten Schiffe zu plündern.

Soviel Drama lässt uns aber nicht den Appetit auf englisches Gebäck verlieren. Und so lassen wir uns im Anschluss an unserem Besuch bei MacLeod’s Maidens im Waterside Cafe & Bistro von der netten Inhaberin köstlichen Kuchen und guten Kaffee servieren. Das kleine, gemütliche Cafe ist direkt neben einer Tankstelle zu finden und leicht zu übersehen. Ein Glück, dass uns der Hunger Adleraugen verliehen hat!

Die Parkanlagen des Dunvegan Castle

Ein absolutes Muss ist für uns die Besichtigung des Dunvegan Castle und der dazugehörigen Parkanlage. Die Burg ist der Stammsitz des schottischen Clans der bereits erwähnten MacLeods und liegt idyllisch direkt am Loch Dunvegan. Der in der viktorianischen Zeit angelegte Park beeindruckt dank des Golfstroms nicht nur durch seine Größe, sondern auch durch eine Vielfalt von Pflanzen. Zudem gibt es zwei Wasserfälle, Laubengänge, Rhododendronhaine und ein Seerosenbecken.

Liste der oben genannten Lokale & Campingplätze und deren Adressen

Großbritannien Unterwegs

Glasgow & Dumfries and Galloway | Einmal quer durch Schottland (1)

31. März 2017
Glasgow & Dumfries and Galloway – Einmal quer durch Schottland

Schon als Herr Wallgusto und ich 2014 das erste Mal in Edinburgh schottischen Boden betreten haben, verliebten wir uns in dieses raue, wunderschöne Land: Zu gemütlich waren die Pubs, zu süffig das Craft Beer und zu sympathisch waren seine trinkfesten, Dudelsack spielenden Einwohner (das ist natürlich nur ein Klischee ;-)) Außerdem glotzen uns auf gefühlt von jeder Postkarte putzige Hochlandrinder an und atemberaubende Bergmassive warten darauf, von uns erobert zu werden. Letztes Jahr war es dann endlich soweit: Wir reisten zum Wandern in die schottischen Highlands & auf die Isle of Skye! Und da ein wenig Kultur nicht fehlen darf, rahmten wir den Urlaub noch mit kurzen Aufenthalten in Glasgow und Edinburgh ein.

Unterwegs nach Glasgow

Da wir möglichst flexibel sein wollen, entscheiden wir uns für die Anreise mit dem eigenen PKW. Außerdem haben wir so genug Platz für Campingequipment, Lebensmittel und was man sonst noch so auf Reisen braucht. Vollbepackt geht es also erst einmal von München nach Amsterdam, wo wir mit der Fähre über Nacht nach Newcastle übersetzen. Dort angekommen, machen wir uns durch die Gemeinde Dumfries and Galloway auf dem Weg nach Glasgow. Natürlich freut uns zwei Kindsköpfe dabei besonders, dass es nicht nur viele schöne Örtchen und Schlösser, sondern auch jede Menge kleine und große Schafe zu sehen gibt! 😉

Schon auf dem Weg von Newcastle nach Glasgow dürfen wir einen kleinen Teil der schottischen Sehenswürdigkeiten kennenlernen! So entdecken wir nach einem kurzen Abstecher in Gretna Green – einem der bekanntesten und beliebtesten Hochzeitsorte der Welt & DIE Touristenhölle schlechthin – die  gut erhaltene Ruine von Caerlaverock Castle. Die einzige dreieckige Wasserburg in Schottland ist etwas ganz besonders: Caerlaverock Castle ist komplett von einem wassergefüllten Graben umgeben und wurde nicht, wie viele andere Burgen, auf einem Felsen errichtet. Dummerweise ist ausgerechnet der Graben auf unserem Foto nicht zu erkennen.

Bei der Sweetheart Abbey handelt es sich um ein ehemaliges Zisterzienserkloster. Der Legende nach hat sich hier eine schottische Edeldame zusammen mit dem Herz ihres geliebten Ehemannes beerdigen lassen. Das muss wahre Liebe gewesen sein!

Glasgow

Bevor wir aber unsere Hauptziele, die schottischen Highlands und die Isle auf Skye, ansteuern, stehen ein paar Tage intensives Sightseeing in Glasgow, Schottlands größter Stadt an. Mit etwa 600.000 Einwohnern ist Glasgow zudem – nach London und Birmingham – die drittgrößte Stadt des Vereinigten Königreichs. Im Gegensatz zur schottischen Hauptstadt Edinburgh gilt Glasgow als Arbeiterstadt.

Klein, aber fein – das The Heritage Hotel

Bevor wir Glasgow unsicher machen, beziehen wir aber erst unser Zimmer im The Heritage Hotel. Das Zimmer ist klein, aber sauber und das Bad winzig. Aber wir sind ja nur zu zweit und den ganzen Tag unterwegs – außerdem bleiben wir ja auch nicht ewig. Es gibt also nicht wirklich was zu meckern. Da das Frühstück im Preis inbegriffen ist und die Bewertungen im Internet durchaus positiv ausfallen, nehmen wir unsere erste Mahlzeit des Tages also im Hotel ein: Müsli, kleine Päckchen mit Cerealien von Kelloggs, abgepackter Käse, Joghurt, Dosenfrüchte und frisches Obst. Dazu gibt es ein warmes Frühstück aus frisch zubereiteten Eiergerichten nach Wahl, Grilltomaten, Potatoe Scones und gebratenen Pilze. Dazu werden Saft, Tee und guter Kaffee gereicht. Alles in allem ist das Angebot nicht überragend, aber sehr sättigend.

Adresse: 4 / 5 Alfred Terrace (Off Great Western Road) Glasgow G12 8RF 

Highlights

Als Schottlands größte Stadt kann Glasgow mit jeder Menge Sehenswürdigkeiten aufwarten. Eines der interessantesten Dinge, die man in Glasgow unternehmen kann, ist es einfach mal nach oben zu sehen um die auffälligen Architekturstile zu bewundern, während man durch die Straßen schlendert. Und so lassen Herr Wallygusto und ich den Sightseeing-Bus links liegen, schnappen uns Reiseführer & Stadtplan und laufen einfach drauf los. Hier nur ein paar unserer Eindrücke!

Die Gallery of Modern Art bewundern wir nur von außen. Ob sie also tatsächlich ein Must-see für moderne und zeitgenössische Kunst ist, können wir also leider nicht bestätigen. Aber Herr Wallygusto und ich fallen sowieso eher unter die Kategorie „Kunstbanausen“. 🙂 Wer glaubt, die City Chambers wären schon vom George Square aus betrachtet beeindruckend genug, sollte unbedingt einen Blick ins Innere riskieren! Das Treppenhaus aus italienischem Carrara-Marmor ist einfach atemberaubend!

Vom Necropolis aus genießen wir einen tollen Ausblick auf die Glasgow Cathedral. Und da wir auch ein bisschen morbide unterwegs sind, machen wir einen kleinen Spaziergang zwischen den alten Grabsteinen des viktorianischen Friedhofes.

Sehr schön sind auch die 1817 erbauten Botanischen Gärten mit ihren zahlreichen Gewächshäusern, von denen Kibble Palace das sehenswerteste ist. Der Kibble Palace ist ein beeindruckendes Glashaus aus Glas und Gusseisen, das eine Fläche von 2137 m² bedeckt.

Pub Crub & ein schnelles Pint zwischendurch

Kürzlich durfte ich im Freundeskreis mal wieder eine vollkommen sinnlose Diskussion über die Qualität des schottischen Essens führen. Klar lässt sich die Kost hier nicht mit der Gemüseküche Griechenlands oder der Pasta Italiens vergleichen, doch hat sich kulinarisch inzwischen einiges getan! Die Rückbesinnung auf die heimischen Produkte von erstklassiger Qualität sorgen dafür, dass in der schottischen Küche schon lange nicht mehr nur Frittiertes auf den Tisch kommt. Und wem die Küche Schottlands absolut nicht zusagen will, dem steht der Weg zu unzähligen Lokalen mit internationaler Küche offen. Die Süddeutsche Zeitung hat dies in ihrem Artikel The Taste Of Scotland gut auf den Punkt gebracht.

Und so kommt es auch, dass der sogenannte „Pub Grub“ inzwischen um einiges schmackhafter ist als sein Ruf! Wir haben uns davon selbst mal wieder überzeugen können:

Zu Füssen des Glasgow Necropolis stoßen wir auf das riesige Gelände der Wellparkbrauerei, die mit dem Tennent’s Lager Schottlands Marktführer bei den untergärigen Bieren ist. 2015 sprang man auf den Craft Beer Zug auf und bietet seitdem mit der Drygate Brewing Company (85 Drygate) handgebraute Biere mit so rustikalen Namen wie Ax Man Rye und Bearface an. Die Biere verkosten wir natürlich gleich vor Ort im zur Brauerei gehörenden Pub. Und da Sightseeing bekannter Weise sehr, sehr hungrig macht, gönnen wir uns dazu eines der herrlichen Sandwiches zum Selbstbelegen.

Im Pub der jungen Wilden von Brewdog (1397 Argyle Street) gefällt es uns so gut, dass wir gleich zweimal einkehren: Nachmittags zum Bier trinken, wo ich meine Liebe zu Jet Black Heart, einem unglaublich dunklem Milk Stout mit intensiven Kaffee- und Schokoladenaromen, entdecke. Und ein paar Stunden später zum Abendessen, als wir ein vegetarisches Sandwich mit einem recht ungewöhnlichen Belag aus Linsen und Senfkörnern probieren – weder fettig, noch langweilig, nur einfach köstlich!

Auf ein Pint in’s Pub

Natürlich muss man im Pub nichts Essen sondern kann es sich auch einfach nur mit einem (Half) Pint Bier oder Cider gut gehen lassen:

Das Inn Deep (445 Great Western Road) lässt das Herz eines jeden Craft Beer – Liebhabers höherschlagen: Seit 2012 werden hier unter dem Motto “craft beer, not crap beer.” 12 ausgewählte Biere vom Fass serviert. Und wer seinen besten vierbeinigen Freund mitbringt, der darf ihn mit gratis Hundekeksen verwöhnen. Der Ben Nevis (1147 Argyle Road) ist mit einer Höhe von 1345 Metern der höchste Berg Schottlands und Großbritanniens. Das gleichnamige Pub hingegen ist klein, aber sehr gemütlich – und im Grunde genauso, wie ich mir ein Pub schon immer vorgestellt habe. Von daher ist es einfach nur großartig und ich kann Euch nur empfehlen, dort einmal auf ein Pint oder zwei vorbeizuschauen. Das kleine Pub The Belle (617 Great Western Road) liegt unweit unseres Hotels und eignet sich daher hervorragend für einen kleinen Absacker. Gemütlich sitzt es sich auch auf der kleinen Terrasse des Black Sparrow (241 North Street). Ein bisschen enttäuscht sind wir von der laut unserem Reiseführer legendären The Horse Shoe Bar (17-19 Drury Street) – aber für ein schnelles Bierchen vor dem Abendessen kommt uns das recht gewöhnliche Pub dann doch gerade recht.

Must Do – Indisch essen gehen

Wo man in Glasgow zum Essen hingehen sollte? Natürlich zum Inder, denn selten gibt es eine so große Auswahl an guten indischen Lokalen wie hier! Unsere Wahl fällt nach kurzer Suche und einem intensiven Blick auf die Speisekarte auf das Punjabi (157 North Street), wo wir uns mit krossen Pakora, frischem Naan und vegetarischem Curries verwöhnen lassen. Leider sind wir danach so voll, dass keine Nachspeise mehr Platz hat. Oder soll ich sagen, zum Glück? Denn so versäumen wir es mal wieder den legendären frittierten Mars-Riegel zu probieren, den wir danach nämlich nirgends mehr zu Gesicht bekommen.

Fazit

Glasgow ist auf jeden Fall einen Besuch wert! Auch wenn wir seine kulturellen Highlights wie Museen und Galerien gar nicht richtig zu würdigen wissen – der Wettergott meint es zu gut mit uns! So sitzen wir lieber in einem der schönen Parks statt moderne Gemälde und historische Artefakte in stickigen Ausstellungsräumen zu bewundern. Noch mehr Informationen über Glasgow (und natürlich Schottland im Allgemeinen) findet Ihr auf www.visitscotland.com. Die nächste Station auf unserer Rundreise ist der Loch Lomond, der als schönster See Schottlands gilt!

Italien | Malta Unterwegs

Südtirol | Impressionen

22. März 2017
Südtirol Impressionen

Vor einigen Jahren haben Herr Wallygusto und ich das Schneeschuhwandern für uns entdeckt – da wir beide nicht Skifahren können also DIE Alternative zum Tourengehen. Nach zwei Jahren Kurzurlaub im Allgäu hat es uns dieses Jahr das erste Mal ins winterliche Südtirol verschlagen. Und was soll ich sagen? Es war einfach traumhaft – und das nicht nur wegen der tollen Landschaft. 😉

Übernachten

Da das Hotel, dass uns Freunde empfohlen haben, den Winter über leider geschlossen ist, entscheiden wir uns für eine Ferienwohnung. Bei AirBnB werden wir zum Glück auch schnell fündig: Unsere Wohnung heißt FörsterSepp und ist sehr hell und liebevoll im Vintage-Style eingerichtet. Wir fühlen uns ein bisschen wie in einem Museum, denn in jeder Ecke gibt es etwas Neues zu entdecken. Sogar das Bad mit seinen großgemusterten Fließen ist außergewöhnlich. Ein weiterer Pluspunkt ist die zentrale Lage, denn die Meraner Altstadt ist in nicht mal 10 Minuten Fußmarsch zu erreichen. Die 70qm große Wohnung mit der voll eingerichteten Küche gefällt uns sehr gut. Beim nächsten Abstecher nach Meran würden wir auf jeden Fall gerne wieder beim FörsterSepp zu Gast sein!

Essen & Trinken

Fantasievolle Pizzakreationen – auf Wunsch auch mit Vollkornteig – gibt es in der modernen Pizzeria Mediterraneo. Das Engel Kellerbier, das wir uns dazu bestellen, kommt witziger Weise nicht aus Italien sondern aus Franken. Was uns ein wenig ärgert, denn wir versuchen immer, regionales Bier auszuprobieren. Na ja, zumindest war es kein Fehlgriff und schön süffig.

Köstliche neapolitanische Pizza mit duftendem Boden verspeisen wir im La Smorfia. Meine Empfehlung: Weiße Pizza mit Radicchio, Parmesanspänen & Oregano. Und dazu ein Aperol Spritz – zwar total untypisch für die Region, aber halt einfach genau das richtige Getränk nach einem anstrengenden Wandertag ;-). Ihr solltet hier übrigens unbedingt reservieren, denn zumindest am Wochenende ist das La Smorfia sehr gut besucht.

Wandern & Einkehr

Unsere erste Schneeschuhwanderung führt uns auf den kaum begangenen Jägersteig – wir begegnen hier tatsächlich nur einem anderen Pärchen. Ansonsten haben wir die verschneite Landschaft ganz für uns allein und können die Ruhe genießen. Leider ist die Seeberghütte im Winter(???) nicht bewirtschaftet, aber da wir Studentenfutter und Müsliriegel im Gepäck haben, müssen wir nicht hungern. Die Einkehr holen wir im Anschluss an unsere Wanderung im Gasthof Innerwalten nach, wo wir uns einen großen Käseteller (der wirklich für zwei reicht) und einen kleinen Rotwein gönnen.

Ein Highlight ist ohne Frage die Wanderung zu den Stoarnanen Mandln – wo hat man schon an einem Fleck ein traumhaftes 360 Grad Panorama und mystische Steinmännchen? Da wir nach dem Abstieg noch keine Lust auf Pause haben, lassen wir die Wurzer Alm kurz nach dem Gipfel links liegen und laufen weiter zur Sattlerhütte. Dort erwartet uns der Tschögglbergteller mit köstlichen Spinat- und Käseknödeln und – natürlich – Südtiroler Rotwein.  Schöner kann man wirklich nicht einkehren!

An unserem letzten Tag in Südtirol unternehmen wir eine kurze und einsame Wanderung auf die Laugenalm, die im Winter leider nicht bewirtschaftet ist. Aber wir haben auch hier wieder gut vorgesorgt und können so die beeindruckende Aussicht mit einem Käsebrot genießen.

bayerisch Restaurants

Riegele WirtsHaus | Augsburg

6. März 2017

Vor kurzer Zeit habe ich in den Untiefen meines Bildarchives Bilder von unserem Besuch des Riegele Wirtshauses in Augsburg gefunden. Da Herr Wallygusto und ich dort letzten Sommer wirklich sehr gut verköstigt wurden, möchte ich Euch diese Aufnahmen natürlich nicht vorenthalten. Neben Aechten Kasspatzen mit kernigem (= richtig stinkigem) Räßkas und geschmorten Weißbierzwiebeln und einem (etwas langweiligem) vegetarischen Brauhausfladen haben wir uns ein sagenhaft schokoladiges Craft Beer-Malz-Mousse gegönnt.  Wir schwärmen heute – ein halbes Jahr später – noch immer von dieser süßen Köstlichkeit, die mit Riegele Malz und karamellisierten Braumalz verfeinert wird. Klar, dass wir natürlich auch ein paar Sorten der süffigen Riegele Biere probiert haben! 🙂

Natürlich waren wir nicht nur wegen dem Riegele in Augsburg. Ein bisschen was angeschaut haben wir uns auch – besonders angetan waren wir vom Botanischen Garten! Und ein Besuch am Kultstrand musste natürlich auch sein!

 

 

orientalisch Restaurants

Kismet | Altstadt

27. Februar 2017
Kismet München

Für einen Foodblogger ist es ein Traum in einer Stadt wie München zu leben! Nicht nur, dass ich auch eher seltene Lebensmittel ohne große Probleme kaufen kann – auch die Auswahl an Restaurants und Kneipen ist unwahrscheinlich groß. Und fast jede Woche kommen interessante Neueröffnungen dazu. Kein Wunder also, dass der Restaurantindex auf Wallygusto seit Jahren wächst und gedeiht. Erfreulicherweise gibt’s inzwischen auch eine gute Auswahl an vegetarischen und sogar veganen Restaurants. Die Herr Wallygusto und ich normalerweise nicht besuchen, da uns das Speisenangebot – gemessen an den zu zahlenden Preisen – selten verhältnismäßig vorkommt. Eine Ausnahme haben wir im Januar anlässlich unseres 16. Jahrestages gemacht und uns einen kulinarischen – rein vegetarischen – Rundumschlag im orientalischen Restaurant Kismet in der Münchner Altstadt gegönnt.

Drinnen

Dass sich in den Räumlichkeiten des Kismet gegenüber des Polizeipräsidiums einmal eine Konditorei befunden haben soll, merkt man nicht mehr. Die ehemalige Backstube mit ihrer hohen Decke und dem Oberlicht ist der Speisesaal und damit das Herzstück des vegetarischen Restaurants. Um dem ganzen einen schicken, aber dennoch Touch zu verpassen, wurden die Kacheln der Backstube mit satter smaragdgrüner Farbe überpinselt und auf dem Boden Holzdielen verlegt. Die vielen dicken Kerzen hinter den eckigen Glasscheiben verleihen dem Raum zusätzlichen Glanz.

Natürlich kann man auch im Restaurant Cocktails bestellen, aber weil wir neugierig sind, nehmen wir diese in der Kasbah Bar im ersten Stock ein. Auch hier ist alles in Smaragdgrün gehalten. Die Möbel wirken dabei ein wenig wie in Liliput – Bar, Hocker und Tische sind ungewohnt niedrig.

Speisekarte

Die Speisekarte im Kismet ist ebenfalls in Türkis gehalten und passt somit farblich perfekt zur Einrichtung. Leider ist sie dadurch bei Kerzenlicht nur sehr schwer zu lesen, da sie in recht kleiner, weißer Schrift gedruckt ist.

Aus welcher Ecke des Orients die Gerichte im Kismet jetzt genau kommt, ist schwer zu sagen. Daher setzt sich aus Einflüssen aus der türkischen, marokkanischen, libanesischen & israelischen Küche eine übersichtliche, aber interessante Auswahl an Mezze, Gözleme (türkisches Fladenbrote mit diversen Füllungen), Tajine und Desserts zusammen. Figurbewusste können zudem zwischen drei Salatvariationen wählen. Auch werden zwei, drei wechselnde Tagesgerichte angeboten. Die Cocktailkarte bietet äußerst fantasievolle Kreationen und die Auswahl fällt echt schwer!

Da Herr Wallygusto und ich unseren 16. Jahrestag feiern, lassen wir es ordentlich krachen und stellen uns ein Drei-Gang-Dinner zusammen: Als Vorspeise gibt’s Kichererbsen Mousse mit gerösteten Pinienkernen und Berberitzen und geräuchertes Auberginenragout. Anschließend lassen wir zwei Tajines servieren: Black eyed peas mit roten Zwiebeln, Paprika, Pflaumen und Schafsjoghurt für Herrn Wallygusto und Kichererbsen, Paprika,  Salzzitronen und Halloumi für mich. Abschließend teilen wir uns noch einen Kokos-Milchreis mit Aprikosenkompott und Zimt.

Geschmack

Das Auberginenragout überrascht mit leichter, pfeffriger Schärfe und einem Hauch Zitrone. Das Kichererbsen Mousse war nicht besser oder schlechter als vom normalen orientalischen Imbiss um die Ecke oder das Fertigprodukt aus dem Biomarkt. Einzig die Berberitzen waren ein wenig außergewöhnlich. Beide Vorspeisen werden mit frischem Fladenbrot, Papadam und ein wenig Wildkräutersalat serviert.

Bei den Tajines handelt es sich um marokkanische Tontöpfe, in denen das Essen normalerweise auch zubereitet wird. Ich glaube, im Kismet werden die Gerichte im Topf zubereitet und nur in der Tajin serviert. Wie dem auf sei – auf jeden Fall werden dazu Cous Cous und Fladenbrot gereicht. Beide Gerichte überzeugen mit ihrer Mischung unterschiedlichster Aromen – vor allem die Salzzitronen haben es uns angetan!

Obwohl wir dank der üppigen Portionen schon längst satt sind, können wir uns ein Dessert nicht verkneifen! Wir sind dann auch froh, dass wir uns den Kokos-Milchreis teilen, denn es gibt zwei große Nocken mit ordentlich Aprikosenkompott, das fruchtig-süß ist eine eine zarte Zimtnote hat. Der heiße Mokka wird im Kupferkännchen serviert und schmeckt intensiv nach Kardamom.

Auch die Cocktails sorgen für tolle und unerwartete Geschmackserlebnisse – allen voran der Beirut Punch (Pine Nuts Infused Rhum, Grilled Lime, Honey, Nutmeg) und die Damaskus Daisy (Jasmine Tea-infused Gin, Lemon, Rose Sirup, Soda, Rose Water).

Service

Der Service im Kismet ist sehr professionell und aufmerksam. Unsere Bestellungen werden schnell aufgenommen und serviert – lange Wartezeiten gibt es nicht. Ein ganz besonderes dickes Lob geht an die beiden Jungs hinter dem Tresen der Kasbah Bar – die Cocktails sind einfach göttlich!!

Preise

Das Essen ist nicht günstig, jedoch stimmt unserer Meinung nach das Preis-Leistungsverhältnis: Für die Mezze zahlen wir € 5,50, für die Tajin-Gerichte je € 16,50. Der offene Wein (0,1) kostet zwischen 3,50 und 5,50, das kleine Kännchen Mokka € 3,80 und der Liter stilles Tafelwasser € 5,50. In der Bar legen wir für einen Cocktails jeweils € 10,50 hin.

Fazit

Die Gerichte im Kismet sind einfach, sorgen aber trotzdem (zumindest bei uns) für völlig neue Geschmackserlebnisse. Und auch die Cocktails sind meiner Meinung nach außergewöhnlich & sehr lecker! Beim nächsten Mal muss ich unbedingt ein Picon Beer probieren – ein karamellfarbenes Aperitifgetränk aus Orangen, dass mit Hellem aufgegossen wird. Bei ein paar Jungs an der Bar war dieser Cocktail auf jeden Fall sehr beliebt! Und da es auch am Service nichts zu meckern gab, werden wir auf jeden Fall mal wieder kommen!

Adresse: Löwengrube 10, 80333 München

bayerisch Restaurants

Franzz | Pasing

23. Februar 2017
Franzz Pasing

Eines der Lokale in der näheren Umgebung, dass Herr Wallygusto und ich schon lange einmal besuchen wollten, ist das Franzz in Pasing. Warum wir bis dato dort nur ein Bierchen im gemütlichen Biergarten trinken und nie essen waren, mag vielleicht ein bisschen an der Lage liegen: Die Bäckerstr. 89 liegt am äußersten Rand von Pasing, dort wo die grüne Wiese beginnt und gefühlt nur noch eine Buslinie die Stadt München zusammenhält.

Zwischen den Jahren hat es nun endlich mit einem Besuch geklappt! Und da Essen in Gesellschaft noch mehr Spaß macht, haben wir auch gleich noch ein paar liebe Freunde mitgebracht.

Drinnen

Das Franzz besticht durch sein klassisch-stilvolles Ambiente und einem schönen, hellen Wintergarten. Im Sommer genießt der Gast sein Bier unter dicken Kastanien im bereits erwähnten Biergarten.

Speisekarte

Neben einer umfangreichen Standardkarte mit bayrischen Spezialitäten und internationalen Gerichten wird im Franzz eine wechselnde Tageskarte angeboten. Und wie es sich für eine bayrische Wirtschaft gehört, gibt es noch eine extra Schnitzelkarte. Aber auch Vegetarier haben erfreulicherweise genug Auswahl!

Geschmack

Bei unserem ersten Besuch bestellen schließlich zweimal das Mediterrane Pfannengemüse mit Schafskäse & Weißbrot von der Tageskarte, Allgäuer Käsespätzle und das Schwammerlragout in Kräuterrahm. Dazu gönnen wir uns paarweise jeweils einen kleinen Beilagensalat. Meine Portion Käsespätzle sind klein aus, macht aber ordentlich satt. Die fluffigen Spätzle werden im Pfännchen in einer cremigen, nicht zu flüssigen Sauce mit deftigen Käse und vielen knusprigen Röstzwiebeln obendrauf serviert. Meiner Meinung nach schmecken sie einfach toll! Der Beilagensalat ist frisch und knackig, das weiße Balsamico-Dressing nicht zu aufdringlich. Hunger habe ich danach keinen mehr! Das Schwammerlragout wird mit zwei kleinen Semmelknödeln serviert und scheint ebenfalls sehr gut zu schmecken, Beschwerden höre ich auf jeden Fall keine. Einzig das Mediterrane Pfannengemüse enttäuscht ein wenig – und zwar sowohl von der Portionsgröße als auch vom Geschmack her.

Beim nächsten zweiten Mal mit meinen Eltern haben wir leider weniger Glück: Die Spinatknödel meiner Mutter sind blass, da zu wenig Spinat verwendet wurde und schmeckt eher nach Semmelknödel. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, liegen die Knödel auch in einer dicken, nahezu ungenießbaren die Gorgonzolarahmsauce. Anscheinend hat es der Koch hier viel zu gut mit Weißwein und Soßenbinder gemeint. Mein Salat mit gegrilltem Ziegenkäse & Honig ist zwar frisch, aber nicht besonders bunt und das Dressing hat zu viel Essig erwischt. Außerdem wird kein Toscanabrot sondern sehr trocknes Weißbrot dazu serviert. Etwas besser hat es da Herr Wallygusto mit den Ravioli mit Steinpilzen erwischt, die er als „ganz okay“ bezeichnet. Einzig meine Vater ist mit seiner Wahl zufrieden – das Schnitzel Münchner Art schmeckt ihm sehr gut und es bleibt auch kein noch so kleines Stückchen davon übrig.

Service

Schon beim Betreten der Wirtschaft werden wir freundlich begrüßt und an unseren Tisch geleitet. Auch den Rest des Abends ist die Bedienung sehr freundlich und aufmerksam. Auch als meine Mutter ihr Essen reklamiert, wird sehr professionell und höflich darauf reagiert.

Preise

Vegetarische Hauptgerichte kosten im Franzz zwischen € 7,20 und € 8,80, einen kleinen Beilagensalat gibt es für € 3,40 dazu. Für das alkoholfreie Weißbier und das Schlossberg Dachau Bio Bier zahlen wir € 3,90, für Dunkles und Radler € 3,70.

Fazit

Kaum zu glauben, dass es am äußersten Zipfel von Laim so gute Käsespätzle gibt – die würde ich auch auf jeden Fall wieder im Franzz bestellen! Nachdem unser zweiter Besuch aber leider etwas durchwachsen war, werden wir höchstens mal wieder auf ein Bierchen im Biergarten vorbeikommen. Schade!

Adresse:
Bäckerstr. 89, 81241 München