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Samosa – gefüllte indische Teigtaschen

3. März 2014
Samosa - gefüllte indische Teigtaschen

Wer indische bzw. pakistanische Küche mag, liebt sicherlich auch Samosas. Diese gefüllten und frittierten Teigtaschen gehören daher meist auch bei uns als Vorspeise dazu, wenn wir uns einen schönen Abend bei einem unserer Lieblings Indern gönnen.

Als Wallygusto mir mal wieder für ein Wochenende die Wohnung und damit auch die Küche allein überlassen hat (Anmerkung Frau Wallygusto: Ich war auf dem Foodbloggerbarcamp in Reutlingen!), war es an der Zeit sich selbst an diese leckeren Teigtaschen heranzuwagen. Inspiriert wurde ich bei meiner Version wieder von dem Buch Vedische Kochkunst von Adiraja Dasa (Affiliatelink).

Zutaten für 2 Personen als Hauptspeise oder 4 Personen als Vorspeise

Für den Teig:
  • 200 g Mehl (1/2 Weizen, 1/2 Weizenvollkorn Mehl)
  • 40 g zerlassene Butter
  • 1 Messerspitze Salz
  • 80 ml kaltes Wasser
Für die Füllung:
  • 2-3 kleine Kartoffeln, mehlig oder mittelfest kochend
  • ½ kleinen Blumenkohl
  • 100 g TK Erbsen
  • 1 Messerspitze Salz
  • ½ TL Kreuzkümmelsamen (Cumin)
  • ¼ TL Bockshornkleesamen
  • ¼  TL  Kurkumapulver (Turmeric)
  • ¼ TL Zimt, gemahlen
  • ½ TL Koriandersamen, zerstoßen
  • 2 grüne Kardamomkapseln, zerstoßen
  • 4 Nelken, zerstoßen
  • ½ TL Ingwer, geriebenen
  • 2-3 EL Öl (z.B. Rapsöl)

Zubereitung

Für den Teig das Mehl mit dem Salz in eine Schüssel geben, nach und nach die zerlassene Butter dazugeben und mit den Fingern vermengen bis das Mehl leicht bröselig wird. Als nächstes vorsichtig das Wasser hinzugeben und mit den Händen zu einem Teig vermischen. Den Teig ein paar Minuten durchkneten. Er sollte glatt und elastisch sein und nicht mehr an den Fingern kleben. Je nach Bedarf noch etwas Wasser (falls zu trocken) oder Mehl (falls zu klebrig) hinzufügen. Den Teig zu einer Kugelformen und mit einem feuchten Tuch bedecken.

Nun für die Füllung die Erbsen in etwas Wasser vorkochen und dann abtropfen lassen. Die Kartoffeln schälen und in ganz kleine Würfelchen schneiden. Die Blumenkohlröschen klein hacken.

In einem Topf das Öl auf mittlerer Stufe erhitzen. Die Kreuz- und Bockshornkleesamen darin anrösten bis sie leicht anbräunen. Dann die Gewürze hinzugeben und ebenfalls einige wenige Sekunden mit anrösten. Jetzt zunächst die Kartoffeln für ca. 3 Minuten, danach den Blumenkohl ebenfalls für 2-3 Minuten anbraten. Das ganze nun mit etwas Wasser ca. 5-10 Minuten auf kleiner Stufe bei geschlossenem Topf dünsten, die Erbsen hinzufügen und noch mal ca. 5 Minuten weiterdünsten bis das Gemüse weich ist. Das ganze noch mit  Pfeffer und Salz abschmecken und etwas abkühlen lassen.

Für die Teigtaschen nun die Teigkugel zu einer Wurst formen und in 5 gleichgroße Stücke zerteilen und die einzelnen Teile wieder zu Kugeln formen. Anschließend die Kugeln zu ca. 15 cm großen Teigfladen ausrollen. Die Fladen in der Mitte mit einem Messer zerteilen.
Nun die Schnittkante eines dieser halben Fladen zur Hälfte mit etwas Wasser bestreichen und beide Enden der Schnittkante aufeinander legen so dass die mit Wasser bestrichene auf die unbestrichene Seite zu liegen kommt. Die so entstandene neue Kante durch festdrücken gut verschließen. Es sollte nun eine kegelförmige Tasche entstanden sein (siehe 3. Bild unten), die man nun zu ca. 2/3 mit der Gemüsefüllung füllt. Den offenen  Taschenrand ebenfalls mit etwas Wasser bestreichen und anschließend verschließen in dem man zunächst den Rand aufeinander drückt und dann etwas umschlägt und erneut aufeinander drückt, so dass ein Falz entsteht.

Nun reichlich Öl in einer großen Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen und die Taschen darin unter mehrmaligem Wenden frittieren bis sie schön goldbraun sind. Das gelingt besonders gut wenn die Samosas eher etwas flacher als zu rund sind. Anschließend noch etwas abtropfen lassen und zu einem Chutney oder Curry servieren.

GewürzeTeigkugel und FladenTeigtascheSamosa in der Pfanne

Sowohl bei der Mehlmischung, als auch bei den Gewürzen und bei der Füllung kann man nach belieben und Geschmack herum experimentieren, so dass diese tollen Teigtaschen sicherlich nicht so schnell langweilig werden.

Kartoffeln | Hülsenfrüchte Lieblingsrezepte

Aloo paratha – indisches Fladenbrot mit würziger Kartoffelfüllung

12. Januar 2014
Alu Paratha mit Chawal, raita zu Maha brinjal

Wir Wallygustos essen gerne indisch und so werden auch gerne indische Restaurants in anderen Städten ausprobiert. Bei einem Ausflug nach Hamburg sind wir auf Empfehlung im „Maharaja“ gelandet wo wir das erste Mal auf besagte „Aloo paratha“ bzw. „Alu paratha“ gestoßen sind.

Lange hat es gebraucht, bis ich mich an diese Fladen selbst herangewagt habe, ist doch indisch kochen auch ohne zusätzliche, relativ aufwendig erscheinende Beilagen, an sich schon immer recht zeitintensiv. Als eines Abends Wallygusto auf einem Bloggertreffen weilte und ich noch einen ordentlichen Rest eingefrorenes Curry im Gefrierfach entdeckte wurde nicht lange gefackelt und das quasi schon fertige Curry auf den Herd gestellt und die gewonnene Zeit genutzt um sich an „Alu paratha“ zu wagen.

Ein Rezept als Inspiration war schnell im Buch Vedische Kochkunst (Affiliatelink) von Adiraja Dasa gefunden. Da indische Küche sich sehr gut zum Variieren eignet, habe ich das Rezept jedoch an einigen Stellen nach meinen Vorstellungen verfeinert. Vor allem bei Art und Menge der Gewürze und beim verwendeten Mehl sollte man sich von seinen Wünschen leiten lassen und etwas rumexperimentieren. So verwende ich gerne eine Mischung aus Roggen und Dinkel Vollkornmehl da ich dies besonders herzhaft finde.

Nachdem aus diesem Experiment eine wahnsinnig leckere Beilage entstanden ist, gibt es diese im Hause Wallygusto immer mal wieder zu einen unsere indischen bzw. vedischen Curries.

Zutaten für 2 Personen

Für den Teig:
  • 150 g Mehl (z.B. Gemisch aus Roggen und Dinkel Vollkornmehl)
  • 2 EL Butter (am einfachsten gefroren)
  • 60 -75 ml Wasser lauwarm (Menge abhängig von der Mehlsorte)
  • Etwas Salz
Für die Füllung:
  • 2 kleine bis mittlere Kartoffeln, mehlig oder mittelfest kochend
  • ¼  – ½ TL Kreuzkümmelsamen (Cumin)
  • ¼ – ½ TL getrocknete Chilis, zerstoßen
  • ¼ – ½ TL  Kurkuma, gemahlen (Turmeric)
  • ¼ TL Koriandersamen, zerstoßen
  • 2 grüne Kardamonkapseln, zerstoßen
  • 2 Nelken, zerstoßen
  • ½ TL Ingwer, geriebenem
  • 1 EL Koriander- oder Petersilienblätter, gehackt
  • ½ TL Salz
  • 2-3 EL Öl (z.B. Rapsöl) oder zerlassene Butter (ghee)

Zubereitung

Zunächst die Kartoffel(n) zum weichkochen aufsetzen. Nun für den Teig das Mehl und das Salz sorgfältig vermischen und die Butter hinein reiben. Das geht besonders gut, wenn die Butter noch leicht gefroren ist. Nun fügt man unter Rühren das Wasser vorsichtig hinzu bis ein Teig entsteht, der sich bereits von der Schüssel deutlich abhebt und eine geschmeidige Konsistenz erhält. Diesen Teig dann noch einige Minuten mit den Händen durchkneten. Er sollte möglichst glatt und elastisch sein. Sollte er zu trocken geraten sein und Risse bekommen, vorsichtig noch etwas Wasser hinzufügen. Den Teig als Klumpen in eine Schüssel geben und mit einem feuchten Tuch abdecken und ca. eine halbe bis eine Stunde ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die weichgekochten Kartoffeln abschrecken, schälen und mit einer Gabel zerdrücken. 1-2 EL Öl oder ghee in eine Pfanne geben und erhitzen. Zunächst die Kreuzkümmelsamen für einige Sekunden hineingeben und anrösten, dann die restlichen Gewürze inklusive Ingwer hinzugeben und ebenfalls für einige Sekunden mit rösten. Zu diesen Gewürzen nun die zerdrückten Kartoffeln geben und für zwei bis drei Minuten unter ständigem Rühren anbraten. Zuletzt noch das Salz und die Koriander- bzw. Petersilienblätter hineinrühren und die Kartoffelmischung zum Abkühlen beiseite stellen.

Sobald die Füllung weitestgehend kalt ist, aus dem Teig 6 Kugeln formen und diese zu ca. 15cm große Fladen ausrollen. Die Oberfläche mit etwas ghee oder Öl bestreichen und einen EL Kartoffelmischung in die Mitte des Fladens geben.

Den Fladen über die Füllung zusammenschlagen, verdrillen und den überstehenden Teig abreißen.
Diesen gefüllten Teigklumpen nun vorsichtig flachdrücken und so dünn wie möglich ausrollen ohne das der Teig reißt und die Füllung durch den Teig bricht. Sollte es dennoch geschehen, ist dies kein Beinbruch, schmecken die Fladen doch trotzdem herrlich, sehen jedoch eventuell nicht ganz so perfekt aus. Aus den übrig gebliebenen Teigresten noch einen kleinen, nicht gefüllten, Fladen ausrollen. Wir wollen doch nichts verschwenden.

Nun die Fladen in etwas Öl oder ghee in einer Pfanne langsam, unter mehrmaligem Wenden anbraten bis beide Seiten knusprig und goldbraun sind
01 Paratha Fladen 02 Alu Füllung 03_AP_kl   04 Alu paratha in der Pfanne

Jetzt lediglich noch mit dem Curry servieren und genießen. Dazu passt auch gut ein raita. Und wenn wir für Besuch kochen, dann gibt es auch gerne mal paratha, Reis (chawal) und raita als Beilage.

Und glaubt mir, wenn Ihr diese leckeren Fladen ein paarmal gemacht habt, dann funktioniert das auch neben der Curry Zubereitung leicht und ohne große Hektik.

Kartoffeln | Hülsenfrüchte Lieblingsrezepte

Palak baingan aur channa – Spinat mit Auberginen, Tomaten und Kichererbsen

30. März 2013

Die vedische Küche ist die ursprüngliche indische Kochkunst. Sie wird heute noch in vielen Tempelküchen und auch in Haushalten Indiens angewandt. Es gibt eine große Auswahl an vegetarischen Gerichte ohne Fisch, Fleisch oder Ei. Schön dabei ist, dass die vedische Küche weitestgehend fettfrei ist. Der Geschmack kommt aber dennoch nicht zu kurz, da eine Vielfalt an Gewürzen und Kräutern zum Einsatz kommt.

Da wir Wallygustos gerne Indisch kochen & essen, hat uns eine gute Freundin vor einigen Jahren das Kochbuch Vedische Kochkunst (Affiliatelink) von Adiraja Dasa geschenkt. Dieses Rezept ist nur eines von vielen, die es lohnt nachzukochen.

Zutaten für 2 Personen

  • 1 Dose Kichererbsen
  • 3 EL Pflanzenöl
  • 1 TL Kreuzkümmelsamen
  • 2 Chilis entkernt & kleingeschnitten
  • 2 TL Ingwer gerieben
  • 1 TL Koriander gemahlen
  • 1 TL Kurkuma
  • 2 kleine Auberginen grobgewürfelt
  • 6 Tomaten kleingeschnitten
  • 400 g Blattspinat (TK)
  • 4 EL Wasser
  • 2 TL Salz
  • 1 EL Butter

Zubereitung

Das Pflanzenöl in einem mittleren Topf auf mittlerer Flamme erhitzen. Wenn es heiß ist, der Reihe nach Kreuzkümmelsamen, Chili, Ingwer, Koriander und Kurkuma hineingeben und für ca. 30 Sekunden unter Rühren andünsten.

Auberginenstücke hinzufügen und unter Wenden anbräunen.

Tomaten und gehackten Spinat dazugeben, anschließend noch Wasser und Salz. Die Flamme auf mittlere bis niedrige Stufe stellen, den Topf bedecken und für ca. 10 Minuten köcheln lassen.

Kichererbsen unterrühren und Butter hinzufügen. Auf niedriger Temperatur ohne Deckel weiterkochen lassen, dabei immer wieder umrühren, bis der größte Teil der überschüssigen Flüssigkeit verkocht ist.

Mit „nimbu chawal“ (Zitronenreis) oder „alu paratha“ (indisches Fladenbrot) servieren. Einfacher Reis tut es aber auch. Wir haben es diesmal mit „masala bhat“, das ist ein Gewürzreis, gegessen.