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Großbritannien Unterwegs

Glasgow & Dumfries and Galloway – Einmal quer durch Schottland (1)

31. März 2017
Glasgow & Dumfries and Galloway – Einmal quer durch Schottland

Schon als Herr Wallgusto und ich 2014 das erste Mal in Edinburgh schottischen Boden betreten haben, verliebten wir uns in dieses raue, wunderschöne Land: Zu gemütlich waren die Pubs, zu süffig das Craft Beer und zu sympathisch waren seine trinkfesten, Dudelsack spielenden Einwohner (das ist natürlich nur ein Klischee ;-)) Außerdem glotzen uns auf gefühlt von jeder Postkarte putzige Hochlandrinder an und atemberaubende Bergmassive warten darauf, von uns erobert zu werden. Letztes Jahr war es dann endlich soweit: Wir reisten zum Wandern in die schottischen Highlands & auf die Isle of Skye! Und da ein wenig Kultur nicht fehlen darf, rahmten wir den Urlaub noch mit kurzen Aufenthalten in Glasgow und Edinburgh ein.

Unterwegs nach Glasgow

Da wir möglichst flexibel sein wollen, entscheiden wir uns für die Anreise mit dem eigenen PKW. Außerdem haben wir so genug Platz für Campingequipment, Lebensmittel und was man sonst noch so auf Reisen braucht. Vollbepackt geht es also erst einmal von München nach Amsterdam, wo wir mit der Fähre über Nacht nach Newcastle übersetzen. Dort angekommen, machen wir uns durch die Gemeinde Dumfries and Galloway auf dem Weg nach Glasgow. Natürlich freut uns zwei Kindsköpfe dabei besonders, dass es nicht nur viele schöne Örtchen und Schlösser, sondern auch jede Menge kleine und große Schafe zu sehen gibt! 😉

Schon auf dem Weg von Newcastle nach Glasgow dürfen wir einen kleinen Teil der schottischen Sehenswürdigkeiten kennenlernen! So entdecken wir nach einem kurzen Abstecher in Gretna Green – einem der bekanntesten und beliebtesten Hochzeitsorte der Welt & DIE Touristenhölle schlechthin – die  gut erhaltene Ruine von Caerlaverock Castle. Die einzige dreieckige Wasserburg in Schottland ist etwas ganz besonders: Caerlaverock Castle ist komplett von einem wassergefüllten Graben umgeben und wurde nicht, wie viele andere Burgen, auf einem Felsen errichtet. Dummerweise ist ausgerechnet der Graben auf unserem Foto nicht zu erkennen.

Bei der Sweetheart Abbey handelt es sich um ein ehemaliges Zisterzienserkloster. Der Legende nach hat sich hier eine schottische Edeldame zusammen mit dem Herz ihres geliebten Ehemannes beerdigen lassen. Das muss wahre Liebe gewesen sein!

Glasgow

Bevor wir aber unsere Hauptziele, die schottischen Highlands und die Isle auf Skye, ansteuern, stehen ein paar Tage intensives Sightseeing in Glasgow, Schottlands größter Stadt an. Mit etwa 600.000 Einwohnern ist Glasgow zudem – nach London und Birmingham – die drittgrößte Stadt des Vereinigten Königreichs. Im Gegensatz zur schottischen Hauptstadt Edinburgh gilt Glasgow als Arbeiterstadt.

Klein, aber fein – das The Heritage Hotel

Bevor wir Glasgow unsicher machen, beziehen wir aber erst unser Zimmer im The Heritage Hotel. Das Zimmer ist klein, aber sauber und das Bad winzig. Aber wir sind ja nur zu zweit und den ganzen Tag unterwegs – außerdem bleiben wir ja auch nicht ewig. Es gibt also nicht wirklich was zu meckern. Da das Frühstück im Preis inbegriffen ist und die Bewertungen im Internet durchaus positiv ausfallen, nehmen wir unsere erste Mahlzeit des Tages also im Hotel ein: Müsli, kleine Päckchen mit Cerealien von Kelloggs, abgepackter Käse, Joghurt, Dosenfrüchte und frisches Obst. Dazu gibt es ein warmes Frühstück aus frisch zubereiteten Eiergerichten nach Wahl, Grilltomaten, Potatoe Scones und gebratenen Pilze. Dazu werden Saft, Tee und guter Kaffee gereicht. Alles in allem ist das Angebot nicht überragend, aber sehr sättigend.

Adresse: 4 / 5 Alfred Terrace (Off Great Western Road) Glasgow G12 8RF 

Highlights

Als Schottlands größte Stadt kann Glasgow mit jeder Menge Sehenswürdigkeiten aufwarten. Eines der interessantesten Dinge, die man in Glasgow unternehmen kann, ist es einfach mal nach oben zu sehen um die auffälligen Architekturstile zu bewundern, während man durch die Straßen schlendert. Und so lassen Herr Wallygusto und ich den Sightseeing-Bus links liegen, schnappen uns Reiseführer & Stadtplan und laufen einfach drauf los. Hier nur ein paar unserer Eindrücke!

Die Gallery of Modern Art bewundern wir nur von außen. Ob sie also tatsächlich ein Must-see für moderne und zeitgenössische Kunst ist, können wir also leider nicht bestätigen. Aber Herr Wallygusto und ich fallen sowieso eher unter die Kategorie „Kunstbanausen“. 🙂 Wer glaubt, die City Chambers wären schon vom George Square aus betrachtet beeindruckend genug, sollte unbedingt einen Blick ins Innere riskieren! Das Treppenhaus aus italienischem Carrara-Marmor ist einfach atemberaubend!

Vom Necropolis aus genießen wir einen tollen Ausblick auf die Glasgow Cathedral. Und da wir auch ein bisschen morbide unterwegs sind, machen wir einen kleinen Spaziergang zwischen den alten Grabsteinen des viktorianischen Friedhofes.

Sehr schön sind auch die 1817 erbauten Botanischen Gärten mit ihren zahlreichen Gewächshäusern, von denen Kibble Palace das sehenswerteste ist. Der Kibble Palace ist ein beeindruckendes Glashaus aus Glas und Gusseisen, das eine Fläche von 2137 m² bedeckt.

Pub Crub & ein schnelles Pint zwischendurch

Kürzlich durfte ich im Freundeskreis mal wieder eine vollkommen sinnlose Diskussion über die Qualität des schottischen Essens führen. Klar lässt sich die Kost hier nicht mit der Gemüseküche Griechenlands oder der Pasta Italiens vergleichen, doch hat sich kulinarisch inzwischen einiges getan! Die Rückbesinnung auf die heimischen Produkte von erstklassiger Qualität sorgen dafür, dass in der schottischen Küche schon lange nicht mehr nur Frittiertes auf den Tisch kommt. Und wem die Küche Schottlands absolut nicht zusagen will, dem steht der Weg zu unzähligen Lokalen mit internationaler Küche offen. Die Süddeutsche Zeitung hat dies in ihrem Artikel The Taste Of Scotland gut auf den Punkt gebracht.

Und so kommt es auch, dass der sogenannte „Pub Grub“ inzwischen um einiges schmackhafter ist als sein Ruf! Wir haben uns davon selbst mal wieder überzeugen können:

Zu Füssen des Glasgow Necropolis stoßen wir auf das riesige Gelände der Wellparkbrauerei, die mit dem Tennent’s Lager Schottlands Marktführer bei den untergärigen Bieren ist. 2015 sprang man auf den Craft Beer Zug auf und bietet seitdem mit der Drygate Brewing Company (85 Drygate) handgebraute Biere mit so rustikalen Namen wie Ax Man Rye und Bearface an. Die Biere verkosten wir natürlich gleich vor Ort im zur Brauerei gehörenden Pub. Und da Sightseeing bekannter Weise sehr, sehr hungrig macht, gönnen wir uns dazu eines der herrlichen Sandwiches zum Selbstbelegen.

Im Pub der jungen Wilden von Brewdog (1397 Argyle Street) gefällt es uns so gut, dass wir gleich zweimal einkehren: Nachmittags zum Bier trinken, wo ich meine Liebe zu Jet Black Heart, einem unglaublich dunklem Milk Stout mit intensiven Kaffee- und Schokoladenaromen, entdecke. Und ein paar Stunden später zum Abendessen, als wir ein vegetarisches Sandwich mit einem recht ungewöhnlichen Belag aus Linsen und Senfkörnern probieren – weder fettig, noch langweilig, nur einfach köstlich!

Auf ein Pint in’s Pub

Natürlich muss man im Pub nichts Essen sondern kann es sich auch einfach nur mit einem (Half) Pint Bier oder Cider gut gehen lassen:

Das Inn Deep (445 Great Western Road) lässt das Herz eines jeden Craft Beer – Liebhabers höherschlagen: Seit 2012 werden hier unter dem Motto “craft beer, not crap beer.” 12 ausgewählte Biere vom Fass serviert. Und wer seinen besten vierbeinigen Freund mitbringt, der darf ihn mit gratis Hundekeksen verwöhnen. Der Ben Nevis (1147 Argyle Road) ist mit einer Höhe von 1345 Metern der höchste Berg Schottlands und Großbritanniens. Das gleichnamige Pub hingegen ist klein, aber sehr gemütlich – und im Grunde genauso, wie ich mir ein Pub schon immer vorgestellt habe. Von daher ist es einfach nur großartig und ich kann Euch nur empfehlen, dort einmal auf ein Pint oder zwei vorbeizuschauen. Das kleine Pub The Belle (617 Great Western Road) liegt unweit unseres Hotels und eignet sich daher hervorragend für einen kleinen Absacker. Gemütlich sitzt es sich auch auf der kleinen Terrasse des Black Sparrow (241 North Street). Ein bisschen enttäuscht sind wir von der laut unserem Reiseführer legendären The Horse Shoe Bar (17-19 Drury Street) – aber für ein schnelles Bierchen vor dem Abendessen kommt uns das recht gewöhnliche Pub dann doch gerade recht.

Must Do – Indisch essen gehen

Wo man in Glasgow zum Essen hingehen sollte? Natürlich zum Inder, denn selten gibt es eine so große Auswahl an guten indischen Lokalen wie hier! Unsere Wahl fällt nach kurzer Suche und einem intensiven Blick auf die Speisekarte auf das Punjabi (157 North Street), wo wir uns mit krossen Pakora, frischem Naan und vegetarischem Curries verwöhnen lassen. Leider sind wir danach so voll, dass keine Nachspeise mehr Platz hat. Oder soll ich sagen, zum Glück? Denn so versäumen wir es mal wieder den legendären frittierten Mars-Riegel zu probieren, den wir danach nämlich nirgends mehr zu Gesicht bekommen.

Fazit

Glasgow ist auf jeden Fall einen Besuch wert! Auch wenn wir seine kulturellen Highlights wie Museen und Galerien gar nicht richtig zu würdigen wissen – der Wettergott meint es zu gut mit uns! So sitzen wir lieber in einem der schönen Parks statt moderne Gemälde und historische Artefakte in stickigen Ausstellungsräumen zu bewundern. Noch mehr Informationen über Glasgow (und natürlich Schottland im Allgemeinen) findet Ihr auf www.visitscotland.com. Die nächste Station auf unserer Rundreise ist der Loch Lomond, der als schönster See Schottlands gilt!

Kartoffeln | Hülsenfrüchte Lieblingsrezepte

Bohnen in Tomatensauce | Gastbeitrag auf HOL(L)A DIE KOCHFEE

24. März 2017
Bohnen in Tomatensauce

Es gibt Blogs, die haben sich der gesunden Ernährung & Low Carb verschrieben –  so wie die liebe Petra von HOL(L)A DIE KOCHFEE. Frei nach dem Motto „Das Leben ist zu kurz, um schlecht zu essen“ veröffentlicht sie regelmäßig Rezepte zu diesen Themen und auch ein Kochbuch hat sie bereits erfolgreich veröffentlicht. Das Schöne ist, dass ich Petra im Rahmen eines Bloggerevents persönlich kennengelernt und sie dabei in mein Herz geschlossen habe. Denn was verbindet mehr, als die gemeinsame Liebe zu gutem Essen & ein Gläschen Wein?

Als Petra mich also fragte, ob ich an ihrem Healthy Monday zu Gast sein möchte, war ich natürlich hoch erfreut! Zwar bin ich bekennender Kuchenschnabulierer (bei Käsekuchen sag‘ ich niemals nein) und großer Pasta-Liebhaber (Nudeln gehen immer!!!), doch liegt mir gesunde und ausgewogene Ernährung sehr am Herzen. Schließlich wird bei Herrn Wallygusto und mir (bis auf wenige Ausnahmen) immer frisch gekocht – und zwar oft so einfache und trotzdem köstliche Gerichte wie Bohnen in Tomatensauce. Bohnen sind übrigens nicht nur unglaublich lecker, sondern in ihren Formen unglaublich vielseitig: Welches andere Gemüse gibt es schon in grün oder weiß, dick oder dünn? Außerdem sind die kleinen Kerle unglaublich gesund, da sie voller wertvoller Inhaltsstoffe wie Protein und Mineralstoffe sind.

Neugierig geworden? Dann schaut mal auf Petra vorbei – auf HOL(L)A DIE KOCHFEE gibt’s das komplette Rezept! 😉

Bohnen in Tomatensauce

 

Café Restaurants

Die Waldmeister | Maxvorstadt 

17. März 2017
Die Waldmeister | Maxvorstadt

Im Januar waren Herr Wallygusto und ich das erste Mal seit langer Zeit mal wieder beim Frühstücken. Und da Essen in Gesellschaft lieber Menschen noch viel mehr Spaß macht, hatten wir noch Sabine von Pastamaniac, Ines von münchnerküche und Sabrina und Steffen von Feed me up before you go-go im Schlepptau. Und da wir alle schon viel über das Frühstück im Waldmeister gehört hatten, stand eine geeignete Location schnell fest.

Innen

Schon beim Betreten des des kleinen Lokals läuft uns das Wasser im Mund zusammen: In der Vitrine im Eingangsbereich warten knusprige Croissants und dicke Schokoladenmuffins darauf, den hungrigen Gästen serviert zu werden. In den Wandregalen findet sich eine kleine, aber feine Auswahl an Delikatessen: Nudeln von RUMMO meine Lieblingspasta), Espressobohnen…

Die Einrichtung im Waldmeister ist spartanisch. Dazu passend sind die blaugrauen Wände mit den puristischen Bildern mit den Initialen des Lokals. Einziger – und dafür umso auffälliger – Schnickschnack sind die riesigen Kronleuchter an der Decken.Zum Sitzen gibt’s große Holztische mit Sitzbänken und einfachen Stühlen. Leider ist es bei unserem Besuch ein wenig zugig, so dass ich mich schnell in meine dicke Winterjacke kuschle.

Speisekarte

Im Waldmeister gibt Frühstück zum Ankreuzen. Und obwohl die Frühstückskarte im Waldmeister sehr übersichtlich ist, gehen uns die Kreuzchen nicht leicht von der Hand: Nehme ich jetzt Rührei mit Kräutern oder Tomaten? Oder doch lieber Natur? Und was dazu? Bircher Müsli? Guacamole? Und braucht es noch Käse zum Rührei? Oder werde ich so satt? Natürlich gibt es auch Klassiker wie Marmelade, Nutella, Honig und Frischkäse, was die Auswahl noch zusätzlich erschwert. Wir haben also (auch als Vegetarier) die Qual der Wahl und lassen uns richtig viel Zeit, um alle nur erdenklichen Frühstücksvariationen durchzuspielen.

Geschmack

Das Rührei von freilaufenden Hühnern hat eine ordentliche Größe, ist fluffig und sehr lecker. Die Guacamole ist für meinen Geschmack nicht dick genug und ein wenig zu säuerlich – anscheinend wird ihr im Waldmeister großzügig Zitronensaft zugesetzt. Richtig toll ist der üppige Brotkorb, der Ciabatta mit und ohne Tomaten und Bauernbrot enthält. Herr Wallygusto ist außerdem schwer begeistert von seinem Bircher Müsli, das im Weckglas serviert wird und größer ist, als es auf den ersten Blick aussieht. Auch an Ziegenkäse, Scamorza und Marmelade gibt’s nichts auszusetzen.

Service

Nett sind sie ja, die Mädels im Service. Und unsere erste Bestellung wird fix aufgenommen und serviert. Auch wenn das Hin und Her mit dem Ziegenkäse von Teller zu Teller etwas befremdlich ist. Aber kaum ist der erste Cappuccino geschlürft und unsere Tellerchen leer, interessiert sich niemand mehr für uns. Und als wir dann endlich wieder Beachtung geschenkt bekommen, erfahren wir, dass wir eh am Tresen zu zahlen haben.

Preise

Rührei kostet € 3,90 , die Extras wie Tomaten bis zu € 1,00. Die Portion Käse gibt’s für € 2,30, den Brotkorb für € 2,00. Dazu ein Cappuccino für € 2,80 und das Frühstück ist perfekt.

Da Qualität und Menge nicht wirklich etwas zu wünschen übrig lassen, finden wir die Preise im Waldmeister angesichts der tollen Lage mitten in der Maxvorstadt angemessen.

Fazit

Das Frühstück ist schmackhaft, aber nichts besonderes, wie Herr Wallygusto und ich finden. Dazu kommen das angenehme Ambiente und der nette Service, der leider etwas an Aufmerksamkeit fehlen lässt. Für uns als Nicht-auswärts-Frühstücker ist das Waldmeister daher eine Empfehlung für alle, die zu Gast in München und auf der Suche nach einem kleinen, unkomplizierten Frühstück sind.

Adresse: Barerstr. 74, 80799 München

orientalisch Restaurants

Kismet | Altstadt

27. Februar 2017
Kismet München

Für einen Foodblogger ist es ein Traum in einer Stadt wie München zu leben! Nicht nur, dass ich auch eher seltene Lebensmittel ohne große Probleme kaufen kann – auch die Auswahl an Restaurants und Kneipen ist unwahrscheinlich groß. Und fast jede Woche kommen interessante Neueröffnungen dazu. Kein Wunder also, dass der Restaurantindex auf Wallygusto seit Jahren wächst und gedeiht. Erfreulicherweise gibt’s inzwischen auch eine gute Auswahl an vegetarischen und sogar veganen Restaurants. Die Herr Wallygusto und ich normalerweise nicht besuchen, da uns das Speisenangebot – gemessen an den zu zahlenden Preisen – selten verhältnismäßig vorkommt. Eine Ausnahme haben wir im Januar anlässlich unseres 16. Jahrestages gemacht und uns einen kulinarischen – rein vegetarischen – Rundumschlag im orientalischen Restaurant Kismet in der Münchner Altstadt gegönnt.

Drinnen

Dass sich in den Räumlichkeiten des Kismet gegenüber des Polizeipräsidiums einmal eine Konditorei befunden haben soll, merkt man nicht mehr. Die ehemalige Backstube mit ihrer hohen Decke und dem Oberlicht ist der Speisesaal und damit das Herzstück des vegetarischen Restaurants. Um dem ganzen einen schicken, aber dennoch Touch zu verpassen, wurden die Kacheln der Backstube mit satter smaragdgrüner Farbe überpinselt und auf dem Boden Holzdielen verlegt. Die vielen dicken Kerzen hinter den eckigen Glasscheiben verleihen dem Raum zusätzlichen Glanz.

Natürlich kann man auch im Restaurant Cocktails bestellen, aber weil wir neugierig sind, nehmen wir diese in der Kasbah Bar im ersten Stock ein. Auch hier ist alles in Smaragdgrün gehalten. Die Möbel wirken dabei ein wenig wie in Liliput – Bar, Hocker und Tische sind ungewohnt niedrig.

Speisekarte

Die Speisekarte im Kismet ist ebenfalls in Türkis gehalten und passt somit farblich perfekt zur Einrichtung. Leider ist sie dadurch bei Kerzenlicht nur sehr schwer zu lesen, da sie in recht kleiner, weißer Schrift gedruckt ist.

Aus welcher Ecke des Orients die Gerichte im Kismet jetzt genau kommt, ist schwer zu sagen. Daher setzt sich aus Einflüssen aus der türkischen, marokkanischen, libanesischen & israelischen Küche eine übersichtliche, aber interessante Auswahl an Mezze, Gözleme (türkisches Fladenbrote mit diversen Füllungen), Tajine und Desserts zusammen. Figurbewusste können zudem zwischen drei Salatvariationen wählen. Auch werden zwei, drei wechselnde Tagesgerichte angeboten. Die Cocktailkarte bietet äußerst fantasievolle Kreationen und die Auswahl fällt echt schwer!

Da Herr Wallygusto und ich unseren 16. Jahrestag feiern, lassen wir es ordentlich krachen und stellen uns ein Drei-Gang-Dinner zusammen: Als Vorspeise gibt’s Kichererbsen Mousse mit gerösteten Pinienkernen und Berberitzen und geräuchertes Auberginenragout. Anschließend lassen wir zwei Tajines servieren: Black eyed peas mit roten Zwiebeln, Paprika, Pflaumen und Schafsjoghurt für Herrn Wallygusto und Kichererbsen, Paprika,  Salzzitronen und Halloumi für mich. Abschließend teilen wir uns noch einen Kokos-Milchreis mit Aprikosenkompott und Zimt.

Geschmack

Das Auberginenragout überrascht mit leichter, pfeffriger Schärfe und einem Hauch Zitrone. Das Kichererbsen Mousse war nicht besser oder schlechter als vom normalen orientalischen Imbiss um die Ecke oder das Fertigprodukt aus dem Biomarkt. Einzig die Berberitzen waren ein wenig außergewöhnlich. Beide Vorspeisen werden mit frischem Fladenbrot, Papadam und ein wenig Wildkräutersalat serviert.

Bei den Tajines handelt es sich um marokkanische Tontöpfe, in denen das Essen normalerweise auch zubereitet wird. Ich glaube, im Kismet werden die Gerichte im Topf zubereitet und nur in der Tajin serviert. Wie dem auf sei – auf jeden Fall werden dazu Cous Cous und Fladenbrot gereicht. Beide Gerichte überzeugen mit ihrer Mischung unterschiedlichster Aromen – vor allem die Salzzitronen haben es uns angetan!

Obwohl wir dank der üppigen Portionen schon längst satt sind, können wir uns ein Dessert nicht verkneifen! Wir sind dann auch froh, dass wir uns den Kokos-Milchreis teilen, denn es gibt zwei große Nocken mit ordentlich Aprikosenkompott, das fruchtig-süß ist eine eine zarte Zimtnote hat. Der heiße Mokka wird im Kupferkännchen serviert und schmeckt intensiv nach Kardamom.

Auch die Cocktails sorgen für tolle und unerwartete Geschmackserlebnisse – allen voran der Beirut Punch (Pine Nuts Infused Rhum, Grilled Lime, Honey, Nutmeg) und die Damaskus Daisy (Jasmine Tea-infused Gin, Lemon, Rose Sirup, Soda, Rose Water).

Service

Der Service im Kismet ist sehr professionell und aufmerksam. Unsere Bestellungen werden schnell aufgenommen und serviert – lange Wartezeiten gibt es nicht. Ein ganz besonderes dickes Lob geht an die beiden Jungs hinter dem Tresen der Kasbah Bar – die Cocktails sind einfach göttlich!!

Preise

Das Essen ist nicht günstig, jedoch stimmt unserer Meinung nach das Preis-Leistungsverhältnis: Für die Mezze zahlen wir € 5,50, für die Tajin-Gerichte je € 16,50. Der offene Wein (0,1) kostet zwischen 3,50 und 5,50, das kleine Kännchen Mokka € 3,80 und der Liter stilles Tafelwasser € 5,50. In der Bar legen wir für einen Cocktails jeweils € 10,50 hin.

Fazit

Die Gerichte im Kismet sind einfach, sorgen aber trotzdem (zumindest bei uns) für völlig neue Geschmackserlebnisse. Und auch die Cocktails sind meiner Meinung nach außergewöhnlich & sehr lecker! Beim nächsten Mal muss ich unbedingt ein Picon Beer probieren – ein karamellfarbenes Aperitifgetränk aus Orangen, dass mit Hellem aufgegossen wird. Bei ein paar Jungs an der Bar war dieser Cocktail auf jeden Fall sehr beliebt! Und da es auch am Service nichts zu meckern gab, werden wir auf jeden Fall mal wieder kommen!

Adresse: Löwengrube 10, 80333 München

bayerisch Restaurants

Wirtshaus Maxvorstadt | Maxvorstadt

13. Februar 2017
Wirtshaus Maxvorstadt München

Bevor Herr Wallygusto und ich nach Laim zogen, haben wir uns ein klitzekleines 1-Zimmer-Apparement im wuseligen Maxvorstadt geteilt. Und natürlich genossen wird damals das reichhaltige Angebot an Restaurants und Kneipen in vollen Zügen. Inzwischen sind wir nur noch selten dort unterwegs – gemütlich sind wir geworden, fast schon Stubenhocker. Einzig im Café Puck und dem Türkenhof sind wir zwar nicht oft, aber doch mit einer gewissen Regelmäßigkeit zu finden.

Auf der Suche nach einem Restaurant, dass verkehrsgünstig auf dem Weg ins Zenith in Freimann liegt, stieß Herr Wallygusto im November letzten Jahres auf das Wirtshaus Maxvorstadt. In den ehemaligen Räumen des Pauls servieren Boris Pachov und Thomas Winkler ihren Gästen seit 2014 feine bayrische Köstlichkeiten. Da die umfangreiche Speisekarte auch eine große Auswahl für Vegetarier bietet, haben wir natürlich gleich einen Tisch im Wirtshaus Maxvorstadt reserviert. Und wir wurden nicht enttäuscht!

Drinnen

Das Wirtshaus Maxvorstadt verbindet urgemütliche Atmosphäre mit modernem Ambiente – das liegt zum einen an der großen Fensterfront, die ein luftiges, helles Ambiente schafft; zum anderen am Verzicht an übermäßig rustikalen Dekorationselementen. Das Bodenständigkeit im Wirtshaus Maxvorstadt groß geschrieben wird, beweist die hauseigene Kegelbahn. Da die Bahn und das Kegelstüberl vom Gastraum getrennt sind, findet sich hier der ideale Raum für kleine Feiern mit bis zu 20 Personen.

Speisekarte

Laut eigener Aussage werden die Speisen mit viel Liebe und Herzblut, aber vor allen Dingen mit frischesten Produkten und Zutaten aus dem direkten Umland zubereitet. Grundlage der unverwechselbaren, bodenständigen Landhausküche sind das richtige Rezept und perfektes Handwerk. Und da die Jahreszeiten kommen und gehen, wechselt auch die Speisekarte im Wirtshaus Maxvorstadt und passt sich der Jahreszeit an. Und so kommt es, dass die Speisekarte feine bayerische Köstlichkeiten bietet – allen voran alpenländische Klassiker, die doch irgendwie anders sind. Erfreulicher Weise gibt es eine Vielzahl an vegetarischen Speisen und großen Salaten.

 

Geschmack

Das Essen wird schnell serviert und die Portionen sind riesig. Die Bestandteile meines großes Pflücksalates sind sehr, sehr frisch und die vegetarische Maultasche ist sehr schmackhaft. Dazu gibt es fruchtiges Kürbischutney mit einer leichten Anisnote, dass wider Erwarten sehr gut mit dem Rest des Essens harmoniert. Ein Highlight sind auch die Haselnussspätzle mit Traubengelee – meiner Meinung nach eine sehr eigenwillige Kombination, die aber hervorragend funktioniert. Auch bei unserem zweiten Besuch, ein paar Monate später, sind wir hin und weg vom Knödelduo von Spinat-und Bergkäseknödel & Vollkorn-Dinkel-Käsespätzle mit leicht geräuchertem Käse. Das Wirtshaus Maxvorstadt hat uns mit seinen Speisen also voll und ganz überzeugt!

Service

Der Service im Wirtshaus Maxvorstadt ist freundlich und aufmerksam – und a bisserl g’schert. Herr Wallygusto erntet aufgrund seiner Unentschlossenheit bei der Wahl seines Getränkes einen spöttischen Blick und wird gleich liebevoll auf „Zauderer“ getauft. Ein Missverständnis bei der Bestellung – ich bekam erst die Maultauschen mit Tomatensauce serviert – wird ohne Gejammer professionell behoben. Und eine charmante Entschuldigung gab’s noch dazu!

Preise

Der große Pflücksalat mit vegetarischen Maultaschen kostet € 13,90, die Haselnussspätzle mit Traubengelee einen Euro weniger. Für Helles und Dunkles Weißbier (beides 0,5) zahlen wir jeweils € 3,90.

Fazit

Toller, aufmerksamer Service, umfangreiche Auswahl an (vegetarischen) Speisen, leckeres Essen & gemütliche Atmosphäre! Einfach super!

Adresse: Augustenstr. 53, 80333 München

Kartoffeln | Hülsenfrüchte Lieblingsrezepte

Kichererbsen-Sauce mit Stangensellerie, Karotten & Tomaten | Produkttest

4. Februar 2017
Kichererbsen-Sauce mit Stangensellerie, Karotten & Tomaten

Kichererbsen kannte man schon vor 8.000 Jahren in Vorderasien. In der Antike gelangte sie über Nordafrika und Indien bis ins alte Rom. Noch heute wachsen sie wild wie Unkraut im Orient und in südeuropäischen Ländern. Angebaut werden Kichererbsen in vielen Ländern, allen voran Indien und Pakistan, Nordafrika, Spanien und in der Türkei. Kichererbsen sind aber nicht nur lecker, sie sind auch eine wichtige Eiweißquelle für Vegetarier und Veganer. Außerdem liefern sie mit rund 6 mg Eisen pro 100 g eine dicke Portion des bei Veggies oft fehlenden Mineralstoffes. Besonders interessant speziell für Veganer ist außerdem der Kalzium-Gehalt von Kichererbsen, der mit 124 mg ungefähr dem von Milch entspricht. Auch Figurbewusste sollten ruhig öfter zu Kichererbsen greifen: Die leckeren Hülsenfrüchte enthalten zwar relativ viele Kalorien, machen aber dafür mit ihrem hohen Ballaststoffgehalt schnell und lange satt. (Quelle: eatsmarter.de)

Wie schön, dass man diese lustigen Gesellen in Kalabrien zu Pasta isst, denn diese Kombination ist einfach unschlagbar! Dieses Rezept ist eine Mischung verschiedener Rezepte, die Herr Wallygusto und ich im Internet gefunden haben. Es entspricht zwar nicht ganz der Kichererbsen-Sauce, die wir im Urlaub gegessen haben, ist aber trotzdem sehr, sehr lecker. Zu dieser Sauce könnt Ihr normale Pasta servieren – oder Ihr probiert mal die Gewürznudeln Arabische Art von Pastatelli aus.

Gewürznudeln von Pastatelli

Gewürznudeln – was soll das sein?

Jeder Nudelsorte wird beim Herstellungsprozess eine ausgewählte Gewürzmischung aus bis zu 10 Gewürze & Kräuter direkt in den rohen Nudelteig gegeben. So ist sicher, dass jede Nudelsorte ihren ganz eigenen, unverwechselbar aromatischen Geschmack hat. Dabei ist jede Nudel in wochenlanger Arbeit auf die Gerichte perfekt abgestimmt, für sie vermutlich verwendet werden kann: Die Erfinder von haben jede erdenkliche Nudel-Gericht-Kombination bedacht und geben nur die Gewürze & Kräuter in die jeweilige Nudelsorte, die den Geschmack unseres Lieblingsgerichtes besser zur Geltung bringt.

Toll ist, dass das Ganze ohne Zusatzstoffe funktioniert! Alle Nudeln sind hausgemacht und es werden nur Hartweizengries und besondere Gewürz- und Kräutermischungen verwendet. E-Stoffe, Hefe-Geschmacksverstärker und „naturnahe“ Aromen werdet Ihr auf der Liste der Inhaltsstoffe – zum Glück – vergeblich suchen!

Und wie schmeckt’s?

Im Webshop von Pastatelli könnt Ihr zwischen 16 verschiedenen Sorten wählen: Neben Gewürznudeln mit Tomate-Paprika, Waldpilz oder Kräuter der Provence gibt es süße Nudeln mit Schokolade. Was gleich beim Kochen auffällt: Die Nudeln verbreiten schon nach kurzer Zeit im heißen Wasser einen atemberaubenden Duft nach Kräutern und Gewürzen. Darum schmecken die Nudeln auch am besten a la Aglio e oglio – so kommen die verschiedenen Aromen am besten zur Geltung.

Was uns nicht so gut gefällt, dass keine Kochzeit auf den Nudelpäckchen angeben ist. Aber wir finden ohne Probleme durch ausprobieren heraus, dass diese Recht kurz ist und je nach Sorte bei 3-5 Minuten liegt.

Vielen Dank an dieser Stelle an Eva und Andreas von Pastatelli., die uns das Testpaket kostenlos und unverbindlich zur Verfügung gestellt haben. Die Fotos ohne Wasserzeichen wurden mir freundlicherweise ebenfalls von den beiden zur Verfügung gestellt.

Aber jetzt genug gelabert – hier ist das Rezept für Kichererbsen-Sauce mit Stangensellerie, Karotten & Tomaten! 😉

Kichererbsen-Sauce mit Stangensellerie, Karotten & Tomaten

Zutaten für 2 Personen

  • 130 g getrocknete Kichererbsen (braun & weiß)
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 2 TL getrockneter Rosmarin
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 4 Stangen Staudensellerie, in Scheiben
  • 2 Tomaten, klein gewürfelt
  • 1 frische rote Chili, fein gehackt
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • nach Belieben Basilikumblätter

Kichererbsen mit lauwarmem Wasser bedeckt über Nacht einweichen.

Eingeweichte Kichererbsen abgießen. Topf auswaschen, Kichererbsen zusammen mit Knoblauch, Rosmarin, Zwiebel, Staudensellerie, Tomate und Chili wieder zurück in den Topf geben. Alle Zutaten großzügig mit Wasser bedecken. Zugedeckt zum Kochen bringen und ca. 45-60 Minuten leise köcheln, bis die Kichererbsen gar sind.

Wer die Kichererbsen-Sauce dicker mag, püriert einfach ein Drittel davon und gibt dieses wieder zurück in den Topf. Anschließend mit Salz, Pfeffer und Basilikum abschmecken.

Deutschland Unterwegs

Nürnberg | Impressionen

2. Februar 2017
Impressionen aus Nürnberg

Mitte Oktober war ich auf dem Chefkoch Foodcamp 2016 in Nürnberg. Da ich keine Lust hatte, am selben Tag ins Frankenland und wieder zurück zu fahren, beschlossen Herr Wallygusto und ich, gleich das ganze Wochenende dort zu verbringen. Während ich mich aber den ganzen Tag mit Schlemmen, Kochen und Netzwerken beschäftigte, ging er eine Runde Bouldern und anschließend saunieren. Am Abend trafen wir uns dann, um gemeinsam Nürnberg unsicher zu machen. Und hier sind nun unsere (kulinarischen) Tipps für Euch!

Übernachten

Das Hotel Five am Obstmarkt ist ein modernes, zentral gelegenes Hotel mit einem vorzüglichen Frühstück á la carte. Die 16 Zimmer des kleinen Boutiquehotels entsprechen dem internationalen Standard eines 3-Sterne-Superior Hauses. Unser Zimmer ist recht groß und warte mit tollen Pflegeprodukten von Stop The Water While Using Me auf. Da das Five ein Energiesparhotel ist, passen diese natürlich hervorragend ins Gesamtkonzept.

Essen & Trinken

Die Frankenstube bietet trotz ihres eher rustikalen Namens mit einer unglaublich großen Auswahl an vegetarischen und veganen Gerichten auf. Vieles davon ist zudem Bio!

In der Hausbrauerei Altstadthof bestellen wir als kleinen Absacker Schwarz Rot Gold – ein Tris aus 0,20 l Probierkrügen mit süffigem SchwarzBier, traditionellem RotBier und ursprünglichem HellesBier.

Der Salon Regina im angesagten Stadteil Gostenhof besticht mit Retro Schick, leckerem Kuchen und hausgemachter Gurkenlimonade. Die gibt’s auf Wunsch übrigens auch mit Gin. 😉

Noch mehr Tipps für Euren Städtetripp gibt der Artikel Nürnberg kann Currywurst.

 

Café

Sugar Girls | Buchvorstellung 

26. Januar 2017
Sugar Girls - Callwey Verlag

Kennt Ihr das auch? Ihr verdient gutes Geld mit einem Job, der eigentlich gar nicht so übel ist, habt obendrein noch nette Kollegen & einen recht coolen Chef – aber Ihr fragt trotzdem immer wieder, ob Ihr das wirklich bis zur Rente machen wollt? Tag ein, Tag aus, mit allen positiven wie auch negativen Begleiterscheinungen? Richtige Erfüllung sieht in meinen Augen dennoch etwas anders aus – zum Beispiel könnte ich mir sehr gut vorstellen, irgendwann einmal ein kleines Café zu eröffnen. Dort würde ich dann selbstgemachte Kuchen und liebevoll belegte Sandwiches verkaufen. Dazu noch ein bisschen Salat, deftige Eintöpfe und Suppe – natürlich alles rein vegetarisch. Ergänzen würde ich mein Angebot um eine kleine, aber feine Auswahl an Craftbeer sowie Kaffee von kleinen Röstereien aus der Region. Natürlich dürfen auch ein paar auswählte Zeitschriften und ein Kulturprogramm in Form von Krimilesungen nicht fehlen. Klingt gut? Finde ich auch!  Warum also verwirkliche ich mir diesen Lebenstraum nicht? Ganz einfach – ich bin zu feige. Außerdem sind mir meine Freizeit und regelmäßige, lange Urlaube sehr wichtig. Und meine Freunde möchte ich nicht nur dann sehen können, wenn sie gerade Gäste bei mir im Café sind.

Es lohnt sich aber durchaus, den inneren Schweinehund zu überwinden – Beispiele gibt es schließlich genug! So wie die 20 mutigen und kreativen Frauen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die in Sugar Girls erzählen, wie sie sich ihren Traum vom eigenen Café verwirklicht haben.

Autor

Jana Henschel arbeitet nach Stationen wie „Der Tagesspiegel“, „Die Welt“ und „Bild“ als Reporterin bei einer großen deutschen Frauenzeitschrift. 2008 hat sie ein Buch mit dem Titel „Telefonate mit Denise“ herausgebracht.

Meike Werkmeister
schreibt als freie Autorin für verschiedene große Magazine. In der Frauenzeitschrift „Maxi“ veröffentlicht sie seit 2010 ihre Kolumne „So viel zum Thema“. Im Frühjahr 2016 erschien ihr Roman „Nachspielzeit in Sachen Liebe“.

Die Fotografin Ulrike Schacht arbeitet als freie Fotografin für viele namhafte Magazine und große Unternehmen.

Sugar Girls - Callwey Verlag

White Rabbit’s Room | München

Optik

Schon das Cover von Sugar Girls fällt sofort ins Auge – schuld daran ist der rosafarbene Schutzumschlag, in diesen Mitte ein kleines Kuchendeckchen prangt, seinerseits flankiert von zwei freundlich lächelnden Cafébesitzerinnen, süßen Cookies und bunten Blumen.

Klappt man das Buch auf, geht es auf 192 Seiten ansprechend und (teilweise) zuckersüß weiter. Auf insgesamt 343 farbigen Abbildungen darf der Leser einen Blick in die Kuchentheke der wunderschönen, sehr individuellen Cafés werfen und sich in Gedanken schon mal einen Tisch in einer gemütlichen Ecke aussuchen. Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber ich bekomme beim Durchblättern von Sugar Girls sofort Lust auf ein Stück Waikikikuchen in der Wiener Pure Living Bakery. Oder auf einen Carrot Cake im Café eliza in Berlin.

Sugar Girls - Callwey Verlag

Christina Doms | White Rabbit’s Room

Inhalt

Sie waren Beamtin, Lehrerin, Stewardess – und sie hatten alle einen Traum. Eines Tages haben sie ihn wahr gemacht. In dem wunderbaren Buch Sugar Girls erzählen Frauen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, wie sie ihr eigenes Café eröffnet haben. Gegen alle Widerstände und Zweifel! Sie kündigten, übernahmen einen kleinen, runtergekommenen Laden und machten ihn zu ihrem, mit eigenen Händen und oft monatelanger Knochenarbeit. Die Ergebnisse sind vollkommen verschieden, aber jedem Café sieht man heute an, wie viel Zeit und Liebe in ihm steckt.

Das transportieren die Reportagen von Jana Henschel und Meike Werkmeister, illustriert mit den wunderschönen Fotos von Ulrike Schacht. Jedes Café – darunter auch der White Rabbits Room in München – wird mit der kurzen Geschichte seiner Besitzerinnen und vielen ansprechenden Fotos vorgestellt.  Neben ihrer Einrichtung und ihren Stil-Geheimnissen stellen uns die Sugar Girls natürlich auch ihre Lieblingsrezepte vor, beispielsweise Schbundekäs-Kiesch von Brit aus Mainz. Das Buch ist also nicht nur Café-Führer sondern auch Deko-Fibel und Rezeptbuch. Last but not least: Am Ende des Buches geben die Cafébesitzerinnen in einem ausführlichen Service-Teil ihre persönlichen Gründer-Tipps für alle, die nach der Lektüre selbst Lust bekommen haben, ein Café zu eröffnen. Denn schließlich habe nicht nur ich schon einmal diesen Satz gesagt: „Irgendwann mache ich ein Café auf …“

Die Sugar Girls findet Ihr auch online auf www.facebook.com/SugarGirlsBuch.

Sugar Girls

Kurzprofil

Titel:  Sugar Girls
Autor:  Jana Hentschel / Meike Werkmeister
Herausgeber:  CALLWEY
ISBN: 978-3-7667-2211-9
Preis:  € 29,95

Fazit

Sugar Girls ist ein tolles Buch für jeden, der vom eigenen Café träumt, aber bisher nie den Mut hatte, diesen zu verwirklichen. Und wer weiß, vielleicht klappt es ja nach der ausgiebigen Leküre? Außerdem ist es tolle Inspiration für den nächsten Kaffeeklatsch! Ich persönlich kann Euch einen Besuch im White Rabbits Room in München wärmstens empfehlen – die Zimtschnecken und der Apfelkuchen sind einfach köstlich!

Vielen Dank an den CALLWEY Verlag, der mir das Buch – sowie das Cover & die Fotos daraus – freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

Allgemein

Schmeckt nach mehr | #foodblogbilanz16

31. Dezember 2016
foodblogbilanz2016

Eigentlich wollte ich ja von Weihnachten bis Mitte Januar pausieren und den Blog Blog sein lassen, aber dann flatterte der Aufruf zur #foodblogbilanz16 ins Haus. Und da ich ein großer Fan von Jahresrückblicken bin, konnte ich natürlich auch dieses Jahr der Versuchung nicht widersehen, für 2016 meine kulinarische Bilanz zu ziehen.

Vielen Dank an Sabine von Punktkommatext, die sich dieses Jahr den Staffelstab von Sina von Giftigeblonde, zurückgeholt hat und zur #Foodblogbilanz16 aufgerufen hat. Wer heute noch mehr Jahresrückblicke lesen möchte, sollte auf jeden Fall bei ihr vorbeischauen!

1. Was war 2016 dein erfolgreichster Blogartikel

Die Weiberpasta nach einem Rezept von Tim Mälzer hat dieses Jahr (endlich) die Erfahrungsberichte meiner Schwägerschaft über Vegan For Fit Challenge als erfolgreichsten Artikel abgelöst. Was für ein Glück – ist doch Attila Hildmann so ziemlich die letzte Person, von der ich ein Kochbuch kaufen würde. Und was soll das überhaupt, 30 Tage vegane Ernährung, um dann am 31. Tag wieder auf „normal“ umzuschalten? Und dass dann womöglich auch noch mit Billigfleisch aus dem Discounter. Ich habe den Sinn hinter dieser Challenge ehrlich gesagt noch nie verstanden – aber vielleicht mag mich mal jemand aufklären? 😉

2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?

Weil Herr Wallygusto und ich dieses Jahr zwar sehr viel unterwegs waren, das Fernweh aber trotzdem nie richtig gestillt werden konnte, zählen die Reiseberichte (vor allem über unseren Trip nach Hongkong, Lantau & Macau) zu meinem absoluten Lieblingen im letzten Jahr.

Hongkong - Chi Lin Nunnery

Goldene Pagode im Garten der Chi Lin Nunnery

3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?

Auch dieses Jahr gab es wieder viele, viele inspirierende Beiträge auf anderen Blogs. Hier eine kleine Auswahl:

Da das Fernweh dieses Jahr ganz besonders ausgeprägt war, haben es mir Reiseberichte ganz besonders angetan, wie z.B. der Straßburg Foodie & City Guide von Feed me up before you go-go.

Einen ganz besonders inspirierenden Beitrag über das Scheitern hat Lina Luftig unter dem Motto Outdoor-Krise: 8 Dinge, die mir geholfen haben geschrieben.

Pastamaniac ist immer für ein schmackhaftes Pastarezept gut – die Spaghetti mit Auberginen-Paprika-Pesto sind ein Traum!

4. Welches der Rezepte, die du 2016 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?

Dieses Jahr gab es sehr oft das Sahnige Linsensugo – sehr passend, da wir ja das Jahr der Hülsenfrüchte hatten. Für das Blogevent von Culinary Farm habe ich deswegen auch gleich zwei Blogbeträge beigesteuert.

Sahniges Linsensugo

5. Welches Koch- oder Blog-Problem hat dich 2016 beschäftigt? Und hast du es gelöst?

Nach wie vor weniger zufrieden bin mit meinen Fotos, das Thema Food betreffend. Irgendwie ist es mir einfach nicht gegeben, Essen richtig ansprechend zu präsentieren und abzulichten. Erschwerend kommt natürlich hinzu, dass ich viele Bilder in Restaurants und Kneipen mache, wo die Lichtverhältnisse oft alles andere als perfekt sind. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf und werde weiter daran arbeiten!

6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?

Bedingt durch eine Pilzerkrankung Anfang des Jahres und dem daraus resultierenden strengem Verzicht auf Kohlehydrate habe ich mich sehr intensiv nach Alternativen zu Nudeln und Reis umgeschaut. Dabei habe ich festgestellt, dass auch Buchweizen, Hirse und Couscous ideale Beilagen sind und noch dazu viel besser schmecken. Außerdem weiß ich jetzt, dass ich ohne weiteres 6 Wochen ohne Kohlehydrate und Zucker überleben kann und Müsli zum Frühstück wirklich nicht schlimm ist – zumindest von Montag bis Freitag.

Der lustigste Suchbegriff es Jahres: „langzeiterfahrung wenn man oft aperol spritz trinkt“

7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf dein Blog gekommen sind?

Dieses Jahr hat sich doch tatsächlich jemand mit „langzeiterfahrung wenn man oft aperol spritz trinkt“ zu mir verirrt. Und das obwohl ich jetzt nicht wirklich oft und viel Aperol Spritz trinke. Ob die entsprechende Person nun Angst hatte, dass ihr Tentakel wachsen oder nur um ihre Leberwerte besorgt war, kann ich leider nicht sagen. 😉

8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2017?

Das, was ich mir immer wünsche: Viele Inspirationen & viele Leser, die meine Blogartikel gerne und regelmäßig lesen. Außerdem möchte ich mich 2017 wirklich weniger unter Druck setzen und den Blog einfach mal Blog sein lassen, wenn ich keine Lust auf Schreiben oder Fotobearbeitung habe. Der Blog ist mein liebstes Hobby und soll dementsprechend auch viel Spaß machen und nicht (nur) in Arbeit ausarten!

So…das war sie, meine #foodblogbilanz16! Ich wünsche Euch einen guten Rutsch in’s neue Jahr!

 

Christkindlmarkt Restaurants

Sendlinger Christkindlmarkt | Sendling | Kurz vorgestellt

21. Dezember 2016
Sendlinger Christkindlmarkt am Harras

Ein weiterer Münchner Christkindlmarkt, der 3 Jahre von Herrn Wallygusto und mir unbemerkt geblieben ist, war der Sendlinger Christkindlmarkt am Harras. Dabei ist er unbedingt einen Besuch wert, denn das Glühbier mit dem possierlichen Namen Flöff ist ein echtes Schmankerl unter den weihnachtlichen Heißgetränken. Und auch die Feuerzangenbowle ist besser als viele andere. Sehr gut gefällt uns auch die Auswahl an Speisen, die neben Klassikern wie Käsespätzle und Currywurst auch italienische Süßigkeiten, (vegane) Burger und Falafel-Sabdwiches beinhaltet. Und wer mag, kann hier auch Weihnachtsschmuck und mehr oder weniger attraktive Geschenkideen entdecken.

Adresse: Am Harras, 81373 München

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