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Wandern

Großbritannien Unterwegs

Loch Lomond & Argyll and Bute – Einmal quer durch Schottland (2)

21. April 2017
Oban - Schottland

 

Nach knapp drei Tagen im quirligen Glasgow freuen Herr Wallygusto und ich uns auf die erste Outdoor-Etappe unseres Schottland –Urlaubes, die uns erst an den Loch Lomond und dann quer durch die Gemeinde Argyll und Bute führt.

Camping am Loch Lomond

Der Loch Lomond ist mit einer Fläche von etwa 71 km² nicht nur der größte, sondern gilt auch als der schönste See Schottlands. Seit 2002 ist Loch Lomond Teil des Nationalparks Loch Lomond and the Trossachs und nicht nur für Glasgower ein beliebtes Ausflugsziel

Die Midges – der erste Kontakt

Auf dem schönen Platz von Cashel Camping kommt das erste Mal unser Zelt zum Einsatz. Aber nicht nur die ruhige Lage direkt am See überzeugt uns: Der Empfang ist freundlich, der zum Campingplatz gehörende Shop gut sortiert und die Sanitäranlagen sauber.

Leider machen wir hier auch das erste Mal Bekanntschaft mit den Highland Midges. Die Midges oder Midgies sind gerade mal 2 mm große Stechmücken und überall in den Highlands anzutreffen. Ihre nur geringe Größe machen sie mit einer Aufdringlichkeit wett, die wirklich ihres gleichen sucht! Als uns die Midges erst einmal als Nahrung identifiziert haben, gibt es für uns kein Entkommen! Trotz angeblich geeignetem Mückenspray aus dem Outdoor-Shop, intensivem Einreiben mit Avon Skin So Soft Oil (einem sogenannten Geheimtipp) und Moskitonetz beißen uns diese kleinen Biester, was das Zeug hält! Aber irgendeinen Nachteil müssen die schottischen Highlands ja haben – sonst wären sie viel zu schön, um wahr zu sein!

Adresse: Rowardennan, Glasgow G63 0AW

Highlights rund um den Loch Lomond

Wenn man schon am Loch Lomond ist, gehört die Besteigung des Ben Lomond einfach dazu! Der Weg zum Gipfel ist zwar lang, aber wenig anspruchsvoll und so auch für wenig geübte Wanderer durchaus machbar. Nach einem zähen Aufstieg, der gefühlt nicht enden will, werden wir also mit der grandiosen Aussicht auf den wunderschönen Loch Lomond belohnt! Und natürlich wartet auch hier eine hungrige Meute Midges auf uns, die uns aussaugen wollen!

Am Westufer des Loch Lomand liegt das unter Denkmalschutz stehende Luss. Der 220 Einwohner zählende Ort fällt in erster Linie durch seine pedantisch gepflegten Vorgärten mit den vielen bunten Blumen auf. Außerdem erinnern uns die einstöckigen pittoresken Häuserwürfel ein wenig an Neuschwanstein – zumindest was deren Beliebtheit bei Touristen angeht. Höhepunkt des Jahres sind übrigens die Highland Games, dann allerdings verwandelt sich das kleine Örtchen in einen einzigen, riesigen Parkplatz.

Unterwegs durch Argyll und Bute

Auf unserem Weg durch Argyll und Bute durchqueren wir nicht nur herrliche Landschaften, sondern kommen auch an zahlreichen interessanten Bauwerken vorbei: Die malerische Silhouette der trutzig-düsteren Inselburg Castle Stalker kommt vielen von Euch sicherlich bekannt vor: Monty Python nutzten Castle Stalker als Filmkulisse für die Schlussszene des Kinofilms Die Ritter der Kokosnuss, wo sie als Gralsburg „Schloss von Aaaaaaaargh“ zu sehen ist.

Kaffeepause in Oban

Das fast schon städtisch anmutende Oban war bis ins 19. Jahrhundert hinein ein kleines Fischerdorf. Dank Dampfschiff-Ära und Eisenbahnanschluss im Jahre 1880 wuchs Oban zum Zentrum der Westküste und wurde zum Hauptfährhafen für die Inneren und Äußeren Hebriden. Von Oban fahren Fähren zu den Inseln Mull, Colonsay, Coll, Tiree, Barra und South Uist. Die Granitfelsen, Meeresbuchten und Inseln rund um Oban machen den Ort auch für Touristen und Tiefseeangler interessant. Wir nutzen den Ort für eine Kaffeepause im süßen Oma-Café Kitchen’s Garten, in dem es auch jede Menge Feinkost zu kaufen gibt.

Anschließend machen wir uns auf die Suche nach dem Tower, den wir nach längerer, erfolgloser Suche dann auch eher zufällig vom Hafen aus entdecken. Keine Ahnung, was wir uns darunter genau vorgestellt haben, diese schottische Version des Kolosseums aber auf jeden Fall nicht. 😉

Craft Beer am Wegesrand

Natürlich hat Argyll & Bute nicht nur eine wunderschöne Landschaft und beeindruckende Burgruinen zu bieten! Wie es sich für eine ordentliche schottische Gemeinde gehört, gibt es auch hier eine kleine, aber feine Brauerei. Bei der Fyne Ales Brewery (Achadunan, Cairndow PA26 8BJ) gibt es jede Menge feines Craftbeer mit fantasievollen Namen. Erfreulicherweise gibt es im Sortiment auch Gose – eine Biersorte, die wir in Leipzig kennen und schätzen gelernt haben. Klar, dass es bei Herrn Wallygusto und mir nicht nur beim Bewundern der schicken Etiketten im Brewery Shop bleibt und wir uns gleich einen kleinen Biervorrat für den nächsten Campingplatz anlegen.

Zelten am Loch Sunart

Bevor es für uns auf die Isle of Skye, einem unserer Hauptziele geht, schnuppern wir aber erstmal mal ein bisschen länger die Luft der schottischen Highlands. Unser nächster Halt ist am Loch Sunart, wo wir den Gipfel des Beinn Resipol besteigen wollen. Wir schlagen unser Zelt direkt am See auf dem Resipole Campingplatz auf. Der Platz ist groß, gut ausgestattet und die Sanitäranlagen sehr sauber. Ein Plus ist auch, dass die Duschräume eine ordentliche Heizung haben – das ist nicht überall der Fall. Auch ist der Platz nachts nicht ganz so ruhig, denn es führt eine relativ stark befahrene Straße daran vorbei.

Leider macht uns hier das Wetter einen dicken Strich durch die Rechnung: Zum ersten Mal machen wir Bekanntschaft mit dem typischen schottischen Regen, der sich wirklich ausdauernd und sehr ergiebig auf die Erde ergießen kann. Unsere geplante Wanderung fällt also leider aus. Langweilig wird uns aber (erstaunlicherweise) trotzdem nicht! Wir bauen unser Tarp auf und dichten Schmähreime auf die lästigen und allgegenwärtigen Midges a la „Only a dead midge is a good midge“ oder „All midges are bitches“. Außerdem überlegen wir uns, ob 11 Uhr zu früh für unsere erstes Bier ist.

Adresse: Loch Sunart, Acharacle PH36 4HX

Coffeetime im Archaracle Tea Room

Als wir entdecken, dass es nicht weit vom Campingplatz entfernt den Acharacle Tea Room (Post Office Buildings, Acharacle PH36 4JL) gibt, zögern wir trotzdem nicht lange: Die Aussicht auf Kuchen und Sandwiches im Trockenen (und ohne Midges!!!) ist einfach zu verführerisch! Und der kleine Ausflug mit dem Auto lohnt sich auf jeden Fall, denn das vermeintlich kleine Sandwich entpuppt sich als vollwertige Mahlzeit und es gibt kostenlosen WLAN. Erwähnenswert ist auch die unglaublich freundliche Bedienung, die perfekt zum gemütlichen Ambiente des Cafés passt.

Frisch gestärkt schauen wir uns auf dem Rückweg zum Campingplatz die kargen Ruinen von Castle Tioram. Der Regen stört uns dabei wenig, denn seien wir doch mal ehrlich: Wirken Schottlands Schlösser bei tiefhängenden, dunklen Wolken nicht noch magischer? Überhaupt gewinnt die gesamte Landschaft durch „schlechtes“ Wetter ungemein an Atmosphäre! 😉 Mehr Informationen zu dieser und vielen anderen unentdeckten schottischen Sehenswürdigkeiten findet Ihr auf UNDISCOVERED SCOTLAND.

Fazit

Nach unserer ersten Begegnung mit dem Midges am Loch Lomand ist uns klar: Alles, aber wirklich alles, was wir bisher über diese geflügelten Mistviecher gehört haben, ist wahr! Und noch viel, viel schlimmer als befürchtet! Aber wir lassen uns die gute Urlaubsstimmung nicht vermiesen und genießen die wunderschöne Landschaft Schottlands – die bei Regen sogar noch beeindruckender wird! Unsere nächste Station ist die Isle of Skye!

Italien | Malta Unterwegs

Südtirol | Impressionen

22. März 2017
Südtirol Impressionen

Vor einigen Jahren haben Herr Wallygusto und ich das Schneeschuhwandern für uns entdeckt – da wir beide nicht Skifahren können also DIE Alternative zum Tourengehen. Nach zwei Jahren Kurzurlaub im Allgäu hat es uns dieses Jahr das erste Mal ins winterliche Südtirol verschlagen. Und was soll ich sagen? Es war einfach traumhaft – und das nicht nur wegen der tollen Landschaft. 😉

Übernachten

Da das Hotel, dass uns Freunde empfohlen haben, den Winter über leider geschlossen ist, entscheiden wir uns für eine Ferienwohnung. Bei AirBnB werden wir zum Glück auch schnell fündig: Unsere Wohnung heißt FörsterSepp und ist sehr hell und liebevoll im Vintage-Style eingerichtet. Wir fühlen uns ein bisschen wie in einem Museum, denn in jeder Ecke gibt es etwas Neues zu entdecken. Sogar das Bad mit seinen großgemusterten Fließen ist außergewöhnlich. Ein weiterer Pluspunkt ist die zentrale Lage, denn die Meraner Altstadt ist in nicht mal 10 Minuten Fußmarsch zu erreichen. Die 70qm große Wohnung mit der voll eingerichteten Küche gefällt uns sehr gut. Beim nächsten Abstecher nach Meran würden wir auf jeden Fall gerne wieder beim FörsterSepp zu Gast sein!

Essen & Trinken

Fantasievolle Pizzakreationen – auf Wunsch auch mit Vollkornteig – gibt es in der modernen Pizzeria Mediterraneo. Das Engel Kellerbier, das wir uns dazu bestellen, kommt witziger Weise nicht aus Italien sondern aus Franken. Was uns ein wenig ärgert, denn wir versuchen immer, regionales Bier auszuprobieren. Na ja, zumindest war es kein Fehlgriff und schön süffig.

Köstliche neapolitanische Pizza mit duftendem Boden verspeisen wir im La Smorfia. Meine Empfehlung: Weiße Pizza mit Radicchio, Parmesanspänen & Oregano. Und dazu ein Aperol Spritz – zwar total untypisch für die Region, aber halt einfach genau das richtige Getränk nach einem anstrengenden Wandertag ;-). Ihr solltet hier übrigens unbedingt reservieren, denn zumindest am Wochenende ist das La Smorfia sehr gut besucht.

Wandern & Einkehr

Unsere erste Schneeschuhwanderung führt uns auf den kaum begangenen Jägersteig – wir begegnen hier tatsächlich nur einem anderen Pärchen. Ansonsten haben wir die verschneite Landschaft ganz für uns allein und können die Ruhe genießen. Leider ist die Seeberghütte im Winter(???) nicht bewirtschaftet, aber da wir Studentenfutter und Müsliriegel im Gepäck haben, müssen wir nicht hungern. Die Einkehr holen wir im Anschluss an unsere Wanderung im Gasthof Innerwalten nach, wo wir uns einen großen Käseteller (der wirklich für zwei reicht) und einen kleinen Rotwein gönnen.

Ein Highlight ist ohne Frage die Wanderung zu den Stoarnanen Mandln – wo hat man schon an einem Fleck ein traumhaftes 360 Grad Panorama und mystische Steinmännchen? Da wir nach dem Abstieg noch keine Lust auf Pause haben, lassen wir die Wurzer Alm kurz nach dem Gipfel links liegen und laufen weiter zur Sattlerhütte. Dort erwartet uns der Tschögglbergteller mit köstlichen Spinat- und Käseknödeln und – natürlich – Südtiroler Rotwein.  Schöner kann man wirklich nicht einkehren!

An unserem letzten Tag in Südtirol unternehmen wir eine kurze und einsame Wanderung auf die Laugenalm, die im Winter leider nicht bewirtschaftet ist. Aber wir haben auch hier wieder gut vorgesorgt und können so die beeindruckende Aussicht mit einem Käsebrot genießen.

Deutschland Unterwegs

Fränkische Schweiz | Impressionen

19. Dezember 2016
Fränkische Schweiz

Im Herbst legen Herr Wallygusto und ich gerne noch eine Woche Wanderurlaub ein. Nachdem wir diesen letztes Jahr zugunsten eines ausgedehnten Städtetrips nach Hongkong haben ausfallen lassen, war diesmal wieder sportliche Betätigung im Freien angesagt. Da wir schon länger nicht mehr in der Fränkischen Schweiz gewesen sind, war auch schnell ein passender Ort hierfür gefunden. Natürlich wird es auch über diesen Urlaub einen ausführlichen Bericht mit allen (vegetarischen) Restaurantempfehlungen & den besten Wanderungen geben.

Deutschland Restaurants Unterwegs

Café Habersetzer | Grafenaschau | Kurz vorgestellt

31. Oktober 2016
Café Habersetzer – Kuchenparadies mitten im Murnauer Moos

Neben Wandern ist Radfahren IMMER eine gute Entschuldigung, um irgendwo auf ein großes Stück Kuchen einzukehren. So geschehen auch bei unserer Tour durch das Blaue Land im August. Das Cafè unserer Wahl ist das Habersetzer im beschaulichen Aschau, das mitten im Murnauer Moos gelegen ist. Von der Sonnenterrasse genießen wir nicht nur ein leckeres Stück Kuchen und einen dicken Windbeutel mit Kirschen sondern auch einen einzigartigem Panoramablick. Für Gäste ohne „süßen Zahn“ gibt es deftige bayrische Brotzeit und einen warmen Imbiss. Wer also Lust auf täglich frische, ohne künstliche Zusätze und Fertigmasse, in der eigenen Konditorei hergestellte Kuchen und Torten hat, sollte also unbedingt mal im Cafè Habersetzer vorbeischauen!

Adresse: Aschauer Str. 1, 82445 Grafenaschau

 

Café Deutschland Restaurants Unterwegs

Stubencafé Zum Giggerer | Kochel am See | Kurz vorgestellt

24. Oktober 2016

Solltet Ihr mal in Kochel am See sein, ist ein Besuch des Stubencafés Zum Giggerer ein absolutes Muss! Die Auswahl an Kuchen ist unglaublich, die Stücke selbst riesig und der Geschmack – was soll ich sagen??? – einfach göttlich! Ich habe noch nie einen Vanille-Mohn-Kuchen gegessen, bei dem der Teig so fluffig und die Mohnfüllung so saftig war. Auch die Spanische Vanille Torte mit den vielen knusprigen Schokoladenstückchen war der Hammer! Dazu werden Kaffeespezialitäten aus den Bohnen vom Dinzler serviert – besser geht es eigentlich nicht mehr! Und für alle, die es gerne deftig mögen, gibt es eine frische Auswahl an Brotzeiten und ein kühles Bier dazu. Der Service ist sympathisch und schnell, die Atmosphäre zünftig und gemütlich. Eine unserer nächsten Wanderungen wird uns also sicher bald wieder an den Kochelsee und zum leckeren Süßkram führen. 😉

Adresse: Kalmbachstraße 13, 82431 Kochel am See

 

Asien Unterwegs

Lantau | Nudeln zum Frühstück (3)

13. Oktober 2016

Was wir in Hongkong alles so angeschaut & an Leckereien schnabuliert haben, konntet Ihr ja bereits nachlesen. Heute möchte ich Euch von unserem Ausflug auf die Lantau Island erzählen, die quasi nur einen Katzensprung von Hongkong entfernt ist. Lantau Island ist mit ca. 140 km² die größte der 263 Inseln von Hongkong und eignet sich ganz hervorragend für einen Tagesausflug!

Um dorthin zu gelangen, fahren wir mit der Metro einmal quer durch die Stadt zum Central Pier 6. Dort nehmen wir die Fähre nach Mui Wo, einem kleinen Küstenort im Zentrum der Ostküste von Lantau. Durch seine gute Busanbindung ist Mui Wo der ideale Ausgangspunkt für eine Erkundung der Insel.

  • Mit dem New Lantao Bus 2 geht es als erstes zum Nyong Ping Platau. Dort thornt der Big Buddha majestätisch. Eigentlich heißt er ja Tian Than Buddha und ist eine der fünf größten Buddha-Statuen in China und das größte buddhistische Monument in Hongkong. Zu seinen Füßen liegt das prachtvolle Kloster Po Lin, vor dem die größten Räucherstäbchen brennen, die ich jemals gesehen habe. Klar, dass wir auch das Klostercafè besuchen, dass eine große Auswahl leckerer vegetarischen Snacks im Angebot hat. Wir haben also (mal) wieder die Qual der Wahl!
  • Tai-O Village liegt am westlichen Ufer von Lantau und ist eines der letzten ursprünglichen Fischerdörfer Hongkongs. (S. 213) Die Verhältnisse dort sind sehr einfach und wir fragen uns als verwöhnte Großstädter, wie man ohne fließend Wasser und WLAN überleben kann. Noch faszinierender ist allerdings die Tatsache, dass viele Häuser von Tai-O auf Stelzen stehen. Detaillierte Informationen zum Venedig von Hongkong findet Ihr auf www.chinarundreisen.com.
  • Eigentlich wollen wir ja nach unserem Spaziergang vom Upper Cheung Sha zum Lower Cheung Sha Strand gemütlich beim Thai essen gehen – Herr Wallygusto hatte da nämlich so eine Art „Geheimtipp“ aufgetan. Leider müssen wir bei unserer Ankunft jedoch feststellen, dass das Lokal aus uns unbekannten Gründen (noch) geschlossen ist. Zum Glück entdecken wir direkt daneben den Lantau Grocer. In dem kleinen, aber feinen Tante-Emma-Laden versorgen wir uns mit (chinesischem) Craft Beer und knusprigen Kartoffelchips mit Guinness-Geschmack. Im gemütlichen Garten vor dem Laden genießen wir mit Blick auf’s Meer unsere Einkäufe – Entspannung pur, sag ich Euch! 🙂

Fazit                                                                                                                                                     

Ihr seht, ein Besuch in Lantau gehört zwingend zum Programm, wenn man schon mal in Hongkong ist! Und das nicht nur, um ein paar Stunden dem Trubel und den Menschenmassen zu entkommen: Die Landschaft auf Lantau ist sehr idyllisch und auch Freunde der buddhistischen Architektur kommen voll auf ihre Kosten.

Mehr Informationen über Lantau und was es dort so alles zu besichtigen gibt, findet Ihr auf www.discoverhongkong.com.

 

Berghütte Deutschland Restaurants Unterwegs

Aueralm | Bad Wiessee

19. September 2016
Spinatknödel auf der Aueralm

Unsere Erfahrungen mit der Aueralm sind sehr zwiegespalten: Im Januar gab es sehr leckeren Mohn-und Apfelkuchen und dazu eine große Tasse mit richtig gutem Filterkaffee! Der Ausblick ist sehr schön und lädt zum Verweilen ein! Dann, viel später im Jahr bei herrlichem Herbstwetter, wurden wir arg enttäuscht: Der Käsekuchen war total langweilig und der Mohn etwas trocken…vom Kaffee wollen wir jetzt erstmal gar nicht reden, der war einfach grauenhaft. Zulange warmgehalten worden, würde ich sagen. Auch die „richtigen“ Speisen wie Gulasch mit Semmelknödel oder Würschtel mit Kartoffelsalat sahen eher nach Kantine als nach gemütlicher Berghütte aus. Natürlich kann es sein, dass die Motivation jetzt am Ende der langen Saison nicht mehr so wahnsinnig groß war, und man nicht mehr viel selbst macht, da die Planung nun recht schwierig ist.

Vor einigen Wochen wiederum unternahm Herr Wallygusto mit ehemaligen Kollegen eine Feierabend-Wanderung auf die Aueralm und schwärmte danach von den leckeren Spinatknödeln. Ihr seht, mit der Aueralm und uns ist es nicht so einfach! 😉

Wir werden auf jeden Fall wieder auf den Fockenstein gehen und dabei auch die Aueralm aufsuchen, denn zu schön ist der Ausblick von der Sonnenterrasse auf den Tegernsee und die umliegenden Berge. Außerdem können sie’s ja auch besser, wie wir schon kosten durften! 🙂

Adresse: 83707 Bad Wiessee

Großbritannien Unterwegs

Schottland | Impressionen

8. September 2016

Machen denn diese Wallygustos nur noch Urlaub? Hongkong, Graz…und jetzt auch noch Schottland? Die Antwort darauf ist schnell gegeben: Nein, leider nicht! Jetzt sind wir erst mal wieder längere Zeit daheim – das nötige Kleingeld für die nächste Reise verdienen. 🙂

Unsere Rundreise durch Schottland beginnt in Glasgow und führt uns über den Loch Lomond und die Isle of Syke hoch hinauf an die Küste. Von dort geht es dann über den Loch Ness und Glenmore zurück in den Süden, genauer gesagt nach Edinburgh. Ein paar erste Eindrücke, die ich mit meinem Smartphone eingefangen habe, möchte ich Euch heute zeigen. Ein großer Zweiteiler über diese fantastische Reise ist in Arbeit – Ihr dürft Euch also auf noch viel mehr Impressionen aus Schottland freuen!

Berghütte Deutschland Restaurants Unterwegs

Albert-Link-Hütte | Spitzingsee

25. Juli 2016

Schon lange kaufen Herr Wallygusto und ich das Holzofenbrot (besonders lecker ist das Sechskornbrot!!!) und den rauchfrischen Butterkäse der Albert-Link-Hütte, den es bei den Servicestellen des Deutschen Alpenvereins in Gilching und am Hauptbahnhof gibt. Umso erstaunlicher ist es eigentlich, dass wir es bisher erst zweimal geschafft haben, dort einzukehren. Aber irgendwie zieht es uns zum Wandern immer in eine andere Ecke der Münchner Hausberge.

Die bewirtschaftete Albert-Link-Hütte (Kategorie II) wurde 1939 erbaut und liegt in den Schlierseer Bergen auf 1.053 m. Sie ist  allgemein zugänglich und gehört zur DAV-Sektion München .  Sie ist relativ groß und dank ihrer kinderfreundlichen und leicht zu erreichenden Lage stets gut besucht. Ein bisschen Fußweg ist nämlich alles, was man maximal leisten muss, um hierher zu kommen. Natürlich kann man die Albert-Link-Hütte auch als Basis für eine Mehrtagestour nutzen. Oder man kommt im Winter zum Skifahren oder Langlaufen.

Albert Link Hütte

Drinnen

Einen Blick in die normale Gaststube der Albert-Link-Hütte konnten wir leider nicht werfen, denn als Teilnehmer eines DAV-Kurses durften wir bei unserem ersten Besuch im Nebenzimmer Platz nehmen. Nachdem diese recht rustikal war gehe ich aber davon aus, dass der große Gastraum ähnlich ist. Und bei unserem Besuch im Frühsommer 2016 setzen wir uns lieber auf die große Sonnenterrasse und genießen das Bergpanorama. Und den Blick auf die frischen Brote, die vor dem Backhaus in der Sonne warten.

Albert Link Hütte BackhausSpeisekarte

Die Speisekarte ist umfangreich und bietet auch Vegetariern genug Alternativen.  Serviert wird Berghüttenkost wie z.B. Spinatknödel mit geräuchertem Butterkäse und Kasknödelsuppe mit selbstgebackenen Brot. Und nicht zu vergessen – Kaiserschmarrn, karamellisiert und in 3 Varianten! Etwas, was ich bisher wirklich nur in der Albert-Link-Hütte auf der Karte gesehen habe, ist Käseschmarrn! Ja, richtig gelesen – Schmarrn gibt es auch mit Käse!

Geschmack

Das Essen in der Albert-Link-Hütte schmeckt einfach gut! Sei es damals der Käseschmarrn oder beim aktuellen Besuch der karamellisierte Kaiserschmarrn. Käseschmarrn erinnert geschmacklich übrigens ein wenig an einen Semmelschmarrn, der Käse sorgt aber für Würze. Dadurch ist er zwar ganz schön fettig, aber der bunte Beilagensalat mit der leichten Joghurt-Dill-Soße sorgt für den nötigen Ausgleich. Der Kaiserschmarrn ist sehr fluffig und nicht zu fettig, der Zwetschgenröster mit seiner herben Süße passt perfekt dazu.

Der Kaffee ist leider nur passabel – aber ich habe mir inzwischen abgewöhnt, große Ansprüche an Filterkaffee zu stellen: Der schmeckt halt daheim einfach am besten.

Alle Gerichte wurden in riesigen Portionen serviert, danach ist also nochmal eine lange Wanderung oder sehr strenge Diät angesagt. Herr  Wallygusto und ich sind jedenfalls heilfroh, dass wir uns den Kaiserschmarrn teilen. 😉

Service

Der Service auf der Albert-Link-Hütte ist sehr routiniert und freundlich. Auch auf unsern Kaiserschmarrn müssen wir nicht lange warten.

Preise

Die Preise sind angemessen, ein vegetarisches Gericht kostet zwischen € 7 und 9, ein alkoholfreies Weißbier dazu € 3,50. Die Tasse Kaffee kostet € 3. Bitte beachtet, dass es sich hierbei um den Stand aus  Januar 2012 handelt. Bei unserem letzten Besuch im Jahr 2016 lädt mich Herr Wallygusto ein, ich habe daher keinen Überblick über die aktuellen Preis.

Fazit

Die Albert-Link-Hütte ist meiner Meinung nach immer einen Besuch wert – wir haben uns das zumindest mal wieder zum Vorsatz genommen. Und wenn es doch nicht so klappen sollte, tröstet uns das würzige Holzofenbrot bestimmt leicht darüber hinweg. 😉

Adresse: Valepper Straße 8, 83727 Schliersee-Spitzingsee

 

Deutschland Unterwegs

Sachsen: Die Sächsische Schweiz | Nord-Nord-Ost (3)

26. Mai 2016
Sächsische Schweiz - Bastei

Anfang des Jahres habe ich Euch von unserer wahnsinnig entspannten Woche am Müritzsee erzählt – die nach einem Wochenende im lebhaften Hamburg genau da Richtige war, um wieder runterzukommen. Unser Urlaub in deutschen Landen war damit aber noch lange nicht am Ende – das wahre Highlight folgte nämlich noch: Die Sächsische Schweiz!

Schon als ich vor über 10 Jahren während einer Tagung das erste Mal in der Sächsischen Schweiz war, hat mich die zauberhafte Gegend mit ihren einzigartigen Felsformationen fasziniert. Noch Wochen – ach, was sag’ ich – JAHRE später habe ich Herrn Wallygusto immer wieder davon vorgeschwärmt. Dass wir es erst letztes Jahr gemeinsam dort in geschafft haben, mag vor allem daran liegen, dass wir einfach zu viele Ideen für Reiseziele haben. An der Landschaft oder zu wenig Möglichkeiten, zu wandern lag es bestimmt nicht. 😉

Pirna

Bevor wir unser Domizil in Königsstein beziehen, statten wir Pirna einen kurzen Besuch ab. Die hübsche Altstadt mit ihren vielen Restaurants und Cafés ist ideal, um gemütlich ein Eis zu schlecken. Um die Kalorien wieder zu verbrennen, erklimmen wir die Festung Sonnstein. Von dort oben genießen wir eindrucksvolle Blicke über die Stadt.

Anschließend nutzen wir die Gelegenheit, um uns im Kaufland mit neuen Vorräten einzudecken. Neben der großen Auswahl an regionalen Produkten fand ich übrigens erstaunlich, dass es dort flaschenweise Rotwein-Cola zu kaufen gibt.

Königstein

Wir schlagen unser Basislager im ca. 2.400 Einwohner zählendem Königstein auf. Königsstein liegt rund 35 km von Dresden entfernt und verdankt seinen Namen der einstigen Burg und späteren Festung, die 1241 erstmalig urkundlich erwähnt wurde. Das erste Mal wurde die Gemeinde Königstein übrigens in einer Urkunde aus dem Jahre 1379 erwähnt. Königsstein ist der optimale Ausgangsort für faszinierende Landschaftserlebnisse in der wunderschönen Sächsischen Schweiz. Ansonsten finden wir Königstein sehr unspektakulär, ja fast schon ein bisschen langweilig. Aber für Wanderungen in der Sächsischen Schweiz gibt es fast keinen besseren Ausgangsort.

Säschische Schweiz - Königstein

Nachts

Mit dem Feriendomizil Liliensteinblick haben wir die perfekte Ferienwohnung gefunden: Die Wohnung ist nicht nur komfortabel und ist im mediterranem Stil eingerichtet, wir haben noch dazu einen einzigartigen Blick auf den Lilienstein. Und zwar von der eigenen Terrasse. Durch die ruhige Hanglage am Waldrand auf einem separaten 1400 qm großen Gartengrundstück mit großer Wiese wohnen wir nahezu ungestört – nur zwei verspielte (oder hungrige???) Katzen und ein herrschsüchtiger Hahn rücken uns ein bisschen auf die Pelle. Alles in allem eine der schönsten Ferienwohnung, die wir je hatten!

Internet: www.feriendomizil-liliensteinblick.de
Adresse:
Gohrischer Str. 18 · 01824 Königstein

Tagsüber

Klar, dass wir auch in der Sächsischen Schweiz fleißig am Wandern sind. Fast alle Touren, die wir während unseres Urlaubs dort gemacht haben, stammen aus dem Rother Wanderführer Elbsandsteingebirge: Die schönsten Touren in der Sächsischen Schweiz mit Malerweg (Affiliate Link).

Unsere erste Wanderung (Tour 20) führt Herrn Wallygusto und mich auf den höchsten Berg der Sächsischen Schweiz, den Großen Zschirnstein. Auf unserem Weg zu einer der schönsten Aussichten kommen wir an dem gemütlichen Hofcafè Marienhof in Kleingießhübel vorbei. Auf dem Rückweg machen wir einen kleinen Abstecher in Reinhardtsdorf, um die sehenswerten Malereien in der dortigen Kirche zu bewundern.

Empfehlenswert ist auch die Tour 27, der sogenannte Flößersteig. Der informative Naturlehrpfad führt auf den Spuren der Flößer durch das wildromantische Kirnitzschtal. Beim Gasthof Lichthainer Wasserfall kehren wir ein, um ganz hervorragende Waldmeisterbrause zu trinken. Da der Gastgarten aber ansonsten eher ungemütlich ist, ziehen wir schnell wieder weiter. In der sehr gemütlichen Neumannmühle gibt’s schließlich gute Eierschecke und aromatisches Eibauer Schwarzbier. Zurück nehmen wir übrigens den Bus – das letzte Stück der Wanderung war nämlich sehr schlammig und landschaftlich auch nicht mehr ganz so faszinierend.

Direkt von unserer Ferienwohnung in Königsstein aus wandern wir zum Pfaffenstein. Bevor wir uns die größte Felsnadel der Sächsischen Schweiz, die Barbarine, anschauen, kehren wir aber in der Berggaststätte Pfaffenstein ein. Dort wird sehr viel Wert auf Bio und regionale Produkte gelegt – und auch die Auswahl an veganen und vegetarischen Gerichten kann sich sehen lassen. Herr Wallygusto erfreut sich an fluffigem Käsekuchen mit viel Sahne, während ich mich an einem sehr guten, wenn auch ein wenig salzigem Bohneneintopf labe. Nachdem wir das Plateau des Pfaffensteins und die unglaubliche Aussicht ausreichend genossen haben, wandern wir über die Festung Königstein zurück zu unserer Unterkunft.

Das Highlight unseres Urlaubes ist aber eindeutig die Wanderung zur Schrammsteinaussicht und dem Großer Winterberg (Tour 28). Zuerst geht es in Bad Schandau mit dem Elektrischen Personenaufzug aus dem Jahr 1904 (Ticket € 1,80 / 2015) nach Ostrau, wo wir nach einer schönen Holzhaussiedlung auf den eigentlichen Beginn unserer Wanderung stoßen. Der Weg ist einer der Höhepunkte der hinteren Sächsischen Schweiz und besticht durch spektakuläre Aussichten und wilde Schluchten. Erfreulicherweise kommt auch das kulinarische Vergnügen nicht zu kurz: Im Gasthaus Großer Winterberg genießen wir auf der tollen Sonnenterrasse fruchtige Tomaten-Kartoffelsuppe und mit Kräutern marinierter Hirtenkäse. Gestärkt wandern wir weiter zu den Lichtenhainer Wasserfällen, von wo aus uns die historische Kirnnitzschtalbahn für € 5 zurück nach Bad Schandau bringt.

Von Tour 8 zur Felsbildung Labyrinth haben wir uns ein wenig mehr erwartet. Aber wahrscheinlich sind solche Formationen nur für Kinder richtig interessant – zumindest kommen wir uns im Labyrinth vor wie auf einem großen Kinderspielplatz. Lohnend ist der kurze Abstecher zum Bernhardstein-Panoramablick.

Die kleine Wanderung zur Bastei ist ein absolutes Muss, wenn man in der Sächsischen Schweiz zu Gast ist. Wir waren auch hier ein wenig enttäuscht, denn auf allen Fotos sieht die Bastei immer sehr beeindruckend aus.  Mit eigenen Augen betrachtet wirkt das Bauwerk auf uns allerdings weit weniger imposant. Viel spannender finden wir die Kletterer, die an dem Bergmassiv gegenüber hängen. 🙂 Ein schönes Fotomotiv ist die Bastei aber allemal! Zurück gehen wir über die romantischen Schwedenlöcher und den künstlich angelegten Amselsee.

Mahlzeit

Da wir in unserer Ferienwohnung eine vollausgestattete Küche haben, versorgen wir uns weiterhin selbst. Einkehren tun wir nur unterwegs – und wo, habe ich Euch ja oben bereits verraten. Und so gibt es an dieser Stelle – bis auf eine Ausnahme – lediglich ein paar Einkaufstipps für Euch:

Der Nahkauf in Bad Schandau (Dresdner Str. 2a) kann uns durch seine gute Auswahl an Bio Produkten, Gemüse und (teilweise regionalen) Wein überzeugen.

Katrin’s Naturkostladen (Zankenstr. 4, 01814 Bad Schandau) ist zwar nicht besonders groß, hat aber eine gute Auswahl.

Im Biosfaire Regiomarkt im Nationalparkbahnhof (Bahnhof 6, 01814 Bad Schandau)  werden neben regionale Nudeln, Eier, Wurst und jede Menge andere Premiumprodukte, Bio-Produkte und Fairtrade-Artikel angeboten. Leider haben wir noch sehr viele Vorräte, so dass es beim Stöbern bleibt.

Im Café im Sachsenhof (Bielatalstr. 21, 01824 Königstein) decken wir uns regelmäßig mit Streuseltalern und Schweinsohren mit Schoko für unterwegs und schmackhaften Brot für’s Frühstück ein.

Wie es in Schrägers Gasthaus (Kirchgasse 1, 01824 Königstein) aussieht, können wir jetzt gar nicht sagen. In der Gasse vor dem Lokal sitzen wir jedenfalls sehr gemütlich und genießen ein kühles Pils von Feldschlößchen.

Fazit

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Klar ist eine Fernreise, auf der man fremde Kulturen kennenlernen kann, spannend. Man sollte dabei aber nicht vergessen, dass es auch in Deutschland unglaublich schöne Ecken gibt, die eine Reise absolut wert sind. Wir werden unseren „Heimaturlaub“ also bald wiederholen – zumindest in der Sächsischen Schweiz. Die Fahrt von München hierher lohnt sich nämlich auch für ein verlängertes Wochenende!

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