Einkaufen Magazin

Schrannenhalle | Altstadt

7. Januar 2013

Die Schrannenhalle in München ist ein geschichtsträchtiger Ort, denn sie wurde bereits 1853 eröffnet. Anlass für ihre Erbauung war die Ordnungsliebe des bayerischen Königs Maximilian II, der sich am Geschrei der Kornhändler am Rathausplatz störte. Der Getreidemarkt soll also umziehen und Ingenieur Franz Karl Muffat wird mit dem Entwurf für ein Gebäude am Viktualienmarkt beauftragt. In nur zwei Jahren entsteht der 430 Meter lange Hallen-Komplex mit zwei steinernen Kopfbauten und einem Mittelbau und ist mit seiner Konstruktion aus Schmiedeeisen und Glas ein avantgardistisches Zeichen einer neuen Baukultur. Bedingt durch die Konkurrenz von der verkehrsgünstiger gelegenen Großmarkthalle bleiben bald Teile der Schrannenhalle leer und werden für kleinere Märkte genutzt. 1914 wird die Gusseisenhalle zur Hälfte abmontiert und hinterlässt nur den zum Viktualienmarkt hin gelegenen Teil. Nach einem Brand in 1932 wird dieser Teil zerstört und es bleibt nur noch das Gebäude der Freibank übrig. 50 Jahre später, 205, wird die Schrannenhalle umgebaut wiedereröffnet. Der große Erfolg stellte sich allerdings damals nicht ein. Im Jahr 2011 startete man dann mit einem neuen Konzept einen weiteren Versuch. Quelle für diese Informationen ist die offizielle Website der Schrannenhalle.

Wir haben bei unserem Besuch zwar nur einen kurzen Bummel durch die Halle gemacht und bei „Segafredo“ einen Cappuccino (€ 2,80) getrunken, aber hier entstand der Eindruck, dass dieses etwas andere Konzept besser gelungen ist. Man fühlt sich jetzt eher wie in einer richtigen Markthalle und irgendwie ist alles ein bisschen gemütlicher, auch wenn man beim Essen und Trinken immer noch mitten im Gewühl steht, so auch an der bereits erwähnten Espressobar. Einen Großteil der Fläche nimmt der Feinkostladen von Käfer ein, meine besondere Aufmerksamkeit haben aber einige andere Stände erregt, nämlich die von „Elixir“ und „Boonian“ sowie der Confiserie Amai. Bei „Elixir“ gibt es interessant klingenden Essig und Bruschetta-Aufstriche, die man vorher auch probieren kann, und bei „Boonian“ zeigt die Schranne, dass sie auch anders, nämlich vegan kann. Die Auswahl an vegetarischen Bratlingen sah so lecker aus, dass ich hier bestimmt mal in der Mittagspause einkehren werde. Und „last but not least“ kann man am Stand der Confiserie Pralinen in Form von kleinen Pyramiden kaufen, die verboten gut aussehen. Erfahrungsberichte & Details folgen!

Ich kann es quasi kaum noch erwarten, bis der Urlaub vorbei ist und ich das erste Mal hier was schnabulieren kann. 😛

Adresse: Viktualienmarkt 15, 80331 München

Da ich kein Foto habe, gibt es einen hübschen Platzhalter von Pexels. Seit diesem Beitrag hat sich in der Schrannenhalle übrigens viel getan! Seit 2015 beherbergt sie nämlich den italienischen Mega-Supermarkt Eataly – den Herr Wallygusto und ich natürlich schon öfter besucht haben. 😉

You Might Also Like

%d Bloggern gefällt das: