Buchvorstellungen

vegan & bio – das erste vegane Magazin | Neu im Zeitschriftenregal

23. November 2013

Durch die Wahl Beste Bio-Läden 2014 bin ich irgendwie ganz zufällig auf die neue Zeitschrift vegan & bio gestoßen und habe – unverschämt wie ich bin :-) – beim Bio Verlag gleich nach einem kostenlosen Rezensionsexemplar gefragt. Dieser Wunsch wurde mir auch prompt erfüllt: Vielen Dank an dieser Stelle dafür!

Kaum zu glauben, dass vegan & bio die 1. Kaufzeitschrift dieses Verlages und am 15. Oktober 2013 das 1. Mal erschienen ist. Das Magazin richtet sich in erster Linie an die Veganer unter den Vegetariern. Oder eben die, die es irgendwann werden wollen. Wer es noch nicht weiß: Im Gegensatz zu Vegetariern essen Veganer keine Eier, Käse, Milch oder Honig.

Vegan & bio fällt schon auf den 1. Blick positiv auf, denn als ca. DIN A5 großes Heft passt es problemlos in (fast) jede Handtasche. Das Innere ist schön bunt und voller ansprechender Rezepte. Das Besondere an dieser Erstausgabe ist, dass Starköche der Veganszene ihre Künste zeigen: Björn Moschinski (Nie gehört, muss man den kennen?) demonstriert ein Fünf-Gänge-Menü und Attila Hildmann (Den kennt inzwischen wirklich jeder) bietet mit TexMex-Burgern und Tofu-Nuggets Rezepte zum Nachkochen. Auch „La Veganista“ Nicole Just stellt mit dem „Apfel-Grießkuchen“ eine richtig tolle Leckerei vor.

Zwischendrin gibt es immer wieder Tipps für eine ausgewogene und gesunde Ernährung und wie ganz man tierische Produkte auskommen kann. Auch ist nachzulesen, was andere Menschen dazu bewogen hat, Veganer zu werden. Warum es allerdings immer solcher Motivation bedarf ist mir ein echtes Rätsel: Entscheide nicht ich selbst, was ich – warum auch immer – nicht mehr essen mag? Zumindest weiß ich jetzt, dass sich Christoph Maria Herbst vegan ernährt und dabei auf nichts verzichtet :-).

Sehr amüsant ist die Kolumne von Peter Unfried. Er schildert darin sehr anschaulich, wie er von seinen beiden radikalvegetarischen Kindern (12 und 14 Jahre alt) verachtet wurde, nur weil er einen Moment der Schwäche hatte und sich ein klitzekleines Fleischstück auf den Grill legte. Der Arme musste dieses sogar an einem Katzentisch mit 5 Metern Abstand zu den Kindern verzehren :-). Ich hoffe, auch in den folgenden Ausgaben bekommt Herr Unfried wieder ausreichend Gelegenheit, von seinen Erfahrungen zu berichten.

Überhaupt kommt vegan & bio sehr frisch und modern rüber. Die Zeiten, in denen Vegetarier, Veganer und auch regelmäßige Kunden von Reformhäusern als langweilige und esoterisch verklärte „Kerndlfresser“ verschrien waren, sind endlich vorbei. Und das ist auch gut so.

Das Heft ist zum Preis von € 3,50 in Bio-Läden und ausgesuchten Bahnhofskiosken zu haben. Ich finde den Preis recht hoch, zumal doch einiges an Werbung drin ist. Aber seien wir mal ehrlich: Sind nicht viele Foodmagazine hochpreisig? Irgendwie müssen die ansprechenden Fotos ja finanziert werden.

Mehr Informationen zu dieser tatsächlich sehr nett gemachten Zeitschrift findet Ihr auf www.veganundbio.de.

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