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Pumpenwerk | Pasing | Leider inzwischen für immer geschlossen

16. April 2014
Pumpenwerk

Seit zwei Wochen ist Pasing um eine kulinarische Attraktion reicher: Das Pumpenwerk hat seine Pforten geöffnet!Das Pumpenwerk ist ein einmaliges historisches Bauwerk im Herzen von Pasing. Lange Zeit stand es leer und blieb sich selbst überlassen. Der Garten war zugewuchert und das Haus zerfiel immer mehr und eigentlich hätte es abgerissen werden sollen. Dem Einsatz der Pasinger Bürger ist zu verdanken, dass das denkmalgeschützte Gebäude nun aufwendig saniert wurde und nun ein schickes Lokal beherbergt.

Drinnen

Herr Wallygusto und ich waren am Wochenende mit meinen Eltern zum Kuchen essen da. Im kleinen Gastgarten zwischen Würm und Würmkanal ließ es sich schön in der warmen Frühlingssonne sitzen.

Hingegen hinterließ die Inneneinrichtung Herrn Wallygusto und mir eher zwiespältige Gefühle: Die Stühle mit ihren Oma-Café-Bezügen passen nicht ganz zu den roten Ledersitzbänken. Auch die Plüschtiere, die in einigen Regalen neben Ravioli-Dosen sitzen, nahmen wir eher als störend wahr. Ganz schlimm empfanden wir aber die Optik auf den Toiletten des Pumpenwerks! Die Herrentoilette ist auf Formel 1 getrimmt und bei den Damen gibt es bunte Blumenklebefolie zu bewundern.

Speisekarte

Die Speisekarte mit Pizza und leichten Gemüsegerichten liest sich durchaus interessant. Aber auch die vegetarischen Frühstücksvarianten des Pumpenwerks wecken durchaus Appetit! Spannend finden wir den Aperitivo Italiano, der täglich ab 16 Uhr serviert wird. An der Bar des Pasinger Pumpenwerks gibt es dann diverse Spritz-Variationen, Weine und kleine italienische Snacks. Das probieren wir doch gerne bei Gelegenheit einmal aus!

Geschmack

Der Apfelkuchen mit Mandelsplittern schmeckte auch recht gut, wenn auch ein bisschen zu stark nach Alkohol. Fand zumindest Herr Wallygusto, das alte Schleckermäulchen.

Geschmack und Qualität des vegetarischen Sushi waren ebenfalls nicht schlecht. Bei der Pizza Spinaci gab es hingegen kleine Kritikpunkte: Die Birne wird hier vom Koch ganz fein geraspelt. Der Geschmack des feinen Obstes ging so anscheinend leider unter. Auch die Pizza con Verdure kam nicht ganz so gut weg, denn der Belag mit (immerhin) gelben Zucchini, Artischocken und grünen Oliven wurde von Herrn Wallgusto als ein wenig langweilig empfunden.

Service

Bei unserem ersten Besuch war der freundliche Kellner schwer auf Zack und versorgte uns schnell mit Heißgetränken und Gebäck. Marmorkuchen und Schokosahne-Torte aus der hauseignen Konditorei konnten uns durchaus überzeugen.

Das Ergebnis unseres zweiten Besuches im Juli fiel hingegen durchwachsen aus: Auf die vegetarische Sushi-Variation Momo mit 5 Nigiris, 5 Makis und Horenso-Gamaae (Spinat in Sesamsauce) musste ich eine gefühlte Ewigkeit warten. Um mich herum wurde derweil schon eifrig Pizza gegessen, die übrigens sehr lecker aussah. Der Service war zwar den ganzen Abend über sehr nett und relativ aufmerksam, wirkte jedoch ein wenig unerfahren und unkoordiniert.

Preise

Dem Ambiente angemessen sind die Preise: Ein Cappuccino kostet € 3,00, ein Stück Kuchen € 2,80 – € 3,50. Ein Blick auf die Getränkekarten verriet einen Preis von € 3,50 für die Halbe Tegernseer.

Fazit

Alles in allem wirken sowohl Speisekarte (Pizza, Pasta, Sushi…) als auch Einrichtung etwas unentschlossen. Es entsteht der Eindruck, dass es das Pumpenwerk allen nur erdenklichen Gästetypen recht machen will. Wir finden daher, dass das Lokal noch Luft nach oben hat!

Das Pumpenwerk hat seine Pforten inzwischen für immer geschlossen. Vorrausichtlich im April 2017 wird in den Räumlichkeiten Das Meisterstück Restaurant & Bierstube eröffnen.

Adresse: Kaflerstr.16, 81241 München

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2 Kommentare

  • Reply Martin Schneidder 11. April 2017 at 14:42

    War eine tolle Location mit unglaublich viel Potential, aber hier fehlte es sowohl am Gesamtkonzept als auch am Service.

    Ein Chef, dem (meist sehr wohl berechtigte) Beurteilungen im Internet nicht interessierten und der von Service in der Gastronomie keine Ahnung hat, gab dem ganzen noch den endgültigen Todesstoß.

    Grob fahrlässig, nachdem der selbe „Gastronom“ schon ein Etablissement (Cafe Ludwigsbar) nach dem genau gleichen Muster an die Wand gefahren hat.

    • Reply Karin 13. April 2017 at 16:24

      Genau das war auch unser Eindruck! Wir verstehen bis heute nicht, wie das Potential dieser wirklich wunderschönen Location so verschenkt werden konnte! Und freuen uns daher um so mehr auf das Meisterstück!

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