italienisch Restaurants

Lamora | Laim | Leider inzwischen für immer geschlossen 

7. April 2016
Lamora München

Es gibt Räumlichkeiten, da hält sich keine Geschäftsidee lange. Die Gründe warum das so ist, sind manchmal schwer zu erkennen. In Laim gibt es an der Ecke Fürstenrieder-/Helmpertstrasse genauso eine Räumlichkeit. Als wir vor über 10 Jahren hierherzogen, gab es hier mit der Teufelsküche eine unglaublich gemütliche Kneipe mit gutem Essen. Leider war irgendwann Schluss damit und ein Südtiroler – dessen Kochkunst wir leider nie ausprobiert haben – zog ein. Nach ein paar Monaten folgte mit Mamas Küche wieder eine sehr gemütliche Kneipe – die leider auch nicht blieb. Nach der deftigen Balkanküche des Fürstenrieder Hofes versucht nun seit Herbst 2015 ein italienisches Restaurant sein Glück.

Aufgrund einer Empfehlung aus dem Freundeskreis haben Herr Wallygusto und ich das Lamora besucht. Zusammen mit einem befreundeten Pärchen haben wir an einem Wochenende im Februar das relativ neue italiensche Restaurant intensiv auf Pizza & Pasta…äääh…Herz & Nieren geprüft.

Drinnen

Die Einrichtung im Lamora ist sehr modern, fast ein wenig steril. Durch die Holzwände wirkt alles aber sehr, sehr edel. Dazu noch ein paar schicke Leuchten und fertig ist ein Restaurant, dass eher ins hippe Glockenbachviertel als in das gutbürgerliche Laim passen würde. Sehr witzig finde ich das Fenster, durch das man dem Pizzabäcker bei seiner Arbeiten zugucken kann.

Speisekarte

Die Speisekarte bietet eine schier unglaubliche Auswahl an Pizza. Natürlich gibt es auch Fisch, Fleisch und Pasta. Ergänzt wird das eh schon umfangreiche Angebot des Lamora durch eine Tageskarte. Wer diese lesen möchte, sollte dies gleich zu Beginn seines Besuches tun: Die Gerichte stehen nämlich nur auf einer Kreidetafel draußen am Eingang zur Auswahl. Bisschen unpraktisch, vor allem wenn es – wie bei unserem Besuch – stark regnet. 😉

Bei insgesamt – wenn man das Pizzabrot mitzählt – 12 fleisch-und fischlosen Varianten stehen Herr Wallygusto und ich vor der Qual der Wahl. Er entscheidet sich schließlich für die Contadina mit Auberginen, Rucola und Parmesan. Und da ich ein großer Fan von Ricotta auf Pizza bin, nehme ich Romeo und Julia mit Kirschtomaten, Blattspinat und dem italienischen Frischkäse. Unsere Begleitung nimmt ein Fleischgericht von der Tageskarte und Pizza Tarfutata mit Champignons, Rucola, Parmesan und Trüffelöl. Dazu bestellen wir Bier von Paulaner, Aperol Spritz und einen alkoholfreien Cocktail.

Geschmack

Der kulinarische Teil des Abends startet mit einem kleinen Gruß aus der Küche: Knusprige Bruschetta mit fruchtigen Tomatenstücken. Die Pizzen haben einen Durchmesser von 32 cm und sind dementsprechend riesig. Der Belag ist frisch und reichlich, der Boden schön dünn – wie ich es mag. Erfreulicherweise ist dieser auch nicht durchgeweicht, sondern noch recht knusprig. Das Fleischgericht sieht ebenfalls sehr gut aus, allerdings kommt mir die Portion recht übersichtlich vor. Beschwerden von meinem Gegenüber über Größe und Geschmack gibt es aber keine.

Service

Bei unserem ersten Besuch im Lamora ist nur eine Bedienung zu sehen. Diese wirkt auf uns zwar ein bisschen unkoordiniert, macht dies aber mit viel Humor und Charme wieder wett. Wir müssen aber auf alles ein klein wenig länger warten…egal ob es sich um die Speisekarte, Getränke oder das Essen handelt. Aber wir bleiben entspannt und nutzen die Zeit, um uns angeregt zu unterhalten.

Preise 

Ab 17 Uhr scheint es im Lamora nur noch die großen Pizzen mit einem Durchmesser von 32 cm zu geben. Unsere vegetarischen Riesen-Pizzen kosten um die € 10,00. Und wenn ich mich recht erinnere, liegt das Gericht von der Tageskarte bei knapp € 16,00. Die Halbe Helles kostet € 3,20, das Weißbier € 3,30.

Fazit

Uns hat’s im Lamora bei leckerer Pizza und schicker Atmosphäre sehr gut gefallen. Wir hoffen nur, dass sich die Wartezeiten zukünftig ein wenig verkürzen! Denn wir kommen auf jeden Fall bald mal wieder.

Das Lamora ist inzwischen leider Vergangenheit. Oder soll ich sagen zum Glück? Es gibt bereits neue , sehr nette und hoch motivierte Betreiber, die unter dem Namen AL CUORE ebenfalls sehr gute Pizza servieren. Außerdem gibt es eine umfangreiche Auswahl an Spritz-Variationen. Von deren Geschmack haben Herr Wallygusto und ich uns bei unserem ersten Besuch Mitte September 2016 zwar noch nicht überzeugt, aber was nicht ist, kann ja noch werden! Uns hat es im AL CUORE auf jeden Fall sehr gut gefallen – wir waren also nicht zum letzten Mal da!

Adresse:
Helmpertstr. 2, 80687 München

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4 Comments

  • Reply Björn 7. April 2016 at 12:56

    Da der Fürstenrieder Hof immer schön leer war, konnte man da klasse Fussball gucken. Muss da auch mal unbedingt hin. Ist ja quasi um die Ecke.
    happy Grüße,, Björn

    • Reply Karin 7. April 2016 at 19:25

      Der war wirklich immer leer! Ich war schon länger nicht mehr beim Lamora…keine Ahnung, ob es da jetzt anders ist. Wünschenswert wäre es!
      LG, Karin

  • Reply Ines | münchnerküche 10. April 2016 at 21:16

    Wie wäre es denn wenn wir einfach mal zusammen dort Pizza essen gehen? Wir wohnen ja alle nicht weit entfernt und nach deinem Bericht klingt es ja wirklich sehr gut ;).
    Liebste Grüße
    Ines

    • Reply Karin 11. April 2016 at 19:02

      Eine sehr gute Idee! Das sollten wir unbedingt tun, wenn meine unfreiwillige Diät im Mai zu Ende ist – mein Körper lechzt geradezu nach Pizza!!! 😉

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