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Kneipe | Bar Magazin München Restaurants

Ambar Bistro | Obergiesing

25. August 2017
Ambar Bistro | Obergiesing

Nach unserem Besuch in Berlin waren Herr Wallygusto und ich mal wieder schwer genervt von der kulinarischen Landschaft in München: Zu wenig, zu spießig, zu gewollt. Nach unserem Besuch im Ambar Bistro in Giesing haben wir unsere Meinung dann aber wieder schnell geändert. Man muss einfach immer die Augen offen halten, um diese kleinen, aber feinen gastronomischen Perlen in unserer hassgeliebten Millionenstadt zu entdecken.

Drinnen 

Die Einrichtung des Ambar Bistro ist hell und freundlich. Die Bar ist weiß gefliest, an den Wänden hängen geschmackvolle Schwarzweiß-Fotos und moderne Kunstdrucke. Die kleinen Bistrotischen bieten Platz für insgesamt 30 hungrige Gäste. Da das Wetter bei unserem Besuch sommerlich-warm ist, nehmen wir an einem der kleinen Tische im Freien Platz. Während wir die letzten Sonnenstrahlen genießen, beobachten wir die vielen vorbeilaufenden Menschen und den Irrsinn des Straßenverkehrs. Fast ein bisschen wie in Italien.

Das Publikum ist bunt gemischt – vom Englisch sprechenden Touristen (?) bis hin zum Rentner mit Giesinger Stoffbeutel ist alles vertreten. Unter der Woche ist das Ambar Bistro übrigens immer sehr, sehr gut besucht, ohne Reservierung geht hier dann gar nichts. Freitag und Samstag kann man aber vor 22 Uhr ohne Probleme einfach so auf einen Happen vorbeischauen.

Ambar Bistro | München

Copyright: Ambar Bistro | München

Speisekarte 

Die Website des Ambar Bistro verspricht uns schon im Vorfeld großartige Biere und neapolitanische Küche – und das im Herzen von Giesing. Die übersichtliche Abendkarte bietet eine kleine, aber feine Auswahl neapolitanischer Gerichte: Antipasti (auf Wunsch auch vegetarisch und vegan) und italienische Fleischbällchen, die sogenannten Polpette, gibt es immer, der Rest ist Tagesform.

Weit umfangreicher ist da schon die Getränkekarte, deren große Auswahl an Craft Beer uns erst einmal ordentlich ins Rotieren bringt. Zwar kennen wir schon einige Biere, aber natürlich wollen wir unbedingt was völlig Neues ausprobieren. Wir verlassen uns also auf den Sachverstand unseres Gastgebers und lassen uns zum Einstand gleich mal zwei Porter aus Bayern empfehlen.

Ambar Bistro | Speisekarte

Geschmack 

Zugegeben kam die neapolitanische Küche bei unseren Besuchen in Neapel immer zu kurz. Da hier angeblich die Pizza erfunden wurde, haben wir uns bisher ausschließlich darauf konzentriert. Kein Wunder also, dass die köstlichen Zeppole für uns bis jetzt gänzlich unbekannt waren. Neben den frittierten Teigbällchen finden sich noch knusprige Kroketten mit Mozzarella und frittierte Polenta auf dem Teller. Zu den Fritto Misto wird Basilikum in Olivenöl gereicht. Das würzige Kraut setzt dabei einen frischen Kontrast zu den ausgebackenen Häppchen. Die gemischten Antipasti bestehen aus Zucchinigemüse, Karotten, gegrillten Paprika, getrockneten Tomaten und roter Bete. Begleitet wird die bunte Pracht von grünen, sehr aromatischen Oliven, einem Schälchen Hummus und einer Kugel cremigen Büffelmozzarella. Das letzte Mal durften wir so eine gute Vorspeise tatsächlich in Süditalien, in der Nähe von Tropea, genießen.

Ambar Bistro | Vorspeisen

Klar, dass unsere Erwartungen an die Pasta sehr hoch sind! Und wir werden nicht enttäuscht: Die hausgemachten Tagliolini alla Nerano mit Zucchini sind ein Gedicht! Die Portion ist zudem recht groß, so dass wir froh sind, uns fürs Teilen entschlossen zu haben. Da für Nachtisch jetzt leider kein Platz mehr ist, begnügen wir uns mit einem vorzüglichen Espresso.

Zur Rechnung wird uns ein Gläschen – ebenfalls hausgemachter – Lemoncello angeboten. Wir nehmen (natürlich) dankend an und werden mit dem intensiven Aroma reifer Zitronen belohnt. Meine Schwieger-Oma – Gott hab sie selig – hätte an diesem „Fruchtsaftgetränk“ ihre wahre Freude gehabt. Dieser Likör hat wirklich wenig mit dem Zeug zu tun, das man für gewöhnlich im Supermarkt zu kaufen bekommt: Von Spüli-Geschmack keine Spur! Was soll ich sagen? Einfach umwerfend gut!

Service 

Schon zu Beginn werden wir mit einem herzlichen „Ragazzi“ begrüßt. Ich liebe diesen Ausdruck ja heiß und innig, erinnert er mich doch an unzählige Italienischkurse und lustige Erlebnisse in Italien. Der erste Eindruck bestätigt sich im Laufe des Abends, denn unser Gastgeber ist ein unglaublich sympathischer, gut gelaunter & witziger Kerl. Noch dazu ist er ein Bierexperte erster Güte, der immer gerne mit Rat und Tat bei der Bierauswahl zur Seite steht.

Preise

Ein Abend im Ambar Bistro ist kein ganz billiges Vergnügen – Preis-Leistung passen unserer Meinung aber trotzdem! Außerdem muss man speziell für Craft Beer immer und überall tiefer in die Tasche greifen als für das Münchner Standardbier.

Fazit

Ragazzi, wenn Ihr mal neapolitanische Küche & Craftbeer genießen wollt, sei Euch ein Besuch im Ambar Bistro empfohlen! Wir waren das erste (aber garantiert nicht das letzte) Mal dort und sind immer noch am Schwärmen über das köstliche Essen & die tollen Biere!

Adresse: Tegernseer Landstr. 25, 81541 München

italienisch Magazin München Restaurants

Primafila | Laim

11. August 2017
Primafila | Laim

Die Zeiten, in denen es in der Vereinsgaststätte am Fußballplatz nur Currywurst und Pommes gab, sind vorbei. Im Süden des Nymphenburger Schlossparks hat vor einigen Jahren das Primafila eröffnet, das neben den Sportanlagen des ESV Laim leckere italienische Küche serviert. Dazu gibt’s Aperol Spritz und einen 1a Ausblick auf das Beachvolleyball-Feld.

Drinnen 

Das Primafila präsentiert sich modern und elegant: Eine einladende Lounge-Area vor der riesigen Bar, viel Licht und der Blick durch lange Fensterfronten. Dazu moderne Hängeleuchten, aber auch einen Kronleuchter. Kühles Grau triff dabei auf rote Wände, an denen Schwarzweißfotos hängen. Das eigentliche Highlight ist aber die grandiose Terrasse, die an warmen Tagen zum Verweilgen einlädt. Da die Terrasse überdacht ist, kann man auch bei einem Sommergewitter seine Pasta weiter im Freien genießen.

Speisekarte 

Das Menü bietet neben Pizza und Pasta auch einige Fleisch- und Fischgerichte. Ergänzt wird das Angebot durch eine wechselnde Tageskarte, die ganz altmodisch auf eine Tafel geschrieben wird.

Primafila | Laim

Geschmack 

Die vegetarischen Pizzen im Primafila schmecken immer sehr gut geschmeckt, denn der Boden ist dünn und knusprig, der Belag nicht übermächtig. Gut finde ich auch, dass die Pizza eine „normale“ Größe hat und nicht so ein überdimensionierter Lappen ist, der irgendwann vollkommen durchweicht und kalt ist. Bei den Spaghetti Aglio-Olio e Peperoncino ist der Name Programm: Als der Teller mit dem Berg Nudeln vor mir steht, denke ich im ersten Augenblick, dass Pilze dabei wären. Aber die großen, braunen Scheiben entpuppen sich als Knoblauch. Einfach herrlich! Für meinen Geschmack hätte es allerdings etwas weniger Olivenöl sein können! Ich mag es nicht so gerne, wenn mein Essen im Öl schwimmt. Optisch und geschmacklich ebenfalls sehr gut finde ich den Tomatensalat mit Zwiebeln, was ja leider nicht immer eine Selbstverständlichkeit ist.

Service 

Die Bedienung ist flott und aufmerksam. Ich habe mich bisher bei jedem Besuch sehr wohl gefühlt.

Primafila | Laim

Preise

Das Preis-Leistungs-Verhältnis im Primafila stimmt meiner Meinung nach: Pizzen kosten zwischen € 6 für Margherita und € 13,50 für die „Luxusversion“ mit Vitello Tonato oder Carpaccio. Für meine Aglio-Oglio bezahle ich € 7,20, für die große Portion Tomatensalat und Aperol Spritz (0,2) jeweils € 5,60.

Fazit 

Wir waren seit der Eröffnung im Jahr 2012 schon ein paar Mal hier und wurden nie enttäuscht. Ein Abendessen im Primfila ist aufgrund der tollen Terrasse vor allem im Sommer immer ein Vergnügen!

Adresse: Margarete-Danzi-Str. 25, 80639 München

Café Magazin München Restaurants

Café Erika | Sendling

3. Juli 2017
Cafe Erika - veganer & glutenfreier Rhabarberstreusel

Warum das Café Erika, ausgerechnet „Erika“ heißt, kann ich auf den ersten Blick leider nicht nachvollziehen, denn keine der beiden im Impressum aufgeführten Damen trägt diesen wunderbar altmodischen Namen. Wie ich kurz darauf auf Mit Vergnügen München erfahre, fungierte Großtante Erika nicht nur als Namensgeberin sondern hat auch teilweise die Rezepte für die köstlichen Kuchen beigesteuert. Wie dem auch sei, Herr Wallygusto und ich sind Anfang Juni auf Empfehlung von Sabrina & Steffen von Feed me up before you go-go in dem neuen Café in Sendling gelandet.

Drinnen 

Die Farben der Einrichtung sind klar und perfekt aufeinander abgestimmt, alles wirkt sehr harmonisch. Hier hat sich wirklich jemand viele Gedanken gemacht! Die – bei unserem Besuch meist weiblichen – Gäste sitzen entweder an kleinen Tischen oder auf einer langen Bank neben einem verstellbaren Beistelltischchen. Bei schönem Wetter gibt es auch ein paar wenige Sitzplätze im gemütlichen Innenhof, die an einem sonnigen Feiertagsnachmittag leider schon belegt waren. Verständlich, denn wer sitzt schon gerne drinnen, wenn im Frühsommer in München mal die Sonne scheint? 😉

Cafe Erika - das gemütliche Café in Sendling

Speisekarte 

Im Café Erika kann der hungrige Gast Frühstück zum Ankreuzen, diverse Kuchen und kleine Gerichte in Form von Sandwiches oder (was ich ja total liebe) Brot mit verschiedenen Aufstrichen zu sich nehmen. Der Kuchen in der großen Theke sieht auf jeden Fall zum Anbeißen aus. Wir haben bei unserem Besuch die Wahl zwischen Brownies, Käsekuchen und Rhabarberstreusel.

Geschmack 

Herr Wallygusto und ich entscheiden uns für ein Stück Rhabarberstreusel. Der ist vegan und sogar glutenfrei, was man selbst in München nicht oft findet, wie ich mir habe sagen lassen. Dazu gibt es einen guten Cappuccino mit fair gehandeltem Espresso. Die Kuchenstücke fallen unserer Meinung nach nicht allzu groß aus – zumindest wenn wir es mit denen bei unserem Lieblingskonditor vergleichen. Dafür ist der Kuchen im Café Erika erfreulicherweise nicht so süß, die Streusel sind kernig, fast schon knusprig – köstlich! Am Cappuccino gibt’s‘ ebenfalls überhaupt nichts auszusetzen!

Cafe Erika - veganer & glutenfreier Rhabarberstreusel

Service 

Im Café Erika wird an der Theke bestellt und bezahlt. Die Dame dahinter ist sehr freundlich, Kaffee und Kuchen werden schnell serviert.

Preise

Der Cappuccino kostet € 2,90, das Stück Kuchen € 3,20. Nicht ganz günstig, aber unserer Meinung nach okay!

Fazit 

Das Café Erika ist wirklich eine wunderschöne Location, um sich mit einer Freundin zum Kaffeetrinken oder dem Liebsten zum Frühstücken zu verabreden. Da es hier das von Herrn Wallygusto inzwischen so geliebte Porridge gibt, kommen wir wieder, keine Frage!

Adresse: Senserstraße 7, 81371 München

bayerisch Magazin München Restaurants

Aindorfer Hof | Laim

26. Juni 2017
Aindorfer Hof | Käsespätzle

Auch wenn es oft anders aussehen mag und Herr Wallygusto und ich Euch hier viele, viele Lokale vorstellen: Wir sind bequem! Wenn es uns irgendwo schmeckt, gehen wir dort immer und immer wieder hin. Und essen durchaus häufig das gleiche Gericht. Was allerdings oft der nur eingeschränkt für Vegetarier geeigneten Speisekarte geschuldet ist – vor allem, wenn es um bayrische Schmankerl geht! Das ist ja auch der Grund, warum wir so gerne asiatisch essen gehen! Darum wundert es auch nicht, dass wir bis vor einigen Monaten immer einen großen Bogen um den Aindorfer Hof gemacht haben. Man sollte hierzu vielleicht noch erwähnen, dass die bayrische Wirtschaft nur 10 Minuten von unserer Wohnung entfernt liegt. Diesen Missstand haben wir nun aus der Welt geräumt!

Drinnen 

Wie es sich für ein richtiges Stadtteilwirtshaus gehört, ist der Aindorfer Hof angenehm schlicht eingerichtet: Rot-weiße Gardinen, ein paar Schwarz-weiß Bilder an der Wand und Blümchen auf der Fensterbank – das war’s! Da der Gastraum aber eine recht überschaubare Größe hat, ist es trotzdem gemütlich. Auch gibt es einen kleinen Gastgarten, der im Sommer zum Verweilen einlädt. Das Publikum ist bunt gemischt, hier sitzt alt neben jung, Pärchen neben Familienfeiern.

Aindorfer Hof | Laim

Speisekarte 

Neben Klassikern aus der Bayerischen Küche wie „Aindorfer“ Schweinebraten und „Münchner“ Tafelspitz gibt es mit Käsespätzle und Spinatstrudel auch zwei vegetarische Hauptgerichte. Natürlich werden auch Vorspeisen, Salate, kleine Gerichte für zwischendurch und Dessert angeboten. Witzig finden Herr Wallygusto und ich die Idee mit dem bayrisch inspirierten Burger mit dem Schweinbraten-Patty. Für Kinder gibt es übrigens eine separate Karte mit kindgerechten Hauptgerichten und Eis.

Geschmack 

Herr Wallygusto und ich haben – wie könnte es auch anders sein – im Aindorfer Hof bisher nur die Käsespätzle probiert. Diese sind unserer Meinung nach aber auch extrem köstlich, da sie in einer cremigen Sauce und mit ordentlich Bergkäse serviert werden. Dazu noch ein großer Berg Röstzwiebeln und ein frischer Salat und wir sind zufrieden. Aber auch das Münchner Schnitzel und der Zwiebelrostbraten der Schwiegereltern sind anscheinend sehr gut, zumindest kommen von dieser Seite des Tisches keine Klagen. Und die Portionen sind sowieso riesig! Das trifft übrigens auch auf das Kinderschnitzel mit Pommes zu.

Aindorfer Hof | Essen

Service 

Der Service im Aindorfer Hof ist freundlich und sehr aufmerksam. So wird dem Neffen beispielsweise die Wartezeit auf sein Eis mit ein paar weißen Schaumgummi-Mäusen versüßt. Dass das Eis dann kurz darauf und somit früher als erwartet kam, spielt dabei keine Rolle. Bei den Hauptgerichten muss man sich bei gut gefülltem Lokal auf eine etwas längere Wartezeit einstellen, aber so haben wir mehr Zeit, uns in Ruhe zu unterhalten.

Preise

Die Preise sind unserer Meinung nach – gemessen an Geschmack und Portionsgröße – absolut fair. So kosten zum Beispiel Käsespätzle mit Salat € 10,40.

Fazit 

Inzwischen waren wir schon drei Mal im Aindorfer Hof und nach jedem Besuch rundum zufrieden. Wenn wir das nächste Mal zu Gast sind, werden wir auf alle Fälle den Kaiserschmarrn probieren – der sieht nämlich auch sehr, sehr appetitlich aus! Mal sehen, ob wir diesen guten Vorsatz umsetzen können, denn normalerweise sind wir nach der Portion Käsespätzle schon pappsatt. Was wiederum bestätigt, dass wir eigentlich nicht sonderlich experimentierfreudig sind. 😉

Adresse: Guido-Schneble-Straße 36, 80689 München

Kneipe | Bar Magazin München Restaurants

Das Meisterstück | Pasing

10. Mai 2017
Meisterstück Pasing

Das ehemalige Wasserpumpwerk in Pasing wurde 1854 von dem Architekt Friedrich Bürklein erbaut. Damals diente es zur Versorgung der Dampflokomotiven im Hauptbahnhof mit weichem Würmwasser. Mit dem Ende der Ära der Dampflokomotiven wurde das wunderschöne Backsteingebäude sich selbst überlassen. Einer Anwohnerinitiative ist es zu verdanken, dass ein Abriss verhindert werden konnte und das Pumpwerk unter Denkmalschutz gestellt und privat renoviert wurde. Bis vor einiger Zeit beherbergte es das leider sehr enttäuschende Restaurant Pumpenwerk. Seit Ende April ist nun Das Meisterstück am Start, um die ansonsten eher langweilige Gastronomie in Pasing zu bereichern.

Drinnen

Schon der Eingangsbereich mit den beiden großen Kühlschränken voller bunter Flaschen lässt keine Zweifel offen, welchem Motto sich das Meisterstück verschrieben hat: CRAFT BEER. Auch die Bar mit der „Tap-Wand“ hat hier ihren Platz gefunden. Dass die Zapfhähne hier nicht klassisch nebeneinander gereiht sind, sondern bis unter die Decke gehen, ist sicherlich eine witzige Idee. Bei großem Andrang könnte sich dies allerdings als unpraktisch erweisen, kann doch immer nur eine Person in Ruhe zapfen.

Das Meisterstück selbst kommt dank der Backsteinwände und der vielen witzigen Kuckucksuhren gemütlich, aber dennoch sehr schick daher. Da über 100 Gäste zur Eröffnungsfeier dem Aufruf nachkamen, sich mit einem mitgebrachten Flaschenöffner an der sogenannten Gipsy-Wand zu verewigen, gibt es zudem jede Menge ausgefallene Modelle zu bewundern. Besonders gut gefällt mir auch, dass die Möblierung nicht einheitlich ist: Fast kein Tisch oder Stuhl gleicht dem anderen.

Meisterstück Pasing Speisekarte

Die Getränkekarte des Meisterstücks ist ein Traum für jeden Craft Beer Fan! Wir haben die Qual der Wahl zwischen 122 Bierspezialitäten, die zum großem Teil von den jungen Wilden der Münchner Brauereiszene und dem Umland stammen. Neben Tilmans Biere, Hopfenhacker und Munich Brew Mafia finden sich aber auch internationale Sorten im Angebot. Und wer kein Bier mag, bestellt sich einfach Wein, Limonade oder Tee.

Meisterstück Pasing

Zum Craft Beer werden Gerichte aus regionalen Produkten wie Fleisch, Wurst, Brot und Gemüse serviert. Fleischliebhaber kommen dabei im Meisterstück ganz besonders auf ihre Kosten, denn Spareribs und Würste werden über dem offenen Buchenholzfeuer gegrillt. Außerdem kann Fleisch kann auch gegart und geräuchert werden. Natürlich gibt es auch eine kleine Auswahl an vegetarischen Gerichten. Diese gehen meiner Meinung nach aber eher als Vorspeise oder Appetithäppchen durch – aber gut, ich bin auch ein guter Esser. Eine richtige fleischlose Hauptspeise gibt es außer Tofu Currywurst nicht. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn Herr Wallygusto und ich finden trotzdem immer etwas Vegetarisches zu essen, was uns schmeckt.

Meisterstück Pasing (4)

Geschmack

Der warme Nieheimer Handkäse hätte für knapp € 7 allerdings ruhig ein wenig großzügiger auf dem Brot anwesend sein können. Die Beerenreduktion ist schön dick und fruchtig, der Salat frisch. Die Brotzeitplatte mit Käse & Brotkorb fällt großzügig aus – dafür fehlte leider das eingelegte Gemüse. Auf der dicken Scheibe Würmtaler Bauernkruste mit köstlichem Aprikosen-Rosmarin-Aufstrich sind leider noch zwei Scheiben Schinken oder Bauchspeck vom Grill platziert – das steht bei unserem Besuch so nicht in der Speisekarte. In unserem Fall ist das aber nicht so schlimm, denn unsere nicht-vegetarische Begleitung hat sich gerne geopfert. Und deswegen ist davon auf dem Foto auch nichts mehr zu sehen! 🙂 Das Pastrami Sandwich ist hingegen riesig, aber anscheinend ein wenig trocken. Ansonsten ist das Essen aber geschmacklich durchaus überzeugend!

Service

Der Service hat eine Woche nach Eröffnung noch ein wenig Sand im Getriebe, ist aber sehr freundlich und bemüht. Teilweise kommt es zu längeren Wartezeiten, aber so können wir wenigstens in Ruhe das nächste Bier auswählen.

Meisterstück Pasing

Preise

Leider passt das Preisgefüge unserer Meinung nach aber nicht ganz: Der warme Nieheimer Handkäse hätte für knapp € 7 ruhig ein wenig großzügiger auf dem Brot verteilt sein können. Die dicke Scheibe Würmtaler Bauernkruste mit Aprikosen-Rosmarin-Aufstrich kostet € 9. Und was das für eine Tofu Currywurst für knapp € 14 ist, wollen wir gar nicht erst herausfinden. Dagegen ist das ordentlich belegte Pastrami Sandwich fast ein Schnäppchen. Das Bier zum deftigen Essen gibt’s ab € 3,50. Dabei sollte man bei Studium der Karte aufpassen, in welcher Größe dieses ausgeschenkt wird – los geht’s ab 0,1 Liter.

Fazit

Auch wenn das Konzept des Meisterstücks in Pasing stimmig ist, ist der erste Eindruck ein wenig durchwachsen: Preis-Leistung stimmen unserer Meinung nach einfach (noch) nicht ganz. Wir werden aber trotzdem bald mal wieder auf ein Bierchen vorbeischauen!


Adresse:
Kaflerstraße 16, 81241 München

Magazin München orientalisch Restaurants

Kismet | Altstadt

27. Februar 2017
Kismet München

Für einen Foodblogger ist es ein Traum in einer Stadt wie München zu leben! Nicht nur, dass ich auch eher seltene Lebensmittel ohne große Probleme kaufen kann – auch die Auswahl an Restaurants und Kneipen ist unwahrscheinlich groß. Und fast jede Woche kommen interessante Neueröffnungen dazu. Kein Wunder also, dass der Restaurantindex auf Wallygusto seit Jahren wächst und gedeiht. Erfreulicherweise gibt’s inzwischen auch eine gute Auswahl an vegetarischen und sogar veganen Restaurants. Die Herr Wallygusto und ich normalerweise nicht besuchen, da uns das Speisenangebot – gemessen an den zu zahlenden Preisen – selten verhältnismäßig vorkommt. Eine Ausnahme haben wir im Januar anlässlich unseres 16. Jahrestages gemacht und uns einen kulinarischen – rein vegetarischen – Rundumschlag im orientalischen Restaurant Kismet in der Münchner Altstadt gegönnt.

Drinnen

Dass sich in den Räumlichkeiten des Kismet gegenüber des Polizeipräsidiums einmal eine Konditorei befunden haben soll, merkt man nicht mehr. Die ehemalige Backstube mit ihrer hohen Decke und dem Oberlicht ist der Speisesaal und damit das Herzstück des vegetarischen Restaurants. Um dem ganzen einen schicken, aber dennoch Touch zu verpassen, wurden die Kacheln der Backstube mit satter smaragdgrüner Farbe überpinselt und auf dem Boden Holzdielen verlegt. Die vielen dicken Kerzen hinter den eckigen Glasscheiben verleihen dem Raum zusätzlichen Glanz.

Natürlich kann man auch im Restaurant Cocktails bestellen, aber weil wir neugierig sind, nehmen wir diese in der Kasbah Bar im ersten Stock ein. Auch hier ist alles in Smaragdgrün gehalten. Die Möbel wirken dabei ein wenig wie in Liliput – Bar, Hocker und Tische sind ungewohnt niedrig.

Speisekarte

Die Speisekarte im Kismet ist ebenfalls in Türkis gehalten und passt somit farblich perfekt zur Einrichtung. Leider ist sie dadurch bei Kerzenlicht nur sehr schwer zu lesen, da sie in recht kleiner, weißer Schrift gedruckt ist.

Aus welcher Ecke des Orients die Gerichte im Kismet jetzt genau kommt, ist schwer zu sagen. Daher setzt sich aus Einflüssen aus der türkischen, marokkanischen, libanesischen & israelischen Küche eine übersichtliche, aber interessante Auswahl an Mezze, Gözleme (türkisches Fladenbrote mit diversen Füllungen), Tajine und Desserts zusammen. Figurbewusste können zudem zwischen drei Salatvariationen wählen. Auch werden zwei, drei wechselnde Tagesgerichte angeboten. Die Cocktailkarte bietet äußerst fantasievolle Kreationen und die Auswahl fällt echt schwer!

Da Herr Wallygusto und ich unseren 16. Jahrestag feiern, lassen wir es ordentlich krachen und stellen uns ein Drei-Gang-Dinner zusammen: Als Vorspeise gibt’s Kichererbsen Mousse mit gerösteten Pinienkernen und Berberitzen und geräuchertes Auberginenragout. Anschließend lassen wir zwei Tajines servieren: Black eyed peas mit roten Zwiebeln, Paprika, Pflaumen und Schafsjoghurt für Herrn Wallygusto und Kichererbsen, Paprika,  Salzzitronen und Halloumi für mich. Abschließend teilen wir uns noch einen Kokos-Milchreis mit Aprikosenkompott und Zimt.

Geschmack

Das Auberginenragout überrascht mit leichter, pfeffriger Schärfe und einem Hauch Zitrone. Das Kichererbsen Mousse war nicht besser oder schlechter als vom normalen orientalischen Imbiss um die Ecke oder das Fertigprodukt aus dem Biomarkt. Einzig die Berberitzen waren ein wenig außergewöhnlich. Beide Vorspeisen werden mit frischem Fladenbrot, Papadam und ein wenig Wildkräutersalat serviert.

Bei den Tajines handelt es sich um marokkanische Tontöpfe, in denen das Essen normalerweise auch zubereitet wird. Ich glaube, im Kismet werden die Gerichte im Topf zubereitet und nur in der Tajin serviert. Wie dem auf sei – auf jeden Fall werden dazu Cous Cous und Fladenbrot gereicht. Beide Gerichte überzeugen mit ihrer Mischung unterschiedlichster Aromen – vor allem die Salzzitronen haben es uns angetan!

Obwohl wir dank der üppigen Portionen schon längst satt sind, können wir uns ein Dessert nicht verkneifen! Wir sind dann auch froh, dass wir uns den Kokos-Milchreis teilen, denn es gibt zwei große Nocken mit ordentlich Aprikosenkompott, das fruchtig-süß ist eine eine zarte Zimtnote hat. Der heiße Mokka wird im Kupferkännchen serviert und schmeckt intensiv nach Kardamom.

Auch die Cocktails sorgen für tolle und unerwartete Geschmackserlebnisse – allen voran der Beirut Punch (Pine Nuts Infused Rhum, Grilled Lime, Honey, Nutmeg) und die Damaskus Daisy (Jasmine Tea-infused Gin, Lemon, Rose Sirup, Soda, Rose Water).

Service

Der Service im Kismet ist sehr professionell und aufmerksam. Unsere Bestellungen werden schnell aufgenommen und serviert – lange Wartezeiten gibt es nicht. Ein ganz besonderes dickes Lob geht an die beiden Jungs hinter dem Tresen der Kasbah Bar – die Cocktails sind einfach göttlich!!

Preise

Das Essen ist nicht günstig, jedoch stimmt unserer Meinung nach das Preis-Leistungsverhältnis: Für die Mezze zahlen wir € 5,50, für die Tajin-Gerichte je € 16,50. Der offene Wein (0,1) kostet zwischen 3,50 und 5,50, das kleine Kännchen Mokka € 3,80 und der Liter stilles Tafelwasser € 5,50. In der Bar legen wir für einen Cocktails jeweils € 10,50 hin.

Fazit

Die Gerichte im Kismet sind einfach, sorgen aber trotzdem (zumindest bei uns) für völlig neue Geschmackserlebnisse. Und auch die Cocktails sind meiner Meinung nach außergewöhnlich & sehr lecker! Beim nächsten Mal muss ich unbedingt ein Picon Beer probieren – ein karamellfarbenes Aperitifgetränk aus Orangen, dass mit Hellem aufgegossen wird. Bei ein paar Jungs an der Bar war dieser Cocktail auf jeden Fall sehr beliebt! Und da es auch am Service nichts zu meckern gab, werden wir auf jeden Fall mal wieder kommen!

Adresse: Löwengrube 10, 80333 München

bayerisch Magazin München Restaurants

Franzz | Pasing

23. Februar 2017
Franzz Pasing

Eines der Lokale in der näheren Umgebung, dass Herr Wallygusto und ich schon lange einmal besuchen wollten, ist das Franzz in Pasing. Warum wir bis dato dort nur ein Bierchen im gemütlichen Biergarten trinken und nie essen waren, mag vielleicht ein bisschen an der Lage liegen: Die Bäckerstr. 89 liegt am äußersten Rand von Pasing, dort wo die grüne Wiese beginnt und gefühlt nur noch eine Buslinie die Stadt München zusammenhält.

Zwischen den Jahren hat es nun endlich mit einem Besuch geklappt! Und da Essen in Gesellschaft noch mehr Spaß macht, haben wir auch gleich noch ein paar liebe Freunde mitgebracht.

Drinnen

Das Franzz besticht durch sein klassisch-stilvolles Ambiente und einem schönen, hellen Wintergarten. Im Sommer genießt der Gast sein Bier unter dicken Kastanien im bereits erwähnten Biergarten.

Speisekarte

Neben einer umfangreichen Standardkarte mit bayrischen Spezialitäten und internationalen Gerichten wird im Franzz eine wechselnde Tageskarte angeboten. Und wie es sich für eine bayrische Wirtschaft gehört, gibt es noch eine extra Schnitzelkarte. Aber auch Vegetarier haben erfreulicherweise genug Auswahl!

Geschmack

Bei unserem ersten Besuch bestellen schließlich zweimal das Mediterrane Pfannengemüse mit Schafskäse & Weißbrot von der Tageskarte, Allgäuer Käsespätzle und das Schwammerlragout in Kräuterrahm. Dazu gönnen wir uns paarweise jeweils einen kleinen Beilagensalat. Meine Portion Käsespätzle sind klein aus, macht aber ordentlich satt. Die fluffigen Spätzle werden im Pfännchen in einer cremigen, nicht zu flüssigen Sauce mit deftigen Käse und vielen knusprigen Röstzwiebeln obendrauf serviert. Meiner Meinung nach schmecken sie einfach toll! Der Beilagensalat ist frisch und knackig, das weiße Balsamico-Dressing nicht zu aufdringlich. Hunger habe ich danach keinen mehr! Das Schwammerlragout wird mit zwei kleinen Semmelknödeln serviert und scheint ebenfalls sehr gut zu schmecken, Beschwerden höre ich auf jeden Fall keine. Einzig das Mediterrane Pfannengemüse enttäuscht ein wenig – und zwar sowohl von der Portionsgröße als auch vom Geschmack her.

Beim zweiten Mal mit meinen Eltern haben wir leider weniger Glück: Die Spinatknödel meiner Mutter sind blass, da zu wenig Spinat verwendet wurde und schmecken eher nach Semmelknödel. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, liegen die Knödel auch in einer dicken, nahezu ungenießbaren Gorgonzolarahmsauce. Anscheinend hat es der Koch hier viel zu gut mit Weißwein und Soßenbinder gemeint. Mein Salat mit gegrilltem Ziegenkäse & Honig ist zwar frisch, aber nicht besonders bunt und das Dressing hat zu viel Essig erwischt. Außerdem wird kein Toscanabrot sondern sehr trocknes Weißbrot dazu serviert. Etwas besser hat es da Herr Wallygusto mit den Ravioli mit Steinpilzen erwischt, die er als „ganz okay“ bezeichnet. Einzig meine Vater ist mit seiner Wahl zufrieden – das Schnitzel Münchner Art schmeckt ihm sehr gut und es bleibt auch kein noch so kleines Stückchen davon übrig.

Service

Schon beim Betreten der Wirtschaft werden wir freundlich begrüßt und an unseren Tisch geleitet. Auch den Rest des Abends ist die Bedienung sehr freundlich und aufmerksam. Auch als meine Mutter ihr Essen reklamiert, wird sehr professionell und höflich darauf reagiert.

Preise

Vegetarische Hauptgerichte kosten im Franzz zwischen € 7,20 und € 8,80, einen kleinen Beilagensalat gibt es für € 3,40 dazu. Für das alkoholfreie Weißbier und das Schlossberg Dachau Bio Bier zahlen wir € 3,90, für Dunkles und Radler € 3,70.

Fazit

Kaum zu glauben, dass es am äußersten Zipfel von Pasing so gute Käsespätzle gibt – die würde ich auch auf jeden Fall wieder im Franzz bestellen! Nachdem unser zweiter Besuch aber leider etwas durchwachsen war, werden wir höchstens mal wieder auf ein Bierchen im Biergarten vorbeikommen. Schade!

Adresse:
Bäckerstr. 89, 81241 München

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Wirtshaus Maxvorstadt | Maxvorstadt

13. Februar 2017
Wirtshaus Maxvorstadt München

Bevor Herr Wallygusto und ich nach Laim zogen, haben wir uns ein klitzekleines 1-Zimmer-Apparement im wuseligen Maxvorstadt geteilt. Und natürlich genossen wird damals das reichhaltige Angebot an Restaurants und Kneipen in vollen Zügen. Inzwischen sind wir nur noch selten dort unterwegs – gemütlich sind wir geworden, fast schon Stubenhocker. Einzig im Café Puck und dem Türkenhof sind wir zwar nicht oft, aber doch mit einer gewissen Regelmäßigkeit zu finden.

Auf der Suche nach einem Restaurant, dass verkehrsgünstig auf dem Weg ins Zenith in Freimann liegt, stieß Herr Wallygusto im November letzten Jahres auf das Wirtshaus Maxvorstadt. In den ehemaligen Räumen des Pauls servieren Boris Pachov und Thomas Winkler ihren Gästen seit 2014 feine bayrische Köstlichkeiten. Da die umfangreiche Speisekarte auch eine große Auswahl für Vegetarier bietet, haben wir natürlich gleich einen Tisch im Wirtshaus Maxvorstadt reserviert. Und wir wurden nicht enttäuscht!

Drinnen

Das Wirtshaus Maxvorstadt verbindet urgemütliche Atmosphäre mit modernem Ambiente – das liegt zum einen an der großen Fensterfront, die ein luftiges, helles Ambiente schafft; zum anderen am Verzicht an übermäßig rustikalen Dekorationselementen. Das Bodenständigkeit im Wirtshaus Maxvorstadt groß geschrieben wird, beweist die hauseigene Kegelbahn. Da die Bahn und das Kegelstüberl vom Gastraum getrennt sind, findet sich hier der ideale Raum für kleine Feiern mit bis zu 20 Personen.

Speisekarte

Laut eigener Aussage werden die Speisen mit viel Liebe und Herzblut, aber vor allen Dingen mit frischesten Produkten und Zutaten aus dem direkten Umland zubereitet. Grundlage der unverwechselbaren, bodenständigen Landhausküche sind das richtige Rezept und perfektes Handwerk. Und da die Jahreszeiten kommen und gehen, wechselt auch die Speisekarte im Wirtshaus Maxvorstadt und passt sich der Jahreszeit an. Und so kommt es, dass die Speisekarte feine bayerische Köstlichkeiten bietet – allen voran alpenländische Klassiker, die doch irgendwie anders sind. Erfreulicher Weise gibt es eine Vielzahl an vegetarischen Speisen und großen Salaten.

 

Geschmack

Das Essen wird schnell serviert und die Portionen sind riesig. Die Bestandteile meines großes Pflücksalates sind sehr, sehr frisch und die vegetarische Maultasche ist sehr schmackhaft. Dazu gibt es fruchtiges Kürbischutney mit einer leichten Anisnote, dass wider Erwarten sehr gut mit dem Rest des Essens harmoniert. Ein Highlight sind auch die Haselnussspätzle mit Traubengelee – meiner Meinung nach eine sehr eigenwillige Kombination, die aber hervorragend funktioniert. Auch bei unserem zweiten Besuch, ein paar Monate später, sind wir hin und weg vom Knödelduo von Spinat-und Bergkäseknödel & Vollkorn-Dinkel-Käsespätzle mit leicht geräuchertem Käse. Das Wirtshaus Maxvorstadt hat uns mit seinen Speisen also voll und ganz überzeugt!

Service

Der Service im Wirtshaus Maxvorstadt ist freundlich und aufmerksam – und a bisserl g’schert. Herr Wallygusto erntet aufgrund seiner Unentschlossenheit bei der Wahl seines Getränkes einen spöttischen Blick und wird gleich liebevoll auf „Zauderer“ getauft. Ein Missverständnis bei der Bestellung – ich bekam erst die Maultauschen mit Tomatensauce serviert – wird ohne Gejammer professionell behoben. Und eine charmante Entschuldigung gab’s noch dazu!

Preise

Der große Pflücksalat mit vegetarischen Maultaschen kostet € 13,90, die Haselnussspätzle mit Traubengelee einen Euro weniger. Für Helles und Dunkles Weißbier (beides 0,5) zahlen wir jeweils € 3,90.

Fazit

Toller, aufmerksamer Service, umfangreiche Auswahl an (vegetarischen) Speisen, leckeres Essen & gemütliche Atmosphäre! Einfach super!

Adresse: Augustenstr. 53, 80333 München

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Haidhauser Augustiner | Haidhausen 

23. Januar 2017
Haidhauser Augustiner München

Eigentlich kann ich mich an den  Haidhauser Augustiner nur so gut erinnern, weil es dort Augustiner – na klar – gibt und ich vor etlichen Jahren dort mal einen arg versalzenen Schweinebraten gegessen habe. Und ab und an waren Herr Wallygusto und ich schon mal auf ein Bierchen da – gegessen haben wir bei dieser Gelegenheit aber nie etwas. An einem Mittwochabend hat es uns vor einem Konzertbesuch in der nahen Tonhalle zum Abendessen mal wieder in das gemütliche Lokal in meinem Lieblingsstadtteil Haidhausen verschlagen.

Drinnen

Bei unseren früheren Besuchen im Haidhauser Augustiner saßen wir immer draußen. Dort zu sitzen ist ganz nett, trotz der auch sonntags stark befahrenen Pariser Straße. Die Grünanlage gegenüber bietet genug Möglichkeiten Leute zu beobachten und ab und an fährt auch ein Oldtimer vorbei. Bei unserem aktuellen Besuch im November nehmen wir dann doch lieber im gemütlich-rustikalen Inneren Platz. Zum Glück haben wir reserviert, denn alle Tische sind trotz der recht frühen Abendstunde schon belegt oder reserviert.

Das Publikum ist bunt gemischt: Hier stehen Geschäftsleute in dunklen Anzügen zwischen Rentnern am Tresen und Stammtischbrüder sitzen neben Pärchen jedes Alters.

Speisekarte

Die Speisekarte im Haidhauser Augustiner bietet die üblichen Wirthausschmankerl wie Schweinebraten, Käsespätzle, aber auch Ofenkartoffeln, Salate und Burger. Ergänzend gibt es eine Wochenkarte mit ordentlichen Anzahl weiterer Gerichte.

Geschmack

Herr Wallygusto und ich sind uns einig: Die Käsespätzle im Haidhauser Augustiner schmecken hervorragend und gehören für uns zu den besten Münchens! Der Käse ist schön pikant, ohne zu extrem zu sein, und die Spätzle selbst sind schön fluffig. Bei den Röstzwiebeln gehen die Meinungen auseinander – Herr Wallygusto denkt, dass sie aus dem Glas kommen, ich bin anderer Ansicht und mag ihre Konsistenz.

Die Portion ist um einiges größer als sie aussieht und wir sind auch Stunden später noch pappsatt. Auch der kleine Salat, den ich mir dazu bestellt habe, ist riesig. Und sehr bunt und knackig – genauso, wie ich es mag!

Service

Unsere Bedienung ist alles andere als rustikal sondern eher der Typ „Im -schönen-München-hängengebliebene-Touristin“. Und sie ist sehr nett, aufmerksam und flink.

Preise

Die sättigende Portion Käsepätzle kostet € 10,90, einen kleinen gemischten Salat gibt‘s für € 4,90 dazu. Der Bierpreis ist auch okay, bei € 3,40 für die Halbe gibt’s inzwischen nix mehr zu meckern. Wir sind ja schließlich in München. 😉

Fazit

Die Käsespätzle des Haidhauser Augustiners sind top – und haben daher einen Platz in meiner persönlichen Top 5 verdient! Und zwar ganz weit vorne!

Adresse: Wörthstr. 34, 81667 München

 

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The Drunken Dragon Bar | Isarvorstadt

24. November 2016
The Drunken Dragon Bar München

Wie bereits vor einem Jahr in Rahmen unseres Besuches des The Hutong Clubs in Schwabing erwähnt, sind Herr Wallygusto und ich – bis auf wenige Ausnahmen – keine großen Fans der chinesischen Küche. Mehrere Dienstreisen nach Asien und unser Urlaub in Hongkong haben uns diese Meinung aber inzwischen revidieren lassen. Da The Hutong Club offenbar sehr gut beim Münchner Publikum ankommt, haben sich die Betreiber entschlossen, im Glockenbachviertel ein weiteres Lokal zu eröffnen – The Drunken Dragon Bar.

Da Herr Wallygusto und ich neuen, fantasievollen Cocktails nicht abgeneigt sind und sehr neugierig auf das neue Konzept waren, haben wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, dem betrunkenen Drachen bald einen Besuch abzustatten.

Drinnen

Wir finden mit dem Drunken Dragon eine schicke Bar mit wenig Schnickschnack vor, die vor allem durch die tollen Wandbilder von Boy Kong an Leben gewinnt. Da mein chinesisches Sternzeichen der Drache ist und ich auch entsprechendes Tattoo mein eigen nennen kann, gefällt mir der große Drache gegenüber der Bar natürlich am besten!

Das Publikum ist bunt gemischt: Neben amerikanischen Touristen in Dirndl und Lederhose (es ist noch Wiesn) sitzen gediegene Ehepaare und mehr oder weniger hippe Pärchen jeden Alters an den kleinen Bistrotischen.

Speisekarte

Die Website der The Drunken Dragon Bar verspricht progressive, chinesisch inspirierte Speisen und ausgefallene Drinks. Und alles natürlich lustvoll, experimentierfreudig und frisch! Dieses vollmundige Versprochen wird schon nach dem ersten kurzen Blick auf die Speisekarte eingelöst.

Und obwohl die vegetarische und vegane Auswahl auf den ersten Blick recht übersichtlich aussieht, brauchen wir doch geraume Zeit, uns für ein Menü zu entscheiden. Als Vorspeise soll es schließlich Curried Veggie Crystal Dumpling, Chinese Flatbread mit Cilantro, Sesame  and Lime (chinesisches Fladenbrot mit Koriander, Limette und Sesam) und Chinese Slaw (Spitz-und Rotkohl mit Apfel und allerlei Kräutern und Gewürzen) geben. Und anschließend Mala Chili Fried Tofu (mit Cashew und Gemüse) und Spring Onion and Egg Fried Rice.

 Auch bei den Cocktails haben wir bzw. ich die – insgeheim erhoffte – Qual der Wahl. Nach langem Hin und Her wähle ich den Campari Chocolat. Herr Wallgusto hält sich an (alkoholfreises) Bier.

Geschmack

Wie auch schon im The Hutong Club können die Gerichte optisch absolut überzeugen! Und das nicht nur durch das wunderschöne Geschirr! Die Portionen sehen zwar für unsere wie immer sehr großen Augen übersichtlich aus, machen aber ordentlich satt – Hunger hat keiner von uns beiden mehr, als wir das Lokal (rollend) verlassen. Das wirklich Schlimme daran ist, dass sich unser kleiner Ecktisch schon fast durchbiegt, wir aber trotzdem weiterhin gierig auf die Gerichte (vor allem den Nachtisch!!) auf den Nebentischen glotzen.

Und über den Geschmack brauchen wir gar nicht erst zu reden – alles in der The Drunken Dragon Bar ist einfach köstlich! Das vegane Flatbread wird ofenfrisch serviert und ist herrlich knusprig, die Kräuter sind frisch und geben dem ansonsten ja recht faden Gericht zusammen mit den Gewürzen einen exotischen Touch. Die drei Curried Veggie Crystal Dumpling bestehen aus einem mit Curry gefärbten Teig und sind mit Gemüse, chinesischen Morcheln, Wasserkastanien sowie aromatischen Kräutern gefüllt. Der knackige Chinese Slaw hat durch die Äpfel eine frische, leichte Säure und passt somit perfekt dazu. Der Tofu im nicht allzu scharfen Hauptgericht ist schön knusprig, den Spring Onion and Egg Fried Rice essen wir als Beilage dazu. Die Aromen von Lauchzwiebeln, Ingwer und Sesamöl halten den Geschmack des Eis dezent im Hintergrund, so dass auch der ansonsten Eier verschmähende Herr Wallygusto ordentlich zulangt.

Ein absolutes Highlight ist auch der Campari Chocolat! Die – zugegeben für mich etwas abstruse – Mischung aus Camparie, Triple Sec, Chocolate Bitters und Orange überzeugt mich schon nach dem ersten, zaghaften Schluck! Wie konnte ich nur jemals auch nur annährend davon ausgehen, dass diese Zutaten NICHT miteinander harmonieren könnten???

Service

Der Service in der The Drunken Dragon Bar ist sehr freundlich und aufmerksam, wenn auch noch nicht ganz eingespielt. Aber das wird sich bestimmt bald geben – wir waren schließlich kurz nach der Eröffnung da.

Preise

Ein ganz billiges Vergnügen ist es unserer Meinung nach nicht, in der The Drunken Dragon Bar zu speisen – aber die Qualität und der hervorragende Geschmack aller Speisen lässt uns beide Augen zudrücken. Unser Vorspeisen kosten zwischen € 4,00 und € 7,50, die Hauptgerichte € 7,90 bzw. € 9,50. Für den hervorragenden Cocktail zahlen wir € 10,50

Fazit

Unser Besuch im The Drunken Dragon ist ein Volltreffer! Wie auch schon The Hutong Club handelt es sich hier aber eher um eine Location für besondere Anlässe. Wir kommen auf jeden Fall wieder – denn der nächste Hochzeitstag kommt bestimmt! 😉
 
Adresse: Müllerstraße 51, 80469 München