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Mitbringsel

Eingemachtes Lieblingsrezepte Mitbringsel Vegan

Senf selber machen | Produkttest

21. September 2015

Herr Wallygusto und ich sind süchtig. Nach Senf. Stundenlang können wir zwei im Feinkostladen vor dem Senfregal stehen und die unterschiedlichen Senfsorten begutachten. Und der Marktstand vom Münchner Kindl Senf auf dem Viktualienmarkt erst! Der ist für uns der Himmel auf Erden! Trotz der immer größer werdenden Auswahl ist es wirklich schwer, DEN perfekten Senf zu finden: Oft ist er einfach zu lasch, also nicht scharf genug, oder die Rezepturen sind schlichtweg langweilig. Oder wir haben uns einfach schon wieder an seiner Sorte sattgegessen. Wir essen nämlich fast jeden Tag Senf: Und zwar auf dem Käsebrot, zu veganen Würsten, auf Pommes oder einfach mal so auf einer Semmel.

Kein Wunder also, dass vor einiger Zeit der Wunsch in uns wuchs, Senf selbst herzustellen. Ein Grundrezept und viele Tipps zum Senfmachen waren schnell auf www.mostrich.net gefunden. So richtig ran getraut haben wir uns an das Thema aber erst, als uns vom Achterhof angeboten wurde, ob wir nicht mal die Gewürzauswahl des Online Shops testen möchten. Klar, dachten wir uns, warum denn nicht? Schließlich gibt es dort auch Senfsaat – und das gleich in drei Sorten! :-)

Wer ist Vom Achterhof?

Vom Achterhof ist ein familiengeführtes Unternehmen, dass noch mit echten Menschen zusammenarbeitet. Das hört sich erst einmal komisch an, bedeutet aber, das alle Produkte immer per Hand verpackt werden und so die beste Qualitätskontrolle durchlaufen, die es gibt – nämlich die Hände, die Augen und die Nasen der eigenen Mitarbeiter.

Sehr sympathisch auch die Firmenphilosophie: Mit der Natur zu arbeiten, statt gegen sie. So führte der Umzug im Jahre 2010 aus dem dicht besiedelten Wuppertal in ein kleines ostfriesisches Dorf Namens Großsander. Hier hat vom Achterhof es unter allen ökologischen Gesichtspunkten geschafft aus einem alten Bauernhof ein modernen Firmensitz im Grünen zu schaffen. Zugleich ökologisch wie ökonomisch.

Vom Achterhof

Was gibt’s da?

Neben der bereits erwähnten Senfsaat gibt es Vom Achterhof unzählige Kräuter, Gewürze und Tee. Die Rohstoffe hierfür werden mittlerweile aus der ganzen Welt bezogen. Wie wäre es also mit Pfeffer aus Vietnam ? Mango aus Thailand ? Teufelskralle aus Namibia. Oder darf es grüner Tee aus China sein ? Oder doch lieber Lapacho aus Brasilien ? Spitzwegerich zur Linderung des Hustens, Kamille gegen Entzündungen, Ingwer zur unterstützenden Behandlung der Arthrose. Vom Achterhof nutzt dieses Jahrhunderte alte Wissen, übermittelt von Mönchen, Kräuterfrauen und Apothekern.

Das Team vom Achterhof hält auf allen Kontinenten Ausschau nach Naturprodukten und Pflanzenschätzen die unser aller Leben positiv beeinflussen können. Dabei ist man stets bestrebt, beste Qualität zu vernünftigen Preisen einzukaufen und diesen Preisvorteil an uns Kunden weiterzugeben. Eine faire Bezahlung des Herstellers ist dabei eine Selbstverständlichkeit.

Wie funktioniert’s?

Herr Wallygusto und ich haben uns Zeit gelassen, um durch das umfangreiche Sortiment an Kräutern, Gewürzen und Tee zu stöbern. Schon bei der großen Auswahl an unterschiedlichen Salzen wurden wir arg in Versuchung geführt. Der reine Bestellvorgang über den Online Shop vom Achterhof ging dafür aber umso schneller und völlig unkompliziert von statten. ;-)

Bei einem Bestellwert unter € 45 fallen pro Bestellung pauschal 3,95 € Versandkosten ab. Ab einem Bestellwert von 45,00 € wird versandkostenfrei geliefert. Die Lieferung per DHL erfolgt innerhalb Deutschlands innerhalb von 3-5 Tagen.

Senfsaat Vom Achterhof

So…jetzt aber genug geredet! Hier ist das Rezept für den allerbesten Senf, den es gibt (finden wir zumindest :-)):

Zutaten für 1 Glas (ca. 180 ml) groben mittelscharfen Senf 

  • 35 g Senfsaat gelb
  • 10 g Senfsaat braun
  • 5 g + 1 TL Senfsaat Oriental
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 1 TL getrockneter Rosmarin
  • 40 ml Wasser
  • 30 ml Weißweinessig
  • 5 g grobes Meersalz
  • 10 g Zucker
  • ½ TL Kurkuma

Zutaten für 1 Glas (ca. 180 ml) extra scharfen Senf 

  • 40 g orientalische Senfkörner
  • 8 g Senfsaat braun
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1 Zweig Majoran
  • 1 Zweig Zitronenmelisse
  • 40 ml Wasser
  • 30 ml Weißweinessig
  • 5 g grobes Meersalz
  • 10 g Zucker
  • ½ TL Kurkuma

Zubereitung 

Für den mittelscharfen Senf Senfsaat, Essig und Wasser in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab so lange zerkleinern, bis ein glatter Brei entstanden ist. Übrige Zutaten zugeben und so lange weiter pürieren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Anschließend 1 TL Senfsaat Oriental unterrühren.

Für den extra scharfen Senf ebenfalls Senfsaat, Essig und Wasser mit dem Pürierstab zu einem glatten Brei verarbeiten. Kräuter waschen, trockentupfen und Nadeln bzw. Blättchen von den Stielen abstreifen. Zusammen mit den restlichen Zutaten unter den Senfbrei rühren und bis zur gewünschten Konsistenz verarbeiten.

Aufbewahrung 

Senf in saubere, sterile Gläser füllen und im Kühlschrank mindestens eine Woche ziehen lassen. Je länger der Senf durchzieht, desto besser kann sich sein Geschmack entfalten.

Nach dem Öffnen sollte der Senf mit geschlossenem Deckel im Kühlschrank gelagert werden, sonst verliert er an Geschmack. Frischer Senf wird übrigens milder, wenn man ihn einen Tag bei Zimmertemperatur stehen lässt.

Vielen Dank an dieser Stelle an den Achterhof, die uns ihre Gewürze kostenlos und unverbindlich zur Verfügung gestellt haben. Unsere Meinung bleibt davon natürlich wie immer unberührt.

 

Eingemachtes Lieblingsrezepte Mitbringsel Vegan

Apfel-Salbei-Chutney | Produkttest 

27. Oktober 2014

Einer der Blogs, den ich schon seit langem regelmäßig lese, ist Alice im kulinarischen Wunderland. Auf sie aufmerksam geworden bin ich aufgrund dieses leckeren Apfel-Salbei-Chutney. Zwischenzeitlich durfte ich nicht nur die liebe Alice persönlich kennenlernen – ich bekam sogar ein Glas dieses herrlichen Chutneys überreicht!

Eigentlich wollte ich das Apfel-Salbei-Chutney schon vor einem Jahr (!) selbst kochen, aber wer mich kennt, weiß auch um meine Faulheit. Außerdem beschränkten sich meine Erfahrungen mit dem Einkochen bisher auf einen ziemlich leckeren Rhabarber-Sirup.  Zugegeben, der Weg dahin war ein wenig steinig, den die Zubereitung wollte erst beim 2. Mal klappen.

Da ich mich durch so etwas nicht entmutigen lasse – natürlich :-) – gibt’s dieses tolle Rezept nun auch bei mir! Ich habe es nahezu 1:1 von Alice übernommen. Da ich mich für eine vegane Variante entschieden habe, kam lediglich statt Honig alternativ Agavendicksaft zum Einsatz.

Vielen Dank an dieser Stelle an Alice und Dorothèe, die das Originalrezept auf Ihrem Blog bushcooks kitchen veröffentlicht hat. Ihr seid sehr inspirierend, ehrlich! :-)

Apfel-Salbei-Chutney-3

Zutaten für 4 – 5 Gläser (ca. 180 ml)

  • 1 kg leicht säuerliche Äpfel (z.B. Braeburn)
  • 400 g Zucker
  • 1 TL Salz
  • 500 g Gemüsezwiebeln
  • 300 ml Apfelessig
  • 2 EL Agavendicksaft
  • 1 Zimtstange
  • 1 Handvoll frische Salbeiblätter

Zubereitung

Äpfel schälen, entkernen, klein würfeln und in einen großen Topf geben.

300 g Zucker und das Salz dazu geben und alles gut miteinander vermengen. Nun die Mischung etwa 1 Stunde ziehen lassen, bis sich einiges an Flüssigkeit gebildet hat.

Gemüsezwiebeln schälen und ebenfalls klein würfeln. Zusammen mit dem übrigen Zucker in einer Pfanne karamellisieren.

Salbeiblätter in feine Streifen schneiden.

Restliche Zutaten zu den Äpfeln geben und aufkochen lassen. Nun auf niedriger Stufe so lange köcheln, bis keine Flüssigkeit mehr im Topf ist.

Fertiges Chutney in sterilisierte Schraubgläser füllen und verschließen.

Arla Bergbauern Produkte

Das Apfel-Salbei-Chutney schmeckt übrigens ganz hervorragend auf Käsebrot! Da trifft es sich gut, dass Herr Wallygusto und ich die Bergbauern-Produkte von Arla testen durften: Bergbauern Alpkäse und Bergbauern Bergkäse. Für die Herstellung dieser Käsespezialitäten wird nur die beste Heumilch von den Arla Bergbauernhöfen im Allgäu verwendet. Uns haben beide Varianten sehr gut geschmeckt, auch wenn der Alpkäse etwas reifer und der Bergkäse pikanter hätte sein können. Aber wir lieben eben auch kräftigen Käse. Mehr Informationen gibt’s auf www.arla-bergbauern.de.

Vielen Dank an dieser Stelle an Arla, die mir den Käse kostenlos und unverbindlich zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung bleibt davon natürlich wie immer unbeeinflusst.

Eingemachtes Lieblingsrezepte Mitbringsel Vegan

Rhabarber-Sirup

28. April 2014

Obwohl jetzt Rhabarber-Zeit ist, haben dieses Gemüse und ich eine eher komplizierte Beziehung. Ich hasse Rhabarberkuchen. Die bräunlich-grüne Farbe, die der Rhabarber beim Backen annimmt, finde ich einfach ekelhaft. Und die Konsistenz lässt auch ein wenig zu wünschen übrig. Da ich aber Rhabarbersaft liebe und schon immer mal einen tollen pinken Gin & Tonic trinken wollte, entschloss ich mich, nun einmal selbst Rhabarber-Sirup herzustellen.

Zufälligerweise feiert Simones S-Küche mit Aprilfrisch! Das regionale Event gerade den 1. Blog-Geburtstag – herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle!  Und weil Rhabarber ein einheimisches Gemüse ist, ist der Sirup daraus bei diesem Blog-Event mit von der Partie!

Zugegeben, der erste Versuch ging ziemlich in die Hose! Irgendwie war der von mir gekaufte Rhabarber nicht rot genug und Bio-Vollrohrzucker ist anscheinend für Sirup total ungeeignet. Der daraus produzierte Rhabarber-Sirup war nämlich dunkelbraun und der Geschmack gewöhnungsbedürftig. Der erste Liter selbstgemachter Sirup wanderte also schnell wieder in den Ausguss. Leider.

Ich habe mich aber nicht entmutigen lassen und kurz darauf einen weiteren Versuch gestartet. Diesmal lief alles super, denn der Sirup hat eine tolle pinke Farbe und schmeckt sehr, sehr lecker! Ein Mix-Versuch mit Gin steht noch aus, aber ich bin mir sicher, der Sirup wird auch hier geschmacklich auf der ganzen Linie überzeugen!

Das Rezept für diesen Rhabarber-Sirup stammt von dem Blog MONAQO. Vielen Dank an dieser Stelle für die Inspiration!

Rhabarber-Sirup

Zutaten für ca. 600 ml Sirup

  • 1 kg Rhabarber (möglichst rot)
  • 450 g Zucker
  • 430 ml Wasser
  • 1 Limette

Zubereitung

Rhabarber gut waschen, denn er wird nicht geschält. Endstücke abschneiden und die Rhabarber-Stangen in ca. 2 cm lange Stücke zerteilen.

Rhabarber in einen Topf geben und mit dem Zucker vermischen. Das Gemisch über Nacht ziehen lassen.

Limette auspressen und zusammen mit dem Wasser zum Rhabarber-Zucker-Gemisch geben.

Alles aufkochen und bei mittlerer Temperatur ca. 30 Minuten mit Deckel köcheln.

Durch ein feines Sieb oder Tuch abseihen, am Ende gut ausdrücken.

Rhabarber-Sirup nochmals aufkochen und in sterilisierte Flaschen abfüllen.

Flaschen und Gläser wurden zum Sterilisieren – frisch gespült – für 25 Minuten bei 110 Grad in den Backofen gestellt. Deckel und Verschlüsse, Gummiringe und den Trichter zum Abfüllen habe ich 15 Minuten abgekocht.