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Eingelegte Salzzitronen – eine marokkanische Köstlichkeit

8. Januar 2018
Eingelegte Salzzitronen - eine marokkanische Köstlichkeit

Auch wenn wir Wallygustos ja schon mehrfach mit nordafrikanisch bzw. arabisch angehauchter Küche in Berührung gekommen sind, hat es dann doch relativ lange gedauert bis unser Kismet zugeschlagen und uns ins gleichnamige Lokal in München geführt hat. Dabei ist Kismet so etwas wie das unausweichliche Schicksal, welches in unserem Fall in Form von Salzzitronen daherkam. Denn diese sauer-bitteren und gleichzeitig auch süß-salzig eingelegten Zitronen mit ihrer herrlich zarten Schale haben aus einer eher einfahen Tajine eine wirklich Gaumenfreude gezaubert.

Seit diesem Besuch hat mich der Geschmack der Salzzitronen nicht mehr losgelassen, so dass ich letztendlich an einem grauen Winternachmittag losgezogen bin, Zitronen und Salz gekauft und uns daraus ein bisschen Sonne ins Glas gezaubert habe.

Und das beste daran: Salzzitronen lassen sich wirklich leicht selbst ansetzen – und zwar auf Vorrat. Dabei halten sie sich lange und geben nicht nur marokkanischen Gerichten das Gewisse etwas. Wer es nicht glaubt kann sich z.B. schon mal in Alexandra’s Kitchen ein paar Anregungen holen.
In ca. 6 Wochen (so lange brauchen die Zitronen bis sie fertig sind) geht es dann auch hier in unserem Blog mit dem ersten Rezept auf Basis von Salzzitronen los. Und weitere werden folgen, Versprochen!

Das folgende Rezept ist auf unser Einmachglas abgestimmt. Es passen dort etwa 6 frische (kommt etwas auf die Größe der Zitronen an) bzw. 8 Salzzitronen rein. Also einfach ausprobieren und das Rezept gegebenenfalls an Eure Gläser anpassen.

Eingelegte Salzzitronen, eine marokkanische Köstlichkeit

Menge: 8 Zitronen

Eingelegte Salzzitronen, eine marokkanische Köstlichkeit

Zutaten

  • 9 Zitronen, bio, möglichst dünnhäutig
  • Salz

Zubereitung

  1. Zunächst ein Einmachglas, welches ca. 6-7 ganze Zitronen fasst, mit kochenden Wasser auswaschen. Danach die Zitronen ebenfalls heiß waschen und abtrocknen.
  2. Jetzt die erste Zitrone mehrfach über Kreuz einschneiden, so dass sie in 8 Segmente geteilt ist. Wichtig dabei ist, die Zitrone nicht komplett durchzuschneiden: Die 8 Segmente sollen noch an einer Stelle leicht zusammen halten.
  3. Nun zwischen die Segmente Salz "stopfen" bis nichts mehr geht und die Zitrone ins Glas geben. Sollte etwas Salz aus den Segmenten rausgerieselt sein, ruhig nochmal etwas Salz drüber streuen.
  4. Jetzt nach und nach mit den übrigen Zitronen fortfahren, bis keine Zitrone mehr ins Glas passt. Die Zitronen dabei ruhig etwas ins Glas reinpressen. Am Schluss sollte aber noch ein klein wenig Platz bis zum Deckel sein - das ist nach 6 evtl. 7 Zitronen der Fall.
  5. Zuletzt noch eine Zitrone auspressen und den Saft dazuschütten, das Glas verschließen und an einen dunklen Ort stellen.
  6. Nach etwa drei bis 4 Tagen sollten sich die Zitronen bereits etwas gesetzt haben. Nun eine weitere Zitrone wie gehabt vorbereiten und ebenfalls ins Glas quetschen. Sollte das Glas nun noch nicht randvoll mit Zitronen und Flüssigkeit sein, das Glas mit kochenden Wasser aufgießen. Deckel drauf und wieder an einen dunklen Ort stellen.
  7. Jetzt heißt es 5-6 Wochen warten, bis die Salzzitronen fertig sind. Dabei wird die Schale zart und die Zitronen können sich (müssen aber nicht unbedingt) auch deutlich bräunlich verfärbt haben.
  8. Ab jetzt das Glas zur besseren Haltbarkeit von mehreren Monaten im Kühlschrank aufbewahren.
https://wallygusto.de/2018/01/08/eingelegte-salzzitronen-eine-marokkanische-koestlichkeit/

Mein Tipp

Nachdem man wohl selten eine ganze Salzzitrone verwenden wird, kann man die Zitronen beim Achteln auch vollständig durchschneiden. Die Achteln schichtet man dann einfach nach und nach mit Salz bestreut ins Glas. Dadurch vermeidet man, dass man beim Rausholen und Abschneiden der gewünschten Menge und dem erneuten Reinlegen der restlichen Zitrone das ganze verschmutzt und eventuell die Haltbarkeit reduziert. Der einzige Nachteil ist, dass sie dann nicht mehr so schön klassisch aussehen.

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Blue Nile | Schwabing

5. Mai 2016
Blue Nile vegetarisches Hauptgericht

Zugegeben, es gibt Lokale in Schwabing, die von aussen ansprechender aussehen als das Blue Nile. Das kleine äthiopische Restaurant an der Münchner Freiheit sieht von außen auf den ersten Blick irgendwie ein bisschen aus wie ein Stehausschank und könnte genauso gut Bei Uschi heißen! 🙂 Vor einigen Jahren waren Herr Wallygusto und ich trotzdem ziemlich oft mit Freunden hier – das Essen ist einfach zu köstlich! Dennoch ist das Blue Nile etwas in Vergessenheit geraten – Grund genug, es an unserem 4. Hochzeitsstag Ende März 2016 mal wieder aufzusuchen! An diesem speziellen Tag wollten wir uns verständlicherweise etwas ganz besonders zu essen gönnen!

Drinnen

Das Blue Nile ist innen wirklich sehr gemütlich, was nicht nur an der mangelnden Größe oder den afrikanischen Dekoelementen wie Figürchen und Vasen liegt, sondern auch an der Freundlichkeit der Bedienung. Das Publikum ist bunt gemischt und reservieren Pflicht – auch unter der Woche!

Speisekarte

Die Speisekarte bietet eine große Auswahl an Fleisch- und Gemüsegerichten, wobei sich die gemüsigen Varianten auf Hülsenfrüchte, also Linsen und Kichererbsen, konzentrieren. Als Beilage kann neben dem bereits standardmäßig zum Essen gereichten weichem Sauerteig-Fladenbrot („Injera“) noch hartgekochtes Ei, Frischkäse, Grünkohl oder Gemüse bestellt werden.

Äthiopisch Essen mitten in Schwabing: Das Blue Nile an der Münchner Freiheit

Geschmack

Für Leute, die gerne scharf oder indisch essen, dürfte die Würze der Gerichte im Blue Nile meiner Meinung nach ein klein wenig enttäuschen: Diese ist nicht ganz so komplex, die Schärfe eher zurückhaltend. Trotzdem werden wir mit einigen interessanten Geschmäckern konfrontiert, denn wo schmecken Hirse und Kichererbsen schon leicht nach Vanille? Ein ganz besonderes Highlight ist der gemischte Vorspeisenteller, auf dem sich unter anderem Ayb begomen (Äthiopischer Frischkäse mit Grünkohl) und Sambusa (Teigtaschen mit Linsen) befinden. Vor allem die Sambusa schmecken göttlich!

Witzig finde ich, dass das Essen auf großen Platten serviert wird und man mit den Fingern essen kann. Hierbei nimmt man bereits erwähntes Sauerteig-Fladenbrot zur Hilfe, mit dem man tatsächlich sehr sparsam sein sollte, da es sehr, sehr sättigend ist.

Nach so einem reichhaltigen Essen schmeckt uns der äthiopische Kaffee mit Gewürzen (viel Nelke!!!) gleich nochmal so gut.

Service

Wie bereits erwähnt ist die Bediendung im Blue Nile sehr freundlich. Vor allem die Chefin ist sehr aufmerksam und lustig. Außerdem erklärt sie mit spürbarer Begeisterung die einzelnen Gerichte.

Preise

Der vegetarische Vorspeisenteller kostet € 5,00 pro Person, von den vegetarischen Hauptgerichten ist keines teurer als € 11,00. Auch die Getränkepreise sind okay: Die große Flasche stilles Wasser kostet € 5,60, der äthiopische Kaffee € 2,00.

Fazit

Ich finde, dass das Blue Nile immer wieder einen Besuch wert ist – man sollte sich Ausflüge in eine gänzlich „andere“ Küche ruhig öfter mal trauen! Wenn mir jemand übrigens ein gutes äthiopisches Kochbuch empfehlen kann, nur her mit den Tipps!

Adresse: Siegesstr. 22 a, 80803 München