Deutschland Unterwegs

Berlin (2012)

8. April 2012

Bereits im April 2012 verbrachten Herr Wallygusto und ich ein paar Tage in Berlin. Es kann daher gut sein, dass es das ein oder ander Lokal zwischenzeitich nicht mehr gibt. Angaben daher ohne Gewähr!

Essen

  • Kaffeemitte
    Da uns das Frühstück im Hotel nach 2 Tagen zu langweilig war, schauten wir uns nach einer Alternative um und entdeckten recht schnell das „Kaffeemitte“. Zum Glück hat man hier bereits vor 8 Uhr geöffnet, so dass dem 1. Kaffee des Tages nichts im Wege stand.Draußen gibt es ein paar kleine Tische, aber da es sehr kalt war gingen wir lieber nach drinnen. Ich verstehe nicht viel von Architektur, aber der ganze Raum hatte was vom Bauhaus-Stil. Die Einrichtung selbst ist schlicht und zweckmäßig und es gibt nur eine paar große Hochglanzfotos mit bekannten Bauwerken an der Wand.Geboten werden die üblichen italienischen Kaffeespezialitäten, verschiedene Panini, Cornetti und ein paar Frühstücksvariationen. Da hier SB angesagt ist, bestellten wir beim freundlichen Barista an der Theke Cappuccino (€ 2,50), „panino bufala“ (€ 6,50, Focaccia mit Büffelmozzarella, Tomate & Basilikum) und „paninio taleggio, pere e salvia“ (€ 7,50 rustikales Brot mit ital. Weichkäse, Birne & Salbei). Der Klassiker mit Mozzi war lecker, wurde aber von dem Käse mit Birne getoppt! Käse mit Obst ist einfach eine unschlagbare Kombination, zumal wenn beides heiß ist. Aber auch der Cappuccino wusste durch liebevoll gestalteten Milchschaum und Geschmack zu überzeugen!
    Internet: www.kaffeemitte.de
    Adresse: Weinmeisterstr. 9a, Berlin-Mitte
  • Cadadia
    Ein Bummel durch Berlin macht ganz schön hungrig und da wir das genaue Gegenteil vom „Suppenkasper“ sind, konnten wir an der Suppenküche „Cadadia“ natürlich nicht einfach so vorbeigehen. 🙂 Die Einrichtung ist angenehm unaufdringlich, denn hier es nur klare Formen und Farben und ein paar bunte Blümchen auf den Tischen. Wichtig ist hier, was auf den Teller kommt. Und das kann sich wirklich sehen lassen! „Großmutters Gemüseeintopf“ mit (natürlich) viel Gemüse, Kartoffelwürfeln und frischen Kräutern (also Peterle) schmeckte tatsächlich fast so wie bei Omma und machte die Bäuche voll und warm. Neben Süppchen gibt’s auch Salate und Quiche. Und natürlich Nachtisch in Form von Muffins und Mousse. Die Speisekarte ändert sich übrigens von Woche zu Woche.  Ja, sowas wünscht man sich daheim auch in unmittelbarer Nähe des Büros.
    Internet: www.einstein-coffeeshops.com
    Adresse:
     Charlottenstraße 63, Berlin-Mitte
  • Einstein
    Mittlerweile gibt es 30 „Einstein“-Coffeeshops in Berlin, die gefühlt präsenter als „Starbucks“ sind. Was sehr schön ist, denn schließlich handelt es sich um eine Berliner Firma mit eigener Rösterei. Wir waren bei unserem Besuch in dem Shop in der Friedrichstraße, in der Nähe des Gendarmenmarktes. Da es aber ein „Einstein“ dem anderen gleicht, spielt das eigentlich keine große Rolle. Die Einrichtung besteht überall aus dunklen, eckigen Holzmöbeln und es gibt große Fensterfronten – ein bisschen steril schaut’s halt aus. Der Cappuccino kostet hier € 2,50 und war sehr, sehr gut. Die Kuchen in der Vitrine sehen nicht nur lecker aus, schmecken wohl auch so, denn ein dicker Spatz versuchte mehrmals, hüpfend den Laden zu erobern. 🙂
    Adresse: Friedrichstr. 185-190, Berlin-Mitte
  • Kuchen Kaiser 
    Kaum zu glauben, dass dieser Schuppen mal eine Konditorei war, denn außer dem Namen samt Leuchtreklame „Kuchen Kaiser“ auf dem Dach und der Kuchenvitrine erinnert hier nichts mehr an alte Zeiten – die immerhin bis 1866 zurückgehen. Nun findet man hier eine Kneipe mit Kicker und Billardtisch, die Deftiges ebenso wie mediterrane Küche oder Salate anbietet. Unser Gemüseburger mit Pommes und Cole Slaw (€ 7,80) schmeckte gut und macht ordentlich satt, eine vegetarische Offenbarung war er jedoch nicht. Auslassen kann man getrost die „Kreuzberger Molle“ (0,5 € 3,30): Hierbei handelt es sich um ein sehr süßes Bier, das irgendwie nach Orange oder Grapefruit schmeckt. Obwohl naturtrüb wurde es den hohen Erwartungen nicht gerecht. Da bleibt man tatsächlich lieber bei Saftschorle (0,4 € 3,50). Ansonsten ist das „Kuchen Kaiser“ eine nette Kneipe zum Abhängen für wirklich jeden.
    Internet: www.kuchenkaiser.de
    Adresse: Oranienplatz 11-13, Berlin-Kreuzberg
  • Safran
    Obwohl wir dicht sind, sind wir doch bei Restaurants offen für alles. Drum ging’s bei unserem 2. Kreuzberg-Besuch zum Perser. Das „Safran“ ist ein kleines, spartanisch eingerichtetes Lokal, dass sich offensichtlich großer Beliebtheit erfreut, denn erst beim 3. Anlauf bekamen wir einen winzigkleinen Tisch ganz hinten, mit Blick auf ein Bücherregal mit arabischer und deutscher Literatur. Ob das wohl so eine Art „Bookcrossing-Treff“ war??  Die vegetarischen Gerichte auf der Karte lasen sich alle recht spannend, so dass wir einige Zeit brauchten, um uns endgültig zu entscheiden. Schließlich wählten wir Linsensuppe und „Kaschko Bademjun“ (Auberginen püriert, persischer Quark aus Ziegenmolke, Minze) als Vorspeise und für danach „Baghalli Pollo mit Kuku“ (Safranreis mit Dill, persischen Bohnen gemischt und „Kuku“ aus Eiern mit grünem Gemüse) und „Bademjun vegetarisch“ (Auberginen, halbe gelbe Erbsen, persische Limonen, Tomaten, Soja mit Safranreis und Salat). Die Suppe war gut, aber konnte das „Kaschko Bademjun“ nicht toppen: Die Kombination aus Aubergine und Ziegenquark war unglaublich interessant & lecker. So etwas habe ich wirklich noch niemals zuvor gegessen! Wer allerdings keine Produkte aus Ziegenmilch mag, sollte lieber die Finger davon lassen! Die Hauptgerichte waren leider ein wenig langweilig, irgendwie fehlte da die Würze. Schlecht war’s aber nicht, eher ein bisschen enttäuschend. Wahrscheinlich liegt der Fokus der persischen Küche auch eher auf Fleisch oder Fisch. Zumindest wurde in der Küche immer viel gegrillt. 🙂 Der Service war sehr nett, aber leider hoffnungslos überfordert. Die Preise sind okay, denn die Vorspeisen kosten hier € 4 – 5, vegetarische Hauptgerichte um € 9. Auch sind die Portionen groß genug, um ordentlich satt zu werden. Ein solides Abendessen in einem netten Lokal, das war schon in Ordnung so!
    Internet: www.safran-restaurant.de
    Adresse: Oranienstr. 172, Berlin–Kreuzberg
  • Houdini
    Beim „Houdini“ muss man schon 2x hinschauen, um zu erkennen, dass es sich nicht nur um eine Bar sondern auch um ein indisches Restaurant handelt. Wer geht denn auch schon zum Inder, um einen Mojito zu trinken?? 🙂 Auf jeden Fall ist es eine gute Gelegenheit, sich vor einem Konzertbesuch in der nahen „Kulturbrauerei“ zu stärken. Und überhaupt ist der Prenzlauer Berg ’ne tolle Gegend – kein Wunder, dass der Kiez hier gerade total angesagt ist. Auch innen sieht es nicht unbedingt nach Inder aus, denn auf den üblichen Kitsch wird verzichtet, alles ist schon geradlinig und hell. Auch der Service ist nicht überschwänglich, aber höflich und aufmerksam.  Die Speisekarte ist sehr umfangreich und bietet auch für Vegetarier reichlich Auswahl. Bei uns gab’s mal wieder die unverzichtbaren „Mixed Pakoras“ (Gemüse, frittiert in Kichererbsenteig) vorneweg, dazu 3 verschiedene Soßen und knuspriges „Papadam“ aus Bohnenmehl. Eine davon bestand aus grünen Chilis und war erfreulich scharf. Danach bekamen wir scharfes „Bengan Madrasi“ (Aubergine mit Kartoffeln in Kokos-Currysoße nach Madras-Art) und „Panier Masala“ (Hausgemachter Rahmkäse mit Paprika, Tomaten, Zwiebeln und Ingwer in Masalasoße). Die beiden Hauptgerichte waren einfach super, wobei bei das Gericht mit der Aubergine fast noch ein bisschen spannender war. Der Besuch hier hat sich auf jeden Fall gelohnt.
    Internet: www.houdini-berlin.de
    Adresse: Lychener Str. 35, Berlin-Prenzlauer Berg
  • Maroush 
    Das bisher beste Falafel-Sandwich meines Lebens habe ich diese Woche im „Maroush“ gegessen. Warum dieses so lecker war, kann ich eigentlich gar nicht so genau sagen – ob’s an dem eingelegten Rettich lag? Oder den wilden Gurken – aber was bitte sind wilde Gurken? Oder war’s doch die Sesamsoße? Egal…wenn ich in Berlin leben würde, käme ich bestimmt wöchentlich zum Essen her :-). Die diversen Sandwiches gibt es übrigens auch auf den Teller. Preislich kann man echt nicht meckern (Sandwich ca. € 3,00) und der Service ist freundlich und flott. Leider ist dieses feine libanesische Lokal recht klein, so dass es leicht zu Gedränge und Sitzplatznot kommen kann. Schön finde ich übrigens die bunten Mosaike an der Wand – wer hat das schon?Internet: www.maroush-berlin.de
    Adresse: Adalbertstraße 93, Berlin–Kreuzberg

Süßes

  • Coffee Cult 
    Eigentlich sind wir nur im „Coffee Cult“ in Kreuzberg gelandet, weil ich immer schon mal in das Cafè der bekannten amerikanischen Backbuchautorin wollte. Leider – oder Gott sei Dank? – war dort kein Sitzplatz zu bekommen :-). Das „Coffee Cult“ ist zwar relativ groß, doch sitzt man recht beengt an kleinen eckigen Tischen, die hübschen alten Fliesen an der Wand immer im Blick. Die Kuchentheke bietet eine große Auswahl an Gebäck und herzhaften Panini, aber unsere Wahl fiel schnell auf „Carotte Cake“ – der sah aufgrund des weißen Frostings einfach zu gut aus. Geschmeckt hat er ebenfalls vorzüglich, schön saftig und nussig! Dazu noch eine Tasse lecker Cappuccino und der nasskalte Nachmittag war schon nicht mehr ganz so trist. Die Preise hier sind übrigens okay, denn der Kuchen hat keine € 3,00 gekostet.
    Adresse: Bergmannstr. 89, Berlin-Kreuzberg
  • Caras Gourmet
    Am Potsdamer Platz während der Osterferien einen Kaffee zu trinken, ist gar nicht so einfach, denn obwohl es etliche Möglichkeiten gibt, ist der Andrang sehr groß. Gott sei Dank entdeckten wir einen Shop der Berliner Kette „Caras“. Hier kann man lecker Cappuccino (€ 2,50) schlürfen und dabei den Blick auf die neue Skyline genießen. Die Einrichtung ist in dunklem Holz und einfach gehalten, auch gibt es wenig Schnickschnack – typisch Coffee Shop eben. Die interessanteste Deko sind Kuchenvitrine und Kühltheke mit appetitlich aussehendem Gebäck und Salaten :-).
    Internet: www.caras.de
    Adresse: Leipziger Platz 1, Berlin – Mitte
  • Fräulein Frost
    Das „Fräulein Frost“ im Reuterkiez ist für alle, die es gerne in Softfarben mögen: Was hier nicht weiß (Möbel) ist in Pastellfarben gehalten. Ein schöner Kontrast dazu waren bei unserem Besuch die Blumenvasen mit knallbunten Frühlingsblumen. Alles in allem ist die Einrichtung sehr, sehr stilvoll. Und der Cappuccino (€2,20) schmeckte auch ganz gut. Eis in großer Auswahl (auch aus Sojamilch) und Kuchen hat’s hier auch. Und witzige Herzwaffeln am Stil – die hab ich mir aber lieber verkniffen. Der Figur zuliebe. 🙂
    Adresse: Friedelstraße 39, Berlin – Neukölln

Trinken

  • Misfit 
    Auf der Suche nach einer coolen Kneipe sind wir an unserem 1. Abend in Berlin im „Misfit“ gelandet. In Kreuzberg gelegen, aber doch ein wenig ab vom Schuss, kann man sich hierher fast nicht zufällig verwirren. Das wir es doch geschafft haben, liegt wohl an den vielen Lichterketten, die die Eingangstür beleuchten. Beim Betreten fielen sofort die roten Wände auf, und dass was mit dem Boden nicht stimmen kann: Man läuft nämlich auf Sand :-). Ansonsten hat sich hier wohl jemand einen Traum verwirklicht, um seine Bandfanartikel liebevoll zu präsentieren. Die Musikauswahl ist rockig, die Preise fair und das Publikum bunt gemischt. Leider war das „Misfit“ bei unserem Besuch recht leer…irgendwie war fast nur Stammkundschaft da, die eher nach Eckkneipe aussah.
    Adresse: Leuschnerdamm 41, Berlin-Kreuzberg
  • Milchbar
    Warum diese Bar in Berlin-Kreuzberg ausgerechnet „Milchbar“ heißt, was wohl nur der Eigentümer, denn von Milch ist hier weit und breit keine Spur zu finden. Vielleicht liegt es an den Kuhfellen, mit denen die Rückenlehnen an der Wald bezogen sind?? Ansonsten ist es einfach eine ziemlich lässige Metalkneipe mit ein paar hanseatisch anmutenden Dekosachen, wie dem kleinen Segelschiff in der Ecke oder der rot-weißem Schwimmreifen-Uhr. Die Mucke ist echt gut, das Publikum gemischt und die Preise fair.
    Adresse: Manteuffelstraße 41, Berlin-Kreuzberg
  • Ka De We
    Den Himmel auf Erden findet man im 6. Stockwerk des „KaDeWe“: Hier ist nämlich die Feinschmecker-Etage! Unzählige Sorten Lebensmittel aus aller Herren Länder gibt es hier zu bestaunen! Da wirkt das Glas gewöhnliche Nußnugatcreme fast schon fehl am Platz. Unser Fehler war, dass wir bereits im Hotel ausgiebig gefrühstückt hatten und so blieb es nur bei gierigen Blicken auf die gigantische Käseauswahl. Und einem Gläschen Rosè-Champagner (0,1 € 11,00) bei „Jacquart“. Man gönnt sich ja sonst nichts! 🙂 Übrigens ist das „KaDeWe“ das größte Warenhaus auf dem europäischen Kontinent.
    Internet: www.kadewe.de
    Adresse: Tauentzienstraße 21–24, Berlin – Schöneberg
  • Der weiße Schwan
    „Der weiße Schwan“ ist ein nettes Lokal in der Potsdamer Innenstadt. Die Einrichtung ist sehr gemütlich, da viele Bilder an den Wänden hängen und es so einiges an Nippes zu bewundern gibt. Der Service ist nett und aufmerksam, die Speisekarte sah recht umfangreich aus. Wir haben hier nur eine kurze Pause eingelegt, da wir aufgrund unseres langen Spazierganges durch den Schloßpark von „Sanssouci“ so müde Füße hatten. 🙂
    Adresse: Dortustr. 13, 14467 Potsdam

You Might Also Like

No Comments

Kommentar verfassen

Translate »
%d Bloggern gefällt das: