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Bean Batter | Schwanthalerhöhe

15. Februar 2019
Bean Batter | Schwanthalerhöhe - Einer von vielen Gastrotipp auf www.wallygusto.de

Eigentlich wollte ich ja auf Wallygusto keine Restauranttipps mehr verfassen, uneigentlich hat München aber so viele interessante Neueröffnungen zu bieten. Und es gibt Lokale, die finde ich einfach so geil, dass ich sie Euch nicht vorenthalten möchte. Und so kommt es auch, dass ich Euch meine neueste kulinarische Entdeckung nicht vorenthalten möchte: Das Bean Batter im Westend.

Disclaimer: Dieser Beitrag enthält unter anderem unbezahlte und nicht beauftragte Empfehlungen und Verlinkungen darauf. Ich teile mit euch nur, was ich für interessant halte. Auch habe ich bei jedem meiner Besuche selbst gezahlt.

Wie ich Euch ja schon x-mal erzählt habe, haben Herr Wallygusto und ich seit unseren Urlauben in Schweden ordentlich einen an der Waffel: Dort kommt man bei wirklich keiner Hütteneinkehr an dem süßen Feingebäck vorbei! Aber auch pikante Variationen wie Kartoffelwaffeln sind uns – zumindest daheim – gerne willkommen! Als ich also das erste Mal von den herrlichen Waffeln im Bean Batter gelesen habe, war schnell klar: Da müssen wir UNBEDINGT hin!

Bean Batter | Schwanthalerhöhe - Einer von vielen Gastrotipp auf www.wallygusto.de

Innen

Durch die großen Fensterfronten wirkt das Bean Batter hell und freundlich. Die Einrichtung besteht aus einer gemütlichen Mischung aus Industrial Chic, hellem Holz und blauen Wänden.
Die Bar wird von einer stylischen Siebträgermaschine und tellerweise Süßkram in Form von Croissants und Kuchen beherrscht. Daneben hängt eine Tafel mit der trefffenden Aufschrift: „I LOVE HASHTAGS because they look like WAFFLES“!

Bean Batter | Schwanthalerhöhe - Einer von vielen Gastrotipp auf www.wallygusto.de

Speisekarte

Die Speisekarte im Bean Batter konzentriert sich auf Waffeln – belgische Waffeln, um genau zu sein. Das mag den praktischen Grund haben, dass man dicke Waffeln bessern belegen kann: Salzig mit marinierten Pilzen, Fetacrumble, Kapernäpfeln oder süß mit mit Ahornquark, Beerengrütze und Salzkrokant.

Zusätzlich gibt es Franzbrötchen, Kuchen und einige waffelfreie Gerichte, wie Shakshuka und Hausbrot oder Brotsalat mit Oliven, Paprika, roten Zwiebeln und Sellerie. Auf der Webseite wird das ganz simpel Comfort Food – oder auch Hygge- oder Gemütlichkeits-Essen – genannt.

Beim Kaffee geht es lokal zu, so kommt der Kaffee aus der kleinen, aber feinen Rösterei Jb kaffee in Dachau. Dort wird seit fast 10 Jahren ausschließlich Spezialitätenkaffee von ausgewählten Farmen in Afrika und Südamerika geröstet. Es gibt ausschließlich light roasts, deren Aromen fruchtig, beerig, nussig oder blumig sind.

Bean Batter | Schwanthalerhöhe - Einer von vielen Gastrotipp auf www.wallygusto.de

Geschmack

Die Olivenwaffel mit marinierten Pilzen & Fetacrumble ist einfach der Hammer! Fast noch besser ist aber die Variante mit Kürbischutney, gratiniertem Ziegenkäse und Kürbiskernkrokant. Die Waffeln sind außen schön knusprig, innen schön weich und der Belag kombiniert perfekt fruchtige und herbe Aromen. Auch die Franzbrötchen sollen echt köstlich sein, habe ich mir sagen lassen. Bisher konnte ich mich allerdings selbst noch nicht davon überzeugen. Am Kaffee gibt’s sowieso nichts auszusetzen: Cortado und Cappuccino sind im Bean + Batter mit das Beste, was man in München in die Kaffeetasse bekommt.

Service

Bestellt wird am Tisch, gezahlt am Tresen. Der Service ist immer gut gelaunt und aufmerksam. Lange Wartezeiten auf Kaffee und Waffeln gibt es auch nicht, alles wird flott und mit einem Lächeln serviert.

Preise

Wenn man einen an der Waffel haben möchte, zahlt man 3,00 Euro für die einfachste süße Variante und 7,90 Euro für das salzige Luxus-Exemplar. Die Preise für Kaffee liegen zwischen 1,90 Euro für einen Espresso und 3,60 Euro für einen Flat White.

Bean Batter | Schwanthalerhöhe - Einer von vielen Gastrotipp auf www.wallygusto.de

Fazit

Man merkt sofort, dass hier Profis am Werk sind! Das Bean Batter ist eine fabelhafte Verbindung zwischen dem Westend und Schwabing, betreibt man doch auch auf dem Schwabinger Elisabethmarkt das Standl 20. Ich war bisher zweimal im Bean Batter und bin absolut von Waffeln & Kaffee begeistert!

Adresse: Schwanthalerstr. 123, 80339 München

Events Magazin München

Die BRAUKUNST LIVE! 2019 – not another Craft Beer Festival | Veranstaltungshinweis

11. Februar 2019
Die BRAUKUNST LIVE! 2019 – not another Craft Beer Festival | Veranstaltungshinweis auf www.wallygusto.de

Wie Ihr sicher schon festgestellt habt, trinken Herr Wallygusto und ich gerne Bier. Dabei haben wir die letzten Monate immer mehr festgestellt, dass uns Standardbiere wie das Münchner Hell nicht mehr hinter dem Ofen hervorlocken. Lieber gehen wir in Lokale, in denen es Biere kleiner Brauereien aus dem Münchner Umland gibt. Oder uns zieht es gleich in eines der auch in München immer zahlreicher werdender Craftbier-Pubs. Klar ist die Auswahl (noch) nicht so groß wie in London, Edinburg oder Berlin – aber langsam wird’s! Und ab und an gibt es ein wahres Highlight, dass unsere Bierliebhaberherzen höher schlagen lässt – die BRAUKUNST LIVE!

Disclaimer: Dieser Beitrag ist ein unbezahlter und nicht beauftragter Veranstaltungshinweis sowie Verlinkungen darauf. Ich teile mit euch nur, was ich für interessant halte.

Im Münchner MVG Museum erwarten Fans des flüssigen Golds rund 100 nationale und internationale Aussteller, welche die ganze Bandbreite handwerklich hergestellter Biersorten bespielen. Ob traditionell, exotisch oder neu-kreativ – hier findet jeder Biergenießer sein ganz persönliches Lieblingsbier.

Die BRAUKUNST LIVE! 2019 – not another Craft Beer Festival | Veranstaltungshinweis auf www.wallygusto.de

Alkoholarme und -freie Biere

Das diesjährige Motto der BRAUKUNST LIVE! ist ganz nach unserem Geschmack: „Alkoholarme und -freie Biere“, greift einen aktuellen Trend in der Bierszene auf. Alkoholarme und -freie Biere gewinnen wieder an Relevanz und haben sich nicht nur einen festen Platz im Kühlschrank von Sportlern und kalorienbewussten Bierliebhabern erobert, sondern überzeugen auch anspruchsvolle Genussmenschen. Beispiele wie das Hop Junkie von Crew Republic (3,4% Alc./Vol.) oder das Hopfenspielvon Trumer mit nur 2,9% Alc./Vol sorgen für Aufsehen und geschmackliche Highlights.

Die Verfahren zur Herstellung von alkoholreduziertem Bier sind aufwendig und komplex: Ziel aller Maßnahmen ist es, möglichst viel Geschmack von Getreide, Malz und Hopfen in das Bier zu bekommen, damit es auch ohne den Geschmacksträger Alkohol gefällt. Und das gelingt mehr als nur gut – ob zum Grillen oder bei der abendlichen Bar-Tour: Diese Biere passen perfekt zum Lifestyle moderner Konsumenten und bieten eine große Chance für jeden Brauer.

„Nach einem holprigen Start haben sich alkoholarme und -freie Biere weltweit etabliert. Eine interessante Entwicklung – so trifft der Wunsch nach einem wohlschmeckenden Bier doch direkt auf den stets wachsenden Gesundheits- und Wellnesstrend hierzulande. Die Biere passen perfekt zum modernen Lifestyle und sind eine große Chance für die Brauer“, so Veranstalter Frank-Michael Böer.

Die BRAUKUNST LIVE! 2019 – not another Craft Beer Festival | Veranstaltungshinweis auf www.wallygusto.de

Bierkunst erleben

Das ist und bleibt das Motto der BRAUKUNST LIVE!. Ob hochmoderne Kreativbrauer oder traditionelle Brauereien, hier trifft sich wirklich alles, was in der Brauszene Rang und Namen hat. Es wird geschnuppert, geschmeckt und auch mal kräftig diskutiert. Das Festival bildet nicht nur die ganze Bandbreite aller Bierstile und Macharten ab, sondern zeigt auch die große Vielfalt möglicher Sichtweisen auf den Gerstensaft. Das unterscheidet die BRAUKUNST LIVE! bis heute von allen anderen Craft Beer Festivals.

Zahlreichen Masterclasses und Fachverkostungen schaffen darüber hinaus ein Forum zum kreativen Austausch und Entdecken. Ob mehrfach oder besonders gehopft, naturtrüb oder mit einer exotischen Fruchtigkeit – der Fokus liegt auf einem niedrigeren Alkoholgehalt und einer höheren Trinkbarkeit.

Experten führen Euch in die hohe Kunst und Vielfalt der Braukunst ein. Das richtige Glas zum richtigen Bier, die Welt der Rohstoffe oder die Kombination von Bier und Speisen – namenhafte Experten der Szene und Brauer verraten ihre Geheimnisse rund um das flüssige Gold, die wahrscheinlich selbst dem gewieftesten Bier-Enthusiasten noch unbekannt sind.

Die BRAUKUNST LIVE! 2019 – not another Craft Beer Festival | Veranstaltungshinweis auf www.wallygusto.de

Starke Aussteller und feinste Marken

Die diesjährigen Aussteller zeigen die unendliche Bandbreite der aktuellen Bierszene und demonstrieren handwerkliches Können, Erfindungsreichtum und immer wieder überraschende Geschmackserlebnisse.

Ihr dürft Euch dieses Jahr unter anderem auf die Biere der folgenden Brauereien freuen: Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan, Bitburger Braugruppe (Craftwerk Brewing), Bowar Gzub, Brauerei Aying Franz Inselkammer, Brauerei Gutmann, Brauerei Schimpfle, BrewHeart, Brewsli – Benjamin Saller, Camba Bavaria, Craftbee, Crew Republic Brewery, Der Braeu, Die Internationale Brau-Manufacturen, Doemens e.V., Franzbräu München, Gräfliches Hofbräuhaus Freising, Hausfreund, Holled`Auer Hopfen-Secco Manufaktur, Hopfenhäcker, Hopfenkopf Bräu, Hopfmeister Braumanufaktur, Hoppebräu, Hohmanns Brauerei Fulda, BARTH-HAAS GROUP, Kuehn Kunz Rosen, Kapuziner Brauhaus, Lutzenburger, Manufaktur für Dosensterne, Munich Brew Mafia, Orca Brau, Privatbrauerei Schnitzlbaumer, Schwarzbräu, Simple Jerky, Staatliches Hofbräuhaus München, Tölzer Mühlfeldbräu, Wildbräu Grafing.

Weitere Informationen zur Braukunst Live sowie Öffnungszeiten und Eintrittspreise findet Ihr auf der www.braukunst-live-muenchen.de.

Und wie schaut’s aus? Durst bekommen? Wen von Euch treffen Herr Wallygusto und ich auf der BRAUKUNST LIVE! 2019?

Buchvorstellungen Magazin

Münchner Weiberwirtschaften – Refugien für Leib & Seele | Kurzvorstellung

17. Dezember 2018
Münchner Weiberwirtschaften - Refugien für Leib & Seele | Kurze Buchvorstellung auf www.wallygusto.de

Mein Kochbuchregal hat mit Münchner Weiberwirtschaften mal wieder Zuwachs bekommen. Wie der Name schon richtig vermuten lässt, geht es aber um viel mehr: Lese- und Kochbuch, Reise- und Wochenend-Genussverführer mit Porträts, Adressen, Ausflugstipps und Lieblingsrezepten von 30 Münchner Wirtinnen und ihren Weiberwirtschaften.

Disclaimer: Das Buch wurde mir freundlicherweise kostenlos und unverbindlich vom HÄDECKE Verlag zur Verfügung gestellt. Dieser Beitrag enthält zudem unbezahlte & nicht beauftragte Werbung in Form von Verlinkungen! Meine Meinung bleibt davon unberührt, und ich teile mit euch nur, was ich für interessant halte.

Im 7. Band der erfolgreichen Reihe geht‘s auf kulinarische Entdeckungsreise quer durch die bayerische Metropole: Im Lehel, der Ludwigsvorstadt, Maxvorstadt, in Schwabing, Haidhausen, Sendling und der Schwanthaler Höhe sowie in Nymphenburg, Freimann, Ober- und Untergiesing, Thalkirchen und Untermenzing laden überall Lokale zum genussvollen Verweilen ein. Auf den Spuren weiblicher Gastronomie stellen kurzweilige Texte und einladende Bilder Münchner Gastgeberinnen und ihre Weiberwirtschaften vor.

Natürlich waren Herr Wallygusto und ich in einigen der Münchner Weiberwirtschaften schon selbst zu Gast: So trinken wir gerne das Monatsbier im Schiller Bräu oder stimmen uns im BLITZ Restaurant mit trendiger mexikanischer Küche auf Konzertabende ein.

Die Lieblingsrezepte der Wirtinnen bringen auf den Tisch, was Region und Jahreszeit bieten: Schrobenhausener Spargel, Fleisch, Fisch und Wild aus der Umgebung, frisches Gemüse und aromatische Kräuter aus dem Küchengarten. Hier wird gekocht, gebacken, Bier gebraut, Wein ausgeschenkt und vor allem mit viel Liebe für das Wohlbefinden der Gäste gesorgt. Sobald ich eines oder mehrere der Rezepte ausprobiert habe, dürft Ihr Euch auf eine ausführliche Rezension der Münchner Weiberwirtschaften freuen.

Lieblingslinks Magazin

Lieblingslinks | Februar

2. März 2018
Lieblingslinks | Februar

Der Februar überraschte uns zum Ende hin mit jeder Menge Schnee und Eiseskälte. Kein Wunder, dass meine Lust auf fettige Käsespätzle kaum zu bändigen war. Demzufolge waren Herr Wallygusto und ich auch dreimal unsere Leib-und Magenspeise essen – mit unterschiedlichen Geschmackserlebnissen. Zwischendurch hatte ich – wie so viele – mit einem grippalen Infekt zu kämpfen. Und mit aufkeimendem Fernweh – diesmal wieder einmal ganz extrem nach Japan, genauer gesagt Tokio.

  • Im Guido Al Duomo esse ich die teuersten Spaghetti Napoli meines Lebens. Zugeben, gut war die Sauce ja, aber ob knapp 13 Euro für ein so simples Gericht wirklich sein müssen? Zumal die Pasta meiner Meinung nach noch nicht einmal selbst gemacht war.
  • Im beschaulichen Untererthal bei Hammelburg gibt´s seit einiger Zeit in und rund um den Landgasthof zum Goldenen Kreuz gutes, neues (Craft-)Bier. Herr Wallygusto und ich haben das unterfränkische Craftbier schon ausgiebig getestet – und für gut befunden.
  • Stapeln sich daheim bei Euch auch überflüssige Stofftaschen in den Schubladen? Ein Bioladen (bisher leider nur) in Berlin hat eine sinnvolle Lösung! Wäre schön, wenn sich diese Idee auch anderorts durchsetzen würde!
  • Der Klang von Zuckerwatte ist zurück – und mit ihm die Sehnsucht nach fernen Ländern: Nach Ost-Tokio, von Akihabara zum Imperial Palace.
  • Warum #healthyfood auch #hirnfrei ist – diese These hätte auch von mir sein können!
  • Da musste ich über 40 Jahre alt werden, um zu erfahren, warum ich Pizza falsch esse! Egal, ob wahr oder falsch: Ich empfehle für unsere Pizza Bianca mit Grünkohl und Salzzitronen trotzdem den Gebrauch von Messer & Gabel. 😉
  • Auch im Februar habe ich ein (für mich neues) Lokal für den gemütlichen Verzehr von Käsespätzle aufgetan:  Die Variante im Rumpler im Münchner Glockenbachviertel ist nicht schlecht, aber für meinen Geschmack ein klein wenig zu trocken. Als selbsternannter Käsespätzle-Experte würde ich in diesem Fall respektable 7 von 10 Punkten vergeben.
  • Nachdem mein Rezept für Linsen-Bolognese nicht bei allen meinen italienischen Mitmenschen auf Gegenliebe gestoßen ist, finde ich den Twitter-Channel Italians mad at food noch amüsanter als ich es ohnehin getan hätte.

Das Beitragsfoto stammt von Sticker Mule; entdeckt auf Unsplash.

Events Magazin München

Braukunst Live! 2018 – Meister der Braukunst treffen Liebhaber guten Geschmacks

29. Januar 2018
Braukunst Live! 2018 - Meister der Braukunst treffen Liebhaber guten Geschmacks

Nächsten Freitag ist es endlich wieder soweit – die Braukunst Live! beweist in München zum siebten Mal, dass sie als branchenprägendes Event immer wieder neue Maßstäbe setzt. Die international etablierte Messe ist inzwischen eine der größten ihrer Art in Europa und in der kreativen Branche der Biergenusskultur nicht mehr wegzudenken.

Die Braukunst Live! begrüßt dieses Jahr im MVG Museum mehr als 100 Aussteller, die ihre Leidenschaft zum handwerklich gebrauten Bier präsentieren. Nationale, speziell regionale wie internationale Persönlichkeiten der Brauszene treffen ein ganzes Wochenende lang auf echte Liebhaber guter Braukunst.

Auch Herr Wallygusto und ich werden wieder zu Gast sein, um Biere in höchster Qualität, unverkäufliche Jahrgangssude und Versuchssude zu verkosten. Letztes Jahr standen Der Himbeer Toni von Hopfmeister und das Weißbier des Matthäserbräu ganz hoch in unserer Gunst. Welches Bier wird wohl diesmal unsere Herzen im Sturm erobern?

Rückbesinnung auf deutsche Bierstile

Das offizielle Schwerpunkt-Thema der Braukunst Live! 2018 ist das Revival deutscher Bierstile: Nach starkgehopften India Pale Ales, hocharomatischen Stouts und alkoholreichen Barley Wines, geht der Trend der hiesigen Bierszene nun wieder zu unkomplizierten und traditionellen Bieren. Kein Wunder also, dass Helles, Weißbier oder Pils ein Schwerpunkt der diesjährigen Braukunst Live sind.

Immer mehr Kreativ-Brauer setzen neben ihrem bestehenden Programm auch auf klassische Stile wie Pils, Helles oder Weißbier – und interpretieren diese dabei völlig neu. Hohe Trinkbarkeit, überraschende Geschmacksvielfalt und Innovationskraft zeichnen die Ergebnisse aus. Diese Entwicklung ist aus mehreren Gründen spannend: Die Verbraucher (ganz besonders Craftbier-Neulinge) erhalten trinkbare, gefällige Biere, die dennoch einem hohen qualitativen wie kreativen Anspruch genügen.

IPA, Porter und Stout werden natürlich weiterhin angesagt sein. In der Neuinterpretation der eigenen kulturellen Basis liegt für deutsche Spezialitäten-Szene aber die große Chance, im internationalen Vergleich eine eigenständige Richtung zu etablieren.

Braukunst Live! 2018 - Meister der Braukunst treffen Liebhaber guten Geschmacks

Alkoholarme und -freie Leichtbiere – ein neuer Trend?

Herr Wallygusto und ich wissen es schön längst, aber alkoholfreie Biere sind „the next big thing“!
Bei uns hat alkoholarmes- und freies Bier schon immer einen festen Platz im Kühlschrank. Denn egal ob zum Grillen oder bei der abendlichen Bar-Tour: Diese Biere passen perfekt, wenn man gerne ein Bier trinken, dabei aber auf (zuviel) Alkohol verzichten möchte.

Großes Potential haben künftig aber auch geschmacklich überzeugende, alkoholarme Leichtbiere. Als Beispiel seien das Hop Junkie von Crew Republic (3,4% Alc./Vol.) oder das Hopfenspiel von Trumer, mit nur 2,9% Alc./Vol., genannt.

Alkoholarme und -freie Leichtbiere sind handwerklich extrem anspruchsvoll zu brauen, da Alkohol ein Geschmacksträger ist. Diese Biere sind eine große Chance für die Brauer. Daher greift die Braukunst Live! dieses Thema bewusst auf.

Frauen brauen

Die Brau-Szene wird von Männern dominiert, Ladys sind stark unterrepräsentiert. Ob jedoch in der Biersommelier-Ausbildung von Doemens, im Bereich der akademischen Brauer-Ausbildung der international renommierten TU München oder vor Ort in den Sudhäusern: Tanja Leidgschwendner (Brauerei im Eiswerk) und Ulrike Genz (Schneeeule Berlin) belegen, dass auch Frauen in der kreativen Bierszene Hervorragendes leisten. Beide könnt Ihr auf der kommenden BKL treffen. Das interessante Thema “Power- und Brauer-Frauen“ wird auf der Braunkunst Live durch Masterclasses aufgegriffen.

Weitere Informationen zur Braukunst Live sowie Öffnungszeiten und Eintrittspreise findet Ihr auf der www.braukunst-live-muenchen.de.

Deutschland Unterwegs

Berlin | Impressionen 2017

17. November 2017

Das erste Mal war ich kurz nach der Wende auf Klassenfahrt in Berlin: Meine Erinnerungen beschränken sich aber auf die Nofretete, das Hard Rock Café und ein wahnsinnig luftiges Brot in einem indischem Restaurant. Mein zweiter Besuch war geprägt von viel Kultur, Flohmärkten und Berliner Weiße mit Schuss. Beide Male war ich von der deutschen Hauptstadt aber sehr begeistert.

Als Herr Wallygusto und ich unsere erste, kleine Hochzeitsreise dort verbrachten, waren wir sehr enttäuscht: Zu laut, zu voll und zu asozial wirkte es auf uns, dieses Berlin. Nach drei Tagen waren wir dann auch fast froh, wieder in’s beschauliche Dorf München zurück zu kehren.

Trotzdem haben wir diesen Sommer nicht lange gezögert, als unsere Lieblingsband Arcade Fire eines von nur zwei Deutschland-Konzerte für Berlin ankündigte! Schnell waren Eintrittskarten gekauft, Flugtickets gebucht und eine bezahlbare Unterkunft im schönen Stadtteil Prenzlauer Berg gefunden. Und was soll ich sagen? Die Liebe zu Berlin wurde neu entfacht!

Impressionen Berlin

Essen

Wer in Berlin nicht zum Frühstücken in ein Café geht, verpasst etwas: Der liebevoll belegte Peanut Butter & Banana Toast und das süße Nutella Bun im Okay Café in Neukölln sind göttlich. Aber auch das portugiesisch inspirierte Frühstück im LOLA was here im Prenzlauer Berg kann uns begeistern. Nicht ganz so überzeugend sind die gegrillten Sandwiches im NOTHAFT SEIDEL CAFE (ebenfalls Prenzlauer Berg). Immerhin gefällt uns die Einrichtung dort ganz gut: Mit Shabby Style kriegt man mich halt immer.

Frühstücken in Berlin

Die Markthalle Neun in Kreuzberg lockt nicht nur mit frischem Obst und Gemüse, sondern ist auch für ein Stück frische Pizza auf die Hand gut. Dazu trinken wir erfrischendes hausgemachtes Ginger Ale und Craftbier der Berliner Mikrobrauerei Heidenpeters. Zwischendurch gönnen wir uns im Rausch Schokoladenhaus kleine Happen aus feinstem Nougat. Das ist eine Leistung, die wahrlich Beachtung verdient: Schließlich platzt der Laden vor Naschereien schier aus allen Nähten.

Essen auf die Hand in Berlin

Auch beim Abendessen lassen wir es uns so richtig gut gehen: Beobachtet von hässlichen Goldfischen verspeisen wir in der gemütlichen Carabao Bar im Kreuzberger Kiez knusprige vegetarische Frühlingsröllchen und scharfe Thai Curries. Im Marooush in Kreuzbergs Mitte gibt’s ein 1a Falafel-Sandwich, das lange satt und glücklich macht. Für eine große Auswahl an klebrig-süßen Nachtisch sorgt die Kilicoglu Baklavaci Kotti gleich gegenüber.

Baklava in Berlin

Trinken

Wer gerne Craftbier trinkt, ist in Berlin genau richtig: Mit Oliver Lemke ist hier auch ein deutscher Brau-Pionier ansässig. Der Besuch eines seiner drei Brauhäuser lohnt sich – probiert unbedingt das India Pale Ale!

Die Anfahrt zur etwas ab vom Schuss gelegenen Stone Brewery lohnt sich: Brauerei und Restaurant in einem ehemaligen Gaswerk in Marienstadt sind schlicht und ergreifend beeindruckend. Und die Craftbiere haben eine hohe Drinkability! Die Amerikaner wissen halt, wie’s geht!

Ebenfalls einen Besuch wert ist das BRLO Brwhouse am Gleisdreieck, gebaut aus 38 gebrauchten Überseecontainern aus aller Welt. Somit ist es mobil sowie temporär und kann an jedem beliebigen Ort wieder aufgebaut werden. BRLO ist übrigens der alt-slawische Ursprung von Berlin.

Bier trinken in Berlin

Highlights

Absolutes Highlight ist natürlich der Besuch des Arcade Fire – Konzertes auf der Kindl-Bühne Wuhlheide. Wobei schon allein die unter Denkmalschutz stehende Freilicht-Spielstätte in Form eines Amphitheaters absolut sehenswert ist!

Ansonsten lassen wir uns ein wenig treiben und spazieren durch verschiedene Berliner Kieze. Besonders angetan haben es uns die vielen Altbauten mit ihren bunten Cafés und kleinen Geschäften. Weniger gut gefällt uns die IGA Berlin 2017 auf dem Geländer der Gärten der Welt: Irgendwie ist uns nicht immer ganz klar, was jetzt zur Internationalen Gartenausstellung gehört und was immer da ist. Alles in allem werden wir mit dem Konzept einfach nicht recht warm. Und natürlich statten wir auch dem KaDeWe und der East Side Gallery einen Besuch ab.

Impressionen Berlin

 

Deutschland Unterwegs

Fränkische Schweiz – Wandern & Bier, das rate ich Dir

9. Oktober 2017
Fraenkische Schweiz | Spatzen im Bamberg | www.wallygusto.de

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Herr Wallygusto und ich denken uns das jedes Mal, wenn wir eine paar Tage in der Fränkischen Schweiz verbringen. Die Anreise von München aus liegt mit dem Auto bei unter drei Stunden, die Landschaft ist wunderschön und lädt zum Wandern und Radfahren ein. Außerdem gibt es jede Menge kulinarische Genüsse zu entdecken – und damit meine ich nicht nur die Biere von nicht weniger als 70 Brauereien.

Leider liegt unser letzter Besuch nun auch schon wieder fast ein Jahr zurück. Damals waren wir nicht nur zum Wandern in der Gegend von Egloffstein sondern haben uns auch die Teufelshöhle in Pottenstein, die Altstadt von Bamberg und den Kellerberg in Forchheim angeschaut. Ich hoffe, dass Euch mein Reisebericht ein wenig Lust auf einen Kurzurlaub in dieser wirklich ruhigen & einladenden Gegend machen kann! Mehr Informationen findet Ihr auf der Website der zuständigen Tourismuszentrale.

Wandern in der Fraenkischen Schweiz

Sehenswertes

Die Teufelshöhle in Pottenstein ist die größte der rund 1.000 Höhlen in der Fränkischen Schweiz. Sie hat eine Gesamtlänge von ca. 3.000 Metern, von denen ca. die Hälfte der Öffentlichkeit zugänglich ist. Die Führung dauert rund 45 Minuten. Man sollte allerdings nicht vergessen warme Kleidung einzupacken, denn rund 400 Stufen führen tief ins Erdreich hinab. Ganz unten angekommen erkunden wir bei 9°C das wunderbare Ausmaß der Tropfsteinhöhle. Besonders beeindruckend ist der größte Höhlenraum, der 45x18x15 Meter große “Barbarossadom”. Im Höhlensystem gibt es aber auch noch diverse Knochenfunde und kreidezeitliche Sediment zu entdecken. Nach der „anstrengenden“ Tour durch die Unterwelt lockt uns das Terrassencafé mit leckerem Käse-und Apfelkuchen.

Fraenkische Schweiz | Terrassencafe Teufelshoehle | www.wallygusto.de

Nachdem es von unserer Unterkunft nur ein Katzensprung nach Bamberg ist, statten wir unserer fränkischen Lieblingsstadt ebenfalls einen kurzen Besuch ab. Der in einer Talmulde gelegene Bischofs-und ehemalige Kaisersitz hat bereits über 1.000 Jahre auf dem Buckel. Bamberg kann Deutschlands größte intakte mittelalterliche Altstadt ihr eigen nennen. Tatsächlich ist diese wunderschön und lohnt immer wieder aufs Neue einen Besuch. Es macht einfach unglaublich Spaß, durch die kleinen alten Gassen zu flanieren und sich vorzustellen, wie das Leben wohl früher ausgesehen haben mag.

Das Alte Rathaus ist nicht nur wegen seiner mit Fresken verzierten Fassade ist ein echtes Kuriosum: Um seine Entstehungsgeschichte rankt sich die Sage, dass der Bischof von Bamberg den Bürgern keinen Platz für den Bau eines Rathauses gewähren wollte. Die Bamberger fackelten daraufhin nicht lange und rammten Pfähle in die Regnitz. Auf der so geschaffenen künstlichen Insel errichteten sie anschließend das beeindruckende Rathaus.

Fraenkische Schweiz | Neues Rathaus in Bamberg

Ein weiteres Highlight ist die ehemalige Fischersiedlung Klein Venedig. Das Bild des pittoresken Stadtteils wird von dicht gedrängten Fachwerkbauten und winzigen Gärten bestimmt. Die Fachwerkhäuser – für die ich generell ein Faible habe – stammen überwiegend aus dem Mittelalter. Vor den Anlagestellen in den Vorgärten dümpeln Kähne und immer wieder schwimmen Entchen und Schwäne vorbei. Für Menschen wie Herrn Wallygusto und ich, die schon lange ihren Traum von einem kleinen, windschiefen Häuschen hegen, ist diese Ecke von Bamberg natürlich das reinste Paradies.

Fraenkische Schweiz | Klein Venedig in Bamberg

Am letzten Tag unseres Aufenthaltes in der Fränkischen Schweiz steht ein Ausflug nach Forchheim auf dem Plan. Das Stadtbild wird durch pittoreske Fachwerk-Ensembles und viele historische Gebäude geprägt. Das Forchheimer Rathaus stammt aus dem späten Mittelalter und ist ein echter Blickfang: Der zweigeschossige Hauptbau mit seinem beeindruckenden Fachwerk stammt aus dem Jahr 1402. Der Magistratsbau mit seinen geschnitzten Figuren und Szenen, die alle der Ursprung kleiner Geschichten und Anekdoten sind, folgte später. Das kleine Männchen im Gebälk des Magistratsbaus beispielsweise praktiziert eine sehr eigenwillige Abwehrmaßnahme gegen mögliche Angreifer: es streckt ihnen sein entblößtes Hinterteil entgegen.

Fraenkische Schweiz | Forchheimer Rathaus | www.wallygusto.de

Die Kammerersmühle in der Wiesentstraße ist nicht nur wegen des hübschen Fachwerks sehenswert: Das 1698 erbaute Gebäude hat sich nämlich im Laufe der Jahre einseitig zur Wiesent hin abgesenkt und bekam daher von den Forchheimern den Spitznamen “Schiefes Haus” verpasst. Die Mühle ist seit dem Jahr 1920 außer Betrieb und beherbergt heute eine Gaststätte. An den stilecht belassenen Räumlichkeiten können sich auch heute noch Besucher erfreuen.

Fraenkische Schweiz | Kammerersmuehle | Forchheim | www.wallygusto.de

Aktivitäten

Unser erster Tag in der Fränkischen Schweiz beglückt uns gleich mit ergiebigen Dauerregen. Was für ein Glück, dass es in Bamberg eine Boulderhalle der Blockhelden gibt. Hier warten die Blockhelden in einem denkmalgeschützten Gebäude aus dem Jahr 1918 mit allerlei kniffligen Boulderproblemen auf uns. Das besondere an der 12 Meter hohen Halle ist, dass sie Rundbögen wie ein Kirchenschiff hat. Im Vergleich zu Bouldern- oder Kletterhallen in München geht es hier in Bamberg sehr entspannt zu – zumindest ist bei unserem Besuch an einem frühen Sonntagnachmittag relativ wenig los. Entspanntes Bouldern und ein guter Milchkaffee danach sind hier also garantiert. https://blockhelden.de/

Die Wanderung zu Burg Rabenstein & Sophienhöhle stammt aus dem Rother Wanderführer Fränkische Schweiz (Tour 16). Ausgangspunkt der recht langen Tour ist das kleine, von Felsen überragte Örtchen Tüchersfeld, das ein Wahrzeichen der Fränkischen Schweiz ist. Von hier aus wandern wir zum wunderschönen Ailsbachtal, wo uns romantische Pfaden an der Sophienhöhle vorbei hinauf zur Burg Rabenstein führen. Die Sophienhöhle gilt als eine der schönsten, aktiven Tropfsteinhöhlen Frankens. Die Entstehung der Tropfsteingebilde in der Höhle habt Jahrtausende gedauert: Dazu zählen Stalagmiten, wie der riesige “Millionär”, oder bis zu drei Meter lange Sinterfahnen. Im Vorhöhlenraum gibt es zudem eines der vollständigsten Höhlenbärenskelette weltweit zu bewundern. Die hochmittelalterliche Adelsburg Rabenstein thront auf einem Hochplateau über dem Ailsbachtal. Klar, dass so ein beeindruckendes Bauwerk schon Hauptschauplatz für ein interaktives PC-Spiel und Filmkulisse war. In der urigen Gutsschenke warten Zwetschgenstreuselkuchen mit Sahne, eine ordentliche Portion Obazda & Hüttenkäse mit Brot und süffiges dunkles Bauernbier der Brauerei Held auf uns.

Fraenkische Schweiz | Burg Rabenstein | www.wallygusto.de

Der Fünf-Seidla-Steig ist der Brauereiwanderweg in der südlichen Fränkischen Schweiz. Wie der Name schon sagt, führt er zu den fünf Privatbrauereien in den Gemeinden Gräfenberg und Weißenohe. Da uns die normale Wegstrecke von insgesamt 10 Kilometern zu kurz ist, schwingen wir uns in Egloffstein auf unsere Fahrräder und holen ein wenig weiter aus. Durch wunderbare Wald-und Wiesenlandschaften radelnd klappern wir so Brauerei um Brauerei ab: Weißenohe, Lindenbräu (unbedingt Romadur mit Musik & Obazda probieren!) und Hofmann. Zum Glück gibt es nicht nur Seidla, also Halbe Biere, sondern auch kleinere Gebinde – andernfalls wären wir am Ende unserer Tour wohl vom Fahrrad gefallen. Das Elchbräu müssen wir allerdings sowieso auslassen, denn der Gasthof hat seinen verdienten Ruhetag. Überhaupt lohnt es sich, vor Antritt des Fünf-Seidla-Steig die Öffnungszeiten der Brauereigaststätten zu prüfen: Jede hat nämlich an einem anderen Tag Ruhetag!

Fraenkische Schweiz | Elchbraeu | www.wallygusto.de

Aus dem bereits erwähnten Rother Wanderführer (Tour 24) stammt auch die Wanderung zum Druidenhain und zur Ruine Neudeck. Bevor es aber zu der verwunschen und moosüberwitterten Felslandschaft und der malerisch gelegenen Burgruine Neideck geht, bringen wir erst einmal den größte Steigung hinter uns. Die führt uns völlig unspektakulär durch dichten Wald auf den 520 m hohen Zuckerhut, der außer dem Namen nichts mit seinem berühmten Bruder in Brasilien gemeinsam hat. Obwohl ich zugeben muss, dass die Aussicht von hier wirklich nicht schlecht ist: Die Sicht reicht ins Wiesenttal nach Westen und bis zum Walberla kurz vor Forchheim, nach Osten endet sie im engen und gewundenen Tal nach Streitberg, gegenüber liegt der imposante Hummerstein mit dem nach Norden verlaufenden Leinleitertal mit Burg Greifenstein im Hintergrund. Etwas später entzückt uns dann der Druidenhain mit seinen merkwürdigen Felsformationen, zwischen denen wir uns gut Druiden vorstellen können, wie sie mit ihren Sicheln auf der Suche nach Misteln sind. Nicht minder beeindruckend ist der Blick von der Burgruine Neudeck hinab ins Tal, den wir bei strahlendem Sonnenschein genießen dürfen.

Fraenkische Schweiz | Druidenhain | www.wallygusto.de

Fraenkische Schweiz | Ruine Neudeck | www.wallygusto.de

Eines der Hauptziele unseres diesjährigen Urlaubes in der Fränkischen ist ein Besuch der Brauerei Meister in Unterzaunsbach – zu gut ist uns das dunkle Vollbier dort in Erinnerung geblieben. Da eine Wanderung von Egloffstein nach Unterzaunsbach weder zeitlich noch vom Weg her eine große Herausforderung ist, strickt uns Herr Wallygusto nochmal eine große Rundtour zusammen. Das schier nicht enden wollende Netz aus Wanderwegen rund um Egloffstein will schließlich ausgiebig genutzt werden. Der kleine Gastgarten der Brauerei Meister ist sehr gemütlich und falls die Wirtschaft einmal geschlossen hat, gibt es einen Kühlschrank, aus dem sich der durstige Wanderer bedienen darf. Nachdem wir unsere trockenen Kehlen gründlich gespült haben, geht es hinauf zum Schlossberg bei Haidhof. Von dort geht es an Kirschgärten vorbei tief in den Wald zum Burgstall Burgstein. Von der verfallenen, vermutlich hochmittelalterlichen Burg, die sich auf einer felsigen Bergecke über zwei kleinen Tälern erhob, sind heute leider nur noch Reste übrig. Nach einer kleinen Stärkung mit unserer mitgebrachten Brotzeit geht es auch schon weiter zur nächsten Einkehr nach Thuisbrunn. Im gemütlichen Biergarten des Elchbräu verweilen wir bei Pils und Weißbier ein wenig länger als gedacht. Bevor wir uns auch noch die Bäuche mit fränkischer Hausmannskost vollschlagen, brechen wir auf und wanken zufrieden zurück nach Egloffstein.

Fraenkische Schweiz | Meisterbraeu | www.wallygusto.de

Einkaufen

Immer wieder eine einzige Verführung ist Inges Lädchen in Egloffstein! Auf lediglich 75 m² Ladenfläche werden über 3.000 Artikel angeboten: Neben Dingen des täglichen Bedarfs, also Konserven, Klopapier und Zahnpasta, findet man hier auch Wein, Gemüse und Obst aus der Region. Auch frische Milch und ausgewählte Käsesorten sowie eine große Auswahl an BIO Produkten umfasst das Sortiment. Besonders empfehlenswert ist die tolle Bruch-Schokolade der Confiserie Storath aus Stübig. Die Schokoladen werden nach eigenen Rezepten in Handarbeit hergestellt.

Beim Egloffsteiner Mühlbeck gibt es leckeres Brot aus Dinkelvollkorn, knusprige Schweinsohren und saftige Quarktaschen. Aber auch alle anderen Brot und Gebäckstücke sehen wirklich unglaublich gut aus! Schade, dass wir nur eine Woche in Egloffstein sind und uns daher nicht durch das gesamte Sortiment probieren können. Ich hoffe sehr, dass Helmut Windisch aller Unkenrufe zum Trotz seinen Laden immer noch betreibt. Zumindest gibt es noch aktuelle Google-Bewertungen.

Fraenkische Schweiz | Egloffsteiner Mühlbeck | www.wallygusto.de

Schlafen

Die wohl bekannteste Ortschaft im beschaulichen Trubachtal ist Egloffstein. Kein Wunder, denn sie hat neben ein paar Geschäften und Lokalen so einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten: Auf dem Berg über dem Ortskern sitzt die wundervolle Burg, unweit der der Aussichtspunkt Wilhelmsfelsen und ein Felsentor liegen. Vom Aussichtspunkt Pfarrfelsen auf der anderen Talseite kann man den Blick auf Egloffstein genießen und nur ca. 1 km südlich der Ortschaft auf einem anderen Berg gelegen findet man die Kirchenruine Dietersberg. Außerdem ist Egloffstein – wie wir inzwischen wissen – der optimale Ausgangsort für Wanderungen in der Fränkischen Schweiz.

Wie schon beim letzten Mal quartieren wir uns dort in einer der gemütlichen Ferienwohnungen der sympathischen Familie Porisch ein. Wir beziehen erneut die schöne „Ritterburg“: Sie hat 2 Schlafzimmer, einen Wohnraum mit gut ausgestatteter Küchenzeile und ein großes, modernes Bad mit Fenster. Natürlich genießen wir auch diesmal wieder mit einem kühlen Bier in der Hand den tollen Ausblick vom eigenen Balkon ins Trubachtal. Direkt von der Haustür aus können wir mit dem Wandern und Radfahren loslegen.

Fraenkische Schweiz | Wandern rund um Egloffstein | www.wallygusto.de

Essen

Das Café am Dom ist der letzte Vertreter der ehemals reichen Kaffeehauskultur rund um den Bamberger Dom. Die Einrichtung ist stilvoll und versprüht gediegenen Flair. Die Auswahl am Kuchenbuffet ist vielfältig: Egal ob Sahnetorten, Obstkuchen, Teegebäck oder Petit Fours – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Klar, dass Herr Wallygusto und ich da nicht widerstehen können und uns ein ordentliches frischen, hausgemachten Kuchen zum Kaffee gönnen.

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Das Bräustüberl der Brauerei Friedmann in Gräfenberg gehört zum Fünf-Seidla-Steig. Die moderne, gemütliche Gaststube wartet bei unserem Besuch mit jungem Service und toller, moderner Mucke auf. Zu fairen Preisen gibt es hier leckere, große Käsespätzle und süffiges dunkles und helles Bier sowie Pils. Alles erfreulicherweise auch in probierfreundlichen kleinen Gläsern (0,3).

In der Gaststube des bodenständigen Gasthauses Drei Linden werden nicht nur Wild aus den fränkischen Wäldern rund um Bärnfels, lebendfrischer Fisch und das „fränkische Hummerla“ direkt aus dem Bassin am Haus serviert. Die Speisekarte bietet auch eine unglaublich große Auswahl an vegetarischen und vegane Gerichten. Und das wichtigste: Veganer Linsen-Pilzbraten, Semmel-Lasagne und selbstgemachte Nudeln schmecken auch sehr, sehr gut! Die Portionen sind groß und rechtfertigen einen kleinen, regionalen Schnaps zum Verdauen.

Die Einkehr in der romantisch in einem Tal gelegenen Schlehenmühle lässt sich gut mit einer kleinen Wanderung von Egloffstein über das Affalterthal oder das Trubachtal verbinden. Die Baggers (Kartoffelpuffer) mit Apfelmus sind uns noch vom letzten Mal in der Fränkischen Schweiz zu Recht in guter Erinnerung geblieben. Und das nicht nur, weil die Portion aus gleich vier dicken Stück besteht. Am besten genießt man sie zusammen mit dem tollen Bier von Veldensteiner.

Fraenkische Schweiz | Schlehenmühle | www.wallygusto.de

Ein Gasthof ist der Eichler schon lange nicht mehr. Martha, die Tochter der berühmten “Oma Eichler”, betreibt hier inzwischen nur noch den einfachen Campingplatz bei “Oma Eichler” Obwohl das arg untertrieben ist: In Kletterkreisen ist es DER Campingpatz. Kletterer aus aller Welt schlagen hier ihre Zelte auf, leihen sich Kletterführer und oder essen den traumhaften Zwetschgenkuchen von Martha!

Immer für ein ordentliches Essen gut ist der Gasthof zur Post in Egloffstein, den wir schon von unserem letzten Urlaub kennen. Die Speisekarte bietet einige vegetarische Gerichte, wie Pfifferlinge mit Semmelkloß und Käsespätzle, die wirklich gut schmecken. Sehr zu empfehlen sind auch die Fruchtsäfte der lokalen Kelterei Pretzfeld, die hier ausgeschenkt werden.

Natürlich darf auch in Forchheim das obligatorische Stück Kuchen nicht fehlen! Im Café Schmitt gibt es neben Retro-Eisdielencharme auch eine große Auswahl an Kuchen und Torten. Obwohl ich bestimmt seit meiner Kindheit keine Erdbeer-Biskuitrolle mehr gegessen habe, entscheide ich mich für eben diese – der Anblick ist einfach zu verführerisch. Für Herrn Wallygusto gibt es den obligatorischen Apfelkuchen mit Sahne. Da das Wetter traumhaft ist, lassen wir uns im ruhigen Garten im Hinterhof bedienen: Bei Sonnenschein schmeckt es einfach nochmal so gut! Das Café Schmitt ist übrigens bereits seit 1913 in Forchheim ansässig und gehört damit nach eigener Aussage zu den ältesten Cafés der Stadt.

Fraenkische Schweiz | Cafe Schmitt in Forchheim | www.wallygusto.de

Trinken

Die bekannteste Brauerei Bambergs dürfte mit Abstand das Schlenkerla sein. Im historischen Fachwerkhaus mit seinen Butzenscheiben werden an weiß gescheuerten Holztischen fränkische Spezialitäten wie „Bamberger Zwiebel“ und Bambergs extremstes Rauchbier serviert: Der starke Rauchgeschmack hat mich schon immer an Räucherschinken erinnert – was ich auch schon als Nicht-Vegetarier als sehr anstrengend empfunden habe. Eilige holen sich ihr Bier übrigens an der Straßenschenke und trinken es im Stehen vor der Gaststätte.

Fraenkische Schweiz | Schlenkerla in Bamberg | www.wallygusto.de

In Forchheim geht man nicht in den Biergarten sondern „auf die Keller“ im Wald am östlichen Stadtrand. Als es noch keine Kühlschränke gab, hielten hier die Forchheimer Traditionsbrauereien in riesigen Gewölben aus Natursandstein ihr Bier kühl. Obwohl die Lagerstätten inzwischen längst der Vergangenheit angehören, sind die über 20 Keller-Wirtschaften geblieben. Acht fränkische Brauereien lassen in dem riesigen Eichen- und Buchenwald ihre Biere ausschenken. Es ist also kein Wunder, dass der Kellerberg als größter Biergarten der Welt gilt. Bevor wir uns also aufmachen, die kleine aber feine Forchheimer Altstadt zu erkunden, gönnen wir uns auf dem Neder-Keller ein Bierchen. Leider ist zur frühen Mittagsstunde noch recht wenig los, so dass der Funke nicht ganz überspringen will.

Fraenkische Schweiz | Neder-Keller in Forchheim | www.wallygusto.de

Liste der oben genannten Lokale, Läden & Unterkünfte und deren Adressen

Imbiss Restaurants

Wasserberghaeusl – Der Kiosk am Weßlinger See | Weßling

8. September 2017

Zugegeben, die kleine Wanderung um den Weßlinger See und durch den Altinger Wildpark birgt für geübte Wanderer wie Herrn Wallygusto und mich keine großen Herausforderungen. Trotzdem machen wir diese Tour seit ein paar Jahren regelmäßig – und zwar egal, ob im Sommer oder Winter. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Die Anreise von München aus ist kurz und man steht nicht ewig im Stau (vor allem, wenn man die S-Bahn nimmt). Außerdem ist die Gegend selten überlaufen und angenehm ruhig – und zwar so ruhig, dass man mit ein wenig Glück im Wald ein paar Wildschweine aufspüren kann. Den damals eher spießig anmutenden Kiosk am Weßlinger See haben wir dabei immer ignoriert und uns lieber beim Cafe am See mit Kuchen eingedeckt.

Das hat sich dieses Jahr aber schlagartig geändert: Seit Silvester ist das Wasserberghaeusl – der Kiosk am Weßlinger See unter neuer Regie. Claudius Brudnjak heißt der neue 30-jährige Pächter, der ordentlich frischen Wind an das Seeufer gebracht hat.

Wasserberghaeusl - Der Kiosk am Weßlinger See | Weßling

Draußen

Am Wasserberghäusl sitzt man entweder auf der sonnigen Terrasse oder auf einem Steg mitten im Weßlinger See. Angeblich gibt es für die kältere Jahreszeit auch Sitzplätze im Inneren, welche Herr Wallygusto und ich aber bisher nicht entdeckt haben. Zugegeben war bei unseren letzten Besuchen auch kein Bedarf, denn die Sonne hat uns immer mit ihren warmen Strahlen verwöhnt.

Speisekarte

Neun Jahre lang soll es im Kiosk am Weßlinger See die „die geilste Fischsemmel weit und breit“ gegeben haben. Damit ist jetzt Schluss! Die neue Speisenauswahl fällt ein bisschen moderner aus und bietet neben Obazda mit Breze auch Pastrami Sandwich und Antipasti auf Röstbrot. Natürlich gibt es auch selbstgemachten Kuchen und Gebäck sowie Eis am Stiel. Dabei wird viel Wert auf regionale Produkte gelegt. Das Angebot ist nicht groß, aber das erwarte ich von einem Kiosk auch nicht.

Wasserberghaeusl - Der Kiosk am Weßlinger See | Weßling

Geschmack

Obzada wird hier in zwei dicken Kugeln serviert, die für nur eine Brezen viel zu viel sind. Mit einer weiteren Brezen reicht die Portion locker für zwei Personen. Die Käsecreme ist schön cremig und würzig, die Brezen frisch – beides also sehr köstlich! Der Mandelbutterkuchen ist laut Aussage von Herrn Wallygusto ebenfalls sehr gut und enthält bestimmt kaum Kalorien – sind ja schließlich nur Mehl, Butter und Zucker drin. Die paar Mandeln oben drauf zählen nicht. ;-)

Service

Die jungen Leute, die unsere Bestellung durch das Fenster des Kiosk entgegen nehmen, sind gut drauf und sehr freundlich. Service am Tisch gibt es nicht, fertiges Essen wird ausgerufen und muss selbst abgeholt werden. Übrigens hat das Wasserberghaeusl – Der Kiosk am Weßlinger während des ganzen Jahres geöffnet: Während der Sommersaison täglich von 10 – 19.00 Uhr, während der Wintersaison bei Eis-Tragfähigkeit von 10 – 17.00 Uhr. Die Öffnungszeiten sind natürlich vom Wetter abhängig – ist das schlecht, bleibt der Kiosk geschlossen!

Wasserberghaeusl - Der Kiosk am Weßlinger See | Weßling

Preise

Der Aperol Spritz kostet € 5,00, das Glas Wein (0,2) € 4,00 – beides wird großzügig eingeschenkt. Bier gibt’s aus der Flasche für € 3,00. Die riesige Portion Obzada mit Breze ist mit € 4,50 echt günstig, den Preis für den Kuchen haben wir vor lauter Hunger leider vergessen.

Fazit

Was soll ich sagen? Auf der gemütlichen Terrasse des Wasserberghaeusl zu sitzen und den Blick über den Weßlinger See schweifen zu lassen ist einfach unglaublich entspannend. Kein Wunder also, dass Herr Wallygusto und ich immer wieder auf eine Kleinigkeit zu essen und ein Kaltgetränk einkehren.

Adresse: Obere Seefeldstr. 20, Weßling

Deutschland Unterwegs

Köln – Ein Wochenende in Deutschlands jeckster Stadt

7. August 2017
Köln – Ein Wochenende in Deutschlands jeckster Stadt

Letztes Jahr hat es Herrn Wallygusto und mich endlich mal nach Köln verschlagen. Wer jetzt denkt, das jecke Treiben wäre der Grund gewesen, liegt komplett falsch! Schon seit langem sind wir große Fans der Band Edward Sharpe and The Magnetic Zeros. Leider gaben sich die geliebten Musiker nur für ein Konzert in Deutschland die Ehre! Und das im Rahmen der c/o pop Festivals in Köln. Was also tun? Kurzentschlossen besorgte uns Herr Wallygusto also ein Hotel und einen günstigen Flug – schließlich bekommt man nicht jeden Tag die Gelegenheit, Edward Sharpe & The Magnetic Zeros live zu sehen. Erste Impressionen von Köln und der (zahlreichen) Bierproben gab es ja schon vor einiger Zeit. Jetzt ist endlich auch der ausführliche Reisebericht mit allem, was sehenswert, köstlich & süffig ist online!

Köln – Ein Wochenende in Deutschlands jeckster Stadt | Kallendresser

Sehenswertes

Die Gassen der Kölner Altstadt können zwar mit mittelalterlichen Namen und historischen Strukturen aufwarten, sind jedoch (leider) nicht wirklich alt. Tatsächlich ist nur noch wenig Originalbausubstanz vorhanden, denn nach dem zweiten Weltkrieg war auch Köln eine einzige Trümmerhalde. Das Wahrzeichen Kölns ist der Hohe Dom zu Köln. Die größte gotische Kathedrale der Welt birgt eine Vielzahl von Schätzen, Engeln und Dämonen. Unser Reiseführer verspricht eine überragende Aussicht vom Südturm auf die Altstadt. Da ich auf Türmen aber fast panische Höhenangst bekomme, lassen wir das lieber. Den Kölner Dom besichtigt man aufgrund seiner Beliebtheit am besten unter der Wochen und dann gleich frühmorgens.

Der Fischmarkt mit seinen kleinen schmucken Häuschen gefällt uns ganz besonders gut. Im 2. Weltkrieg wurden die Altstadt und mit ihr der Fischmarkt fast vollständig zerstört. Dank engagierten Stadtvätern und den Stadtkonservatoren der Nachkriegsjahre wurden viele der schmalen, spitzgiebeligen Häuser im historischen Stil wieder aufgebaut. Seinen Namen hat der Heumarkt vom einstigen Fernhandels- und Großmarkt, auf dem neben Flachs, Tuche, Käse, Fleisch, Kohlen und Eisen auch Viehfutter gehandelt wurde. Getreide gibt es hier inzwischen nur noch in flüssiger Form in einem der zahlreichen Gastronomiebetriebe, die den Heumarkt einsäumen.

Köln – Ein Wochenende in Deutschlands jeckster Stadt | Fischmarkt

Der Rheinauhafen ist sehr vielseitig: Die ehemalige Hafenanlage wird heute als Wohn-, Büro-, Dienstleistungs- und Gewerbegebiet genutzt. Dabei vereint sie charmant die historische Hafenarchitektur mit modernen Bauwerken.

Köln – Ein Wochenende in Deutschlands jeckster Stadt | Rheinauhafen

Der Eigelstein ist ein urkölsches Veedel (=Viertel). Hier treffen kölscher Orient und orientalisches Kölsch aufeinander. Faszinierend finden wir den Kontrast zwischen den Marienstatuen an den Hausfassaden aus der Gründerzeit und der bunten Leuchtreklame der vielen, vielen Dönerläden. Ältestes Bauwerk des Viertels ist die nach dem Eigelstein benannte Eigelsteintorburg.

Köln – Ein Wochenende in Deutschlands jeckster Stadt | Eigelstein

Wer mich kennt, weiß dass ich mit Nippes nicht viel anfangen kann. Bei dem pittoresken Kölner Stadtteil gleichen Namens mache ich aber gerne eine Ausnahme! Während unseres Bummel durch das pittoreske Nippes ist leider ein Gewitter im Anzug, so dass es auf den Fotos leider nicht richtig zur Geltung kommt. Ich hätte aber trotzdem immer noch sehr gerne dort eine schnucklige Altbauwohnung.

Köln – Ein Wochenende in Deutschlands jeckster Stadt | Nippes

Köln hat neben faszinierenden Bauwerken und Plätzen auch ansprechende Parkanlagen zu bieten: Der Volksgarten ist eine in der südlichen Neustadt Kölns gelegene 13,9 Hektar große Grünfläche mit Kinderspielplätzen, einem Kahnweiher mit Tretbootverleih, Gartenrestaurant und Biergarten. Der Friedenspark ist der Name eines seit 1914 bestehenden Stadtparks in der Kölner Neustadt-Süd. Gut gefällt uns auch die Flora und der Botanische Garten, in dem es an die 10.000 kultivierte Pflanzenarten aus aller Welt zu bewundern gibt.

Köln – Ein Wochenende in Deutschlands jeckster Stadt | Flora & Botanischer Garten

Aktivitäten

Wie eingangs schon erwähnt, sind Edward Sharpe and the Magnetic Zeros, die ein Konzert in der Kölner Philharmonie geben, der wahre Grund für unseren Ausflug an den Rhein. Die quasi im Untergrund neben dem Dom gelegene Philharmonie besticht durch ausgefeilte Akustik, ganz ohne unerwünschtes Echo. Das liegt daran, dass der Konzertsaal einem Amphitheater nachempfunden wurde und es daher im ganzen Raum keine Wände gibt, die sich parallel gegenüberliegen.

Weil der Konzertsaal unterhalb des öffentlich begehbaren Heinrich-Böll-Platzes zwischen dem Museum Ludwig und der Treppenanlage zum Rheinufer liegt, verursachen die weitspannenden Träger der Dachkonstruktion aber auch ein Problem: Schrittgeräusche von Fußgängerinnen mit Pumps oder Fahrgeräusche von Skateboards oder Rollkoffern werden von den schwingenden Trägern ins Innere des Konzertsaals übertragen. Damit während Aufführungen und Proben in der Philharmonie keine akustischen Beeinträchtigungen entstehen, wird der Platz bewacht abgesperrt. Laut Wikipedia entstanden so im Jahr 2016 Gesamtkosten in Höhe von knapp 1,7 Millionen Euro.

Uns ist das, ehrlich gesagt ziemlich egal, denn das Konzert von Edward Sharpe und the Magnetic Zeros ist einfach phantastisch. Das Publikum geht voll mit, der Sänger leert während des Konzerts eine Flasche Rotwein und entledigt sich seiner Lederslippers. Und als dann mein Lieblingslied HOME gespielt wird, gibt es eh kein Halten mehr! Ein einfach wundervoller Konzertabend!

Schlafen

Das Hotel Lyskirchen ist ein elegantes, modernes 4-Sterne-Hotel mit insgesamt 105 Zimmern. Unser Doppelzimmer ist nicht zu groß und nicht zu klein, sehr sauber und mit einem 1a Gratis-WLAN ausgestatte. Da es während unseres Aufenthaltes in Köln unglaublich heiß ist und die Temperaturen auch nachts nicht merklich sinken, freuen wir uns auch über die gut funktionierende Klimaanlage. Zu Fuß brauchen wir nur ein paar Minuten bis in die Altstadt, zum Kölner Dom und zur Rheinuferpromenade. Wie das Frühstücksangebot ist, können wir nicht sagen, denn wir haben uns dafür entschieden, die erste Mahlzeit des Tages unterwegs einzunehmen.

Essen

Empfehlenswert für ein schnelles, aber dennoch gemütliches Frühstück ist die Coffee Gang. Die urbane Cafébar in der in der Neustadt-Süd serviert selbst gebrühten, fair gehandelten Kaffee sowie hausgemachte Kuchen und köstliche Sandwiches.

Köln – Ein Wochenende in Deutschlands jeckster Stadt | Coffee Gang

Eigentlich bin ich gar nicht mehr so wild auf Burger – zumindest nicht in München, wo sich das vegetarische und / oder vegane Angebot – bis auf einige wenige Ausnahmen – wenig glorreich gestaltet. Ein Blick in die Speisekarte der Bunte Burger Food Bar lässt mich dann aber doch wieder umschwenken! Hier ist jeder Burger vegan oder vegetarisch. Außerdem klingen Variationen wie der Desperado Tex Mex Burger mit einem Bratling aus Polenta-Schwarze Bohnen Mix, Avocadocreme und knackigen Tortilla Chips einfach viel zu verlockend, um ignoriert zu werden. Das ist auch kein Wunder, denn Bunte Burger gehört laut eigener Aussage zu den gastronomischen Topadressen in Köln!

Köln – Ein Wochenende in Deutschlands jeckster Stadt | Bunte Burger

Die Eisdielerin stellt in ihrem kleinen Laden in Köln-Ehrenfeld einzigartiges Eis, leckere Sorbets, süße und herzhafte Waffeln her. Und das für Allesesser, Vegetarier & Veganer. Herr Wallygusto und ich bleiben eisern und begnügen uns jeder mit einer Kugel Birne-Rosmarin beziehungsweise Schokosorbet. Mehr hat nach unserem Besuch bei Bunter Burger aber auch keinen Platz mehr in unseren Bäuchen – leider! ;-)

Auf der Suche nach einem ordentliche Frühstück stoßen wir am Rathenauplatz auf das Cafe Feynsinn. Die Auswahl an Frühstücksvariationen ist groß, selbst für Vegetarier: Selbst gemachte Marmeladen, süßer French Toast, gesundes Müsli, aber auch Herzhaftes wie frisch zubereiteter Kräuterquark, Humus-Curry-Dip, Mozzarella-Tomate und BIO-Rührei. Dazu werden frisches Brot, auch aus Vollkorn, Croissants und Brötchen gereicht. Das Frühstück ist schmackhaft und an den kleinen Tischen vor dem Cafe lässt es sich gemütlich sitzen.

Köln – Ein Wochenende in Deutschlands jeckster Stadt | Café Feynsinn

Nachdem das Frühstück beim Cafe Feynsinn für unsere Verhältnisse recht opulent war, lassen wir es an unserem letzten Tag in Köln etwas bescheidener angehen. Die Bäckerei Merzenich hat eine große Auswahl an pikantem und süßem Gebäck im Angebot, so dass wir uns mit einer großen Nougatbreze und einem Halven Hahn begnügen.

Etwas, was in München definitiv fehlt ist eine Zweigstelle vom Frittenwerk: Hier werden Imbiss-Klassiker mit frischen Zutaten neu interpretiert und treffen auf abwechslungsreiches Street-Food aus aller Welt. Eine ganz besondere Pommes-Spezialität ist „Poutine“ (sprich „Pu-ti:n“), an der man an den Imbissläden Kanadas nicht mehr vorbeikommt! Im Frittenwerk besteht das Classic Quebec Poutine aus den extra breit geschnittenen Hausfritten, die innen saftig und außen schön kross sind. Darüber werden Mozzarella Cheese Curds gestreut, die mit der hausgemachten (vegetarischen) Bratensauce verschmelzen. Köstlich! Begeistert sind wir auch von den Tijuana Street Fries: Eine große Portion Knoblauchfritten darf mit hausgemachter Guacamole aus reifen Avocados, frische Sour Cream und fein gewürfelten, kalten Tomaten kuscheln.

Köln – Ein Wochenende in Deutschlands jeckster Stadt | Frittenwerk

Trinken

Unsere erste Anlaufstelle ist das Brauhaus Früh am Dom, wo ich das erste Kölsch meines Lebens trinke. Vor einem Lokal stehen und mal schnell im Vorbeilaufen ein Bier in die Hand gedrückt zu bekommen, ist für mich als Münchnerin eine völlig neue Erfahrung. Ehrlich gesagt könnte ich mich aber gut daran gewöhnen!

Ein Besuch der Braustelle steht ganz oben auf unserer kulinarischen To-Do-Liste für Köln! Ehrenfelds einzige Brauerei wurde 2001 gegründet und ist inzwischen eine feste Größe in der gastronomischen Landschaft des Stadtteils. Neben eigenen Bieren werden auch jede Menge Craftbiere anderer Mikrobrauereien ausgeschenkt. Wir probieren uns munter durch Ehrenfelder Alt, Einkorn Gose, Helios und Pink Panther.

Köln – Ein Wochenende in Deutschlands jeckster Stadt | Braustelle

Richtig gut gefällt es uns bei Päffgen im Friesenviertel. Das urige Traditionsbrauhaus braut in seinem Hinterhof schon seit 1884 fleißig Kölsch. Wegen der geringen Kapazität der Brauerei von 6.000 Hektolitern jährlich ist der Verkauf aber auf einige wenige Kölner Gaststätten beschränkt. Auch gibt es das süffige Päffgen Kölsch nicht in Flaschen, sondern ausschließlich vom Fass. Im gemütlichen Gastgarten bestellen wir uns erst mal zwei Kölsch und – wie wir meinen – eine kleine Brotzeit dazu. Aber weit gefehlt: Der Halve Hahn besteht aus einer riesigen Scheibe mittelalten Goudas und der Kölsche Klüngel entpuppen sich als zwei Käsekugeln, die an Obazda erinnern. Sogar die Zwiebelringe und Gewürzgurken sind überdimensioniert! Dazu gibt es Vollkornbrot und Roggenbrötchen, liebevoll „Röggelchen“ genannt.

Köln – Ein Wochenende in Deutschlands jeckster Stadt | Päffgen

Peters Brauhaus suchen wir an leider am falschen Tag auf: Reiberdatschi – oder Rievkoche, wie sie in Köln genannt werden – gibt es hier immer nur dienstags. Dafür wird der Teig aber auch tatsächlich frisch gemacht und kommt nicht wie so oft aus dem Eimer. Egal, dann gibt’s eben nur ein Kölsch. ;-)

Wie wir übrigens nach unserem Aufenthalt in Köln feststellen, haben wir zwar sehr viele Biere (Sion, Mühlen Kölsch, Gaffel…) probiert, das angeblich beste Kölsch ist uns aber durch die Lappen gegangen: Reissdorf ist das umsatzstärkstes und somit beliebteste Kösch. Die Zeiten, als es mit seiner angenehm milden und leicht süßlichen Note vor allem die Frauen ansprach sind also lange vorbei.

Köln – Ein Wochenende in Deutschlands jeckster Stadt |

Liste der oben genannten Lokale & Hotels und deren Adressen

Café Restaurants

Café Colombo | Schwanthalerhöhe

19. Juli 2017
Café Colombo | Schwanthalerhöhe

Mittagspausen im Westend sind ein Graus – die kulinarische Vielfalt hält sich in Grenzen, wenn ich schnell etwas Gutes essen möchte. Die bekannten Pfade mit Frooteria, Münchner Suppenküche und Dean & David sind schon lange ausgetreten, das Salatbuffet in der Caribean Embassy kann ich nicht mehr sehen und nach einem Besuch beim hier ansässigen Inder habe ich immer Bauchschmerzen. Ich bin also schon lange dazu übergangen, mir selbst liebevoll Lunchboxen mit Rohkost oder Salaten zu füllen. Jetzt zeigt sich ein Lichtstreif am Horizont: Auf Mit Vergnügen München lese ich von dem neuen Café Colombo.

Drinnen

Das Café Colombo ist recht klein, wartet aber bei schönem Wetter auch draußen mit einigen kleinen Tischen auf. An den Wänden hängen große Landkarten, die Einrichtung ist hell und freundlich.

Café Colombo | Schwanthalerhöhe

Speisekarte

Im Café Colombo warten köstlich belegte Sandwiches, feine Törtchen & allerlei Salate auf die hungrigen Gäste aus den umliegenden Bürogebäuden. Gesundheitsbewusste dürfen sich über frisch gepresste Säfte freuen. Sehr schön ist, dass im Café Colombo auf lokale Anbieter Wert gelegt wird: Das Brot stammt von der Bäckerei Gattinger in Sendling, das süße Gebäck kommt von der bekannten Münchner Pâtisserie Dukatz.

Geschmack

Ich bin bei meinem ersten Besuch sehr angetan vom dem Körnerbaguette mit Brie und Tomaten. Auch der Becher mit frischem Obstsalat schmeckt mir sehr gut! Dazu noch ein 1a Cappuccino mit Sojamilch, serviert mit einem freundlichem Lächeln und die Mittagspause ist endgültig gerettet!

Café Colombo | Schwanthalerhöhe

Service

Der junge Mann hinter der großen Vitrinie ist gleichzeitig auch der Inhaber und sehr sympathisch. Schon allein wegen des verschmitzten Lächelns komme ich gerne wieder.

Preise

Für Sandwich, Obstsalat & Cappuccino lege ich knapp € 11 auf den Tresen. Nicht ganz billig, dafür aber alles frisch und sehr lecker. Das Preis-Leitungsverhältnis stimmt!

Fazit

Mein erster Besuch im Café Colombo wird bestimmt nicht mein letzter gewesen sein, denn ich muss unbedingt noch eines (oder mehrere) der süßen Teilchen probieren! Zum Glück liegt dieses kleine Schlaraffenland in Laufnähe zum Büro, so dass das nächste kulinarische Highlight sicher nicht lagen auf sich warten lassen wird. ;-)

Adresse: Anglerstraße 25, 80339 München