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Sussex – Ein Roadtrip durch Südengland (5)

4. März 2019
Sussex | Travel Guide

Sussex durchqueren wir während unseres Roadtrips mehr als einmal – und das sogar aus verschiedenen Richtungen! Langweilig wird uns dabei aber nicht, denn die südenglische Grafschaft ist bekannt für seine historische Küste und die wunderschönen South Downs, sowie seine vielfältigen Städte und Ortschaften. Das Zentrum von Sussex ist die kosmopolitische Stadt Brighton, der wir aufgrund ihrer zahlreichen Sehenswürdigkeiten und ihrem lebendigen Nachtleben bereits einen extra Blogbeitrag gewidmet haben.

Disclaimer: Dieser Beitrag enthält unter anderem unbezahlte und nicht beauftragte Empfehlungen für Sehenswürdigkeiten, Restaurants & Übernachtungsmöglichkeiten und Verlinkungen darauf. Ich teile mit euch nur, was ich für interessant halte.

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Kleine royale Anekdote am Rande: Mit seiner Eheschließung am 19. Mai 2018 wurde Prinz Harry zum neuen Duke of Sussex ernannt. Groß beklagt haben sich Harry und seine Meghan darüber bestimmt nicht, denn das 3.866 Quadratkilometer große Hochzeitsgeschenk steht für die herrliche Kreidelandschaft der South Downs mit ihren Hügelmeeren, Klippen und Schafherden. Und als wäre das nicht schon genug, gesellen sich reichlich Schlösser und herrschaftliche Landhäuser dazu. Es verwundert also nicht, dass sich an der 160 Kilometer messenden Küste die Alterssitze von Rockadligen wie Keith Richards und Ex-Beatle Sir Paul McCartney verstecken.

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Sehenswertes

Die historischen Städte von Sussex sind perfekte Urlaubsziele, angefangen mit den Kathedralenstadt Chichester, bis hin zu pittoresken Städten wie Rye und Arundel. Auf unserer Reise von Dover zum New-Forrest-Nationalpark beziehungsweise von Cornwall zurück zur Fähre nutzen wir also fleißig jede sich bietende Gelegenheit zum Sightseeing und Cornish Pasty essen.

Rye

Unseren ersten Zwischenstopp auf dem Weg nach Brighton legen wir in Rye ein. Die sehr gut erhaltene mittelalterliche Hafenstadt besticht durch fotogene Fachwerkhäuser und kopfsteingepflasterte Straßen. Wie so viele Orte an der Küste kann auch Rye mit einen einstigen Treffpunkt für Schmuggler, dem The Old Bell, aufwarten.

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Eastbourne

Im lebhaften Küstenstädchen Eastbourne machen wir nur kurz halt, um trotz des beginnenden Regens den historischen Pier abzulichten. Wir werden dem alten Seebad damit leider nicht ganz gerecht, verfügt es doch auch über mehrere Kilometer Strandpromenaden, weißgetünchte Villen und wunderschöne Parks. Vielleicht holen wir das beim nächsten Besuch in der Gegend nach, wenn mehr Zeit und besseres Wetter ist.

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Arundel

Nach unserem Aufenthalt in Brighton statten wir dem hübschen Städtchen Arundel einen Besuch ab. Es wurde im 11. Jahrhundert erbaut und ist seit über 400 Jahren der Hauptsitz der Familie des Dukes von Norfolk. Die älteste erhaltene Struktur von Arundel ist die sogenannte Motte, eine Turmhügelburg, die auf einem künstlich aufgehäuften Erdhügel von etwa 30 Metern im Jahr 1068 konstruiert wurde. Da die Burg montags leider geschlossen hat – und wir natürlich gerade an diesem Tag auf der Durchreise sind – müssen wir uns leider mit der Besichtigung der örtlichen Kathedrale zufrieden geben. Und ein Foto von Arundel gibt’s leider auch nicht – irgendwie saß die Kamera hier nicht so locker.

Chichester

Chichester wurde ungefähr im Jahre 70 nach Christus von den Römern besiedelt, die den Straßenplan entwarfen und die ursprüngliche Stadtmauer bauten, die später im Mittelalter wiedererrichtet wurde. Mittelpunkt der Stadt bildet die Kathedrale, die im 11. Jahrhundert auf den Fundamenten einer römischen Basilika errichtet wurde und so ist im Boden auch ein römischer Mosaikfußboden sichtbar. Ungewöhnlich für Großbritannien ist der einzeln stehende Glockenturm. Aus örtlichen Stein gebaut, brach der Turm der Kathedrale im 19. Jahrhundert während Restaurierungsarbeiten zusammen und wurde neu aufgebaut.
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das Marktkreuz. Das Chichester Cross wurde in den Jahren 1478 bis 1503 errichtet und gilt als eines der schönsten seiner Art in ganz England. Es steht am Kreuzungspunkt der vier Hauptstraßen der Stadt. Leider finden nicht nur wir das Marktkreuz faszinierend, so dass unmöglich ist, ein wirklich schönes Foto davon zu machen.

Winchester

Mit dem altehrwürdigen Winchester hat sich eine Stadt in diesen Reisebericht geschlichen, die nicht in Sussex sondern in der Grafschaft Hampshire liegt. In der Geschichte Englands spielte Winchester eine bedeutende Rolle: So war Winchester im 10. und frühen 11. Jahrhundert sogar die Hauptstadt Englands und davor die Hauptstadt des angelsächsischen Königreichs Wessex.
Winchester ist eine der feinsten historischen Städte Englands, die außerdem für ihre Verbindungen zu König Arthur bekannt ist. Ein Besuch der Great Hall und des nachgebauten runden Tischs des Königs in der Great Hall ist also ein absolutes Muss.

Auch die Kathedrale von Winchester sollte man nicht auslassen! Sie wurde von 1079 bis 1093 erbaut und ist eine der größten Kathedralen in Großbritannien. In ihren altehrwürdigen Hallen fand die Schriftstellerin Jane Austen ihre letzte Ruhestätte.

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Bodiam Castle

Die Burgruine von Bodiam Castle ist gut erhalten und lohnt den Eintrittspreis. Die Wasserburg wurde im 14. Jahrhundert errichtet und gilt heute als ideales Beispiel von mittelalterlicher Baukunst. Die Besichtigung macht richtig Spaß, denn wir erklimmen eine enge Wendeltreppe bis zu den Burgzinnen: Von dort aus bietet sich ein atemberaubendes Panorama über das Flusstal des Rother. Dank der guten Beschilderung erfahren wir viel über die Historie der Burg und wie das Leben der Menschen dort ausgesehen hat. Bodiam Castle ist unter anderem in dem Film „Die Ritter der Kokosnuss“ von Monty Python zu sehen.

Sussex | Travel Guide

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Essen & Trinken

Da wir nicht viel Zeit in Sussex verbringen, also quasi nur auf der Durchreise sind, halten sich unsere kulinarischen Entdeckungen in Grenzen. Immerhin müssen wir auch hier nicht auf unsere heiß geliebte Cornish Pasty verzichen.

West Cornwall Food & Co. | 43 High St, Winchester SO23 9BL 1LX 

Auf der Suche nach etwas Essbaren stoßen wir in Winchester auf eine Filiale der West Cornwall Food & Co.. Neben süßen Snacks und Sausage Rolls findet sich in der warmen Theke auch eine Auswahl an Cornish Pasties. Zum Glück werden nicht nur Varianten mit Fleisch sondern auch vegetarische Füllungen wie „Thai Green Vegetable Curry“ und „Wheatmeal Vegetables“ angeboten. An den leckeren Pasteten mit dem heißen Inhalt werden wir uns während unseres Urlaubs noch öfter die Münder verbrennen.

Schlafen

Auf unserer Wunschliste für Südengland steht eine Übernachtung im Pub ganz weit oben. Und ehrlich gesagt ist es nach knapp zwei Wochen im Zelt auch wieder ganz schön, in einem richtigen Bett zu schlafen.

The Rose & Crown | Ham Lane, Burwash TN19 7ER 

Da bei unserer Entscheidung nicht nur das historische Ambiente und die Nähe zu Dover, sondern auch die Eignung der Speisekarte für Vegetarier eine Rolle spielt, fällt unsere Wahl schnell auf das The Rose & Crown im beschaulichen Städtchen Burwash.

Schon bei der Ankunft begeistert uns das windschiefe Pub mit seinen niedrigen Decken und der gemütlichen Atmosphäre. Unter Zimmer ist winzig, aber sehr sauber und für eine Nacht absolut ausreichend. Ein weiteres Plus ist der Beergarden, in dem es sich ganz hervorragend Fußball gucken lässt.

Die Auswahl an vegetarischen Gerichten ist leider sehr übersichtlich. Aber wir wollen mal nicht meckern, denn die Qualität des Essens ist sehr gut. Dank der üppigen Portionen bleiben wir zudem nicht hungrig. Zur Verdauung lohnt es sich, einen kleinen Spaziergang durch Burwash zu machen. Dort gibt es neben dem Landsitz Bateman’s, dem Alterswohnsitz des Schriftstellers und Dichters Rudyard Kipling, eine Reihe wunderschöne alte Häuschen zu bewundern. Morgens wird Continental Breakfast serviert, auf Wunsch kann man sich aber auch ein English Breakfast bestellen.

Der Service – sowohl abends als auch beim Frühstück – ist sehr freundlich und aufmerksam. Alles in allem ist das The Rose & Crown eine absolute Empfehlung!

Wer jetzt Lust auf einen Urlaub in Südengland bekommen hat, sollte unbedingt auch meine anderen Reiseberichte lesen:

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New-Forest-Nationalpark – Ein Roadtrip durch Südengland (2)

28. Dezember 2018
New-Forest-Nationalpark | Travel Guide

Unseren ersten längeren Aufenthalt haben wir im etwa 375 Quadratkilometer großen New-Forest-Nationalpark, der keine zwei Stunden Fahrt von London entfernt liegt. Mitten im dichtbesiedelten Südosten Englands finden sich hier idyllisches Grasland und friedliche Heide.

New Forest ist einer der wenigen Bereiche Englands, wo es noch zunehmend bedrohte Landschaftsformen wie Regenmoore und Bruchwälder gibt. In diesen Lebensräumen finden sich noch seltene Tiere und Pflanzen, darunter auch heimische Reptilien. Aus dem Nationalpark nicht wegzudenken sind etwa 3.000 ganz besondere Bewohner: die New Forest Ponys. Ihre Vorfahren streiften bereits vor der letzten Eiszeit durch das Land, wie archäologische Knochenfunde belegen. In den Frühling- und Sommermonaten laufen die Ponys frei in der Gegend herum, haben aber alle einen Besitzer. Die Aussicht auf vor unserem Zelt grasende Ponys ist der Hauptgrund, warum Herr Wallygusto und ich hier unbedingt einen Zwischenstopp einlegen wollten.

Disclaimer: Dieser Beitrag enthält unter anderem Empfehlungen für Sehenswürdigkeiten, Restaurants & Übernachtungsmöglichkeiten und Verlinkungen darauf. Ich teile mit euch nur, was ich für interessant halte.

New-Forest-Nationalpark | Travel Guide - Hollands Wood Campsite

Sehenswertes

Im Bereich des New-Forest-Nationalparks  finden sich viele historische Gebäude wie mittelalterliche Kirchen, viktorianische Villen und Herrenhäusern aus dem 16. Jahrhundert. Wir fokussieren uns während unseres kurzen Aufenthalts aber auf die Natur und die idyllische Landschaft.

Knightwood Oak

Die Knightwood Oak ist die größte und vielleicht berühmteste Eiche im New Forest im Süden Englands. Aufgrund ihrer beeindruckenden Erscheinung wird die mächtige Stieleiche auch als die „Königin des Waldes“ bekannt. Sie ist über 500 Jahre alt und hat einen Umfang von 7,38 Metern – und wächst immer noch fleißig weiter!

New-Forest-Nationalpark | Travel Guide - Knightwood Oak

Aktivitäten

Um den Park zu erkunden gibt es mehrere von den Betreibern zusammengestellte Routen. Diese reichen von gemütlichen Spaziergängen unter einer Stunde bis zu mehrstündigen Wanderungen.

Brokenhurst Circular

Der hauptsächlich ebene Brokenhurst Circular schlängelt sich durch die Eichen, Pinien und offenen Moore des New Forest. Während wir gemütlich durch die dichten Wälder wandern, spitzen immer mal wieder Ponyohren aus dem dichten Gestrüpp. Auch rechnen wir an jeder Wegkehrung damit, dass uns Robin Hood vor die Füße springt, um uns um unsere Pfundnoten zu erleichtern. Gott sei Dank ist das nicht der Fall, denn nur so können wir uns in einem kleinen Café in Lyndhurst köstliche vegetarische Pasties kaufen. Die Wanderung stellt keine große Herausforderung dar, erfreut uns aber immer wieder durch Begegnungen mit halbwilden Pferden und Kühen.

Essen & Trinken

Da Herr Wallygusto und ich unsere Campingkiste im Gepäck haben, versorgen wir uns die meiste Zeit selbst. So stehen ausnahmsweise vegetarische Ravioli aus der Dose und Baked Beans auf unserem Speiseplan. Dank der gut sortierten Supermärkte können wir zudem unterwegs einen kleinen, aber feinen Vorrat an englischen Bieren aufbauen. Kulinarische Entdeckungen sind somit im New-Forrest-Nationalpark für uns Mangelware. Aber einen Besuch im Pub haben wir uns natürlich trotzdem nicht nehmen lassen.

Forrester Arms | 10 Brookley Road, Brockenhurst, Hants, S042 7RR

In das Forrester Arms stolpern wir das erste Mal während des Brokenhurst Circular. Klar, dass wir bei dieser Gelegenheit dort gleich eine Pause einlegen und im sonnigen Biergarten ein Pint Cider genießen. Da es uns gut gefällt, beschließen wir, abends gleich nochmal zum Essen vorbeizuschauen. Und wir werden nicht enttäuscht: Die Auswahl an vegetarischen Gerichten ist groß – und zwar nicht nur auf der Standard- sondern auch auf der Tageskarte. Die regionalen Biere vom Fass und der freundliche Service sind ein weiterer Pluspunkt des Forrester Arms.

New-Forest-Nationalpark | Travel Guide

New-Forest-Nationalpark | Travel Guide

Schlafen

Wie bereits erwähnt, sind Herr Wallygusto und ich mit dem Zelt unterwegs. Wir lieben diese Art zu reisen, bietet sie doch maximale Flexibilität, was Reiseroute und Dauer des Aufenthalts angeht. Außerdem hat man immer ein sauberes „Bett“ in Form des eigenen Schlafsacks dabei. Und die viele Frischluft ist auch nicht zu verachten.

Hollands Wood Park | New Forest Lyndhurst RoadHampshireSO42 7QH

Bereits vor unserer Anreise in England erkundigen wir uns nach geeigneten Campingplätzen im New-Forrest-Nationalpark. Unsere Wahl fällt mit Hollands Wood Park auf von Camping in the Forest, deren Campingplätze wir schon in Schottland schätzen gelernt haben. Die Campingplätze befinden sich stets in perfekter Lage mitten in den atemberaubendsten Wäldern Großbritanniens. Näher an der Natur kann man nicht sein! So können wir während des Frühstücks die berühmten New-Forest-Ponys vor unserem Zelt beim Grasen beobachten. Die Anlage ist sehr weitläufig, für ausreichend Privatsphäre ist also gesorgt. Die Sanitäranlagen sind einfach, aber sehr sauber, die Angestellten sehr freundlich und hilfsbereit.

New-Forest-Nationalpark | Travel Guide - Hollands Wood Campsite

New-Forest-Nationalpark | Travel Guide - Hollands Wood Campsite

Wer jetzt Lust auf einen Urlaub in Südengland bekommen hat, sollte unbedingt auch meine anderen Reiseberichte lesen:

Großbritannien Unterwegs

Südengland – unsere TOP 5 Highlights

10. September 2018
Travel Guide | Unterwegs in Südengland - das sind unsere Highlights!

Seit Herr Wallygusto und ich vor einigen Jahren das erste Mal gemeinsam einen Fuß auf die britische Insel gesetzt haben, war es um uns geschehen: Damals verliebten wir uns unsterblich in Edinburgh. Unsere Leidenschaft begann aber schon viel früher: Bei mir vor 25 Jahren, als ich mit einer lieben Freundin das erste Mal in London war. Und bei Herrn Wallygusto während seines Praktikums in Dublin – in seinem Fall also nicht Großbritannien, sondern Irland. Same-same but different. ;-)

Nachdem wir die letzten Jahre schon fleißig Schottland und Wales bereist haben, stand dieses Jahr Südengland auf unserer Liste. Zugunsten von genug Platz für Campingequipment und kulinarische Souvenirs entschieden wir uns für die Anreise mit dem eigenen PKW und der Fähre.

Disclaimer: Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit DFDS, die uns für die Überfahrt von Dünkirchen nach Dover freundlicherweise einen Rabatt gewährt haben. Vielen Dank an dieser Stelle dafür! Meine Meinung bleibt davon unberührt, und ich teile mit euch nur, was ich für interessant halte.

Lizard Peninsula | Travel Guide - Ein Roadtrip durch Südengland

Anreise mit dem eigenen PKW

Um die Anreise von München zum Fährhafen nach Dünkirchen ein wenig abzukürzen, planen wir einen kurzen Zwischenstopp in Aachen ein. Schließlich wollten Herr Wallygusto und ich schon lange mal das Printenmädchen kennenlernen. Da wir in der Vergangenheit bereits gute Erfahrungen mit DFDS sammeln konnten, entschieden wir uns schnell wieder für „Europas beste Reederei“. Die Ärmelkanal Fähren DELFT SEAWAYS, DUNKERQUE SEAWAYS und DOVER SEAWAYS absolvieren täglich 12 Fahrten nach Südengland. Dank Bordrestaurant und Shop ist die Fahrt recht kurzweilig. Wir landen also nach zwei Stunden Fahrt entspannt in Dover, wo wir alsbald unseren Road Trip starten.

Travel Guide | Unterwegs in Südengland - unsere persönlichen Highlights

In Etappen durch Südengland

Südengland hat viel zu bieten: Herr Wallygusto und ich wandeln auf den Spuren von König Arthur, wandern durch verzauberte Hochmoore und trinken unglaublich süffiges Ale. In den nächsten Wochen und Monaten werde ich Euch etappenweise an diesen traumhaften Erlebnissen in Südengland teilhaben lassen:

  • Brighton
  • New-Forrest-Nationalpark
  • Dartmoor-Nationalpark
  • Dorset & Devon
  • Cornwall
  • Sussex

Südengland – unsere persönlichen Highlights

Um Euch schon im Vorfeld ein wenig neugierig zu machen, habe ich mal unsere persönlichen Highlights zusammengefasst:

Cornish Pasty – die Entdeckung des Urlaubs

Schon beim ersten Biss in die heiße Cornish Pasty steht für Herrn Wallygusto und mich fest: „Das haben wir nicht zum letzten Mal gegessen!“. Die Füllung der Teigtaschen mit der charakteristisch dicken Kruste besteht typischerweise aus Rindfleisch, Kartoffeln, Steckrüben, Zwiebeln, Salz und Pfeffer. Inzwischen gibt es auch viele vegetarische und vegane Varianten, zum Beispiel mit Kichererbsen.
Pasty war früher nicht nur wegen ihres guten Geschmacks und ihres hohen Stättigungsfaktors eine beliebte Mahlzeit der Bergleute. Sie diente auch als vorbeugende Maßnahme gegen Arsenvergiftung: Bergleute kamen während des Arbeitstages nicht zum Waschen an die Oberfläche und mussten mit schmutzigen Händen essen. Um also das giftige Arsen, das beim Zinnabbau freigesetzt wird, nicht mitzuessen, hielten sie die Teigtaschen an der bereits erwähnten dicken Kruste, während sie den Inhalt der Teigtasche aßen. Die verunreinigte Kruste warfen sie anschließend einfach weg.

Travel Guide | Unterwegs in Südengland - unsere persönlichen Highlights

Cream Tea & die Frage “Wohin mit der Marmelade?”

Erst die Marmelade oder die Creme? Kaum zu glauben, aber wie die Engländer zum Tee ihren Scone essen, ist regional tatsächlich unterschiedlich. Während man in Devon das Gebäck erst mit Clotted Cream und dann mit Erdbeerkonfitüre bestreicht, ist es in Cornwall genau anders herum. Wie dem auch sei: Herr Wallygusto und ich lassen uns bei jeder Gelegenheit den englischen Nachmittagstee schmecken! Dabei verpassen wir es leider, die deftige Variante mit Cheese Scones und Chutneys auszuprobieren. Aber vielleicht verschlägt es uns ja bald wieder nach England, um dieses Versehen nachzuholen!

Travel Guide | Unterwegs in Südengland - unsere persönlichen Highlights

Das Dartmoor – verzauberte Moorlandschaft

Was ich im Vorfeld am Dartmoor besonders reizvoll fand, war die Aussicht auf Dartmoor Ponies. Die robusten und freundlichen Tierchen leben in mehr oder weniger großen Herden halbwild im rauen Dartmoor. Leider ist auch diese Haustierrasse inzwischen vom Aussterben bedroht: Weltweit geht man von einem Bestand von nur noch 3.000 Tieren aus. Schnell merke ich jedoch, dass das Dartmoor auch ohne Gletscher und beeindruckende Berge landschaftlich einiges zu bieten hat! Die Hügellandschaft des etwa 954 km² großen Granitmassiv ist vornehmlich von Moor und Heide bedeckt, welche von einer Vielzahl sogenannter Tors überragt werden. Diese flachen Wiesenhügel mit den bis zu 10 Metern hohen Granitfelsbildungen (Tor) können teilweise bis auf über 600 Meter ansteigen. Herrn Wallygusto reizen am Dartmoor-Gebiet besonders die zahlreichen Reste bronzezeitlicher Wohnstätten, Feldsysteme und Steinkreise. Auch die charakteristischen Clapper bridges aus dünnen Granitplatten haben durchaus ihren Reiz.

Travel Guide | Unterwegs in Südengland - unsere persönlichen Highlights

The Lizard – Englands südlichster Punkt

Ein ganz besonderes Highlight in Cornwall ist die Küstenwanderung auf der Halbinsel The Lizard. Sie führt uns von Cadgwith über den Lizard Point bis hin zum herrlichen Strand Kynance Cove. Immer im Blick: Die malerischen Steilküsten und das tiefblaue Meer. Der Lizard Point ist übrigens der südlichste Punkt der Lizard-Halbinsel und gleichzeitig der südlichste Punkt Englands auf der Hauptinsel Großbritanniens. Zudem markiert Lizard Point die nördliche Einfahrt in den Ärmelkanal und ist der einzige Landpunkt der britischen Hauptinsel, der eine Winzigkeit südlicher als der 50. Breitengrad gelegen ist. Hier ist auch Englands südlichstes Café zu finden– und im Sommer bis zu 2.500 Besucher am Tag.

Travel Guide | Unterwegs in Südengland - unsere persönlichen Highlights

Die Pubs – mit und ohne Beergarden

Die Pub-Kultur haben wir bereits ausführlich in Schottland, Wales & London getestet und für gut befunden. Die Auswahl an Bieren vom Fass ist schier unglaublich und auch der sogenannte Pub-Grub ist immer eine Option für eine solide Mahlzeit. Das wirklich Tolle an den Pubs in Südengland ist, dass eigentlich jeder auch einen Beergarden hat, in dem man gemütlich sein Pint trinken kann. Anders als es vielleicht der Name vermuten lässt, darf man kein eigenes Essen mitbringen. Der urigen Atmosphäre tut dies aber keinen Abbruch. Da uns das englische Wetter mit reichlich Sonnenschein verwöhnt, können wir uns mehr als einmal davon überzeugen.

Travel Guide | Unterwegs in Südengland - unsere persönlichen Highlights

Und, wie sieht’s bei Euch aus? Macht Ihr auch so gerne in Großbritannien und Irland Urlaub? Welche Tipps habt Ihr für Herrn Wallygusto & mich auf Lager? Immer her damit!

Lieblingslinks Magazin

Lieblingslinks | Juni

13. Juli 2018
Lieblingslinks Juni

Bedingt durch unseren Urlaub sind die Lieblingslinks diesen Monat ein wenig später dran: Drei Wochen lang standen Camping, Wandern & viele Pubs in Südengland auf der Tagesordnung. Die Zeit davor habe ich aber selbstverständlich genutzt, für Euch ein paar (kulinarische) Neuigkeiten zu sammeln!

  • Weil immer nur Dosenfutter und Pubcrub auf Dauer ganz schön langweilig sind, haben wir uns diesmal etwas ganz besonderes für das Lagerfeuer ausgesucht: Campfire One Pot Macaroni Cheese!
  • Die Biergarten-Saison ist in vollem Gange! Wer seinen Durst nicht an altgedienten Wasserlöchern stillen möchte, für den habe ich hier 6 Biergärten , die nicht jeder kennt. Für uns ist übrigens der Sollner Hirsch DIE Neuentdeckung des Jahres: Der kleine Biergarten ist irre gemütlich und gut mit dem Fahrrad zu erreichen. Das Essen im dazugehörigen Wirtshaus sieht übrigens sehr gut aus und hat uns den Mund ordentlich wässrig gemacht. Der nächste Ausflug nach Solln ist also schon sicher. :-)
  • Dank dem neuen Café Stenz an der Waldfriedhofstrasse hat jetzt auch das beschauliche Großhadern ein schickes, kleines Lokal zum Kuchen essen und Frühstücken. Herr Wallygusto & ich waren im Juni vor Ort und haben uns Apfel-Nusskuchen & Zitronentarte schmecken lassen.
  • Ihr guckt gerne schöne Fotos? Dann hab ich hier was für Euch! Julie& ihren tollen Foodblog Chestnut & Sage kennt Ihr bestimmt schon, oder? Jetzt zeigt sie uns auf ihrem neuen Instagram-Channel Blick.Punkt. Foto weitere Kostenproben ihres Könnens!
  • Die letzten Wochen vor dem Urlaub waren in der Arbeit (gefühlt) die Hölle. Wie gut, dass es in der Zeit gute Schlagzeilen gab: Rischart backt künftig auf der Theresienhöhe! Die Aussicht auf köstliche Backwaren direkt neben dem eigenen Büro versüßte mir die letzten Arbeitstage ungemein. ;-)

Für die schönen Sonnenblumen auf dem Beitragsbild hat Aleksandr Eremin gesorgt – gepflückt habe ich sie auf Unsplash.

Großbritannien Unterwegs

Oxford – Eine Reise nach Wales (7)

7. Mai 2018
Travel Guide Oxford

Schweren Herzens lassen wir den Snowdonia Nationalpark hinter uns und machen uns auf dem Rückweg nach London. Vorher legen wir aber noch eine Übernachtung in Oxford ein. Oxford? Warum ausgerechnet Oxford? Ganz einfach: Auf dem Weg nach London kommt man eh dort vorbei – und als große Fans der Fernsehserie “Lewis – Der Oxford Krimi” lassen wir uns diese Gelegenheit nicht entgehen! Oxford ist vor allem als Sitz der ältesten Universität in der englischsprachigen Welt bekannt. Von den knapp 135.000 Einwohnern sind ca. 18.000 eingeschriebene Studenten, die an den sage und schreibe 39 Colleges der Universität studieren. Die im Jahre 1167 gegründete Universität hat im Laufe der Zeit viele berühmte Persönlichkeiten hervorgebracht. So haben in den letzten Jahrhunderten sechs Könige, fünf Staatspräsidenten, 46 Nobelpreisträger und 25 britische Premierminister in Oxford studiert.

Travel Guide | Oxford

Leider sind wir (natürlich) nicht die einzigen Touristen, die uns die pittoreske Stadt anschauen wollen: Oxford platzt gefühlt aus allen Nähten, gemütliches Bummeln durch die geschichtsträchtigen Straßen ist quasi nicht möglich. Wir beschließen daher recht schnell, uns eher früher als später den bereits erwähnten Pubs zuzuwenden.

Travel Guide | Oxford

Sehenswertes

Tatsächlich sieht es in der Universitätsstadt genauso aus, wie wir sie aus dem Fernsehen zu kennen glauben: Universität reiht sich an Universität. Oxford ist nicht umsonst bekannt als „city of dreaming spires“ – ein Begriff, den Matthew Arnold aufgrund der harmonischen Architektur der Universitätsgebäude prägte. Wo Universitäten sind, braucht es auch Bibliotheken: Und so wundert es nicht, dass die beeindruckende Radcliffe Camera ursprünglich eine Bibliothek beherbergte. Heute wird das aus dem 18. Jahrhundert stammende Gebäude als Lesesaal verwendet.

Travel Guide | Oxford

Travel Guide Oxford | Radcliffe Camera

Mit richtig viel Elan gehen wir die Stadtbesichtigung allerdings nicht an: Wir lassen uns einfach durch die Menschenmassen treiben bzw. schieben. Etwas anderes bleibt uns bei den vielen Menschen, die die Straße von Oxford bevölkern, auch nicht übrig. Vielleicht sind wir auch aufgrund der vielen Wanderungen, die wir die letzten Tage gemacht haben, ein wenig erschöpft: Trotzdem ist es uns gelungen, ein wenig „Universitätsluft“ zu schnuppern und schöne Eindrücke von Oxford festzuhalten. Ganz besonders einprägsam ist dabei sicherlich das freche Hörnchen, das Herrn Wallygusto in den University Parks förmlich in die Kameralinse springt.

Travel Guide | Oxford

Essen & Trinken

Die Dichte der Pubs in Oxford ist wirklich beeindruckend – aber irgendwo müssen sich die armen Studierenden ja von den Strapazen des Bücherwälzens erholen! Fast jedes Pub hat einen mehr oder weniger großen Gastgarten, in dem es sich bei schönem Wetter sehr gut aushalten lässt. Weil Herr Wallygusto und ich gerne draußen sitzen, finden wir das natürlich wunderbar. Das Royal Oak und The Cape of Good Hope – die beide auch über eine gute Auswahl an Fassbieren verfügen – und das The Head of the River seien hier nur als Bespiele genannt.

Travel Guide Oxford | The Cape of Good Hope

Travel Guide Oxford | The Head of the River

Den ganzen Urlaub über habe ich von Macaroni and Cheese geträumt und war sehr enttäuscht, dass sie in ganz Wales in keinem einzigen Pub auf der Speisekarte zu finden waren. Meiner ganz persönlichen Meinung nach ist dieses Gericht einfach unwiderstehlich! In der gut versteckten Turf Tavern ist es dann endlich soweit: Ich kann endlich meine heißgeliebten Mac ‘n’ Cheese essen, auf die ich mich schon die ganze Zeit wie ein kleines Kind gefreut habe. Legendär ist „The Turf“ natürlich nicht wegen der mit Käse mit überbackenen Pasta! Vielmehr ist es das älteste Pub Oxfords, in dem schon viele Prominente zu Gast waren – so speisten & tranken hier schon Richard Burton und Elisabeth Taylor. Und außerdem stillte der durstige Cast der Harry-Potter-Filme hier während der Drehpausen seinen Durst.

Travel Guide Oxford | The Turf Tavern

Travel Guide Oxford | Macaroni Cheese in der Turf Tavern

Das Pub The Gardeners Arms entdecken wir leider erst nach dem Abendessen und mit vollen Bäuchen. Die Speisekarte hier ist nämlich rein vegetarisch – teilweise sind die Gerichte sogar vegan. So begnügen wir uns lediglich mit einem Bierchen und einer kleinen Tüte Chips, während an den Nebentischen dicke Veggieburger und köstlich aussehende indische Thalis verzehrt werden. Wir verbringen leider nur einen Abend in Oxford, so dass wir leider keine Gelegenheit haben, das Versäumte nachzuholen. Beim nächsten Mal werden wir diesen Fehler nicht machen! Aber auch so ist es im idyllischen Gastgarten des The Gardeners Arms sehr gemütlich.

Travel Guide Oxford | The Gardeners Arms

Schlafen

Über Expedia entdeckt Herr Wallygusto zu einem superduper Angebotspreis das exklusive Cotswold Lodge Hotel. Untergebracht in einem imposanten viktorianischen Herrenhaus befindet es sich in einem pittoresken Wohngebiet, das zum Bummeln und Häuser gucken einlädt. Vor dem Gebäude befindet sich ein großer, hauseigener Parkplatz. Positiv zu erwähnen ist auch die Nähe zum Stadtzentrum Oxfords, das nur 13 Gehminuten entfernt liegt. Auch viele andere Sehenswürdigkeiten, wie etwa das Pitts Rivers Museum, das Oxford University Museum of Natural History oder Sheldonian Theatre sind fußläufig schnell erreichbar. In der Nähe gibt es mehrer Pubs, Cafés und kleine Läden für Dinge des täglichen Bedarfs.

Travel Guide Oxford | Rund um das Cotswold Lodge Hotel

Die eleganten Zimmer mit ihren Strukturtapeten und den vielen bunten Bildern sind typisch englisch. Wer auf Kitsch steht, ist hier richtig! Unser Zimmer ist zwar nicht groß, aber mit edlen Möbeln ausgestattet und sehr, sehr sauber. Außerdem verfügt es über kostenloses WLAN und Satelliten-TV sowie eine Möglichkeit, Tee und Kaffee zu kochen. Erfreulicherweise wartet pro Person auch eine Flasche Mineralwasser, die wir nach der langen Autofahrt gierig hinunterstürzen.

Das Frühstück wird in einem mondänen Restaurant mit Erkerfenstern serviert. An einem Buffet versorgen wir uns mit Obst, Cerealien, Quark, Käse, Brötchen und Croissants. Erfreulicherweise ist es auch möglich, warmes Frühstück am Tisch zu bestellen: Full Englisch Breakfast – auch als vegetarische Variante, Eggs Benedict und – der Klassiker des englischen Frühstücks schlechthin – Porridge. Alles wird frisch zubereitet und vom freundlichen Service heiß serviert. Auch geschmacklich gibt’s nichts auszusetzen.

Travel Guide Oxford | Frühstück im Cotswold Lodge Hotel

Liste der oben genannten Lokale & Unterkünfte und deren Adressen

Wer jetzt Lust auf einen Urlaub in Wales bekommen hat, sollte unbedingt auch meine anderen Reiseberichte lesen:

London Travel Guide
London Food Guide
Brecon Breacons Nationalpark
Cardiff
Pembrokeshire Coast Nationpark
Snowdonia Nationalpark

Deutschland Unterwegs

Fränkische Schweiz – Wandern & Bier, das rate ich Dir

9. Oktober 2017
Fraenkische Schweiz | Spatzen im Bamberg | www.wallygusto.de

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Herr Wallygusto und ich denken uns das jedes Mal, wenn wir eine paar Tage in der Fränkischen Schweiz verbringen. Die Anreise von München aus liegt mit dem Auto bei unter drei Stunden, die Landschaft ist wunderschön und lädt zum Wandern und Radfahren ein. Außerdem gibt es jede Menge kulinarische Genüsse zu entdecken – und damit meine ich nicht nur die Biere von nicht weniger als 70 Brauereien.

Leider liegt unser letzter Besuch nun auch schon wieder fast ein Jahr zurück. Damals waren wir nicht nur zum Wandern in der Gegend von Egloffstein sondern haben uns auch die Teufelshöhle in Pottenstein, die Altstadt von Bamberg und den Kellerberg in Forchheim angeschaut. Ich hoffe, dass Euch mein Reisebericht ein wenig Lust auf einen Kurzurlaub in dieser wirklich ruhigen & einladenden Gegend machen kann! Mehr Informationen findet Ihr auf der Website der zuständigen Tourismuszentrale.

Wandern in der Fraenkischen Schweiz

Sehenswertes

Die Teufelshöhle in Pottenstein ist die größte der rund 1.000 Höhlen in der Fränkischen Schweiz. Sie hat eine Gesamtlänge von ca. 3.000 Metern, von denen ca. die Hälfte der Öffentlichkeit zugänglich ist. Die Führung dauert rund 45 Minuten. Man sollte allerdings nicht vergessen warme Kleidung einzupacken, denn rund 400 Stufen führen tief ins Erdreich hinab. Ganz unten angekommen erkunden wir bei 9°C das wunderbare Ausmaß der Tropfsteinhöhle. Besonders beeindruckend ist der größte Höhlenraum, der 45x18x15 Meter große “Barbarossadom”. Im Höhlensystem gibt es aber auch noch diverse Knochenfunde und kreidezeitliche Sediment zu entdecken. Nach der „anstrengenden“ Tour durch die Unterwelt lockt uns das Terrassencafé mit leckerem Käse-und Apfelkuchen.

Fraenkische Schweiz | Terrassencafe Teufelshoehle | www.wallygusto.de

Nachdem es von unserer Unterkunft nur ein Katzensprung nach Bamberg ist, statten wir unserer fränkischen Lieblingsstadt ebenfalls einen kurzen Besuch ab. Der in einer Talmulde gelegene Bischofs-und ehemalige Kaisersitz hat bereits über 1.000 Jahre auf dem Buckel. Bamberg kann Deutschlands größte intakte mittelalterliche Altstadt ihr eigen nennen. Tatsächlich ist diese wunderschön und lohnt immer wieder aufs Neue einen Besuch. Es macht einfach unglaublich Spaß, durch die kleinen alten Gassen zu flanieren und sich vorzustellen, wie das Leben wohl früher ausgesehen haben mag.

Das Alte Rathaus ist nicht nur wegen seiner mit Fresken verzierten Fassade ist ein echtes Kuriosum: Um seine Entstehungsgeschichte rankt sich die Sage, dass der Bischof von Bamberg den Bürgern keinen Platz für den Bau eines Rathauses gewähren wollte. Die Bamberger fackelten daraufhin nicht lange und rammten Pfähle in die Regnitz. Auf der so geschaffenen künstlichen Insel errichteten sie anschließend das beeindruckende Rathaus.

Fraenkische Schweiz | Neues Rathaus in Bamberg

Ein weiteres Highlight ist die ehemalige Fischersiedlung Klein Venedig. Das Bild des pittoresken Stadtteils wird von dicht gedrängten Fachwerkbauten und winzigen Gärten bestimmt. Die Fachwerkhäuser – für die ich generell ein Faible habe – stammen überwiegend aus dem Mittelalter. Vor den Anlagestellen in den Vorgärten dümpeln Kähne und immer wieder schwimmen Entchen und Schwäne vorbei. Für Menschen wie Herrn Wallygusto und ich, die schon lange ihren Traum von einem kleinen, windschiefen Häuschen hegen, ist diese Ecke von Bamberg natürlich das reinste Paradies.

Fraenkische Schweiz | Klein Venedig in Bamberg

Am letzten Tag unseres Aufenthaltes in der Fränkischen Schweiz steht ein Ausflug nach Forchheim auf dem Plan. Das Stadtbild wird durch pittoreske Fachwerk-Ensembles und viele historische Gebäude geprägt. Das Forchheimer Rathaus stammt aus dem späten Mittelalter und ist ein echter Blickfang: Der zweigeschossige Hauptbau mit seinem beeindruckenden Fachwerk stammt aus dem Jahr 1402. Der Magistratsbau mit seinen geschnitzten Figuren und Szenen, die alle der Ursprung kleiner Geschichten und Anekdoten sind, folgte später. Das kleine Männchen im Gebälk des Magistratsbaus beispielsweise praktiziert eine sehr eigenwillige Abwehrmaßnahme gegen mögliche Angreifer: es streckt ihnen sein entblößtes Hinterteil entgegen.

Fraenkische Schweiz | Forchheimer Rathaus | www.wallygusto.de

Die Kammerersmühle in der Wiesentstraße ist nicht nur wegen des hübschen Fachwerks sehenswert: Das 1698 erbaute Gebäude hat sich nämlich im Laufe der Jahre einseitig zur Wiesent hin abgesenkt und bekam daher von den Forchheimern den Spitznamen “Schiefes Haus” verpasst. Die Mühle ist seit dem Jahr 1920 außer Betrieb und beherbergt heute eine Gaststätte. An den stilecht belassenen Räumlichkeiten können sich auch heute noch Besucher erfreuen.

Fraenkische Schweiz | Kammerersmuehle | Forchheim | www.wallygusto.de

Aktivitäten

Unser erster Tag in der Fränkischen Schweiz beglückt uns gleich mit ergiebigen Dauerregen. Was für ein Glück, dass es in Bamberg eine Boulderhalle der Blockhelden gibt. Hier warten die Blockhelden in einem denkmalgeschützten Gebäude aus dem Jahr 1918 mit allerlei kniffligen Boulderproblemen auf uns. Das besondere an der 12 Meter hohen Halle ist, dass sie Rundbögen wie ein Kirchenschiff hat. Im Vergleich zu Bouldern- oder Kletterhallen in München geht es hier in Bamberg sehr entspannt zu – zumindest ist bei unserem Besuch an einem frühen Sonntagnachmittag relativ wenig los. Entspanntes Bouldern und ein guter Milchkaffee danach sind hier also garantiert. https://blockhelden.de/

Die Wanderung zu Burg Rabenstein & Sophienhöhle stammt aus dem Rother Wanderführer Fränkische Schweiz (Tour 16). Ausgangspunkt der recht langen Tour ist das kleine, von Felsen überragte Örtchen Tüchersfeld, das ein Wahrzeichen der Fränkischen Schweiz ist. Von hier aus wandern wir zum wunderschönen Ailsbachtal, wo uns romantische Pfaden an der Sophienhöhle vorbei hinauf zur Burg Rabenstein führen. Die Sophienhöhle gilt als eine der schönsten, aktiven Tropfsteinhöhlen Frankens. Die Entstehung der Tropfsteingebilde in der Höhle habt Jahrtausende gedauert: Dazu zählen Stalagmiten, wie der riesige “Millionär”, oder bis zu drei Meter lange Sinterfahnen. Im Vorhöhlenraum gibt es zudem eines der vollständigsten Höhlenbärenskelette weltweit zu bewundern. Die hochmittelalterliche Adelsburg Rabenstein thront auf einem Hochplateau über dem Ailsbachtal. Klar, dass so ein beeindruckendes Bauwerk schon Hauptschauplatz für ein interaktives PC-Spiel und Filmkulisse war. In der urigen Gutsschenke warten Zwetschgenstreuselkuchen mit Sahne, eine ordentliche Portion Obazda & Hüttenkäse mit Brot und süffiges dunkles Bauernbier der Brauerei Held auf uns.

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Der Fünf-Seidla-Steig ist der Brauereiwanderweg in der südlichen Fränkischen Schweiz. Wie der Name schon sagt, führt er zu den fünf Privatbrauereien in den Gemeinden Gräfenberg und Weißenohe. Da uns die normale Wegstrecke von insgesamt 10 Kilometern zu kurz ist, schwingen wir uns in Egloffstein auf unsere Fahrräder und holen ein wenig weiter aus. Durch wunderbare Wald-und Wiesenlandschaften radelnd klappern wir so Brauerei um Brauerei ab: Weißenohe, Lindenbräu (unbedingt Romadur mit Musik & Obazda probieren!) und Hofmann. Zum Glück gibt es nicht nur Seidla, also Halbe Biere, sondern auch kleinere Gebinde – andernfalls wären wir am Ende unserer Tour wohl vom Fahrrad gefallen. Das Elchbräu müssen wir allerdings sowieso auslassen, denn der Gasthof hat seinen verdienten Ruhetag. Überhaupt lohnt es sich, vor Antritt des Fünf-Seidla-Steig die Öffnungszeiten der Brauereigaststätten zu prüfen: Jede hat nämlich an einem anderen Tag Ruhetag!

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Aus dem bereits erwähnten Rother Wanderführer (Tour 24) stammt auch die Wanderung zum Druidenhain und zur Ruine Neudeck. Bevor es aber zu der verwunschen und moosüberwitterten Felslandschaft und der malerisch gelegenen Burgruine Neideck geht, bringen wir erst einmal den größte Steigung hinter uns. Die führt uns völlig unspektakulär durch dichten Wald auf den 520 m hohen Zuckerhut, der außer dem Namen nichts mit seinem berühmten Bruder in Brasilien gemeinsam hat. Obwohl ich zugeben muss, dass die Aussicht von hier wirklich nicht schlecht ist: Die Sicht reicht ins Wiesenttal nach Westen und bis zum Walberla kurz vor Forchheim, nach Osten endet sie im engen und gewundenen Tal nach Streitberg, gegenüber liegt der imposante Hummerstein mit dem nach Norden verlaufenden Leinleitertal mit Burg Greifenstein im Hintergrund. Etwas später entzückt uns dann der Druidenhain mit seinen merkwürdigen Felsformationen, zwischen denen wir uns gut Druiden vorstellen können, wie sie mit ihren Sicheln auf der Suche nach Misteln sind. Nicht minder beeindruckend ist der Blick von der Burgruine Neudeck hinab ins Tal, den wir bei strahlendem Sonnenschein genießen dürfen.

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Eines der Hauptziele unseres diesjährigen Urlaubes in der Fränkischen ist ein Besuch der Brauerei Meister in Unterzaunsbach – zu gut ist uns das dunkle Vollbier dort in Erinnerung geblieben. Da eine Wanderung von Egloffstein nach Unterzaunsbach weder zeitlich noch vom Weg her eine große Herausforderung ist, strickt uns Herr Wallygusto nochmal eine große Rundtour zusammen. Das schier nicht enden wollende Netz aus Wanderwegen rund um Egloffstein will schließlich ausgiebig genutzt werden. Der kleine Gastgarten der Brauerei Meister ist sehr gemütlich und falls die Wirtschaft einmal geschlossen hat, gibt es einen Kühlschrank, aus dem sich der durstige Wanderer bedienen darf. Nachdem wir unsere trockenen Kehlen gründlich gespült haben, geht es hinauf zum Schlossberg bei Haidhof. Von dort geht es an Kirschgärten vorbei tief in den Wald zum Burgstall Burgstein. Von der verfallenen, vermutlich hochmittelalterlichen Burg, die sich auf einer felsigen Bergecke über zwei kleinen Tälern erhob, sind heute leider nur noch Reste übrig. Nach einer kleinen Stärkung mit unserer mitgebrachten Brotzeit geht es auch schon weiter zur nächsten Einkehr nach Thuisbrunn. Im gemütlichen Biergarten des Elchbräu verweilen wir bei Pils und Weißbier ein wenig länger als gedacht. Bevor wir uns auch noch die Bäuche mit fränkischer Hausmannskost vollschlagen, brechen wir auf und wanken zufrieden zurück nach Egloffstein.

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Einkaufen

Immer wieder eine einzige Verführung ist Inges Lädchen in Egloffstein! Auf lediglich 75 m² Ladenfläche werden über 3.000 Artikel angeboten: Neben Dingen des täglichen Bedarfs, also Konserven, Klopapier und Zahnpasta, findet man hier auch Wein, Gemüse und Obst aus der Region. Auch frische Milch und ausgewählte Käsesorten sowie eine große Auswahl an BIO Produkten umfasst das Sortiment. Besonders empfehlenswert ist die tolle Bruch-Schokolade der Confiserie Storath aus Stübig. Die Schokoladen werden nach eigenen Rezepten in Handarbeit hergestellt.

Beim Egloffsteiner Mühlbeck gibt es leckeres Brot aus Dinkelvollkorn, knusprige Schweinsohren und saftige Quarktaschen. Aber auch alle anderen Brot und Gebäckstücke sehen wirklich unglaublich gut aus! Schade, dass wir nur eine Woche in Egloffstein sind und uns daher nicht durch das gesamte Sortiment probieren können. Ich hoffe sehr, dass Helmut Windisch aller Unkenrufe zum Trotz seinen Laden immer noch betreibt. Zumindest gibt es noch aktuelle Google-Bewertungen.

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Schlafen

Die wohl bekannteste Ortschaft im beschaulichen Trubachtal ist Egloffstein. Kein Wunder, denn sie hat neben ein paar Geschäften und Lokalen so einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten: Auf dem Berg über dem Ortskern sitzt die wundervolle Burg, unweit der der Aussichtspunkt Wilhelmsfelsen und ein Felsentor liegen. Vom Aussichtspunkt Pfarrfelsen auf der anderen Talseite kann man den Blick auf Egloffstein genießen und nur ca. 1 km südlich der Ortschaft auf einem anderen Berg gelegen findet man die Kirchenruine Dietersberg. Außerdem ist Egloffstein – wie wir inzwischen wissen – der optimale Ausgangsort für Wanderungen in der Fränkischen Schweiz.

Wie schon beim letzten Mal quartieren wir uns dort in einer der gemütlichen Ferienwohnungen der sympathischen Familie Porisch ein. Wir beziehen erneut die schöne „Ritterburg“: Sie hat 2 Schlafzimmer, einen Wohnraum mit gut ausgestatteter Küchenzeile und ein großes, modernes Bad mit Fenster. Natürlich genießen wir auch diesmal wieder mit einem kühlen Bier in der Hand den tollen Ausblick vom eigenen Balkon ins Trubachtal. Direkt von der Haustür aus können wir mit dem Wandern und Radfahren loslegen.

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Essen

Das Café am Dom ist der letzte Vertreter der ehemals reichen Kaffeehauskultur rund um den Bamberger Dom. Die Einrichtung ist stilvoll und versprüht gediegenen Flair. Die Auswahl am Kuchenbuffet ist vielfältig: Egal ob Sahnetorten, Obstkuchen, Teegebäck oder Petit Fours – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Klar, dass Herr Wallygusto und ich da nicht widerstehen können und uns ein ordentliches frischen, hausgemachten Kuchen zum Kaffee gönnen.

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Das Bräustüberl der Brauerei Friedmann in Gräfenberg gehört zum Fünf-Seidla-Steig. Die moderne, gemütliche Gaststube wartet bei unserem Besuch mit jungem Service und toller, moderner Mucke auf. Zu fairen Preisen gibt es hier leckere, große Käsespätzle und süffiges dunkles und helles Bier sowie Pils. Alles erfreulicherweise auch in probierfreundlichen kleinen Gläsern (0,3).

In der Gaststube des bodenständigen Gasthauses Drei Linden werden nicht nur Wild aus den fränkischen Wäldern rund um Bärnfels, lebendfrischer Fisch und das „fränkische Hummerla“ direkt aus dem Bassin am Haus serviert. Die Speisekarte bietet auch eine unglaublich große Auswahl an vegetarischen und vegane Gerichten. Und das wichtigste: Veganer Linsen-Pilzbraten, Semmel-Lasagne und selbstgemachte Nudeln schmecken auch sehr, sehr gut! Die Portionen sind groß und rechtfertigen einen kleinen, regionalen Schnaps zum Verdauen.

Die Einkehr in der romantisch in einem Tal gelegenen Schlehenmühle lässt sich gut mit einer kleinen Wanderung von Egloffstein über das Affalterthal oder das Trubachtal verbinden. Die Baggers (Kartoffelpuffer) mit Apfelmus sind uns noch vom letzten Mal in der Fränkischen Schweiz zu Recht in guter Erinnerung geblieben. Und das nicht nur, weil die Portion aus gleich vier dicken Stück besteht. Am besten genießt man sie zusammen mit dem tollen Bier von Veldensteiner.

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Ein Gasthof ist der Eichler schon lange nicht mehr. Martha, die Tochter der berühmten “Oma Eichler”, betreibt hier inzwischen nur noch den einfachen Campingplatz bei “Oma Eichler” Obwohl das arg untertrieben ist: In Kletterkreisen ist es DER Campingpatz. Kletterer aus aller Welt schlagen hier ihre Zelte auf, leihen sich Kletterführer und oder essen den traumhaften Zwetschgenkuchen von Martha!

Immer für ein ordentliches Essen gut ist der Gasthof zur Post in Egloffstein, den wir schon von unserem letzten Urlaub kennen. Die Speisekarte bietet einige vegetarische Gerichte, wie Pfifferlinge mit Semmelkloß und Käsespätzle, die wirklich gut schmecken. Sehr zu empfehlen sind auch die Fruchtsäfte der lokalen Kelterei Pretzfeld, die hier ausgeschenkt werden.

Natürlich darf auch in Forchheim das obligatorische Stück Kuchen nicht fehlen! Im Café Schmitt gibt es neben Retro-Eisdielencharme auch eine große Auswahl an Kuchen und Torten. Obwohl ich bestimmt seit meiner Kindheit keine Erdbeer-Biskuitrolle mehr gegessen habe, entscheide ich mich für eben diese – der Anblick ist einfach zu verführerisch. Für Herrn Wallygusto gibt es den obligatorischen Apfelkuchen mit Sahne. Da das Wetter traumhaft ist, lassen wir uns im ruhigen Garten im Hinterhof bedienen: Bei Sonnenschein schmeckt es einfach nochmal so gut! Das Café Schmitt ist übrigens bereits seit 1913 in Forchheim ansässig und gehört damit nach eigener Aussage zu den ältesten Cafés der Stadt.

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Trinken

Die bekannteste Brauerei Bambergs dürfte mit Abstand das Schlenkerla sein. Im historischen Fachwerkhaus mit seinen Butzenscheiben werden an weiß gescheuerten Holztischen fränkische Spezialitäten wie „Bamberger Zwiebel“ und Bambergs extremstes Rauchbier serviert: Der starke Rauchgeschmack hat mich schon immer an Räucherschinken erinnert – was ich auch schon als Nicht-Vegetarier als sehr anstrengend empfunden habe. Eilige holen sich ihr Bier übrigens an der Straßenschenke und trinken es im Stehen vor der Gaststätte.

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In Forchheim geht man nicht in den Biergarten sondern „auf die Keller“ im Wald am östlichen Stadtrand. Als es noch keine Kühlschränke gab, hielten hier die Forchheimer Traditionsbrauereien in riesigen Gewölben aus Natursandstein ihr Bier kühl. Obwohl die Lagerstätten inzwischen längst der Vergangenheit angehören, sind die über 20 Keller-Wirtschaften geblieben. Acht fränkische Brauereien lassen in dem riesigen Eichen- und Buchenwald ihre Biere ausschenken. Es ist also kein Wunder, dass der Kellerberg als größter Biergarten der Welt gilt. Bevor wir uns also aufmachen, die kleine aber feine Forchheimer Altstadt zu erkunden, gönnen wir uns auf dem Neder-Keller ein Bierchen. Leider ist zur frühen Mittagsstunde noch recht wenig los, so dass der Funke nicht ganz überspringen will.

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Liste der oben genannten Lokale, Läden & Unterkünfte und deren Adressen

Großbritannien Unterwegs

Oxford | Impressionen 2017

29. September 2017
Impressionen aus Oxford | www.wallygusto.de | Der Blog, der durch den Magen geht

Der Urlaub in Großbritannien vergeht wirklich wie im Flug: Nach einem kurzen Aufenthalt in London und ausgedehnten Wanderungen in Wales legen wir noch einen Zwischenstopp in Oxford ein. Klar mag es weniger von Touristen überlaufenen Ecken geben, aber als große Fans von Lewis – Der Oxford Krimi konnten wir einfach nicht widerstehen. Und tatsächlich sieht es in der Universitätsstadt genauso aus, wie sie im Fernsehen dargestellt wird: Universität reiht sich an Universität, Pub an Pub. Das Besondere an den Pubs hier ist, dass fast jedes einen gemütlichen Gastgarten hat. Außerdem kann ich hier endlich meine heißgeliebten Mac’n’Cheese essen, auf die ich mich schon die ganze Zeit wie ein kleines Kind gefreut habe. Schweren Herzens brechen wir nach nur einer Übernachtung auf Richtung London, wo uns die Verspätung unseres Fliegers ein wirklich gutes Abendessen auf dem Flughafen Gatwick beschert.

Imbiss Restaurants

Wasserberghaeusl – Der Kiosk am Weßlinger See | Weßling

8. September 2017

Zugegeben, die kleine Wanderung um den Weßlinger See und durch den Altinger Wildpark birgt für geübte Wanderer wie Herrn Wallygusto und mich keine großen Herausforderungen. Trotzdem machen wir diese Tour seit ein paar Jahren regelmäßig – und zwar egal, ob im Sommer oder Winter. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Die Anreise von München aus ist kurz und man steht nicht ewig im Stau (vor allem, wenn man die S-Bahn nimmt). Außerdem ist die Gegend selten überlaufen und angenehm ruhig – und zwar so ruhig, dass man mit ein wenig Glück im Wald ein paar Wildschweine aufspüren kann. Den damals eher spießig anmutenden Kiosk am Weßlinger See haben wir dabei immer ignoriert und uns lieber beim Cafe am See mit Kuchen eingedeckt.

Das hat sich dieses Jahr aber schlagartig geändert: Seit Silvester ist das Wasserberghaeusl – der Kiosk am Weßlinger See unter neuer Regie. Claudius Brudnjak heißt der neue 30-jährige Pächter, der ordentlich frischen Wind an das Seeufer gebracht hat.

Wasserberghaeusl - Der Kiosk am Weßlinger See | Weßling

Draußen

Am Wasserberghäusl sitzt man entweder auf der sonnigen Terrasse oder auf einem Steg mitten im Weßlinger See. Angeblich gibt es für die kältere Jahreszeit auch Sitzplätze im Inneren, welche Herr Wallygusto und ich aber bisher nicht entdeckt haben. Zugegeben war bei unseren letzten Besuchen auch kein Bedarf, denn die Sonne hat uns immer mit ihren warmen Strahlen verwöhnt.

Speisekarte

Neun Jahre lang soll es im Kiosk am Weßlinger See die „die geilste Fischsemmel weit und breit“ gegeben haben. Damit ist jetzt Schluss! Die neue Speisenauswahl fällt ein bisschen moderner aus und bietet neben Obazda mit Breze auch Pastrami Sandwich und Antipasti auf Röstbrot. Natürlich gibt es auch selbstgemachten Kuchen und Gebäck sowie Eis am Stiel. Dabei wird viel Wert auf regionale Produkte gelegt. Das Angebot ist nicht groß, aber das erwarte ich von einem Kiosk auch nicht.

Wasserberghaeusl - Der Kiosk am Weßlinger See | Weßling

Geschmack

Obzada wird hier in zwei dicken Kugeln serviert, die für nur eine Brezen viel zu viel sind. Mit einer weiteren Brezen reicht die Portion locker für zwei Personen. Die Käsecreme ist schön cremig und würzig, die Brezen frisch – beides also sehr köstlich! Der Mandelbutterkuchen ist laut Aussage von Herrn Wallygusto ebenfalls sehr gut und enthält bestimmt kaum Kalorien – sind ja schließlich nur Mehl, Butter und Zucker drin. Die paar Mandeln oben drauf zählen nicht. ;-)

Service

Die jungen Leute, die unsere Bestellung durch das Fenster des Kiosk entgegen nehmen, sind gut drauf und sehr freundlich. Service am Tisch gibt es nicht, fertiges Essen wird ausgerufen und muss selbst abgeholt werden. Übrigens hat das Wasserberghaeusl – Der Kiosk am Weßlinger während des ganzen Jahres geöffnet: Während der Sommersaison täglich von 10 – 19.00 Uhr, während der Wintersaison bei Eis-Tragfähigkeit von 10 – 17.00 Uhr. Die Öffnungszeiten sind natürlich vom Wetter abhängig – ist das schlecht, bleibt der Kiosk geschlossen!

Wasserberghaeusl - Der Kiosk am Weßlinger See | Weßling

Preise

Der Aperol Spritz kostet € 5,00, das Glas Wein (0,2) € 4,00 – beides wird großzügig eingeschenkt. Bier gibt’s aus der Flasche für € 3,00. Die riesige Portion Obzada mit Breze ist mit € 4,50 echt günstig, den Preis für den Kuchen haben wir vor lauter Hunger leider vergessen.

Fazit

Was soll ich sagen? Auf der gemütlichen Terrasse des Wasserberghaeusl zu sitzen und den Blick über den Weßlinger See schweifen zu lassen ist einfach unglaublich entspannend. Kein Wunder also, dass Herr Wallygusto und ich immer wieder auf eine Kleinigkeit zu essen und ein Kaltgetränk einkehren.

Adresse: Obere Seefeldstr. 20, Weßling

Lieblingslinks

Lieblingslinks | Juni

2. Juli 2017

Die Hälfte des Jahres ist rum – eine gute Zeit, um eine neue Rubrik einzuführen: Lieblingslinks! In dieser Rubrik werde ich Euch ab jetzt jeden Monat meine liebsten Links (darunter bestimmt viele köstliche Rezepte :-)), Themen, neue Lieblingsläden und andere Blogger vorstellen.  Also, Kaffee oder Tee (oder Gin Tonic) in die Hand und lustig drauf los geschmökert!

  • Am AdW mache ich DIE kulinarische Entdeckung des Monats: In walisischem Porthmadog braut die Purple Moose Brewery mit Elderflower Ale und  Chocolate Moose die besten Biere, die ich je getrunken habe.
  • Auf meinem neuen Lieblingsblog LESEMBICOFFEE gibt’s ganz viele Tipps für hübsche Cafés & köstliche Kuchen!
  • Eigentlich haben Herr Wallygusto und ich mehr als genug Grillsaucen in der Speisekammer gehortet – aber bei dieser rauchigen BBQ Sauce sind wir (mal wieder) schwach geworden!
  • Zufällig haben wir an Pfingsten entdeckt, dass das Gasthaus Tannengarten in München-Sendling einen tollen, kleinen Biergarten hat! Wir kommen wieder, keine Frage! ;-)
  • Das Münchner Stadtmagazin MUCBOOK empfiehlt der Süddeutschen Zeitung mal ein Snickers zu essen & erklärt, warum München die Wirtshäuser dicht machen sollte.
  • Ich meide trotz regelmäßigem Sport Bikinis wie der Teufel das Weihwasser. Für mich und alle, denen es ähnlich geht, hat Sassi einen tröstlichen & amüsanten Blogbeitrag über Bodyshaming geschrieben.
  • Michael bereitet seit Jahren für seinen Partner das Frühstück zu. Auf seinem Instagram-account @symmetrybreakfast lässt er uns seitdem täglich an dieser hübsch zubereiteten Mahlzeit teilhaben.
Biergarten Restaurants

Schinderstadl | Thalkirchen

27. März 2017
Der Schinderstadl in den Münchner Isarauen

Nach einem Besuch beim Eisbärbaby im Tierpark Hellbrunn landen Herr Wallygusto und ich Ende Februar im kleinen Biergarten des Schinderstadls. Und da das Wetter trotz der noch frühen Jahreszeit einfach wunderbar ist, bleibt es nicht bei einem Kaltgetränk. Außerdem gesellen sich noch eine frische, weiche Breze und eine duftende Apfel-Zimtschnecke dazu. Die Zimtschnecken kommen übrigens nicht von irgendeinem x-beliebigen Bäcker sondern von der Giesinger Zimtschneckenfabrik. Super, oder? Überhaupt ist der Schinderstadl eine tolle Einkehrmöglichkeit, wenn man an der Isar unterwegs ist. Und da das auch andere Leute entdeckt haben, ist die Location auch schon lange kein Geheimtipp mehr und entsprechend gut besucht.

Adresse:
Isarauern 2, 81379 München