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Wasserberghaeusl – Der Kiosk am Weßlinger See | Weßling

8. September 2017

Zugegeben, die kleine Wanderung um den Weßlinger See und durch den Altinger Wildpark birgt für geübte Wanderer wie Herrn Wallygusto und mich keine großen Herausforderungen. Trotzdem machen wir diese Tour seit ein paar Jahren regelmäßig – und zwar egal, ob im Sommer oder Winter. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Die Anreise von München aus ist kurz und man steht nicht ewig im Stau (vor allem, wenn man die S-Bahn nimmt). Außerdem ist die Gegend selten überlaufen und angenehm ruhig – und zwar so ruhig, dass man mit ein wenig Glück im Wald ein paar Wildschweine aufspüren kann. Den damals eher spießig anmutenden Kiosk am Weßlinger See haben wir dabei immer ignoriert und uns lieber beim Cafe am See mit Kuchen eingedeckt.

Das hat sich dieses Jahr aber schlagartig geändert: Seit Silvester ist das Wasserberghaeusl – der Kiosk am Weßlinger See unter neuer Regie. Claudius Brudnjak heißt der neue 30-jährige Pächter, der ordentlich frischen Wind an das Seeufer gebracht hat.

Wasserberghaeusl - Der Kiosk am Weßlinger See | Weßling

Draußen

Am Wasserberghäusl sitzt man entweder auf der sonnigen Terrasse oder auf einem Steg mitten im Weßlinger See. Angeblich gibt es für die kältere Jahreszeit auch Sitzplätze im Inneren, welche Herr Wallygusto und ich aber bisher nicht entdeckt haben. Zugegeben war bei unseren letzten Besuchen auch kein Bedarf, denn die Sonne hat uns immer mit ihren warmen Strahlen verwöhnt.

Speisekarte

Neun Jahre lang soll es im Kiosk am Weßlinger See die „die geilste Fischsemmel weit und breit“ gegeben haben. Damit ist jetzt Schluss! Die neue Speisenauswahl fällt ein bisschen moderner aus und bietet neben Obazda mit Breze auch Pastrami Sandwich und Antipasti auf Röstbrot. Natürlich gibt es auch selbstgemachten Kuchen und Gebäck sowie Eis am Stiel. Dabei wird viel Wert auf regionale Produkte gelegt. Das Angebot ist nicht groß, aber das erwarte ich von einem Kiosk auch nicht.

Wasserberghaeusl - Der Kiosk am Weßlinger See | Weßling

Geschmack

Obzada wird hier in zwei dicken Kugeln serviert, die für nur eine Brezen viel zu viel sind. Mit einer weiteren Brezen reicht die Portion locker für zwei Personen. Die Käsecreme ist schön cremig und würzig, die Brezen frisch – beides also sehr köstlich! Der Mandelbutterkuchen ist laut Aussage von Herrn Wallygusto ebenfalls sehr gut und enthält bestimmt kaum Kalorien – sind ja schließlich nur Mehl, Butter und Zucker drin. Die paar Mandeln oben drauf zählen nicht. 😉

Service

Die jungen Leute, die unsere Bestellung durch das Fenster des Kiosk entgegen nehmen, sind gut drauf und sehr freundlich. Service am Tisch gibt es nicht, fertiges Essen wird ausgerufen und muss selbst abgeholt werden. Übrigens hat das Wasserberghaeusl – Der Kiosk am Weßlinger während des ganzen Jahres geöffnet: Während der Sommersaison täglich von 10 – 19.00 Uhr, während der Wintersaison bei Eis-Tragfähigkeit von 10 – 17.00 Uhr. Die Öffnungszeiten sind natürlich vom Wetter abhängig – ist das schlecht, bleibt der Kiosk geschlossen!

Wasserberghaeusl - Der Kiosk am Weßlinger See | Weßling

Preise

Der Aperol Spritz kostet € 5,00, das Glas Wein (0,2) € 4,00 – beides wird großzügig eingeschenkt. Bier gibt’s aus der Flasche für € 3,00. Die riesige Portion Obzada mit Breze ist mit € 4,50 echt günstig, den Preis für den Kuchen haben wir vor lauter Hunger leider vergessen.

Fazit

Was soll ich sagen? Auf der gemütlichen Terrasse des Wasserberghaeusl zu sitzen und den Blick über den Weßlinger See schweifen zu lassen ist einfach unglaublich entspannend. Kein Wunder also, dass Herr Wallygusto und ich immer wieder auf eine Kleinigkeit zu essen und ein Kaltgetränk einkehren.

Adresse: Obere Seefeldstr. 20, Weßling

Kneipe | Bar Magazin München Restaurants

Ambar Bistro | Obergiesing

25. August 2017
Ambar Bistro | Obergiesing

Nach unserem Besuch in Berlin waren Herr Wallygusto und ich mal wieder schwer genervt von der kulinarischen Landschaft in München: Zu wenig, zu spießig, zu gewollt. Nach unserem Besuch im Ambar Bistro in Giesing haben wir unsere Meinung dann aber wieder schnell geändert. Man muss einfach immer die Augen offen halten, um diese kleinen, aber feinen gastronomischen Perlen in unserer hassgeliebten Millionenstadt zu entdecken.

Drinnen 

Die Einrichtung des Ambar Bistro ist hell und freundlich. Die Bar ist weiß gefliest, an den Wänden hängen geschmackvolle Schwarzweiß-Fotos und moderne Kunstdrucke. Die kleinen Bistrotischen bieten Platz für insgesamt 30 hungrige Gäste. Da das Wetter bei unserem Besuch sommerlich-warm ist, nehmen wir an einem der kleinen Tische im Freien Platz. Während wir die letzten Sonnenstrahlen genießen, beobachten wir die vielen vorbeilaufenden Menschen und den Irrsinn des Straßenverkehrs. Fast ein bisschen wie in Italien.

Das Publikum ist bunt gemischt – vom Englisch sprechenden Touristen (?) bis hin zum Rentner mit Giesinger Stoffbeutel ist alles vertreten. Unter der Woche ist das Ambar Bistro übrigens immer sehr, sehr gut besucht, ohne Reservierung geht hier dann gar nichts. Freitag und Samstag kann man aber vor 22 Uhr ohne Probleme einfach so auf einen Happen vorbeischauen.

Ambar Bistro | München

Copyright: Ambar Bistro | München

Speisekarte 

Die Website des Ambar Bistro verspricht uns schon im Vorfeld großartige Biere und neapolitanische Küche – und das im Herzen von Giesing. Die übersichtliche Abendkarte bietet eine kleine, aber feine Auswahl neapolitanischer Gerichte: Antipasti (auf Wunsch auch vegetarisch und vegan) und italienische Fleischbällchen, die sogenannten Polpette, gibt es immer, der Rest ist Tagesform.

Weit umfangreicher ist da schon die Getränkekarte, deren große Auswahl an Craft Beer uns erst einmal ordentlich ins Rotieren bringt. Zwar kennen wir schon einige Biere, aber natürlich wollen wir unbedingt was völlig Neues ausprobieren. Wir verlassen uns also auf den Sachverstand unseres Gastgebers und lassen uns zum Einstand gleich mal zwei Porter aus Bayern empfehlen.

Ambar Bistro | Speisekarte

Geschmack 

Zugegeben kam die neapolitanische Küche bei unseren Besuchen in Neapel immer zu kurz. Da hier angeblich die Pizza erfunden wurde, haben wir uns bisher ausschließlich darauf konzentriert. Kein Wunder also, dass die köstlichen Zeppole für uns bis jetzt gänzlich unbekannt waren. Neben den frittierten Teigbällchen finden sich noch knusprige Kroketten mit Mozzarella und frittierte Polenta auf dem Teller. Zu den Fritto Misto wird Basilikum in Olivenöl gereicht. Das würzige Kraut setzt dabei einen frischen Kontrast zu den ausgebackenen Häppchen. Die gemischten Antipasti bestehen aus Zucchinigemüse, Karotten, gegrillten Paprika, getrockneten Tomaten und roter Bete. Begleitet wird die bunte Pracht von grünen, sehr aromatischen Oliven, einem Schälchen Hummus und einer Kugel cremigen Büffelmozzarella. Das letzte Mal durften wir so eine gute Vorspeise tatsächlich in Süditalien, in der Nähe von Tropea, genießen.

Ambar Bistro | Vorspeisen

Klar, dass unsere Erwartungen an die Pasta sehr hoch sind! Und wir werden nicht enttäuscht: Die hausgemachten Tagliolini alla Nerano mit Zucchini sind ein Gedicht! Die Portion ist zudem recht groß, so dass wir froh sind, uns fürs Teilen entschlossen zu haben. Da für Nachtisch jetzt leider kein Platz mehr ist, begnügen wir uns mit einem vorzüglichen Espresso.

Zur Rechnung wird uns ein Gläschen – ebenfalls hausgemachter – Lemoncello angeboten. Wir nehmen (natürlich) dankend an und werden mit dem intensiven Aroma reifer Zitronen belohnt. Meine Schwieger-Oma – Gott hab sie selig – hätte an diesem „Fruchtsaftgetränk“ ihre wahre Freude gehabt. Dieser Likör hat wirklich wenig mit dem Zeug zu tun, das man für gewöhnlich im Supermarkt zu kaufen bekommt: Von Spüli-Geschmack keine Spur! Was soll ich sagen? Einfach umwerfend gut!

Service 

Schon zu Beginn werden wir mit einem herzlichen „Ragazzi“ begrüßt. Ich liebe diesen Ausdruck ja heiß und innig, erinnert er mich doch an unzählige Italienischkurse und lustige Erlebnisse in Italien. Der erste Eindruck bestätigt sich im Laufe des Abends, denn unser Gastgeber ist ein unglaublich sympathischer, gut gelaunter & witziger Kerl. Noch dazu ist er ein Bierexperte erster Güte, der immer gerne mit Rat und Tat bei der Bierauswahl zur Seite steht.

Preise

Ein Abend im Ambar Bistro ist kein ganz billiges Vergnügen – Preis-Leistung passen unserer Meinung aber trotzdem! Außerdem muss man speziell für Craft Beer immer und überall tiefer in die Tasche greifen als für das Münchner Standardbier.

Fazit

Ragazzi, wenn Ihr mal neapolitanische Küche & Craftbeer genießen wollt, sei Euch ein Besuch im Ambar Bistro empfohlen! Wir waren das erste (aber garantiert nicht das letzte) Mal dort und sind immer noch am Schwärmen über das köstliche Essen & die tollen Biere!

Adresse: Tegernseer Landstr. 25, 81541 München

italienisch Magazin München Restaurants

Primafila | Laim

11. August 2017
Primafila | Laim

Die Zeiten, in denen es in der Vereinsgaststätte am Fußballplatz nur Currywurst und Pommes gab, sind vorbei. Im Süden des Nymphenburger Schlossparks hat vor einigen Jahren das Primafila eröffnet, das neben den Sportanlagen des ESV Laim leckere italienische Küche serviert. Dazu gibt’s Aperol Spritz und einen 1a Ausblick auf das Beachvolleyball-Feld.

Drinnen 

Das Primafila präsentiert sich modern und elegant: Eine einladende Lounge-Area vor der riesigen Bar, viel Licht und der Blick durch lange Fensterfronten. Dazu moderne Hängeleuchten, aber auch einen Kronleuchter. Kühles Grau triff dabei auf rote Wände, an denen Schwarzweißfotos hängen. Das eigentliche Highlight ist aber die grandiose Terrasse, die an warmen Tagen zum Verweilgen einlädt. Da die Terrasse überdacht ist, kann man auch bei einem Sommergewitter seine Pasta weiter im Freien genießen.

Speisekarte 

Das Menü bietet neben Pizza und Pasta auch einige Fleisch- und Fischgerichte. Ergänzt wird das Angebot durch eine wechselnde Tageskarte, die ganz altmodisch auf eine Tafel geschrieben wird.

Primafila | Laim

Geschmack 

Die vegetarischen Pizzen im Primafila schmecken immer sehr gut geschmeckt, denn der Boden ist dünn und knusprig, der Belag nicht übermächtig. Gut finde ich auch, dass die Pizza eine „normale“ Größe hat und nicht so ein überdimensionierter Lappen ist, der irgendwann vollkommen durchweicht und kalt ist. Bei den Spaghetti Aglio-Olio e Peperoncino ist der Name Programm: Als der Teller mit dem Berg Nudeln vor mir steht, denke ich im ersten Augenblick, dass Pilze dabei wären. Aber die großen, braunen Scheiben entpuppen sich als Knoblauch. Einfach herrlich! Für meinen Geschmack hätte es allerdings etwas weniger Olivenöl sein können! Ich mag es nicht so gerne, wenn mein Essen im Öl schwimmt. Optisch und geschmacklich ebenfalls sehr gut finde ich den Tomatensalat mit Zwiebeln, was ja leider nicht immer eine Selbstverständlichkeit ist.

Service 

Die Bedienung ist flott und aufmerksam. Ich habe mich bisher bei jedem Besuch sehr wohl gefühlt.

Primafila | Laim

Preise

Das Preis-Leistungs-Verhältnis im Primafila stimmt meiner Meinung nach: Pizzen kosten zwischen € 6 für Margherita und € 13,50 für die „Luxusversion“ mit Vitello Tonato oder Carpaccio. Für meine Aglio-Oglio bezahle ich € 7,20, für die große Portion Tomatensalat und Aperol Spritz (0,2) jeweils € 5,60.

Fazit 

Wir waren seit der Eröffnung im Jahr 2012 schon ein paar Mal hier und wurden nie enttäuscht. Ein Abendessen im Primfila ist aufgrund der tollen Terrasse vor allem im Sommer immer ein Vergnügen!

Adresse: Margarete-Danzi-Str. 25, 80639 München

Café Restaurants

Café Colombo | Schwanthalerhöhe

19. Juli 2017
Café Colombo | Schwanthalerhöhe

Mittagspausen im Westend sind ein Graus – die kulinarische Vielfalt hält sich in Grenzen, wenn ich schnell etwas Gutes essen möchte. Die bekannten Pfade mit Frooteria, Münchner Suppenküche und Dean & David sind schon lange ausgetreten, das Salatbuffet in der Caribean Embassy kann ich nicht mehr sehen und nach einem Besuch beim hier ansässigen Inder habe ich immer Bauchschmerzen. Ich bin also schon lange dazu übergangen, mir selbst liebevoll Lunchboxen mit Rohkost oder Salaten zu füllen. Jetzt zeigt sich ein Lichtstreif am Horizont: Auf Mit Vergnügen München lese ich von dem neuen Café Colombo.

Drinnen

Das Café Colombo ist recht klein, wartet aber bei schönem Wetter auch draußen mit einigen kleinen Tischen auf. An den Wänden hängen große Landkarten, die Einrichtung ist hell und freundlich.

Café Colombo | Schwanthalerhöhe

Speisekarte

Im Café Colombo warten köstlich belegte Sandwiches, feine Törtchen & allerlei Salate auf die hungrigen Gäste aus den umliegenden Bürogebäuden. Gesundheitsbewusste dürfen sich über frisch gepresste Säfte freuen. Sehr schön ist, dass im Café Colombo auf lokale Anbieter Wert gelegt wird: Das Brot stammt von der Bäckerei Gattinger in Sendling, das süße Gebäck kommt von der bekannten Münchner Pâtisserie Dukatz.

Geschmack

Ich bin bei meinem ersten Besuch sehr angetan vom dem Körnerbaguette mit Brie und Tomaten. Auch der Becher mit frischem Obstsalat schmeckt mir sehr gut! Dazu noch ein 1a Cappuccino mit Sojamilch, serviert mit einem freundlichem Lächeln und die Mittagspause ist endgültig gerettet!

Café Colombo | Schwanthalerhöhe

Service

Der junge Mann hinter der großen Vitrinie ist gleichzeitig auch der Inhaber und sehr sympathisch. Schon allein wegen des verschmitzten Lächelns komme ich gerne wieder.

Preise

Für Sandwich, Obstsalat & Cappuccino lege ich knapp € 11 auf den Tresen. Nicht ganz billig, dafür aber alles frisch und sehr lecker. Das Preis-Leitungsverhältnis stimmt!

Fazit

Mein erster Besuch im Café Colombo wird bestimmt nicht mein letzter gewesen sein, denn ich muss unbedingt noch eines (oder mehrere) der süßen Teilchen probieren! Zum Glück liegt dieses kleine Schlaraffenland in Laufnähe zum Büro, so dass das nächste kulinarische Highlight sicher nicht lagen auf sich warten lassen wird. 😉

Adresse: Anglerstraße 25, 80339 München

Café Magazin München Restaurants

Café Erika | Sendling

3. Juli 2017
Cafe Erika - veganer & glutenfreier Rhabarberstreusel

Warum das Café Erika, ausgerechnet „Erika“ heißt, kann ich auf den ersten Blick leider nicht nachvollziehen, denn keine der beiden im Impressum aufgeführten Damen trägt diesen wunderbar altmodischen Namen. Wie ich kurz darauf auf Mit Vergnügen München erfahre, fungierte Großtante Erika nicht nur als Namensgeberin sondern hat auch teilweise die Rezepte für die köstlichen Kuchen beigesteuert. Wie dem auch sei, Herr Wallygusto und ich sind Anfang Juni auf Empfehlung von Sabrina & Steffen von Feed me up before you go-go in dem neuen Café in Sendling gelandet.

Drinnen 

Die Farben der Einrichtung sind klar und perfekt aufeinander abgestimmt, alles wirkt sehr harmonisch. Hier hat sich wirklich jemand viele Gedanken gemacht! Die – bei unserem Besuch meist weiblichen – Gäste sitzen entweder an kleinen Tischen oder auf einer langen Bank neben einem verstellbaren Beistelltischchen. Bei schönem Wetter gibt es auch ein paar wenige Sitzplätze im gemütlichen Innenhof, die an einem sonnigen Feiertagsnachmittag leider schon belegt waren. Verständlich, denn wer sitzt schon gerne drinnen, wenn im Frühsommer in München mal die Sonne scheint? 😉

Cafe Erika - das gemütliche Café in Sendling

Speisekarte 

Im Café Erika kann der hungrige Gast Frühstück zum Ankreuzen, diverse Kuchen und kleine Gerichte in Form von Sandwiches oder (was ich ja total liebe) Brot mit verschiedenen Aufstrichen zu sich nehmen. Der Kuchen in der großen Theke sieht auf jeden Fall zum Anbeißen aus. Wir haben bei unserem Besuch die Wahl zwischen Brownies, Käsekuchen und Rhabarberstreusel.

Geschmack 

Herr Wallygusto und ich entscheiden uns für ein Stück Rhabarberstreusel. Der ist vegan und sogar glutenfrei, was man selbst in München nicht oft findet, wie ich mir habe sagen lassen. Dazu gibt es einen guten Cappuccino mit fair gehandeltem Espresso. Die Kuchenstücke fallen unserer Meinung nach nicht allzu groß aus – zumindest wenn wir es mit denen bei unserem Lieblingskonditor vergleichen. Dafür ist der Kuchen im Café Erika erfreulicherweise nicht so süß, die Streusel sind kernig, fast schon knusprig – köstlich! Am Cappuccino gibt’s‘ ebenfalls überhaupt nichts auszusetzen!

Cafe Erika - veganer & glutenfreier Rhabarberstreusel

Service 

Im Café Erika wird an der Theke bestellt und bezahlt. Die Dame dahinter ist sehr freundlich, Kaffee und Kuchen werden schnell serviert.

Preise

Der Cappuccino kostet € 2,90, das Stück Kuchen € 3,20. Nicht ganz günstig, aber unserer Meinung nach okay!

Fazit 

Das Café Erika ist wirklich eine wunderschöne Location, um sich mit einer Freundin zum Kaffeetrinken oder dem Liebsten zum Frühstücken zu verabreden. Da es hier das von Herrn Wallygusto inzwischen so geliebte Porridge gibt, kommen wir wieder, keine Frage!

Adresse: Senserstraße 7, 81371 München

bayerisch Magazin München Restaurants

Aindorfer Hof | Laim

26. Juni 2017
Aindorfer Hof | Käsespätzle

Auch wenn es oft anders aussehen mag und Herr Wallygusto und ich Euch hier viele, viele Lokale vorstellen: Wir sind bequem! Wenn es uns irgendwo schmeckt, gehen wir dort immer und immer wieder hin. Und essen durchaus häufig das gleiche Gericht. Was allerdings oft der nur eingeschränkt für Vegetarier geeigneten Speisekarte geschuldet ist – vor allem, wenn es um bayrische Schmankerl geht! Das ist ja auch der Grund, warum wir so gerne asiatisch essen gehen! Darum wundert es auch nicht, dass wir bis vor einigen Monaten immer einen großen Bogen um den Aindorfer Hof gemacht haben. Man sollte hierzu vielleicht noch erwähnen, dass die bayrische Wirtschaft nur 10 Minuten von unserer Wohnung entfernt liegt. Diesen Missstand haben wir nun aus der Welt geräumt!

Drinnen 

Wie es sich für ein richtiges Stadtteilwirtshaus gehört, ist der Aindorfer Hof angenehm schlicht eingerichtet: Rot-weiße Gardinen, ein paar Schwarz-weiß Bilder an der Wand und Blümchen auf der Fensterbank – das war’s! Da der Gastraum aber eine recht überschaubare Größe hat, ist es trotzdem gemütlich. Auch gibt es einen kleinen Gastgarten, der im Sommer zum Verweilen einlädt. Das Publikum ist bunt gemischt, hier sitzt alt neben jung, Pärchen neben Familienfeiern.

Aindorfer Hof | Laim

Speisekarte 

Neben Klassikern aus der Bayerischen Küche wie „Aindorfer“ Schweinebraten und „Münchner“ Tafelspitz gibt es mit Käsespätzle und Spinatstrudel auch zwei vegetarische Hauptgerichte. Natürlich werden auch Vorspeisen, Salate, kleine Gerichte für zwischendurch und Dessert angeboten. Witzig finden Herr Wallygusto und ich die Idee mit dem bayrisch inspirierten Burger mit dem Schweinbraten-Patty. Für Kinder gibt es übrigens eine separate Karte mit kindgerechten Hauptgerichten und Eis.

Geschmack 

Herr Wallygusto und ich haben – wie könnte es auch anders sein – im Aindorfer Hof bisher nur die Käsespätzle probiert. Diese sind unserer Meinung nach aber auch extrem köstlich, da sie in einer cremigen Sauce und mit ordentlich Bergkäse serviert werden. Dazu noch ein großer Berg Röstzwiebeln und ein frischer Salat und wir sind zufrieden. Aber auch das Münchner Schnitzel und der Zwiebelrostbraten der Schwiegereltern sind anscheinend sehr gut, zumindest kommen von dieser Seite des Tisches keine Klagen. Und die Portionen sind sowieso riesig! Das trifft übrigens auch auf das Kinderschnitzel mit Pommes zu.

Aindorfer Hof | Essen

Service 

Der Service im Aindorfer Hof ist freundlich und sehr aufmerksam. So wird dem Neffen beispielsweise die Wartezeit auf sein Eis mit ein paar weißen Schaumgummi-Mäusen versüßt. Dass das Eis dann kurz darauf und somit früher als erwartet kam, spielt dabei keine Rolle. Bei den Hauptgerichten muss man sich bei gut gefülltem Lokal auf eine etwas längere Wartezeit einstellen, aber so haben wir mehr Zeit, uns in Ruhe zu unterhalten.

Preise

Die Preise sind unserer Meinung nach – gemessen an Geschmack und Portionsgröße – absolut fair. So kosten zum Beispiel Käsespätzle mit Salat € 10,40.

Fazit 

Inzwischen waren wir schon drei Mal im Aindorfer Hof und nach jedem Besuch rundum zufrieden. Wenn wir das nächste Mal zu Gast sind, werden wir auf alle Fälle den Kaiserschmarrn probieren – der sieht nämlich auch sehr, sehr appetitlich aus! Mal sehen, ob wir diesen guten Vorsatz umsetzen können, denn normalerweise sind wir nach der Portion Käsespätzle schon pappsatt. Was wiederum bestätigt, dass wir eigentlich nicht sonderlich experimentierfreudig sind. 😉

Adresse: Guido-Schneble-Straße 36, 80689 München

indisch | pakistanisch Restaurants

Mataji’s Kitchen | Schwabing 

16. Juni 2017

Lacht mich bitte nicht aus, aber für mich ist indisches Essen Foodporn pur! Schon allein beim Gedanken an sämige, aromatische Curries & duftendes Naan lässt mir das Wasser im Munde zusammen. Herrn Wallygusto geht es da nicht besser! Ein Glück, dass es in München genügend indische Lokale gibt, in denen wir diese kulinarischen Gelüste stillen können. Eines davon ist mataji’s kitchen in Schwabing.

Drinnen

Das Lokal ist klein und modern eingerichtet. Schreiend bunte Wände und kitschige Deko, wie beim Inder gerne üblich, sucht man in matajis kitchen vergeblich. Dass es sich um ein indisches Lokal handelt, sehen wir nur anhand der Landschaftsbilder und den vereinzelten Götterstatuen. Die Atmosphäre ist schick und modern, aber ohne unterkühlt zu wirken. Das Publikum an diesem Sonntagabend besteht vorrangig aus jungen Päarchen und solchen in den besten Jahren.

Speisekarte

Beim Studium der Speisekarte erfahren wir, dass mataji auf Hindi die respektvolle Anrede für Mutter und Großmutter ist. In Indien ist es Tradition, dass sich die Mutter um das leibliche Wohl der Familie kümmert. In matajis kitchen hat man sich anscheinend viel von den Müttern angeschaut, denn gekocht wird nach der indischen Familienrezepten. Zum Glück hat die mataji neben Fleisch- und Fisch-Spezialitäten auch eine große Anzahl an vegetarischen und veganen Rezepten überliefert. Ganz besonders toll finden wir, dass davon einige hausgemachten Frischkäse beinhalten, den wir sehr gerne essen, aber aus Faulheit nie zuhause machen.;-)

Geschmack

Auch in mataji’s kitchen grüßt die Küche mit knusprigen Waffeln aus Linsenmehl, den so genannten Papadam. Dazu werden drei aromatische Saucen gereicht, bei denen wir sofort sehen, dass bei der Herstellung erfreulicherweise keine künstlichen Farbstoffe verwendet wurden. Auch spricht man sich in der Speisekarte ausdrücklich gegen Geschmacksverstärker aus.

Die Pakoras sind dünn paniert und nicht zu fettig. Dazu gibt’s frischen Salat mit Joghurtdressing. Der im Tandoori gegrillte, hausgemachte Frischkäse mit Cashew, frischem Koriander und der fruchtigen Tomaten-Masalasoße (Paneer Tikka Masala) ist einfach ein Traum! Die frischen, im Tandoori-Ofen gegrillten und mit Zwiebeln und Tomaten pürierten Auberginen (Baigan Ka Bharta), sind kräftig gewürzt und überzeugen durch ihre feine Textur. Das Garlic Naan, auf das wir in letzter Zeit nicht verzichten können, ist herrlich weich und fluffig.

Der Weissburgunder ist schön kühl und süffig, der Blaue Zweigelt war ganz okay, jedoch leider ein bisschen zu warm.

Service

Wir werden den ganzen Abend sehr freundlich und aufmerksam bedient. Und beim Bezahlen fragt uns der Chef persönlich, wie es uns geschmeckt hat. Natürlich lautet unsere Antwort: „Alles super!“.

Preise

Vorspeisen gibt es in matajis kitchen für € 5,00 – € 6,00, die vegetarischen Curries kosten zwischen € 10,00 – € 12,00. Zusätzliche Beilagen wie unser Naan mit Knoblauch kosten € 2,50 — € 3,50. Auch an den Weinen gibt es preislich nichts auszusetzen (Weissburgunder 0,2 € 4,50 / Blauer Zweigelt 0,2 € 4,90).

Fazit

mataji’s kitchen ist ohne Zweifel einer der besten Inder der Stadt. Und unglaublich beliebt, denn ständig waren verschiedenste Lieferdienste da, um hungrige Menschen daheim mit indischen Köstlichkeiten versorgen. Da Laim wahrscheinlich eher nicht zum Liefergebiet gehört, werden wir auf jeden Fall wieder persönlich vorbei kommen. Der Weg quer durch die Stadt lohnt definitiv!

Adresse: Schleißheimer Str. 121, 80797 München

Café Restaurants

Onofrio’s | Schwanthalerhöhe 

9. Juni 2017
Onofrio's | Schwanthalerhöhe 

Das Onofrio’s ist ein kleiner, recht unscheinbarer Laden in der Heimeranstrasse. Wenn man nicht weiß, was für gute Sachen es dort gibt, läuft man leicht vorbei!

Drinnen

Der Verkaufsraum wird von einer großen Holztheke mit einer imposanten, goldenen Kaffeemaschine beherrscht. Leider hat das Onofrio’s nur sehr wenige Sitzgelegenheiten, aber wenn man so wie ich den ganzen Tag sitzt, kommt ein bisschen Stehen gerade recht. Außerdem kann man seinen Cappuccino oder Bagel ja such mitnehmen.

Speisekarte

Neben den üblichen Kaffeespezialtäten wie Cappuccino und Latte Macchiato werden in einem Kühlschrank diverse Softdrinks angeboten. Zum Essen gibt’s im Onofrio’s Sandwiches, Paninis und frisch belegte Bagels.

Geschmack

Ich kann Euch den Bagel mit dem wohlklingenden Namen Oh So Vegan wirklich ans Herz legen: Die Kombination aus Avocado, gerösteter Paprika und Artischocken ist perfekt und schmeckt einfach köstlich! Ein weiterer Pluspunkt ist, dass ich mir den Bagel – also Everything, Lauge und viele mehr – selbst aussuchen kann. Und seien wir doch mal ehrlich: Frisch getoastet und belegt schmeckt es doch gleich viel besser als bereits fertig und eingeschweißt aus der Theke!

Service

Die Jungs hinter der Kaffeemaschine sind freundlich und aufmerksam und verstehen es vorzüglich, einen guten Cappuccino zuzubereiten!

Preise

Die Special Bagels kosten je nach Belag zwischen € 3,90 und € 5,90. An den Preis für den Cappuccino kann ich mich leider nicht mehr erinnern, aber da ich bald wieder im Onofrio’s vorbeischauen werde, werde ich diese Angabe nicht lange schuldig bleiben.

Fazit

Das Onofrio’s ist eine willkommene Abwechslung zu den immer gleichen, langweiligen Sandwiches der umliegenden Bäckereien und dem Allerlei der Coffeeshops.

Adresse: Heimeranstr. 32, 80339 München

Kneipe | Bar Magazin München Restaurants

Das Meisterstück | Pasing

10. Mai 2017
Meisterstück Pasing

Das ehemalige Wasserpumpwerk in Pasing wurde 1854 von dem Architekt Friedrich Bürklein erbaut. Damals diente es zur Versorgung der Dampflokomotiven im Hauptbahnhof mit weichem Würmwasser. Mit dem Ende der Ära der Dampflokomotiven wurde das wunderschöne Backsteingebäude sich selbst überlassen. Einer Anwohnerinitiative ist es zu verdanken, dass ein Abriss verhindert werden konnte und das Pumpwerk unter Denkmalschutz gestellt und privat renoviert wurde. Bis vor einiger Zeit beherbergte es das leider sehr enttäuschende Restaurant Pumpenwerk. Seit Ende April ist nun Das Meisterstück am Start, um die ansonsten eher langweilige Gastronomie in Pasing zu bereichern.

Drinnen

Schon der Eingangsbereich mit den beiden großen Kühlschränken voller bunter Flaschen lässt keine Zweifel offen, welchem Motto sich das Meisterstück verschrieben hat: CRAFT BEER. Auch die Bar mit der „Tap-Wand“ hat hier ihren Platz gefunden. Dass die Zapfhähne hier nicht klassisch nebeneinander gereiht sind, sondern bis unter die Decke gehen, ist sicherlich eine witzige Idee. Bei großem Andrang könnte sich dies allerdings als unpraktisch erweisen, kann doch immer nur eine Person in Ruhe zapfen.

Das Meisterstück selbst kommt dank der Backsteinwände und der vielen witzigen Kuckucksuhren gemütlich, aber dennoch sehr schick daher. Da über 100 Gäste zur Eröffnungsfeier dem Aufruf nachkamen, sich mit einem mitgebrachten Flaschenöffner an der sogenannten Gipsy-Wand zu verewigen, gibt es zudem jede Menge ausgefallene Modelle zu bewundern. Besonders gut gefällt mir auch, dass die Möblierung nicht einheitlich ist: Fast kein Tisch oder Stuhl gleicht dem anderen.

Meisterstück Pasing Speisekarte

Die Getränkekarte des Meisterstücks ist ein Traum für jeden Craft Beer Fan! Wir haben die Qual der Wahl zwischen 122 Bierspezialitäten, die zum großem Teil von den jungen Wilden der Münchner Brauereiszene und dem Umland stammen. Neben Tilmans Biere, Hopfenhacker und Munich Brew Mafia finden sich aber auch internationale Sorten im Angebot. Und wer kein Bier mag, bestellt sich einfach Wein, Limonade oder Tee.

Meisterstück Pasing

Zum Craft Beer werden Gerichte aus regionalen Produkten wie Fleisch, Wurst, Brot und Gemüse serviert. Fleischliebhaber kommen dabei im Meisterstück ganz besonders auf ihre Kosten, denn Spareribs und Würste werden über dem offenen Buchenholzfeuer gegrillt. Außerdem kann Fleisch kann auch gegart und geräuchert werden. Natürlich gibt es auch eine kleine Auswahl an vegetarischen Gerichten. Diese gehen meiner Meinung nach aber eher als Vorspeise oder Appetithäppchen durch – aber gut, ich bin auch ein guter Esser. Eine richtige fleischlose Hauptspeise gibt es außer Tofu Currywurst nicht. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn Herr Wallygusto und ich finden trotzdem immer etwas Vegetarisches zu essen, was uns schmeckt.

Meisterstück Pasing (4)

Geschmack

Der warme Nieheimer Handkäse hätte für knapp € 7 allerdings ruhig ein wenig großzügiger auf dem Brot anwesend sein können. Die Beerenreduktion ist schön dick und fruchtig, der Salat frisch. Die Brotzeitplatte mit Käse & Brotkorb fällt großzügig aus – dafür fehlte leider das eingelegte Gemüse. Auf der dicken Scheibe Würmtaler Bauernkruste mit köstlichem Aprikosen-Rosmarin-Aufstrich sind leider noch zwei Scheiben Schinken oder Bauchspeck vom Grill platziert – das steht bei unserem Besuch so nicht in der Speisekarte. In unserem Fall ist das aber nicht so schlimm, denn unsere nicht-vegetarische Begleitung hat sich gerne geopfert. Und deswegen ist davon auf dem Foto auch nichts mehr zu sehen! 🙂 Das Pastrami Sandwich ist hingegen riesig, aber anscheinend ein wenig trocken. Ansonsten ist das Essen aber geschmacklich durchaus überzeugend!

Service

Der Service hat eine Woche nach Eröffnung noch ein wenig Sand im Getriebe, ist aber sehr freundlich und bemüht. Teilweise kommt es zu längeren Wartezeiten, aber so können wir wenigstens in Ruhe das nächste Bier auswählen.

Meisterstück Pasing

Preise

Leider passt das Preisgefüge unserer Meinung nach aber nicht ganz: Der warme Nieheimer Handkäse hätte für knapp € 7 ruhig ein wenig großzügiger auf dem Brot verteilt sein können. Die dicke Scheibe Würmtaler Bauernkruste mit Aprikosen-Rosmarin-Aufstrich kostet € 9. Und was das für eine Tofu Currywurst für knapp € 14 ist, wollen wir gar nicht erst herausfinden. Dagegen ist das ordentlich belegte Pastrami Sandwich fast ein Schnäppchen. Das Bier zum deftigen Essen gibt’s ab € 3,50. Dabei sollte man bei Studium der Karte aufpassen, in welcher Größe dieses ausgeschenkt wird – los geht’s ab 0,1 Liter.

Fazit

Auch wenn das Konzept des Meisterstücks in Pasing stimmig ist, ist der erste Eindruck ein wenig durchwachsen: Preis-Leistung stimmen unserer Meinung nach einfach (noch) nicht ganz. Wir werden aber trotzdem bald mal wieder auf ein Bierchen vorbeischauen!


Adresse:
Kaflerstraße 16, 81241 München

Café Restaurants

Max Eatery | Altstadt | Leider inzwischen für immer geschlossen

28. April 2017
Max Eatery Rischart | München

Wo es duftet und schmeckt – dieses Motto hat das Max Rischart’s Backhaus mit der neuen Max Eatery völlig neu interpretiert. In dem im August letzten Jahres eröffneten Café am Stachus sind Genuss & Design vereint: Bei einer Vielfalt von feinen Speisen und Getränken, serviert in modernem Wohlfühlambiente sollen die Gäste mit allen Sinnen genießen. Ich durfte damals bei der Eröffnung der Max Eatery dabei sein und habe Euch auf Facebook schon die ersten köstlichen Eindrücke gezeigt. Weil es mir wirklich sehr gut gefallen hat, wollte ich kurz danach eigentlich gleich wieder hin, um mir eine große Portion des legendären Kaiserschmarrns zu gönnen. Aber irgendwie hat es bis jetzt nicht geklappt – Ihr wisst ja, wie das ist. 😉

Drinnen 

Die Räumlichkeiten des etwas angestaubten Stacherias sind nicht wieder zu erkennen: Statt altmodischem Blümchenmuster und Eisdielen-Flair findet der (meist) weibliche Gast in der Max Eatery Macaron-Hocker und Tomaten-Sessel unter Besteck-Kronleuchtern. Das Ambiente ist trotz der modernen Einrichtung sehr gemütlich!

Speisekarte 

Das Speisenangebot fällt meiner Meinung nach ein wenig unspektakulärer als die Einrichtung aus: Burger mit Mango-BBQ-Dip und knusprigen Kartoffelspalten und Surf-and-Turf Salat mit Black-Tiger-Garnelenspieß gibt es in München inzwischen gefühlt an jeder Ecke. Leider gibt es nur eine überschaubare Auswahl an vegetarischen Gerichten – darunter auch die obligatorischen Käsespätzle und vegetarische Flammkuchenvariationen.

Natürlich ist die Max Eatery auch eine gute Location zum Frühstücken: Frischgepresster Orangensaft, Eiern von freilaufenden bayerischen Hühnern, handgemachte Croissants und Semmeln aus der Rischart Backstube und eine große Auswahl an Frühstücksspezialitäten garantieren einen entspannten Start in den Tag.

Geschmack 

Da ich ein wenig auf die schlanke Linie achten möchte, entscheide ich mich für Salat. Die Gratinierte Ziege (karamellisierter französischer Ziegenkäse an buntem Wildkräutersalat) überzeugt mich dabei vor allem durch die kandierten Walnüsse, die reichlich über den Salat gestreut wurden und einfach köstlich sind! Vom Balsamico-Senf-Dressing ist meiner Meinung nach ein wenig zu viel drauf. Der Salat war alles in allem nicht schlecht, aber das hatte ich auch schon besser!

Herr Wallygusto entscheidet sich für den Flammkuchen mit Schmand, Ziegenkäse & Honig. Darauf finden sich erfreulicher Weise die süßen, knackigen Walnüsse wieder. Sie verleihen dem eher einfachen Gericht das gewisse Etwas und wir können gar nicht genug von ihnen bekommen. Erwähnenswert ist auch der dünne, knusprige Teig. Alles in allem nicht schlecht!

Ein absolutes Highlight ist aber der kleine Gruß aus der Küche – Baguette mit blumigen, aber doch herben Olivenöl. Ich habe wirklich selten so ein Olivenöl probiert, das so dermaßen komplex im Geschmack war. Einfach toll!

Die Portionen sind übrigens ordentlich, Hunger haben Herr Wallygusto und ich nach dem Essen keinen mehr. Wer jedoch trotzdem noch ein kleines Hüngerchen verspüren sollte, der kann sich ja im Rischart-Backshop im Erdgeschoss noch ein Stück Datschi oder Apfelkuchen mitnehmen. 😉

Service 

Bei unserem letzten Besuch werden die Speisen von einer rustikal-freundlichen Bedienung mit bayrischem Dialekt serviert. Die Wartezeiten sind kurz und wir fühlen uns während unseres kurzen Besuches gut aufgehoben.

Preise 

Die Preise der Max Eatery entsprechen der prominenten Lage am Stachus: Helles gibt’s für € 4,40, Essen für € 13,20 (Gratinierte Ziege) bzw. € 9,80 (Flammkuchen Ziegenkäse-Walnuss).

Fazit 

Wieder können die Gerichte in der Max Eatery optisch und geschmacklich überzeugen. Und da die Portion Kaiserschmarrn ja immer noch aussteht, werde ich also bald wieder kommen! Hoffe ich zumindest! 😉

Die Max Eatery wurde leider zum 03.09.2017 geschlossen: Der Betrieb und die Gäste-Frequenz haben sich leider nicht so erfolgreich entwickelt, wie man es sich für dieses ambitionierte Projekt erhofft hattte. 

Adresse: Stachus 8, 80335 München