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Buchvorstellungen Magazin

„Dolci, Tartes und zauberhafte Kuchen backen“ von Melissa Forti | Kurzvorstellung

16. Oktober 2017
Dolci Tartes und zauberhafte Kuchen backen von Melissa Forti

Wer mich kennt, weiß, dass ich zwar gerne Kuchen esse, Backen aber nicht zu meinen größten Leidenschaften zählt. Schon oft habe ich mir in den letzten Jahren vorgenommen, mehr zu backen – umgesetzt habe ich diesen guten Vorsatz letzten Endes aber nie dauerhaft. Das Erstlingswerk Dolci, Tartes und zauberhafte Kuchen backen von Melissa Forti soll mir nun helfen, dieses Ziel zu erreichen!

Nach längeren Aufenthalten in London und Los Angeles ist Melissa Forti in der ligurischen Kleinstadt Sarzana sesshaft geworden. Dort hat sich die Kuchendesignerin, wie sie sich selbst nennt, mit Melissa’s Tea Room and Cakes einen lang gehegten Wunsch erfüllt. Schon allein diese Tatsache macht die Dame sehr sympathisch, denn ein eigenes Cafe ist ein lang gehegter Traum von mir.

In ihrem ersten Backbuch, das den Zauber ihres romantischen Tea Rooms einzufangen weiß, finden sich ihre 100 besten und beliebtesten Rezepte. Grandios-atmosphärische Aufnahmen der zauberhaften Köstlichkeiten in zeitgemäßer Bildsprache, verwoben mit Einblicken in die romantische Welt von Melissa Forti, verführen dazu, dass selbst ich sofort zu Rührbesen und Backform greifen möchte. Als erstes habe ich den Schokoladenkuchen mit Basilikum und Szechuanpfeffer gebacken. Diese Kombination klingt erst mal ziemlich ungenießbar. Tatsächlich harmoniert der Kakao aber perfekt mit dem würzigen Pfeffer und dem frischen Basilikum. Und wie es aktuell aussieht, wird mein nächstes süßes Werk wohl ein Gries-Ricotta-Kuchen werden. Oder backe ich doch lieber einen Whisky-Schokoladen-Gugelhupf? Am besten probiere ich wohl beide aus. 😉

Vielen Dank an den Prestel Verlag, der mir freundlicherweise das Buch für diesen Beitrag zur Verfügung gestellt hat. Wie immer bleibt davon meine Meinung unberührt. 

Brot | Brötchen Buchvorstellungen Lieblingsrezepte

Kerne-Samen-Brötchen | Buchvorstellung

12. Oktober 2017
Kerne-Samen-Brötchen | Brot-Brötchen | Buchvorstellung | www.wallygusto.de

Vor gar nicht allzu langer Zeit holten Herr Wallygusto und ich uns am Wochenende immer eine Tüte Semmeln beim Bäcker unseres Vertrauens. Was schon eine immense Verbesserung zu ganz früher darstellte, als wir uns mit Aufbacksemmeln oder Toasties über Wasser gehalten haben. Von Ausflügen zur nahen SB-Bäckerei mal abgesehen. Inzwischen haben wir aber festgestellt, dass nichts über selbstgebackenes Brot oder Semmeln geht. Und das es eigentlich sehr einfach ist, frische Frühstücksbrötchen selbst zu backen. Für Leute, die das ganz genauso sehen hat der FONA Verlag das Buch Brot-Brötchen herausgebracht. 😉

Autor

Ihre Leidenschaft fürs Kochen und Backen entdeckte Marianna Buser vor Jahren während eines Fahrradurlaubs in Italien. Mammas und Nonnas brachten sie dort auf den Weg ihrer Großmutter. Heute ist sie eidg. dipl. Koch und hat ein Kurs- und Gastlokal und ist viel beschäftigte Party- und Starköchin.

Optik

Brot-Brötchen kommt als handliches Hardcover (185 x 245 mm) daher und umfasst 128 Seiten. Von den insgesamt 40 Farbfotos sind 30 ganzseitig, was ich – als großer Liebhaber von Rezeptfotos – natürlich toll finde. Die Optik des Buches – wie übrigens auch der Fotos – ist klar und schnörkellos.

Aus dem Inhalt

  • Einführung | Backzutaten | Der gesundheitliche Wert des Getreides | Die Getreidesorten und ihre Backeigenschaften | Brot-Abc
  • Grundrezepte Step by Step
  • Aus echtem Schrot und Korn
  • Brötchen
  • Für besondere Anlässe
  • Aus den Regionen und aus aller Welt

Rezepte

Aus dem eigenen Backofen Brot und Brötchen selber backen liegt voll im Trend. Kein Wunder, schmeckt frisches Backwerk doch um Längen besser als solches, dass den halben Tag oder länger bei der Bäckerfiliale im Regal liegt. Immer mehr VerbraucherINNEN kommen auf den Geschmack, denn man muss kein Nostalgiker sein, um sich für Brot und Brötchen aus dem eigenen Ofen begeistern zu können. Was aus der Hausbäckerei kommt, ist aus natürlichen Zutaten entstanden und unwiderstehlich gut. Eine breite Getreidepalette, getreideverwandte Produkte, Nüsse, Samen, Gewürze und viele Zutaten mehr sind die Basis für die große Brotvielfalt.

In Brot-Brötchen stellt uns Marianna Buser für jeden Anlass das richtige Brot vor. Dabei lehrt sie uns, dass die Zutaten das Eine, die Zeit das Andere ist. Beim Brotbacken gehören Aktivität (rühren, kneten, formen usw.) und Ruhepausen (Teigruhe zum Aufgehenlassen) zusammen und müssen unbedingt eingehalten werden; nur so gelingt das Backen von Brot.

Kurzprofil

Titel: Brot – Brötchen
Autor: Marianna Buser
Herausgeber: FONA Verlag
ISBN: 978-3-03780-590-9
Preis: € 19,90

Ausprobiert

Wie bereits angesprochen, essen Herr Wallygusto und ich gerne frische, selbst gebackene Semmeln zum Frühstück. Wir haben daher bereits vor einiger Zeit Kerne-Samen-Brötchen ausprobiert. Das Ergebnis war okay, aber „unsere“ Quarkbrötchen sagen uns einfach mehr zu – auch, weil die Zubereitung um einiges schneller geht.

Kerne-Samen-Brötchen | Brot-Brötchen | Buchvorstellung | www.wallygusto.de

Zutaten für 10 Brötchen
  • 5 EL Leinsamen
  • 100 ml Wasser
  • 15 g frisch Hefe
  • 1 TL Honig
  • 100 ml (lauwarmes) Wasser
  • 400 g Dinkelvollkornmehl
  • 1,5 TL Meersalz
  • 1 EL Sesamsamen
  • 1 EL Mohnsamen
  • 1 EL Sonnenblumenkerne
  • 2 EL Kürbiskerne

Zubereitung

Leinsamen über Nacht im Wasser einweichen.

Frische Hefe mit Honig und Wasser verrühren.

Mehl in eine Rührschüssel geben und eine Vertiefung hinein drücken. Hefeflüssigkeit in die Vertiefung geben und 1 TL Mehl unterrühren. Vorteig mit einem feuchten Geschirrtuch zudecken und an einem warmen Ort 15 Minuten gehen lassen.

Meersalz unter den Vorteig rühren. Leinsamen mit Flüssigkeit zugeben und in der Küchenmaschine in ca. 4 Minuten zu einem Teig verkneten. Samen und Kerne (außer Kürbiskernen, die kommen bei uns auf die Brötchen) in den Teig einarbeiten und anschließend wieder mit einem feuchten Tuch zudecken. Vorteig an einem warmen Ort auf das doppelte Volumen aufgehen lassen.

In der Zwischenzeit den Backofen auf 230 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Teig in 10 gleich große Portionen teilen, Kugeln formen und auf ein eingefettetes Blech leben. Mit Wasser bestreichen und mit Kürbiskernen bestreuen. Nochmals 10 Minuten gehen lassen.

Brötchen auf der mittleren Schiene bei 230 Grad 10 bis 12 Minuten im Ofen backen.

Fazit

Obwohl ich Brot – Brötchen beim ersten Durchblättern recht ansprechend fand, wollte der Funke letzten Endes dann doch nicht überspringen. Das – zusammen mit fehlender Zeit und Bequemlichkeit – sind auch der Grund, warum wir bisher nur dieses eine Rezept ausprobiert habe. Ich denke aber trotzdem, dass es ein schönes Buch für alle ist, die sich einmal an selbst gebackenen Brot und Brötchen aus dem eigenen Ofen versuchen wollen.

Vielen Dank an den FONA Verlag, der mir das Buch freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

Buchvorstellungen

A Modern Way to Cook | Kurzvorstellung

23. Juni 2017

Könnt Ihr Euch noch an das Kochbuch a modern way to eat von Anna Jones erinnern? Es handelte sich damals um das erste Buch, das auf umweltfreundlichem und vollkommen biologisch abbaubarem Apfelpapier gedruckt wird. Von den interessanten vegetarischen Rezepten mal ganz zu schweigen! Jetzt hat der Shootingstar der vegetarischen Küche nachgelegt: In A Modern Way to Cook präsentiert Anna Jones 150 schnelle Rezepte, die im Handumdrehen zubereitet sind und einfach köstlich schmecken. Gleich das erste Gericht, dass Herr Wallygusto und ich nachgekocht haben, war ein Knaller: Schon jetzt sind wir süchtig nach dem 30-Minuten-Süßkartoffelchili! Und den One-Pot-Spaghetti mit Grünkohl, Tomaten und Zitrone! Die nächsten Wochen werden wir natürlich noch ein wenig mehr aus A Modern Way to Cook ausprobieren. Eine ausführliche Rezension gibt’s dann selbstverständlich auch! 😉

Vielen Dank an den Mosaik Verlag, der mir das Buch kostenlos und unverbindlich zur Verfügung gestellt hat.

Buchvorstellungen Kartoffeln | Hülsenfrüchte Lieblingsrezepte

Linsen-Kartoffel-Eintopf mit (Bergkräuter-) Pesto | ALPENKÜCHE vegetarisch | Buchvorstellung

13. April 2017
Linsen-Kartoffel-Eintopf mit (Bergkräuter-)Pesto | ALPENKÜCHE vegetarisch | Buchvorstellung

Neben Kochen und dem Verzehr von köstlichen Speisen gehört Wandern zu den liebsten Hobbies von Herrn Wallygusto und mir. Toll daran ist, dass wir oft beide Leidenschaften miteinander verbinden können, denn nicht selten kehren wir während einer Bergtour auf einer Hütte für einen Kaiserschmarrn oder eine Portion Spinatknödel ein. Leider können wir aber berufsbedingt nicht jeden Tag zum Wandern fahren und es gibt auch Wochenende, da mag das Wetter einfach nicht mitspielen. Wie gut, dass Cornelia Schinharl inzwischen das wundervolle Kochbuch ALPENKÜCHE vegetarisch herausgebracht hat – so können wir uns zukünftig zumindest einen Teil der Hüttengaudi nach Hause holen. 😉

ALPENKÜCHE vegetarisch

Autor

München, Hamburg, Berlin, Frankreich, Italien, Asien – ihre Neugier trieb Cornelia Schinharl durch die Welt. Mittlerweile ist sie aber sesshaft geworden und lebt in der Schweiz, ganz nah am Berg. Viele Erfahrungen später machte sich Cornelia Schinharl als Kochbuchautorin selbstständig. Über 50 Bücher sind bereits von ihr erschienen. Dabei bleibt sie ihren Idealen, der modernen, natürlichen Küche mit hochwertigen Zutaten, aber immer treu. Ihre Markenzeichen sind Kompetenz, Kreativität und Qualität.

Optik

Schon das Cover von ALPENKÜCHE vegetarisch gefällt mir sehr gut, denn das kleine Herzerl-Fenster ist liebenswert und rustikal – wie die Küche der Berge! Auch mag ich, dass der Einband nicht nur wie Holz aussieht, sondern sich durch die strukturierte Oberfläche auch ein wenig so anfüllt. Die vier außen abgebildeten Gerichte machen sofort Lust, das Buch aufzuschlagen und nach den jeweiligen Rezepten zu suchen.

Im Inneren überzeugt ALPENKÜCHE vegetarisch mit großen, ansprechenden Rezeptfotos – auch wenn leider nicht jedem Rezept eines gewidmet wurde! Sehr schade! Außerdem gibt’s ein paar tolle Landschaftsaufnahmen obendrauf, die Lust auf die nächste Wanderung in den Bergen machen.

ALPENKÜCHE vegetarisch

Aus dem Inhalt

  • Vorwort
  • Brotzeit und Jause
  • Aus dem Suppentopf
  • Knödel, Pasta & Co.
  • Deftiges aus dem Ofen
  • Mehlspeisen und Gebäck
  • Register

Rezepte

Von der Zugspitze in die Dolomiten, vom Aostatal nach Arosa: ALPENKÜCHE vegetarisch nimmt jeden mit auf eine kulinarische Entdeckungstour durch die Alpen. Denn auf die deftige Alpenküche sollte keiner verzichten, ob an der Küste oder in der Tiefebene. Wie schön, dass der Genuss auch ohne Gipfelklimmen zu erreichen ist: In der heimischen Küche mit den Sehnsuchts-Rezepten von Cornelia Schinharl. Die ist selbst durch die Berge gereist, um zu sehen, woher der Almkäs kommt, wie der Strudelteig perfekt gelingt und warum die Wildkräuter dieses unvergleichliche Aroma haben. Fotoreportagen direkt von den Almen geben dem Leser dabei das Gefühl, dabei selbst vor Ort gewesen zu sein.

Aber auch die vielen ansprechenden Rezepte versprechen Hüttengaudi für zuhause: Käsebrettl und Kaiserschmarren, Älplermagronen und Rote-Bete-Knödel mit Mohnbutter, Walliser Kartoffelkuchen und Rösti zum Beispiel. Und das Ganze ganz ohne Fleisch – denn ein Alpenkochbuch braucht kein Fleisch, um einfach der Gipfel des Genusses zu sein.

Herrn Wallygusto und mir gefallen die Rezepte sehr gut, denn wir mögen einfache, deftige Gerichte. Und wenn dann auch noch viel aromatischer Bergkäse im Spiel ist, umso besser! Schön ist auch, dass die Anleitungen kurz & knackig und leicht verständlich sind. Nicht, dass die Gerichte jetzt arg kompliziert zu zubereiten wären, aber ich möchte ein Rezept nicht zwei- oder gar dreimal lesen müssen, um auch nur ansatzweise zu verstehen, was ich mit den einzelnen Zutaten machen soll.

ALPENKÜCHE vegetarisch

Kurzprofil

Titel: Alpenküche vegetarisch
Autor: 
Cornelia Schinharl
Herausgeber: ZS Verlag
ISBN: ISBN 978-3-89883-632-6
Preis: € 24,90

Ausprobiert

Da in unserer Vorratskammer immer mehr als genug Linsen zu finden sind, fiel unsere erste Wahl auf den Linsen-Kartoffel-Eintopf mit Bergkräuter-Pesto. Da wir selten Rezepte 1:1 nachkochen, haben wir ein paar Anpassungen vorgenommen: Statt Möhre* und Knollensellerie* kam gleich ein ganzer Bund Suppengrün zum Einsatz und die Bergkräuter** wurden durch Basilikum und der Petersilie aus dem Suppengrün ersetzt. Geschmeckt hat der Eintopf trotzdem ganz wunderbar!

Linsen-Kartoffel-Eintopf mit (Bergkräuter-)Pesto | ALPENKÜCHE vegetarisch | Buchvorstellung

Zutaten für 2 Personen

  • 175 g Berglinsen (oder braune, grüne oder schwarze Linsen)
  • 6 Wacholderbeeren
  • 1 Bund Suppengrün* (Möhre, Knollensellerie, Petersilienwurzel, Lauch, Petersilie**), klein gewürfelt
  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
  • 250 g festkochende Kartoffeln, geschält, gewaschen und in 1 cm große Würfel geschnitten
  • 10 g Butterschmalz
  • 1 TL Zucker
  • ¼ l Gemüsebrühe
  • 1 Handvoll Basilikum
  • 2 EL Haselnusskerne, gehackt & geröstet
  • 3 EL Öl (z.B. Nussöl oder Rapsöl)
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • ca. 2 EL Nussessig (ersatzweise Apfelessig)

Zubereitung

Linsen in einem Sieb kalt abbrausen und abtropfen lassen, dann ein einen Topf geben und mit reichlich Wasser bedecken. Wacholderbeeren in ein Tee-Ei oder einen Papier-Teefilter füllen und dazugeben. Berglinsen mit halb aufgelegten Deckel bei schwacher bis mittlerer Temperatur etwa 20 Minuten nicht ganz weich köcheln.

Butterschmalz in einem großen Topf mit dem Zucker erhitzen, dann Suppengrün, Zwiebel und Kartoffeln zugeben und kurz mitbraten.

Berglinsen in ein Sieb abgießen und abtropfen lassen, die Wacholderbeeren entfernen. Linsen zur Gemüsemischung geben und Brühe angießen. Alles mit geschlossenem Deckel 10 bis 15 Minuten köcheln lassen, bis Linsen und Kartoffeln schön weich sind.

Fazit

ALPENKÜCHE vegetarisch ist ein tolles Buch für alle, die gerne deftig & vegetarisch essen. Die Älplermagronen mit Apfelschnitzen und der Linsen-Kartoffel-Eintopf waren ein Traum, mehr wird bald noch ausprobiert. Auch optisch überzeugt das kompakte Kochbuch, denn es gibt nicht nur ansprechende Bilder der Rezepte sondern auch schöne Landschaftsbilder.

Vielen Dank an den ZS Verlag, der mir das Buch freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Wie immer bleibt davon meine Meinung unberührt. 

Buchvorstellungen

ALPENKÜCHE vegetarisch | Kurzvorstellung

3. März 2017
ALPENKÜCHE vegetarisch

Warum Herr Wallygusto & und ich so gerne zum Wandern gehen? Weil wir gerne in Berghütten einkehren, um dort Kaspressknödel oder Kaiserschmarrn zu schnabulieren! Okay, dass ist nicht der einzige Grund – natürlich macht es auch Spaß, sich an der frischen Luft zu bewegen und die schöne Landschaft um einen herum zu genießen. Aus diesem Grund ist es besonders im Sommer sehr schade, wenn das Wetter nicht mitspielt und wir unsere Freizeit in der Bude verbringen müssen. Ein Glück, dass wir dank Cornelia Schinharl trotzdem nicht auf Hüttengaudi für den Gaumen verzichten müssen: In ihrem neuen Buch ALPENKÜCHE vegetarisch nimmt sie uns mit auf eine kulinarische Entdeckungstour und verwöhnt uns mit vegetarischen Sehnsuchts-Rezepten wie Erdäpfelkas, Käsesalat und Linsen-Kartoffel-Eintopf mit Bergkräuter-Pesto! Ob die Rezepte in ALPENKÜCHE vegetarisch wirklich „einfach der Gipfel“ sind, erfährt Ihr bald auf dem Blog! 😉

Kurzprofil

Titel: Alpenküche vegetarisch
Autor:  
Cornelia Schinharl
Herausgeber: ZS Verlag
ISBN: ISBN 978-3-89883-632-6
Preis: € 24,90

Aus dem Inhalt

  • Vorwort
  • Brotzeit und Jause
  • Aus dem Suppentopf
  • Knödel, Pasta & Co.
  • Deftiges aus dem Ofen
  • Mehlspeisen und Gebäck
  • Register

Vielen Dank an dieser Stelle an den ZS Verlag, der mir das Buch kostenlos und unverbindlich zur Verfügung gestellt hat.

Buchvorstellungen Eingemachtes Lieblingsrezepte

Zwetschgen-Chutney mit Korinthen | Natürlich einmachen | Buchvorstellung

29. September 2016
Einfach einmachen - Zwetscheng-Chutney mit Korinthen

Wenn ich an Eingemachtes denke, fällt mir als erstes der süße Kürbis meiner Oma ein – den gab es in meiner Kindheit immer in Kombination mit Mehlspeisen. Wie genau dieser Kürbis nun zubereitet oder was für ein Gericht das genau war, weiß ich heute leider nicht mehr – viel zu lange sind diese schönen, süßen Zeiten schon vorbei. Auch ist meine liebe Oma inzwischen verstorben, so dass ich sie nicht mehr nach ihrem Rezept fragen kann.

Zeit genug also, das Thema Einmachen endlich selbst anzugehen! Zu recht viel mehr als ein paar Gläsern Chutney hat es nämlich bisher leider nicht gereicht. Schon erstaunlich, denn eigentlich esse ich wirklich sehr gerne Marmelade oder süß-sauer eingelegtes Gemüse. Klar kann man diese Dinge auch ganz einfach und schnell im Supermarkt kaufen – was ich auch viel zu häufig tue. Aber man sollte dabei nicht vergessen: Nur frisch ist besser und gesünder.

Da ich mit diesem Denken nicht allein bin, kommt Einmachen inzwischen langsam wieder voll in Mode. Und zum Glück gibt es inzwischen eine ganze Reihe von Büchern zu diesem Thema. Eines, dass auch für Anfänger wie mich sehr geeignet scheint, ist Natürlich einmachen von Anna Spreng.

Einfach-einmachen-Zwetschgen-Chutney mit Korinthen
Autor

Anna Spreng war früher Hauswirtschaftslehrerin und ist Gärtnerin aus Passion. Ihr Spezialgebiet ist das Haltbarmachen von Lebensmitteln, das sie auch in Kursen weitergibt.

Optik

Auf 189 Seiten bietet Natürlich einmachen geballtes Einmachwissen: Einsteiger werden so rasch vertraut mit den verschiedenen Einmachmethoden, für Leute mit Praxis ist es ein nützliches Nachschlagewerk. Das Hardcover ist mit einem Format von 185 x 240 mm schön handlich, die Aufmachung generell sehr hochwertig. Der positive Eindruck setzt sich beim Durchblättern von Natürlich einmachen (Leseprobe) fort: Viele Schritt für Schritt-Fotos zeigen, wie die Rezepte zubereitet werden, große Rezeptfotos machen Lust aufs Ausprobieren. Insgesamt finden sich in Einfach eingemacht 47 ganzseitige Foodfotos und 192 Step- und Produktfotos, also ein Kochbuch ganz nach meinem Geschmack!

Natürlich einmachen - FONA Verlag

 

Aus dem Inhalt

  • Die besten Einmachmethoden Step by Step
  • Kochend einfüllen Früchte und Beeren für Konfitüren, Saft, Sirup, Gelee, Kompott, Püree und Chutney
  • Sterilisieren Früchte, Gemüse, Pilze
  • Milchsäuregärung Gemüse
  • Trocknen – Dörren Früchte, Gemüse, Kräuter, Pilze
  • Tiefkühlen Früchte und Gemüse
  • Vorräte überwintern Früchte, Gemüse, Kräuter, Nüsse
  • Aromatisieren von und mit Salz, Öl und Essig

Rezepte

Ich habe mich bisher nie wirklich viel mit dem Einmachen beschäftigt – die bereits erwähnten Chutneys, zählen da ja auch eher nicht. Daher bin ich sehr erstaunt, wie viele Möglichkeiten es tatsächlich gibt, die Ernte aus dem Garten, Gesammeltes aus dem Wald und Wiese oder Saisonangebote vom Markt zu konservieren – Trocknen, Dörren, Pasteurisieren oder eben süß-sauer Einmachen. Sirup aus Holunderblüten, Zwetschgen dörren oder Lagergemüse überwintern sind dabei nur drei von Dutzenden von Rezepten/Anleitungen zum Haltbarmachen von Lebensmitteln.

In Natürlich einmachen wird jede Konservierungsart ausführlich und leicht verständlich vorgestellt – dabei kommen keinerlei Zusatzstoffe zum Einsatz! Da dabei auch schonend mit den Lebensmitteln umgegangen wird, werden die Kriterien einer modernen, vitalstoffreichen Ernährung erfüllt. Ergänzend gibt es noch einen nützlichen Saisonkalender, Hinweise zum Zeit und Energieaufwand, genauen Angaben zur Lagerdauer und den benötigten Utensilien.

Kurzprofil

Titel: Natürlich einmachen Beeren, Obst, Gemüse und Kräuter haltbar machen
Autor: 
Anna Spreng
Herausgeber:  FONA Verlag
ISBN:  978-3-03780-588-6
Preis: € 29,90

Ausprobiert

Weil ich inzwischen ein großer Fan von Zwetschgen bin, habe ich mich für das Zwetschgen-Chutney mit Korinthen entschieden. Außerdem passt das bestimmt ganz hervorragend zum heiß & innig geliebten Ziegenkäse. Oder zu Brie.  Oder Romadur. Das Rezept wird kurz und verständlich erläutert, die Zubereitung geht mir somit schnell und ohne Probleme von der Hand. Ich würde nur das nächste Mal die Zwetschgen etwas kleiner schneiden, denn beim Kochen sind die Stücke nicht richtig zerfallen und sind so auf dem Käsebrot etwas sperrig. 😉

Einfach einmachen - Zwetscheng-Chutney mit Korinthen
Zutaten

  • 1 kg Zwetschgen, halbiert und entsteint, Stielansatz keilförmig entfernt
  • 250 g Zwiebeln, geschält und fein gewürfelt
  • wenig frischer Ingwer, geschält und fein gewürfelt
  • 12 schwarze Pfefferkörner
  • 150 g Vollrohrzucker
  •  1 TL gelbe Senfkörner
  • Zimtstange
  • Gewürznelken
  • 200 ml Rotweinessig
  • 150 g Korinthen oder Rosinen

Zubereitung

Alle Zutaten aufkochen und bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren dickflüssig einkochen; das hat bei mir etwa 40 Minuten gedauert. Zimtstange entfernen.

Heißes Zwetschgen-Chutney in sterilisierte, noch heiße Gläser füllen und anschließend sofort verschließen.

Fazit

Natürlich einmachen ist ein rundum praktisches Buch, dass meiner langsam erwachenden Lust auf das Einmachen noch mehr Feuer gibt! Schade nur, dass unsere Vorratskammer zu klein ist, um einen richtig großen Vorrat an Marmelade, Chutney und Essiggürkchen anzulegen.

Vielen Dank an den FONA Verlag, der mir das Buch freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

Kartoffeln | Hülsenfrüchte Lieblingsrezepte Vegan

Indisches Kichererbsencurry mit Raita | #blogeventhülsenfrüchte

21. März 2016
(Veganes) Kichererbsencurry mit Raita

Herr Wallygusto und ich sind bekennende Liebhaber von Kichererbsen, Linsen & Co.. Kein Wunder, dass dieses vegane Kichererbsencurry aus Das große Buch der Vegetarischen Küche (Affiliate Link) seit Jahren zu unseren absoluten Lieblingsrezepten gehört: Es ist einfach, relativ schnell zubereitet und eignet sich auch hervorragend für Gäste. „Aufhübschen“ lässt sich das Kichererbsencurry übrigens hervorragend mit indischem Gurkensalat in Joghurt, dem so genannten Raita. Wer es vegan mag, lässt das Raita einfach weg oder verwendet eine Alternative aus Sojamilch.

(Veganes) Kichererbsencurry mit Raita

Zutaten für 2 Personen

Für das Kichererbsencurry:
  • 1 große Zwiebel, in feinen Ringen
  • 2 Knoblauchzehen, zerdrückt
  • 1 EL Rapsöl
  • 1 TL Chilipulver
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 EL gemahlener Kreuzkümmel (Cumin)
  • 1 EL gemahlener Koriander
  • 125 g getrocknete Kichererbsen, über Nacht eingeweicht
  • 1 Dose Tomaten, gehackt
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 TL Garam Masala
Für das Raita:
  • 1/2 Salatgurke, geschält und grob geraspelt
  • 150 g Natur- oder Sojajoghurt
  • 1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel (Cumin)
  • 1/2 TL Garam Masala
  • 1/2 TL Salz
  • etwas schwarzen Pfeffer, frisch gemahlen

Zubereitung

Kichererbsen ca. eine Viertelstunde kochen, dann abgießen. Anschließend Öl in einem tiefen Topf erhitzen und Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze anbraten. Nach etwas 5 Minuten Knoblauch dazugeben und so lange anbraten, bis die Zwiebeln schön weich sind.

Alle Gewürze außer Garam Masala in den Topf geben und ca. 1 Minute rühren.

Jetzt Kichererbsen, Tomatenstücke und Tomatenmark dazugeben und gut miteinander verrühren. Kichererbsencurry bei schwacher Hitze im geschlossenen Topf 20 Minuten garen; gelegentlich umrühren.

Nun ist genug Zeit, um das Raita zu zu breiten: Hierfür einfach die Gurke mit Joghurt und Gewürzen vermischen. Das Raita im Kühlschrank lagern, bis das restliche Essen fertig ist.

Anschließend Garam Masala in des Kichererbsencurry einrühren und nochmal 10 Minuten garen, bis die Kichererbsen durch sind.

Mit Reis oder selbst gebackenem Naan oder Fladenbrot servieren, das Raita dazu reichen.

Blogevent – International Year of Pulses 2016

Und da Hülsenfrüchte wie Kichererbsen nicht nur lecker, sondern auch unglaublich gesund sind, haben die Vereinten Nationen 2016 zum Internationalen Jahr der Hülsenfrüchte ernannt. Matthias von Culinary Farm hat diese Gelegenheit gleich beim Schopf gepackt und den kleinen Kerlchen ein ganz besonderes Blogevent spendiert: Jeder, der einen Blog betreibt, kann das GANZE Jahr über Rezepte mit Hülsenfrüchten als Hauptzutat einreichen. 

 

Lieblingsrezepte Nudeln | Reis

Rosenkohl-Risotto mit Estragon, Thymian & Zitrone

8. Februar 2016
Risotto mit Rosenkohl, Zitrone & Estragon

Geburtstag haben ist schon was Schönes! Vor allem, wenn man auch in der Arbeit von den Kolleginnen beschenkt wird! Wie üblichen haben die Lieben gesammelt und mich mit einem Kochbuch beglückt! Wie der Zufall so will, war es eines, das ich mir schon lange, lange gewünscht habe: Vegetarische Köstlichkeiten (Affiliate Link) von Yotam Ottolenghi.

Schon beim ersten Durchblättern war ich hin & weg! Ihr könnt Euch sicher vorstellen, dass es Herrn Wallygusto ähnlich ging. Alle Gerichte (vor allem die mit Linsen, Bohnen & Kichererbsen) klingen danach, unbedingt ganz schnell mal ausprobiert zu werden. Die Auswahl des ersten Rezeptes aus diesem tollen Kochbuch fiel uns also denkbar schwer. Da wir aber schon ewig keinen Rosenkohl mehr hatten und Risotto ja eigentlich immer geht, haben wir uns schließlich für das Rosenkohl-Risotto mit Estragon, Thymian & Zitrone entschieden. Rosenkohl im italienischen „Breigericht“ mag zwar erst ein wenig befremdlich klingen, aber glaubt mir: Die Kombination ist einfach traumhaft lecker! Wie immer haben wir das Rezept natürlich ein wenig abgewandelt. 😉

Herr Wallygusto und ich sind nicht die einzigen, die gerne Köhlchen essen: Eva von evchenkocht ist so begeistert von dem ganzen Kraut, dass sie ihm das Blog-Event CXVI – German Krautköpfe gewidmet hat.

Risotto mit Rosenkohl, Zitrone & Estragon

Zutaten für 2 Personen

  • 1 EL Butter
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 1 große Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1 EL Thymianblättchen
  • 1 Bio-Zitrone, von einer Hälfte die Schale in feine Streifen geschnitten, von der anderen Hälfte die Schale fein gerieben
  • 200 g Risottoreis
  • 250 g geputzter Rosenkohl, davon 1/3 in dünne Scheiben geschnitten, 2/3 geviertelt
  • 1 Schuss Sherry
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • Rapsöl zum Frittieren
  • 25 g Parmesan, grob gerieben
  • 30 g Gorgonzola, grob gewürfelt
  • 4 Zweige Estragon, fein gehackt
  • Meersalz, frisch gemahlen
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1 TL Zitronensaft

Zubereitung

Butter und Öl in einem großen Topf bei mittlerer Temperatur erhitzen. Anschließend Zwiebeln zugeben und unter gelegentlichem Rühren ca. 10 Minuten andünsten, bis sie weich sind. Nun Knoblauch, Thymian und Zitronenschalen dazugeben und 2 Minuten mitbraten.

Reis zusammen mit den Rosenkohl-Scheiben zufügen unter häufigem Rühren 1 Minuten anbraten. Mit Sherry ablöschen und 1 Minute köcheln lassen, mit Brühe aufgießen, so dass alles mit Flüssigkeit bedeckt ist. Deckel drauf, aufkochen lassen und einmal umrühren. Dann bei kleiner Hitze und geschlossenem Deckel 5 Minuten kochen lassen. Weitere 5 Minuten unter gelegentlichem Rühren köcheln und Bedarf Brühe nachgießen.

Während der Reis kocht, Rapsöl etwa 1 cm hoch in einen kleinen Topf gießen und bei hoher Temperatur erhitzen. Sobald das Rapsöl sehr heiß ist, vorsichtig die Rosenkohlviertel portionsweise hineingeben und ca. 2 Minuten frittieren. Bitte darauf achten, dass der Rosenkohl gut abgetrocknet ist, sonst spritzt es noch mehr als es das eh schon tut! Wenn der Rosenkohl goldbraun und knusprig ist, mit einer Schaumkelle herausholen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Parmesan zusammen mit Gorgonzola und Estragon unter das Risotto rühren. Wenn der Gorgonzola geschmolzen ist, vorsichtig die Hälfte des frittierten Rosenkohls unterrühren.

Risotto mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und auf Teller verteilen. Mit abgeriebener Zitronenschale und den restlichen Rosenkohlvierteln bestreut servieren.

 

Blog-Event CXVI - German Krautköpfe (Einsendeschluss 15. Februar 2016)

Buchvorstellungen Lieblingsrezepte Soja | Tempeh | Seitan Vegan

Gebratene Glasnudeln mit Tempeh | Indonesisch vegetarisch | Buchvorstellung

1. Februar 2016
Indonesien vegetarisch - Gebratene Glasnudeln mit Tempeh

Als Vegetarier oder Veganer hat man es oft nicht leicht: In bayrischen Lokalen beschränkt sich die Auswahl leider sehr oft auf Käsespätzle oder Gemüseplatte. Aber nicht nur deswegen gehen Herr Wallygusto und ich so gerne zum Inder, Vietnamesen oder Thailänder: Auch der Geschmack spielt natürlich eine große Rolle! Warum wir aber bisher Indonesisch noch nicht ausprobiert haben, ist mir ein echtes Rätsel! Umso mehr hat es uns beide also gefreut, als wir vom HÄDECKE Verlag mit dem neuen Kochbuch Indonesisch vegetarisch überrascht wurden! Schon nach kurzem Durchblättern war klar: Das Gastland der Frankfurter Buchmesse 2015 hat kulinarisch wirklich einiges zu bieten!

Indonesien vegetarisch

Autor

Jenny Susanti, geboren in Bandung, der Provinzhauptstadt von Westjava, Indonesien, lebt seit 1980 in Deutschland. Sie studierte Lebensmitteltechnologie und Ernährungswissenschaften in Berlin und Hamburg. Seit Anfang der 1990er Jahre arbeitet die Diplom-Ökotrophologin als Rezeptentwicklerin, Food-Journalistin und -Stylistin für viele namhafte Zeitschriften und Verlage in Deutschland. Ihre große Liebe zum Kochen ist in all ihren Produktionen zu spüren. Jedes Jahr besucht sie für mehrere Wochen ihre Familie auf Java.

Der Fotograf Andreas Wemheuer, geboren in Hannover, ist ein leidenschaftlich Reisender. Er begeistert sich auf seinen Streifzügen rund um die Welt nicht nur für Länder, Kulturen und das Leben der Menschen, sondern auch immer für die kulinarischen Besonderheiten vor Ort. Seit den frühen 1990er Jahren arbeitet der Wahlhamburger in seinem Studio im Stadtteil Ottensen und deutschlandweit als Fotograf für namhafte Design- und Werbeagenturen sowie für Verlage und Marketingabteilungen großer Konzerne.

Optik

Indonesisch vegetarisch hat – wie viele Bücher von HÄDECKE – ein sehr handliches Format. Aber anders als die mir bisher bekannten Kochbücher dieses Verlages, hat dieses ein Softcover verpasst bekommen.

Andreas Wemheuers Bilder von Küche, Land und Menschen sind sehr stimmungsvoll und absolut fernweh-auslösend. Dabei könnte ich glatt vergessen, dass nicht jedem Rezept in Indonesisch vegetarisch ein eigenes Foto gewidmet wurde.

Rezepte

Jenny Susanti zeigt uns mit viel Liebe und Leidenschaft, wie abwechslungsreich die vegetarische Küche ihrer Heimat Indonesien ist. Schnell wird dabei klar, dass ohne Reis gar nichts geht: Er wird hier bis zu dreimal pro Jahr geerntet und ohne ihn ist eine indonesische Mahlzeit einfach nicht vollständig. Herrn Wallygusto und mir ist das nur allzu recht, denn wir lieben Reis über alles! Genauso wie Chilisaucen, die sogenannten Sambals. In unterschiedlichen Schärfegraden werden sie in Indonesien zu wirklich jedem Gericht gereicht.

Weitere typische Zutaten der indonesischen Küche sind Nudeln, Maniok oder Yamswurzeln, Erdnuss-Sauce und Kokosmilch sowie exotische Früchte wie Durian oder Jackfrucht, die ich nur vom Namen her kenne. Aber auch Tofu und Tempeh, eine Art fermentierter Sojakuchen, der u.a. für Saté-Spießchen verwendet wird, kommen häufig zum Einsatz.

Indonesien vegetarisch - Warenkunde

Damit bei der ganzen bunten Vielfalt keiner den Überblick verliert, ist Indonesien vegetarisch in folgende Kapitel unterteilt:

  • Warenkunde

Hier werden Gewürze und Kräuter sowie Obst und Gemüse erläutert, die in der indonesischen Küche verwendet werden. Außerdem erfahren wir, welche lagerfähigen Zutaten zukünftig nicht mehr in unserer Vorratskammer fehlen dürfen.

  • Snacks und kleine Gerichte

Salate, diverse pikant gefüllte Rollen und Teigtaschen- hier finden sich allerlei Leckereien, die man in Indonesien zu jeder Tages- und Nachtzeit an jeder Ecke auf die Hand bekommt.

  • Suppen

Herr Wallygusto und ich sind alles andere als Suppenkasper: Wie gut, dass Suppe in Indonesien kein Vorspeise sondern Hauptmahlzeit ist! Das die meisten Suppen mit Kokosmilch und Zitronengras zubereitet werden ist für uns dabei das Tüpfelchen auf dem i!

  • Chilipasten

An mindestens eines der insgesamt neun Rezepte für Chilipaste werden wir uns auf jeden Fall in naher Zukunft heranwagen. Besonders für die nächste Grillsaison hätten wir gerne so ein Gläschen feuriges Sambal!

  • Reis- und Nudelgerichte

Wie bereits erwähnt, ist Reis ein sehr wichtiger Bestandteil der indonesischen Küche. In diesem Land gibt es kein Gericht ohne Reis! Selbst wenn Nudelgerichte serviert werden, gibt es zusätzlich immer Reis als Beilage. Das gefällt Herrn Wallygusto und mir besonders gut, denn wir essen sowohl Nudeln als auch Reis für unser Leben gern!

  • Hauptgerichte

Hier finden sich genug Inspirationen, um eine Reistafel aus vier bis fünf Hauptgerichten zusammenzustellen. Die Auswahl reicht hierbei von Auberginen-Chili-Gemüse über Bohnen-Kokosnuss-Salat bis zu Kartoffel-Chili-Gemüse.

  • Süßspeisen

Herr Wallygusto und ich essen zwar gerne Süßspeisen, die Zubereitung kommt bei uns aber immer ein wenig zu kurz. Vielleicht ändert sich das ja nun angesichts von Kokosmilchcrepes, Süßkartoffelbällchensuppe und vielen anderen ansprechenden Rezepten für kleine Mahlzeiten und Snacks.

  • Getränke und Fruchtcocktails

Für die „kalten“ Nächte sind in Indonesien heiße Getränke mit Ingwer, Zimt, Nelken oder Kardamom vorgesehen. Wenn es heiß ist, gibt es statt kühler Getränke oft einfach nur Früchte in Crushed ice – so simpel, so gut!

Inwieweit die Gerichte in Indonesisch vegetarisch authentisch sind, kann ich natürlich nicht beurteilen, da ich noch nie in Indonesien war. Spannend klingen die Rezepte aber allemal. Und alles, was wir bisher ausprobiert haben, war sehr, sehr lecker.

Indonesien vegetarisch - Rezepte

Kurzprofil

Titel: Indonesien vegetarisch                          
Autor: Jenny Susanti, Andreas Wemheuer                        
Herausgeber: HÄDECKE Verlag            
ISBN: 978-3-7750-0683-5
Preis: € 14,95     

Ausprobiert

Bisher haben wir aus Zeitgründen leider nur zwei Rezepte ausprobiert: Kartoffel-Chili-Gemüse und Gebratene Glasnudeln mit Tempeh. Beide Gerichte sind einfach zuzubereiten und sind einfach köstlich! Da ich bisher leider recht wenig mit Tempeh gekocht habe, möchte ich Euch an dieser Stelle das schnelle, unkomplizierte Nudelgericht präsentieren. Vielleicht möchtet Ihr ja zukünftig auch öfter mit dem fermentierten Sojakuchen experimentieren.

Indonesien vegetarisch - Gebratene Glasnudeln mit Tempeh

Zutaten für 2 Personen
  • 150 g Glasnudeln
  • 200 g Tempeh
  • Erdnuss-oder Kokosöl zum Fritieren*
  • 3 Lauchzwiebeln
  • 1,5 grüne lange Gewürzpaprika**
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Schalotten
  • 1 rote Chilischote
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 2 EL süße Sojasauce (Kecap manis)
  • Salz
  • Frisch gemahlener Pfeffer

*Funktioniert auch mit Rapsöl
**Da wir keine Gewürzpaprika bekommen haben, wurde von uns 1 grüne Paprika verwendet.

Zubereitung

Glasnudeln in eine Schüssel geben und in kaltem Wasser einweichen, bis sie durchsichtig geworden sind. Tempeh in Streifen schneiden. Öl in einem Topf erhitzen. Tempehstreifen im heißen Öl goldbraun frittieren. Anschließend auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Lauchzwiebeln waschen, putzen und in Ringe schneiden. Gewürzpaprika waschen, putzen und in dünne Ringe schneiden. Knoblauch und Schalotten schälen und in feine Streifen schneiden. Chili waschen und in Scheiben schneiden.

Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Knoblauch und Schalotten darin anbraten. Gut abgetropfte Glasnudeln, Lauchzwiebeln, Chili und Gewürzpaprika ebenfalls in die Pfanne geben und unter Rühren etwa fünf Minuten braten. Zum Schluss Tempehstreifen zugeben und erhitzen. Mit süßer Sojasauce, Salz und Pfeffer abschmecken.

Fazit

Indonesien vegetarisch ist ein kleines, aber sehr feines Kochbuch, dass uns mit seiner Vielfalt noch lange Zeit in Atem halten wird! Wir sind auf jeden Fall schwer begeistert und möchten noch viele, viele Gerichte daraus nachkochen! Vor allem die Sambals und die Nudelgerichte haben es uns schwer angetan!

Vielen Dank an den HÄDECKE Verlag, der mir das Buch freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Wie immer bleibt davon meine Meinung unberührt. 

Buchvorstellungen

Jede Menge neue Kochbücher – und eine ganz besondere Challenge

25. Januar 2016
#ACookbookRecipeAWeek Jede Menge neue Kochbücher – und eine ganz besondere Challenge

Eines gleich vorweg: Ich HASSE das Wort „Challenge“! Warum? Weil es einfach überstrapaziert wird – schon aus den kleinsten Dingen, die man sich zu schaffen vornimmt, werden inzwischen „Herausforderungen“, eben „Challenges“. Eine Sache, die in meinen Augen den Begriff „Challenge“ absolut verdient, ist es jede Woche ein neues Kochbuch auszuprobieren.

Ihr werdet Euch jetzt sicher fragen, warum das so ist. Vor allem, wenn man so wie ich einen Foodblog betreibt. So richtig erklären kann ich es eigentlich auch nicht, denn ich LIEBE Kochbücher: Schon allein das Blättern darin macht mir unglaublich Freude. Und dann die vielen tollen Bilder. Und dann wäre da noch die Leidenschaft, die bei vielen Werken förmlich aus den Seiten tropft. Trotzdem kochen Herr Wallygusto ganz selten aus Kochbüchern – oft kochen wir nach Gusto oder finden auf einem der vielen tollen Foodblog eine tolle Inspiration, die wir unbedingt umsetzen möchten. Wenn wir dann mal ein Kochbuch zur Hand nehmen, entscheiden wir uns witziger Weise immer für dieselben Rezepte, deren Zutaten wir uns einfach nicht merken können.

Ein (virtueller) Tritt in den Allerwertesten – wie die Kochbuch-Challenge #ACookbookRecipeAWeek von der lieben Carla von Herbs & Chocolate – kommt daher wie gerufen. Da mir (unter anderem) das Christkind viele neue Kochbücher beschert hat, bin ich also mehr als gut für diese Kochbuch-Challenge gerüstet:

  • Damit es bei uns zukünftig nicht mehr nur Käsebrot zum Frühstück gibt, haben mir meine Eltern What’s for breakfast? Müsli! (Affiliate Link) von Maja Nett unter den Weihnachtsbaum gelegt. Mal sehen, ob meine „Kerndlphobie“ damit geheilt werden kann.

What' s for breakfast?Müsli!

  • Aus dem Kochbuch Krautkopf: Vegetarisch kochen und genießen (Affiliate Link), das ebenfalls ein Geschenk meiner Eltern ist, haben wir schon (zweimal) Sobanudeln mit Tofu und Kohlrabi-Suppe mit Linsen gekocht. Bei der großen Auswahl an genialen Rezepten ist das natürlich noch lange nicht genug!

Krautkopf: Vegetarisch kochen und genießen

  • Auch aus Vegetarische Köstlichkeiten (Affiliate Link) von Yotam Ottolenghi haben wir schon was ausprobiert: Das Rosenkohl-Risotto ist einfach göttlich! Auch hier gibt es noch viel zu entdecken!

Vegetarische Köstlichkeiten

  • Die italienische Sterneköchin Rosanna Marziale hat dem Mozzarella originale ein gleichnamiges Kochbuch gewidmet. Leider habe ich bisher noch gar kein Gericht daraus gekocht. Ein Versäumnis, dass ich jetzt im Rahmen der Kochbuch-Challenge schleunigst nachholen werde! Das Buch wurde mir freundlicherweise von HÄDECKE für eine Rezension zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür an dieser Stelle!

Mozzarella originale

  • Meine neueste Errungenschaft ist A modern way to eat – das erste Buch, das auf Papier aus Apfelresten gedruckt wird. Aber nicht nur das macht den Erstling von A modern way to eat so interessant. Viele der Rezepte springen mich schon beim ersten Durchblättern förmlich an! Das Buch wurde mir freundlicherweise von MOSAIK für eine Rezension zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür an dieser Stelle!

A modern way to eat

Unter dem Hashtag #ACookbookRecipeAWeek kochen Herr Wallygusto und ich nun schon seit Mitte Januar mindestens ein Gericht jeweils aus einem anderen Kochbuch unserer umfangreichen Sammlung (die natürlich aus aus mehr als den oben genannten Exemplaren besteht ;-)). Das Ergebnis könnt Ihr dann auf Twitter oder Instagram entdecken.

Wer jetzt auch Lust bekommen hat, seiner Kochbuchsammlung ein bisschen mehr Leben einzuhauchen, kann sich uns natürlich gerne anschließen! 🙂