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Coffee Style | Buchvorstellung

25. September 2017
Cafe Bar in the Somerset House .© Horst Friedrichs / Anzenberger

Kaffee hatte schon immer eine starke Anziehungskraft auf mich: Bereits als Kind wollte ich bei Geburtstagsfeiern unbedingt eine Tasse Kaffee haben. Natürlich habe ich diese auch bekommen – wenn auch nur eine kleine und mit viel Milch. Als Teenager ließ die Liebe für das schwarze Gebräu dann ein wenig nach – beeinflusst durch die besten Freundinnen standen auf einmal Tees mit allerlei künstlichen Aromen hoch im Kurs. Mit Beginn der Ausbildung war er dann aber wieder da, der Durst nach einer Tasse Kaffee. Damals tröpfelte das begehrte Heißgetränk aber noch ganz ordinär aus der Filtermaschine. Von High-Tech-Espressomaschine oder gar Siebträgern fehlte Mitte der Neunziger in deutschen Büros noch jede Spur. Unvergessen auch die Vorliebe meines Kollegen, seinen Kaffee „gülden“, also mit einer unvorstellbar großen Menge an Kondensmilch, zu sich zu nehmen.

Mein Kaffeekonsum hat sich inzwischen verändert. Nicht, dass er weniger geworden wäre, aber Herkunft der Bohnen und Zubereitung spielen eine weit größere Rolle als früher. Heute nennen Herr Wallygusto und ich seit einigen Jahren eine kleine, aber feine Siebträgermaschine und einen japanischen Porzellankaffeefilter unser eigen. Auch sind wir ständig auf der Suche nach DER perfekte Bohne, die wir selbstverständlich selbst mahlen – ein paar Bezugsquellen für richtig guten Kaffee haben wir bereits aufgetan. Jede Bohne und jede Zubereitungsart erfordern schließlich einen anderen Mahlgrad, um den perfekten Geschmack zu erreichen. Erfreulicher Weise gibt es in inzwischen auch jede Menge Cafés, die wissen, wie man wirklich guten Kaffee zubereitet.

Aber Herr Wallygusto und ich sind mit dieser Leidenschaft nicht allein! Kaffee ist mehr, als er früher war – Kaffee ist Kult, findet auch der Londoner Fotograf Horst A. Friedrichs. Für sein neuestes Werk Coffee Style ist er darum in die Metropolen der Welt gereist, um diese neue Kaffee-Kultur in faszinierenden Bildern einzufangen.

Autor

Der Fotograf Horst A. Friedrichs lebt in London und erforscht seit vielen Jahren Trends und Stile. Seine Entdeckungen hält er in ausdrucksstarken Fotos fest. Seine Aufnahmen erschienen bereits in GQ, The New York Times und im Stern. Bei Prestel sind bisher sechs seiner Fotobücher erschienen: I’m One – 21st Century Mods,Or Glory – 21st Century Rockers, Cycle Style, Drive Style, Denim Style und Best of British.

Nory Manthey ist freie Journalistin und lebt in London. Sie hat zuvor Politik und Kommunikation in Berlin studiert und arbeitet heute für unterschiedliche Print-und Online-Medien. Ihre Themen sind urban und nachhaltig.

Optik

Coffee Style ist mit seinen Maßen von 21 x 28 cm ein kompaktes Buch, das gut in der Hand liegt. Der Einband aus Halbleinen ist hochwertig, die Seiten schön dick. Auf 208 Seiten illustrieren 200 Fotos die Vielfalt der Maschinen, die dem Getränk das besondere Aroma entlocken und den Kaffee zum Kult erheben. Natürlich zeigt uns Horst Friedrichs auch die stylischen Cafés und ihre stolzen Besitzer sowie die Dazu gibt’s jede Menge glücklicher Gäste, die, mal mehr mal weniger tätowiert, ein hübsches Heißgetränk schlürfen.

Bei den vielen, sehr ansprechenden Fotos wird der Text dazwischen fast zur Nebensache. Nora Manthey schafft es aber mit ihren Worten trotzdem, mir die Geschichte des Spezialitäten-Kaffees und der Third Wave anschaulich näher zubringen.

Coffee Style | Buchvorstellung | © Horst Friedrichs / Anzenberger

© Horst Friedrichs / Anzenberger

Aus dem Inhalt

  • Kaffee als Kunst
  • Stilfrage
  • Global lokal
  • Die Macher
  • Dem Geschmack auf der Spur
  • Röstmeister

Inhalt

Kaffee als Kunst – In Coffee Style stoße ich auch das erste Mal auf „Third Wave“. Die sogenannte „Third wave of coffee“ oder dritte Kaffeewelle, ist eine Bewegung, die für die Produktion von hochqualitativem Kaffee steht. Kaffee wird dabei, ähnlich wie Wein, als Genussmittel, und nicht als bloße Ware betrachtet. Sorten, Anbaugebiete, Nachhaltigkeit und spezielle Röstverfahren spielen bei der „Third Wave“ eine große Rolle, der Geschmack wird zelebriert. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, bedarf es Verbesserungen beim Anbau, der Ernte und der Verarbeitung sowie der Beziehung zwischen den Kaffeebauern-, Händlern und Röstern. Friedrichs porträtiert eine neue Generation von kreativen Baristas, Röstern und Vorkostern, die einfach den allerbesten Kaffee machen wollen.

Horst A. Friedrichs ist in die Metropolen der Welt gereist, und hat stylische Enthusiasten besucht, die einfach den allerbesten Kaffee machen wollen: Eine neue Generation von kreativen Baristas, Röstern und Vorkostern , die mit jeder Tasse eine Geschichte erzählen. In stimmungsvollen Bildern, Essays und Expertenkommentaren zeigen Horst A. Friedrichs und Autorin Nora Manthey die einzigartige Technik und das Denken der „Third Wave“ Kaffee zur Kunst zu erheben.

Coffee Style | Buchvorstellung | © Horst Friedrichs / Anzenberger

© Horst Friedrichs / Anzenberger

Kurzprofil

Titel: Coffee Style
Autor: Horst A. Friedrichs, Nora Manthey
Herausgeber: Prestel Verlag
ISBN: 978-3-7913-8320-0
Preis: € 32,00

Fazit

Coffee Style ist ein tolles Buch für alle, für die Kaffee mehr als nur ein schnödes Heißgetränk ist. Und wer bisher noch kein Fan des schwarzen Gebräu ist, könnte es nach dem Durchblättern dieses außerordentlich gelungenen Bildbandes sein.

Vielen Dank an den Prestel Verlag, der mir freundlicherweise das Buch und die Fotos für diesen Beitrag zur Verfügung gestellt hat. Wie immer bleibt davon meine Meinung unberührt. Das Copyright der Bilder liegt bei Horst A. Friedrichs.

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Lieblingsläden | Teil II

11. September 2017

Im ersten Teil meiner zweiteiligen Serie habe ich Euch meine Lieblingsläden für Bier & Wein und Brot & Gebäck vorgestellt. Jetzt verrate ich Euch, wo ich mich und Herrn Wallygusto mit Kaffeebohnen, Käse, schönem Krimskrams und Feinkost im Allgemeinen versorge.

Kaffee

  • Caffè Fausto | Birkenleiten 41 | 81543 München
    In dem Ladencafé in einer umgebauten Mühle werden vor Ort geröstete Kaffeespezialitäten sowie verschiedene frische Kuchen und Snacks serviert. Die Espressobohnen sind allesamt empfehlenswert, der normale Filterkaffee hat uns leider nicht vom Hocker gehauen.
  • Dallmayr Delikatessenhaus | Dienerstrasse 14-15 | 80331 München
    Wie jetzt, Dallmayr? Ja, genau! Dallmayr kann nämlich viel mehr als den weltberühmten Prodomo! Die Kaffeesorten der Reihe GRAND CRU sind ganz große Klasse und landen inzwischen regelmäßig in unserem Handfilter.

Käse

  • Käsladl Pfisterer | Willibaldstraße 19, 80687 München
    Die Auswahl in diesem kleinen Käseladen ist einfach unglaublich! Jedes Mal, wenn Herr Wallygusto und ich dort sind, müssen wir uns echt am Riemen reißen, nicht zu viel zu kaufen!
  • Käsespezialitäten und Feinkost Fürmetz | Waldfriedhofstraße 76 | 81377 München
    Bei der tollen Auswahl kommen Käseliebhaber voll auf ihre Kosten! Es gibt sogar norwegischen Gudbrandsdalsost und Graukas aus Tirol, was wirklich nicht überall der Fall ist. Die Inhaber sind sehr nett und wenn man Glück hat, gibt’s ein Probierstückchen.

Krimskrams

  • Schöne Sörgelei | Reutterstraße 40 | 80687 München-Laim
    In dem kleinen Laden am Willibaldplatz findet Ihr besondere Geschenk- und Wohnideen. Neben bekannten Marken wie beispielsweise Rice und Bloomingville werden auch viele Kleinlabels angeboten. Ich komme gerne hierher, wenn ich schönes Geschenkpapier oder Grußkarten suche.
  • Kaufhauskollektiv | Sendlinger Str. 10 | 80331 München
    Wer ein kleines Mitbringsel für einen lieben Menschen sucht oder sich einfach selbst beschenken möchte, ist im Kaufhauskollektiv in der schicken Hofstatt genau richtig! Hier präsentieren lokale Designer, Künstler und Handwerker ihre Produkte. Besonders schön finde ich das liebevoll gestaltete Geschirr von Fanteria.

Feinkost

  • Götterspeise Chocolaterie & Cafe | Jahnstraße 30 | 80469 München
    Jedes Mal, wenn ich im Glockenbachviertel unterwegs bin, mache ich einen Abstecher bei der Götterspeise. Anders als es der Name vermuten lässt, gibt es hier keinen Wackelpudding, sondern Schokolade aus aller Welt und andere köstliche Süßigkeiten. Das dazugehörige, bunte und liebevoll dekorierte Café serviert feine Tartes, Kuchen und Gebäck.
  • DELICE Delikatessen | Pasinger Bahnhofspl. 2 | 81241 München
    Lebensmittel sollten authentisch sein – aus dieser Überzeugung heraus werden bei DELICE Delikatessen nur Produkte verkauft, die frei von chemischen Zusätzen, Bindemitteln und Konservierungsstoffen sind. Dabei schafft es das kleine Geschäft in Pasing sage und schreibe 600 hochwertige Produkte aus vielen Teilen Europas im Angebot zu haben. Ich kaufe dort sehr gerne Kaffeebohnen und Süßigkeiten, die ich im „normalen“ Einzelhandel vergeblich suche.
  • Eataly München | Blumenstraße 4 | 80331 München
    Bewerft mich ruhig mit Steinen, aber ich bin ein großer Fan des Eataly in der Münchner Schrannenhalle! Hier kann man nicht nur in die Welt erstklassiger italienischer Produkte eintauchen, sondern diese auch gleich in den verschiedenen Restaurants in italienisch-gelassener Atmosphäre genießen. Ich schaue gerne bei Eataly vorbei, um das ein oder andere Päckchen ganz besondere Pasta zu kaufen.

Dieser Beitrag wurde nicht gesponsert – ich wollte Euch einfach mal zeigen, in welchen Läden in München ich gerne einkaufen gehe!

Einkaufen Magazin

Lieblingsläden | Teil I

21. Juli 2017
Lieblingsläden I

Wenn es etwas gibt, was ich gerne mache, dann ist es einkaufen. Aber nicht etwa Klamotten – die bestelle ich zu meiner Schande am liebsten im Internet. Das ist einfach so herrlich stressfrei: Ich kann die Sachen in Ruhe daheim probieren und bei Nichtgefallen wird alles wieder zurückgeschickt. So einfach ist das. Was ich meine, sind ausgedehnte Streifzüge durch Feinkostläden. Oder ich suche in putzigen Geschäften nach kleinen, hübschen Dingen – als Geschenk für liebe Leute oder einfach nur für mich, um mir etwas Gutes zu tun. Im ersten Teil stelle ich Euch meine Lieblingsläden für Bier & Wein und Brot & Gebäck vor.

Bier & Wein

  • Harry’s Getränke Ecke| Ettenhueberstraße 2| 80687 München
    Harry ist Craftbeer-Fan mit Leib & Seele: Die Beratung ist kompetent und wenn Ihr mich fragt, probiert er jedes Bier vorher selbst! Außerdem hat er immer viele Hintergrundinfos zu den Mikrobrauereien und ihren Bieren parat. Das Sortiment an Craftbeer wechselt ständig, Langeweile kommt somit keine auf!
  • Liebick-Getränke | Sankt-Cäcilia-Straße 14 | 82110 Germering
    Die sogenannte „Landbierzentrale“ hat ca. 900 verschiedene Biersorten aus Deutschland und Europa im Angebot. Ergänzt wird die umfangreiche Produktvielfalt durch diverse alkoholfreie Getränkespezialitäten (Mate- und BIO Produkte).
  • Weingut | Camerloherstraße 56 | 80686 München
    Neben ausgesuchten Weinen namhafter Rebsorten und Lagen führt Wein-Gut in Laim auch regionstypisch aber bei uns eher weniger bekannte Sorten. Ihr müsst Euch hier unbedingt mal ein Flascherl Pinot Noir Sekt Brut Rosé vom Weingut Gehring besorgen! Nicht entgehen lassen solltet Ihr auch Euch die Weinfeste, die in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen veranstaltet werden.

Brot & Gebäck

  • Hofbäckerei Waldinger | Georg Freundorfer Platz | 80339 München
    Auf dem Bauernmarkt Schwanthaler höhe bekommt ihr Bio-Obst und –Gemüse, Kartoffeln, Käse, Wurst-und Fleischwaren. Ein ganz besonderes Schmankerl sind aber die Brote und Kuchen von der Hofbäckerei Waldinger: Der Apfelstreuselkuchen ist phänomenal!
  • Hoffmann’s Jahreszeiten Bäckerei | Reutterstraße 42 | 80687 München
    Die Bäckerei Hoffmann´s am Willibaldplatz macht unserer Meinung nach die besten Nusshörnchen der Stadt! Und das weltbeste Krusti mit Mozzarella & Tomate! Außerdem wird in der Faschingszeit eine große Auswahl an köstlichen Krapfen, unter anderem auch Exoten mit Apfelmus oder Hagebutte, angeboten.
  • Konditorei Schmidhofer | Fürstenrieder Str. 92 | 80686 München
    Beim kleinen Konditor an der Fürstenrieder Straße gibt es nicht nur eine große Auswahl an leckeren Kuchen und Torten sondern die größte und beste Nusseck weit und breit. Ergänzend gibt es gute Semmeln und Brot. In der Vorweihnachtszeit gibt es bei der Konditorei Schmidhofer als besonderes Highlight köstliche Plätzchen und preisgekrönte Lebkuchen.

Natürlich ist dieser Post nicht gesponsert, es handelt sich nur um eine Vorstellung meiner Lieblingsläden!

Events

BRAUKUNST LIVE! 2017 | Impressionen 

13. März 2017
Braukunst Live 2017

Wie es sich für ordentliche Foodblogger gehört, haben Herr Wallygusto und ich wieder Pressetickets für die BRAUKUNST LIVE! im MVG Museum bekommen. Einen Sonntagnachmittag lang haben wir kreuz und quer die unterschiedlichsten Craft Beer Sorten probiert. Unsere Favoriten nach knapp drei Stunden Verkostung: Der Himbeer Toni von Hopfmeister und das Weißbier des Matthäserbräu.

Wart Ihr dieses Jahr auch auf der BRAUKUNST LIVE!? Wie hat es Euch dort gefallen? Und was waren Eure Favoriten?

Events

BRAUKUNST LIVE! 2017 | Event

8. Februar 2017
Braukunst Live 2017

Die Tage sind gezählt, das Datum gesichert, die Freunde informiert: Vom 10. bis 12. Februar 2017 ruft die BRAUKUNST LIVE! wieder laut nach ihren Fans. Nach Bierenthusiasten. Nach Brauern. Nach Newcomern.

Vor sechs Jahren hat die BRAUKUNST LIVE! als erstes Festival der internationalen Bier-Spezialität eine Qualitäts-Bühne geboten. Seitdem hat sie sich als der zentrale Treffpunkt für alle, die kreatives und handwerklich gebrautes Bier brauen und schätzen, entwickelt und ist aus der Szene nicht mehr wegzudenken. Ob innovative Mittelstandsbrauerei, kleine Craft Brewer oder etablierte handwerkliche Bierbrauer – wer neue Wege geht, zeigt sie auf der BRAUKUNST LIVE!. Gerade in der Bierstadt München braucht es ein Podium für die Braukünstler, die Bier-Erfinder und Querdenker, die dem gefälligem Münchner Hell die Stirn bieten.

Braukunst Live 2017

Was?

Auch dieses Jahr hat die BRAUKUNST LIVE! wieder ausgewählte Premiumpartner am Start, die uns ihre neuesten Trends für 2017 präsentieren:

  • Die Hopfenprofis von der BARTH-HAAS GROUP haben wieder Proben der aktuellen Ernte dabei und zeigen, wie der Geschmack ins Bier kommt. In ihrer Masterclass zeigen sie dem interessierten Besucher zum ersten Mal ihr neues Verkostungsschema.
  • ONE PINT GmbH, die Importeure aus dem Norden bringen exklusive Bierspezialitäten aus ihrem Portfolio mit. Mal sehen, mit welchen Raritäten sie uns überraschen!
  • DIE Traditionsbrauerei aus München, HOFBRÄU MÜNCHEN, darf auch in diesem Jahr nicht fehlen! Diesmal hat sie einen eigens für die BRAUKUNST LIVE! eingebrauten Hallodri im Gepäck.
  • DER Weißbier-Experte schlechthin SCHNEIDER WEISSE wartet wieder mit einem vielfältigen Angebot an innovativen Weißbieren und mit spannenden Masterclasses auf uns.
  • Ohne die Biertulpen von Rastal nutzt uns das feinste Bier nichts. Um wirklich jedes Aroma aufspüren zu können, dürfen alle Besucher der BRAUKUNST LIVE! ihr Craft Beer aus den Rastal Biertulpen genießen.
  • Neben den Premiumpartnern sind natürlich wieder jede Menge junge Wilde der Szene am Start: Brauerei Maisach, Riedenburger Brauhaus, Yankee & Kraut, Bierol, Welde Brauerei, Lammsbräu, Crew Republic, Braurei S. Riegele, Nogne, Browar KingPin, Hoppebräu und viele mehr.
  • Ganz neu sind dieses Jahr die Rare Beer Area, in der am Festival-Samstag von 17 bis 22 Uhr 16 seltene Weltklassebiere verkostet werden, und die Ermittlung des „Best of Braukunst“-Awards durch ein Publikumsvoting.

Mehr Infos findet Ihr unter www.braukunst-live.com

Braukunst Live 2017

Wann?

Freitag,   10.2. von 16:00 – 23:00 Uhr Samstag, 11.2. von 14:00 – 22:00 Uhr Sonntag,  12.2. von 13:00 – 19:00 Uhr

Wo?

Wie die Jahre zuvor findet die BRAUKUNST LIVE! im Münchner MVG Museum (Ständlerstraße 20, 81549 München) statt. Das Auto könnt Ihr wie immer ruhig daheim stehen lassen, denn die Örtlichkeiten sind sehr gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen:

  • Tram 17 (Endstation Schwanseestraße)
  • Bus 139, 144, 145 (Ständlerstraße)
  • U2 Richtung Messestadt Ost (Giesinger Bahnhof) – ab hier: alle 10 Min. kostenloser Shuttlebus

Eintrittspreise?

  • Tagesticket 20,00 Euro
  • Tagesticket inkl. Rare Beer Area 40,00 Euro (NUR SAMSTAG!)
  • 2-Tages-Ticket 35,00 Euro
  • 3-Tages-Ticket 45,00 Euro

Im Preis inbegriffen ist der Shuttle-Bus von/nach Giesing Bahnhof sowie 4 Verkostungscoupons.

Herr Wallygusto und ich haben uns den Termin schon fett im Kalender eingetragen und planen, am Sonntagnachmittag eine umfangreiche Verkostung auf der BRAUKUNST LIVE!! Wer kommt noch? Meldet Euch – vielleicht klappt es ja mit einem gemeinsamen Bierchen!

Österreich Unterwegs

Graz | Nudelminze, Lendwirbel & Weltkulturerbe

5. Dezember 2016
Nudelminze, Lendwirbel & Weltkulturerbe - ein Wochenende in Graz

Wenn man an Österreich denkt, fallen einem als erstes Berge und Skifahren ein. Oder Mozartkugeln. Und dann kommt eigentlich schon Wien. Freunde von uns fahren seit Jahren regelmäßig nach Wien – ganz begeistert sind sie von den Hochglanzfassaden der ehemals kaiserlich-könglichen Stadt, den Heurigen und dem Wiener Schmäh. Herrn Wallygusto und mir hat sich der Charme der österreichischen Hauptstadt leider nie so richtig erschlossen – zu aufgesetzt erscheint uns dieses „Vienna“: Schweift man nur kurz von den ausgetretenen Touristenpfaden ab – und da reicht schon ein kurzer Blick um die nächste Hausecke – ist es aus und vorbei mit der Pracht.

Dies mögen viele anders sehen, aber uns zog es dieses Jahr motiviert durch einen Artikel in der Süddeutschen Zeitung in Wiens hippe kleine Städte-Schwester Graz. Ein paar Impressionen aus Graz habe ich Euch vor einiger Zeit ja bereits gezeigt, jetzt folgt der ausführliche Bericht mit Übernachtungstipp und den (kulinarischen) Highlights.

Lipizzanerheimat in Köflach

Zu geil für Sterne – das Hotel Wiesler

Zum Übernachten hat uns Herr Wallygusto ein ganz besonderes Hotel ausgesucht: Das mitten in Graz gelegene Hotel Wiesler. Das Wiesler ist schon seit 1909 ein Ort voller Inspiration, denn man hat hier nie aufgehört, nach neuen Dingen zu suchen, um seine Gäste angenehm zu überraschen. Seit 2010 lässt Unternehmer Florian Weitzer den ehrwürdigen Jugendstilmauern kontinuierlich neues Leben einhauchen, sehr behutsam, damit die natürliche Patina, die schönen Erinnerungen und Geschichten der vergangenen Jahre erhalten bleiben. Das Ergebnis ist ein wirklich spannender Mix aus Vintage und Neuem mit einem Schuss Soul, der auf Pomp und (man höre und staune) 5 Sterne-Klassifizierung verzichtet und viel Raum für erfrischend Unkonventionelles schafft.

Nicht dass Florian Weitzer etwas gegen Hotelsterne hätte. First Class-Service ist im Wiesler sowieso seit jeher eine Selbstverständlichkeit. Für ihn ist der eingeschlagene Weg „from 5 stars to independance“ vielmehr der einzig gehbare, um frische Ideen umzusetzen. Denn es sind die feinen überraschenden Details, die das Besondere im Wiesler ausmachen: So ist  das Hotelrestaurant für jeden – egal ob Hotelgast oder nicht –  von früh bis spät in der Nacht, 365 Tage im Jahr, zugänglich. Das ganztägige Angebot wird von Frühstücksbuffet, Mittagstisch und Café-Betrieb am Nachmittag abgerundet. Ganz besonders fasziniert war ich von dem Barbiersalon mitten im Treppenhaus, in dem männliche Gäste eine Handrasur genießen können.

Bei unserem Zimmer haben wir ein wenig Pech, denn wir bekommen leider keinen der renovierten, superschicken Räume. Der Nachtruhe tut dies aber keinen Abbruch, denn das Bett ist sehr bequem und alles sehr sauber. Ein Traum ist auch das reichhaltige Frühstücksbüffet, das mit seiner guten Käseauswahl auch bei Vegetariern keinerlei Wünsche offenlässt.

Das Wiesler ist definitiv das schickste Hotel, in dem ich bisher abgestiegen bin! Und ich würde es wirklich jeder Zeit wieder tun!

Adresse: Grieskai 4-8, 8020 Graz
Internet: www.hotelwiesler.com

Highlights

Graz hat wirklich viele, viele Sehenswürdigkeiten zu bieten – eigentlich ist die ganze Stadt eine einzige, große Sehenswürdigkeit. Im Nachhinein fiel es Herrn Wallygusto und mir ganz schwer zu sagen, was uns jetzt am besten gefallen hat. Stellvertretend für die vielen schönen Ecken in Graz seien aber diese Sehenswürdigkeiten genannt:

Gleich an unserem ersten Tag erklimmen wir den Grazer Schloßberg, einen wuchtigen Felsen aus Dolomitgestein, der den Kern der historischen Altstadt bildet. Neben dem fantastischen Ausblick auf Graz finden wir hier oben mit dem Grazer Uhrturm das älteste Gebäude der Stadt vor.

Eine einzige große Sehenswürdigkeit ist die historische Grazer Altstadt! Nicht umsonst wurde sie zusammen mit der Dachlandschaft 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt und 2010 sogar auf Stadt Graz – Historisches Zentrum und Schloss Eggenberg erweitert. Unbedingt anschauen solltet Ihr Euch hier die spätgotische Doppelwendeltreppe – sie ist ein Meisterwerk der Steinmetzkunst und befindet sich in der Grazer Burg.

Nicht weit von Graz entfernt liegt das Lippizanergestüt Piber. Dieses traditionsreiche Gestüt hat die Aufgabe, die älteste Kulturpferderasse Europas – eben die Lipizzaner – zu züchten, deren Ursprung in die imperiale Zeit, auf das Jahr 1580, zurückgeht. Schon als Kind war es ein Traum von mir, diesen Ort zu besuchen. Da auch Herr Wallygusto gleich Feuer und Flamme ist, nehmen wir also den Zug nach Köflach und wandern eine gute Stunde nach Piber. Dort angekommen nehmen wir an einer sehr interessanten Führung über das Gestütsgelände und durch die Ställe teil. Anschließend lernen wir in der Schauschmiede alles über Hufeisen. Außerdem dürfen wir noch mit den halbwüchsigen Lippizaner-Hengsten auf Tuchfühlung gehen – ganz schön verschmust, die Kleinen! Mehr Informationen zum Lipizzanergestüt Piber und seinen edlen Bewohnern findet Ihr auf www.lipizzanerheimat.com. Wie es sich für ordentliche Foodblogger gehört, machen wir auf dem Rückweg beim Buschenschank Schachner halt. Dort genießen wir bei strahlendem Sonnenschein ein Viertel rosèfarbenen Schilcher, pikanten Käferbohnensalat und einen riesigen Käseteller.

Was für ein Glück, dass bei unserem Besuch das Nachbarschaftsfest Lendwirbel stattfindet! Eine der Bühnen steht sogar hinter unserem Hotel, und das unter unserem Fenster. Gestört werden wir dadurch freilich nicht, denn Herr Wallygusto und ich wirbeln ja selbst eifrig mit! Und zwar von Bierstand zu Bierstand und von Konzert zu Konzert! Und wir machen bei unserem ersten (und bisher letztem) Tanzkaraoke mit! Was für eine irre Wirbelei!

Der Botanische Garten in Graz ist – verglichen mit dem in München – recht klein. Sehenswert ist er vor allem wegen der drei Gewächshäuser von Volker Giencke. Sie wirken aufgrund ihrer schuppigen Architektur wie drei riesige Gürteltiere und ermöglichen aufgrund ihrer idealen Ausrichtung im Inneren üppiges Wachstum von Pflanzen aus vier verschiedenen Klimazonen.

Mehr Informationen zu den Sehenswürdigkeiten gibt es im Internet auf www.graztourismus.at oder Wikipedia.

Für die kleine Pause zwischendurch

So viel Städtetrip macht hungrig – und vor allem durstig. Für eine kleine Pause zwischendurch oder um den Tag gemütlich ausklingen zu lassen, können Herr Wallygusto und ich die folgenden Lokale empfehlen:

In der Mehlschwalbe (Kapaunplatz 3) mitten im alten Franziskanerviertel stärken wir uns kurz nach unserer Ankunft in Graz mit Frittata und ein veganes Weckerl. Da es uns dort so gut gefällt, kommen wir eine paar Tage später nochmal auf ein Craft Beer vorbei. Das Flamberger Stout sagt uns aber leider nicht so zu – aber das ist schließlich Geschmackssache. Laut Website kann man die Mehlschwalbe im Moment (leider) nur für Events buchen.

Bei Greissler Eis in der Sporgasse gibt es neben Apfelkuchen, Graumohn und Erdnuss-Schoko so ausgefallene Sorten wie Ziegenkäse. Die Schlange im Laden ist lang – aber das Warten lohnt sich, denn alle von uns probierten Eiskreationen sind einfach köstlich!

Im Reinerhof, (Sackgasse 20)  zu Füßen des Schloßberges – ruhen wir unsere müden Füße aus und genießen dabei ein kühles Trumer Pils.

Ein ganz besonders entspannter Ort ist das Parkhouse (Stadtpark 2), das, wie der Name schon sagt, im malerischen Grazer Stadtpark zu finden ist. Wir trinken ein Murauer aus der Flasche und schauen den Entchen beim Baden zu. In den Sommermonaten finden hier im Gastgarten zahlreiche Live-Concerte statt. Angeblich ist hier auch schon so manches Talent entdeckt worden.

Das Glöckl Bräu (Glockenspielplatz 2) liegt im Herzen der Grazer Innenstadt, mitten am schönen Glockenspielplatz. Das steirische Wirtshaus besticht aber nicht nur durch seine prächtige Fassade und das gemütliche Ambiente der Räumlichkeiten, sondern auch mit sehr gutem Kellerbier aus dem Holzfass!

Nicht entgehen lassen sollte man sich die Leckereien der Bäckerei Martin Auer, die es in diversen Filialen in Graz zu kaufen gibt. Schon im Vorfeld unseres Aufenthaltes in Graz konnte ich mich kaum an den appetitlichen Broten, Feingebäck und Pausenbroten sattsehen!

Steirische Küche – auch für Vegetarier!

Die bekanntesten Schmackerln aus der Steiermark sind wohl Kernöl, Backhendl, Klachelsuppe (aus Schweinshaxe, Suppengrün und Gewürzen), verschiedene Kürbisrezepte, Apfelkren, Schmarrn, Krautfleckerln und steirisches Wurzelfleisch. Alles sehr bodenständige Gerichte! Und da Herr Wallygusto und ich genau das mögen, gehen wir natürlich jeden Abend in einem steirischen Lokal zum Essen! Auch als Vegetarier haben wir dort die Qual der Wahl!

Die Altsteirischen Schmankerlstuben (Sackstr. 10) ist eines der beliebtesten Restaurants in Graz. Kein Wunder, denn die Gasträume mit den Gewölbedecken und der rustikalen Möblierung sind heimlig und gemütlich. Und unsere Krautfleckerl und Erdäpfellaibchen mit grünem Salat sind einfach köstlich!

Ähnlich rustikal geht es im Lend Platzl (Lendplatz 11) zu – zumindest was wir auf dem Weg zum stillen Örtchen so vom Lokal zu sehen bekommen. Da die Temperaturen auch abends noch angenehm sind, nehmen wir im kleinen, verwinkelten Gastgarten Platz. Dort lassen wir uns Bärlauchlaibchen, und Käsenockerl schmecken – dazu gibt es ein kühles Gösser vom Fass.

Die Steirerstub’n (Lendplatz 8) sind ebenfalls urgemütlich, dementsprechend gut besucht sind auch die drei Gaststuben. Regionale Produkte sind hier ein Muss  – daher kommen Brot und Gemüse frisch vom gegenüberliegenden Bauernmarkt und das Fleisch von heimischen Bauern.

Nudelminze, Lendwirbel & Weltkulturerbe – ein Wochenende in Graz

Bauernmärkte

Auf dem Bauernmarkt auf dem Lendplatz erstehen wir einen Beutel Käferbohnen und eine kleine Flasche Kernöl. Das Angebot ist aber natürlich viel größer und reicht von Wein über Brot und Käse bis zum Speck und Selchwürsten. Außerdem gibt es eine unglaubliche Auswahl an frischen Kräutern – auch die berühmte Nudelminze findet sich darunter!

Nach einem Bummel über den Bauernmarkt auf dem Kaiser-Josef-Platz kehren wir auf einen Spritz und eine Weinschorle bei Rossian ein. Schade nur, dass wir dank des umfangreichen Frühstückbüffets im Hotel noch keinen Hunger haben, denn die kleinen Speisen und Kuchen, die in dem kleinen Lokal serviert werden, sehen einfach verführerisch aus. Und natürlich genießen wir trotzdem einen ausgedehnten Bummel zwischen den prall mit Brot, Gemüse und Käse gefüllten Marktständen!

Fazit

Graz ist einfach wunderbar! Warum? Weil es genau die richtige Mischung zwischen alternativ, schick und bodenständig ist! Genau die Adjektive, die mir selbst sehr wichtig sind!

Asien Unterwegs

Lantau | Nudeln zum Frühstück (3)

13. Oktober 2016

Was wir in Hongkong alles so angeschaut & an Leckereien schnabuliert haben, konntet Ihr ja bereits nachlesen. Heute möchte ich Euch von unserem Ausflug auf die Lantau Island erzählen, die quasi nur einen Katzensprung von Hongkong entfernt ist. Lantau Island ist mit ca. 140 km² die größte der 263 Inseln von Hongkong und eignet sich ganz hervorragend für einen Tagesausflug!

Um dorthin zu gelangen, fahren wir mit der Metro einmal quer durch die Stadt zum Central Pier 6. Dort nehmen wir die Fähre nach Mui Wo, einem kleinen Küstenort im Zentrum der Ostküste von Lantau. Durch seine gute Busanbindung ist Mui Wo der ideale Ausgangspunkt für eine Erkundung der Insel.

  • Mit dem New Lantao Bus 2 geht es als erstes zum Nyong Ping Platau. Dort thornt der Big Buddha majestätisch. Eigentlich heißt er ja Tian Than Buddha und ist eine der fünf größten Buddha-Statuen in China und das größte buddhistische Monument in Hongkong. Zu seinen Füßen liegt das prachtvolle Kloster Po Lin, vor dem die größten Räucherstäbchen brennen, die ich jemals gesehen habe. Klar, dass wir auch das Klostercafè besuchen, dass eine große Auswahl leckerer vegetarischen Snacks im Angebot hat. Wir haben also (mal) wieder die Qual der Wahl!
  • Tai-O Village liegt am westlichen Ufer von Lantau und ist eines der letzten ursprünglichen Fischerdörfer Hongkongs. (S. 213) Die Verhältnisse dort sind sehr einfach und wir fragen uns als verwöhnte Großstädter, wie man ohne fließend Wasser und WLAN überleben kann. Noch faszinierender ist allerdings die Tatsache, dass viele Häuser von Tai-O auf Stelzen stehen. Detaillierte Informationen zum Venedig von Hongkong findet Ihr auf www.chinarundreisen.com.
  • Eigentlich wollen wir ja nach unserem Spaziergang vom Upper Cheung Sha zum Lower Cheung Sha Strand gemütlich beim Thai essen gehen – Herr Wallygusto hatte da nämlich so eine Art „Geheimtipp“ aufgetan. Leider müssen wir bei unserer Ankunft jedoch feststellen, dass das Lokal aus uns unbekannten Gründen (noch) geschlossen ist. Zum Glück entdecken wir direkt daneben den Lantau Grocer. In dem kleinen, aber feinen Tante-Emma-Laden versorgen wir uns mit (chinesischem) Craft Beer und knusprigen Kartoffelchips mit Guinness-Geschmack. Im gemütlichen Garten vor dem Laden genießen wir mit Blick auf’s Meer unsere Einkäufe – Entspannung pur, sag ich Euch! 🙂

Fazit                                                                                                                                                     

Ihr seht, ein Besuch in Lantau gehört zwingend zum Programm, wenn man schon mal in Hongkong ist! Und das nicht nur, um ein paar Stunden dem Trubel und den Menschenmassen zu entkommen: Die Landschaft auf Lantau ist sehr idyllisch und auch Freunde der buddhistischen Architektur kommen voll auf ihre Kosten.

Mehr Informationen über Lantau und was es dort so alles zu besichtigen gibt, findet Ihr auf www.discoverhongkong.com.

 

Asien Unterwegs

Hongkong kulinarisch | Nudeln zum Frühstück (2)

22. September 2016

Glaubt es oder glaubt es nicht, aber meine größte Sorge im Vorfeld unseres Hongkong-Urlaubes war, dass wir verhungern könnten! Ich bin da aber vielleicht auch ein wenig erblich belastet, denn meine Eltern versorgen sich sogar im Vorfeld einer Familienfeier noch mit Proviant. Wie dem auch sei, ein Blick in den Reiseführer und ins Internet beruhigt mich dann ein wenig: Hongkong ist eine Stadt mit unglaublich hoher Restaurantdichte – und zwar weit über die chinesische Küche hinaus! Hier werden sogar auch Leute fündig, die Experimente in Bezug auf ihr Essen scheuen. Wenn einem also der Sinn nur nach einer Pizza oder einem Teller Pasta steht – in Hongkong überhaupt kein Problem! Auch als Vegetarier haben wir keinerlei Probleme, satt und glücklich zu werden!

Honkong Streetfood

Vegetarisch essen leichtgemacht

Unser Reiseführer ist außerordentlich Vegetarier-freundlich, denn er warnt uns nahezu eindringlich, dass die Chance in Hongkong sehr groß ist, versehentlich Fleisch zu essen. Gemüse wird gerne in Fleischbrühe gekocht und mit reichlich Austernsoße serviert. Außerdem wird vor allem in billigeren Restaurants anscheinend geradezu verschwenderisch mit Hühnchenpulver umgegangen. Wir halten uns daher (fast) ausschließlich an rein vegetarische Lokale und Restaurants – die es reichlich in Hongkong gibt! Oder gehen in einen der buddhistischen Tempel – dort gibt es oft Cafés, die ausschließlich vegetarische Gerichte & Snacks anbieten.

  • Gleich an unserem ersten Abend landen wir in The Light Vegetarian (G/F, New Lucky House, 13 Jordan Road / Kowloon, Jordan), wo es ein sehr umfangreiches und günstiges vegetarisches Büffet gibt. Dort sehe ich auch das erste Mal traditionell-chinesisches Mock Meat in Fischform.
  • Unser Ausflug in die amerikanische Fastfood-Welt geht ein wenig schief, denn das Veggie SF (10/F, 11 Stanley Street / Hong Kong Island, Central) ist zwar ein toll eingerichtetes Diner, der Burger jedoch recht fad. Immerhin lernen wir, dass Lokale in Hongkong nicht immer im Erdgeschoss, sondern auch durch aus im 11. Stock eines Hochhauses sein können.

    Hongkong Veggie SF

    Veggieburger mit Sproßen im Veggie SF

  • Im Branto Pure Veg Indian Food (1/F, Anson House, 9-11 Lock Road / Kowloon, Tsim Sha Tsui) wird – wie der Name schon sagt – nur vegetarisches Essen serviert. Und wie erwartet ist es noch dazu sehr, sehr lecker! Da es keinen Alkohol gibt bestellen wir würzigen Masala Tea zu unseren Thalis.
  • Im fensterlosen, aber exquisiten Pure Veggie House (3/F, Coda Plaza, 51 Garden Road / Hong Kong Island, Central) schmeckt es uns so gut, dass wir gleich zweimal dort zu Abend essen. Die superscharfe Sichuan-Küche in Form von gebratenem Tofu mit ordentlich Chili und Sichuan Green Noodles hat es uns echt angetan.
  • Dank einem Bericht auf Woanderssein.de trauen wir uns auch in die berühmt-berüchtigten Chungking Mansions. Dort werden wir im Khyber Pass Mess Club (Flat E2, 7/F, Chungking Mansion Block E, 36-44 Nathan Road / Kowloon, Tsim Sha Tsui) erst Mitglieder und genießen dann das beste indische Essen seit langem! Egal ob Pakora, Samosa, Malai Kofta oder Kichererbsencurry – alles ist sehr aromatisch und die Portionen sind riesig. Da auch hier kein Alkohol ausgeschenkt wird, trinken wir wieder Masala Tea.
  • Tolle vegetarische Snacks für auf die Hand gibt es bei dem kleinen Imbiss Three Virtues Restaurant (4/F, Jd Mall, 235 Nathan Road / Kowloon, Jordan). Wir sind experimentierfreudig und wählen Sojahaut mit Gemüse, dicke Dumplings mit PokChoi und roter Bohnenpaste sowie Salty Dumplings. Alles sehr lecker und unglaublich sättigend!

    Vegetarischer Dumpling vom Three Virtues Restaurant

    Vegetarischer Dumpling vom Three Virtues Restaurant

  • Zum Nachmittagstee gehen wir in das schrullige Tee-Café Lan Fung Yuen (2 Gage Street / Hong Kong Island, Central) in dem angeblich der berühmte Strumpfhosen-Milchtee erfunden wurde. Das starke Gebräu besteht aus einer Mischung verschiedener Schwarztees, die mit zerstoßenen Eierschalen vermischt werden. Das Getränk wird dann durch einen Strumpfhosen-ähnlichen Stoff gefiltert und mit Kondensmilch getrunken. Wie in Honkong manchmal üblich, trinken wir das Getränk mit drei Teilen Kaffee – auf Eis. Dazu bestellen wir reichhaltigen Hongkong-Style French Toast mit Kokos. Ein Geschmackserlebnis der besonderen Sorte, wie wir meinen! Und Hunger haben wir danach auch keinen mehr! 😉
  • Gegen den kleinen Hunger zwischendurch hilft ein Besuch der Paper Stone Bakery (Shop 4-5, G/F, FWD Financial Centre, 308 Des Voeux Road Central / Hong Kong Island, Sheung Wan), die mit knusprigen Roggensaftbrot und Roggenbaguette fast ein wenig Heimweh in uns weckt.

    Riese Auswahl an westlichen Backwaren in der Paper Stone Bakery

    Riese Auswahl an westlichen Backwaren in der Paper Stone Bakery

  • Mangels Zeit & Alternativen gehen wir an unserem letzten Abend bei Pizza Express (Shop 182, Level 1, MOKO, 193 Prince Edward Road West/ Mongkok, Kowloon) in der MOKO essen. Die Pizzen sind jedoch keineswegs schlecht, gut belegt und brauchen den Vergleich mit einer durchschnittlichen Pizzeria nicht zu scheuen.

Bier!

Dass in Honkong gerne Bier getrunken wird, wussten Herr Wallygusto und ich schon vorher – dem Internet sei Dank. Dass es aber eine so gute Auswahl an Bierkneipen und sogar Craft Beer gibt, war uns nicht klar.

  • Das viele Laufen durch die heißen Straßenschluchten von Hongkong macht durstig. Und so kehren wir bereits am späten Nachmittag in der Dickens Bar (281 Gloucester Road / Causeway Bay) ein, um unsere trockenen Kehlen ein wenig zu spülen. Die Bierauswahl in dem typsich-britischen Pub im Keller des Excelsior Hotels ist toll, die Gäste sind fast ausschließlich Europäer oder Amerikaner.
  • Eine Offenbarung für Bierliebhaber ist das T.A.P. (G/F, 15 Hak Po Street / Kowloon, MongKok). Die kleine Craft Beer Kneipe ist bei eher jungem, größtenteils europäischem Publikum sehr beliebt. Die Auswahl an Craft Beer ist hervorragend und lässt keine Wünsche offen.
  • Im Tipping Point (79 Wyndham Street / Hong Kong Island, Central) werden 8 in Hongkong gebraute Biere ausgeschenkt. Das Lokal ist recht nett, die Biere sind ordentlich, begeistern uns aber nicht. Auch hier ist eher europäisches Publikum anzutreffen!
  • Die größte Auswahl an Bier, die ich bis zu diesem Zeitpunkt gesehen habe, gibt es im The Globe (Garley Building, 45-53 Graham Street / Hongkong Island, Central). Aber auch die Burger sind – zumindest rein optisch – allererste Sahne. Wir setzen uns in der gemütlichen Bar ein wenig fest und probieren Bierchen um Bierchen.
Hongkong TAP Craft Beer

Das T.A.P. lockt mit Pumpkin Ale

Straßenmärkte & Dried Seafood Street und Tonic Food Street

Ein Highlight der besonderen Art ist unser Besuch der Dried Seafood Street and Tonic Food Street im Bezirk Sheung Wan: Getrocknete Meeresfrüchte sind nämlich ein häufiger Bestandteil der chinesischen Küche und traditioneller Elixiere. Und so wundert es nicht, dass sich rund um die Vouex Road West unzählige Läden tummeln in denen es also nicht nur Ginseng sondern auch getrocknete Seesterne und Seepferdchen sowie Vogelnester gibt. Wie Ihr Euch sicher denken könnt, sind Herr Wallygusto und ich davon schaurig-fasziniert. Dazwischen werden an Kiosken immer wieder flache Enten, scharfe Würste und dicke Speckschwarten feilgeboten.

Spannend finden wir auch den Besuch der ganz „normalen“ Straßenmärkte, auf denen frisch geschlachteter Fisch und Fleisch, Gemüse und Obst verkauft werden. So große Ingwerwurzeln gibt es bei uns in Deutschland (leider) nicht zu kaufen! Und auch generell stellen wir fest, dass Obst & Gemüse eine weitaus bessere Qualität (zumindest optisch) als bei uns zu haben scheinen.

Weitere Informationen zu diesen – für uns Europäer – speziell anmutenden Märkten findet Ihr auf www.hong-kong-traveller.com und www.discoverhongkong.com.

Fazit

Ein Besuch in Hongkong ist also auch in kulinarischer Sicht ein absolutes Erlebnis – auch für Vegetarier.  Die Auswahl an – auch absolut erstklassigen – Restaurants ist einfach gigantisch und lässt in keinerlei Hinsicht Wünsche offen. Und wenn Ihr euch nicht scheut, auch exotischere Gerichte auszuprobieren kommt Ihr so oder so auf Eure Kosten!

Deutschland Unterwegs

Sachsen: Die Sächsische Schweiz | Nord-Nord-Ost (3)

26. Mai 2016
Sächsische Schweiz - Bastei

Anfang des Jahres habe ich Euch von unserer wahnsinnig entspannten Woche am Müritzsee erzählt – die nach einem Wochenende im lebhaften Hamburg genau da Richtige war, um wieder runterzukommen. Unser Urlaub in deutschen Landen war damit aber noch lange nicht am Ende – das wahre Highlight folgte nämlich noch: Die Sächsische Schweiz!

Schon als ich vor über 10 Jahren während einer Tagung das erste Mal in der Sächsischen Schweiz war, hat mich die zauberhafte Gegend mit ihren einzigartigen Felsformationen fasziniert. Noch Wochen – ach, was sag’ ich – JAHRE später habe ich Herrn Wallygusto immer wieder davon vorgeschwärmt. Dass wir es erst letztes Jahr gemeinsam dort in geschafft haben, mag vor allem daran liegen, dass wir einfach zu viele Ideen für Reiseziele haben. An der Landschaft oder zu wenig Möglichkeiten, zu wandern lag es bestimmt nicht. 😉

Pirna

Bevor wir unser Domizil in Königsstein beziehen, statten wir Pirna einen kurzen Besuch ab. Die hübsche Altstadt mit ihren vielen Restaurants und Cafés ist ideal, um gemütlich ein Eis zu schlecken. Um die Kalorien wieder zu verbrennen, erklimmen wir die Festung Sonnstein. Von dort oben genießen wir eindrucksvolle Blicke über die Stadt.

Anschließend nutzen wir die Gelegenheit, um uns im Kaufland mit neuen Vorräten einzudecken. Neben der großen Auswahl an regionalen Produkten fand ich übrigens erstaunlich, dass es dort flaschenweise Rotwein-Cola zu kaufen gibt.

Königstein

Wir schlagen unser Basislager im ca. 2.400 Einwohner zählendem Königstein auf. Königsstein liegt rund 35 km von Dresden entfernt und verdankt seinen Namen der einstigen Burg und späteren Festung, die 1241 erstmalig urkundlich erwähnt wurde. Das erste Mal wurde die Gemeinde Königstein übrigens in einer Urkunde aus dem Jahre 1379 erwähnt. Königsstein ist der optimale Ausgangsort für faszinierende Landschaftserlebnisse in der wunderschönen Sächsischen Schweiz. Ansonsten finden wir Königstein sehr unspektakulär, ja fast schon ein bisschen langweilig. Aber für Wanderungen in der Sächsischen Schweiz gibt es fast keinen besseren Ausgangsort.

Säschische Schweiz - Königstein

Nachts

Mit dem Feriendomizil Liliensteinblick haben wir die perfekte Ferienwohnung gefunden: Die Wohnung ist nicht nur komfortabel und ist im mediterranem Stil eingerichtet, wir haben noch dazu einen einzigartigen Blick auf den Lilienstein. Und zwar von der eigenen Terrasse. Durch die ruhige Hanglage am Waldrand auf einem separaten 1400 qm großen Gartengrundstück mit großer Wiese wohnen wir nahezu ungestört – nur zwei verspielte (oder hungrige???) Katzen und ein herrschsüchtiger Hahn rücken uns ein bisschen auf die Pelle. Alles in allem eine der schönsten Ferienwohnung, die wir je hatten!

Internet: www.feriendomizil-liliensteinblick.de
Adresse:
Gohrischer Str. 18 · 01824 Königstein

Tagsüber

Klar, dass wir auch in der Sächsischen Schweiz fleißig am Wandern sind. Fast alle Touren, die wir während unseres Urlaubs dort gemacht haben, stammen aus dem Rother Wanderführer Elbsandsteingebirge: Die schönsten Touren in der Sächsischen Schweiz mit Malerweg (Affiliate Link).

Unsere erste Wanderung (Tour 20) führt Herrn Wallygusto und mich auf den höchsten Berg der Sächsischen Schweiz, den Großen Zschirnstein. Auf unserem Weg zu einer der schönsten Aussichten kommen wir an dem gemütlichen Hofcafè Marienhof in Kleingießhübel vorbei. Auf dem Rückweg machen wir einen kleinen Abstecher in Reinhardtsdorf, um die sehenswerten Malereien in der dortigen Kirche zu bewundern.

Empfehlenswert ist auch die Tour 27, der sogenannte Flößersteig. Der informative Naturlehrpfad führt auf den Spuren der Flößer durch das wildromantische Kirnitzschtal. Beim Gasthof Lichthainer Wasserfall kehren wir ein, um ganz hervorragende Waldmeisterbrause zu trinken. Da der Gastgarten aber ansonsten eher ungemütlich ist, ziehen wir schnell wieder weiter. In der sehr gemütlichen Neumannmühle gibt’s schließlich gute Eierschecke und aromatisches Eibauer Schwarzbier. Zurück nehmen wir übrigens den Bus – das letzte Stück der Wanderung war nämlich sehr schlammig und landschaftlich auch nicht mehr ganz so faszinierend.

Direkt von unserer Ferienwohnung in Königsstein aus wandern wir zum Pfaffenstein. Bevor wir uns die größte Felsnadel der Sächsischen Schweiz, die Barbarine, anschauen, kehren wir aber in der Berggaststätte Pfaffenstein ein. Dort wird sehr viel Wert auf Bio und regionale Produkte gelegt – und auch die Auswahl an veganen und vegetarischen Gerichten kann sich sehen lassen. Herr Wallygusto erfreut sich an fluffigem Käsekuchen mit viel Sahne, während ich mich an einem sehr guten, wenn auch ein wenig salzigem Bohneneintopf labe. Nachdem wir das Plateau des Pfaffensteins und die unglaubliche Aussicht ausreichend genossen haben, wandern wir über die Festung Königstein zurück zu unserer Unterkunft.

Das Highlight unseres Urlaubes ist aber eindeutig die Wanderung zur Schrammsteinaussicht und dem Großer Winterberg (Tour 28). Zuerst geht es in Bad Schandau mit dem Elektrischen Personenaufzug aus dem Jahr 1904 (Ticket € 1,80 / 2015) nach Ostrau, wo wir nach einer schönen Holzhaussiedlung auf den eigentlichen Beginn unserer Wanderung stoßen. Der Weg ist einer der Höhepunkte der hinteren Sächsischen Schweiz und besticht durch spektakuläre Aussichten und wilde Schluchten. Erfreulicherweise kommt auch das kulinarische Vergnügen nicht zu kurz: Im Gasthaus Großer Winterberg genießen wir auf der tollen Sonnenterrasse fruchtige Tomaten-Kartoffelsuppe und mit Kräutern marinierter Hirtenkäse. Gestärkt wandern wir weiter zu den Lichtenhainer Wasserfällen, von wo aus uns die historische Kirnnitzschtalbahn für € 5 zurück nach Bad Schandau bringt.

Von Tour 8 zur Felsbildung Labyrinth haben wir uns ein wenig mehr erwartet. Aber wahrscheinlich sind solche Formationen nur für Kinder richtig interessant – zumindest kommen wir uns im Labyrinth vor wie auf einem großen Kinderspielplatz. Lohnend ist der kurze Abstecher zum Bernhardstein-Panoramablick.

Die kleine Wanderung zur Bastei ist ein absolutes Muss, wenn man in der Sächsischen Schweiz zu Gast ist. Wir waren auch hier ein wenig enttäuscht, denn auf allen Fotos sieht die Bastei immer sehr beeindruckend aus.  Mit eigenen Augen betrachtet wirkt das Bauwerk auf uns allerdings weit weniger imposant. Viel spannender finden wir die Kletterer, die an dem Bergmassiv gegenüber hängen. 🙂 Ein schönes Fotomotiv ist die Bastei aber allemal! Zurück gehen wir über die romantischen Schwedenlöcher und den künstlich angelegten Amselsee.

Mahlzeit

Da wir in unserer Ferienwohnung eine vollausgestattete Küche haben, versorgen wir uns weiterhin selbst. Einkehren tun wir nur unterwegs – und wo, habe ich Euch ja oben bereits verraten. Und so gibt es an dieser Stelle – bis auf eine Ausnahme – lediglich ein paar Einkaufstipps für Euch:

Der Nahkauf in Bad Schandau (Dresdner Str. 2a) kann uns durch seine gute Auswahl an Bio Produkten, Gemüse und (teilweise regionalen) Wein überzeugen.

Katrin’s Naturkostladen (Zankenstr. 4, 01814 Bad Schandau) ist zwar nicht besonders groß, hat aber eine gute Auswahl.

Im Biosfaire Regiomarkt im Nationalparkbahnhof (Bahnhof 6, 01814 Bad Schandau)  werden neben regionale Nudeln, Eier, Wurst und jede Menge andere Premiumprodukte, Bio-Produkte und Fairtrade-Artikel angeboten. Leider haben wir noch sehr viele Vorräte, so dass es beim Stöbern bleibt.

Im Café im Sachsenhof (Bielatalstr. 21, 01824 Königstein) decken wir uns regelmäßig mit Streuseltalern und Schweinsohren mit Schoko für unterwegs und schmackhaften Brot für’s Frühstück ein.

Wie es in Schrägers Gasthaus (Kirchgasse 1, 01824 Königstein) aussieht, können wir jetzt gar nicht sagen. In der Gasse vor dem Lokal sitzen wir jedenfalls sehr gemütlich und genießen ein kühles Pils von Feldschlößchen.

Fazit

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Klar ist eine Fernreise, auf der man fremde Kulturen kennenlernen kann, spannend. Man sollte dabei aber nicht vergessen, dass es auch in Deutschland unglaublich schöne Ecken gibt, die eine Reise absolut wert sind. Wir werden unseren „Heimaturlaub“ also bald wiederholen – zumindest in der Sächsischen Schweiz. Die Fahrt von München hierher lohnt sich nämlich auch für ein verlängertes Wochenende!

Deutschland Unterwegs

Mecklenburg-Vorpommern: Schwerin, Müritzsee & Neustrehlitz | Nord-Nord-Ost (2)

29. Februar 2016
{Unterwegs} Nord-Nord-Ost - 2. Teil Mecklenburg-Vorpommern: Schwerin, Müritzsee & Neustrehlitz

Oh je….ist es wirklich schon so viele Monate her, seit ich von unserem Sommerurlaub berichtet habe? Dabei war Hamburg nur die 1. von insgesamt 3 Etappen – wenn ich in dem Tempo weitererzähle, steht wahrscheinlich schon der nächste große Urlaub vor der Türe!

Lange Rede, kurzer Sinn: Nach einem ereignisreichen und von leckerem Essen begleiteten Wochenende in Hamburg geht die Reise weiter nach Mecklenburg-Vorpommern! Dort beginnt der gemütliche und sportliche Teil des Urlaubs! Endlich! 🙂

Müritzsee im Müritz Nationalpark

Schwerin

Auf unserem Weg an die Müritz machen wir aber erst einmal in Schwerin halt. Dort findet sich mit dem Schloss Schwerin ein absoluter Glanzpunkt Mecklenburg-Vorpommerns! Ansonsten lockt die Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern mit einer pittoresken Altstadt, dem imposanten Schweriner Dom und dem Altstädtischen Rathaus.

{Unterwegs} Nord-Nord-Ost - 2. Teil Mecklenburg-Vorpommern: Schwerin, Müritzsee & Neustrehlitz

In der Altstadt gibt es eine große Anzahl an Cafés und Restaurants:

  • In der Soupiére (Puschkinstr. 59) gibt es eine große Auswahl an Suppen und Eintöpfen. Erfreulicherweise wird dabei auch an Vegetarier und Veganer gedacht. Die Portionen sind ordentlich und die Suppen sehr schmackhaft!
  • Das Café Röntgen hingegen kann uns leider nicht überzeugen. Und dass trotz der riesigen Auswahl an Kuchen und Torten, die in der langen Theke angeboten werden. Zwar haben wir von der Terrasse einen tollen Ausblick auf das rege Treiben auf dem Marktplatz, der Service kommt uns jedoch ein wenig durcheinander und ziemlich unaufmerksam vor. Auch erfüllen Lübecker Nuss-Sahne und Bauern-Apfel-Torte leider nicht ganz unsere Erwartungen.

Café Röntgen in Schwerin

Waren

Hauptziel dieser Etappe ist Waren. Das malerische Städtchen liegt mitten in der mecklenburgischen Seenplatte, eingebettet zwischen Müritz, Tiefwarensee und Feißneck. Im nahen Müritz-Nationalpark wollen wir die nächsten Tage viel Wandern und Radfahren. Und hoffentlich auch den ein oder anderen Fisch- und Seeadler beobachten.

Waren im Müritz Nationalpark

Die malerische Gegend rund um den Müritzsee scheint aber eher für älteres Publikum interessant zu sein: Herr Wallygusto und ich senken trotz unserer fast 40 Lenze das Durchschnittsalter fast überall deutlich ab. Uns stört das aber nicht weiter, denn die Landschaft des Müritz-Nationalpark mit ihren Wäldern, Seen und Mooren ist einfach atemberaubend. Die Natur ist hier ungestört und stets im Wandel und daher gibt es täglich Neues für uns zu entdecken. Außerdem ist es soo unglaublich ruhig und beschaulich – so ruhig, dass wir auf unseren Touren eigentlich fast immer allein sind. Der Erholungsfaktor liegt – zumindest bei uns – bei über 100%. Mehr Informationen über dieses Naturerlebnis gibt es auf der Website des Müritz-Nationalparks.

Flora & Fauna im Müritz Nationalpark

Nachts

Das Apartmenthaus mit dem wohlklingenden Namen Residenz am See liegt tatsächlich direkt am ruhigen Ufer des Müritzsee. So kommt es, dass wir von unserem Balkon aus einen traumhaften Blick auf dieses herrliche Gewässer haben. Und nicht nur das: Die historische Altstadt von Waren ist nur 100 m entfernt. Klar mag es in Waren schickere Anlagen geben, aber unser gemütliches Studio ist hell und sauber. Außerdem lässt die Ausstattung keine Wünsche offen: Wir haben eine sehr gut ausgestattete Küche, Kabel-TV (das wir nicht einmal anhatten) und sogar ein Radio.

Internet: www.amseeufer.de
Adresse: Am Seeufer 59, 17192 Waren

Residenz am See - Müritz Nationalpark

Tagsüber

Schon bei den Urlaubsvorbereitungen wuchs in uns der Wunsch, mal wieder gemeinsam das Paddel zu schwingen. Schließlich lässt sich eine Seeplatte am besten auf dem Wasser erkunden, oder etwas nicht? Gesagt getan: Unser erster Ausflug führt uns also zum Paddel-Paul, wo wir uns ein 2er-Wanderkajak leihen. Nach einer kurzen Einweisung geht’s auch schon los, die Alte Fahrt (bis in die 1930er Jahren die einzige schiffbare Verbindung zwischen der Müritz und den Gewässern um Mirow und der oberen Havel) entlang! Anfangs war ich ein wenig skeptisch, denn bei unserer letzten Paddeltour in Kanada stellten wir beide uns recht ungeschickt an und kamen kaum vom Fleck. Aber schon nach kurzer Zeit hatten wir unser Nussschale gut unter Kontrolle. Und was soll ich noch sagen: Die Landschaft ist einfach überwältigend! Und die vielen Seerosen, ein Traum!

Alte Fahrt - Müritz Nationalpark

Seerose im Müritz Nationalpark

Zum Glück tun uns vom Paddeln nur die Arme weh, so dass am nächsten Tag einer Radtour nichts im Wege steht. Wir schwingen uns also auf unser Bikes und folgen dem Müritzradweg (Quelle: www.gps-tour.info) von Waren nach Boeck. Dort kehren wir im Restaurant Auszeit ein und stärken uns mit Mohneierschecke und Eierkuchen mit Kirschen und Eis.

Restaurant Auszeit im Müritz Nationalpark

Unsere erste Wanderung zu Fuß führt uns mitten in den Müritz-Nationalpark zum Landschaftspflegehof Müritzhof. Hier wird auf einer Fläche von etwa 230 Hektar extensive Weidewirtschaft betrieben. Von den zu diesem Zweck gehaltenen alten Haustierrassen sehen wir (leider) nur das skandinavische Fjällrind. Von flauschigen Gotlandschafen und stämmigen Shetlandponys ist bei unserem Besuch leider keine Spur zu sehen. Zum Trost gibt’s in der angeschlossen Gaststätte leckeren Kuchen mit Pflaumen und Butterstreuseln.

Müritz Nationalpark

Unsere Radtour über die malerischen Örtchen des Müritz-Nationalparks (Federow -Klackow – Klein-Dratow – Schwastorf – Kargow) fällt kürzer aus als erwartet – wahrscheinlich sind wir auf dem Fahrrädern einfach zu flott unterwegs. 😉 Zeit genug also, um in der Bunten Kuh (Dammerower Str. 8, 17192 Federow) eine riesige Portion leckeren Milchreis mit Kirschen zu essen. In der rustikalen Gaststätte am Müritz-Radweg bekommt Ihr übrigens auch eine große Auswahl an Sanddornspezialitäten. Vor allem die Sanddorn-Bonbons mit ihrem leicht herben Geschmack sind wirklich toll!

Radfahren im Müritz Nationalpark

Mahlzeit

In Waren selbst waren wir kein einziges Mal beim Essen – nicht mal auf einen kleinen Kuchen! Kaum zu glauben, oder? Wir haben uns schließlich selbst versorgt und tagsüber gab’s unterwegs genug Möglichkeiten, zur Verköstigung. Lebensmittel kaufen wir während unseres Aufenthaltes hier:

Der Müritzer Bauernmarkt (Hafenstr. 3, 17192 Klink) bietet auf zwei Etagen eine breite Palette regionaler Produkte, Souvenirs und Accessoires. Außerdem gibt’s die größte Auswahl an Kinderbüchern in der Region. Natürlich interessiert uns ganz besonders die Käseauswahl, die von Bierkäse bis hin zu einer Variante mit Kreuzkümmel reicht. Außerdem gibt’s recht ordentliches Mehrkornbrot!

Müritz Nationalpark Selbstversorger

Auch entdecken wir in der Altstadt und in Papenburg Supermärkte der Kette EDEKA. Die Filiale im Stadtteil Papenburg ist riesig und hat eine ganz hervorragende Auswahl. Wir decken uns hier gleich mehrmals mit Gemüse, Bio-Nudeln und Käse ein. Sehr empfehlenswert ist auch ein Besuch der Bäckerei Hatscher: Dort gibt es ein aromatisches Vitalbrot.

Wenn wir doch mal auf der Piste waren, hat es uns in’s Amboss gezogen: Der wildromatische, kleine Biergarten der Kneipe hat es uns total angetan!  Neben einer recht umfangreichen Getränkeauswahl werden auch kleine Gerichte und Eis angeboten.

Kneipe Amboss in Waren im Müritz Nationalpark

Neustrehlitz

Auf unserm kurzen Spaziergang durch Neustrehlitz erkunden Herr Wallygusto und ich die pittoreske Altstadt rund um den Marktplatz. Auch das Schloss und der umliegende Garten sind absolut sehenswert.

Unterwegs in Neustrehlitz Neustrehlitzer Schloss

Am Neustrehlitzer Stadthafen entdecken wir den 1856 erbauten und 2014 restaurierten Alten Kornspeicher. Dieser beherbergt neben einem Hotel und einem Restaurant auch die Kaffeerösterei Bohn‘ aparte, in der wir einen ganz vorzüglichen Cappuccino trinken.

Kaffeerösterei Bohn'aparte in Neustrehlitz

Fazit

  1. In Meck-Pomm ist es einfach schön – hier gibt es Natur pur & pittoreske Städtchen für Kulturliebhaber!
  2. Wanderführer sind völlig überbewertet – wenn die Beschilderung so hervorragend wie im Müritz-Nationalpark ist.
  3. Paddeln ist anstrengend, aber wir werden es wieder tun. Und zwar schon ziemlich bald. In Schottland. 🙂
  4. Auch eine flache Landschaft, so ganz ohne Berge, kann wunderschön sein. Wer was anderes sagt, hat’s noch nie ausprobiert!