Browsing Tag

indisch

Kartoffeln | Hülsenfrüchte Lieblingsrezepte Vegan

Blumenkohl mit Kichererbsen

11. Januar 2019
Blumenkohl mit Kichererbsen | Rezept auf www.wallygusto.de

Heute ist mal wieder Zeit für ein Geständnis: Ich sammle Kochbücher. Und probiere fast nie etwas daraus aus. Kochbücher führen bei mir das Dasein von Bilderbüchern, durch die ich gerne blättere. Beim zweiten Durchblättern versehe ich dann unzählige Rezepte mit Einmerkern – um sie dann in den seltensten Fällen nach zu kochen. Was uns zu einer weiteren – wirklich sehr guten – Frage führt! Warum essen Herr Wallygusto und ich eigentlich so selten Blumenkohl? Dabei mögen wir ihn beide sehr gerne und Blumenkohl in Bierteig gehört quasi zu unseren Leibspeisen. Zeit also, mal ein neues schmackhaftes Gericht auszuprobieren: Blumenkohl mit Kichererbsen.

Disclaimer: Dieser Beitrag enthält unter anderem unbezahlte und nicht beauftragte Empfehlungen und Verlinkungen. Ich teile mit euch nur, was ich für interessant und teilenswert halte.

Das Rezept für den indisch inspirierten vegetarischen Genuss stammt aus Vegetarisch! Das Goldene von GU. Da ich Curry gerne ein wenig flüssiger mag und es gerne intensiv nach Kokos schmecken darf, habe ich Zubereitung und Mengenverhältnisse ein wenig an meine Bedürfnisse angepasst.

Blumenkohl mit Kichererbsen

Menge: 2 Personen

Blumenkohl mit Kichererbsen

Zutaten

  • Rapsöl
  • 1 Zwiebel, halbiert und in Ringen
  • 1 kleiner Blumenkohl, in kleinen Röschen
  • ½ TL Safranfäden
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 400 ml Kokosmilch
  • 1 Dose Kichererbsen (265 g Abtropfgewicht), abgebraust und abgetropft
  • Meersalz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • scharfes Paprikapulver
  • 1 rote Chilischote, in feinen Ringen
  • nach Belieben glatte Petersilie, gehackt

Zubereitung

  1. Rapsöl in einem große Topf erhitzen und Zwiebeln darin glasig dünsten. Blumenkohl zugeben und unter Rühren 1-2 Minuten anbraten. Gemüsebrühe mit der Safranflüsssigkeit vermischen , dann zusammen mit der Kokosmilch zugießen und 3-4 Minuten köcheln lassen, bis der Blumenkohl noch ordentlich Biss hat. Ruhig öfter umrühren, so dass sich die gelbe Farbe gut verteilt.
  2. Mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer kräftig würzen. Kichererbsen in ein Sieb abgießen, abbrausen, abtropfen lassen und in der Kokos-Safran-Brühe erwärmen. Dabei darauf achten, dass der Blumenkohl nicht zu weich wird. In tiefe Teller verteilen und mit Chili und Petersilie bestreut servieren.
https://wallygusto.de/2019/01/11/blumenkohl-mit-kichererbsen/

Mein Tipp

Statt Basmatireis oder Naan-Brot passt auch Buchweizen sehr gut als Beilage. Und aus den restlichen Röschen könnt Ihr Euch am nächsten Tag Blumenkohl-Käse-Sahne-Sauce machen. ;-)

Events Magazin

Meine persönliche #foodblogbilanz18 – das war unser kulinarisches Jahr 2018!

31. Dezember 2018
Kaum zu glauben, aber schon wieder ist ein Jahr rum -  Zeit für unsere persönliche #foodblogbilanz18! Natürlich kommt auch diese nicht ohne Rezepte aus! ;-)

Kaum zu glauben, aber schon wieder ist ein Jahr rum –  Zeit für unsere persönliche #foodblogbilanz18! 2014 hat die liebe Sabine von Schmeckt nach mehr [Unbeauftragte Werbung | Verlinkung] das erste Mal dazu aufgerufen. Dieses Jahr hat Sina von Giftigeblonde [Unbeauftragte Werbung | Verlinkung] den Staffelstab wieder übernommen und feiert mit ihr gemeinsam ein kleines Jubiläum. Als großer Fan von Jahresrückblicken bin ich auch dieses Jahr wieder gerne dabei, die letzten 12 Monate kulinarisch und blogtechnisch Revue passieren zu lassen.

Was war 2018 dein erfolgreichster Blogartikel

In 2018 hat das Quitten-Chutney mit Chili den Whisky-Honig-Senf vom Thron gestoßen! Was auch nicht verwundert, denn „Quitten-Chutney“ ist der beste Suchbegriff, der die meisten Besucher zu uns gelockt hat.

Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?

Reiseberichte bedeuten mir immer viel! Komisch nur, dass ich immer sehr lange brauche, sie zu schreiben. Ganz besonders gerne habe ich nämlich meinen Bericht über unseren letztjährigen Urlaub im Snowdonia-Nationalpark, der erst im Mai 2018 online gegangen ist. Entspannter kann man wirklich nicht reisen! Und auch wenn die Berge dort nicht besonders hoch sind, ergeben sich immer schöne Aussichten!

Das Rezept für Tortellini mit Tomatensauce & Mozzarella mag ich besonders gern, weil es super einfach zubereitet und sehr, sehr lecker ist. Aufgrund des ansprechenden Fotos hat sich eine Kollegin an’s Nachkochen gemacht und anschließend in den höchsten Tönen davon geschwärmt. Das sind die Moment, für die es sich lohnt, weiter zu bloggen!

Mit der Kichererbsen-Tajine mit Auberginen & Kirschtomaten hat Herr Wallygusto uns – und auch Gäste – schon oft beglückt: Die Kombination aus Auberginen und Salzzitrone ist einfach traumhaft. Das Gericht lässt sich außerdem ohne das klassische Schmorgefäß aus Lehm zubereiten.

Wanderung zum Cadair Idris | Travel Guide Snowdonia Nationalpark

Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?

Auch dieses Jahr ist es mir nicht möglich, drei Blogartikel aus der Menge an tollen geistigen Ergüssen herauszupicken. Ich verweise daher wieder auf meine Rubrik Lieblingslinks. Dort stelle ich Euch seit einem Jahr die Themen vor, die mir besonders interessant und/oder wichtig vorkamen.

Welches der Rezepte, die du 2018 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?

Diesen Herbst haben wir uns ein wenig am Kürbis-Pesto ausgetobt. Kürbis ist einfach wahnsinnig vielseitig und bietet bei Rezepten für Pesto ungeahnte Kombinationsmöglichkeiten. Und so hat Herr Wallygusto fleißig mit verschiedenen Zutaten experimentiert. Herausgekommen ist ein zitroniges Kürbis-Pesto mit Walnuss, welches wir 2018 wohl am häufigsten immer wieder und wieder zubereitet haben.

Zitroniges Kürbis-Pesto mit Walnuss | Rezept auf www.wallygusto.de

Welches Koch- oder Blog-Problem hat dich 2018 beschäftigt? Und hast du es gelöst?

Das große Angstthema des Jahres war sicherlich die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung), die mit 25.05.2018 anzuwenden war. Reihenweise verkündeten Blogs ihren Rückzug aus dem öffentlichen Leben, da man sich nicht sicher war, die Vorgaben umsetzen zu können. Da ich selbst auch kein großer Fan rechtlicher Themen bin, war auch ich kurz am Überlegen, ob ich nicht hinschmeiße und den Blog Blog sein lasse. Aber dank Internetrecherche,  akribischer Vorbereitung und einer umfangreichen Checkliste habe ich das Thema DSGVO dann doch generalstabsmäßig gelöst.

Ähnlich erfolgreich sah es auch hinter dem Herd aus: Kochprobleme gab es auch dieses Jahr keine. Wenn man mal von dem Rezept für Buchweizen-Gemüsepflanzerl mit Selleriepüree absieht, das Herrn Wallygusto und mir komplett in die Hose gegangen ist. Vegetarische Pflanzerl wird es so schnell also nicht auf dem Blog geben. Wie heißt es doch so schön? Schuster bleib’ bei Deinen Leisten! In unserem Falle sind das wohl indische Curries. Da klappt es dann auch  witzigerweise mit den Soja-Linsenbällchen. ;-)

Indisches Soja-Linsenbällchen-Curry | Vegetarisches Rezept auf www.wallygusto.de

 

Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?

Für Foodblogger gibt es immer viel zu entdecken und auszuprobieren. So war auch 2018 wieder voller kulinarischer Offenbarungen:

Im Sommer wurde in Cornwall unsere Liebe für eine der dortigen Spezialitäten entfacht: Cornish Pasty! Die kleinen Pasteten wurden früher von den Minenarbeitern während der Arbeit gegessen. Klassisch gefüllt mit Rindfleisch, Kartoffeln, Steckrüben und Zwiebeln, erfreuen sich inzwischen auch etliche vegetarische und vegane Varianten großer Beliebtheit.

Sehr oft und gerne kam auch Estragon zum Einsatz: Das nahe mit dem Wermut verwandte Kraut landete unter anderem in Pestos, Spaghetti und Nudelpfannen. Kaum zu glauben, denn früher empfand ich Estragon immer als notwendiges Übel, da mir sein Anis-Geschmack eigentlich viel zu penetrant ist.

Nachdem ich mich die letzten Jahre erfolgreich an Chutneys versucht habe, wagte ich mich 2018 das erste Mal an das Einkochen von Marmelade! Herausgekommen sind eine Erdbeer-Rhabarber-Marmelade mit toller Vanillenote und eine fruchtige Quitten-Marmelade mit herbstlichen Gewürzen. Neue Sorten für nächstes Jahr sind schon in Planung – Ihr dürft also gespannt sein!

Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf dein Blog gekommen sind?

Immer wenn ich denke, es gab gar keine lustigen Suchbegriffe, stoße ich in den Untiefen meiner Blogstatistik doch auf ein paar richtige Schenkelklopfer:

  • Fränkische Brotzeit lustige – Eine Brotzeit wird in Franken lustig, wenn man ein paar „Seidla“ dazu trinkt. Bei der guten Bierauswahl sollte das – zumindest in der Fränkischen Schweiz – kein großes Problem sein.
  • Käsespätzle gesund – Dieser Suchbegriff ist wirklich sehr beliebt, taucht er doch alle Jahre wieder in der Statistik auf. Aber glaubt mir, so oft Ihr auch danach googelt: Wirklich gesund sind Käsespätzle wohl (leider) nicht! ;-)

Was wünschst du dir und deinem Blog für 2019?

Wie jedes Jahr wünsche ich mir wieder viel Inspiration & interessierte Leser, die meine Blogartikel gerne und regelmäßig lesen. Auch möchte ich mir weiterhin wenig Druck beim Bloggen machen: Das Schreiben und Fotografieren ist mein Hobby, nicht mein Broterwerb. Der Blog ist und bleibt ein großes Hobby von mir!

Travel Guide | Oxford

Das war sie wieder, meine persönliche #foodblogbilanz18!

Solltet Ihr auch eine Foodblogbilanz veröffentlicht haben, hinterlasst gerne einen Link hierauf in den Kommentaren! Der kleine Blog macht jetzt ein bisschen Winterschlaf, Mitte Januar geht es aber munter weiter! Herr Wallygusto und ich wünschen einen guten Rutsch ins neue Jahr & freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen mit Euch!

Das Foto von Erwan Hesry habe ich auf Unsplash gefunden.

Indisch Lieblingsrezepte Vegan

Lobia Aloo Masala Curry – Schwarzaugenbohnen-Kartoffel-Curry

15. Oktober 2018
Lobia Aloo Masala Curry - Schwarzaugenbohnen-Kartoffel-Curry | Rezept auf www.wallygusto.de

Wenn ich auf Reisen bin, halte ich natürlich meine Augen immer nach kulinarischen Besonderheiten offen! Im wirklich schön eingerichteten Restaurant Nepali Kitchen in Shanghai bin ich über ein super leckeres Lobia Aloo Masala Curry gestolpert. Und nachdem ich ja ein ausgesprochener Fan von Hülsenfrüchten bin, sind die erkennbaren und erschmeckbaren Zutaten gleich auf meine Nachkochliste gelandet. Nach ein bisschen Recherche habe ich dann noch eine “Geheimzutat” gefunden, die in diesem Rezept (sowie in vielen anderen indischen bzw. indisch-angehauchten Rezepten) auf keinen Fall fehlen sollte: Bockshornkleeblätter. Probiert es mal aus!

Lobia Aloo Masala Curry – Schwarzaugenbohnen-Kartoffel Curry

Menge: 2-3 Personen

Lobia Aloo Masala Curry – Schwarzaugenbohnen-Kartoffel Curry

Zutaten

    Für die Zwiebel-Tomaten-Paste:
  • 2 TL Öl
  • 1 kleine Zwiebeln, gehackt
  • 3 Tomaten, gehackt
  • 1 cm Ingwer, gehackt
  • 1 Knoblauchzehen, gehackt
    Für das Curry:
  • 90 g Schwarzaugenbohnen, black eyed beans (lobia)
  • 2 mittlere Kartoffeln, vorwiegend festkochend, in kleinen Würfel
  • 1 Zwiebel, gehackt
  • 1-2 grüne Chilis, fein gehackt
  • 1 TL Kreuzkümmelsamen (Cumin)
  • 1/2 TL Korianderpulver
  • 1/2 TL Kurkumapulver (Tumeric)
  • 1/2 TL Chillipulver
  • 400 ml Wasser
  • 1/2 TL Garam Masala
  • 1 TL Bockshornkleeblätter, getrocknet (Kasuri Methi)
  • 1 TL Zitronensaft (oder 1 TL Salzzitronenlacke ==> dann Salz weglassen)
  • 1/2 TL Salz
  • 3 EL Öl

Zubereitung

  1. Bohnen wachen und für mindestens 6 Stunden (am besten über Nacht) einweichen und dann abgießen.
  2. Zunächst die Zwiebel-Tomaten-Paste zubereiten, indem man das Öl zusammen mit den Gemüse in einem Mixer zu einer glatten Paste püriert.
  3. Nun in einem Topf das Öl bei mittlerer Hitze erhitzen und die Zwiebeln zusammen mit den Kreuzkümmelsamen hinzufügen. Für einige Minuten unter Rühren andünsten bis die Zwiebeln weich sind.
  4. Jetzt die Kartoffeln und die Chillis hinzugeben und weitere 2-3 Minuten mit anbraten.
  5. Anschließend die Zwiebel-Tomaten-Paste und die Bohnen hinzufügen und für etwa 4 Minuten unter ständigem Rühren schmoren lassen.
  6. Als nächstes bei niedriger Hitze Koriander-, Kurkuma- und Chillipulver sowie Salz unterrühren und kurz mit anschmoren.
  7. Nun das Wasser hinzufügen (je nach gewünschter Konsistenz etwas mehr oder weniger Wasser) und das Ganze bei geschlossenem Topf 10 Minuten köcheln lassen. Dabei gelegentlich umrühren.
  8. Garam Masala unterühren und nochmals für etwa 10 Minuten bei geschlossenem Topf kochen bis die Bohnen weich sind.
  9. Abschließend Bockshornkleeblätter und Zitronensaft (bzw. Salzzitronenlacke) unterrühren und servieren.
https://wallygusto.de/2018/10/15/lobia-aloo-masala-curry-schwarzaugenbohnen-kartoffel-curry/

Meine Tipps

Als Beilage eignet sich sowohl Naan als auch einfacher Reis.

Bockshornkleeblätter bekommt man in indischen Lebensmittelläden sowie in den meisten gut sortierten Asia-Lebensmittelmärkten. Der indische Name ist “Kasuri Methi”oder “Kasoori Methi” und im Englischen sind sie als “fenugreek leaves” bekannt.

Brot | Brötchen Indisch Lieblingsrezepte

Knoblauch Naan – ein herzhaftes indisches Fladenbrot

11. Mai 2018
Knoblauch Naan garlic | Rezept auf www.wallygusto.de

Knoblauch ist, mit Ausnahme der vedischen Küche, ja ein sehr häufiger Bestandteil der indischen Küche. Man könnte meinen, neben Zwiebeln und Chilis sogar einer der wichtigsten. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass es vom auch so schon recht leckerem Naan auch eine Variante mit Knoblauch gibt. Knoblauch Naan eignet sich nicht nur als Beilage für Currys, sondern auch als Begleiter zum Dippen von eher milden Joghurtsaucen und feurigen Chutneys.

Unsere Variante wird noch durch Frühlingszwiebel und schwarzem Sesam aufgepeppt, was dem Knoblauch Naan einen gewissen Twist gibt. Es wird Euch sicher genauso gut schmecken wie uns. Falls Ihr dennoch lieber ein gewöhnliches Naan sucht, dann schaut mal hier.

Knoblauch Naan - ein herzhaftes indisches Fladenbrot

Menge: 4 Naan

Knoblauch Naan - ein herzhaftes indisches Fladenbrot

Zutaten

  • 160 g Vollkorn-Dinkelmehl
  • 160 g Dinkelmehl
  • 1-2 Knoblauchzehe, zerdrückt
  • 1-2 Knoblauchzehen, gehackt
  • 2 Frühlingszwiebeln, in feinen Scheiben
  • 1 TL Zucker
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 1 EL Joghurt
  • 1 TL Öl
  • 1/2 TL Salz
  • 150 ml Wasser, lauwarm
  • 2 TL schwarzer Sesam
  • Öl zum Anbraten

Zubereitung

  1. Zunächst das Mehl, Trockenhefe, Zucker, die zerdrückte Knoblauchzehe, Joghurt, Salz und Öl in eine Rührschüssel geben. Das Ganze in einer Küchenmaschine zu einem homogenen Teig verrühren. Sollte der Teig zu trocken, d.h. bröselig, sein, noch etwas Wasser hinzufügen.
  2. Anschließend den Teig mit einem feuchten Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort für eine Stunde gehen lassen.
  3. Nachdem der Teig schön aufgegangen ist, er sollte sich im Volumen etwa verdoppelt haben, den Teig in 4 Teile zerteilen und die Teile zu Kugeln formen. Die Teigkugeln nochmal für 30 min gehen lassen.
  4. Als nächstes die Frühlingszwiebeln mit dem Knoblauch und dem Sesam vermischen.
  5. Jetzt Öl bei mittlerer bis hoher Stufe in einer Pfanne erhitzen und parallel dazu die erste Teigkugel auf einer leicht bemehlten Arbeitsplatte zu einem etwa 5mm dünnen Fladen ausrollen.
  6. Den Fladen mit der Frühlingszwiebel-Knoblauch-Sesam-Mischung bestreuen und diese mit dem Nudelholz leicht in den Fladen drücken.
  7. Sobald das Öl heiß ist, den ersten Fladen hineingeben und solange anbraten, bis sich auf der Oberfläche Blasen bilden und die Unterseite schön gebräunt ist. Nun den Fladen wenden und die andere Seite ebenfalls schön braun anbraten.
  8. Mit den übrigen Teigkugeln entsprechend fortfahren.
https://wallygusto.de/2018/05/11/knoblauch-naan-ein-herzhaftes-indisches-fladenbrot/

Mein Tipp

Wer lieber frische als trockene Hefe verwendet: 1 Tütchen trocken Hefe entspricht der Wirkung von einem halben Würfel frischer Hefe. Dazu zunächst die Hefe mit dem Zucker im Wasser auflösen und etwa 10 Minuten stehen lassen bis die Hefe zu Arbeiten beginnt und sich ein Schaum auf der Flüssigkeit bildet. Nun ist die Hefe bereit um mit dem Mehl zu einem Teig verarbeitet zu werden.

Sollte es in der Wohnung keinen wirklich warmen Ort geben, um den Hefeteiges gehen zu lassen, dann habe ich einen Kniff für Euch! Einfach die Backröhre auf ca. 30 bis 40 Grad vorheizen und den Teig mit der Schüssel in den Ofen geben. Bei ausgeschaltetem Ofen für 1 Stunde darin gehen lassen. Aber Achtung: Ist der Ofen zu heiß, stirbt die Hefe und der Teig geht nicht auf!

Natürlich muss nicht Dinkel- und auch kein Vollkornmehl verwendet werden. Jedoch passt meines Erachtens die Mischung super zu Naan und den Speißen zu denen man Naan bzw. Fladenbrot isst.

Aus dem Ofen Indisch Lieblingsrezepte

Bharwan Mirch – Indische gefüllte Paprika in Cashew-Masala Sauce

4. Mai 2018
Bharwan Mirch stuffed chili | Rezept auf www.wallygusto.de

Wenn wir auf Reisen sind halten wir natürlich immer die Augen nach neuen Köstlichkeiten und Geschmackssensationen auf. Als ich dieses Jahr für ein paar Tage nach Singapur reisen durfte, war schnell klar, dass ich auch eines der zahlreichen indischen Restaurants in “Little India” aufsuchen muss. Denn die indischen Restaurants in Singapur – und vor allem die im indischen Viertel – zählen gemeinhin als sehr gute Orte um authentische indische Küche außerhalb Indiens essen zu können.

Nachdem ich nur einen Nachmittag zur freien Verfügung hatte, konnte ich leider nur ein Restaurant besuchen und ich wurde mit meiner Wahl zum Glück nicht enttäuscht. Im Khansama Tandoori Restaurant habe ich zum ersten mal Bharwan Mirch genießen dürfen. Noch vor Ort habe ich mir die wichtigsten Bestandteile, die ich erkennen und erschmecken konnte, notiert. Ergänzt um ein bisschen Recherche habe ich mich daran gemacht, dieses Geschmackserlebnis zuhause nach zu kochen. Und was soll ich sagen- das Ergebnis kann sich durchaus mit dem Erlebnis im Khansama Tandoori messen. Also wenn ihr nicht extra nach Nord-Indien oder Singapur reisen möchtet um Bharwan Mirch zu probieren, dann findet Ihr hier zumindest das Rezept zum selber ausprobieren.

Bharwan Mirch – Indische gefüllte Paprika in Cashew-Masala Sauce

Menge: 3 - 4 Personen

Bharwan Mirch – Indische gefüllte Paprika in Cashew-Masala Sauce

Zutaten

    Für die gefüllten Paprika
  • 8-12 süße/milde grüne Peperoni (z.B. Jalapenos) oder 5-6 Paprika (je nach Größe, ich verwende kleine grüne türkische Paprika bzwl. kleine grüne türkische Spitzpaprika)
  • 100 g Panneer (ersatzweise eignet sich auch Ricotta)
  • 1 mittlere Kartoffel, halb-festkochend
  • 1 TL Chilipulver
  • 1/2 TL Senfkörner
  • 1/2 TL Koriandersamen
  • 1 Kardamomsamen
  • 1/2 TL Kreuzkümmelsamen (Cumin)
  • 1/2 TL Fenchelsamen
  • 3/4 EL Sultaninen
  • 1/4 TL Mango Pulver (kann auch weggelassen werden)
  • 1 EL Cashew Kerne
  • 1/2 TL Salz
    Für die Zwiebel-Tomaten-Paste:
  • 2 TL Öl
  • 2 Zwiebeln, fein gehackt
  • 5 große Tomaten, fein gehackt
  • 2 cm Ingwer, fein gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
    Für das Cashew-Masala (400ml)
  • 100 g Cashew-Kerne
  • 1,5 TL Kreuzkümmelsamen (Cumin)
  • 3 cm Zimtstange
  • 1 große Zwiebel, feingehackt
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 TL Kurkuma (Tumeric), gemahlen
  • 1,5 TL Kashmiri Chilli Pulver (oder eine Mischung aus 1/2 TL Chillipulver und 1/2 TL mildes Paprikapulver)
  • 3/4 TL Koriander, gemahlen
  • 3/4 TL Garam Masala
  • 3/4 TL Salz
  • 450 ml Wasser
  • 1/2 Becher Schmand
  • 2 TL getrocknete Bockshornklee Blätter (kasuri methi), zerstoßen
  • 1 TL Koriandergrün, gehackt
  • Öl

Zubereitung

    Für die gefüllten Paprika
  1. Zunächst die Kartoffel in Wasser gar kochen, etwas abkühlen lassen und mit einer Gabel zerdrücken.
  2. Dann den Deckel der Paprika abschneiden und die Kerne entfernen. Bei Spitzpaprika oder Peperoni die Schote der Länge nach aufschneiden und ebenfalls die Kerne entfernen.
  3. Nun in einer kleinen Pfanne die Cashew-Kerne ohne Öl bei mittlerer Hitze bräunen (am besten auch gleich die Cashew-Kerne für die Sauce mit anbraten).
  4. Als nächstes die Senfkörner, Koriander-, Kreuzkümmel- und Kardamomsamen in der Pfanne mit einem TL Öl anbraten bis die Senfkörner das springen beginnen. Die Gewürze in einem Mörser zerstoßen.
  5. Jetzt die Kartoffelmasse mit den übrigen Zutaten und Gewürzen gut vermischen. Die Masse in die Paprikas füllen und dabei richtig fest drücken.
  6. Nun die gefüllten Schoten in eine Auflaufform mit etwas Öl geben und zugedeckt (Deckel oder mit Alufolie) zunächst für 30 Minuten bei 175°C Umluft im Backofen garen.
  7. Dann den Deckel entfernen und nochmal 10 Minuten bei 200°C und eingeschaltetem Grill garen so dass die Paprika durchaus etwas anbräunt.
    Für das Cashew-Masala
  1. Zunächst die Zwiebel-Tomaten-Paste zubereiten. Dazu die Zwiebel, die Tomaten zusammen mit Knoblauch, Ingwer und dem Öl zu einer feinen Paste pürieren.
  2. Als nächstes die Cashewkerne in einer Pfanne ohne Öl anrösten, aus der Pfanne nehmen und zur Seite Stellen.
  3. Nun 1 TL Öl in der Pfanne erhitzen und Kreuzkümmelsamen, Zimtstange und das Lorbeerblatt hinzugeben und kurz anbraten, die Zwiebeln hinzufügen und glasig andünsten.
  4. Als nächstes die vorbereitete Tomaten-Zwiebel-Paste hinzufügen und anschwitzen bis die Paste andickt.
  5. Jetzt bei niedriger Hitze Kurkuma, Chilipulver, Korianderpulver und Salz hinzufügen und für 1 Minute bei gelegentlichem Rühren mitköcheln.
  6. Als nächstes Wasser und Schmand dazugeben und solange rühren bis das Ganze homogen vermischt ist.
  7. Die Cashewkerne unterrühren und dann bei geschlossenem köcheln lassen. Nach 5 Minuten das Garam Masala hinzugeben und weitere 5 Minuten köcheln lassen.
  8. Abschließend Bockshornkleeblätter und Koriandergrün unterrühren und für 2 Minuten bei ausgeschaltetem Ofen ziehen lassen und zu den Barwan Mirch servieren.
https://wallygusto.de/2018/05/04/bharwan-mirch-indische-gefuellte-paprika-in-cashew-masala-sauce/

Meine Tipps

Als Beilage schmeckt uns dazu am besten ein indisches Naan oder Knoblauch-Naan.

Alternativ zum Garen der Paprika im Backofen kann man sie auch in der Pfanne zubereiten. Dazu etwas Öl bei mittlerer Hitze erhitzen und die Paprikas nach und nach für ca. 2 Minuten (bis die Haut leichte Blasen wirft) auf allen Seiten leicht anbraten. Die Paprika gibt man, nachdem man die Cashewkerne untergerührt hat, in die Sauce und lässt sie darin fertig garen.

Brot | Brötchen Indisch Lieblingsrezepte Vegan

Naan – ein universelles indisches Fladenbrot

30. April 2018
Naan indisches Fladenbrot | Rezept auf www.wallygusto.de

Naan kennt wahrscheinlich wirklich jeder, denn dieses indische Fladenbrot ist neben Reis sicherlich die häufigste Beilage, die in indischen Restaurants dazu bestellt wird. Und das durchaus zu Recht: Es gibt zwar eine Vielzahl von indischen Brotvarianten, aber das leicht gesäuerte und durchaus fluffige Brot ist ein universeller Begleiter zu den meisten indischen Speisen. Und nicht nur für diese, denn Naan ist auch eine häufige Beilage in anderen Regionen Süd- und Zentralasiens sowie dem des vorderen Orients.

Traditionell bereitet man Naan im Tandur, einem speziellen Backofen, zu, indem der Brotteig an die oberen Innenwände gedrückt wird. Ein Prozedur, der ich immer wieder gerne zuschaue – und bei der mir auch immer das Wasser im Munde zusammen läuft. Zum Glück lässt sich Naan aber auch leicht in Pfanne zubereiten. Unsere Version nutzt eine Mischung aus Dinkel- und Vollkorn-Dinkelmehl, was es meines Erachtens noch herzhafter macht.

Naan - ein universelles indisches Fladenbrot

Menge: 4 Naan

Naan - ein universelles indisches Fladenbrot

Zutaten

  • 160 g Vollkorn-Dinkelmehl
  • 160 g Dinkelmehl
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Trockenhefe
  • 1 EL Joghurt
  • 1 TL Öl
  • 1/2 TL Salz
  • 150 ml Wasser, lauwarm
  • 1 TL Sesam
  • Öl zum Anbraten

Zubereitung

  1. Zunächst das Mehl, Trockenhefe, Zucker, die zerdrückte Knoblauchzehe, Joghurt, Salz und Öl in eine Rührschüssel geben. Das Ganze in einer Küchenmaschine zu einem homogenen Teig verrühren. Sollte der Teig zu trocken, d.h. bröselig, sein, noch etwas Wasser hinzufügen.
  2. Anschließend den Teig mit einem feuchten Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort für eine Stunde gehen lassen.
  3. Nachdem der Teig schön gegangen ist - er sollte sich im Volumen etwa verdoppelt haben - den Teig in 4 Teile zerteilen. Die Teile zu Kugeln formen und diese nochmal für 30 Minuten gehen lassen.
  4. Jetzt Öl bei mittlerer bis hoher Stufe (das Öl soll nicht das rauchen anfangen) in einer Pfanne erhitzen und parallel dazu die erste Teigkugel auf einer leicht bemehlten Arbeitsplatte zu einem etwa 5 mm dünnen Fladen ausrollen.
  5. Sobald das Öl heiß ist, den ersten Fladen hineingeben und solange anbraten, bis sich auf der Oberfläche Blasen bilden und die Unterseite schön gebräunt ist. Nun den Fladen wenden und die andere Seite ebenfalls schön braun anbraten.
  6. Mit den weiteren Teigkugeln entsprechend fortfahren und die fertigen Naans möglichst warm servieren.
https://wallygusto.de/2018/04/30/naan-ein-indisches-universal-fladenbrot/

Mein Tipp

Wer lieber frische als trockene Hefe verwendet: 1 Tütchen trocken Hefe entspricht der Wirkung von einem halben Würfel frischer Hefe. Dazu zunächst die Hefe mit dem Zucker im Wasser auflösen und etwa 10 Minuten stehen lassen bis die Hefe zu Arbeiten beginnt und sich ein Schaum auf der Flüssigkeit bildet. Nun ist die Hefe bereit um mit dem Mehl zu einem Teig verarbeitet zu werden.

Sollte es in der Wohnung keinen wirklich warmen Ort geben, um den Hefeteiges gehen zu lassen, dann habe ich einen Kniff für Euch! Einfach die Backröhre auf ca. 30 bis 40 Grad vorheizen und den Teig mit der Schüssel in den Ofen geben. Bei ausgeschaltetem Ofen für 1 Stunde darin gehen lassen. Aber Achtung: Ist der Ofen zu heiß, stirbt die Hefe und der Teig geht nicht auf!

Großbritannien Unterwegs

Snowdonia Nationalpark | Eine Reise nach Wales (6)

23. April 2018
Travel Guide | Snowdonia Nationalpark

Natürlich gehört zu unserer Rundreise durch Wales auch ein Besuch des Snowdonia Nationalparks. Der Snowdonia Nationalpark wurde 1951 gegründet und ist Wales‘ größter Nationalpark. Und hier noch ein weiterer Superlativ: Seinen Namen hat er von dem höchsten Berg von Wales, dem 1.085 m hohen Snowden. Das Gebiet dieses Nationalparks ist geprägt von zerklüfteten Bergen, Bergseen und ruhigen Tälern – ich würde sagen, das klingt nach Entspannung pur.

Auf dem Weg nach Snowdonia machen wir in zahlreichen kleinen Städten halt, Bummeln gemütlich durch die Straßen und trinken Kaffee. Viele Orte, die sich in unserem Reiseführer furchtbar interessant anhören, entpuppen sich als sehr ruhig und für uns wenig anziehend. Aber wir sind schließlich verwöhnt, haben wir doch unsere Reise in London begonnen – die Messlatte liegt also zu hoch. Ich werde mich daher nur auf die Zwischenstopps beschränken, die unserer Meinung am lohnendsten sind.

Snowdonia Nationalpark | Pen-y-Pass

Sehenswertes

Auf dem Weg nach Snowdonia machen wir auch in Aberystwyth, dem größten Ort in Mittelwales, halt. Vielen von Euch dürfte Aberystwyth als Drehort aus der Krimiserie Inspector Mathias bekannt sein – beliebteste Kulisse ist die die majestätische Uferpromenade mit ihren bunten viktorianischen und edwardianischen Häuserzeilen. Früher mag die inoffizielle Hauptstadt von Mittelwales ein beliebtes Strandbad gewesen sein, wir empfinden den Ort als sehr verschlafen und in die Jahre gekommen. Vielleicht liegt das aber auch an dem trüben Wetter, dass an diesem Tag unser ständiger Begleiter ist. Ansonsten gefällt uns Aberystwyth aber ganz gut – vor allem die bunte Jugendstilfassade des Varstiy-Pubs bleibt uns lebhaft in Erinnerung.

Royal Pier | Aberystwyth

Die Kleinstadt Dolgellau zu Fuße des Cadair Idris, am Südrand des Snowdonia-Nationalparks, lockt uns mit über 200 denkmalgeschützten Gebäuden. Dank dieser großen Anzahl an historischen Häusern verfügt Dolgellau über die wohl höchste Denkmalschutzdichte in ganz Wales. In einer gut sortieren Bäckerei (Schade nur, dass wir keinen Hunger haben!) versorgen wir uns mit Cappuccino und bummeln gemütlich durch die engen Gassen.

Dolgellau

Conwy beeindruckt uns mit ihrer nahezu vollständig erhaltenen Wehrmauer: Diese umschließt ein Areal von 9,5 ha und ist 1,53 km lang, mit 21 Rundtürmen und drei Stadttoren. Das Tolle ist, dass diese Stadtmauer zu drei Vierteln begehbar ist, was wir natürlich ausgiebig ausnützen. Die Burg Conwy Castle wurde von 8 Türmen geschützt und gilt damit als eine der großen Festungen des mittelalterlichen Europas. Die Stadt hat aber noch mehr historische Gebäude zu bieten, wie etwa das kleinste Haus Großbritanniens. Das knallrote Haus am Stadthafen hat eine Grundfläche von gerade mal 3,05 m x 1,8 m.

Conwy Castle

The Liverpool Arms | Conwy

Spaziergang auf der Wehrmauer | Conwy

Das kleinste Haus Großbritanniens | Conwy
Die Aussicht auf leckere Eiscreme und die historische Gebäudezeile führt Herrn Wallygusto und mich nach Caernarfon. Die bunten Häuser am Castle Square sind tatsächlich sehr hübsch – nicht umsonst (und nicht nur deswegen) ist das mittelalterliche Städtchen UNESCO-Weltkulturerbe. Wie es sich für eine ordentliche walisische Ortschaft gehört, hat auch Caernarfon eine mächtige Festung zu bieten. Die Festung ist so groß, dass wir es nicht schaffen, diese einigermaßen anschaulich auf ein Foto zu bannen. Wir konzentrieren uns daher lieber darauf, dass blühende Leben vor dem gegenüberliegenden Pub The Anglesey Arms festzuhalten – die Waliser wissen wirklich, wie man immer und überall ordentlich feiert.

The Anglesey Arms in Caernarfon - Travel Guide | Travel Guide | Travel Guide Snowdonia Nationalpark

Aktivitäten

Der Snowdon ist der höchste Berg in Wales und auf seinen Gipfel führen viele Wege in den unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden. Da frühmorgens am Wanderparkplatz dicker Nebel auf uns wartet, bevorzugen wir für den Aufstieg die leichte Variante. Angekommen auf dem Gipfel kommen wir uns wie in einem Alptraum vor: Eine Zahnradbahn karrt unermüdliche Rentner, verpeilte Zombies und Schulklassen heran, die den finalen Anstieg zu einer echten Herausforderung machen. Nach dem Gipfelfoto fallen alle wie die Heuschrecken in dem modernen Snodown Summit Vistor Center ein, um den dazugehörigen Souvenirshop zu plündern. Bei einem Fläschchen 1085 – Snowdon’s Lager beobachten wir fasziniert, wie eine Bommelmütze mit Snowdon-Schriftzug nach der anderen den Besitzer wechselt und kitschige Postkarten im gipfeleigenen Briefkasten wandern. Und natürlich gibt es auch kostenloses WLAN – schließlich muss man seinen Lieben zuhause gleich per Instastory mitteilen, dass man einen 1.000er erklommen hat. Nichtsdestotrotz hat sich die Wanderung auf den Snowdon gelohnt, zumal sich auf dem Rückweg auch die Sonne blicken lässt und wir endlich auch ein wenig Aussicht genießen können.

Wanderung auf den Snowdon | Travel Guide Snowdonia Nationalpark

Wanderung auf den Snowdon | Travel Guide Snowdonia Nationalpark

Wanderung auf den Snowdon | Travel Guide Snowdonia Nationalpark

Wanderung auf den Snowdon | Travel Guide Snowdonia Nationalpark

Wanderung auf den Snowdon | Travel Guide Snowdonia Nationalpark

Unsere zweite Wanderung in Snowdonia führt Herrn Wallygusto und mich zum sagenumwobenen “Sitz des Riesen, den tiefblauen Bergsee Llyn Cau mit seinem um ihn herum angeordneten Bergmassiv Cadair Idris. Die kesselförmige Vertiefung ist glazialen Ursprungs und eines der dramatischsten eiszeitlichen Täler in Großbritannien. Uns erinnert das Szenario ein wenig an ein riesiges, natürliches Amphitheater. Aber auch der Aufstieg selbst ist spektakulär: Er führt uns über den Minffordd Path, hinauf zum 893 m hohen und felsigen Gipfel Penygadair. Obwohl das Bergmassiv Cadair Idris eines der beliebtesten Wanderziele von Wales ist, begegnen wir unterwegs nur wenigen Wanderern. Ob es daran liegt, dass dem Cadair Idris übernatürliche Kräfte zugeschrieben werden? Wer alleine auf dem Cadair Idris übernachte, werde Dichter, verrückt oder wache gar nicht mehr auf. Das kommt uns irgendwie bekannt vor, rankt sich doch um den Mynydd Carningli im Pembrokeshire Nationalpark eine ähnliche Legende.

Wanderung zum Cadair Idris | Travel Guide Snowdonia Nationalpark

Wanderung zum Cadair Idris | Travel Guide Snowdonia Nationalpark

Herr Wallygusto und ich lieben Gegenden, die nicht nur Berge, sondern auch Küste und Meer zu bieten haben! In Wales kommen wir daher voll auf unsere Kosten, denn mit dem Newborough Warren finden wir eine der schönsten Dünenlandschaften Großbritanniens vor. Kein Wunder also, dass dieser Flecken Erde sehr beliebt bei den Walisern ist. Der Strand ist voller Familien und Jugendgruppen, die im Wasser planschen, grillen und/oder Bier trinken. Wir machen einen gemütlichen Spaziergang zu der Gezeiteninsel Ynys Llanddwyn. Dor gründete der Legende nach Dwynwen, die Schutzheilige der walisischen Liebenden, ein Kloster.

Newborough Warren | Travel Guide Snowdonia Nationalpark

Newborough Warren | Travel Guide Snowdonia Nationalpark

Newborough Warren | Travel Guide Snowdonia Nationalpark

Newborough Warren | Travel Guide Snowdonia Nationalpark

Der Cnicht wird aufgrund seiner markanten Form gerne als das „Matterhorn von Wales“ bezeichnet. Die Tour auf seinen Gipfel soll laut unserem Wanderführer 6 Stunden dauern – wir brauchen lediglich 3 Stunden. Keine Ahnung, wie wir das zustande gebracht haben! Unsere Vermutung ist, dass wir in den dicken Wolken, die uns auf dem Gipfel überrascht haben, eine geheime Abkürzung gefunden haben. Diese Abkürzung ist sogar so geheim, dass wir außer schmutzigen Schafen niemanden begegnet sind.

Wanderung auf den Cnicht | Travel Guide Snowdonia Nationalpark

Wanderung auf den Cnicht | Travel Guide Snowdonia Nationalpark

Wanderung auf den Cnicht | Travel Guide Snowdonia Nationalpark

Wanderung auf den Cnicht | Travel Guide Snowdonia Nationalpark

 Einkaufen

Die Poppy Conwy Bakery lockt uns mit einer großen Auswahl an süßem Gebäck: Doughnuts mit Nutella, Mini-Cheesecakes, Chocolate Flake Cakes … die Entscheidung wird uns hier wirklich nicht leicht gemacht! Herr Wallyusto greift schließlich zu einer Mandel Pie, während ich mir einen Jam Doughnut munden lasse.

Poppy Conwy Bakery | Travel Guide Snowdonia Nationalpark

Schlafen

Airbnb erweist sich auch in Snowdonia als zuverlässiger Partner, um eine Unterkunft zu finden. Das kleine, alte Reihenhaus, das wir in Borth-y-Gest beziehen, entpuppt sich allerdings als Mogelpackung: Von außen sehr pittoresk, erwartet uns drinnen abgewohnte, speckige Möbel und muffiger Geruch. Die Quelle des Übels ist schnell ausgemacht: In der Küche wuchert ein Hausschwamm munter vor sich hin. Auch ein kleines Pflänzchen hat die poröse Bausubstanz für sich als Heimat entdeckt. Ein weiteres Manko ist, dass es keine Dusche, sondern nur eine Badewanne ohne Brause gibt. Alles in allem ist diese Unterkunft mit Abstand die schlechteste des gesamten Urlaubs. Aber wir sind ja flexibel und da wir eh die meiste Zeit draußen unterwegs sind, stört uns das unser Meinung nach schmuddelige Ambiente nicht übermäßig.

Borth-y-Gest | Travel Guide Snowdonia Nationalpark

Borth-y-Gest selbst ist ein knuffiges, ehemaliges Bootswerftendorf unterhalb von Porthmadog. In dem malerischen Hafen liegen viele kleine Boote vor Anker und es gibt ein paar Lokale. Ein weiteres Plus: Der gemütliche Strandspaziergang nach Porthmadog dauert etwa 20 Minuten und ist auch abends noch ohne Probleme machbar.

Borth-y-Gest | Travel Guide Snowdonia Nationalpark

Essen & Trinken

In Aberystwyth entdecken wir auch nach langer Suche kein ansprechendes Café. Viele Tipps aus unserem Reiseführer sind entweder noch oder sogar dauerhaft geschlossen. Oder aber der Blick in die Kuchentheke stellt uns nicht zufrieden. Wir landen schließlich wieder einmal in einer Filiale von Coffee#1: Wie in Cardiff auch, gibt es hier guten Kaffee und ordentlichen Kuchen. Außerdem sind die Coffeeshops recht gemütlich.

Coffee#1 in Aberystwyth | Travel Guide Snowdonia Nationalpark

Wie es sich für eine vernünftige walisische Kleinstadt gehört, gibt es in auch in Porthmadog mehr als ein Pub. Der moderne Pub The Australia lockt uns mit süffigen Bieren der ortsansässigen Micro-Brewery The Purple Moose Brewery. Besonders empfehlenswert sind das aromatische Chocolat Moose Stout und das feine Elderflower Ale. Die Auswahl an vegetarischen Gerichten ist leider sehr übersichtlich, aber zumindest ist der große Veggieburger mit gerösteter Paprika, Aubergine & Halloumi keineswegs zu verachten. Im The Australia machen wir übrigens an unserem letzten Abend auch die Bekanntschaft einer munteren Truppe Waliser in den besten Jahren, die uns eindringlich davor warnen, am nächsten Tag zurück nach England zu fahren. 😉

The Australia in Porthmadog | Travel Guide Snowdonia Nationalpark

Kaum zu glauben, aber im Jachthafen von Porthmadog versteckt sich ein richtig gutes thailändisches Lokal. Nach Burger & Pasta sind die leichten Thaicurries im Thai Harbwr eine willkommene Abwechslung – auch wenn es außer vegetarischen Frühlingsrollen nur ein gelbes Currry gibt, dass ohne Garnelenpaste auskommt. Wir wären von selbst gar nicht darauf gekommen, aber die freundliche Dame im Service hat uns bei der Bestellung extra darauf aufmerksam gemacht. Schön sitzen mit Blick auf den kleinen Jachthafen tun wir hier übrigens auch. Wäre die Anfahrt nicht so weit, hätte das Thai Harbwr ohne weiteres das Potential zum Lieblingsthai. Leider  sieht es so aus, als wäre das Thai Harbwr inzwischen dauerhauft geschlossen.

Thai Harbwr in Porthmadog | Travel Guide Snowdonia Nationalpark

Thai Harbwr in Porthmadog | Travel Guide Snowdonia Nationalpark

Auf dem Rückweg von unserer Wanderung vom Cadair Idris zum Parkplatz legen wir eine kleine Rast im Tŷ Te Cadair Tea Room ein. Coffee Walnut Cake und Banana Milk Shake mit Vanilleeis sind einfach ein Traum! Der Service hinter der Theke ist freundlich und flink. Der Tearoom liegt nur einen kurzen Fußmarsch vom Parkplatz entfernt. Er empfiehlt sich daher auch ohne große Strapazen für eine kurze Pause.

Tŷ Te Cadair Tea Room | Travel Guide Snowdonia Nationalpark

Tŷ Te Cadair Tea Room | Travel Guide Snowdonia Nationalpark

In Caerfarnon entdecken wir das kleine Eiscafé Scoops Artisan Ice Cream & Dutch Pancakes. Bei so spannenden Eissorten wie Bara Brith (würziges Früchtebrot) und Stroopwaffle (niederländische Waffelspezialität mit Karamellfüllung) können wir natürlich nicht widerstehen.

Scoops Artisan Ice Cream & Dutch Pancakes in Caerfarnon | Travel Guide Snowdonia Nationalpark

Kaum zu glauben, aber in dem abgeschiedenen Örtchen Croesor entdecken wir ein liebevoll eingerichtetes Café. Im Oriel Caffi Croesor wird frisch zubereiteter Poblado-Kaffee, der hier in Snowdonia geröstet und gemischt wird, serviert. Auch die Auswahl an Kuchen und süßen Teilchen braucht den Vergleich zu hippen Locations in Berlin nicht zu scheuen. So kommt es, dass wir zu Füßen des Cnicht nicht nur tollen Cappuccino, sondern auch köstliche Scones und Pecan Maple Triangles genießen. Der freundliche Service tut sein übrigens, uns den Aufbruch schwer zu machen.

Oriel Caffi Croesor | Travel Guide Snowdonia Nationalpark

Oriel Caffi Croesor | Travel Guide Snowdonia Nationalpark

Oriel Caffi Croesor | Travel Guide Snowdonia Nationalpark

Liste der oben genannten Lokale & Unterkünfte und deren Adressen

Wer jetzt Lust auf einen Urlaub in Wales bekommen hat, sollte unbedingt auch meine anderen Reiseberichte lesen:

Lieblingslinks Magazin

Lieblingslinks | Januar

5. Februar 2018
Lieblingslinks | Januar

Das große Fressen hat ein Ende, alle Raketen sind verschossen, alles geht wieder seinen normalen Gang. Zumindest fast – auch im Januar haben es sich Herr Wallygusto und ich es uns nicht nehmen lassen, neue Locations auszuprobieren. Unsere guten Vorsätze wie etwa “weniger Alkohol”, “weniger Kalorien” und “nicht zu viel Süßes” haben wir daher erst einmal auf Eis gelegt. Wäre ja zu schade, zu indischen Köstlichkeiten oder Spinatkäsespätzle nein zu sagen, oder? Wie haltet Ihr es mit den guten Vorsätzen?

  • 2018 geht schon gut los – so zaubert mir die #KyloRenChallenge auf Instagram schon recht früh im Jahr ein breites Lächeln auf die Lippen.
  • An unserem 17. Jahrestag probieren wir einen (für uns) neuen Inder aus: Das Ashoka in Haidhausen überzeugt uns mit frischen Pakoras, dicken Samosas & aromatischen Curries. Nur der Service war ein wenig enttäuschend – höflich ja, aber ein wenig mehr Aufmerksamkeit würden wir uns beim nächsten Besuch schon wünschen.
  • Kaum zu glauben, aber München soll tatsächliche so etwas wie eine Kaffeehauskultur besitzen! Wir werden uns im Laufe des Jahres die Tipps der SZ mal näher anschauen und Euch berichten, was tatsächlich dran ist. ;-)
  • Natürlich geht es Anfang des Jahres vor allem um eines – die Trends des neuen Jahres! Als Foodblogger interessieren mich natürlich zum einen die Gastronomie-Trends 2018 als auch die Spirituosen-Trends 2018. Wobei ich gestehen muss, dass mir Trends meistens schnurzpiepegal sind – und Herrn Wallygusto sowieso.
  • Der Ederwirt stand schon lange auf meiner To-Do-Liste – im Januar klappt es endlich mit einem Besuch: Spinatkäsespätzle und Kaspressknödel sind einfach köstlich, das Craftbier vom Fass ist ein weiteres Plus für das moderne Wirtshaus im Westend.
  • Herr Wallygusto und ich essen für unser Leben gern Linsen – dass man die nicht nur mit Pasta sondern auch mit Pilzen und Rahm kombinieren kann, war uns bisher neu. Zum Glück gibt es Sabine, die uns mit ihren Rezept für Spaghetti mit Linsen-Pilz-Rahm-Sauce eines besseren belehrt hat.
  • Wie wir alle wissen, hat es die Subkultur in München nicht (immer) leicht. Zwischennutzungen sind deswegen optimale Alternativen für Künstler und Veranstalter. Die SZ hat den Überblick über diese besonderen Orte in der Stadt – hier wird gefeiert bis zum Abriss. Im wahrsten Sinne des Wortes.
  • Lust auf Kiwi-Vögel oder Bananen-Pinguine? Dann solltet Ihr mal auf dem Instagram-Channel von Foodbites vorbeischauen!
  • Wir haben aber nicht nur viel geschlemmt, sondern waren auch kulturell unterwegs: Die Ausstellung Souvenir – A Photographic Journey von Martin Parr zieht uns im Kunstfoyer in ihren Bann. Von seinem schonungslosen Blick auf die Realität waren wir schwer begeistert.
  • Ein Meister seines Fachs, der französische Starkoch Paul Bocuse, ist mit 91 Jahren gestorben. Aber mal ehrlich – er wird unsterblich sein. Vor allem, bei so einem Nachruf wie dem von Stevan Paul: Seine “Begegnung mit Gott” ist witzig, zeugt aber gleichzeitig auch von dem großen Respekt, den er für den “König der Köche” empfindet.

Das Beitragsfoto stammt von Bethany Newman, entdeckt auf Unsplash.

Lieblingslinks Magazin

Lieblingslinks | Dezember

5. Januar 2018
Lieblingslinks Dezember

Keine Ahnung, was Ihr so im Dezember gemacht habt, aber Herr Wallygusto und ich waren mit Plätzchen backen und dem Verzehr der selbigen beschäftigt. Außerdem haben wir den ein oder anderen Christkindlmarkt besucht und dabei jede Menge Glühwein getrunken. Aber auch ansonsten haben wir es uns kulinarisch so richtig gut gehen lassen!

  • Hast Du den Gin Deines Lebens schon gefunden? Falls nein, brauchst Du keine Angst zu haben: Der Gin-Hype geht auch 2018 weiter!
  • Eine absolute Empfehlung: Das köstliche indische Essen im Electric Elephant Restaurant! Ganz besonders gut hat uns der marinierte rote Blumenkohl geschmeckt. Was uns auch gefallen hat: Das Ambiente ist für München untypisch entspannt – das und die verstecke Lage könnten auch der Grund sein, dass für einen Samstagabend sehr wenig los war!
  • In der Crowbar stellen wir fest, dass es um die Kneipenszene in München doch nicht so schlecht bestellt ist, wie wir bisher immer dachten. Bei 22 verschiedenen Craftbieren im Angebot fällt uns die Auswahl erst einmal schwer, probiert haben wir letzten Endes den Märzenbock “La Dolce Vita” von Varionica und “Habemus Cervesiam Smokey Double” (Achtung – sehr süffig!!!) von der Munich Brew Mafia.
  • Im Leben braucht man Ziele – und darum soll es dieses Jahr mal wieder auf eine Mehrtages-Hüttentour gehen. Klar sind die Thannheimer Berge nicht das ganze große Abenteuer. Mich, die nicht gerne mit Fremden in einem Zimmer schläft, kostet es aber einiges an Überwindung.
  • Dass man kein Braumeister sein muss, um ein richtig geiles Bier zu kreieren, beweisen Franz von Tilmans Biere & Max von Yankee & Kraut: Die beiden sympathischen Typen sind bei ihrer jeweiligen Brauerei normalerweise für die Vermarktung zuständig, haben also mit dem eigentlichen Brauen nix am Hut. Nun präsentieren sie mit Sidekick ein hammerhartes Imperial Stout mit nachtschwarzer Optik.
  • Als Herr Wallygusto & ich noch in der Münchner Maxvorstadt gewohnt haben, hatten wir hier unser 2. Wohnzimmer: Nach 18 Monaten Sanierung sind das Café Puck & die alte Bahnhofsuhr endlich wieder zurück!

Was hat Euch im Dezember bewegt? Welche Blogs habt Ihr besucht, in welchen Lokalen gespeist? Verratet es mir!

Indisch Kartoffeln | Hülsenfrüchte Kürbis | Season Special Lieblingsrezepte Vegan

Indisches Kürbis-Kartoffel Curry

22. September 2017
Indisches Kürbis-Kartoffel Curry | Rezept auf www.wallygusto.de

Wallygusto hat es in der Kürbisrezeptsammlung schon so schön beschrieben: Es ist Herbst … und damit Kürbis-Zeit. Gleichzeitig beginnt mit dem Herbst auch die Zeit, in der es oft kühl und feucht ist. Also die ideale Zeit um mit Hilfe heißer und feuriger Gerichte dem Körper wieder ein bisschen einzuheizen. Und was eignet sich dazu besser als ein würziges, indisches Curry? Nicht viel – und daher möchte Ich Euch auch nicht eines unserer Lieblings-Herbst-Kürbis-Gerichte vorenthalten, unser Indisches Kürbis-Kartoffel Curry.

Ich verwende für dieses Gericht gerne einen Hokkaido-Kürbis, da er nicht nur sehr schmackhaft ist und auch dem Curry eine schöne Farbe gibt, sondern vor allem weil man ihn mit Schale zubereiten kann. Der Hokkaido ist aber nicht die einzige Kürbis-Sorte, die man mit Schale essen kann: Eine Übersicht über mögliche Alternativen findet Ihr z.B. auf Utopia.de.

Indisches Kürbis-Kartoffel Curry | Rezept auf www.wallygusto.de

Zutaten für 3 Personen:

  • 350 g Zwiebeln, gehackt
  • 40 g Kokosraspeln
  • 3 – 5 Chilis, rot (getrocknet oder frisch).
  • 3 Knoblauchzehen, grob gehackt
  • 1 EL Ingwer, grob gechackt
  • 2 TL Koriandersamen
  • 1/3 TL schwarze Senfkörner
  • 2/3 TL Kreuzkümmelsamen (Cumin)
  • 1/2 TL Bockshornkleesamen
  • 2 cm Zimstange
  • 10 Pfefferkörner
  • 5 Nelken
  • 3 Kardamomkapseln, Samen zerstoßen
  • 1/4 TL Mangopulver
  • 3/4 TL Kurkuma (Tumeric), gemahlen
  • 3/4 TL Paprikapulver, mild
  • 250 g Kartoffeln, vorwiegend festkochend, geschält und in ca. 1,5 cm große Würfel geschnitten
  • 1 TL Salz
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 480 g Hokkaido-Kürbis (ohne Kerne, ca. ein kleiner Kürbis), in ca. 2 cm große Würfel geschnitten
  • 2 Loorbeerblätter
  • 4 Curryblätter
  • Pflanzenöl

Zubereitung:

Zunächst die Hälfte der Zwiebeln mit etwas Öl in einer Pfanne für ca. 5 Minuten andünsten, herausnehmen und in ein Püriergefäß geben. Nun die Kokosraspeln für 3 Minuten anrösten bis sie leicht braun werden und dann ebenfalls in das Gefäß geben. Anschließend die Gewürze – bis auf Mango-, Paprikapulver und Kurkuma – mit dem Ingwer, Chilischoten und dem Knoblauch für ca. 30 Sekunden scharf anbraten. Die angebratenen Gewürze jetzt mit dem Mango-, Paprikapulver und Kurkuma in das Püriergefäß geben und mit 175 ml Wasser mit Hilfe eines Stabmixers zu einer dickflüssigen Currypaste verarbeiten. Fertige Currypaste auf die Seite stellen.

Nun die restlichen Zwiebeln in einem großen Topf glasig anbraten, die Currypaste hinzugeben, und unter gelegentlichem umrühren für 2 Minuten mit anschwitzen. Jetzt die Kartoffelstücke mit etwas Wasser hinzugeben, so dass die Kartoffeln leicht bedeckt sind und für weitere 5 Minuten köcheln lassen. Das Salz und ca. 125 ml Wasser hinzufügen und bei kleiner bis mittlerer Hitze im zugedeckten Topf für etwa 5-6 Minuten kochen.

Zuletzt noch den Kürbis, Kokosmilch, Lorbeer- und Curryblätter und bei Bedarf etwas Wasser (Kürbis und Kartoffeln sollen mit Flüssigkeit bedeckt sein, das Curry aber leicht dickflüssig sein) dazu und bei kleiner Hitze kochen bis Kürbis und Kartoffeln gar sind.

Was gibt’s dazu?

Chawal (Reis) oder auch ein leicht gewürzter Reis: Zum kochenden Reis 1 TL Koriandersamen, 3 Nelken, 1 Sternanis und 3 Kardamomkapseln (die Schale leicht angedrückt) hinzugeben.