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Asien

Asien Unterwegs

Macau | Nudeln zum Frühstück {4}

27. Oktober 2016
Skyline von Macau

Was wir so alles in Hongkong & auf Lantau angeschaut und welche kulinarischen Entdeckungen wir dabei gemacht haben, wisst Ihr ja jetzt schon! Zu guter Letzt habe ich nun noch ein paar Tipps für Macau für Euch!

Macau – das häufig auch Macao geschrieben wird – liegt etwas 50 km westlich von Honkong und ist eine Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China. Ihr mögt es nicht glauben, aber bis sage und schreibe 1999 war Macau eine portugiesische Kolonie. Die Haupterwerbsquellen sind das dort legale Glücksspiel und der damit in Zusammenhang stehende Tourismus aus Hongkong und Festlandchina, weshalb Macau gerne als Monte Carlo oder Las Vegas des Ostens bezeichnet wird.

Uns zieht es auf Macau aber nicht an den Pokertisch, sondern wir wollen die zahlreichen Sehenswürdigkeiten aus der Kolonialzeit bestaunen.

Loyale Senat (Leal Senado)

Im Loyale Senat (Leal Senado) der portugiesischen Kolonie Macau trafen sich in erster Linie chinesische und portugiesische Diplomaten, um Handelsfragen zu diskutieren. Der Platz davor ist mit bunten Steinmosaiken im Wellenmuster gefliest, die eigens von Spezialisten in Portugal angefertigt wurden. Vom Senatsplatz aus starten wir unsere Tour durch die Straßen von Macau.

Ruinen von St. Paul

Die Ruinen von St. Paul sind Macaus Wahrzeichen und wurden 2005 als Teil des historischen Zentrums Macaus in das UNESCO Welterbe mit aufgenommen.

Fort Monte

Von den Ruinen von St. Paul aus ist es nur ein kurzer Weg hinauf zum Fort Monte. Von der portugiesischen Festung aus genießen wir einen fantastischen Blick auf die Skyline Macaus mit den fantasievoll gestalteten Casinos und riesigen Wohntürmen.

Mandarinhaus

Das Mandarinhaus besteht aus mehreren, liebevoll restaurierten Gebäudekomplexen und ruhigen Innenhöfen, die zum Verweilen einladen. Hier gewinnen wir einen Eindruck davon, wie reiche Leute damals auf Macau gewohnt haben. Der Kontrast zum bürgerlichen Wohnhaus gegenüber mit seinen vergitterten Balkonen ist allerdings enorm verstörend!

Augustinuskirche

Die Augustinuskirche wurde 1591 von spanischen Augustinermönchen gegründet. Sie ist an Ostern der Ausgangspunkt einer der beliebtesten Prozessionen durch die Stadt. Die Palmzweige, mit denen damals die Priester zum Schutz vor heftigen Regenfällen das Dach verstärkten, wirkten aus der Ferne wie Barthaare von Drachen. Aus diesem Grund bekam die Augustinuskirche von den Chinesen den Spitznamen Long Song Miu (Tempel des Drachens mit den langen Barthaaren) verpasst. Die Kirche verbreitet das erwartete mediterrane Flair – genau wie die kleinen Plätze mit den gemütlichen Sitzbänken!

Straße des Glücks

Die Straße des Glücks ist die wohl berühmteste Straße von Macau und war einst von Spelunken und Bordellen gesäumt. Heute ist sie ebenso tugendhaft wie gepflegt, denn in den kleinen, zweistöckigen Häuser mit ihren roten Fensterläden vor weißen Fassaden im chinesischen Stil sind nun Restaurants und kleine, pittoreske Läden zu finden. Übrigens war die Rua da Felicidade auch Schauplatz des Films Indiana Jones und der Tempel des Todes.

A-MA-Tempel

Natürlich besuchen wir auch den berühmtesten und schönsten Tempel von Macao. Der A-MA-Tempel war einst der Namensgeber von Macao und liegt direkt am idyllischen Ufer des Inneren Hafens. Erbaut wurde der Tempelkomplex zu Ehren der taoistischen Göttin A-Ma und beinhaltet mehrere Pavillons, die unterschiedlichen Gottheiten gewidmet sind. Durch diese Vermengung aus Elementen des Taoismus, Konfuzianismus und Buddhismus wird dieser Tempel zu einem einzigartigen Exempel der chinesischen Kultur und Religion.

Weitere Anregungen für Euren Aufenthalt auf Macau findet Ihr auf der Seite des FREMDENVERKEHRSBÜRO MACAU und auf CHINA TOURS.

Fazit

Macau konnte unsere – zugegeben – sehr hohen Erwartungen leider nicht vollends erfüllen. Zumal es uns leider nicht möglich war, ein gemütliches Pub oder Cafè zu finden, so dass wir auf Macau nicht einmal ein Bierchen oder einen Cappuccino trinken. Trotzdem war unser Tag auf Macau eine sehenswerte Erfahrung, die wir auf keinen Fall missen möchten!

Asien Unterwegs

Lantau | Nudeln zum Frühstück (3)

13. Oktober 2016

Was wir in Hongkong alles so angeschaut & an Leckereien schnabuliert haben, konntet Ihr ja bereits nachlesen. Heute möchte ich Euch von unserem Ausflug auf die Lantau Island erzählen, die quasi nur einen Katzensprung von Hongkong entfernt ist. Lantau Island ist mit ca. 140 km² die größte der 263 Inseln von Hongkong und eignet sich ganz hervorragend für einen Tagesausflug!

Um dorthin zu gelangen, fahren wir mit der Metro einmal quer durch die Stadt zum Central Pier 6. Dort nehmen wir die Fähre nach Mui Wo, einem kleinen Küstenort im Zentrum der Ostküste von Lantau. Durch seine gute Busanbindung ist Mui Wo der ideale Ausgangspunkt für eine Erkundung der Insel.

  • Mit dem New Lantao Bus 2 geht es als erstes zum Nyong Ping Platau. Dort thornt der Big Buddha majestätisch. Eigentlich heißt er ja Tian Than Buddha und ist eine der fünf größten Buddha-Statuen in China und das größte buddhistische Monument in Hongkong. Zu seinen Füßen liegt das prachtvolle Kloster Po Lin, vor dem die größten Räucherstäbchen brennen, die ich jemals gesehen habe. Klar, dass wir auch das Klostercafè besuchen, dass eine große Auswahl leckerer vegetarischen Snacks im Angebot hat. Wir haben also (mal) wieder die Qual der Wahl!
  • Tai-O Village liegt am westlichen Ufer von Lantau und ist eines der letzten ursprünglichen Fischerdörfer Hongkongs. (S. 213) Die Verhältnisse dort sind sehr einfach und wir fragen uns als verwöhnte Großstädter, wie man ohne fließend Wasser und WLAN überleben kann. Noch faszinierender ist allerdings die Tatsache, dass viele Häuser von Tai-O auf Stelzen stehen. Detaillierte Informationen zum Venedig von Hongkong findet Ihr auf www.chinarundreisen.com.
  • Eigentlich wollen wir ja nach unserem Spaziergang vom Upper Cheung Sha zum Lower Cheung Sha Strand gemütlich beim Thai essen gehen – Herr Wallygusto hatte da nämlich so eine Art „Geheimtipp“ aufgetan. Leider müssen wir bei unserer Ankunft jedoch feststellen, dass das Lokal aus uns unbekannten Gründen (noch) geschlossen ist. Zum Glück entdecken wir direkt daneben den Lantau Grocer. In dem kleinen, aber feinen Tante-Emma-Laden versorgen wir uns mit (chinesischem) Craft Beer und knusprigen Kartoffelchips mit Guinness-Geschmack. Im gemütlichen Garten vor dem Laden genießen wir mit Blick auf’s Meer unsere Einkäufe – Entspannung pur, sag ich Euch! :-)

Fazit                                                                                                                                                     

Ihr seht, ein Besuch in Lantau gehört zwingend zum Programm, wenn man schon mal in Hongkong ist! Und das nicht nur, um ein paar Stunden dem Trubel und den Menschenmassen zu entkommen: Die Landschaft auf Lantau ist sehr idyllisch und auch Freunde der buddhistischen Architektur kommen voll auf ihre Kosten.

Mehr Informationen über Lantau und was es dort so alles zu besichtigen gibt, findet Ihr auf www.discoverhongkong.com.

 

Asien Unterwegs

Hongkong kulinarisch | Nudeln zum Frühstück (2)

22. September 2016

Glaubt es oder glaubt es nicht, aber meine größte Sorge im Vorfeld unseres Hongkong-Urlaubes war, dass wir verhungern könnten! Ich bin da aber vielleicht auch ein wenig erblich belastet, denn meine Eltern versorgen sich sogar im Vorfeld einer Familienfeier noch mit Proviant. Wie dem auch sei, ein Blick in den Reiseführer und ins Internet beruhigt mich dann ein wenig: Hongkong ist eine Stadt mit unglaublich hoher Restaurantdichte – und zwar weit über die chinesische Küche hinaus! Hier werden sogar auch Leute fündig, die Experimente in Bezug auf ihr Essen scheuen. Wenn einem also der Sinn nur nach einer Pizza oder einem Teller Pasta steht – in Hongkong überhaupt kein Problem! Auch als Vegetarier haben wir keinerlei Probleme, satt und glücklich zu werden!

Honkong Streetfood

Vegetarisch essen leichtgemacht

Unser Reiseführer ist außerordentlich Vegetarier-freundlich, denn er warnt uns nahezu eindringlich, dass die Chance in Hongkong sehr groß ist, versehentlich Fleisch zu essen. Gemüse wird gerne in Fleischbrühe gekocht und mit reichlich Austernsoße serviert. Außerdem wird vor allem in billigeren Restaurants anscheinend geradezu verschwenderisch mit Hühnchenpulver umgegangen. Wir halten uns daher (fast) ausschließlich an rein vegetarische Lokale und Restaurants – die es reichlich in Hongkong gibt! Oder gehen in einen der buddhistischen Tempel – dort gibt es oft Cafés, die ausschließlich vegetarische Gerichte & Snacks anbieten.

  • Gleich an unserem ersten Abend landen wir in The Light Vegetarian (G/F, New Lucky House, 13 Jordan Road / Kowloon, Jordan), wo es ein sehr umfangreiches und günstiges vegetarisches Büffet gibt. Dort sehe ich auch das erste Mal traditionell-chinesisches Mock Meat in Fischform.
  • Unser Ausflug in die amerikanische Fastfood-Welt geht ein wenig schief, denn das Veggie SF (10/F, 11 Stanley Street / Hong Kong Island, Central) ist zwar ein toll eingerichtetes Diner, der Burger jedoch recht fad. Immerhin lernen wir, dass Lokale in Hongkong nicht immer im Erdgeschoss, sondern auch durch aus im 11. Stock eines Hochhauses sein können.

    Hongkong Veggie SF

    Veggieburger mit Sproßen im Veggie SF

  • Im Branto Pure Veg Indian Food (1/F, Anson House, 9-11 Lock Road / Kowloon, Tsim Sha Tsui) wird – wie der Name schon sagt – nur vegetarisches Essen serviert. Und wie erwartet ist es noch dazu sehr, sehr lecker! Da es keinen Alkohol gibt bestellen wir würzigen Masala Tea zu unseren Thalis.
  • Im fensterlosen, aber exquisiten Pure Veggie House (3/F, Coda Plaza, 51 Garden Road / Hong Kong Island, Central) schmeckt es uns so gut, dass wir gleich zweimal dort zu Abend essen. Die superscharfe Sichuan-Küche in Form von gebratenem Tofu mit ordentlich Chili und Sichuan Green Noodles hat es uns echt angetan.
  • Dank einem Bericht auf Woanderssein.de trauen wir uns auch in die berühmt-berüchtigten Chungking Mansions. Dort werden wir im Khyber Pass Mess Club (Flat E2, 7/F, Chungking Mansion Block E, 36-44 Nathan Road / Kowloon, Tsim Sha Tsui) erst Mitglieder und genießen dann das beste indische Essen seit langem! Egal ob Pakora, Samosa, Malai Kofta oder Kichererbsencurry – alles ist sehr aromatisch und die Portionen sind riesig. Da auch hier kein Alkohol ausgeschenkt wird, trinken wir wieder Masala Tea.
  • Tolle vegetarische Snacks für auf die Hand gibt es bei dem kleinen Imbiss Three Virtues Restaurant (4/F, Jd Mall, 235 Nathan Road / Kowloon, Jordan). Wir sind experimentierfreudig und wählen Sojahaut mit Gemüse, dicke Dumplings mit PokChoi und roter Bohnenpaste sowie Salty Dumplings. Alles sehr lecker und unglaublich sättigend!

    Vegetarischer Dumpling vom Three Virtues Restaurant

    Vegetarischer Dumpling vom Three Virtues Restaurant

  • Zum Nachmittagstee gehen wir in das schrullige Tee-Café Lan Fung Yuen (2 Gage Street / Hong Kong Island, Central) in dem angeblich der berühmte Strumpfhosen-Milchtee erfunden wurde. Das starke Gebräu besteht aus einer Mischung verschiedener Schwarztees, die mit zerstoßenen Eierschalen vermischt werden. Das Getränk wird dann durch einen Strumpfhosen-ähnlichen Stoff gefiltert und mit Kondensmilch getrunken. Wie in Honkong manchmal üblich, trinken wir das Getränk mit drei Teilen Kaffee – auf Eis. Dazu bestellen wir reichhaltigen Hongkong-Style French Toast mit Kokos. Ein Geschmackserlebnis der besonderen Sorte, wie wir meinen! Und Hunger haben wir danach auch keinen mehr! ;-)
  • Gegen den kleinen Hunger zwischendurch hilft ein Besuch der Paper Stone Bakery (Shop 4-5, G/F, FWD Financial Centre, 308 Des Voeux Road Central / Hong Kong Island, Sheung Wan), die mit knusprigen Roggensaftbrot und Roggenbaguette fast ein wenig Heimweh in uns weckt.

    Riese Auswahl an westlichen Backwaren in der Paper Stone Bakery

    Riese Auswahl an westlichen Backwaren in der Paper Stone Bakery

  • Mangels Zeit & Alternativen gehen wir an unserem letzten Abend bei Pizza Express (Shop 182, Level 1, MOKO, 193 Prince Edward Road West/ Mongkok, Kowloon) in der MOKO essen. Die Pizzen sind jedoch keineswegs schlecht, gut belegt und brauchen den Vergleich mit einer durchschnittlichen Pizzeria nicht zu scheuen.

Bier!

Dass in Honkong gerne Bier getrunken wird, wussten Herr Wallygusto und ich schon vorher – dem Internet sei Dank. Dass es aber eine so gute Auswahl an Bierkneipen und sogar Craft Beer gibt, war uns nicht klar.

  • Das viele Laufen durch die heißen Straßenschluchten von Hongkong macht durstig. Und so kehren wir bereits am späten Nachmittag in der Dickens Bar (281 Gloucester Road / Causeway Bay) ein, um unsere trockenen Kehlen ein wenig zu spülen. Die Bierauswahl in dem typsich-britischen Pub im Keller des Excelsior Hotels ist toll, die Gäste sind fast ausschließlich Europäer oder Amerikaner.
  • Eine Offenbarung für Bierliebhaber ist das T.A.P. (G/F, 15 Hak Po Street / Kowloon, MongKok). Die kleine Craft Beer Kneipe ist bei eher jungem, größtenteils europäischem Publikum sehr beliebt. Die Auswahl an Craft Beer ist hervorragend und lässt keine Wünsche offen.
  • Die größte Auswahl an Bier, die ich bis zu diesem Zeitpunkt gesehen habe, gibt es im The Globe (Garley Building, 45-53 Graham Street / Hongkong Island, Central). Aber auch die Burger sind – zumindest rein optisch – allererste Sahne. Wir setzen uns in der gemütlichen Bar ein wenig fest und probieren Bierchen um Bierchen.
Hongkong TAP Craft Beer

Das T.A.P. lockt mit Pumpkin Ale

Straßenmärkte & Dried Seafood Street und Tonic Food Street

Ein Highlight der besonderen Art ist unser Besuch der Dried Seafood Street and Tonic Food Street im Bezirk Sheung Wan: Getrocknete Meeresfrüchte sind nämlich ein häufiger Bestandteil der chinesischen Küche und traditioneller Elixiere. Und so wundert es nicht, dass sich rund um die Vouex Road West unzählige Läden tummeln in denen es also nicht nur Ginseng sondern auch getrocknete Seesterne und Seepferdchen sowie Vogelnester gibt. Wie Ihr Euch sicher denken könnt, sind Herr Wallygusto und ich davon schaurig-fasziniert. Dazwischen werden an Kiosken immer wieder flache Enten, scharfe Würste und dicke Speckschwarten feilgeboten.

Spannend finden wir auch den Besuch der ganz „normalen“ Straßenmärkte, auf denen frisch geschlachteter Fisch und Fleisch, Gemüse und Obst verkauft werden. So große Ingwerwurzeln gibt es bei uns in Deutschland (leider) nicht zu kaufen! Und auch generell stellen wir fest, dass Obst & Gemüse eine weitaus bessere Qualität (zumindest optisch) als bei uns zu haben scheinen.

Weitere Informationen zu diesen – für uns Europäer – speziell anmutenden Märkten findet Ihr auf www.hong-kong-traveller.com und www.discoverhongkong.com.

Fazit

Ein Besuch in Hongkong ist also auch in kulinarischer Sicht ein absolutes Erlebnis – auch für Vegetarier.  Die Auswahl an – auch absolut erstklassigen – Restaurants ist einfach gigantisch und lässt in keinerlei Hinsicht Wünsche offen. Und wenn Ihr euch nicht scheut, auch exotischere Gerichte auszuprobieren kommt Ihr so oder so auf Eure Kosten!

Asien Unterwegs

Hongkong | Nudeln zum Frühstück (1)

21. Juli 2016
Unterwegs in Hongkong

Asien ist ein Reiseland, dass ich persönlich bisher nie auf dem Radar hatte: Zu weit weg, zu fremd, zu laut, zu dreckig. (Fast) alles Vorurteile, wie mir Herr Wallygusto nach seinen Dienstreisen nach China, Japan und Korea zu berichten wusste. Mit jeder seiner Dienstreisen wuchs die Faszination für diese Länder – vor allem Hongkong hatte es im schwer angetan. Langsam aber sicher infizierte er auch mich mit seiner Begeisterung, sodass wir letztes Jahr beschlossen, der Metropole und Sonderverwaltungszone an der Südküste der Volksrepublik China gemeinsam einen Besuch abzustatten.

Vor ein paar Wochen habe ich Euch ja bereits ein paar Impressionen aus Hongkong, Lantau & Macau als Appetithäppchen gezeigt – jetzt ist endlich der erste von vier Reiseberichten fertig. Ich hoffe, ich kann Euch damit ein wenig mit der Faszination, die ich für Hongkong verspürt habe und immer noch verspüre, anstecken.

Hongkong - New Territorries

“Schrebergärten” in den New Territorries

Nachts

Das Royal Plaza liegt in Mongkok, einem der am dichtesten besiedelten Stadtviertel der Welt. Kein Wunder also, dass es in diesem Teil von Hongkong ein ein unvergleichbares Angebot an Märkten, Restaurants und Einkaufszentren gibt, die einen stundenlangen Shopping-Marathon garantieren. Praktischerweise hat das Royal Plaza direkten Zugang zur MOKO, einem der größten Einkaufszentren der Stadt mit über 200 Shops. Auch die Verkehrsanbindung lässt keine Wünsche offen!

Unser Zimmer ist groß, modern und luxuriös ausgestattet, das Bett ist riesig und sehr bequem. Durch ein Panoramafenster mit breiter Fensterbank genießen wir einen einzigartigen Ausblick auf Mongkok. Auch das Bad lässt keine Wünsche offen, es ist geräumig und sehr sauber. Wirklich gut funktioniert auch der WI-FI-Zugang, der Gästen im ganzen Hotel kostenlos zur Verfügung steht.

Normalerweise buchen Herr Wallygusto und ich Hotelzimmer immer ohne Frühstück, denn wir möchten unseren Städtetrip schon beim Frühstück und dem Entdecken neuer, spannender Locations beginnen. Da wir aber kleine Bedenken haben, ohne Chinesisch-Kenntnisse ein ordentliches vegetarisches Frühstück zu bekommen, machen wir in Hongkong mal eine Ausnahme. Wir bereuen diese Entscheidung nicht, denn das Frühstück im Royal Plaza kann sich sehen lassen, die Auswahl ist üppig und variiert täglich. Neben westlichen Dingen wie Brötchen, Marmelade, Käse, Rührei. Joghurt, frisches Obst und süßen Teilchen gibt es auch wechselnde chinesische Gerichte mit Gemüse, Nudeln und Reis. Auf Wunsch werden diese auch frisch zubereitet. Und wir stellen fest, dass Nudeln zum Frühstück wirklich etwas ganz, ganz Köstliches sind. Daran könnten wir uns tatsächlich gewöhnen. Ein besonderes Schmankerl – zumindest für den, der’s mag – sind Gänse- und Hühnerfüße, die fast jeden Morgen angeboten werden. Unser persönliches Highlight ist aber der Pancake-Automat, der auf Knopfdruck kleine Pfannkuchen wie am Fließband produziert.

Empfehlenswert ist auch ein Besuch in der schicken Hotelbar Lion’s Rock, in der Bier der Hongkong Brewery ausgeschenkt wird.

Internet: www.royalplaza.com.hk
Adresse: 193 Prince Edward Road West, Kowloon, Hong Kong

Unterwegs in Hongkong

Nachts in Mongkog

Tagsüber

Als sehr praktischer Begleiter hat sich der  Lonely Planet Reiseführer Hongkong erwiesen: Neben einem umfangreichen Cityatlas, vielen inspirierenden Fotos und spannenden Hintergrundinfos über Hongkong gibt es auch noch ein Extra-Kapitel über Macao. Besonders informativ waren die vielen Stadtspaziergänge, die viele interessante Sehenswürdigkeiten sinnvoll verbinden und gleichzeitig kompakte Informationen über jede Einzelne liefern.

Aber auch ansonsten ist es ziemlich einfach, in Hongkong unterwegs zu sein: Das öffentliche Verkehrsnetz ist hervorragend und überall gibt es englische Beschriftungen, so dass uns die Orientierung leichtfällt. Besonders unterhaltsam ist eine Fahrt mit einer der Doppeldecker-Straßenbahnen. Dank der aufladbaren Octopus-Card kann der Fahrpreis in den meisten Verkehrsmitteln bargeldlos und schnell entrichtet werden. Und auch an die hohe Luftfeuchtigkeit, die drückende Hitze und die schier unglaublichen Menschenmengen, die hier Tag & Nacht unterwegs sind, gewöhnen wir uns schnell. Wichtig ist nur, immer genug Wasser dabei zu haben!

Hongkong - Tempel

Einer der vielen schönen Tempel in Hongkong

Wie Ihr Euch sicher vorstellen könnt, hat eine Stadt wie Hongkong einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten. Ich möchte mich daher nur auf unsere ganz persönlichen Highlights beschränken:

Der Temple Street Night Market ist Hongkongs lebendigster Nachtmarkt. Aber auch der Goldfischmarkt, wo allerlei bunt schillernde Fische zum Kauf angeboten werden, fasziniert uns. Auf dem Tung Choi Street Market, auch Ladies‘ Market genannt, kann ich nicht widerstehen und kaufe mir einen chinesischen Glücksbringer. Wunderschön ist auch der Flower Market mit seinen duftenden Blumen und fantasievollen Gestecken.

Dass Hongkong eine Stadt der Gegensätze ist, wird uns beim Besuch des Sik-Sik-Yuen-Wong-Tai-Sin-Tempels ganz besonders bewusst: Hinter dem bunten, von Weihrauchschwaden umgebenen Tempel ragen monströse, unglaublich hässlich Hochhäuser in die Luft. Man mag sich kaum vorstellen, wie es ist, in so etwas zu leben.

Ein ähnliches Bild bietet sich uns bei Besuch der Chi Lin Nunnery, das zu den eindrucksvollsten Gebäuden Honkongs gehört. Staunend lassen wir dort den Anblick der goldenen Pagode im Nan Lian Garden auf uns wirken, die sich von den großen Wolkenkratzern wenig beeindruckt zeigt.

Hongkong - Chi Lin Nunnery

Golden Pagode im Garten der Chi Lin Nunnery

Natürlich schauen wir uns aber noch mehr Tempel an, zum Beispiel den der 10.000 Buddhas! Er beeindruckt uns mit seinen unzähligen goldenen Buddha-Statuen –  eigentlich sind es 13.00o. Da im Chinesischen aber 10.000 die größtmögliche Zähleinheit ist und 13.000 gleichbedeutend mit “unzählige” ist, heißt er eben nur Tempel der 10.000 Buddhas. Dort gibt es übrigens ein kleines vegetarisches Restaurant mit leckeren Snacks!

Der beliebteste Zuschauersport in Hongkong sind Pferderennen. Kein Wunder also, dass Hongkong gleich zwei riesige Pferderennbahnen zu bieten hat: Sha Tin und Happy Valley. Am spannendsten fanden wir die Nachtrennen in Happy Valley, die einem verrückten Karneval gleichen – Bier im Plastikpitcher inklusive!

Gegenüber der Pferderennbahn von Happy Valley gibt es übrigens mitten im größten Verkehrstrubel und umrahmt von Hochhäusern einen sehenswerten Friedhof: Die letzte Ruhestätte stellt sich so manch einer vielleicht anders vor.

Hongkong - Happy Valley Cementary

Ein Friedhof inmitten von Hochhäusern & Verkehr

Mit dem Bus fahren wir auf den Victoria Peak, der den höchsten Punkt (552 m) auf Hong Kong Island darstellt. Nach dem Sonnenuntergang (und natürlich schon davor) genießen wir den atemberaubenden Ausblick auf Honkongs Skyline.

Hongkong - Blick vom Peak

Blick vom Peak auf das leuchtende Hongkong

Dass es auch schöne Wolkenkratzer gibt, stellen wir bei unserem Besuch in Central fest: Besonders das HSBC-Gebäude besticht durch architektonische Raffinesse. Aber auch der Statue Square mit seinen vielen Denkmälern von Mitgliedern des britischen Königshauses und der Hong Kong Zoological & Botanical Garden lohnen einen Besuch.

Um dem Gewusel der Großstadt ein wenig zu entkommen, unternehmen wir einen Ausflug zum Dragon’s Peak. Die kurze, aber schöne Wanderung überrascht uns mit Stille, frischer Luft und traumhaften Ausblicken auf die Küste. Und dass wir so kurz vor den Toren dieser lauten, anstrengenden Stadt am Strand sitzen und in Ruhe ein Bierchen trinken würden, hätten wir Stunden vorher wohl kaum geglaubt. Die Tour sowie viele weitere praktische Tipps für einen Urlaub in Hongkong findet Ihr auf Discover Hong Kong.

Abends

Obwohl sich rund um unser Hotel jede Menge kleine Imbissstände und Mini-Restaurants finden, trauen wir uns ohne Sprachkenntnisse nicht, dort etwas zu essen. Zu groß ist uns das Risiko, versehentlich doch etwas mit Fleisch oder Fisch zu erwischen. Wer kein Vegetarier oder Veganer ist, sollte sich aber auf jeden Fall durch die lokalen Spezialitäten probieren. Als Faustregel gilt: je kleiner das Restaurant, desto besser die Gerichte. Alle anderen müssen auch nicht verhungern, denn Hongkong ist eine Stadt mit verdammt guten Geschmack und bietet wirklich jedem ein kulinarisches Erlebnis – egal ob aus der chinesischen, italienischen, indischen, französischen oder deutschen Küche. Die Auswahl ist so groß, dass ich dem Thema Essen einen eigenen Beitrag widmen werde. Ihr dürft also gespannt sein!

Hongkong Streetfood

Streetfood in Mongkog

Fazit

Ein Besuch in Hongkong ohne platte Füße ist unmöglich. Und es ist wirklich sehr schwer, sich der Faszination dieser Metropole, die den Spagat zwischen Tradition und Moderne mit Bravour besteht, zu entziehen. Außerdem gibt es ja auch noch Lantau und Macao – um nur zwei interessante Ziele der näheren Umgebung zu nennen.

Asien Unterwegs

Hongkong, Macau & Lantau | Impressionen

6. Juli 2016

Im Herbst letzten Jahres haben Herr Wallygusto & ich eine spannende Woche in der faszinierenden Metropole Hongkong verbracht. Natürlich durften dabei Besuche auf Macau und Lantau nicht fehlen, die man ganz einfach mit der Fähre erreichen kann. Da ein ausführlicher, mehrteiliger Reisebericht urlaubsbedingt (höhöhö ;-)) “leider” doch noch ein wenig Zeit in Anspruch nehmen wird, zeige ich Euch vorab ein paar mit dem Smartphone eingefangene Impressionen!