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Eingemachtes Lieblingsrezepte Mitbringsel

Bockbiersenf “Happy Bastard Mustard”

3. Dezember 2018
Bockbiersenf | Rezept auf www.wallygusto.de

Wisst Ihr was praktisch ist? Einen Hobbybrauer im Freundeskreis zu haben! Herr Wallygusto und ich dürfen uns glücklich schätzen, in dieser Lage zu sein – versorgt uns doch Björn von Happy Brew [WERBUNG | Verlinkung | unbezahlt | unbeauftragt] ab und an mit einer selbstgebrauten Bierspezialität, wie beispielsweise Cucumber Ale oder Maibock. Blöd nur, dass Herr Wallygusto und ich den Maibock gut aufgeräumt und erst im Herbst wieder entdeckt haben. Glück im Unglück, dass sich Bier unfassbar gut in Senf macht! Und so haben wir der Braukunst des lieben Björn kurzerhand ein Denkmal gesetzt und einen Bockbiersenf kreiert. Einen passenden Spitznamen haben wir dieser rustikalen Delikatesse natürlich auch gleich verpasste: Happy Bastard Mustard!

Bockbier [WERBUNG | Verlinkung | unbezahlt | unbeauftragt] wird mit einem höheren Stammwürzegehalt als ein normales Voll- oder Schankbier eingebraut. Da beim Brauen besondere, oft dunkle Malze zum Einsatz kommen, ist Bockbier voll im Geschmack und bringt die vom Malz gelieferten Röstaromen mit. Ich konnte früher nicht wirklich viel mit Bockbier anfangen, denn ich bevorzuge generell Biersorten mit weniger „Umdrehungen“. Vor 1, 2 Jahren bin ich aber auf den Geschmack gekommen und trinke gerne mal ein stärkeres Bier.

Wie sieht’s bei Euch aus? Mögt Ihr Bockbier? Nein? Welche Biersorte ist Euch dann die liebste?

Bockbiersenf

Menge: 4-5 Gläser (150 ml)

Bockbiersenf

Zutaten

  • 200 g gelbe Senfsaat
  • 100 g braune Senfsaat
  • 500 ml Bockbier
  • 200 ml Apfelessig
  • 1 TL grobes Meersalz
  • 120 g Honig

Zubereitung

  1. Senfsaat, Bockbier und Apfelessig in eine große, möglichst hohe Glasschüssel geben, mit einem Teller abdecken und für 48 Stunden bei Raumtemperatur ziehen lassen.
  2. Meersalz und Honig zu der Senfmischung geben und samt Flüssigkeit mit dem Pürierstab so lange zerkleinern, bis je nach Vorliebe ein leicht grober bis glatter Brei entstanden ist.
  3. Senf in saubere, sterile Gläser füllen und mindestens eine Woche ziehen lassen. Je länger der Senf durchzieht, desto besser kann sich sein Geschmack entfalten.
https://wallygusto.de/2018/12/03/bockbiersenf/

Meine Tipps

Die Idee für diesen Senf habe ich im Kuriositätenladen [WERBUNG | Verlinkung | unbezahlt | unbeauftragt] gefunden und ein wenig nach meinem Geschmack abgeändert. Solltet Ihr einen Thermomix besitzen, findet Ihr dort auch eine passende Anleitung. Und habt Ihr’s schon gesehen? Auf dem Blog gibt’s noch jede Menge andere köstliche Senf-Rezepte!

Aus dem Ofen Lieblingsrezepte

Zwiebelkuchen vom Blech

12. November 2018
Zwiebelkuchen | Rezept auf www.wallygusto.de

Zwiebelkuchen gehört zum Federweißen wie Brezen zum Bier. Weniger eindeutig ist allerdings die Art der Zubereitung sowie seine Form. Ob viereckig oder rund, als Blechkuchen aus Hefeteig oder Tarte auf Basis von Mürbeteig – der Zwiebelkuchen ist flexibel. Auch seinen Namen sieht der herzhafte Kuchen nicht so eng! In Schwaben und Baden kennt man ihn als Zwiebelwähe, Franken als Zwiebelplootz.

Der Boden des Zwiebelkuchens wird klassisch aus Hefeteig hergestellt. Wie auch für viele unserer Rezepte für Pizza verwenden wir auch hier eine Mischung aus Dinkel- und Dinkelvollkornmehl. Für den Belag werden neben den Zwiebeln häufig Sauerrahm oder süße Sahne, Eier und Speckwürfel verwendet. Natürlich gibt es unzählige Varianten, beispielsweise mit Kürbis oder Tomaten. Auch lässt sich der Speck sehr gut durch Räuchertofu oder rote Paprikastücke ersetzen. Und wenn Federweißer gerade keine Saison hat, schmeckt auch ein trockener Weißwein ganz vorzüglich dazu!

Zwiebelkuchen vom Blech

Menge: 1 Backblech

Zwiebelkuchen vom Blech

Zutaten

    Für den Pizzateig:
  • 200 ml lauwarmes Wasser
  • 1 TL Zucker
  • 21 g frische Hefe
  • 200 g Dinkelmehl
  • 200 g Vollkorn-Dinkelmehl
  • 4 El Olivenöl
  • 1 TL Salz
    Für den Belag
  • 650 g Zwiebeln, in feinen Ringen
  • 2 EL Butter
  • 3 Eier
  • 100 g Sauerrahm
  • 1 TL Kümmel, gehäuft
  • 1/2 Bund Petersilie, klein gehackt
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Salz
  • Paprika edelsüß

Zubereitung

  1. Zunächst für den Teig die Hefe in 200 ml lauwarmen Wasser zusammen mit dem Zucker verrühren und für ca. 10 Minuten ruhen lassen bis sich ein leichter Schaum auf der Mischung bildet. Dann das Mehl zusammen mit der Hefe-Mischung, dem Öl und dem Salz in eine Rührschüssel geben und mit einer Küchenmaschine ca. 5 Minute auf langsamer Stufe zu einem geschmeidigen und homogenen Teig verkneten.
  2. Den Teig an einem warmen Ort für ca. 1 Stunde gehen lassen.
  3. In der Zwischenzeit Butter in einer tiefen Pfanne erhitzen und die Zwiebelringe darin bei schwacher Hitze glasig dünsten. Abschließend zur Seite stellen und abkühlen lassen.
  4. Eier verquirlen und mit Sauerrahm, Kümmel und Petersilie verrühren.
  5. Wenn der Teig schön aufgegangen ist, auf einem Backblech dünn ausrollen und noch ein wenig gehen lassen.
  6. Zwiebelmasse mit Eiercreme verrühren, mit Pfeffer, Salz und Paprika pikant würzen und gleichmäßig auf dem Teig verteilen.
  7. Zwiebelkuchen auf der mittleren Schiene bei 210 (Ober Unterhitze) oder 190 Grad Umluft etwa 35 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist. In Stücke schneiden und ofenwarm servieren.
https://wallygusto.de/2018/11/12/zwiebelkuchen-vom-blech/

Mein Tipp

Zwiebelkuchen schmeckt warm am allerbesten! Ihr könnt ihn aber auch in einem geeigneten Gefäß im Kühlschrank lagern oder einfrieren. Und wenn Ihr wieder Appetit haben solltet, wärmt Ihr den Zwiebelkuchen einfach entweder im Ofen bei 200 Grad oder in einer Pfanne ohne Fett auf. Wir selbst haben das allerdings noch nie ausprobiert, denn wir haben nie Reste, die es aufzuheben gilt! ;-)

Lieblingsrezepte Nudeln | Reis

Ratatouille – das provenzialische Nationalgericht

12. Oktober 2018
Ratatouille - das provenzialische Nationalgericht | Rezept auf www.wallygusto.de

Kaum zu glauben, aber ich habe heute ein Rezept ohne Pasta für Euch! Da Gemüseeintopf auch im Herbst eine feine Sache ist, tische ich Euch heute das provenzalische Nationalgericht Ratatouille auf. Das besondere an Ratatouille ist, dass es sowohl kalt als auch warm gegessen werden kann.

Die Basis bilden verschiedene, geschmorte Gemüsesorten aus den Sommermonaten. Da Zucchini, Auberginen, Paprika und Tomaten auch im Oktober noch Saison haben, habt Ihr also noch ein wenig Zeit zum Nachkochen. Natürlich kommt ein gutes Ratatouille nicht ohne gutes Olivenöl, frische Kräuter der Provence, Zwiebeln und Knoblauch aus – sie verstärken die Aromen.

Ob mein Rezept hier viel mit dem französischen Original-Rezept gemein hat, vermag ich nicht sagen, denn ich war leider noch nie in Frankreich. Aber eines ist sicher: Schmecken tut meine Version auf jeden Fall!

Ratatouille

Menge: 2 Personen

Ratatouille

Zutaten

  • 3–4 EL Olivenöl
  • 2 kleine rote Zwiebeln, in kleinen Würfeln
  • 1 rote Paprikaschote, in kleinen Stücken
  • 1 gelbe Paprikaschote, in kleinen Stücken
  • 1 rote Chili, klein gehackt
  • 1–2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 Zucchini, in kleinen Stücken
  • 1 kleine Aubergine, in kleinen Stücken
  • 400 g Tomaten, in kleinen Stücken
  • 1–2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 3 Stiele Estragon, Blätter grob gehackt
  • 3 Stiele Thymian, Blätter grob gehackt
  • 2 Zweige Rosmarin, Nadeln fein gehackt
  • 2 EL Tomatenmark
  • 100–150 ml Gemüsebrühe
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung

  1. Öl in einem großen Topf oder einer tiefen Pfanne erhitzen. Zwiebel- und Paprikawürfel darin 4–5 Minuten andünsten. Chili, Knoblauch, übriges Gemüse und 2 EL Tomatenmark einrühren und ebenfalls kurz andünsten.
  2. 100-150 ml Gemüsebrühe zugießen, mit einem Teil der gehackten Kräuter, Salz und Pfeffer würzen. Gemüse für ca. 15 Minuten bei mittlerer Hitze garen.
  3. Fertiges Ratatouille auf Tellern anrichten und mit den übrigen Kräutern garnieren.
https://wallygusto.de/2018/10/12/ratatouille-das-provenzialische-nationalgericht/

Mein Tipp

Ratatouille wird normalerweise mit Reis oder Baguette gegessen. Da ich habe aber jede Menge festkochende Kartoffeln zuhause hatte, habe ich ein wenig improvisiert. Kartoffelspalten aus dem Ofen und ein wenig Feta sind als Beilage perfekt. Und diejenigen unter Euch, für die ein Leben ohne Pasta zwar möglich, aber sinnlos ist, kann ich an dieser Stelle übrigens beruhigen: Ich bin mir sicher, dass Ratatouille auch sehr gut zu Pasta passt! [WERBUNG | Verlinkung | unbezahlt | unbeauftragt] Das Original kommt übrigens ganz ohne Chili aus – das ist bei mir leider nicht möglich! ;-)

Lieblingsrezepte Salate | kleine Gerichte

Frittierter Blumenkohl in Bierteig mit Kräuterquark & Kartoffelspalten

31. Mai 2018
Frittierter Blumenkohl in Bierteig mit Kräuterquark & Kartoffelspalten | Rezept auf www.wallygusto.de

Eigentlich bin ich ja ein bekennender Alles(fr)esser – solange es ohne Fisch & Fleisch ist. Es gibt aber das ein oder andere Gemüse, das ich lange Zeit verweigert habe – Blumenkohl zum Beispiel! Zu oft gab es in meiner Kindheit sonntags in der der Wirtschaft Beilagensalat, auf dem sich einige verkochte, weiße Röschen fanden. Essig-sauer, aber ansonsten geschmacksneutral konnte der Blumenkohl damals nicht bei mir punkten.

Eigentlich schade, denn in Deutschland gehört Blumenkohl zu den beliebtesten Gemüsesorten, da er nicht nur sehr gesund sondern auch vielseitig ist. Egal, ob als leichtes Gericht, Suppe oder aus dem Ofen – dem Blumenkohl steht wirklich jede Zubereitungsart! Zum Beispiel schmeckt er auch ganz toll mit Kräuter-Käsesauce!

Lieben gelernt habe ich Blumenkohl erst durch meine Schwiegermutter: Die serviert ihn frittiert und mit literweise Béchamelsauce serviert. Dazu gibt es resche Bratkartoffeln, die ich ohnehin über alles liebe. Die Schwiegermutter und ihr Blumenkohl sind also schuld, dass Herr Wallygusto und ich uns eine Fritteuse zulegt haben! Mit ihr zaubern wir nun regelmäßig Köstlichkeiten wie frittierten Blumenkohl in Bierteig mit Kartoffelspalten & Kräuterquark. :-)

Als bekennende Fans der fränkischen Biere kommt uns natürlich kein normales Münchner Hell in den Teig! Wir greifen zu einem leichten Rauchbier, dessen Geschmack wir noch ein wenig durch die Zugabe von geräuchertem Paprikapulver betonen. Die mutigeren unter Euch können natürlich zu einem Bier mit einer stärkeren Rauchnote greifen! Und was trinkt man zu Blumenkohl in Rauchbierteig am besten? Natürlich ein Bier!

Frittierter Blumenkohl in Bierteig mit Kräuterquark & Kartoffelspalten

Menge: 2 Personen

Frittierter Blumenkohl in Bierteig mit Kräuterquark & Kartoffelspalten

Zutaten

    Für den Kräuterquark
  • 250 g Quark (Halbfettstufe)
  • Petersilie
  • Dill
  • Paprika edelsüß
  • Salz
  • Pfeffer
    Für die Kartoffelspalten
  • 500 g mittelgroße festkochende Kartoffeln, halbiert und längs gedrittelt
  • 2 TL getrockneter Rosmarin
  • 1 Knoblauchzehe, gepresst
  • 1/2 TL Chilischrot
  • Salz
  • Pfeffer
  • 3 EL Olivenöl
    Für den Blumenkohl
  • 1 kleiner bis mittelgroßer Blumenkohl, in kleinen Röschen
  • 2 Eier
  • 100 g Dinkelmehl
  • 130 ml Rauchbier (oder ein anderes Bier mit oder ohne Alkohol)
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 TL Curry
  • Muskatnuss
  • nach Belieben Paprikapulver geräuchert (süß)
  • Öl zum Ausbacken

Zubereitung

  1. Alle Zutaten für den Kräuterquark in eine Schüssel geben und miteinander verrühren. Bis zum Servieren in den Kühlschrank stellen.
  2. Für die Kartoffelspalten die Kartoffelstücke in eine Schüssel geben und gut mit Rosmarin, Knoblauch, Chilischrot, Salz, Pfeffer und Olivenöl vermischen.
  3. Anschließend mit der Schale (runde Seite) nach unten auf ein Backblech oder in eine große, flache Form setzen. Im Backofen (Mitte; nicht vorgeheizt, Umluft 200°) in 30-35 Min. goldbraun backen.
  4. In der Zwischenzeit Blumenkohlröschen kurz blanchieren und gut abtropfen lassen.
  5. Eier trennen und Eiweiß steif schlagen. Mehl, Bier, Salz, Pfeffer, Curry, Muskatnuss, Paprikapulver und Eigelb schnell miteinander zu einem Teig verrühren. Danach Teig etwas ruhen lassen. Öl in der Friteuse oder einem Topf erhitzen. Eischnee vorsichtig dem Teig unterheben.
  6. Blumenkohlröschen in den Teig tunken, abtropfen lassen und im heißen Öl freischwimmend bis zum gewünschten Bräunungsgrad frittieren.
https://wallygusto.de/2018/05/31/frittierter-blumenkohl-in-bierteig-mit-kraeuterquark-kartoffelspalten/

Mein Tipp

Solltet Ihr kein Rauchbier zur Hand haben, tut es ein normales Helles auch. Oder Ihr gebt ein wenig von Eurem Lieblings-Craftbier in den Teig! ;-)

Aber nicht nur Blumenkohl hat jetzt Saison, auch Spargel, Mairübe/Rettich, Kohlrabi, Rhabarber, Spinat, Radieschen und Spitzkohl stehen jetzt hoch im Kurs.Darum findet Ihr heute unter dem Motto “Saisonal schmeckt’s besser” bei diesen Foodbloggern noch viele andere spannende Rezepte!

 

Lieblingsrezepte Salate | kleine Gerichte

Deftiger Käseschmarrn mit Lauchzwiebeln

16. April 2018
Deftiger Käseschmarrn mit Lauchzwiebeln | Ein tolles vegetarisches Rezept auf www.wallygusto.de

Das erste – und eigentlich einzige Mal – durfte ich Käseschmarrn auf der Albert-Link-Hütte am Spitzingsee verspeisen. Bis zu diesem Tag kannte ich nur den obligatorischen Kaiserschmarrn (gerne auch mit Apfel & Rosmarin). Die wohl bekannteste Mehlspeise der österreichischen Küche ist auch auf bayerischen Berghütten heimisch und erfreut sich bei hungrigen Wanderern großer Beliebtheit.

Herr Wallygusto und ich absolvierten bei besagter Hütte an einem eisig kalten Wintertag einen Lawinenrettungskurs. Nach einem Vormittag im tiefen Schnee waren wir entsprechend erschöpft und durchgefroren. In der Mittagspause musste also unbedingt etwas heißes, deftiges zu Essen her. Zwischen Käsespätzle, Spinatknödel und etlichen Kaiserschmarrn-Variationen erspähten meine gierigen Augen eben jenen Käseschmarrn. Wie bereits erwähnt, war mir dieses Gericht bis dato vollkommen unbekannt! Aber da ich eine Schwäche für (warmen) Käse habe, musste ich nicht lange überlegen, was mein Mittagessen sein sollte! Als der Käseschmarrn dann serviert wurde, fielen mir fast die Augen aus dem Kopf: Die Portion war riesig, die Teigfetzen goldbraun! Und der Geschmack – einfach himmlisch!

Wenn Ihr also mal bei der Albert-Link-Hütte halt machen solltet: UNBEDINGT den Käseschmarrn probieren! Oder einfach selbst machen! Es geht tatsächlich ganz einfach!

Deftiger Käseschmarrn mit Lauchzwiebeln

Menge: 2 Personen

Deftiger Käseschmarrn mit Lauchzwiebeln

Zutaten

  • 3 Eier (Größe M)
  • 120 ml Milch
  • 120 g Dinkelmehl
  • 75 g Bergkäse, gerieben
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • Muskat, gemahlen
  • 1+1 EL Rapsöl
  • 4 Lauchzwiebeln, in dünnen Ringen

Zubereitung

  1. Eier trennen. Eigelbe, Milch, Mehl und Bergkäse miteinander verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Eiweiß mit dem Schneebesen der Küchenmaschine steif schlagen. Eischnee unter die Mehl-Eier-Milch-Mischung heben.
  2. 1 EL Rapsöl in einer tiefen Pfanne erhitzen. Teig hineingeben und bei mittlerer Hitze braten, bis er am Rand fest wird. Mit einem Pfannenwender vierteln und wenden. Wenn der Teig stockt, mit dem Pfannenwender oder zwei Gabeln in mundgerechte Stücke rupfen.
  3. Währenddessen in einer zweiten Pfanne 1 EL Rapsöl erhitzen, Lauchzwiebeln zugeben und 2–3 Minuten unter Wenden braten. Schmarrn auf zwei Tellern verteilen. Mit Lauchzwiebeln bestreut servieren. Dazu passt Feldsalat mit einer einfachen Vinaigrette.
https://wallygusto.de/2018/04/16/deftiger-kaeseschmarrn-mit-lauchzwiebeln/

Mein Tipp

Solltet Ihr – im Gegensatz zu Herrn Wallygusto und mir – im Besitz einer feuerfesten Pfanne sein, könnt Ihr den Käseschmarrn, wie im Originalrezept auf LECKER angegeben, zubereiten:

Hierfür das Rapsöl in der ofenfesten Pfanne erhitzen. Teigmischung hineingeben und bei mittlerer Hitze braten. Wenn er am Rand fest wird, mit einem Pfannenwender in der Mitte teilen und wenden. Anschließend in der Pfanne im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 175 °C/ Umluft: 150 °C) ca. 10 Minuten backen. Käseschmarrn aus dem Ofen nehmen und mit zwei Gabeln in Stücke zupfen.

Kartoffeln | Hülsenfrüchte Lieblingsrezepte Suppen | Eintöpfe

Saure Linsensuppe mit Kartoffeln & einem Touch Italien

12. März 2018
Saure Linsensuppe mit Kartoffeln & einem Touch Italien

Linsen – wer kennt sie nicht als Nationalgericht der Schwaben! Immer leicht bis mittelschwer gesäuert machen sie als Begleitung zu Spätzle und Saitenwürstchen -“Soida mit Lensa und Schpätzleeine” wie der Schwabe sagt – eine gute Figur. Als Linsen-Bolognese oder Linsensalat kommen die kleinen Kerle auch häufig bei Herrn Wallygusto und mir auf den Tisch. Ganz besonders gerne essen wir aber Linsensuppe mit Kartoffeln. In der kalten Jahreszeit gibt es kein besseres Essen! Besonders Ende Februar, als es nochmal so richtig zapfig (wie wir in Bayern so sagen) war, hätten wir uns am liebsten jeden Abend Linsensuppe gekocht! Und weil auch Klassiker irgendwann mal langweilig werden, haben wir dem Gericht einen Touch Italien verpasst.

Bei der Zubereitung habe ich mich mal wieder an einem Rezept von Tim Mälzer orientiert – denn wenn der Tim eines kann, dann ist es bodenständige, ehrliche Küche. Die Saure Linsensuppe mit Lyoner Wurst stammt aus dem Kochbuch HEIMAT. In der Kochfibel mit dem auffälligen goldenen Cover hat Tim Mälzer seine Lieblingsrezepte gesammelt – darunter auch genial-simplen Blumenkohl mit Kräuter-Käsesauce.

Dank Tim Mälzer weiß ich jetzt auch, dass Linsen ursprünglich gar nicht im „Ländle“ daheim waren! Ursprünglich in Ägypten und Palästina beheimatet, fanden sie auf den wasserarmen Höhen und auf den kargen Steinböden der Schwäbischen Alb ideale Wachstumsbedingungen vor. Der Linsenanbau hatte bis in die Wirtschaftswunderjahre hinein eine lange Tradition auf der Schwäbischen Alb. Ernte und Reinigung der Linsen waren aber sehr aufwendig, die Erträge vergleichsweise niedrig. So wundert es nicht, dass der Linsenanbau beständig zurück ging und die »Albleisa« (Alblinsen) in Vergessenheit gerieten. Dies ging sogar soweit, dass einige Sorten bis vor wenigen Jahren als verschollen galten. Dank einer Gruppe von engagierten Ökobauern, Wissenschaftlern und Slow-Food-Aktivisten werden die Alblinsen heute wieder auf der Schwäbischen Alb angebaut.

Saure Linsensuppe mit Kartoffeln & einem Touch Italien

Saure Linsensuppe mit Kartoffeln & einem Touch Italien

Zutaten

  • Rapsöl
  • 1 Stück Knollensellerie (ca. 120 g), in kleinen Würfeln
  • 1 Karotte, in kleinen Würfeln
  • 1 Stück Lauch (ca. 170 g), in kleinen Würfeln
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1 rote Zwiebel, in kleinen Würfeln
  • 150 g Berglinsen
  • 2 EL g Tomatenmark
  • 1 Lorbeerblatt
  • 600 ml Gemüsebrühe
  • 2 Kartoffeln (ca. 350 g), in kleinen Würfeln
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 2 EL Balsamico

Zubereitung

  1. Rapsöl in einem großen Topf erhitzen und Knollensellerie, Karotte, Lauch, Knoblauch und Zwiebeln dazugeben und hell anbraten.
  2. Linsen, Tomatenmark und Lorbeerblatt zugeben und unterrühren. 5 Minuten schmoren.
  3. Mit Brühe auffüllen, Kartoffeln dazu, Deckel drauf und 30 Minuten leise köcheln.
  4. Thymian unter die Suppe rühren. Mit Salz, Pfeffer und Essig kräftig abschmecken.
  5. Suppe in tiefen, vorgewärmten Tellern mit der Suppe anrichten. Wer mag isst, (vegane) Würstchen dazu.
https://wallygusto.de/2018/03/12/saure-linsensuppe-mit-kartoffeln-einem-touch-italien/

Mein Tipp

Statt Berglinsen könnt Ihr natürlich auch andere kleine Linsen, zum Bespiel Puy, verwenden. Und im unwahrscheinlichen Fall, dass Ihr keinen Balsamico im Haus haben solltet, tut es ein Schuss Rotwein- oder Weißweinessig auch.

Aus dem Ofen Kartoffeln | Hülsenfrüchte Lieblingsrezepte

Rosenkohl-Gratin mit Kartoffeln & Ziegenkäse

5. März 2018
Rosenkohl-Gratin mit Kartoffeln und Ziegenkäse | Rezept auf www.wallygusto.de

Wie sieht’s aus? Habt Ihr noch Bock auf Rosenkohl? Oder könnt Ihr mit der grünen Knolle trotz meines tollen Rezepts für Rosenkohl-Pesto immer noch nichts anfangen? Wenn Ihr von Rosenkohl – so wie ich – nicht genug gekommen könnt, schiebt Euch doch mal einen Rosenkohl-Gratin mit Kartoffeln in’s Rohr!

Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber normalerweise könnte ich mich täglich von Salat und Käsebroten ernähren. Nur dieses Jahr tickt meine biologische Uhr anders! Mein Körper verlangt fast täglich nach fettigen, deftigen Gerichten – wie beispielsweise Apfel-Kartoffel-Auflauf oder Pizza mit Birne, Gorgonzola & roten Zwiebeln. Oder eben diesem Rosenkohlgratin von Was Du nicht kennst. Vielen Dank an dieser Stelle für die tolle Inspiration! Das Besondere an diesem Gratin ist, dass der Rosenkohl durch das Backen im Ofen ein unglaublich nussiges Aroma bekommt. In Kombination mit der würzigen Käsesauce – ein absoluter Traum!

Rosenkohlgratin mit Kartoffeln & Ziegenkäse

Menge: 2 Personen

Rosenkohlgratin mit Kartoffeln & Ziegenkäse

Zutaten

  • 500 g Rosenkohl, geputzt, geschält und halbiert
  • 275 g festkochende Kartoffeln, geputzt, geschält und geviertelt
  • 30 g Butter
  • 100 g Quark (Rahmstufe)
  • 100 g Ziegenfrischkäse
  • 200 ml Milch
  • 75g Bergkäse, gerieben
  • 1/2 TL Thymian
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 1/3 TL Chiliflocken

Zubereitung

  1. Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Kartoffeln und den Rosenkohl in eine Auflaufform geben und Butter in Flocken darüber verteilen.
  3. Auflaufform in den Backofen schieben und ca. 20 Minuten backen. Nach ca. 10 Minuten einmal umrühren.
  4. Währenddessen Quark mit Ziegenfrischkäse und Milch vermengen. Gewürze unterrühren und abschmecken. Quark-Ziegenkäse-Mischung in einem Topf erhitzen und kurz aufkochen lassen.
  5. Sauce über Kartoffeln und Rosenkohl geben und Bergkäse darüber verteilen. Nochmal für ca. 5-10 Minuten im Ofen backen. Der Rosenkohlgratin ist fertig, wenn der Käse geschmolzen und leicht braun geworden ist.
https://wallygusto.de/2018/03/05/rosenkohlgratin-mit-kartoffeln-ziegenkaese/

Mein Tipp

Statt Ziegenfrischkäse könnt Ihr auch mal Gorgonzola probieren. Und statt Bergkäse eignen sich auch Gruyère, Appenzeller oder Raclette. Wer es nicht so intensive möchte, sollte auf eine mildere Sorte, wie beispielsweise Emmentaler, zurückgreifen.

Lieblingslinks Magazin

Lieblingslinks | Januar

5. Februar 2018
Lieblingslinks | Januar

Das große Fressen hat ein Ende, alle Raketen sind verschossen, alles geht wieder seinen normalen Gang. Zumindest fast – auch im Januar haben es sich Herr Wallygusto und ich es uns nicht nehmen lassen, neue Locations auszuprobieren. Unsere guten Vorsätze wie etwa “weniger Alkohol”, “weniger Kalorien” und “nicht zu viel Süßes” haben wir daher erst einmal auf Eis gelegt. Wäre ja zu schade, zu indischen Köstlichkeiten oder Spinatkäsespätzle nein zu sagen, oder? Wie haltet Ihr es mit den guten Vorsätzen?

  • 2018 geht schon gut los – so zaubert mir die #KyloRenChallenge auf Instagram schon recht früh im Jahr ein breites Lächeln auf die Lippen.
  • An unserem 17. Jahrestag probieren wir einen (für uns) neuen Inder aus: Das Ashoka in Haidhausen überzeugt uns mit frischen Pakoras, dicken Samosas & aromatischen Curries. Nur der Service war ein wenig enttäuschend – höflich ja, aber ein wenig mehr Aufmerksamkeit würden wir uns beim nächsten Besuch schon wünschen.
  • Kaum zu glauben, aber München soll tatsächliche so etwas wie eine Kaffeehauskultur besitzen! Wir werden uns im Laufe des Jahres die Tipps der SZ mal näher anschauen und Euch berichten, was tatsächlich dran ist. ;-)
  • Natürlich geht es Anfang des Jahres vor allem um eines – die Trends des neuen Jahres! Als Foodblogger interessieren mich natürlich zum einen die Gastronomie-Trends 2018 als auch die Spirituosen-Trends 2018. Wobei ich gestehen muss, dass mir Trends meistens schnurzpiepegal sind – und Herrn Wallygusto sowieso.
  • Der Ederwirt stand schon lange auf meiner To-Do-Liste – im Januar klappt es endlich mit einem Besuch: Spinatkäsespätzle und Kaspressknödel sind einfach köstlich, das Craftbier vom Fass ist ein weiteres Plus für das moderne Wirtshaus im Westend.
  • Herr Wallygusto und ich essen für unser Leben gern Linsen – dass man die nicht nur mit Pasta sondern auch mit Pilzen und Rahm kombinieren kann, war uns bisher neu. Zum Glück gibt es Sabine, die uns mit ihren Rezept für Spaghetti mit Linsen-Pilz-Rahm-Sauce eines besseren belehrt hat.
  • Wie wir alle wissen, hat es die Subkultur in München nicht (immer) leicht. Zwischennutzungen sind deswegen optimale Alternativen für Künstler und Veranstalter. Die SZ hat den Überblick über diese besonderen Orte in der Stadt – hier wird gefeiert bis zum Abriss. Im wahrsten Sinne des Wortes.
  • Lust auf Kiwi-Vögel oder Bananen-Pinguine? Dann solltet Ihr mal auf dem Instagram-Channel von Foodbites vorbeischauen!
  • Wir haben aber nicht nur viel geschlemmt, sondern waren auch kulturell unterwegs: Die Ausstellung Souvenir – A Photographic Journey von Martin Parr zieht uns im Kunstfoyer in ihren Bann. Von seinem schonungslosen Blick auf die Realität waren wir schwer begeistert.
  • Ein Meister seines Fachs, der französische Starkoch Paul Bocuse, ist mit 91 Jahren gestorben. Aber mal ehrlich – er wird unsterblich sein. Vor allem, bei so einem Nachruf wie dem von Stevan Paul: Seine “Begegnung mit Gott” ist witzig, zeugt aber gleichzeitig auch von dem großen Respekt, den er für den “König der Köche” empfindet.

Das Beitragsfoto stammt von Bethany Newman, entdeckt auf Unsplash.

Buchvorstellungen Lieblingsrezepte Magazin Salate | kleine Gerichte

Kohlrabischnitzel mit Kartoffelbrei | Buchvorstellung

2. Februar 2018

Bayerisches Essen hat ja nicht gerade den Ruf, besonders gut für Vegetarier geeignet zu sein: Oft gibt es in traditionellen Wirtshäusern nur verkochtes Gemüse mit Spiegelei. Und wenn nicht nur Käsespätzle sondern auch Rahmschwammerl mit Semmelknödel auf der Speisekarte stehen, kommt dies schon fast einem Festmahl gleich. Dabei ist auch die bayerische Küche reich an traditionellen vegetarischen Köstlichkeiten – anscheinend ist aber die Nachfrage nach Schweinshaxen und Zwiebelrostbraten einfach größer.

Die bayerische Küche ist eine ehrliche, bodenständige und in den Ursprüngen bäuerliche Küche. Viele klassische Gerichte sind wandlungsfähig und die traditionelle Brotzeitkultur verfügt über eine Vielzahl an vegetarischen Speisen. Außerdem gibt es kaum jemanden, der keinen Gefallen an bayerischen Mehlspeisen wie Rohrnudeln, Zwetschgendatschi oder Apfelstrudel findet.

Ihre liebsten bayerisch vegetarischen Rezepte hat Birgit Fazis jetzt in ihrem ersten Buch Bayerisch vegetarisch gesammelt. Meiner Meinung nach könnten ein paar traditionelle Wirtshäuser in München & Umgebung gerne mal ein Blick dort hineinwerfen. Ein bisschen Inspiration schadet schließlich nie! ;-)

Bayerisch vegetarisch von Birgit Fazis

Autor

Birgit Fazis ist Pädagogin und widmet sich seit der Eröffnung ihres Food- und Lifestyleblogs Emma Bee im Jahr 2010 ganz dem Kochen und Backen. Ihre Leserschaft erfreut sich an ihrer Verwöhnküche, DIYs und Geschichten aus dem Alltag. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Töchtern am schönen Ammersee.

Optik

Bayerisch vegetarisch kommt als hochwertige Klappenbroschur daher. In den Umschlagklappen sind ein kleines Biergarten-Latein sowie eine Übersicht der Rezepte nach Jahreszeit untergebracht. Sehr praktisch!

Auf 128 Seiten zeigen 88 stimmungsvolle Farbfotos, wie köstlich bayrische Schmankerl ohne Fleisch aussehen können. Nicht einmal auf das geliebte “Schnitzel” müsst Ihr verzichten! Als großen Fan von Rezeptfotos freut es mich natürlich ganz besonders, dass jedes Rezept einzeln dargestellt wird.

Aus dem Inhalt

  • Einleitung (Vorwort und „Noch ein paar Tipps bevor es losgeht“)
  • Brotzeiten und Salate
  • Suppen und warme Kleinigkeiten
  • Bayerische Schmankerl zum Sattessen
  • Süße Mehlspeisen, Desserts & mehr

Kohlrabischnitzel mit Rahmschwammerl | Rezept auf www.wallygusto.de

Rezepte

Zünftig, bayerisch und vegetarisch – in diesem Buch trifft echte Liebe zur weiß-blauen Hausmannskost auf einen fleischlosen Einkaufszettel. Birgit Fazis zeigt uns in Bayerisch vegetarisch eindrucksvoll, wie unsere bayerischen Lieblingsschmankerl zum vegetarischen Gaumenschmaus werden.

Die 50 Rezepte in Bayerisch vegetarisch sprechen den interessierten Leser durch ihre bunte Mischung aus heiß geliebten Klassikern und modern interpretierten Köstlichkeiten an: Vom ofenfrischen Radieschen-Flammkuchen bis zum Bienenstich im Glas. Die weiß-blauen Schmankerl kommen dabei ganz ohne exotische Zutaten, Gewürze oder Ersatzprodukte aus.

Ein kleiner Wermutstropfen sind die immer wieder vorkommenden Fertigprodukte. Versteht mich nicht falsch, auch Herr Wallygusto und ich verwenden gerne gekauften Blätterteig, aber bei Röstzwiebeln aus dem Glas vergeht es uns. Ferner fallen leider auch einige Rezepte etwas zu simpel aus – beispielsweise Bayerische Schnittlauchhäppchen mit Butter, Salz, Schnittlauch, Pumpernickel und Radieschen. Oder auch das Bauernbrot mit Avocado & Ei.

Bayerischer Gemüseeintopf | Rezept auf www.wallygusto.de

Kurzprofil

Titel: Bayerisch vegetarisch
Autor: Birgit Fazis
Herausgeber: Verlag Eugen Ulmer
ISBN: 978-3-8001-0295-2
Preis: € 17,90

Ausprobiert

Beim Ausprobieren der Rezepte fällt auf, dass die Beschreibungen verständlich und stimmig sind. Die Zubereitung geht einfach und schnell von der Hand. Alle Rezepte, die Herr Wallygusto und ich ausprobieren, funktionieren auch. Als glorreiches Beispiel sei an dieser Stelle der herrliche Bayerische Gemüseeintopf genannt. Oder der Kartoffelkäs!

Für das Rezept, dass ich Euch heute aus Bayerisch vegetarisch vorstelle, brauche ich eigentlich kein Rezept. Kohlrabischnitzel mit Kartoffelbrei gab es bei Herrn Wallygusto und mir aber schon lange nicht mehr, daher fiel unsere Wahl trotzdem darauf. Die Handvoll Kartoffelchips für die Panade haben wir allerdings weggelassen – Semmelbrösel pur behagen uns mehr. Und wir nutzen das Wasser zum Kochen der Kartoffeln auch gleich zum blanchieren der Kohlrabischeiben – wir sind ja praktisch veranlagt. Als Beilage machen wir uns statt Salat lieber Rahmschwammerl (nur ohne Seitan).

Kohlrabischnitzel mit Kartoffelbrei

Menge: 2 Personen

Kohlrabischnitzel mit Kartoffelbrei

Zutaten

    Für den Kartoffelbrei
  • 500 g mehligkochende Kartoffeln, gewaschen, geschält und in groben Stücken
  • Salz
  • 125 ml Milch
  • 25 g Butter, in Flöckchen
  • Muskatnuss, (frisch) gerieben
    Für die Kohlrabischnitzel
  • 1 Kohlrabi (ca. 400 g), in 1 cm dicken Scheiben
  • 2 EL Mehl
  • 2 EL Semmelbrösel
  • 1 Ei
  • 2 EL Öl

Zubereitung

  1. Kartoffelstücke in wenig Salzwasser circa 20 Minuten weich kochen.
  2. Währenddessen Milch erwärmen.
  3. Sobald die Kartoffelstücke gegart sind, mit einer Schaumkelle aus dem Wasser und in einen separaten, kleinen Topf geben. Kochwasser nicht wegschütten, dass braucht Ihr gleich noch für die Kohlrabischeiben! Sofort warme Milch und Butterflöckchen zu den Kartoffeln geben und mit einem Kartoffelstampfer zu einem glatten Kartoffelbrei verarbeiten. Mit Salz und etwas Muskat abschmecken. Kartoffelbrei warmhalten.
  4. Kohlrabischeiben in das noch kochende Kartoffelwasser geben und etwa 3 Minuten blanchieren. Anschließend herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  5. Mehl auf einen tiefen Teller geben. Ei auf einen zweiten Teller geben und gut verquirlen. Semmelbrösel auf einen weiteren Teller geben.
  6. Blanchierte Kohlrabischeiben erst in Mehl, dann im Ei und zum Schluss in Semmelbröseln wenden und Panade gut andrücken.
  7. Kohlrabischnitzel in einer beschichteten Pfanne in etwas heißem Öl von beiden Seiten goldbraun anbraten, dann mit Kartoffelbrei und Rahmschwammerl oder einem kleinen Salat servieren.
https://wallygusto.de/2018/02/02/kohlrabischnitzel-mit-kartoffelbrei-buchvorstellung/

Fazit

Bayerisch vegetarisch ist ein wunderschönes Kochbuch vor allem für Kochanfänger, die sich ohne viel Aufwand in die vegetarische Küche vortasten wollen.

Vielen Dank an den Birgit Fazis & den Verlag Eugen Ulmer, die mir freundlicherweise das Buch für diesen Beitrag zur Verfügung gestellt haben. Wie immer bleibt davon meine Meinung unberührt.

Lieblingsrezepte Magazin Soja | Tempeh | Seitan

Seitan-Stroganoff – die vegetarische Variante eines Klassikers

2. Januar 2018
Seitan-Stroganoff - die vegetarische Variante eines Klassikers | Rezept auf www.wallygusto.de

Bœuf Stroganoff ist ja auch so ein Klassiker, den wahrscheinlich fast jeder von Euch kennt. Dieses Gericht hat seinen Ursprung in Russland und wird – wie der Name schon sagt – im Original mit Rindfleisch (Bœuf) zubereitet. Jedoch begründet sich die Beliebtheit des Gerichtes in erster Linie auf den “Stroganoff”-Teil des Gerichtes: Eine eher säuerlich abgeschmeckte Sauce, die es in diversen Varianten gibt. Und um die soll es auch in dieser vegetarischen Variante mit Pilzen, Paprika, Gewürzgurken und Seitan gehen.

Seitan-Stroganoff

Menge: 2 Personen

Seitan-Stroganoff

Zutaten

  • 200g Seitan
  • 1 Zwiebel, gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, gehackt
  • 250 g braune Champignons, in breiten Scheiben
  • 1 rote Paprika, in Streifen geschnitten
  • 100 ml Rotwein
  • 1 TL Gemüsebrühe
  • 65 g saure Sahne
  • 3 Gewürzgurken, in Stifte geschnitten
  • 1/2 TL Zucker oder Honig
  • 1/2 TL Paprikapulver, süß
  • 1 TL Mehl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Pflanzenöl

Zubereitung

  1. Zunächst die Zwiebeln bei mittlerer Hitze in einer großen Pfanne mit etwas Öl glasig andünsten , dann die Seitan-Würfel, die Paprikastreifen und Champignons hinzugeben und bei mittlerer Hitze ca. 3-5 Minuten anbraten.
  2. Den Zucker hinzugeben und unter Rühren kurz karamellisieren, mit Mehl bestreuen und das Ganze noch für eine weitere Minute unter Rühren anschwitzen bis das Mehl anbräunt.
  3. Mit dem Wein ablöschen, Gemüsebrühe und Paprikapulver hinzugeben und bei geschlossenem Deckel ca. 10-15 Minuten sanft köcheln lassen - die Paprika soll durchaus etwas Biss haben.
  4. Nun Sahne unterrühren und die Gurkenstifte hinzugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und fertig ist das Seitan-Stroganoff.
https://wallygusto.de/2018/01/02/seitan-stroganoff-die-vegetarische-variante-eines-klassikers/

Mein Tipp

Zu dem leckeren Seitan-Stroganoff passen Spätzle oder Reis. Weißer Reis bildet einen schönen optischen Kontrast, geschmacklich empfehle ich aber Vollkornreis. Dessen leicht nussiger Geschmack passt einfach fantastisch gut zu den Pilzen und dem säuerlichen Geschmack der Gurken.

Und wer nicht extra eine Flasche Rotwein aufmachen möchte, ersetzt den Rotwein durch einen Schuss Sherry und eine entsprechende Menge Wasser.