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Karin

Buchvorstellungen Magazin

„Blaubeeren & Schneeflocken“ von Alina Neumeier | Kurzvorstellung

22. Januar 2018
Blaubeeren & Schneeflocken von Alina Neumeier | Kurzvorstellung

Wie an unseren Reiseberichten unschwer zu erkennen ist, lieben Herr Wallygusto und ich Skandinavien – bereits dreimal sind wir gemeinsam in den hohen Norden gereist, um die unberührte Natur dort zu genießen. Mit der Küche dort konnten wir bisher nicht so viel anfangen – süße Ausnahmen wie Mustikkapullat (Blaubeerbrötchen) und natürlich Kanelbullar (Zimtschnecken) bestätigen dabei die Regel. Ein Buch, das Blaubeeren & Schneeflocken heißt, kommt also wie gerufen, um uns zu beweisen, dass die nordische Küche noch viel mehr zu bieten hat.

Die Autorin hört auf den Namen Alina Neumeier und war für zwei Monate als Au-Pair-Mädchen in Junosuando, Lappland. Während dieser Zeit verliebte sie sich nicht nur in Schweden und seine Einwohner – auch in die traditionellen Küchentechniken haben es ihr angetan. Mehrere Male kehrte sie bereits nach nordisch Lappland zurück und konzipierte und fotografierte direkt vor Ort ihre Rezepte, Porträts und Geschichten so authentisch, dass man bereits beim Durchblättern von „Hygge“, der Lebensart der glücklichen Skandinavier, erfüllt wird.

In Blaubeeren & Schneeflocken nimmt uns Alina Neumeier mit auf eine kulinarische Entdeckungsreise in die sagenhafte Weite Lapplands. Die Autorin sammelte auf ihren Reisen nach Lappland alte Rezepte, ließ sich von typisch skandinavischen Zutaten inspirieren und kreierte eine modernere Version der ursprünglichen Speisen. Von traditionellen Rezepten wie karelischen Piroggen über zeitgemäße, alltagstaugliche Gerichte wie Gerstenrisotto bis hin zu lecker süßen Blaubeerkuchen – das sind Gerichte zum einfach Glücklichsein!

Herr Wallygusto und ich werden die nächste Zeit fleißig Rezepte Blaubeeren & Schneeflocken ausprobieren. Ob dieses Kochbuch auch bei uns das „hyggellige“ Lebensgefühl auf den Tisch bringt, erfahrt Ihr dann auf dem Blog. 😉

Vielen Dank an den ZS Verlag, der mir freundlicherweise das Buch und die Fotos für diesen Beitrag zur Verfügung gestellt hat. Wie immer bleibt davon meine Meinung unberührt. 

Lieblingsrezepte Nudeln | Reis

Rosenkohl-Pesto mit Thymian, Estragon & Zitrone

18. Januar 2018
Rosenkohl-Pesto mit Thymian, Estragon & Zitrone | Rezept auf www.wallygusto.de

Auberginen im Dezember, Erdbeeren im Januar? Klar, kein Problem – die Auswahl an Obst und Gemüse in deutschen Supermärkten ist immer gleich umfangreich. Es gibt einfach immer alles, egal welche Jahreszeit wir haben. Ich muss gestehen, dass ich auch oft nicht darüber nachdenke, wenn ich sommerliche Gemüsesorten in meinen Einkaufskorb lege: Wenn ich Lust auf Zucchini & Paprika habe, kaufe ich sie mir einfach. Mich plagen dabei oft Gewissensbisse, denn diese vermeintliche Freiheit beim Einkaufen macht uns komplett abhängig von Importen. Welche wiederum durch die Emissionen ihrer teilweise irrsinnig langen Transportwege das Klima zerstören.

Dabei wäre dies gar nicht nötigt, denn jede Saison für sich hat ihren ganz eigenen Reiz. Außerdem – und darum sollte man eigentlich beim Einkauf darauf achten – ist Saisongemüse- und Obst am besten für Umwelt und Gesundheit. Wer so wie ich manchmal unsicher ist, was man denn mit gutem Gewissen essen kann, findet im Internet entsprechende Saisonkalender für Gemüse & Obst.

Saisonal schmeckt’s besser! Der Foodblogger-Saisonkalender

Saisonale Küche ist natürlich auch unter Foodbloggern ein großes Thema: Im Janaur startet daher die erste Runde bei „Saisonal schmeckt’s besser! Der Foodblogger-Saisonkalender“! Zusammen mit vielen anderen Bloggern werde ich Euch nun jeden Monat ein neues Rezept mit einem ausgewählten Saisongemüse präsentieren: Den Anfang macht Rosenkohl!

Die Entscheidung, was ich damit kochen soll, fiel mir sehr leicht! Ich liebe Rosenkohl und will schon sehr lange ein Pesto damit machen. Das Rezept für mein Rosenkohl-Pesto ist an das Rosenkohl-Risotto von Ottolenlenghi angelehnt: Thymian & Estragon sind einfach perfekte Begleiter für die grünen Kerlchen! Ich bin mir sicher, mit diesem Rezept könnt Ihr auch den größten Rosenkohlhasser umstimmen. 😉

Rosenkohl-Pesto mit Thymian, Estragon & Zitrone

Menge: 2 Personen

Rosenkohl-Pesto mit Thymian, Estragon & Zitrone

Zutaten

  • 500 g Rosenkohl, geputzt
  • 60 g Pinienkerne
  • 220 g Spaghetti oder Linguine
  • 60 g Pecorino,in groben Stücken
  • 4 Zweige Estragon, Blätter abgezupft
  • 1 TL Thymianblättchen
  • 1/2 Bio-Zitrone, die Schale fein gerieben und den Saft
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung

  1. Rosenkohl in kochendem Salzwasser 10 - 15 Min. blanchieren. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten. Jetzt schon mal das Nudelwasser aufsetzen und Pasta darin al dente kochen.
  2. Währenddessen Rosenkohl, 2/3 der Pinienkerne, Pecorino, Estragonblätter, Thymianblättchen, Zitronensaft und einen ordentlichen Schwupp Olivenöl mit einem Mixer pürieren. Bei Bedarf etwas Nudelwasser zugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  3. Rosenkohl-Pesto mit der Pasta vermischen, in einen tiefen Teller geben und mit den restlichen Pinienkernen und Zitronenabrieb bestreut servieren.
https://wallygusto.de/2018/01/18/rosenkohl-pesto-mit-thymian-estragon-zitrone/

Mein Tipp

Rosenkohl ist sehr vielseitig und passt auch gut zu Tortellini oder Gnocchi. Oder Ihr probiert einfach eines dieser köstlichen Gerichte:

Großbritannien Unterwegs

Cardiff | Eine Reise nach Wales (4)

15. Januar 2018
Cardiff | Travel Guide

Cardiff ist nicht nur Hauptstadt, sondern auch die bevölkerungsreichste Stadt von Wales. Nach den ruhigen Tagen im Becon Breacon Nationapark sorgt sie bei Herrn Wallygusto und mir für einen regelrechten Kulturschock! Nicht nur, dass wir wieder von (zu) vielen Menschen und Autos umgeben sind, auch die vielen obdachlosen Jugendlichen und Junkies, die vor fast jedem Laden liegen, stimmen uns nachdenklich. Da wir aber nur eine Nacht in der Stadt bleiben, schieben wir diese negativen Aspekte zur Seite und versuchen uns ganz unvoreingenommen auf die Sehenswürdigkeiten von Cardiff einzulassen.

Sehenswertes

Neun Kilometer nördlich von Cardiff geht es schon gut los: Hier befindet sich mit der normannischen Ringburg Caerphilly Castle eine der beeindruckendsten mittelalterlichen Burgen in Europa. Sie ist nicht nur die größte Burganlage in Wales sondern nach Windsor Castle Großbritanniens zweitgrößte Burg. Zusammen mit einer lärmenden Schulklasse machen wir uns auf Entdeckungsreise durch das 12 Hektar große Gelände.

Caerphilly Castle | Wales

Auf dem Weg nach Cardiff legen wir auch einen kurzen Stopp beim Castell Coch ein. Die pittoreske Anlage liegt an einem bewaldeten Berghang im Tal des River Taff nördlich von Tongwynlais, etwa 9 km nordwestlich der walisischen Hauptstadt. Wenn es jemals Märchenschlösser gegeben hat, dann war Castell Coch definitiv eines! Der walisische Name dieses Märchenschlosses bedeutet übersetzt Rote Burg.

Castell Coch | Wales

Cardiff verfügt über eine ganze Reihe von Parks, die zum Spazieren und Verweilen einladen. Der Hauptpark ist der Bute Park, der nördlich von einer der Haupteinkaufsstraßen an die Queens Street grenzt. Durch sein umfangreiches Wegnetz wird die Innenstadt mit dem nördlichen Teil der Stadt verbunden. Wie es sich für einen ordentlichen Park gehört, verfügt auch der Bute Park über große Wiesenflächen und viele Sitzbänke.

Bute Park in Cardiff | Wales

Im Herzen der walisischen Hauptstadt befindet sich das Cardiff Castle, dass im 12. Jahrhundert auf den Überresten eines römischen Kastells entstand. Sein Baustil weist antike, mittelalterliche und gotischen Einflüsse auf. Mit der Animal Wall gibt es gleich nebenan eine weitere Sehenswürdigkeit zu bewundern. Die „Tiermauer“ mit ihren 15 Skulpturen ist eine verrückte Kreation von William Burges, einem bekannten englischen Architekten und Designer des 19. Jahrhunderts. Beim Vorbeigehen bekommt man leicht das Gefühl, beobachtet oder gar angesprungen zu werden.

Cardiff Castle | Wales

Die Cathedral Road ist die schönste und besterhaltenste viktorianische Straße in Cardiff. Kein Wunder also, dass sich hier ein Hotel und B & B ans andere reiht – so wie unsere Unterkunft. Es lohnt sich aber auch Seitenstraßen, wie beispielsweise die Ryder Road, zu erkunden.

Viktorianische Straßen in Cardiff | Wales

Viktorianische Straßen in Cardiff | Wales

Essen & Trinken

Kaum in Cardiff angekommen, macht sich die Lust auf einen Cappuccino und ein Stück Kuchen bemerkbar. In der Nähe unserer Unterkunft stoßen wir nach kurzer Zeit auf eine Filiale von Coffee #1. Der Cappuccino ist ordentlich, ebenso wie Vanillecroissant und Beeren-Joghurt-Törtchen.

Coffee #1 in Cardiff | Wales

Das Mochin Du ist ein gälischer Pub mit einem tollen Biergarten. Hier stellen wir das erste Mal fest, dass in Wales nicht nur Berge Namen haben, die Touristen aus Deutschland nicht aussprechen können. Auch das Bier entpuppt sich als wahrer Zungenbrecher! Das heißt auf Walisisch nämlich Cwrw! Na, alles klar? 😉

Das gälisch Pub Mochin Du in Cardiff | Wales

Ein moderner, schöner Pub in der Innenstadt ist das Glassworks. Die Auswahl an Bier ist wie gewohnt groß und durch die großen Glasscheiben lässt es sich super Leute beobachten.

Zapfhähne im Glassworks in Cardiff | Wales

Das Goat Major ist eines der ältesten Pubs in Cardiff und berühmt für seine Pies – nicht umsonst nennt man sich selbstbewusst „The perfect pub for a pie and a pint“. Wir haben uns unter einer Pie zwar etwas anderes als Eintopf mit Deckel & Pommes vorgestellt, satt & zufrieden sind wir danach aber trotzdem.

Vegetarische Pie im Goat Major in Cardiff | Wales

Zum Frühstück gibt es knuspriges Granola mit Erdbeeren & Joghurt und heißes Porridge mit Honig im Brava. Beide Frühstücksklassiker schmecken uns wirklich sehr gut. Das Croissant konnte uns aber leider nicht überzeugen, dafür die netten Jungs im Service umso mehr.

Frühstücki im Brava in Cardiff | Wales

Frühstücki im Brava in Cardiff | Wales

Einkaufen

In Cardiffs ältester Einkaufspassage, der Royal Arcade, stoßen wir auf den Shop von Science Cream, wo mit Hilfe vom flüssigem Stickstoff köstliche Eiscreme hergestellt wird. Wir können Euch Better Than Snickers und Cookie Dough mit kleinen Pretzel-Stücken wärmstens empfehlen. In der liebevoll restaurierten Passage aus dem Jahr 1856 gibt es aber noch eine Vielzahl anderer individueller Cafés und Läden zu entdecken.

Science Cream in Cardiff | Wales

Beim Bummel durch den Cardiff Central Market finden wir einen Stand mit frischen Welsh Cakes. Die kleinen Pfannkuchen werden klassisch mit Zimt und Rosinen zubereitet. Bei Cardiff Bakestones gibt es aber auch noch viele andere Varianten, zum Beispiel Chocolate Chips. Ein Rezept für Welsh Cakes findet Ihr auf dem Blog Freibeuter Reisen: Nicole hat sich während ihres Urlaubs in Wales nämlich auch in diese walisische Köstlichkeit verliebt.

Cardiff Market | Wales

Welsh Cakes bei Cardiff Bakestones | Wales

Bevor es weiter zur nächsten Ferienwohnung geht, decken wir uns bei der Hot Pantry Bakery mit einem großen Brot ein. Da wir deutsches Sauerteigbrot und Vollkornbrot schon jetzt vermissen, fällt unsere Wahl auf das Multiseed Bread. Das Brot mit den vielen Haferflocken auf der Kruste vermittelt uns zumindest rein optisch, das Gefühl, gesund zu sein. Natürlich bestätigt sich dieser erste, gute Eindruck nicht: Auch dieses Brot schmeckt leider nur nach Luft. Dank eines guten Toasters gelingt es uns dann aber doch, ihm ein wenig Geschmack einhauchen.

Hot Pantry Bakery in Cardiff | Wales

Schlafen

Wie bereits erwähnt, liegt unsere Unterkunft an der wunderschönen Cathedral Road. Herr Wallygusto hat das kleine Appartement im Artisan Quarter auf Expedia entdeckt und wegen der guten Lage nicht lange mit der Buchung gezögert: Cardiff Castle ist in nur 15 Minuten Fußweg zu erreichen, und auch die Cardiff University und das National Museum Wales sind lediglich 2 km entfernt. Das Appartement ist sehr sauber und verfügt über eine gut ausgestattete Küche, Fernseher und das gewohnt kostenlose WLAN.

Viktorianische Straßen in Cardiff | Wales

Liste der oben genannten Lokale & Unterkünfte und deren Adressen

Wer jetzt Lust auf einen Urlaub in Wales bekommen hat, sollte unbedingt auch meine anderen Reiseberichte lesen:

Lieblingslinks Magazin

Lieblingslinks | Dezember

5. Januar 2018
Lieblingslinks Dezember

Keine Ahnung, was Ihr so im Dezember gemacht habt, aber Herr Wallygusto und ich waren mit Plätzchen backen und dem Verzehr der selbigen beschäftigt. Außerdem haben wir den ein oder anderen Christkindlmarkt besucht und dabei jede Menge Glühwein getrunken. Aber auch ansonsten haben wir es uns kulinarisch so richtig gut gehen lassen!

  • Hast Du den Gin Deines Lebens schon gefunden? Falls nein, brauchst Du keine Angst zu haben: Der Gin-Hype geht auch 2018 weiter!
  • Eine absolute Empfehlung: Das köstliche indische Essen im Electric Elephant Restaurant! Ganz besonders gut hat uns der marinierte rote Blumenkohl geschmeckt. Was uns auch gefallen hat: Das Ambiente ist für München untypisch entspannt – das und die verstecke Lage könnten auch der Grund sein, dass für einen Samstagabend sehr wenig los war!
  • In der Crowbar stellen wir fest, dass es um die Kneipenszene in München doch nicht so schlecht bestellt ist, wie wir bisher immer dachten. Bei 22 verschiedenen Craftbieren im Angebot fällt uns die Auswahl erst einmal schwer, probiert haben wir letzten Endes den Märzenbock „La Dolce Vita“ von Varionica und „Habemus Cervesiam Smokey Double“ (Achtung – sehr süffig!!!) von der Munich Brew Mafia.
  • Im Leben braucht man Ziele – und darum soll es dieses Jahr mal wieder auf eine Mehrtages-Hüttentour gehen. Klar sind die Thannheimer Berge nicht das ganze große Abenteuer. Mich, die nicht gerne mit Fremden in einem Zimmer schläft, kostet es aber einiges an Überwindung.
  • Dass man kein Braumeister sein muss, um ein richtig geiles Bier zu kreieren, beweisen Franz von Tilmans Biere & Max von Yankee & Kraut: Die beiden sympathischen Typen sind bei ihrer jeweiligen Brauerei normalerweise für die Vermarktung zuständig, haben also mit dem eigentlichen Brauen nix am Hut. Nun präsentieren sie mit Sidekick ein hammerhartes Imperial Stout mit nachtschwarzer Optik.
  • Als Herr Wallygusto & ich noch in der Münchner Maxvorstadt gewohnt haben, hatten wir hier unser 2. Wohnzimmer: Nach 18 Monaten Sanierung sind das Café Puck & die alte Bahnhofsuhr endlich wieder zurück!

Was hat Euch im Dezember bewegt? Welche Blogs habt Ihr besucht, in welchen Lokalen gespeist? Verratet es mir!

Events Magazin

Guten Rutsch in’s Neue Jahr – mit meiner persönlichen #foodblogbilanz17 ;-)

31. Dezember 2017

Und wieder ist ein Jahr um – und somit ist es wieder an der Zeit für meine persönliche #foodblogbilanz17! Auch dieses Jahr hat die liebe Sabine von Schmeckt nach mehr uns Foodblogger aufgerufen, die letzten 12 Monate kulinarisch und blogtechnisch Revue passieren zu lassen. Ich möchte aber nicht nur über die Vergangenheit sprechen, sondern auch auf ein paar Neuerungen auf dem Blog eingehen: Wie Ihr sicherlich schon bemerkt habt, liegt die letzte Restaurantempfehlung schon länger zurück. Das liegt zum einen daran, dass diese Beiträge nicht so beliebt bei Euch sind wie beispielsweise Rezepte. Zum anderen möchten Herr Wallygusto und ich den Fokus verstärkt auf Rezepte und die Verbesserung unserer Foodfotos legen. Die ersten Schritte sind in diese Richtung haben wir die letzten Monate bereits gemacht, in dem wir uns neue Hintergründe besorgt haben und uns intensiv mit der perfekten Belichtung und ein wenig mehr mit der Bildbearbeitung auseinander gesetzt haben. Von uns getestete Restaurants und Kneipen werden wir Euch also zukünftig nur auf Instagram, Facebook oder Google Maps vorstellen. Oder Ihr guckt mal in meine Lieblingslinks! Reiseberichte wird’s auf dem Blog aber auch weiterhin geben – diese zu schreiben macht einfach zuviel Spaß! Wir hoffen, dass Euch unsere Neuausrichtung genauso gut gefällt wie uns, damit wir auch nächstes Jahr wieder auf eine schöne gemeinsame Zeit zurückblicken können.

1. Was war 2017 dein erfolgreichster Blogartikel

Der Whisky-Honig-Senf hat dieses Jahr den „ewigen Besten“ Weiberpasta als erfolgreichsten Blogartikel abgelöst. Das ist auch kein Wunder, denn dieser Senf ist schnell und einfach hergestellt und sehr, sehr köstlich!

2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?

Eigentlich wollte ich die One-Pot-Spaghetti mit Grünkohl, Tomaten und Zitrone gar nicht verbloggen. Das Foto hierfür entstand spontan auf dem Balkon und ist wenig ansehnlich. Aber da das Rezept einfach genial ist, habe ich mich doch dazu durchgerungen. Mein „Mut“ zu mehr Realität auf Foodfotos wurde belohnt, denn die Aufrufe hierfür gingen – auch dank Flipboard – schon am ersten Tag durch die Decke.

Sehr gut gefällt mir auch das Rezept für Kürbis-Mac-and-Cheese, dass Herr Wallygusto eigens für Halloween kreiert hat! In dem Gericht ist wirklich, aber wirklich alles, was ich gerne esse: Nudeln, Kürbis und eine ordentliche Ladung Käse. Mac and Cheese sind einfach das perfekte Soulfood!

Reiseberichte bedeuten mir immer sehr, sehr viel: Besonders gelungen finde ich meinen Bericht über unseren Wanderurlaub in der Fränkischen Schweiz. Die Kombination aus schöner Landschaft, gutem Essen, sehenswerten Städten & der einzigartigen Dichte an hochwertigen, kleinen Brauereien sucht ihres Gleichens.

One-Pot-Spaghetti mit Grünkohl, Tomaten und Zitrone

3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?

Drei Blogartikel aus der Menge an tollen geistigen Ergüssen herauszupicken ist nahezu unmöglich für mich. Ich habe daher Mitte des Jahres die neue Rubrik Lieblingslinks in’s Leben gerufen. Dort stelle ich Euch die Themen vor, die mich den Monat über ganz besonders beschäftigt oder interessiert haben.

4. Welches der Rezepte, die du 2017 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?

Keines – mich hat es in die Vergangenheit gezogen! Und daher war das am häufigsten gekochte Rezept ganz klar das Pesto mit Zitronenmelisse in x Variationen! Irgendwie mussten Herr Wallygusto und ich ja der Kräuter-Schwemme auf unserem Balkon Herr werden. Das Rezept ist schnell zubereitet und lässt sich ohne weiteres anpassen: Egal, ob es um die verwendeten Kräuter oder Nüsse geht! Rein kommt, was gefällt. Oder was halt gerade da ist.

Sehr beliebt war / ist auch der Antipasti-Salat: Er ist einfach ratz-fatz zubereitet und somit optimal für die Lunchbox. Streng genommen brauche ich dafür auch kein Rezept mehr, die Zutaten kenne ich schon lange auswendig. Was auch daran liegen könnte, das es für den Antipasti-Salat nicht wirklich viel braucht: Oliven, Mini-Mozzarella, Cocktailtomaten, Salz, Pfeffer, Kräuter nach Belieben, Essig, Öl – das war’s!

Antipasti Salat

5. Welches Koch- oder Blog-Problem hat dich 2017 beschäftigt? Und hast du es gelöst?

Kochprobleme gab es dieses Jahr – zum Glück – keine. Großes Kopfzerbrechen hingegen hat mir aber die Umstellung meines Blogs von HTTP auf das sichere Übertragungsprotokoll HTTPS (Hypertext Transfer Protocol Secure) bereitet. Schließlich habe Ich es in der Vergangenheit schon ein paar Mal geschafft, mein CSS komplett zu zerschießen. Nur mit Hilfe meines Providers war es mir damals möglich, wieder auf mein Backup zuzugreifen. Da ich ja durchaus lernfähig bin, hatte ich daher beschlossen, die Finger vom CSS zu lassen. Die Umstellung auf HTTPS habe ich dann im Sommer aber doch (erfolgreich) in Angriff genommen. Und dank der Unterstützung von Herrn Wallygusto habe ich dabei auch nicht den Kopf verloren.

6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?

Meine kulinarische Neuentdeckung des Jahres habe ich bereits im Januar gemacht: Bei meinem Besuch im vegetarischen Restaurant Kismet habe ich das erste Mal Salzzitronen probiert. Zusammen mit Kichererbsen-Curry einfach ein unwiderstehliches Arrangement. Die Liebe geht inzwischen soweit, dass wir jetzt selbst Salzzitronen angesetzt haben. Das Rezept wird es bald auf dem Blog geben. Und Rezepte damit sicherlich auch!

Eingelegte Salzzitronen - eine marokkanische Köstlichkeit

7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf dein Blog gekommen sind?

Eigentlich dachte, dass es dieses Jahr gar keine lustigen Suchbegriffe gegeben hätte. Aber nach intensiver Suche in den Untiefen meiner Blogstatistik kamen diese Schätze ans Tageslicht:

  • Witzige Wanderung mit Grünkohl – Keine Ahnung, was Wandern mit Grünkohl zu tun hat. Anscheinend war es jemanden aber sehr wichtig, eine besonders witzige damit zu finden.
  • Bombardino Rezept auf Vorrat – Wenn der Winter mal besonders lang wird, schadet so eine Notration Bombardino bestimmt nicht. Schon klar. 😉

8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2018?

Für nächstes Jahr wünsche ich mir wieder viel Inspiration & interessierte Leser, die meine Blogartikel gerne und regelmäßig lesen. Auch möchte ich mich weiterhin wenig unter Druck setzen und den Blog einfach mal Blog sein lassen, wenn ich einfach mal keine Lust auf ihn habe. Ich habe die letzten Monate ohnehin festgestellt, dass mir der Sport wieder wichtiger als früher geworden ist. Was aber nicht heißen soll, dass ich jetzt jeden Tag im Fitnessstudio, der Boulderhalle oder in den Bergen verschwinden werde: Der Blog bleibt weiterhin ein großes Hobby von mir!

Lochcarron Scotland

Das war sie wieder, meine persönliche #foodblogbilanz17!

Solltet Ihr auch eine Foodblogbilanz veröffentlicht haben, hinterlasst gerne einen Link hierauf in den Kommentaren! Ich wünsche Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr – lasst es ordentlich krachen!

Buchvorstellungen Magazin

Barcomi’s Backschule von Cynthia Barcomi | Kurzvorstellung

25. Dezember 2017
Barcomis Backschule von Cynthia Barcomi

Wer mich kennt weiß, dass ich zwar gerne mal ein Stück Kuchen esse, vom Backen aber gern die Finger lasse. Warum das so ist? Ich habe eindeutig zwei linke Hände, was den Umgang mit Teig angeht. Ab und an lasse ich mich aber dennoch zum Backen verführen. Mit dem Ergebnis, dass ich regelmäßig ausraste, wenn etwas nicht auf Anhieb funktioniert. Mir fehle die Geduld, erklärt mir Herr Wallygusto dann immer, nimmt mir die Teigschüssel aus den Händen und bringt mein Werk zu Ende. Das, zugegeben, sich eigentlich immer sehen und vor allem essen lassen kann. Für Leute wie mich hat Cynthia Barcomi nun Barcomi’s Backschule geschrieben: Schritt für Schritt führt uns die beliebte Backbuch-Autorin in ihrem neusten Werk zum Kuchenglück.

9 Grundteige und Barcomis geballtes Back-Know-How – mehr braucht der Backnovize nicht, um traumhafte Cakes, Muffins oder Brote zu kreieren, denen wirklich keiner widerstehen kann. Mit rund 80 süßen und herzhaften Rezepten entführt uns Cynthia in die Creme de la Creme der kreativen Backstube!

Meine Lieben! Ich komme diesen Freitag nach München in die @hugendubel_buchhandlungen Filiale am Stachus. Von 16 bis 19 Uhr zeige ich euch meine Lieblingsrezepte aus meinem neuen Buch „Barcomis Backschule“ und beantworte alle eure Fragen. Ein paar Kostproben habe ich selbstverständlich mit dabei! Und natürlich signiere ich auch gerne persönlich euer Exemplar. Der Eintritt ist frei! #Gewinnspiel: Für 2 Fans habe ich am Freitag noch 2 Plätze an meinem Backtisch reserviert. Hier gebe ich euch persönlich Tipps wie ihr eure eigene Kuchenkreation entwickeln könnt. Denn nichts macht glücklicher als der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen. Um mit dabei zu sein schickt einfach eine E-Mail mit euren Kontaktdaten (und Telefonnummer) bis zum 26.10.2017, 18 Uhr an gewinnspiel@cynthiabarcomi.com Ich freue mich auf euch! XXX Cyn #barcomisbackschule #dkverlag #hugendubel #kitchenaid #bakingshow #livebaking #muenchen

Ein Beitrag geteilt von Cynthia Barcomi (@cynthiabarcomi) am

Von Schokoladen-Zucchini-Kuchen über Honig-Orangen-Gugelhupf bis zu Mandelbutter-Muffins –
nach einer Einführung zu Zutaten, Backzubehör und Küchenausstattung, widmet man sich den verschiedenen Teigen zunächst in Basisrezepten, dann in kreativen Ausführungen. Das letzte Kapitel zeigt schließlich Bausteine, mit denen man selbst kreativ werden kann, um sein eigenes Meisterstück zu kreieren.

Da wir die letzten Wochen damit beschäftigt waren, Berge von Plätzchen zu verdrücken, blieb leider kein Platz mehr für Kuchen. Im neuen Jahr werde ich aber meinen inneren Schweinehund (mal wieder) überwinden und ein paar Rezepte aus Barcomi’s Backschule ausprobieren. 😉

Vielen Dank an den Dorling Kindersley | DK Verlag, der mir freundlicherweise das Buch und das Coverfoto für diesen Beitrag zur Verfügung gestellt hat. Wie immer bleibt davon meine Meinung unberührt. 

Eingemachtes Lieblingsrezepte Mitbringsel

Orangen-Senf mit Rum

21. Dezember 2017

Seit Herr Wallygusto und ich festgestellt haben, dass Senf machen alles andere als ein Drama ist, stellen wir das scharfe Gewürz regelmäßig selbst her. Inzwischen hat sich auf dem Blog auch schon eine ordentliche Anzahl an Senf-Rezepten angesammelt: Die Auswahl reicht dabei vom einfachen, mittelscharfen bis scharfen Senf bis hin zu einer Variante mit Kräutern aus der Provence & Lavendel. Ein weiter Grund ist, dass uns gekaufter Senf einfach nicht mehr schmeckt. Dabei ist es ganz egal, ob es sich um französische Feinkost, die Bio-Variante oder bayrischen Bier-Senf mit dem Lieblings-Craftbier handelt: Dem Senf aus dem Supermarkt fehlt das Aroma, er schmeckt seifig und langweilig.

Euch scheint es da ganz ähnlich zu gehen, denn eines der beliebtesten Rezepte dieses Jahres war Whisky-Honig-Senf! Ganz besonders häufig wurde das Rezept in der Vorweihnachtszeit angeklickt – was aber auch kein Wunder ist, denn so ein Glas selbstgemachter Senf ist ein wirklich schönes Weihnachtsgeschenk! Da Herr Wallygusto und ich ein halbes Päckchen Lebkuchengewürz vom Plätzchenbacken übrig hatten, entstand daher die Idee, weihnachtlichen Orangen-Senf mit Rum herzustellen. Ein besseres Last-Minute-Rezept zu Weihnachten oder Silvester gibt es nicht! 😉

Orangen-Senf mit Rum

Menge: 4 Gläser (à ca. 180 ml)

Orangen-Senf mit Rum

Zutaten

  • 300 ml Weißweinessig
  • 100 ml Orangensaft
  • 125 g Senfsaat gelb, gewaschen und abgetropft
  • 125 g Senfsaat braun, gewaschen und abgetropft
  • 25 ml brauner Rum
  • 3 EL Honig
  • 7 EL Wasser
  • 2 EL grobes Meersalz
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 2 TL Lebkuchengewürz

Zubereitung

  1. Weißweinessig und Orangensaft kurz aufkochen.
  2. Anschließend mit Senfsaat, Rum, Honig, Wasser und Gewürzen in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab so lange zerkleinern, bis je nach Vorliebe ein leicht grober bis glatter Brei entstanden ist.
  3. Senf in saubere, sterile Gläser füllen und im Kühlschrank mindestens eine Woche ziehen lassen. Je länger der Senf durchzieht, desto besser kann sich sein Geschmack entfalten.
https://wallygusto.de/2017/12/21/orangen-senf-mit-rum/

Mein Tipp

Nach dem Öffnen lagert Ihr den Senf am besten mit geschlossenem Deckel im Kühlschrank – er verliert sonst an Geschmack! Frischer Senf wird übrigens milder, wenn man ihn einen Tag bei Zimmertemperatur stehen lässt.

Großbritannien Unterwegs

Brecon-Beacons-Nationalpark | Eine Reise nach Wales (3)

15. Dezember 2017

Nach unseren langen, aber sehr kurzweiligen Tagen in London, schnappen wir unseren Mietwagen und fahren in den Süden von Wales, wo mit den kahlen Brecon Beacons das zweithöchste Bergmassiv von Wales auf uns wartet. Der höchste Berg ist mit 886 m der Pen y Fan. Die Brecon Beacons bilden zusammen mit den Black Mountains im Osten, dem Black Mountain im äußersten Westen und dem Fforest Fawr den Brecon Beacons Nationalpark. Dieser bietet neben seiner dramatischen Berglandschaft auch eine stattliche Anzahl spektakulärer Wasserfälle. Bevor es aber mit Wanderungen in nahezu unberührter Natur losgehen kann, machen wir noch kurz in Stonehenge und Bath halt: Ein bisschen Kultur muss schließlich auch sein!

Sehenswertes

Mit dem Besuch von Stonehenge wird ein lang gehegter Traum wahr: Schon als Teenager wollte ich den jungsteinzeitlichen Steinkreisen einen Besuch abstatten. Was wohl zum großen Teil daran gelegen haben mag, dass ich damals einen Roman von Marion Zimmer Bradley nach den anderen verschlungen habe. Und seit kurzem auch wieder tue – die Mystik dieses historischen Ortes hat mich wirklich schwer in seinen Bann geschlagen. Und die Zeit bis zum nächsten Besuch einer solchen Stätte kann nur mit entsprechender Lektüre überbrückt werden. 😉 Interessanterweise existieren über den wahren Verwendungszweck von Stonehenge nach wie vor unterschiedliche Theorien: Vom Kult- und Versammlungsplatz über eine religiöse Tempelanlage (Axtsymbole, Muttergottheit etc.) und Begräbnisstätte (einzelne Funde) bis zum astronomischen Observatorium, weil einige Linien nach der Sommersonnenwende ausgerichtet sind. Alles ist möglich! Weitere Informationen zu diesem faszinierenden Ort findet Ihr auf der offiziellen Website von Stonehenge.

Stonehenge

Da Herr Wallygusto ein echt findiges Kerlchen ist, was die Reiseplanung angeht, hat er mit Bath einen weiteren, sehr lohnenswerten Zwischenstopp ausgemacht. Laut offizieller Website ist Bath nämlich ein wichtiger Teil des Großbritannien-Erlebnisses, den man auf keinen Fall verpassen sollte. Die englische Stadt in der Grafschaft Somerset wurde nicht umsonst 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Neben einigen der schönsten architektonischen und historischen Schätze Europas, darunter die Römischen Bäder mit Pumpraum, beherbergt Bath eine Abteikirche aus dem 15. Jahrhundert und die Royal Crescent, eine hinreißende halbmondförmige Straße. Leider regnet es bei unserem Besuch immer mal wieder, so dass wir recht wenig Fotos von diesem pittoresken Örtchen schießen können.

Bath

Essen & Trinken

Bei unserem Spaziergang durch das georgianische Bath entdecken wir das Collona & Small. Die moderne Brew Bar bietet neben tollen Filterkaffee, auch eine kleine, aber feine Auswahl an Kuchen und Gebäck. Natürlich finden sich auch italienische Klassiker wie Espresso und Cappuccino im Angebot. Toll ist, dass wir uns auf einer großen Kreidetafel aussuchen dürfen, aus welcher Bohnensorte unser Heißgetränk gebraut werden soll. Hier wird Kaffee als Kunst zelebriert – genauso, wie man sich das als Anhänger der „Third wave of coffee“ vorstellt. Und wer möchte, nimmt sich gleich ein Päckchen der selbst gerösteten Kaffeebohnen von Collona & Small mit nach Hause.

Collona & Small | Coffee Style in Bath

Schlafen

Auch unser Basecamp für den Becon Breacons Nationalpark hat Herr Wallyusto bei Airbnb gefunden: Hugh’s Chapel liegt in der Nähe von Abergavenny und entpuppt sich dabei als wahres Kleinod.  Die kleine, aufgelassene Kirche in dem verschlafenen Örtchen Clydach wurde von einem bekannten Musiker in eine Wohnung umgebaut und diente ihm anschließend etliche Jahre als Rückzugsort. Das ist auch nicht weiter schwer, da es in Clydach nicht einmal Bürgersteige gibt, die man sehr früh hoch klappen könnte. Dafür laden die einsamen Straßen abends zu einem kleinen Spaziergang ein, bei dem man mit ein wenig Glück Auerhähne beobachten kann. Eine Spezies, die mir bisher nur als ausgestopfte Trophäe aus dem Haus meiner Großeltern bekannt war.

Auch bergen die Wälder ein Stück walisische Industriegeschichte: Hier finden sich neben den stillgelegten Eisenhütten aus dem 18. Jahrhundert auch ein alter Bahnhof und das inzwischen zugewucherte Gleisbett der Merthyr, Tredegar and Abergavenny Railway. Das einzige Pub in Fussnähe hat leider nur am Wochenende geöffnet – effektiver hätten wir den Stecker also nicht ziehen können.

Hugh’s Chapel in Abergavenny | Travel Guide Brecon-Beacons-Nationalpark

 

Abergavenny | Travel Guide Brecon-Beacons-Nationalpark

Die Wohnung verfügt über ein sehr großes Wohn-Esszimmer mit gemütlicher Ledersitzecke und einer gut ausgestatteten Küche. Der Kühlschrank ist bei unserer Ankunft bereits mit allem bestückt, was wir für ein ordentliches Frühstück brauchen: Milch, Eier, Joghurt und Saft gefüllt. Und als wäre das noch nicht genug, wartet auf der Anrichte noch ein großer Laib selbst gebackenes Brot auf uns. Das Schlafzimmer sowie das kleine Bad sind über eine Empore, auf der sich auch die Waschmaschine befindet, zu erreichen. Erwähnen sollte ich vielleicht auch noch das kostenlose WLAN. Die ganze Wohnung ist unglaublich gemütlich und wir fühlen uns sofort pudelwohl.

Frühstück in Hugh's Chapel | Travel Guide Brecon-Beacons-Nationalpark

Aktivitäten

An unserem ersten Wandertag machen wir Bekanntschaft mit dem typischen Inselwetter: Es regnet schon beim Aufstehen in Strömen. Was liegt also näher, wenn man eh schon nass wird, eine Wanderung zu diversen Wasserfällen zu machen? Herr Wallygusto und ich packen also unsere Regenklamotten in die Rucksäcke und fahren mit dem Auto in das Gebiet zwischen Ystradfellte und Pontneddfechan. Dort soll es laut unserem Rother Wanderführer Wales (Affiliate Link) ungewöhnlich viele, nur zu Fuß erreichbare Wasserfälle geben. Die Wanderung muss wirklich toll sein, denn sogar unser Gastgeber schwärmt in den höchsten Tönen von ihr. Und die Tour durch das Waterfall Country hält, was sie verspricht! Wir entdecken die sehenswerten Wasserfälle des Afon Mellte und Nedd Fechan, sowie die spektakulärsten des Hepste und Pyrddin. Ganz besonders beeindruckend ist der Sgwd yr Eira, hinter dessen Vorhang aus rauschendem Wasser wir auf die andere Flussseite wandern. Die tiefeingeschnittenen Flusstäler mit ihrer dichten Bewaldung und ihren Kalksteinschluchten lassen uns den Regen schnell vergessen. Und am Ende der ausgedehnten Wanderung hört es sogar zu regnen auf, so dass wir auf einer freien Anhöhe den Blick auf das Gebirge Brecon Beacons genießen können.

Waterfall Country | Travel Guide Brecon Beacons Nationalpark (1)

Waterfall Country | Travel Guide Brecon Beacons Nationalpark (1)

Am nächsten Tag sieht die Welt schon freundlicher aus – was auch gut ist! Unsere zweite Wanderung führt uns nämlich zu den höchsten Gipfeln der Brecon Beacons, dem sogenannten „Beacons Hufeisen“. Die Tour zu der spektakulären Bergkette aus Old-Red-Sandstein südlich der Stadt Brecon ist der Klassiker unter den Wanderungen im Nationalpark. Obwohl keiner von den Hauptgipfeln über 900 m misst, gilt die Bergkette unter Bergwanderern als wichtigster Gebirgszug in Südwales. Daran sind auch die atemberaubenden Panoramablicke auf zerklüftete Berglandschaften und von der Eiszeit geformte U-förmige Täler nicht ganz unschuldig. Natürlich sind die Wege deswegen auch gut ausgetreten und zumindest zu Beginn der Tour sind wir selten allein. Einsamkeit finden Herr Wallygusto und ich trotzdem zwischendurch immer mal wieder. Die einzigen Weggefährten sind oft nur ein paar schmutzige Schafen und dicke Ponys.

Beacons Hufeisen | Travel Guide Brecon Beacons Nationalpark (3)

Beacons Hufeisen | Travel Guide Brecon Beacons Nationalpark (3)

Liste der oben genannten Lokale & Unterkünfte und deren Adressen

Na, jetzt Lust auf einen Urlaub in Wales bekommen? Dann lest auch meine anderen Reiseberichte, die da wären:

Buchvorstellungen Magazin

HANS IM GLÜCK Das Burger-Buch | Kurzvorstellung

8. Dezember 2017
HANS IM GLÜCK Das Burger Buch

Zugegeben, die ganz große Burger-Euphorie ist bei Herrn Wallygusto und mir nicht mehr da. Ab und und an überfällt sie uns dann aber doch, die Lust nach einem dicken Veggieburger! Diese stillen wir dann auch gerne mal in einem der HANS IM GLÜCK Burgergrills – oder wir machen uns die Burger einfach selbst! Dank HANS IM GLÜCK Das Burger-Buch kein Problem!

Das HANS IM GLÜCK Das Burger-Buch enthält alle Rezepte der beliebten Gerichte aus den HANS IM GLÜCK Burgergrills. Ob Burger namens Gaumenfreude, Stiefel oder Heuernte – hier ist für Fleischliebhaber ebenso wie für Vegetarier der perfekte Burger dabei. Doch nicht nur die schmackhaften Burgerrezepte sind hier niedergeschrieben. Auch die vielen Beilagen, wie Süßkartoffel-Fritten oder die leckeren Salate könnt Ihr nun ganz einfach zu Hause zubereiten. Nicht zu vergessen, die fantastischen Soßen.

Hans Im Glück | Westend

Herr Wallygusto und ich werden bald einige der Rezept aus HANS IM GLÜCK Das Burger-Buch ausprobieren & Euch zeitnah darüber berichten! In der Zwischenzeit könnt Ihr uns ja verraten, welchen Burger Ihr am liebsten bei HANS IM GLÜCK bestellt! 😉

Vielen Dank an den Dorling Kindersley | DK Verlag, der mir freundlicherweise das Buch für diesen Beitrag zur Verfügung gestellt hat. Wie immer bleibt davon meine Meinung unberührt. 

Eingemachtes Kürbis | Season Special Lieblingsrezepte Mitbringsel

Kürbis-Chutney mit Ingwer & rosa Pfeffer

4. Dezember 2017
Kürbis-Chutney mit Ingwer & rosa Pfeffer

Ich werde nicht müde zu betonen, dass mir Einmachen sehr viel Spaß bereitet! Dabei handelt es sich allerdings nicht um Marmelade (die im Hause Wallygusto nur ich regelmäßig esse). Nein, ich rede von Senf und Chutneys, die ich inzwischen regelmäßig selbst zubereite. Ganz besonders gerne probiere ich neue Rezepte für Chutneys aus – ganz egal, ob mit Äpfeln, Birnen, Quitten oder Zwetschgen. Witzigerweise habe ich es die Jahre aber immer wieder versäumt, ein Chutney mit Kürbis zu machen. Dieses Jahr habe ich die Gelegenheit endlich beim Schopf gepackt und mich auf die Suche nach einem geeigneten Rezept begeben. Nachdem erfolglosem Studium meiner Kochbuchsammlung bin ich – wie schon so oft – im Internet fündig geworden: Das Kürbis-Ingwer-Chutney der Küchengötter entspricht am ehesten meiner Wunschvorstellung von einem perfekten Kürbis-Chutney.

Kürbis-Chutney mit Ingwer & rosa Pfeffer

Menge: 5 - 6 Gläser (ca. à 180 ml)

Kürbis-Chutney mit Ingwer & rosa Pfeffer

Zutaten

  • 70 g Ingwer, geschält, grob gehackt
  • 1 große Knoblauchzehe, geschält, grob gehackt
  • 140 g Zucker
  • 1 große Zwiebel, klein gewürfelt
  • 1 TL Chiliflocken
  • 875 g Hokaido-Kürbis, klein gewürfelt
  • 2 EL Rapsöl
  • 350 ml Orangensaft
  • 1 Zitrone, Saft
  • 2 EL rosa Pfefferkörner (nur die SCHALE)
  • nach Belieben Salz

Zubereitung

  1. Ingwer, Knoblauch, Zucker und Chiliflocken im Blitzhacker oder Mörser zu einer Paste pürieren.
  2. Rapsöl in einem großen Topf erhitzen und Zwiebel- und Kürbiswürfel darin 5 Minuten dünsten. Ingwerpaste untermischen und alles 3 Minuten kochen lassen, anschließend Orangensaft dazu gießen. Chutney ca. 20 Minuten einkochen. Zitronensaft dazugeben und weiter einkochen, bis die Konsistenz ähnlich einer Marmelade entsteht.
  3. Fertiges Chutney salzen und Häute vom rosa Pfeffer unterrühren. Nochmals abschmecken, in heiße, sterilisierte Schraubdeckelgläser füllen und sofort verschließen.
https://wallygusto.de/2017/12/04/kuerbis-chutney-mit-ingwer-rosa-pfeffer/

Mein Tipp

Die Schalen gewinnt Ihr, in dem Ihr die Pfefferkörner in ein Sieb gebt und mit einem Kochlöffel in dem Sieb rührt, bis sich die Außenhaut von den Körner löst. Die Körner werden NICHT benötigt. Das macht zwar ein wenig Arbeit, aber es lohnt sich – versprochen! 😉