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Restaurants

Café Restaurants

Max Eatery | Altstadt | Leider inzwischen für immer geschlossen

28. April 2017
Max Eatery Rischart | München

Wo es duftet und schmeckt – dieses Motto hat das Max Rischart’s Backhaus mit der neuen Max Eatery völlig neu interpretiert. In dem im August letzten Jahres eröffneten Café am Stachus sind Genuss & Design vereint: Bei einer Vielfalt von feinen Speisen und Getränken, serviert in modernem Wohlfühlambiente sollen die Gäste mit allen Sinnen genießen. Ich durfte damals bei der Eröffnung der Max Eatery dabei sein und habe Euch auf Facebook schon die ersten köstlichen Eindrücke gezeigt. Weil es mir wirklich sehr gut gefallen hat, wollte ich kurz danach eigentlich gleich wieder hin, um mir eine große Portion des legendären Kaiserschmarrns zu gönnen. Aber irgendwie hat es bis jetzt nicht geklappt – Ihr wisst ja, wie das ist. 😉

Drinnen 

Die Räumlichkeiten des etwas angestaubten Stacherias sind nicht wieder zu erkennen: Statt altmodischem Blümchenmuster und Eisdielen-Flair findet der (meist) weibliche Gast in der Max Eatery Macaron-Hocker und Tomaten-Sessel unter Besteck-Kronleuchtern. Das Ambiente ist trotz der modernen Einrichtung sehr gemütlich!

Speisekarte 

Das Speisenangebot fällt meiner Meinung nach ein wenig unspektakulärer als die Einrichtung aus: Burger mit Mango-BBQ-Dip und knusprigen Kartoffelspalten und Surf-and-Turf Salat mit Black-Tiger-Garnelenspieß gibt es in München inzwischen gefühlt an jeder Ecke. Leider gibt es nur eine überschaubare Auswahl an vegetarischen Gerichten – darunter auch die obligatorischen Käsespätzle und vegetarische Flammkuchenvariationen.

Natürlich ist die Max Eatery auch eine gute Location zum Frühstücken: Frischgepresster Orangensaft, Eiern von freilaufenden bayerischen Hühnern, handgemachte Croissants und Semmeln aus der Rischart Backstube und eine große Auswahl an Frühstücksspezialitäten garantieren einen entspannten Start in den Tag.

Geschmack 

Da ich ein wenig auf die schlanke Linie achten möchte, entscheide ich mich für Salat. Die Gratinierte Ziege (karamellisierter französischer Ziegenkäse an buntem Wildkräutersalat) überzeugt mich dabei vor allem durch die kandierten Walnüsse, die reichlich über den Salat gestreut wurden und einfach köstlich sind! Vom Balsamico-Senf-Dressing ist meiner Meinung nach ein wenig zu viel drauf. Der Salat war alles in allem nicht schlecht, aber das hatte ich auch schon besser!

Herr Wallygusto entscheidet sich für den Flammkuchen mit Schmand, Ziegenkäse & Honig. Darauf finden sich erfreulicher Weise die süßen, knackigen Walnüsse wieder. Sie verleihen dem eher einfachen Gericht das gewisse Etwas und wir können gar nicht genug von ihnen bekommen. Erwähnenswert ist auch der dünne, knusprige Teig. Alles in allem nicht schlecht!

Ein absolutes Highlight ist aber der kleine Gruß aus der Küche – Baguette mit blumigen, aber doch herben Olivenöl. Ich habe wirklich selten so ein Olivenöl probiert, das so dermaßen komplex im Geschmack war. Einfach toll!

Die Portionen sind übrigens ordentlich, Hunger haben Herr Wallygusto und ich nach dem Essen keinen mehr. Wer jedoch trotzdem noch ein kleines Hüngerchen verspüren sollte, der kann sich ja im Rischart-Backshop im Erdgeschoss noch ein Stück Datschi oder Apfelkuchen mitnehmen. 😉

Service 

Bei unserem letzten Besuch werden die Speisen von einer rustikal-freundlichen Bedienung mit bayrischem Dialekt serviert. Die Wartezeiten sind kurz und wir fühlen uns während unseres kurzen Besuches gut aufgehoben.

Preise 

Die Preise der Max Eatery entsprechen der prominenten Lage am Stachus: Helles gibt’s für € 4,40, Essen für € 13,20 (Gratinierte Ziege) bzw. € 9,80 (Flammkuchen Ziegenkäse-Walnuss).

Fazit 

Wieder können die Gerichte in der Max Eatery optisch und geschmacklich überzeugen. Und da die Portion Kaiserschmarrn ja immer noch aussteht, werde ich also bald wieder kommen! Hoffe ich zumindest! 😉

Die Max Eatery wurde leider zum 03.09.2017 geschlossen: Der Betrieb und die Gäste-Frequenz haben sich leider nicht so erfolgreich entwickelt, wie man es sich für dieses ambitionierte Projekt erhofft hattte. 

Adresse: Stachus 8, 80335 München

Biergarten Restaurants

Schinderstadl | Thalkirchen

27. März 2017
Der Schinderstadl in den Münchner Isarauen

Nach einem Besuch beim Eisbärbaby im Tierpark Hellbrunn landen Herr Wallygusto und ich Ende Februar im kleinen Biergarten des Schinderstadls. Und da das Wetter trotz der noch frühen Jahreszeit einfach wunderbar ist, bleibt es nicht bei einem Kaltgetränk. Außerdem gesellen sich noch eine frische, weiche Breze und eine duftende Apfel-Zimtschnecke dazu. Die Zimtschnecken kommen übrigens nicht von irgendeinem x-beliebigen Bäcker sondern von der Giesinger Zimtschneckenfabrik. Super, oder? Überhaupt ist der Schinderstadl eine tolle Einkehrmöglichkeit, wenn man an der Isar unterwegs ist. Und da das auch andere Leute entdeckt haben, ist die Location auch schon lange kein Geheimtipp mehr und entsprechend gut besucht.

Adresse:
Isarauern 2, 81379 München

Café Restaurants

Be-glückert | Obergiesing | Leider inzwischen für immer geschlossen

20. März 2017
Das Be-glückert in München-Giesing

Kuchen gehört bei Herrn Wallygusto und mir zum Wochenende wie der Wohnungsputz und eine gemütliche Runde Bouldern. Auf der Suche nach besonders gutem Süßkram landeten wir Ende Januar das allererste Mal im Be-glückert. Ohne Janina von Jäger & Sammler wären wir wohl nie darauf gekommen, dass es im eher spröden Obergiesing so ein hübsches Café gibt! Vielen Dank an dieser Stelle für den tollen Tipp!

Innen

Hell, genau die richtige Menge an pastellfarbenem Schnickschnack und ein paar frische Tulpen – schon rein optisch sind wir ganz be-glückert.

Speisekarte

Schon ein kurzer Blick in die Kuchenvitrine lässt unsere Herzen höher schlagen: Apfelkuchen, Karottenkuchen, Zimtschnecken… angesichts der ansprechenden Auswahl können wir uns kaum entscheiden. Neben allerlei süßen Leckereien bietet das Be-glückert übrigens auch eine kleine, aber feine Speisekarte mit belegten Broten. Und Frühstück gibt’s natürlich auch!

Geschmack

Wenn es einen Kuchenhimmel gib, dann ist es das Be-glückert! Der Karottenkuchen ist schön saftig und das Frischkäse-Frosting setzt einen schönen, frischen Akzent zu den Karotten und Nüssen im Teig. Aber auch der Apfelkuchen ist saftig und sehr köstlich – kein Wunder bei den vielen Äpfeln! Und wisst Ihr was? Die Kuchen werden von richtigen Omas und Opas aus München gebacken! Ist das nicht schön? Dazu gibt’s fruchtige Saftschorle mit Granatapfelkernen, stilsicher in einem Mason Jar mit Strohhalm serviert.

Service

Bestellt und bezahlt wird im Be-glückert direkt an der verführerisch gefüllten Kuchentheke, serviert werden die süßen Leckereien dann von den freundliche Damen am Tisch.

Preise

Ein großes Stück Kuchen kostet € 3,40, die Saftschorle (0,4) € 3,90. Unser Meinung sind die Preise absolut fair – die Qualität stimmt halt einfach auch!

Fazit

Herr Wallygusto und ich kommen wieder, kleine Frage! Das Be-glückert ist nämlich nicht nur hübsch, sondern kann uns auch geschmacklich voll überzeugen! Wir können zwar bisher nur vom Kuchen sprechen, aber der macht definitiv Lust auf mehr (Kuchen). 😉

Das Be-glueckert gehört inzwischen leider der Vergangenheit an – aber es gibt schon einen neuen Mieter in den Räumlichkeiten: Die shotgun sister coffeebar! Sobald wir hier den Kuchen probiert haben, werden wir Euch natürlich prompt davon berichten!

Adresse: Deisenhofener Str. 40, 81539 München

Café Restaurants

Die Waldmeister | Maxvorstadt 

17. März 2017
Die Waldmeister | Maxvorstadt

Im Januar waren Herr Wallygusto und ich das erste Mal seit langer Zeit mal wieder beim Frühstücken. Und da Essen in Gesellschaft lieber Menschen noch viel mehr Spaß macht, hatten wir noch Sabine von Pastamaniac, Ines von münchnerküche und Sabrina und Steffen von Feed me up before you go-go im Schlepptau. Und da wir alle schon viel über das Frühstück im Waldmeister gehört hatten, stand eine geeignete Location schnell fest.

Innen

Schon beim Betreten des des kleinen Lokals läuft uns das Wasser im Mund zusammen: In der Vitrine im Eingangsbereich warten knusprige Croissants und dicke Schokoladenmuffins darauf, den hungrigen Gästen serviert zu werden. In den Wandregalen findet sich eine kleine, aber feine Auswahl an Delikatessen: Nudeln von RUMMO meine Lieblingspasta), Espressobohnen…

Die Einrichtung im Waldmeister ist spartanisch. Dazu passend sind die blaugrauen Wände mit den puristischen Bildern mit den Initialen des Lokals. Einziger – und dafür umso auffälliger – Schnickschnack sind die riesigen Kronleuchter an der Decken.Zum Sitzen gibt’s große Holztische mit Sitzbänken und einfachen Stühlen. Leider ist es bei unserem Besuch ein wenig zugig, so dass ich mich schnell in meine dicke Winterjacke kuschle.

Speisekarte

Im Waldmeister gibt Frühstück zum Ankreuzen. Und obwohl die Frühstückskarte im Waldmeister sehr übersichtlich ist, gehen uns die Kreuzchen nicht leicht von der Hand: Nehme ich jetzt Rührei mit Kräutern oder Tomaten? Oder doch lieber Natur? Und was dazu? Bircher Müsli? Guacamole? Und braucht es noch Käse zum Rührei? Oder werde ich so satt? Natürlich gibt es auch Klassiker wie Marmelade, Nutella, Honig und Frischkäse, was die Auswahl noch zusätzlich erschwert. Wir haben also (auch als Vegetarier) die Qual der Wahl und lassen uns richtig viel Zeit, um alle nur erdenklichen Frühstücksvariationen durchzuspielen.

Geschmack

Das Rührei von freilaufenden Hühnern hat eine ordentliche Größe, ist fluffig und sehr lecker. Die Guacamole ist für meinen Geschmack nicht dick genug und ein wenig zu säuerlich – anscheinend wird ihr im Waldmeister großzügig Zitronensaft zugesetzt. Richtig toll ist der üppige Brotkorb, der Ciabatta mit und ohne Tomaten und Bauernbrot enthält. Herr Wallygusto ist außerdem schwer begeistert von seinem Bircher Müsli, das im Weckglas serviert wird und größer ist, als es auf den ersten Blick aussieht. Auch an Ziegenkäse, Scamorza und Marmelade gibt’s nichts auszusetzen.

Service

Nett sind sie ja, die Mädels im Service. Und unsere erste Bestellung wird fix aufgenommen und serviert. Auch wenn das Hin und Her mit dem Ziegenkäse von Teller zu Teller etwas befremdlich ist. Aber kaum ist der erste Cappuccino geschlürft und unsere Tellerchen leer, interessiert sich niemand mehr für uns. Und als wir dann endlich wieder Beachtung geschenkt bekommen, erfahren wir, dass wir eh am Tresen zu zahlen haben.

Preise

Rührei kostet € 3,90 , die Extras wie Tomaten bis zu € 1,00. Die Portion Käse gibt’s für € 2,30, den Brotkorb für € 2,00. Dazu ein Cappuccino für € 2,80 und das Frühstück ist perfekt.

Da Qualität und Menge nicht wirklich etwas zu wünschen übrig lassen, finden wir die Preise im Waldmeister angesichts der tollen Lage mitten in der Maxvorstadt angemessen.

Fazit

Das Frühstück ist schmackhaft, aber nichts besonderes, wie Herr Wallygusto und ich finden. Dazu kommen das angenehme Ambiente und der nette Service, der leider etwas an Aufmerksamkeit fehlen lässt. Für uns als Nicht-auswärts-Frühstücker ist das Waldmeister daher eine Empfehlung für alle, die zu Gast in München und auf der Suche nach einem kleinen, unkomplizierten Frühstück sind.

Adresse: Barerstr. 74, 80799 München

Café Restaurants

Kaffee Rösterei Viktualienmarkt | Altstadt

10. März 2017
Kaffee Rösterei Viktualienmarkt

Schon vor einer Ewigkeit schwärmte Herr Wallygusto von der Kaffee Rösterei Viktualienmarkt und schickte mir über WhatsApp das Foto eines unglaublich appetitlich aussehenden Florentiners. In unserem letzten Urlaub konnte ich mich persönlich davon überzeugen, dass das kleine Gebäck nicht nur gut aussieht sondern auch so schmeckt. Außerdem ist auch der Cappuccino sehr gut! Kein Wunder: Bei der Kaffee Rösterei Viktualienmarkt werden nur beste Arabica und Robusta-Bohnen verwendet und schonend im Trommelröster nach traditioneller Rezeptur geröstet. Und in den Kaffee kommt nur frische Biomilch. Übrigens gibt’s den großen Cappuccino und einen Florentiner (wahlweise mit dunkler, heller oder weißer Schokolade) quasi als „Menü“ für € 5,10. 😉

Adresse: Viktualienmarkt, Abteilung III / Stand 3/26

bayerisch Restaurants

Riegele WirtsHaus | Augsburg

6. März 2017

Vor kurzer Zeit habe ich in den Untiefen meines Bildarchives Bilder von unserem Besuch des Riegele Wirtshauses in Augsburg gefunden. Da Herr Wallygusto und ich dort letzten Sommer wirklich sehr gut verköstigt wurden, möchte ich Euch diese Aufnahmen natürlich nicht vorenthalten. Neben Aechten Kasspatzen mit kernigem (= richtig stinkigem) Räßkas und geschmorten Weißbierzwiebeln und einem (etwas langweiligem) vegetarischen Brauhausfladen haben wir uns ein sagenhaft schokoladiges Craft Beer-Malz-Mousse gegönnt.  Wir schwärmen heute – ein halbes Jahr später – noch immer von dieser süßen Köstlichkeit, die mit Riegele Malz und karamellisierten Braumalz verfeinert wird. Klar, dass wir natürlich auch ein paar Sorten der süffigen Riegele Biere probiert haben! 🙂

Natürlich waren wir nicht nur wegen dem Riegele in Augsburg. Ein bisschen was angeschaut haben wir uns auch – besonders angetan waren wir vom Botanischen Garten! Und ein Besuch am Kultstrand musste natürlich auch sein!

 

 

Magazin München orientalisch Restaurants

Kismet | Altstadt

27. Februar 2017
Kismet München

Für einen Foodblogger ist es ein Traum in einer Stadt wie München zu leben! Nicht nur, dass ich auch eher seltene Lebensmittel ohne große Probleme kaufen kann – auch die Auswahl an Restaurants und Kneipen ist unwahrscheinlich groß. Und fast jede Woche kommen interessante Neueröffnungen dazu. Kein Wunder also, dass der Restaurantindex auf Wallygusto seit Jahren wächst und gedeiht. Erfreulicherweise gibt’s inzwischen auch eine gute Auswahl an vegetarischen und sogar veganen Restaurants. Die Herr Wallygusto und ich normalerweise nicht besuchen, da uns das Speisenangebot – gemessen an den zu zahlenden Preisen – selten verhältnismäßig vorkommt. Eine Ausnahme haben wir im Januar anlässlich unseres 16. Jahrestages gemacht und uns einen kulinarischen – rein vegetarischen – Rundumschlag im orientalischen Restaurant Kismet in der Münchner Altstadt gegönnt.

Drinnen

Dass sich in den Räumlichkeiten des Kismet gegenüber des Polizeipräsidiums einmal eine Konditorei befunden haben soll, merkt man nicht mehr. Die ehemalige Backstube mit ihrer hohen Decke und dem Oberlicht ist der Speisesaal und damit das Herzstück des vegetarischen Restaurants. Um dem ganzen einen schicken, aber dennoch Touch zu verpassen, wurden die Kacheln der Backstube mit satter smaragdgrüner Farbe überpinselt und auf dem Boden Holzdielen verlegt. Die vielen dicken Kerzen hinter den eckigen Glasscheiben verleihen dem Raum zusätzlichen Glanz.

Natürlich kann man auch im Restaurant Cocktails bestellen, aber weil wir neugierig sind, nehmen wir diese in der Kasbah Bar im ersten Stock ein. Auch hier ist alles in Smaragdgrün gehalten. Die Möbel wirken dabei ein wenig wie in Liliput – Bar, Hocker und Tische sind ungewohnt niedrig.

Speisekarte

Die Speisekarte im Kismet ist ebenfalls in Türkis gehalten und passt somit farblich perfekt zur Einrichtung. Leider ist sie dadurch bei Kerzenlicht nur sehr schwer zu lesen, da sie in recht kleiner, weißer Schrift gedruckt ist.

Aus welcher Ecke des Orients die Gerichte im Kismet jetzt genau kommt, ist schwer zu sagen. Daher setzt sich aus Einflüssen aus der türkischen, marokkanischen, libanesischen & israelischen Küche eine übersichtliche, aber interessante Auswahl an Mezze, Gözleme (türkisches Fladenbrote mit diversen Füllungen), Tajine und Desserts zusammen. Figurbewusste können zudem zwischen drei Salatvariationen wählen. Auch werden zwei, drei wechselnde Tagesgerichte angeboten. Die Cocktailkarte bietet äußerst fantasievolle Kreationen und die Auswahl fällt echt schwer!

Da Herr Wallygusto und ich unseren 16. Jahrestag feiern, lassen wir es ordentlich krachen und stellen uns ein Drei-Gang-Dinner zusammen: Als Vorspeise gibt’s Kichererbsen Mousse mit gerösteten Pinienkernen und Berberitzen und geräuchertes Auberginenragout. Anschließend lassen wir zwei Tajines servieren: Black eyed peas mit roten Zwiebeln, Paprika, Pflaumen und Schafsjoghurt für Herrn Wallygusto und Kichererbsen, Paprika,  Salzzitronen und Halloumi für mich. Abschließend teilen wir uns noch einen Kokos-Milchreis mit Aprikosenkompott und Zimt.

Geschmack

Das Auberginenragout überrascht mit leichter, pfeffriger Schärfe und einem Hauch Zitrone. Das Kichererbsen Mousse war nicht besser oder schlechter als vom normalen orientalischen Imbiss um die Ecke oder das Fertigprodukt aus dem Biomarkt. Einzig die Berberitzen waren ein wenig außergewöhnlich. Beide Vorspeisen werden mit frischem Fladenbrot, Papadam und ein wenig Wildkräutersalat serviert.

Bei den Tajines handelt es sich um marokkanische Tontöpfe, in denen das Essen normalerweise auch zubereitet wird. Ich glaube, im Kismet werden die Gerichte im Topf zubereitet und nur in der Tajin serviert. Wie dem auf sei – auf jeden Fall werden dazu Cous Cous und Fladenbrot gereicht. Beide Gerichte überzeugen mit ihrer Mischung unterschiedlichster Aromen – vor allem die Salzzitronen haben es uns angetan!

Obwohl wir dank der üppigen Portionen schon längst satt sind, können wir uns ein Dessert nicht verkneifen! Wir sind dann auch froh, dass wir uns den Kokos-Milchreis teilen, denn es gibt zwei große Nocken mit ordentlich Aprikosenkompott, das fruchtig-süß ist eine eine zarte Zimtnote hat. Der heiße Mokka wird im Kupferkännchen serviert und schmeckt intensiv nach Kardamom.

Auch die Cocktails sorgen für tolle und unerwartete Geschmackserlebnisse – allen voran der Beirut Punch (Pine Nuts Infused Rhum, Grilled Lime, Honey, Nutmeg) und die Damaskus Daisy (Jasmine Tea-infused Gin, Lemon, Rose Sirup, Soda, Rose Water).

Service

Der Service im Kismet ist sehr professionell und aufmerksam. Unsere Bestellungen werden schnell aufgenommen und serviert – lange Wartezeiten gibt es nicht. Ein ganz besonderes dickes Lob geht an die beiden Jungs hinter dem Tresen der Kasbah Bar – die Cocktails sind einfach göttlich!!

Preise

Das Essen ist nicht günstig, jedoch stimmt unserer Meinung nach das Preis-Leistungsverhältnis: Für die Mezze zahlen wir € 5,50, für die Tajin-Gerichte je € 16,50. Der offene Wein (0,1) kostet zwischen 3,50 und 5,50, das kleine Kännchen Mokka € 3,80 und der Liter stilles Tafelwasser € 5,50. In der Bar legen wir für einen Cocktails jeweils € 10,50 hin.

Fazit

Die Gerichte im Kismet sind einfach, sorgen aber trotzdem (zumindest bei uns) für völlig neue Geschmackserlebnisse. Und auch die Cocktails sind meiner Meinung nach außergewöhnlich & sehr lecker! Beim nächsten Mal muss ich unbedingt ein Picon Beer probieren – ein karamellfarbenes Aperitifgetränk aus Orangen, dass mit Hellem aufgegossen wird. Bei ein paar Jungs an der Bar war dieser Cocktail auf jeden Fall sehr beliebt! Und da es auch am Service nichts zu meckern gab, werden wir auf jeden Fall mal wieder kommen!

Adresse: Löwengrube 10, 80333 München

bayerisch Magazin München Restaurants

Franzz | Pasing

23. Februar 2017
Franzz Pasing

Eines der Lokale in der näheren Umgebung, dass Herr Wallygusto und ich schon lange einmal besuchen wollten, ist das Franzz in Pasing. Warum wir bis dato dort nur ein Bierchen im gemütlichen Biergarten trinken und nie essen waren, mag vielleicht ein bisschen an der Lage liegen: Die Bäckerstr. 89 liegt am äußersten Rand von Pasing, dort wo die grüne Wiese beginnt und gefühlt nur noch eine Buslinie die Stadt München zusammenhält.

Zwischen den Jahren hat es nun endlich mit einem Besuch geklappt! Und da Essen in Gesellschaft noch mehr Spaß macht, haben wir auch gleich noch ein paar liebe Freunde mitgebracht.

Drinnen

Das Franzz besticht durch sein klassisch-stilvolles Ambiente und einem schönen, hellen Wintergarten. Im Sommer genießt der Gast sein Bier unter dicken Kastanien im bereits erwähnten Biergarten.

Speisekarte

Neben einer umfangreichen Standardkarte mit bayrischen Spezialitäten und internationalen Gerichten wird im Franzz eine wechselnde Tageskarte angeboten. Und wie es sich für eine bayrische Wirtschaft gehört, gibt es noch eine extra Schnitzelkarte. Aber auch Vegetarier haben erfreulicherweise genug Auswahl!

Geschmack

Bei unserem ersten Besuch bestellen schließlich zweimal das Mediterrane Pfannengemüse mit Schafskäse & Weißbrot von der Tageskarte, Allgäuer Käsespätzle und das Schwammerlragout in Kräuterrahm. Dazu gönnen wir uns paarweise jeweils einen kleinen Beilagensalat. Meine Portion Käsespätzle sind klein aus, macht aber ordentlich satt. Die fluffigen Spätzle werden im Pfännchen in einer cremigen, nicht zu flüssigen Sauce mit deftigen Käse und vielen knusprigen Röstzwiebeln obendrauf serviert. Meiner Meinung nach schmecken sie einfach toll! Der Beilagensalat ist frisch und knackig, das weiße Balsamico-Dressing nicht zu aufdringlich. Hunger habe ich danach keinen mehr! Das Schwammerlragout wird mit zwei kleinen Semmelknödeln serviert und scheint ebenfalls sehr gut zu schmecken, Beschwerden höre ich auf jeden Fall keine. Einzig das Mediterrane Pfannengemüse enttäuscht ein wenig – und zwar sowohl von der Portionsgröße als auch vom Geschmack her.

Beim zweiten Mal mit meinen Eltern haben wir leider weniger Glück: Die Spinatknödel meiner Mutter sind blass, da zu wenig Spinat verwendet wurde und schmecken eher nach Semmelknödel. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, liegen die Knödel auch in einer dicken, nahezu ungenießbaren Gorgonzolarahmsauce. Anscheinend hat es der Koch hier viel zu gut mit Weißwein und Soßenbinder gemeint. Mein Salat mit gegrilltem Ziegenkäse & Honig ist zwar frisch, aber nicht besonders bunt und das Dressing hat zu viel Essig erwischt. Außerdem wird kein Toscanabrot sondern sehr trocknes Weißbrot dazu serviert. Etwas besser hat es da Herr Wallygusto mit den Ravioli mit Steinpilzen erwischt, die er als „ganz okay“ bezeichnet. Einzig meine Vater ist mit seiner Wahl zufrieden – das Schnitzel Münchner Art schmeckt ihm sehr gut und es bleibt auch kein noch so kleines Stückchen davon übrig.

Service

Schon beim Betreten der Wirtschaft werden wir freundlich begrüßt und an unseren Tisch geleitet. Auch den Rest des Abends ist die Bedienung sehr freundlich und aufmerksam. Auch als meine Mutter ihr Essen reklamiert, wird sehr professionell und höflich darauf reagiert.

Preise

Vegetarische Hauptgerichte kosten im Franzz zwischen € 7,20 und € 8,80, einen kleinen Beilagensalat gibt es für € 3,40 dazu. Für das alkoholfreie Weißbier und das Schlossberg Dachau Bio Bier zahlen wir € 3,90, für Dunkles und Radler € 3,70.

Fazit

Kaum zu glauben, dass es am äußersten Zipfel von Pasing so gute Käsespätzle gibt – die würde ich auch auf jeden Fall wieder im Franzz bestellen! Nachdem unser zweiter Besuch aber leider etwas durchwachsen war, werden wir höchstens mal wieder auf ein Bierchen im Biergarten vorbeikommen. Schade!

Adresse:
Bäckerstr. 89, 81241 München

italienisch Restaurants

Al Cuore | Laim

20. Februar 2017
Al Cuore - Laim

Vor einiger Zeit habe ich die Behauptung aufgestellt, die beste Pizza Laims würde es im Meraviglia geben. Dies trifft (leider) nicht mehr zu – und das hat nicht einmal nur mit den neuen Betreibern zu tun. Viel mehr ist mit dem Al Cuore ein neuer Stern am Laimer Gastrohimmel aufgegangen. Das mag jetzt arg blumig klingen, aber das Essen hier ist echt klasse!

Drinnen

Die Einrichtung wurde nahezu komplett vom Vorgänger Lamora übernommen. Sie ist sehr modern, fast ein wenig steril, durch die Holzwände wirkt alles aber sehr, sehr edel. Dazu noch ein paar schicke Leuchten und fertig ist ein Restaurant, dass nach wie vor besser ins hippe Glockenbachviertel als in das gutbürgerliche Laim passen würde.

Speisekarte

Die Auswahl an (vegetarischen) Pizzen ist immer noch hervorragend, aber natürlich gibt es auch im Al Cuore Fisch, Fleisch und Pasta. Die ohnehin schon umfangreiche Angebot wird durch eine Tageskarte ergänzt. Erwähnenswert sind auch die vielen Varianten des allseits beliebten Spritz.

Nachdem meine Lieblingspizza italienischen Frischkäse leider nicht mehr angeboten wird, entscheide ich mich für eine Vegetariana mit allerlei Gemüse. Herr Wallygustos Wahl fällt auf die Caprese mit Kirschtomaten, Babymozzarella & Basilikum. Dazu bestellen wir leichtes Weißbier und Helles.

Geschmack

Die Pizzen im Al Cuore haben immer noch einen Durchmesser von 32 cm und sind also weiterhin ziemlich riesig. Der Boden ist zwar nicht ganz so dünn wie ich es mag, dafür aber sehr luftig und nicht zu trocken. Der Belag aus frischem Gemüse fällt sehr üppig aus und lässt keinerlei Wünsche offen.

 Service

Der Service ist sehr freundlich und aufmerksam, wenn auch noch ein wenig unkoordiniert. Aber sowohl Pizzen als auch Getränke wurden den ganzen Abend über fix serviert. So lange Wartezeiten wie beim Vorgänger gibt es also nicht mehr – zum Glück! 😉

Preise

Die vegetarischen Pizzen kosten zwischen € 5,50 und € 10,50. Die Bierpreise sind ebenfalls noch im Rahmen.

Fazit

Das Al Cuore ist immer für eine Pizza und einen entspannten Abend gut! Hier gib es vielleicht nicht die beste Pizza Münchens, aber wer viel Käse darauf mag, ist hier auf jeden Fall richtig. Wir kommen recht gerne hierher – und zwar ganz egal, ob allein oder mit Freunden. Unbedingt besuchen müssen wir auch noch einen Jazzabende, die hier in unregelmäßigen Abständen angeboten werden.

Adresse: Helmpertstr. 2, 80687 München

bayerisch Magazin München Restaurants

Wirtshaus Maxvorstadt | Maxvorstadt

13. Februar 2017
Wirtshaus Maxvorstadt München

Bevor Herr Wallygusto und ich nach Laim zogen, haben wir uns ein klitzekleines 1-Zimmer-Apparement im wuseligen Maxvorstadt geteilt. Und natürlich genossen wird damals das reichhaltige Angebot an Restaurants und Kneipen in vollen Zügen. Inzwischen sind wir nur noch selten dort unterwegs – gemütlich sind wir geworden, fast schon Stubenhocker. Einzig im Café Puck und dem Türkenhof sind wir zwar nicht oft, aber doch mit einer gewissen Regelmäßigkeit zu finden.

Auf der Suche nach einem Restaurant, dass verkehrsgünstig auf dem Weg ins Zenith in Freimann liegt, stieß Herr Wallygusto im November letzten Jahres auf das Wirtshaus Maxvorstadt. In den ehemaligen Räumen des Pauls servieren Boris Pachov und Thomas Winkler ihren Gästen seit 2014 feine bayrische Köstlichkeiten. Da die umfangreiche Speisekarte auch eine große Auswahl für Vegetarier bietet, haben wir natürlich gleich einen Tisch im Wirtshaus Maxvorstadt reserviert. Und wir wurden nicht enttäuscht!

Drinnen

Das Wirtshaus Maxvorstadt verbindet urgemütliche Atmosphäre mit modernem Ambiente – das liegt zum einen an der großen Fensterfront, die ein luftiges, helles Ambiente schafft; zum anderen am Verzicht an übermäßig rustikalen Dekorationselementen. Das Bodenständigkeit im Wirtshaus Maxvorstadt groß geschrieben wird, beweist die hauseigene Kegelbahn. Da die Bahn und das Kegelstüberl vom Gastraum getrennt sind, findet sich hier der ideale Raum für kleine Feiern mit bis zu 20 Personen.

Speisekarte

Laut eigener Aussage werden die Speisen mit viel Liebe und Herzblut, aber vor allen Dingen mit frischesten Produkten und Zutaten aus dem direkten Umland zubereitet. Grundlage der unverwechselbaren, bodenständigen Landhausküche sind das richtige Rezept und perfektes Handwerk. Und da die Jahreszeiten kommen und gehen, wechselt auch die Speisekarte im Wirtshaus Maxvorstadt und passt sich der Jahreszeit an. Und so kommt es, dass die Speisekarte feine bayerische Köstlichkeiten bietet – allen voran alpenländische Klassiker, die doch irgendwie anders sind. Erfreulicher Weise gibt es eine Vielzahl an vegetarischen Speisen und großen Salaten.

 

Geschmack

Das Essen wird schnell serviert und die Portionen sind riesig. Die Bestandteile meines großes Pflücksalates sind sehr, sehr frisch und die vegetarische Maultasche ist sehr schmackhaft. Dazu gibt es fruchtiges Kürbischutney mit einer leichten Anisnote, dass wider Erwarten sehr gut mit dem Rest des Essens harmoniert. Ein Highlight sind auch die Haselnussspätzle mit Traubengelee – meiner Meinung nach eine sehr eigenwillige Kombination, die aber hervorragend funktioniert. Auch bei unserem zweiten Besuch, ein paar Monate später, sind wir hin und weg vom Knödelduo von Spinat-und Bergkäseknödel & Vollkorn-Dinkel-Käsespätzle mit leicht geräuchertem Käse. Das Wirtshaus Maxvorstadt hat uns mit seinen Speisen also voll und ganz überzeugt!

Service

Der Service im Wirtshaus Maxvorstadt ist freundlich und aufmerksam – und a bisserl g’schert. Herr Wallygusto erntet aufgrund seiner Unentschlossenheit bei der Wahl seines Getränkes einen spöttischen Blick und wird gleich liebevoll auf „Zauderer“ getauft. Ein Missverständnis bei der Bestellung – ich bekam erst die Maultauschen mit Tomatensauce serviert – wird ohne Gejammer professionell behoben. Und eine charmante Entschuldigung gab’s noch dazu!

Preise

Der große Pflücksalat mit vegetarischen Maultaschen kostet € 13,90, die Haselnussspätzle mit Traubengelee einen Euro weniger. Für Helles und Dunkles Weißbier (beides 0,5) zahlen wir jeweils € 3,90.

Fazit

Toller, aufmerksamer Service, umfangreiche Auswahl an (vegetarischen) Speisen, leckeres Essen & gemütliche Atmosphäre! Einfach super!

Adresse: Augustenstr. 53, 80333 München