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Landgasthaus „Zum goldenen Kreuz“ | Hammelburg-Untererthal

25. September 2011

Wer Herrn Wallygusto und mich kennt, weiß, dass wir in regelmäßigen Abständen im Unterfränksichen unterwegs sind. Den Aufenthalt bei der lieben Verwandtschaft verknüpfen wir dabei am liebsten mit ausgedehnten Radtouren durch das Saaletal oder gemütlichen Wanderungen in der Rhön. Und mit einem Besuch im Landgasthof Zum goldenen Kreuz in Untererthal.

Und dieser kann nicht nur mit fränkischer Küche sondern auch mit einer lange und bewegten Geschichte aufwarten:

Von alters her beanspruchten die Freiherren von Erthal das Schankrecht und errichteten daher schon bald eine Schenke. Mit Hans Murk wird bereits im Jahre 1548 erstmals ein Wirt erwähnt. Ihm folgten im Laufe der Jahrhunderte noch viele Namen, deren Träger als Wirte auf der herrschaftlichen Schenke saßen. Im Jahre 1733 wurde die alte Schenke niedergelegt und ein prächtiger Neubau errichtet. Natürlich erreget dieser noch lange Zeit die Aufmerksamkeit der Fremden, für ordentlich Laufkundschaft war also anscheinend gesorgt. Im Jahre 1737 wurde erstmals erwähnt, dass das Gasthaus ein „guldenes Kreuz“ im Schilde führte. Bei dieser Geschichte und der Architektur wundert es nicht, dass der Landgasthof unter Denkmalschutz steht. Quelle: www.zum-goldenen-kreuz.com

Drinnen 

Der Landgasthof Zum goldenen Kreuz ist wirklich eine prächtige Erscheinung! Die beiden Bogen am Eingang mit ihren originellen Fratzen in den Schlusssteinen und die reichlich verzierte Holzhaustüre springen dem hungrigen Gast sofort ins Auge. Die wenig gemütliche Gaststube mit ihren modernen, hellen Holzmöbeln sitzt hierzu einen Kontrast, der nicht ganz passen mag. Wir sitzen deswegen auch im sonnigen Gastgarten. Der ist relativ groß, aber dank der vielen Zwischenwände mit Weinreben wirkt das ganze recht heimelig. Und einen Kinderspielplatz mit einem ordentlichen Sandkasten gibt es auch.

Speisekarte 

Im Zum goldenen Kreuz wird Wert auf ausgewogene, fränkische Küche, heimische Weinen und Biere aus der Region gelegt. Die reguläre Speisekarte ist sehr umfangreich, sonntags gibt’s eine kleiner Mittagskarte. Schön ist, dass immer zusätzlich saisonale Gerichte, zum Bespiel Pfifferlinge, angeboten werden. Und als wäre das nicht genug, wird auch jeden Freitag noch ein All American Abend veranstaltet. Bei all der Vielfalt kommen natürlich auch Vegetarier und Veganer nicht zu kurz!

Craftbiere

Neben den Stammbieren bietet das Landgasthaus Zum goldenen Kreuz seit einiger Zeit ständig wechselnde und abwechslungsreiche Craftbiere frisch vom Fass. Die Craftbiere stammen ausschließlich aus der eigenen Handwerksbrauerei Libertus. Wir haben uns auf dem letztjährigen Adventsmärktle und im Biergarten schon ausgiebig durch die verschiedenen Sorten probiert und sind begeistert! Wir können es kaum erwarten, wenn die Flaschenabfüllanlage endlich fertig ist und wir uns ein paar Flaschen Libertus mit nach München nehmen können!

Geschmack 

Wir waren inzwischen schon häufiger im Zum goldenen Kreuz und wurden nie wirklich enttäuscht. Alles, was uns bisher serviert wurde, sah recht gut aus und hatte auch genau die richtige Größe zum Sattwerden, ohne dass man den ganzen Nachmittag ein nicht enden wollendes Völlegefühl hatte. Geschmacklich gab’s auch nie etwas zu beanstanden – außer vielleicht am Patty des veganen Burgers, das wir als ein wenig geschmacksneutral und lieblos empfanden. Mein absolutes Lieblingsessen sind aber sowieso die Rahmpfifferlinge mit selbstgemachten Spätzle – die bestelle ich eigentlich jedes Mal, wenn wir hier zum Essen sind. Oder – wenn Pfifferlinge gerade mal keine Saison haben – gefüllte Champignonköpfe auf Tagliatelle.

Ein weiterer, klitzekleiner Wermutstropfen fällt mir dann aber doch noch ein: Das Schweinfurter (alkoholfreie) Weißbier schmeckt leider nach gar nix. Da halten wir uns zukünftig doch lieber gleich an die köstlichen Craftbiere!

Service 

Der Service im Landgasthof Zum goldenen Kreuz ist sehr freundlich und aufmerksam, lange Wartezeitengibt es in der Regel keine.

Preise

Die Preise sind okay, keines der Gerichte kostet über € 9. Und die für Bier oder Wein sind in diesen Breiten eh unschlagbar – zumindest verglichen mit dem Münchner Preisniveau.  😉

Fazit 

Wenn Ihr also mal eine Radtour durch das schöne Saaletal machen solltet, macht unbedingt mal hier halt und kostet die regionale Küche! Und vergesst dabei auf keinen Fall, eines der süffigen Craftbiere zu probieren!

Adresse:  Brückenauer Str. 11, 97762 Untererthal / Hammelburg

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