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Seehaus | Schwabing

26. September 2012

Jedes Jahr im Frühling, wenn es das erste Mal richtig schön sonnig und einigermaßen warm ist, zeigen die Nachrichten in ihrem Wetterbericht Bilder von glücklichen Münchnern im Biergarten des Seehauses. Ob es daran liegt, dass die Halbe Paulaner Hell € 4,20 und ein kleine Breze dazu € 1,30 kostet? Man weiss es nicht. Auf jeden Fall waren mir die Speisen hier im Restaurant als sehr lecker in Erinnerung, denn zweimal war ich im Seehaus schon auf einer Weihnachtsfeier unserer Firma. Unglücklich war ich daher nicht, als ich erfuhr, dass wir hier den Rentenabschied eines Kollegen feiern wollten.

Unseren Aperitiv in Form von „Hopfenkaltschalen“ nahmen wir also in dem kleinen Biergarten direkt am See ein, um dann später drinnen einzukehren. Eine Unachtsamkeit bei der Reservierung verschlug uns dann erst in’s rustikale Stüberl mit kleiner bayrischer Speisekarte. Man hatte einfach vergessen zu erwähnen, dass es 2 Speiseräume, nämlich jenes Stüberl und das Restaurant gibt. Dieses Missverständis wurde jedoch professionell gelöst und schnell ein Tisch anderorts für uns eingedeckt. Die Auswahl war dann – zumindest für Fleischliebhaber – um einiges größer. Der Vegetarier tut sich ein wenig schwerer zwischen Rindercarpaccio und Krustenbraten etwas zu finden, ist dann aber mit einem Nudelgericht aus der hauseigenen Pastaküche gut bedient. In meinem Fall waren das Pfifferlingspasta mit jungem Spinat (€ 15), die wirklich ganz hervorragend war. Die Pfifferling waren winzig klein, ganz fein und knirschten nur minimal. Die lila (Lavendel-)blüten oben drauf waren schön, allerdings hätte man ein bisschen mit dem Salz sparen können. Schade fand ich auch, dass es das leichte Helle nur auf der Karte gab.

Der Service war sehr nett, schien aber recht neu zu sein, denn da wurde das Rind mal schnell zur Gans. Auch sollte das nötige Feingefühl vorhanden sein, dass man eine – okay, sehr leise gehaltene – Rede nicht unterbricht, um die Bestellung aufzunehmen. Aber sowas kommt ja inzwischen in den besten Häusern vor.

Alles in allem ist ein Besuch im Seehaus nett, die Einrichtung ist gediegen und die Preise passen zum gehobenen Ambiente. Dass man hier gut essen kann, hat sich wohl bis weit über die Grenzen Münchens herumgesprochen, denn es waren sehr viele Touristen zugegen.

Adresse: Kleinhesselohe 3, 80802 München

Das Foto für diesen Beitrag stammt von Pexels und bildet NICHT das hier vorgestellte Restaurant ab.

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