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Großbritannien Unterwegs

Loch Lomond & Argyll and Bute | Einmal quer durch Schottland (2)

21. April 2017
Oban - Schottland

 

Nach knapp drei Tagen im quirligen Glasgow freuen Herr Wallygusto und ich uns auf die erste Outdoor-Etappe unseres Schottland –Urlaubes, die uns erst an den Loch Lomond und dann quer durch die Gemeinde Argyll und Bute führt.

Camping am Loch Lomond

Der Loch Lomond ist mit einer Fläche von etwa 71 km² nicht nur der größte, sondern gilt auch als der schönste See Schottlands. Seit 2002 ist Loch Lomond Teil des Nationalparks Loch Lomond and the Trossachs und nicht nur für Glasgower ein beliebtes Ausflugsziel

Die Midges – der erste Kontakt

Auf dem schönen Platz von Cashel Camping kommt das erste Mal unser Zelt zum Einsatz. Aber nicht nur die ruhige Lage direkt am See überzeugt uns: Der Empfang ist freundlich, der zum Campingplatz gehörende Shop gut sortiert und die Sanitäranlagen sauber.

Leider machen wir hier auch das erste Mal Bekanntschaft mit den Highland Midges. Die Midges oder Midgies sind gerade mal 2 mm große Stechmücken und überall in den Highlands anzutreffen. Ihre nur geringe Größe machen sie mit einer Aufdringlichkeit wett, die wirklich ihres gleichen sucht! Als uns die Midges erst einmal als Nahrung identifiziert haben, gibt es für uns kein Entkommen! Trotz angeblich geeignetem Mückenspray aus dem Outdoor-Shop, intensivem Einreiben mit Avon Skin So Soft Oil (einem sogenannten Geheimtipp) und Moskitonetz beißen uns diese kleinen Biester, was das Zeug hält! Aber irgendeinen Nachteil müssen die schottischen Highlands ja haben – sonst wären sie viel zu schön, um wahr zu sein!

Adresse: Rowardennan, Glasgow G63 0AW

Highlights rund um den Loch Lomond

Wenn man schon am Loch Lomond ist, gehört die Besteigung des Ben Lomond einfach dazu! Der Weg zum Gipfel ist zwar lang, aber wenig anspruchsvoll und so auch für wenig geübte Wanderer durchaus machbar. Nach einem zähen Aufstieg, der gefühlt nicht enden will, werden wir also mit der grandiosen Aussicht auf den wunderschönen Loch Lomond belohnt! Und natürlich wartet auch hier eine hungrige Meute Midges auf uns, die uns aussaugen wollen!

Am Westufer des Loch Lomand liegt das unter Denkmalschutz stehende Luss. Der 220 Einwohner zählende Ort fällt in erster Linie durch seine pedantisch gepflegten Vorgärten mit den vielen bunten Blumen auf. Außerdem erinnern uns die einstöckigen pittoresken Häuserwürfel ein wenig an Neuschwanstein – zumindest was deren Beliebtheit bei Touristen angeht. Höhepunkt des Jahres sind übrigens die Highland Games, dann allerdings verwandelt sich das kleine Örtchen in einen einzigen, riesigen Parkplatz.

Unterwegs durch Argyll und Bute

Auf unserem Weg durch Argyll und Bute durchqueren wir nicht nur herrliche Landschaften, sondern kommen auch an zahlreichen interessanten Bauwerken vorbei: Die malerische Silhouette der trutzig-düsteren Inselburg Castle Stalker kommt vielen von Euch sicherlich bekannt vor: Monty Python nutzten Castle Stalker als Filmkulisse für die Schlussszene des Kinofilms Die Ritter der Kokosnuss, wo sie als Gralsburg „Schloss von Aaaaaaaargh“ zu sehen ist.

Kaffeepause in Oban

Das fast schon städtisch anmutende Oban war bis ins 19. Jahrhundert hinein ein kleines Fischerdorf. Dank Dampfschiff-Ära und Eisenbahnanschluss im Jahre 1880 wuchs Oban zum Zentrum der Westküste und wurde zum Hauptfährhafen für die Inneren und Äußeren Hebriden. Von Oban fahren Fähren zu den Inseln Mull, Colonsay, Coll, Tiree, Barra und South Uist. Die Granitfelsen, Meeresbuchten und Inseln rund um Oban machen den Ort auch für Touristen und Tiefseeangler interessant. Wir nutzen den Ort für eine Kaffeepause im süßen Oma-Café Kitchen’s Garten, in dem es auch jede Menge Feinkost zu kaufen gibt.

Anschließend machen wir uns auf die Suche nach dem Tower, den wir nach längerer, erfolgloser Suche dann auch eher zufällig vom Hafen aus entdecken. Keine Ahnung, was wir uns darunter genau vorgestellt haben, diese schottische Version des Kolosseums aber auf jeden Fall nicht. 😉

Craft Beer am Wegesrand

Natürlich hat Argyll & Bute nicht nur eine wunderschöne Landschaft und beeindruckende Burgruinen zu bieten! Wie es sich für eine ordentliche schottische Gemeinde gehört, gibt es auch hier eine kleine, aber feine Brauerei. Bei der Fyne Ales Brewery (Achadunan, Cairndow PA26 8BJ) gibt es jede Menge feines Craftbeer mit fantasievollen Namen. Erfreulicherweise gibt es im Sortiment auch Gose – eine Biersorte, die wir in Leipzig kennen und schätzen gelernt haben. Klar, dass es bei Herrn Wallygusto und mir nicht nur beim Bewundern der schicken Etiketten im Brewery Shop bleibt und wir uns gleich einen kleinen Biervorrat für den nächsten Campingplatz anlegen.

Zelten am Loch Sunart

Bevor es für uns auf die Isle of Skye, einem unserer Hauptziele geht, schnuppern wir aber erstmal mal ein bisschen länger die Luft der schottischen Highlands. Unser nächster Halt ist am Loch Sunart, wo wir den Gipfel des Beinn Resipol besteigen wollen. Wir schlagen unser Zelt direkt am See auf dem Resipole Campingplatz auf. Der Platz ist groß, gut ausgestattet und die Sanitäranlagen sehr sauber. Ein Plus ist auch, dass die Duschräume eine ordentliche Heizung haben – das ist nicht überall der Fall. Auch ist der Platz nachts nicht ganz so ruhig, denn es führt eine relativ stark befahrene Straße daran vorbei.

Leider macht uns hier das Wetter einen dicken Strich durch die Rechnung: Zum ersten Mal machen wir Bekanntschaft mit dem typischen schottischen Regen, der sich wirklich ausdauernd und sehr ergiebig auf die Erde ergießen kann. Unsere geplante Wanderung fällt also leider aus. Langweilig wird uns aber (erstaunlicherweise) trotzdem nicht! Wir bauen unser Tarp auf und dichten Schmähreime auf die lästigen und allgegenwärtigen Midges a la „Only a dead midge is a good midge“ oder „All midges are bitches“. Außerdem überlegen wir uns, ob 11 Uhr zu früh für unsere erstes Bier ist.

Adresse: Loch Sunart, Acharacle PH36 4HX

Coffeetime im Archaracle Tea Room

Als wir entdecken, dass es nicht weit vom Campingplatz entfernt den Acharacle Tea Room (Post Office Buildings, Acharacle PH36 4JL) gibt, zögern wir trotzdem nicht lange: Die Aussicht auf Kuchen und Sandwiches im Trockenen (und ohne Midges!!!) ist einfach zu verführerisch! Und der kleine Ausflug mit dem Auto lohnt sich auf jeden Fall, denn das vermeintlich kleine Sandwich entpuppt sich als vollwertige Mahlzeit und es gibt kostenlosen WLAN. Erwähnenswert ist auch die unglaublich freundliche Bedienung, die perfekt zum gemütlichen Ambiente des Cafés passt.

Frisch gestärkt schauen wir uns auf dem Rückweg zum Campingplatz die kargen Ruinen von Castle Tioram. Der Regen stört uns dabei wenig, denn seien wir doch mal ehrlich: Wirken Schottlands Schlösser bei tiefhängenden, dunklen Wolken nicht noch magischer? Überhaupt gewinnt die gesamte Landschaft durch „schlechtes“ Wetter ungemein an Atmosphäre! 😉 Mehr Informationen zu dieser und vielen anderen unentdeckten schottischen Sehenswürdigkeiten findet Ihr auf UNDISCOVERED SCOTLAND.

Fazit

Nach unserer ersten Begegnung mit dem Midges am Loch Lomand ist uns klar: Alles, aber wirklich alles, was wir bisher über diese geflügelten Mistviecher gehört haben, ist wahr! Und noch viel, viel schlimmer als befürchtet! Aber wir lassen uns die gute Urlaubsstimmung nicht vermiesen und genießen die wunderschöne Landschaft Schottlands – die bei Regen sogar noch beeindruckender wird! Unsere nächste Station ist die Isle of Skye!

Großbritannien Unterwegs

Glasgow & Dumfries and Galloway | Einmal quer durch Schottland (1)

31. März 2017
Glasgow & Dumfries and Galloway – Einmal quer durch Schottland

Schon als Herr Wallgusto und ich 2014 das erste Mal in Edinburgh schottischen Boden betreten haben, verliebten wir uns in dieses raue, wunderschöne Land: Zu gemütlich waren die Pubs, zu süffig das Craft Beer und zu sympathisch waren seine trinkfesten, Dudelsack spielenden Einwohner (das ist natürlich nur ein Klischee ;-)) Außerdem glotzen uns auf gefühlt von jeder Postkarte putzige Hochlandrinder an und atemberaubende Bergmassive warten darauf, von uns erobert zu werden. Letztes Jahr war es dann endlich soweit: Wir reisten zum Wandern in die schottischen Highlands & auf die Isle of Skye! Und da ein wenig Kultur nicht fehlen darf, rahmten wir den Urlaub noch mit kurzen Aufenthalten in Glasgow und Edinburgh ein.

Unterwegs nach Glasgow

Da wir möglichst flexibel sein wollen, entscheiden wir uns für die Anreise mit dem eigenen PKW. Außerdem haben wir so genug Platz für Campingequipment, Lebensmittel und was man sonst noch so auf Reisen braucht. Vollbepackt geht es also erst einmal von München nach Amsterdam, wo wir mit der Fähre über Nacht nach Newcastle übersetzen. Dort angekommen, machen wir uns durch die Gemeinde Dumfries and Galloway auf dem Weg nach Glasgow. Natürlich freut uns zwei Kindsköpfe dabei besonders, dass es nicht nur viele schöne Örtchen und Schlösser, sondern auch jede Menge kleine und große Schafe zu sehen gibt! 😉

Schon auf dem Weg von Newcastle nach Glasgow dürfen wir einen kleinen Teil der schottischen Sehenswürdigkeiten kennenlernen! So entdecken wir nach einem kurzen Abstecher in Gretna Green – einem der bekanntesten und beliebtesten Hochzeitsorte der Welt & DIE Touristenhölle schlechthin – die  gut erhaltene Ruine von Caerlaverock Castle. Die einzige dreieckige Wasserburg in Schottland ist etwas ganz besonders: Caerlaverock Castle ist komplett von einem wassergefüllten Graben umgeben und wurde nicht, wie viele andere Burgen, auf einem Felsen errichtet. Dummerweise ist ausgerechnet der Graben auf unserem Foto nicht zu erkennen.

Bei der Sweetheart Abbey handelt es sich um ein ehemaliges Zisterzienserkloster. Der Legende nach hat sich hier eine schottische Edeldame zusammen mit dem Herz ihres geliebten Ehemannes beerdigen lassen. Das muss wahre Liebe gewesen sein!

Glasgow

Bevor wir aber unsere Hauptziele, die schottischen Highlands und die Isle auf Skye, ansteuern, stehen ein paar Tage intensives Sightseeing in Glasgow, Schottlands größter Stadt an. Mit etwa 600.000 Einwohnern ist Glasgow zudem – nach London und Birmingham – die drittgrößte Stadt des Vereinigten Königreichs. Im Gegensatz zur schottischen Hauptstadt Edinburgh gilt Glasgow als Arbeiterstadt.

Klein, aber fein – das The Heritage Hotel

Bevor wir Glasgow unsicher machen, beziehen wir aber erst unser Zimmer im The Heritage Hotel. Das Zimmer ist klein, aber sauber und das Bad winzig. Aber wir sind ja nur zu zweit und den ganzen Tag unterwegs – außerdem bleiben wir ja auch nicht ewig. Es gibt also nicht wirklich was zu meckern. Da das Frühstück im Preis inbegriffen ist und die Bewertungen im Internet durchaus positiv ausfallen, nehmen wir unsere erste Mahlzeit des Tages also im Hotel ein: Müsli, kleine Päckchen mit Cerealien von Kelloggs, abgepackter Käse, Joghurt, Dosenfrüchte und frisches Obst. Dazu gibt es ein warmes Frühstück aus frisch zubereiteten Eiergerichten nach Wahl, Grilltomaten, Potatoe Scones und gebratenen Pilze. Dazu werden Saft, Tee und guter Kaffee gereicht. Alles in allem ist das Angebot nicht überragend, aber sehr sättigend.

Adresse: 4 / 5 Alfred Terrace (Off Great Western Road) Glasgow G12 8RF 

Highlights

Als Schottlands größte Stadt kann Glasgow mit jeder Menge Sehenswürdigkeiten aufwarten. Eines der interessantesten Dinge, die man in Glasgow unternehmen kann, ist es einfach mal nach oben zu sehen um die auffälligen Architekturstile zu bewundern, während man durch die Straßen schlendert. Und so lassen Herr Wallygusto und ich den Sightseeing-Bus links liegen, schnappen uns Reiseführer & Stadtplan und laufen einfach drauf los. Hier nur ein paar unserer Eindrücke!

Die Gallery of Modern Art bewundern wir nur von außen. Ob sie also tatsächlich ein Must-see für moderne und zeitgenössische Kunst ist, können wir also leider nicht bestätigen. Aber Herr Wallygusto und ich fallen sowieso eher unter die Kategorie „Kunstbanausen“. 🙂 Wer glaubt, die City Chambers wären schon vom George Square aus betrachtet beeindruckend genug, sollte unbedingt einen Blick ins Innere riskieren! Das Treppenhaus aus italienischem Carrara-Marmor ist einfach atemberaubend!

Vom Necropolis aus genießen wir einen tollen Ausblick auf die Glasgow Cathedral. Und da wir auch ein bisschen morbide unterwegs sind, machen wir einen kleinen Spaziergang zwischen den alten Grabsteinen des viktorianischen Friedhofes.

Sehr schön sind auch die 1817 erbauten Botanischen Gärten mit ihren zahlreichen Gewächshäusern, von denen Kibble Palace das sehenswerteste ist. Der Kibble Palace ist ein beeindruckendes Glashaus aus Glas und Gusseisen, das eine Fläche von 2137 m² bedeckt.

Pub Crub & ein schnelles Pint zwischendurch

Kürzlich durfte ich im Freundeskreis mal wieder eine vollkommen sinnlose Diskussion über die Qualität des schottischen Essens führen. Klar lässt sich die Kost hier nicht mit der Gemüseküche Griechenlands oder der Pasta Italiens vergleichen, doch hat sich kulinarisch inzwischen einiges getan! Die Rückbesinnung auf die heimischen Produkte von erstklassiger Qualität sorgen dafür, dass in der schottischen Küche schon lange nicht mehr nur Frittiertes auf den Tisch kommt. Und wem die Küche Schottlands absolut nicht zusagen will, dem steht der Weg zu unzähligen Lokalen mit internationaler Küche offen. Die Süddeutsche Zeitung hat dies in ihrem Artikel The Taste Of Scotland gut auf den Punkt gebracht.

Und so kommt es auch, dass der sogenannte „Pub Grub“ inzwischen um einiges schmackhafter ist als sein Ruf! Wir haben uns davon selbst mal wieder überzeugen können:

Zu Füssen des Glasgow Necropolis stoßen wir auf das riesige Gelände der Wellparkbrauerei, die mit dem Tennent’s Lager Schottlands Marktführer bei den untergärigen Bieren ist. 2015 sprang man auf den Craft Beer Zug auf und bietet seitdem mit der Drygate Brewing Company (85 Drygate) handgebraute Biere mit so rustikalen Namen wie Ax Man Rye und Bearface an. Die Biere verkosten wir natürlich gleich vor Ort im zur Brauerei gehörenden Pub. Und da Sightseeing bekannter Weise sehr, sehr hungrig macht, gönnen wir uns dazu eines der herrlichen Sandwiches zum Selbstbelegen.

Im Pub der jungen Wilden von Brewdog (1397 Argyle Street) gefällt es uns so gut, dass wir gleich zweimal einkehren: Nachmittags zum Bier trinken, wo ich meine Liebe zu Jet Black Heart, einem unglaublich dunklem Milk Stout mit intensiven Kaffee- und Schokoladenaromen, entdecke. Und ein paar Stunden später zum Abendessen, als wir ein vegetarisches Sandwich mit einem recht ungewöhnlichen Belag aus Linsen und Senfkörnern probieren – weder fettig, noch langweilig, nur einfach köstlich!

Auf ein Pint in’s Pub

Natürlich muss man im Pub nichts Essen sondern kann es sich auch einfach nur mit einem (Half) Pint Bier oder Cider gut gehen lassen:

Das Inn Deep (445 Great Western Road) lässt das Herz eines jeden Craft Beer – Liebhabers höherschlagen: Seit 2012 werden hier unter dem Motto “craft beer, not crap beer.” 12 ausgewählte Biere vom Fass serviert. Und wer seinen besten vierbeinigen Freund mitbringt, der darf ihn mit gratis Hundekeksen verwöhnen. Der Ben Nevis (1147 Argyle Road) ist mit einer Höhe von 1345 Metern der höchste Berg Schottlands und Großbritanniens. Das gleichnamige Pub hingegen ist klein, aber sehr gemütlich – und im Grunde genauso, wie ich mir ein Pub schon immer vorgestellt habe. Von daher ist es einfach nur großartig und ich kann Euch nur empfehlen, dort einmal auf ein Pint oder zwei vorbeizuschauen. Das kleine Pub The Belle (617 Great Western Road) liegt unweit unseres Hotels und eignet sich daher hervorragend für einen kleinen Absacker. Gemütlich sitzt es sich auch auf der kleinen Terrasse des Black Sparrow (241 North Street). Ein bisschen enttäuscht sind wir von der laut unserem Reiseführer legendären The Horse Shoe Bar (17-19 Drury Street) – aber für ein schnelles Bierchen vor dem Abendessen kommt uns das recht gewöhnliche Pub dann doch gerade recht.

Must Do – Indisch essen gehen

Wo man in Glasgow zum Essen hingehen sollte? Natürlich zum Inder, denn selten gibt es eine so große Auswahl an guten indischen Lokalen wie hier! Unsere Wahl fällt nach kurzer Suche und einem intensiven Blick auf die Speisekarte auf das Punjabi (157 North Street), wo wir uns mit krossen Pakora, frischem Naan und vegetarischem Curries verwöhnen lassen. Leider sind wir danach so voll, dass keine Nachspeise mehr Platz hat. Oder soll ich sagen, zum Glück? Denn so versäumen wir es mal wieder den legendären frittierten Mars-Riegel zu probieren, den wir danach nämlich nirgends mehr zu Gesicht bekommen.

Fazit

Glasgow ist auf jeden Fall einen Besuch wert! Auch wenn wir seine kulturellen Highlights wie Museen und Galerien gar nicht richtig zu würdigen wissen – der Wettergott meint es zu gut mit uns! So sitzen wir lieber in einem der schönen Parks statt moderne Gemälde und historische Artefakte in stickigen Ausstellungsräumen zu bewundern. Noch mehr Informationen über Glasgow (und natürlich Schottland im Allgemeinen) findet Ihr auf www.visitscotland.com. Die nächste Station auf unserer Rundreise ist der Loch Lomond, der als schönster See Schottlands gilt!

Italien | Malta Unterwegs

Südtirol | Impressionen

22. März 2017
Südtirol Impressionen

Vor einigen Jahren haben Herr Wallygusto und ich das Schneeschuhwandern für uns entdeckt – da wir beide nicht Skifahren können also DIE Alternative zum Tourengehen. Nach zwei Jahren Kurzurlaub im Allgäu hat es uns dieses Jahr das erste Mal ins winterliche Südtirol verschlagen. Und was soll ich sagen? Es war einfach traumhaft – und das nicht nur wegen der tollen Landschaft. 😉

Übernachten

Da das Hotel, dass uns Freunde empfohlen haben, den Winter über leider geschlossen ist, entscheiden wir uns für eine Ferienwohnung. Bei AirBnB werden wir zum Glück auch schnell fündig: Unsere Wohnung heißt FörsterSepp und ist sehr hell und liebevoll im Vintage-Style eingerichtet. Wir fühlen uns ein bisschen wie in einem Museum, denn in jeder Ecke gibt es etwas Neues zu entdecken. Sogar das Bad mit seinen großgemusterten Fließen ist außergewöhnlich. Ein weiterer Pluspunkt ist die zentrale Lage, denn die Meraner Altstadt ist in nicht mal 10 Minuten Fußmarsch zu erreichen. Die 70qm große Wohnung mit der voll eingerichteten Küche gefällt uns sehr gut. Beim nächsten Abstecher nach Meran würden wir auf jeden Fall gerne wieder beim FörsterSepp zu Gast sein!

Essen & Trinken

Fantasievolle Pizzakreationen – auf Wunsch auch mit Vollkornteig – gibt es in der modernen Pizzeria Mediterraneo. Das Engel Kellerbier, das wir uns dazu bestellen, kommt witziger Weise nicht aus Italien sondern aus Franken. Was uns ein wenig ärgert, denn wir versuchen immer, regionales Bier auszuprobieren. Na ja, zumindest war es kein Fehlgriff und schön süffig.

Köstliche neapolitanische Pizza mit duftendem Boden verspeisen wir im La Smorfia. Meine Empfehlung: Weiße Pizza mit Radicchio, Parmesanspänen & Oregano. Und dazu ein Aperol Spritz – zwar total untypisch für die Region, aber halt einfach genau das richtige Getränk nach einem anstrengenden Wandertag ;-). Ihr solltet hier übrigens unbedingt reservieren, denn zumindest am Wochenende ist das La Smorfia sehr gut besucht.

Wandern & Einkehr

Unsere erste Schneeschuhwanderung führt uns auf den kaum begangenen Jägersteig – wir begegnen hier tatsächlich nur einem anderen Pärchen. Ansonsten haben wir die verschneite Landschaft ganz für uns allein und können die Ruhe genießen. Leider ist die Seeberghütte im Winter nicht bewirtschaftet, aber da wir Studentenfutter und Müsliriegel im Gepäck haben, müssen wir nicht hungern. Die Einkehr holen wir im Anschluss an unsere Wanderung im Gasthof Innerwalten nach, wo wir uns einen großen Käseteller (der wirklich für zwei reicht) und einen kleinen Rotwein gönnen.

Ein Highlight ist ohne Frage die Wanderung zu den Stoarnanen Mandln – wo hat man schon an einem Fleck ein traumhaftes 360 Grad Panorama und mystische Steinmännchen? Da wir nach dem Abstieg noch keine Lust auf Pause haben, lassen wir die Wurzer Alm kurz nach dem Gipfel links liegen und laufen weiter zur Sattlerhütte. Dort erwartet uns der Tschögglbergteller mit köstlichen Spinat- und Käseknödeln und – natürlich – Südtiroler Rotwein.  Schöner kann man wirklich nicht einkehren!

An unserem letzten Tag in Südtirol unternehmen wir eine kurze und einsame Wanderung auf die Laugenalm, die im Winter leider nicht bewirtschaftet ist. Aber wir haben auch hier wieder gut vorgesorgt und können so die beeindruckende Aussicht mit einem Käsebrot genießen.

Österreich Unterwegs

Salzburg | Impressionen 

16. Februar 2017

Traditionell machen Herr Wallygusto und ich in der ersten Januarwoche Urlaub – entspannter kann man das neue Jahr einfach nicht beginnen. Und zu einem gelungenen Urlaub gehört eigentlich immer ein kleiner Städtetrip. Nachdem wir die Jahre zuvor Augsburg, Rosenheim und Ulm unsicher gemacht haben, zog es uns diesmal nach Salzburg.

Essen & Trinken

Für ein Bierchen zwischendurch empfehlen wir den Bärenwirt (wobei auch die Knödel mit Rahmschwammerl einfach köstlich aussehen) und den Stiegl-Keller mit seiner tollen Aussicht auf Altstadt & Dom. Nett ist es auch in Kastner’s Schenke, die Salzburgs kleinste Brauerei beherbergt. Da uns die Köstlichkeiten der berühmten Konditoreien nicht anmachen, holen wir uns bei einem Bäckerstand vor der Kollegienkirche zwei knusprige Topfentascherl auf die Hand. Besser schmeckt es auch in einem Kaffeehaus nicht! Köstliche Pinzgauer Kasnocken mit Bierkas und ordentlich Röstzwiebeln und ein schokoladig-herbes Dunkles Weißbier gibt’s in Österreichs ältester Weissbierbrauerei Die Weisse. Außerdem ist es dort einfach urgemütlich!

Allgegenwärtig ist übrigens die Mozartkugel – man könnte fast meinen, die Salzburger würden sich nur davon ernähren. Im Supermarkt werden sie sogar in einem Spender an der Kasse angeboten. Das ist auch kein Wunder, denn Salzburg ist schließlich die Geburtsstätte der berühmten Süßigkeit. Wir können nicht widerstehen und kaufen uns in einer der Filialen der Konditorei Fürst ein paar Mozartkugeln.

Highlights

Der Aufstieg auf den Mönchsberg und zur Festung Hohensalzburg ist nur halb so wild und lohnt aufgrund der traumhaften Aussicht auf die Salzburger Altstadt. Neben der schneeweißen, recht ungewöhnlichen Kollegienkirche gefällt uns auch die Franziskanerkirche mit ihren unterschiedlichen Baustilen sehr gut. Ein Bummel durch die Getreidegasse ist ebenso ein Muss wie der Besuch des Salzburger Doms. In der  uralten Steingasse bekommen wir einen kleinen Eindruck davon, wie Salzburg im Mittelalter ausgesehen hat.

Mehr Informationen über Salzburgs Sehenswürdigkeiten findet Ihr auf www.salzburg.info.

Deutschland Unterwegs

Nürnberg | Impressionen

2. Februar 2017
Impressionen aus Nürnberg

Mitte Oktober war ich auf dem Chefkoch Foodcamp 2016 in Nürnberg. Da ich keine Lust hatte, am selben Tag ins Frankenland und wieder zurück zu fahren, beschlossen Herr Wallygusto und ich, gleich das ganze Wochenende dort zu verbringen. Während ich mich aber den ganzen Tag mit Schlemmen, Kochen und Netzwerken beschäftigte, ging er eine Runde Bouldern und anschließend saunieren. Am Abend trafen wir uns dann, um gemeinsam Nürnberg unsicher zu machen. Und hier sind nun unsere (kulinarischen) Tipps für Euch!

Übernachten

Das Hotel Five am Obstmarkt ist ein modernes, zentral gelegenes Hotel mit einem vorzüglichen Frühstück á la carte. Die 16 Zimmer des kleinen Boutiquehotels entsprechen dem internationalen Standard eines 3-Sterne-Superior Hauses. Unser Zimmer ist recht groß und warte mit tollen Pflegeprodukten von Stop The Water While Using Me auf. Da das Five ein Energiesparhotel ist, passen diese natürlich hervorragend ins Gesamtkonzept.

Essen & Trinken

Die Frankenstube bietet trotz ihres eher rustikalen Namens mit einer unglaublich großen Auswahl an vegetarischen und veganen Gerichten auf. Vieles davon ist zudem Bio!

In der Hausbrauerei Altstadthof bestellen wir als kleinen Absacker Schwarz Rot Gold – ein Tris aus 0,20 l Probierkrügen mit süffigem SchwarzBier, traditionellem RotBier und ursprünglichem HellesBier.

Der Salon Regina im angesagten Stadteil Gostenhof besticht mit Retro Schick, leckerem Kuchen und hausgemachter Gurkenlimonade. Die gibt’s auf Wunsch übrigens auch mit Gin. 😉

Noch mehr Tipps für Euren Städtetripp gibt der Artikel Nürnberg kann Currywurst.

 

Deutschland Unterwegs

Fränkische Schweiz | Impressionen

19. Dezember 2016
Fränkische Schweiz

Im Herbst legen Herr Wallygusto und ich gerne noch eine Woche Wanderurlaub ein. Nachdem wir diesen letztes Jahr zugunsten eines ausgedehnten Städtetrips nach Hongkong haben ausfallen lassen, war diesmal wieder sportliche Betätigung im Freien angesagt. Da wir schon länger nicht mehr in der Fränkischen Schweiz gewesen sind, war auch schnell ein passender Ort hierfür gefunden. Natürlich wird es auch über diesen Urlaub einen ausführlichen Bericht mit allen (vegetarischen) Restaurantempfehlungen & den besten Wanderungen geben.

Österreich Unterwegs

Graz | Nudelminze, Lendwirbel & Weltkulturerbe

5. Dezember 2016
Nudelminze, Lendwirbel & Weltkulturerbe - ein Wochenende in Graz

Wenn man an Österreich denkt, fallen einem als erstes Berge und Skifahren ein. Oder Mozartkugeln. Und dann kommt eigentlich schon Wien. Freunde von uns fahren seit Jahren regelmäßig nach Wien – ganz begeistert sind sie von den Hochglanzfassaden der ehemals kaiserlich-könglichen Stadt, den Heurigen und dem Wiener Schmäh. Herrn Wallygusto und mir hat sich der Charme der österreichischen Hauptstadt leider nie so richtig erschlossen – zu aufgesetzt erscheint uns dieses „Vienna“: Schweift man nur kurz von den ausgetretenen Touristenpfaden ab – und da reicht schon ein kurzer Blick um die nächste Hausecke – ist es aus und vorbei mit der Pracht.

Dies mögen viele anders sehen, aber uns zog es dieses Jahr motiviert durch einen Artikel in der Süddeutschen Zeitung in Wiens hippe kleine Städte-Schwester Graz. Ein paar Impressionen aus Graz habe ich Euch vor einiger Zeit ja bereits gezeigt, jetzt folgt der ausführliche Bericht mit Übernachtungstipp und den (kulinarischen) Highlights.

Lipizzanerheimat in Köflach

Zu geil für Sterne – das Hotel Wiesler

Zum Übernachten hat uns Herr Wallygusto ein ganz besonderes Hotel ausgesucht: Das mitten in Graz gelegene Hotel Wiesler. Das Wiesler ist schon seit 1909 ein Ort voller Inspiration, denn man hat hier nie aufgehört, nach neuen Dingen zu suchen, um seine Gäste angenehm zu überraschen. Seit 2010 lässt Unternehmer Florian Weitzer den ehrwürdigen Jugendstilmauern kontinuierlich neues Leben einhauchen, sehr behutsam, damit die natürliche Patina, die schönen Erinnerungen und Geschichten der vergangenen Jahre erhalten bleiben. Das Ergebnis ist ein wirklich spannender Mix aus Vintage und Neuem mit einem Schuss Soul, der auf Pomp und (man höre und staune) 5 Sterne-Klassifizierung verzichtet und viel Raum für erfrischend Unkonventionelles schafft.

Nicht dass Florian Weitzer etwas gegen Hotelsterne hätte. First Class-Service ist im Wiesler sowieso seit jeher eine Selbstverständlichkeit. Für ihn ist der eingeschlagene Weg „from 5 stars to independance“ vielmehr der einzig gehbare, um frische Ideen umzusetzen. Denn es sind die feinen überraschenden Details, die das Besondere im Wiesler ausmachen: So ist  das Hotelrestaurant für jeden – egal ob Hotelgast oder nicht –  von früh bis spät in der Nacht, 365 Tage im Jahr, zugänglich. Das ganztägige Angebot wird von Frühstücksbuffet, Mittagstisch und Café-Betrieb am Nachmittag abgerundet. Ganz besonders fasziniert war ich von dem Barbiersalon mitten im Treppenhaus, in dem männliche Gäste eine Handrasur genießen können.

Bei unserem Zimmer haben wir ein wenig Pech, denn wir bekommen leider keinen der renovierten, superschicken Räume. Der Nachtruhe tut dies aber keinen Abbruch, denn das Bett ist sehr bequem und alles sehr sauber. Ein Traum ist auch das reichhaltige Frühstücksbüffet, das mit seiner guten Käseauswahl auch bei Vegetariern keinerlei Wünsche offenlässt.

Das Wiesler ist definitiv das schickste Hotel, in dem ich bisher abgestiegen bin! Und ich würde es wirklich jeder Zeit wieder tun!

Adresse: Grieskai 4-8, 8020 Graz
Internet: www.hotelwiesler.com

Highlights

Graz hat wirklich viele, viele Sehenswürdigkeiten zu bieten – eigentlich ist die ganze Stadt eine einzige, große Sehenswürdigkeit. Im Nachhinein fiel es Herrn Wallygusto und mir ganz schwer zu sagen, was uns jetzt am besten gefallen hat. Stellvertretend für die vielen schönen Ecken in Graz seien aber diese Sehenswürdigkeiten genannt:

Gleich an unserem ersten Tag erklimmen wir den Grazer Schloßberg, einen wuchtigen Felsen aus Dolomitgestein, der den Kern der historischen Altstadt bildet. Neben dem fantastischen Ausblick auf Graz finden wir hier oben mit dem Grazer Uhrturm das älteste Gebäude der Stadt vor.

Eine einzige große Sehenswürdigkeit ist die historische Grazer Altstadt! Nicht umsonst wurde sie zusammen mit der Dachlandschaft 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt und 2010 sogar auf Stadt Graz – Historisches Zentrum und Schloss Eggenberg erweitert. Unbedingt anschauen solltet Ihr Euch hier die spätgotische Doppelwendeltreppe – sie ist ein Meisterwerk der Steinmetzkunst und befindet sich in der Grazer Burg.

Nicht weit von Graz entfernt liegt das Lippizanergestüt Piber. Dieses traditionsreiche Gestüt hat die Aufgabe, die älteste Kulturpferderasse Europas – eben die Lipizzaner – zu züchten, deren Ursprung in die imperiale Zeit, auf das Jahr 1580, zurückgeht. Schon als Kind war es ein Traum von mir, diesen Ort zu besuchen. Da auch Herr Wallygusto gleich Feuer und Flamme ist, nehmen wir also den Zug nach Köflach und wandern eine gute Stunde nach Piber. Dort angekommen nehmen wir an einer sehr interessanten Führung über das Gestütsgelände und durch die Ställe teil. Anschließend lernen wir in der Schauschmiede alles über Hufeisen. Außerdem dürfen wir noch mit den halbwüchsigen Lippizaner-Hengsten auf Tuchfühlung gehen – ganz schön verschmust, die Kleinen! Mehr Informationen zum Lipizzanergestüt Piber und seinen edlen Bewohnern findet Ihr auf www.lipizzanerheimat.com. Wie es sich für ordentliche Foodblogger gehört, machen wir auf dem Rückweg beim Buschenschank Schachner halt. Dort genießen wir bei strahlendem Sonnenschein ein Viertel rosèfarbenen Schilcher, pikanten Käferbohnensalat und einen riesigen Käseteller.

Was für ein Glück, dass bei unserem Besuch das Nachbarschaftsfest Lendwirbel stattfindet! Eine der Bühnen steht sogar hinter unserem Hotel, und das unter unserem Fenster. Gestört werden wir dadurch freilich nicht, denn Herr Wallygusto und ich wirbeln ja selbst eifrig mit! Und zwar von Bierstand zu Bierstand und von Konzert zu Konzert! Und wir machen bei unserem ersten (und bisher letztem) Tanzkaraoke mit! Was für eine irre Wirbelei!

Der Botanische Garten in Graz ist – verglichen mit dem in München – recht klein. Sehenswert ist er vor allem wegen der drei Gewächshäuser von Volker Giencke. Sie wirken aufgrund ihrer schuppigen Architektur wie drei riesige Gürteltiere und ermöglichen aufgrund ihrer idealen Ausrichtung im Inneren üppiges Wachstum von Pflanzen aus vier verschiedenen Klimazonen.

Mehr Informationen zu den Sehenswürdigkeiten gibt es im Internet auf www.graztourismus.at oder Wikipedia.

Für die kleine Pause zwischendurch

So viel Städtetrip macht hungrig – und vor allem durstig. Für eine kleine Pause zwischendurch oder um den Tag gemütlich ausklingen zu lassen, können Herr Wallygusto und ich die folgenden Lokale empfehlen:

In der Mehlschwalbe (Kapaunplatz 3) mitten im alten Franziskanerviertel stärken wir uns kurz nach unserer Ankunft in Graz mit Frittata und ein veganes Weckerl. Da es uns dort so gut gefällt, kommen wir eine paar Tage später nochmal auf ein Craft Beer vorbei. Das Flamberger Stout sagt uns aber leider nicht so zu – aber das ist schließlich Geschmackssache. Laut Website kann man die Mehlschwalbe im Moment (leider) nur für Events buchen.

Bei Greissler Eis in der Sporgasse gibt es neben Apfelkuchen, Graumohn und Erdnuss-Schoko so ausgefallene Sorten wie Ziegenkäse. Die Schlange im Laden ist lang – aber das Warten lohnt sich, denn alle von uns probierten Eiskreationen sind einfach köstlich!

Im Reinerhof, (Sackgasse 20)  zu Füßen des Schloßberges – ruhen wir unsere müden Füße aus und genießen dabei ein kühles Trumer Pils.

Ein ganz besonders entspannter Ort ist das Parkhouse (Stadtpark 2), das, wie der Name schon sagt, im malerischen Grazer Stadtpark zu finden ist. Wir trinken ein Murauer aus der Flasche und schauen den Entchen beim Baden zu. In den Sommermonaten finden hier im Gastgarten zahlreiche Live-Concerte statt. Angeblich ist hier auch schon so manches Talent entdeckt worden.

Das Glöckl Bräu (Glockenspielplatz 2) liegt im Herzen der Grazer Innenstadt, mitten am schönen Glockenspielplatz. Das steirische Wirtshaus besticht aber nicht nur durch seine prächtige Fassade und das gemütliche Ambiente der Räumlichkeiten, sondern auch mit sehr gutem Kellerbier aus dem Holzfass!

Nicht entgehen lassen sollte man sich die Leckereien der Bäckerei Martin Auer, die es in diversen Filialen in Graz zu kaufen gibt. Schon im Vorfeld unseres Aufenthaltes in Graz konnte ich mich kaum an den appetitlichen Broten, Feingebäck und Pausenbroten sattsehen!

Steirische Küche – auch für Vegetarier!

Die bekanntesten Schmackerln aus der Steiermark sind wohl Kernöl, Backhendl, Klachelsuppe (aus Schweinshaxe, Suppengrün und Gewürzen), verschiedene Kürbisrezepte, Apfelkren, Schmarrn, Krautfleckerln und steirisches Wurzelfleisch. Alles sehr bodenständige Gerichte! Und da Herr Wallygusto und ich genau das mögen, gehen wir natürlich jeden Abend in einem steirischen Lokal zum Essen! Auch als Vegetarier haben wir dort die Qual der Wahl!

Die Altsteirischen Schmankerlstuben (Sackstr. 10) ist eines der beliebtesten Restaurants in Graz. Kein Wunder, denn die Gasträume mit den Gewölbedecken und der rustikalen Möblierung sind heimlig und gemütlich. Und unsere Krautfleckerl und Erdäpfellaibchen mit grünem Salat sind einfach köstlich!

Ähnlich rustikal geht es im Lend Platzl (Lendplatz 11) zu – zumindest was wir auf dem Weg zum stillen Örtchen so vom Lokal zu sehen bekommen. Da die Temperaturen auch abends noch angenehm sind, nehmen wir im kleinen, verwinkelten Gastgarten Platz. Dort lassen wir uns Bärlauchlaibchen, und Käsenockerl schmecken – dazu gibt es ein kühles Gösser vom Fass.

Die Steirerstub’n (Lendplatz 8) sind ebenfalls urgemütlich, dementsprechend gut besucht sind auch die drei Gaststuben. Regionale Produkte sind hier ein Muss  – daher kommen Brot und Gemüse frisch vom gegenüberliegenden Bauernmarkt und das Fleisch von heimischen Bauern.

Nudelminze, Lendwirbel & Weltkulturerbe – ein Wochenende in Graz

Bauernmärkte

Auf dem Bauernmarkt auf dem Lendplatz erstehen wir einen Beutel Käferbohnen und eine kleine Flasche Kernöl. Das Angebot ist aber natürlich viel größer und reicht von Wein über Brot und Käse bis zum Speck und Selchwürsten. Außerdem gibt es eine unglaubliche Auswahl an frischen Kräutern – auch die berühmte Nudelminze findet sich darunter!

Nach einem Bummel über den Bauernmarkt auf dem Kaiser-Josef-Platz kehren wir auf einen Spritz und eine Weinschorle bei Rossian ein. Schade nur, dass wir dank des umfangreichen Frühstückbüffets im Hotel noch keinen Hunger haben, denn die kleinen Speisen und Kuchen, die in dem kleinen Lokal serviert werden, sehen einfach verführerisch aus. Und natürlich genießen wir trotzdem einen ausgedehnten Bummel zwischen den prall mit Brot, Gemüse und Käse gefüllten Marktständen!

Fazit

Graz ist einfach wunderbar! Warum? Weil es genau die richtige Mischung zwischen alternativ, schick und bodenständig ist! Genau die Adjektive, die mir selbst sehr wichtig sind!

Deutschland Unterwegs

Köln | Impressionen

17. November 2016
Unser 1. Kölsch

Schon seit langem sind Herr Wallygusto und ich Fans der Band Edward Sharpe and The Magnetic Zeros. Und als wir von der anstehenden Tour erfahren haben, war die Freude natürlich groß! Leider erhielt unsere Begeisterung schnell einen Dämpfer, denn die geliebten Musiker gaben sich nur für ein Konzert in Deutschland die Ehre! Und das im Rahmen der c/o pop Festivals in Köln. Was also tun? Kurzentschlossen besorgte uns Herr Wallygusto also ein Hotel und einen günstigen Flug – schließlich bekommt man nicht jeden Tag die Gelegenheit, Edward Sharpe & The Magnetic Zeros live zu sehen. Natürlich haben wir auch genug Zeit für eine Stadtbesichtigung und Bierproben eingeplant! Erste Eindrücke bekommt Ihr bereits jetzt zu sehen, ein ausführlicher Reisebericht mit vielen Restauranttipps ist noch in Vorbereitung!

Asien Unterwegs

Macau | Nudeln zum Frühstück {4}

27. Oktober 2016
Skyline von Macau

Was wir so alles in Hongkong & auf Lantau angeschaut und welche kulinarischen Entdeckungen wir dabei gemacht haben, wisst Ihr ja jetzt schon! Zu guter Letzt habe ich nun noch ein paar Tipps für Macau für Euch!

Macau – das häufig auch Macao geschrieben wird – liegt etwas 50 km westlich von Honkong und ist eine Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China. Ihr mögt es nicht glauben, aber bis sage und schreibe 1999 war Macau eine portugiesische Kolonie. Die Haupterwerbsquellen sind das dort legale Glücksspiel und der damit in Zusammenhang stehende Tourismus aus Hongkong und Festlandchina, weshalb Macau gerne als Monte Carlo oder Las Vegas des Ostens bezeichnet wird.

Uns zieht es auf Macau aber nicht an den Pokertisch, sondern wir wollen die zahlreichen Sehenswürdigkeiten aus der Kolonialzeit bestaunen.

Loyale Senat (Leal Senado)

Im Loyale Senat (Leal Senado) der portugiesischen Kolonie Macau trafen sich in erster Linie chinesische und portugiesische Diplomaten, um Handelsfragen zu diskutieren. Der Platz davor ist mit bunten Steinmosaiken im Wellenmuster gefliest, die eigens von Spezialisten in Portugal angefertigt wurden. Vom Senatsplatz aus starten wir unsere Tour durch die Straßen von Macau.

Ruinen von St. Paul

Die Ruinen von St. Paul sind Macaus Wahrzeichen und wurden 2005 als Teil des historischen Zentrums Macaus in das UNESCO Welterbe mit aufgenommen.

Fort Monte

Von den Ruinen von St. Paul aus ist es nur ein kurzer Weg hinauf zum Fort Monte. Von der portugiesischen Festung aus genießen wir einen fantastischen Blick auf die Skyline Macaus mit den fantasievoll gestalteten Casinos und riesigen Wohntürmen.

Mandarinhaus

Das Mandarinhaus besteht aus mehreren, liebevoll restaurierten Gebäudekomplexen und ruhigen Innenhöfen, die zum Verweilen einladen. Hier gewinnen wir einen Eindruck davon, wie reiche Leute damals auf Macau gewohnt haben. Der Kontrast zum bürgerlichen Wohnhaus gegenüber mit seinen vergitterten Balkonen ist allerdings enorm verstörend!

Augustinuskirche

Die Augustinuskirche wurde 1591 von spanischen Augustinermönchen gegründet. Sie ist an Ostern der Ausgangspunkt einer der beliebtesten Prozessionen durch die Stadt. Die Palmzweige, mit denen damals die Priester zum Schutz vor heftigen Regenfällen das Dach verstärkten, wirkten aus der Ferne wie Barthaare von Drachen. Aus diesem Grund bekam die Augustinuskirche von den Chinesen den Spitznamen Long Song Miu (Tempel des Drachens mit den langen Barthaaren) verpasst. Die Kirche verbreitet das erwartete mediterrane Flair – genau wie die kleinen Plätze mit den gemütlichen Sitzbänken!

Straße des Glücks

Die Straße des Glücks ist die wohl berühmteste Straße von Macau und war einst von Spelunken und Bordellen gesäumt. Heute ist sie ebenso tugendhaft wie gepflegt, denn in den kleinen, zweistöckigen Häuser mit ihren roten Fensterläden vor weißen Fassaden im chinesischen Stil sind nun Restaurants und kleine, pittoreske Läden zu finden. Übrigens war die Rua da Felicidade auch Schauplatz des Films Indiana Jones und der Tempel des Todes.

A-MA-Tempel

Natürlich besuchen wir auch den berühmtesten und schönsten Tempel von Macao. Der A-MA-Tempel war einst der Namensgeber von Macao und liegt direkt am idyllischen Ufer des Inneren Hafens. Erbaut wurde der Tempelkomplex zu Ehren der taoistischen Göttin A-Ma und beinhaltet mehrere Pavillons, die unterschiedlichen Gottheiten gewidmet sind. Durch diese Vermengung aus Elementen des Taoismus, Konfuzianismus und Buddhismus wird dieser Tempel zu einem einzigartigen Exempel der chinesischen Kultur und Religion.

Weitere Anregungen für Euren Aufenthalt auf Macau findet Ihr auf der Seite des FREMDENVERKEHRSBÜRO MACAU und auf CHINA TOURS.

Fazit

Macau konnte unsere – zugegeben – sehr hohen Erwartungen leider nicht vollends erfüllen. Zumal es uns leider nicht möglich war, ein gemütliches Pub oder Cafè zu finden, so dass wir auf Macau nicht einmal ein Bierchen oder einen Cappuccino trinken. Trotzdem war unser Tag auf Macau eine sehenswerte Erfahrung, die wir auf keinen Fall missen möchten!

Asien Unterwegs

Lantau | Nudeln zum Frühstück (3)

13. Oktober 2016

Was wir in Hongkong alles so angeschaut & an Leckereien schnabuliert haben, konntet Ihr ja bereits nachlesen. Heute möchte ich Euch von unserem Ausflug auf die Lantau Island erzählen, die quasi nur einen Katzensprung von Hongkong entfernt ist. Lantau Island ist mit ca. 140 km² die größte der 263 Inseln von Hongkong und eignet sich ganz hervorragend für einen Tagesausflug!

Um dorthin zu gelangen, fahren wir mit der Metro einmal quer durch die Stadt zum Central Pier 6. Dort nehmen wir die Fähre nach Mui Wo, einem kleinen Küstenort im Zentrum der Ostküste von Lantau. Durch seine gute Busanbindung ist Mui Wo der ideale Ausgangspunkt für eine Erkundung der Insel.

  • Mit dem New Lantao Bus 2 geht es als erstes zum Nyong Ping Platau. Dort thornt der Big Buddha majestätisch. Eigentlich heißt er ja Tian Than Buddha und ist eine der fünf größten Buddha-Statuen in China und das größte buddhistische Monument in Hongkong. Zu seinen Füßen liegt das prachtvolle Kloster Po Lin, vor dem die größten Räucherstäbchen brennen, die ich jemals gesehen habe. Klar, dass wir auch das Klostercafè besuchen, dass eine große Auswahl leckerer vegetarischen Snacks im Angebot hat. Wir haben also (mal) wieder die Qual der Wahl!
  • Tai-O Village liegt am westlichen Ufer von Lantau und ist eines der letzten ursprünglichen Fischerdörfer Hongkongs. (S. 213) Die Verhältnisse dort sind sehr einfach und wir fragen uns als verwöhnte Großstädter, wie man ohne fließend Wasser und WLAN überleben kann. Noch faszinierender ist allerdings die Tatsache, dass viele Häuser von Tai-O auf Stelzen stehen. Detaillierte Informationen zum Venedig von Hongkong findet Ihr auf www.chinarundreisen.com.
  • Eigentlich wollen wir ja nach unserem Spaziergang vom Upper Cheung Sha zum Lower Cheung Sha Strand gemütlich beim Thai essen gehen – Herr Wallygusto hatte da nämlich so eine Art „Geheimtipp“ aufgetan. Leider müssen wir bei unserer Ankunft jedoch feststellen, dass das Lokal aus uns unbekannten Gründen (noch) geschlossen ist. Zum Glück entdecken wir direkt daneben den Lantau Grocer. In dem kleinen, aber feinen Tante-Emma-Laden versorgen wir uns mit (chinesischem) Craft Beer und knusprigen Kartoffelchips mit Guinness-Geschmack. Im gemütlichen Garten vor dem Laden genießen wir mit Blick auf’s Meer unsere Einkäufe – Entspannung pur, sag ich Euch! 🙂

Fazit                                                                                                                                                     

Ihr seht, ein Besuch in Lantau gehört zwingend zum Programm, wenn man schon mal in Hongkong ist! Und das nicht nur, um ein paar Stunden dem Trubel und den Menschenmassen zu entkommen: Die Landschaft auf Lantau ist sehr idyllisch und auch Freunde der buddhistischen Architektur kommen voll auf ihre Kosten.

Mehr Informationen über Lantau und was es dort so alles zu besichtigen gibt, findet Ihr auf www.discoverhongkong.com.