Schon bei unserem missglückten Winterausflug in den Schwarzwald sind uns die abwechslungsreichen Outdoor-Aktivitäten aufgefallen. „Missglückt“ trifft es daher auch nur insofern, als der Schnee fehlte. Da wir jedoch ein fantastisches Netz an Wanderwegen vorfinden, war das halb so wild. Gleichzeitig wurde der Wunsch geweckt, dieses im Sommer auszukosten. Gesagt, getan: Eine Ferienwohnung ist dank des guten Angebots schnell gefunden, und so steht unserem Aktivurlaub im Schwarzwald nichts im Wege.
Warum heißt der Schwarzwald so?
Vor über 2.000 Jahren kamen die Römer in die Region. Der Wald war damals so riesig und dicht, dass kaum Sonnenlicht durch die Bäume dringen konnte. Es war also sehr düster und finster. Die Römer trauten sich daher auch nicht wirklich in den Wald hinein und wohnten lieber am Waldrand. Und so tauften sie diesen Wald Silva Nigra. Das heißt übersetzt: Schwarzer Wald.
Der Schwarzwald ist eines der größten zusammenhängenden Wander- und Radgebiete Deutschlands mit einem sehr dicht ausgebauten Wegenetz. Wanderer finden über 23.000 Kilometer markierte Wege vor, darunter bekannte Fernwanderwege wie den Westweg mit rund 285 Kilometern sowie zahlreiche Höhen- und Themenrouten. Auch für unsere Fahrräder gibt es mit mehreren tausend Kilometern Radwegen genügend Beschäftigungsmöglichkeiten.
Die abwechslungsreiche Rundwanderung führt uns von Hinterzarten auf den zweithöchsten Gipfel im Mittleren Schwarzwald, die Weißtannenhöhe. Im Gasthaus Heiligenbrunn warten eine beschwipste Schwarzwälder Kirschtorte und Rhabarberkuchen auf uns.
Auf Weg- und Pfadpassagen wandern wir gemütlich von Hinterzarten auf den Hinterwaldkopf. Von dort steigen wir ab zur Höfener Hütte, wo wir uns mit allerlei Knödeln stärken. Von Himmelreich geht es anschließend mit der Bahn zurück nach Hinterzarten.
Die ersten 20 km unserer Radtour vergehen wie im Flug. Der Gegenanstieg zieht sich dafür umso länger hin. Highlights unterwegs sind der Bähnle-Radweg, der vegetarische Flammkuchen im Café A-Heu am Schluchsee und die Kaffeepausse Café Me in Hinterzarten. Und natürlich die tolle Landschaft, die eine unglaublich meditative Wirkung auf Herrn Wallygusto und mich ausübt.
Der höchste Berg des Schwarzwalds ist schnell bestiegen. Vom Feldberg geht es abwechslungsreich weiter zur Baldenweger Hütte, wo ein leckeres Mittagessen auf uns wartet. Frisch gestärkt geht es nach Hinterzarten ins Café Unmüßig zum Kuchenessen. Dieses ist uns von unserem letzten Aufenthalt in Hinterzarten noch gut in Erinnerung geblieben. Und auch dieses Mal werden wir nicht enttäuscht, denn Apfelkuchen und Schwarzwälder Kirschtorte schmecken einfach fantastisch. Zudem ist der Kaffee eine Empfehlung wert.
Wanderung um den Titisee
Der Titisee ist ein rund 1,3 km² großer See im südlichen Schwarzwald und gehört zu den bekanntesten Touristenzielen der Region. Die Rundwanderung um den Titisee verläuft recht langweilig. Erst nach etwa der Hälfte der Strecke haben wir endlich eine 1a-Aussicht auf den See. Das Highlight ist die Schwarzwälder Kirschtorte im Café Bamby am Bahnhof.
Sehenswertes
Stadtspaziergang durch Freiburg
Freiburg im Breisgau liegt am Rand des Schwarzwald und gilt als eine der sonnigsten und grünsten Städte Deutschlands. Die Stadt ist bekannt für ihre historische Altstadt sowie ihre starke Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und eine große Fahrradfreundlichkeit. Durch die Lage im Dreiländereck zu Frankreich und der Schweiz ist die Stadt an der Dreisam zudem ein lebendiger Studien- und Kulturstandort mit mediterranem Flair.
Unser Stadtspaziergang führt durch die Altstadt mit ihren typischen „Bächles“ in den Gassen und hinauf auf den Schlossberg. Unterwegs kommen wir an der ein oder anderen historischen Sehenswürdigkeit vorbei und es gibt ein kühles Bierchen in einem gemütlichen Biergarten und Abendessen in einem modernen Brauhaus. Alles in allem gefällt es uns in Freiburg sehr gut.
Übernachten
Obwohl es im Schwarzwald viele Ferienorte und somit eine große Auswahl an Unterkünften gibt, entschieden wir uns erneut für Hinterzarten. Der beschauliche Kurort liegt nahe am Naturpark Südschwarzwald, sodass alle von uns geplanten Touren gut erreichbar sind oder sogar direkt vor dem Unterkunft beginnen. Außerdem ist Hinterzarten gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden, sodass wir das Auto die ganze Zeit über stehen lassen können. Und natürlich spielen auch kulinarische Aspekte wieder eine Rolle, denn in Hinterzarten gibt es einige Restaurants, die auch für Vegetarier interessant sind.
Kleine Cloud
Unsere stilvoll und gepflegt eingerichtete Ferienwohnung Kleine Cloud bietet ausreichend Platz und verfügt über ein Schlafzimmer mit Doppelbett, ein hochwertiges Schlafsofa im Wohn- und Essbereich sowie ein Badezimmer. Die Küche ist modern und vollständig ausgestattet und durch ihre Gestaltung optisch vom Wohnbereich getrennt. Der Wohnbereich öffnet sich zu einem Südbalkon mit Blick in den Garten und bis in die bewaldeten Berge des Schwarzwalds, was eine besonders gemütliche Atmosphäre schafft. Ausreichend Stauraum in Schlafzimmer und Eingangsbereich sowie die ruhige Lage in einer gepflegten Wohnanlage sorgen dafür, dass wir uns schnell wie zuhause fühlen.
Der älteste Biergarten in der Freiburgs Innenstadt lockt mit gemütlicher Atmosphäre unter großen Kastanienbäumen und süffigem Bier der Hausbraueri Feierling. Das Inselhopf schmeckt nicht nur unglaublich gut, sondern ist noch dazu Bio.
Das Martin’s Bräu liegt im Herzen der Stadt am zentralen Martinstor unter der Freiburger Markthalle. In der modernen Brauereikneipe wird zur traditionellen badischen Küche modernes Craft Beer serviert. Die Portionen sind riesig, und das Monatsbier – ein Champagner Weizen – schmeckt perfekt zu Käsespätzle und hausgemachten vegetarischen Maultaschen. Wer jetzt denkt, im Champagner Weizen wäre Champagner, der irrt. Für die Herstellung dieses Weißbieres wird spezielle Champagner-Hefe verwendet, was für eine spritzige Perlage sowie feine Aromen von Weißwein, Karamell, Honig und Nelke sorgt.
Im Imbery kann man nicht nur sehr gut zu Abend essen oder einen Drink in der modernen Bar genießen. Bei unserem Aufenthalt im Sommer haben wir festgestellt, dass das familiengeführte 3-Sterne-Hotel auch über einen kleinen Biergarten und eine gemütliche Terrasse verfügt. Definitiv einer meiner Lieblingsorte während unseres Aufenthalts im Schwarzwald!
Das Ristorante Leonardo da Vinci hat uns schon während unseres Winterurlaubs mit sehr guten Pizza beglückt. Und nun kann ich auch die Tagliatelle mit Gorgonzola und Spinat in Sahnesauce uneingeschränkt empfehlen.