Bayerischer Wald – Impressionen vom Schneeschuhwandern & Schlemmen | Travel Guide auf www.wallygusto.de
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Bayerischer Wald – Impressionen vom Schneeschuhwandern & Schlemmen

11. März 2022

Mit Wintersport kann ich nichts, aber wirklich gar nichts anfangen. Ich erinnere mich noch düster daran, als ich vor über 20 Jahren meinem damaligen Freund zu liebe das Skifahren erlernt habe. Irgendwie standen er und seine Clique gefühlt den ganzen Winter auf den Skiern. Klar, dass ich dazu gehören wollte. Aber kaum war die Beziehung mit dem Harti beendet, hingen auch die Bretter wieder am berühmten Nagel. Trotzdem begeistere ich mich seit einigen Jahren für das Schneeschuhwandern. Im Bayerischen Wald finden Herrn Wallygusto und ich optimale Bedingungen für unseren liebsten Wintersport vor.

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Schneeschuhwandern im Bayrischen Wald

Wenn es ordentlich schneit, kann die Schneedecke im Nationalpark Bayerischer Wald schon mal über einen Meter dick sein. Die Natur präsentiert sich dann besonders wild, urtümlich und ruhig. Trotzdem steht das komplette, 350 Kilometer lange Wanderwegenetz zur Verfügung. Da aber nur ein kleiner Teil der Strecken geräumt oder gewalzt ist, sind Schneeschuhe bei viel Schnee das Fortbewegungsmittel Nummer 1. Mit ihnen an den Füßen lassen sich auch im Winter die inneren Bereiche des Nationalparks erkunden. Das Schöne daran: Auf keiner unserer beiden langen Touren begegnen wir übermäßig vielen Menschen. Oft ist das Knirschen unserer Schneeschuhe das einzige Geräusch, das wir auf dem Weg durch das verschneite Winterwunderland hören.

Unsere Touren im Überblick

Die Schachtenbachrunde ist schön, aber recht unspektakulär. Was uns aber nicht weiter stört, denn da wir schon länger nicht mehr Schneeschuhwandern waren, ist diese Tour zum Warmlaufen gedacht. Am Ende wird es aber dann doch ein wenig abenteuerlich, denn der kurze Aufstieg auf den Hennenkobel ist sehr glatt. Zum Glück haben wir unsere Grödel dabei, die uns das letzte Stück zum Gipfelglück erleichtern.

Am zweiten Tag geht es auf den Kleinen Arber, den höchsten Berg der Oberpfalz! Eigentlich ist der Kleine Arber ein 2-Länder-Gipfel, denn die Grenze zwischen Niederbayern und der Oberpfalz (Landkreis Regen, Landkreis Cham), verläuft direkt am Gipfel (1.384 m). Die Tour ist zwar lang, dafür aber nur wenig anspruchsvoll. Nur das letzte Stück kurz unter dem Gipfelkreuz fordert den müden Beinen nochmal einiges ab. Aber vor der Käsesemmel hat der liebe Gott nun mal den Anstieg gesetzt, da führt kein Weg dran vorbei. Der Rückweg führt uns durch eine bewaldete Schlucht, vorbei an den wildromantischen Rieslochfällen.

Deutlich weniger beschwerlich, fast schon ein Spaziergang, ist die Tour zum Bodenmaiser Hausberg. Von unterhalb der Silberberg-Talstation geht es stetig ansteigend zur Schönebene und dann zum Silberberg. Am 955 Meter hohen Gipfel erwarten uns nicht nur Scharen von anderen Wandern sondern auch ein großartiger Panorama-Blick über Bodenmais und das Zellertal, ins Brandtner Tal sowie weit hinein in den Nationalpark und zum Kronberg und Harlachberg. Dank der guten Wegverhältnisse brauchen wir keine Schneeschuhe und ziehen nur für besonders glatte Stellen die Grödel über unsere Bergstiefel. Nach einer kurzen Rast geht es durch den verschneiten Winterwald zurück zum Parkplatz.

Und sonst?

Wie schon bei unserem letzten Besuch im Bayerischen Wald schlagen wir unser Basecamp in Bodenmais auf. Der heilklimatische Kurort unterm Silberberg ist hierfür optimal, denn viele Wanderungen starten hier quasi direkt vor dem Hotel. Außerdem gibt es ettliche Einkaufsmöglichkeiten und einige Gasthäuser, die alle sehr gut zu Fuß zu erreichen sind. Man kann das Auto also getrost mal auf dem Hotelparkplatz stehen lassen.

Schlafen

Der Empfang im Hotel Wilderer Stuben ist sehr freundlich und professionell, der Impfnachweis wird akribisch geprüft. Unser Zimmer und das dazugehörige Bad sind recht klein, aber sehr sauber. Das Frühstücksbüffet überzeugt mit seiner großen Auswahl, auch an Vegetarier wird gedacht. Zur Wahl stehen beispielsweise Frischkäse, Käse, einige Cerealien, Eiersalat, frisches Obst und Backwaren. Wie so oft kann uns der Kaffee leider nicht überzeugen.

Im dazugehörigen Restaurant im alpenländischen Stil essen wir an unserem ersten Abend Käsespätzle, die uns ebenfalls nicht begeistern. Immerhin sind die Portionen sehr üppig, so dass wir gut gesättigt schlafen gehen können.

Essen & Trinken

Im Pfarrzentrum von Bodenmais entdecken Herr Wallygusto und ich das gemütliche Café Don Camillo. Die Kuchenvitrine ist gut gefüllt und lockt uns mit Kaffee-Vanille-Torte und Weinschaumtorte. Die Stücke sind sehr groß und auch geschmacklich bleiben keinerlei Wünsche offen. Also genau das Richtige, um nach einer langen Schneeschuhwanderungen den Energiespeicher wieder aufzufüllen.

Und wieder lockt uns das Adam Bräu mit seiner hauseigenen Brauerei und der gemütlichen Gaststube. Erfreulicherweise stehen immer noch die Biernudeln mit Oliven, Rucola, Knoblauch, Peperoncini, getrocknete Tomaten und Parmesanspänen auf der umfangreichen Speisekarte. Ich überlasse diese aber gerne Herrn Wallygusto, denn für mich gibt es Knödlgröstl. Die Portionen sind nach wie vor riesig, den extra Beilagensalat braucht es eigentlich nicht. Da braucht es zur Verdauung unbedingt einen Nussbrand und ein Schneewittchen mit heißem Eierlikör und Sahne.

Weitere Tipps und Tourenvorschlägeüber das Schneeschuhwandern im Bayerischen Wald findet Ihr hier:

Nationalpark Bayerischer Wald

Schneeschuhwandern: Bayerischer Wald an Arber

Schneeschuhwandern Großer Falkenstein: Bayerischer Wald im Winter

Winterliche Impressionen aus dem Bayerischen Wald

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