Teneriffa aktiv – Strände, Tapas & Vulkane | Hiking Guide auf www.wallygusto.de
Spanien Unterwegs Wanderreisen

Teneriffa aktiv – Strände, Tapas & Vulkane (3)

20. Juni 2022

Teneriffa ist nicht nur kulinarisch und kulturell ein Erlebnis. Auch abseits der kleinen und größeren Städte mit ihrem bunten Treiben gibt es einiges zu entdecken. Mit seinen idyllischen Tälern, wilden Barrancos und Kiefern- und Lorbeerwäldern ist Teneriffa ein wahres Wanderparadies. Und auch der ein oder andere grandiose Gipfel möchte erklommen werden. Allen voran natürlich der höchste Berg Spaniens, der Pico del Teide. Und so lädt uns die vielseitigste Insel der Kanaren (fast) jeden Tag aufs Neue zu einer Wanderung ein.

Eigentlich wollte ich im Rahmen der Sehenswürdigkeiten schon über unsere zahlreichen Wanderungen auf Teneriffa berichten. Aber dann gab es allein so viel über die schwarzen Strände, den botanischen Garten und die anderen schönen Dinge zu berichten, die Herr Wallygusto und ich Teneriffa gesehen haben. Daher habe ich spontan beschlossen, dem sportlichen Teil unseres Urlaubs ein eigenes Kapitel zu widmen. So kann ich Euch mit noch mehr Impressionen und Informationen versorgen.

Disclaimer: Dieser Beitrag enthält unbezahlte und nicht beauftragte Werbung in Form von Verlinkungen und/oder Ortsnennungen. Falls etwas konsumiert wurde, wurde dies selbst finanziert.

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Von Garachico nach Juan del Reparo

Unsere erste Wanderung auf Teneriffa führt uns von Garachico nach San Juan del Reparo. Garachico war bis zu dem verheerenden Vulkanausbruch im Jahre 1706, bei dem der Hafen und weite Teile des Städtchens durch zwei Lavaströme zerstört wurden, eine der bedeutendsten Handels- und Hafenstädte Teneriffas. Obwohl das Städtchen wieder aufgebaut wurde, konnte es diese Bedeutung nicht wiedererlangen.

Die leichte Wanderung auf einem schönen, alten Pflasterweg ist genau die richtige Tour zum Aufwärmen. Denn schließlich wollen wir uns nicht gleich zu Beginn des Urlaubs komplett verausgaben. Nach einer kurzen Besichtigung der sehenswerten Altstadt folgen wir also dem gemütlichen Camino entlang der Lavaströme hinauf nach San Juan del Reparo. Unterwegs ergeben sich immer wieder malerische Blicke auf Garachico, was den meist schattenlosen, teilweise recht steilen Aufstieg um einiges angenehmer werden lässt.

Oben in Juan del Reparo angekommen, gibt es außer der (leider nicht zugänglichen) Kirche nicht viel zu sehen, so dass wir uns nach einer kurzen Verschnaufpause schnell wieder auf den Rückweg machen.

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Von Puerto de la Cruz zum Café Vista Paraiso

Die Tour von Puerto de la Cruz zum Café Vista Paraiso ist eigentlich keine Wanderung, sondern ein recht langer Spaziergang mit ein paar Höhenunterschieden. Los geht’s direkt an unserem Hotel in Puerto de la Cruz. Nach einem kurzen Besuch bei der Fischerfrau am Fischereihafen bummeln wir an der Promenade entlang bis zum Surferstrand Playa Martianez. Dort folgen wir erst einer kurzen Palmenallee, dann steigen wir auf einem breite Fußweg hinauf zum Mirador de la Paz. Der Mirador de la Paz ist einer berühmtesten Panoramaplätze Teneriffas und hat schon Agatha Christie für einen ihrer Romane inspiriert.

Jetzt geht es auf dem gepflegten, meist gepflasterten Camino de la Costa weiter durch Bananenplantagen einem der schönsten Naturstrände im Norden von Teneriffa, dem Playa de Bollullo. Hier stecken wir kurz die Füße in den feinen Sand und lauschen bei einem alkoholfreien Bier der rauschenden Meeresbrandung.

Mit dem nächstem Ziel wartet ein weiterer berühmter Panoramaplatz Teneriffas auf uns. Allerdings ist der Weg zum Café Vista Paraíso steiler und anstrengender als erwartet. Die kurze Anstrengung lohnt sich aber, denn sie wird mit einem köstlichen Stück Kuchen belohnt. Auch der grandiose Ausblick von der Caféterrasse auf Puerto de la Cruz ist nicht zu verachten. Frisch gestärkt geht es auf demselben Weg zurück zum Hotel, wo bereits ein weiteres alkoholfreies Bier im Kühlschrank auf uns wartet.

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Órganos-Höhenweg

Der Name des Höhenweges „Organos“ kommt von den bizarren Felsen, die mit ihren senkrechten Falten aussehen wie Orgelpfeifen. Und genau über eben diesen Orgelpfeifen läuft unser Weg auf einem schmalen Pfad parallel zum Berghang.

Die spektakuläre Runde durch die Schluchten- und Felsenwelt oberhalb der „Organas“ beginnt auf einem gemütlichen Forstweg. Dank der zahlreichen mit Flechten verhangenen Bäume haben wir schnell das Gefühl, durch einen „Märchenwald“ zu wandern. Das ändert sich jedoch recht bald, wir betreten einen steilen, häufig schlüpfrigen Weg. Stellenweise wird es sogar schmal und richtig luftig, aber diese ausgesetzten Passagen sind zum Glück zumindest teilweise gesichert.

Der im Wanderführer versprochene Ausblick auf den Teide bleibt uns allerdings verwehrt. Denn Spaniens höchster Berg ziert sich ein wenig und versteckt sich hinter einer Mauer aus dicken Wolken. Dafür erfreuen wir uns umso mehr an den vielen wunderschönen Sukkulenten am Wegesrand.

Die wildromantische Höhenwanderung bietet nicht nur reichlich Abwechslung, sondern hin und wieder gar spektakuläres Bergvergnügen. Sie zählt somit zu den schönsten Touren, die wir die letzten Jahre gemacht haben.

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Vom Teide über den Pico Viejo zum Parador

Naturbegeisterte finden mit dem Parque Nacional del Teide den größten Nationalpark der Kanaren vor. Hier hat Mutter Natur mit einer einzigartigen Kraterlandschaft, Vulkanen und versteinerten Lavaflüssen eine wahrlich einzigartige Kulisse zum Wandern geschaffen. Und als wäre das noch nicht genug, thront über die beeindruckende Silhouette des Teide. Der Ausflug auf den 3.718 Meter hohen Vulkan ist auch für Herrn Wallygusto und mich ein absolutes MUSS. Schon Wochen vorher haben wir uns im Internet die Tickets für die Teide-Seilbahn gesichert.

Da wir beide gut in Form und geübte Wandersleute sind, hätten wir den Vulkangipfel wahrscheinlich auch zu Fuß erklimmen können. Doch der Anstieg von ca. 1.400 m und die dünne Höhenluft flößt uns dann doch reichlich Respekt ein. Und auf eine 2-Tages-Tour mit Hüttenübernachtung hatten wir weder Zeit noch Lust. Beziehungsweise hat uns hier die COVID-19-Pandemie sowieso einen Strich durch die Rechnung gemacht, denn die Herberge Altavista ist nach wie vor geschlossen. Ein Datum der Wiedereröffnung steht auch im Mai 2022 noch nicht fest.

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Über Lavageröll und Bimssteinsand

Wir starten unsere Wanderung also bei der Bergstation der Seilbahn, wobei auch hier der sportliche Aspekt nicht zu kurzkommt. Der Aufstieg auf den Pico Viejo, mit 3.135 m der zweithöchste Gipfel der Insel, ist anspruchsvoll und beschwerlich. Aber der Weg über felsig-gerölliges Lavagelände lohnt sich, denn der westliche Trabant des Teide wird nicht umsonst als einer der großartigsten Berge Teneriffas bezeichnet. Sein mächtiger Krater ist mit 800 m Durchmesser mit Abstand der größte der Insel und weist eine einzigartige vulkanische Farbenpracht auf. Die Farbpalette in seinem Inneren reicht vom tiefsten Schwarz über Rot und Ocker bis hin zu Türkis. Außerdem werden wir von seinem Gipfel aus mit einem großartigen Blick auf den Teide belohnt. Wenn wir diesen schon nicht erklommen haben, so wollen wir hin zumindest gebührend aus der Ferne bewundern. So hat sich wieder mal in mehrfacher Hinsicht bewiesen, dass es oft interessanter ist, Nebengipfel zu erklimmen.

Ab dem Pico Viejo werden die Wegverhältnisse dann einfacher, denn es erwartet uns ein wunderschöner Bimssandweg, der meist gemütlich zu den Felsformationen der Roques de García hinabzieht. Von hier aus geht es eben weiter zurück zum Parkplatz, wo wir völlig geschafft, aber sehr glücklich, in die Sitze unseres Mietautos fallen.

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Solltet Ihr jetzt Lust auf einen Wanderurlaub auf Teneriffa haben, findet hier noch mehr Tipps und Tourenvorschläge:

Ausflug nach Garachico

Von Puerto de la Cruz zum Playa Bollulo

Ein Klassiker: der Organos Höhenweg

Wandern im Teide-Nationalpark – die 4 schönsten Routen und Tipps

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Teneriffas Sehenswürdigkeiten

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