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Sidhartha | Obermenzing

17. September 2013
Sidharta

Traditionell gehen wir am Vorabend eines jeden Urlaubs bei unserem kleinen Thai um die Ecke zum Essen. Leider wurde daraus diesmal nichts, denn auch Restaurants gönnen sich eine Sommerpause. So mussten wir uns nach einer geeigneten, sprich leckeren und nah gelegenen, Alternative umsehen. Da wir ein paar Tage zuvor mit dem Fahrrad beim Sidhartha vorgefahren sind und ein Blick durchs Fenster sehr vielversprechend aussah, war eine Ausweichlösung sehr schnell gefunden. Ich muss allerdings gestehen, dass ich mich hierbei von den Kronleuchtern habe beeinflussen lassen :-).

Das Sidhartha ist ein nordindisches Restaurant und direkt an der Würm gelegen. Eigentlich würde man in diesem Teil von Obermenzing eine eher rustikale Gaststätte erwarten, schließlich sind der Alte Wirt und der Weichandhof in unmittelbarer Nachbarschaft. Leider war es bei unserem Besuch schon etwas kühler, so dass wir nicht in dem traumhaften Gastgarten am Flusslauf sondern im eleganten Innenraum nahmen. Die Einrichtung ist sehr schlicht, den sonst gerne in indischen Lokalen verwendeten Schnickschnack sucht man hier vergeblich. Die Wände sind in dunkelrot gehalten, einige wenige Bilder mit indischen Motiven sowie ein paar Holzfiguren sorgen für schöne Akzente. Auch besagte Kronleuchter tragen zum stilvollen Ambiente bei. Auf den kleinen Tischen liegen dicke Stoffservietten und kunstvoll arrangiertes Geschirr.

Sidharta Pakora

Wie erhofft bot uns die Speisekarte eine große Auswahl an vegetarischen Gerichten, so dass wir tatsächlich die Qual der Wahl hatten. Da Wallygustos bekennende „Wiederholungstäter“ sind, bestellten wir – wie immer beim Inder – Pakora (Gemüse in Kichererbsenteig, € 4,60) und Samosa (Teigtaschen mit Gemüse, € 4,60). Besonders die Gemüsetaschen waren sehr pikant gewürzt und in der Füllung waren sogar Cashewkerne . Eigentlich hätte es die Vorspeise ja gar nicht gebraucht, denn vorneweg wurde Chapati mit dreierlei Soßen serviert. Da alles aber so unglaublich lecker war, haben wir unsere Entscheidung nicht allzu stark bereut :-). Weiter ging es nun mit Karahi Paneer und Taj Mahal Koftas  (jedes Gericht € 12,50). Dazu bestellten wir Weizenbrot, das ordentlich mit angebratenen Knoblauch bestreut war (Lassan Klucha, € 3,20). Das in Nordindien sehr bekannte Gericht Karahi Paneer bestand hauptsächlich aus Tomatensoße mit großen Käsestücken und war sehr interessant gewürzt. Ich glaube, wir haben nie zuvor bewusst schwarzen Kardamom gegessen. Um herauszufinden, um was es sich bei dieser komischen „Blüte“ eigentlich genau handelt, mussten wir sogar erst beim hilfsbereiten Ober nachfragen. Die Koftas schwammen in einer feinen Tomaten-Sahne-Soße und schmeckten ebenfalls herrlich. Bisher dachte ich, die Gemüsebällchen im Swagat wären die besten meines Lebens gewesen, aber an diesem Abend wurde ich eines besseren belehrt. Normalerweise bekommt man standardmäßig normalen gekochten Reis serviert, so dass der zum Hauptgericht gereichte Gewürzreis ein besonderes Highlight war.

Der Service hat uns anfangs ein wenig links liegen gelassen, agierte dann aber sehr schnell und professionell. Generell waren alle Bedienungen etwas unterkühlt.

Alles in allem ist das Sidhartha eine Offenbarung für die Sinne und deswegen auch längst kein Geheimtipp mehr! Das Lokal selbst sowie der Gastgarten waren an diesem Freitagabend sehr gut besucht, man sollte also wohl auf jeden Fall reservieren. Zumindest, wenn man an einem Wochenende hier speisen möchte. Da wir nach unserem Abend hier glücklich und zufrieden nach Hauser rollten, werden wir dies auf jeden Fall bald wieder tun!

Adresse: Zehentstadelweg 12, 81247 München

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